CH690322A5 - Verfahren und Vorrichtung zur Regenerierung von Giesserei-Altsand. - Google Patents

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CH690322A5
CH690322A5 CH02798/95A CH279895A CH690322A5 CH 690322 A5 CH690322 A5 CH 690322A5 CH 02798/95 A CH02798/95 A CH 02798/95A CH 279895 A CH279895 A CH 279895A CH 690322 A5 CH690322 A5 CH 690322A5
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Christian Renner
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Georg Fischer Disa Ag
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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C5/00Machines or devices specially designed for dressing or handling the mould material so far as specially adapted for that purpose
    • B22C5/10Machines or devices specially designed for dressing or handling the mould material so far as specially adapted for that purpose by dust separating
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    • Y10S241/10Foundry sand treatment

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Description


  
 



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regenerierung von bentonitgebundenem Sand enthaltenden Giesserei-Altsand, wobei die Sandkörner des Altsandes in einem Behandlungsraum wiederholt beschleunigt und abgebremst, durch kombinierte Schlag- und Scherbeanspruchung plus intensive Korn-an-Korn-Reibung gescheuert und dadurch von den auf den Sandkörnern haftenden, nutzbaren und totgebrannten Binder- und Zusatzstoffhüllen befreit werden, wobei während der Behandlung entstehender Staub vom Sand getrennt wird. Im Rahmen der Erfindung liegt auch eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung. 



  Der Formsand-Kreislauf einer Giesserei schliesst die Auspackstelle mit ein. Werden die Formen aus bentonitgebundenem Formstoff hergestellt, fällt an dieser Stelle ein Mischsand mit mehr oder weniger grossen Anteilen an bentonitgebundenem Sand und (verschiedenen) Kernsanden an. Dieses Gemisch enthält neben Quarz und Kunstharzbindern auch Zuschlagstoffe wie Bentonit, Kohlenstaub usw., die unter Hitzeeinwirkung z.T. zerstört, Bentonit zu einer harten und porösen Schicht mit tiefer Feuerbeständigkeit auf das Korn gebrannt wurden. Bei fehlender Regenerierung wird dieses Gemisch wieder der Formstoffaufbereitung zugeleitet, fehlende Zuschlagstoffe müssen ersetzt werden. 



  Bei der Regenerierung von Altsand werden die Sandkörner von den Binder- und Zusatzstoffhüllen befreit. Der so regenerierte Altsand erreicht weitgehend die Eigenschaften von neuem Quarzsand und kann daher an Stelle von Neusand wieder verwendet werden. 



  Ein Regenerierverfahren der eingangs erwähnten Art ist aus der DE-A-2 909 408 bekannt. Der Behandlungsraum wird durch eine rotierende Trommel gebildet, in deren Innern ein konzentrisch zur Trommelachse angeordneter Rotor mit einer  Vielzahl von achsparallelen Reibkörpern rotiert. Ein Teil des Sandfallstromes fällt auf diesen Rotor und wird beim Beschleunigen der Körner einer intensiven Schlag-Scherbeanspruchung unterworfen. 



  Das vorbekannte Verfahren hat den Nachteil, dass der zu behandelnde Sandstrom zu wenig genau gesteuert werden kann, was eine verhältnismässig lange Behandlungsdauer erforderlich macht. 



  Angesichts dieser Gegebenheiten hat sich der Erfinder die Aufgabe gestellt, ein Verfahren der eingangs erwähnten Art und eine Vorrichtung zu schaffen, womit die Durchsatzleistung bei gleich bleibender Qualität des Regenerats verbessert werden kann. 



  Bezüglich des Verfahrens führt die erfindungsgemässe Lösung der Aufgabe dazu, dass der Sand in zwei Fallströme aufgeteilt wird. Die Körner des ersten Stromes fallen auf den Rotor, wo sie stark beschleunigt und damit einer Schlag-Scher-Beanspruchung ausgesetzt in den zweiten Fallstrom geschleudert werden, wo sie durch die intensive Korn-an-Korn-Reibung in sehr kurzer Zeit abgebremst werden. Bevorzugt sind die Fallströme ungleich gross, d.h. die pro Zeiteinheit fallende Sandmenge ist unterschiedlich. 



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist insbesondere für eine chargenweise Behandlung des Sandes geeignet. Eine Charge Sand wird bis zur Erreichung der gewünschten Regeneratsgüte im Kreislauf geführt. 



  Die von den Körnern abgeriebene Hülle aus noch guten und beschädigten Bindern und Zuschlagsstoffen wird zu Staub. Dieser wird bevorzugt kontinuierlich abgesaugt. Durch eine zeitabhängige Aufteilung der abgesaugten Feinteile können unzerstörte Teile als Wertstoff (aktiver Bentonit und Kohlenstaub) anteilmässig wieder in den Formsandkreislauf zurückgeführt  werden. Dadurch werden teure Rohstoffe gespart, die Menge problematischen Deponiegutes reduziert. 



  Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt die Steuerung der Absaugung entsprechend dem in der DE-C-4 032 798 offenbarten Verfahren. Hierbei wird der Staub derart fraktioniert abgesaugt, dass Binder und Zusatzstoffe von den übrigen staubförmigen Anteilen getrennt erhalten werden, indem das fraktionierte Absaugen des Staubes aufgrund von Korngrössenunterschieden über die Absaugleistung und/oder eine Änderung des Unterdrucks gesteuert wird und/oder während einer vorbestimmten Zeit erfolgt, wonach die abgetrennten staubförmigen Anteile aus Binder und Zusatzstoffen in den Formsandkreislauf zurückgeführt werden. 



  Eine zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens besonders geeignete Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass im Behandlungsraum ein Rotor mit von der Rotormantelfläche abragenden Reibkörpern angeordnet ist und der Behandlungsraum verstellbare Zulauföffnungen für die Sandfallströme aufweist. Die erste Zulauföffnung leitet den Fallstrom auf den Rotor, die zweite leitet den 2. Fallstrom in einem bestimmten Abstand vor dem Rotor nach unten. 



  Zweckmässigerweise sind über dem Behandlungsraum ein oder mehrere Sandbehälter mit Auslauföffnungen für die entsprechenden Zulauföffnungen angebracht. Unterhalb des Behandlungsraumes ist eine Entstaubungseinheit mit Absaugleitung zum gezielten Absaugen der Feinteile, darunter ein Regenerat-Sammelbehälter angeordnet. 



  Zur Aufrechterhaltung eines Kreislaufbetriebs ist dieser Sammelbehälter mittels einer Fördereinheit mit dem Vorratsbehälter über dem Behandlungsraum verbunden. 



  Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und anhand der Zeichnung. Diese zeigt schematisch in einer Figur eine Regeneriervorrichtung. 



  Die Maschine zur Regenerierung von Giesserei-Altsand weist Sandvorratsbehälter 10 mit zwei Auslauföffnungen 12, 14 auf. Der/Die Vorratsbehälter 10 sind auf einem Behandlungsraum 16 aufgesetzt, in dessen Innern ein Rotor 18 mit, von der Rotormantelfläche 20 abragenden, Reibkörpern 22 angeordnet ist. 



  Unterhalb des Behandlungsraumes befindet sich eine mit Leitblechen 26 versehene Entstaubungseinheit 24 mit Absaugleitung 28 zum Austrag der Feinteile. An die Entstaubungseinheit 24 schliesst ein Sammelbehälter 30 zum Auffangen des entstaubten Sandes an. Zum Schliessen des Sandkreislaufes in der Maschine ist der Sammelbehälter 30 über eine Fördereinheit 32 mit dem Vorratsbehälter 10 verbunden. 



  Der zu regenerierende Sand wird gut vorbereitet (keine Knollen >10 mm, frei von Metallteilen, Wassergehalt max. 1%) chargenweise in den Vorratsbehälter 10 gegeben. Die Auslauföffnungen sind so konzipiert, dass ein erster, durch die Auslauföffnungen 12 fallender Teilstrom - in der Zeichnung durch die Falllinie f1 dargestellt - auf den Rotor fällt. Der durch die Auslauföffnung 14 fliessende zweite Teilstrom fällt entsprechend der Falllinie f2, in einem Abstand a zur Rotormantelfläche 20 nach unten. 



  Die Grössen der Auslauföffnungen sind so eingestellt, dass die aus den Auslauföffnungen 12 und 14 fallenden Teilströme unterschiedlich oder auch gleich gross sind. 



  Durch die Drehbewegung des Rotors 18 um seine horizontal liegende Achse y werden die auf ihn fallenden Sandkörner des ersten Teilstromes aus Auslauföffnung 12 durch die Reibkörper erfasst, beschleunigt und dadurch Schlag-Reibkräften unterworfen. Anschliessend werden die Körner mit grosser Geschwindigkeit in den lose nach unten fallenden Teilstrom aus Auslauföffnung 14 geschleudert und in diesem durch intensive Korn-an-Korn-Reibung in sehr kurzer Zeit abgebremst. Dabei werden die Binderhüllen abgerieben und als Nebeneffekt vorhandene scharfe Kanten an den Körnern gerundet. 



  Die Anlage arbeitet im Chargenbetrieb, d.h. eine Charge Altsand wird so lange im Kreislauf geführt, bis die erforderliche Regenerationsgüte erreicht ist. Anschliessend wird das Regenerat der Anlage entnommen und eine neue Charge aufgegeben. 

Claims (11)

1. Verfahren zur Regenerierung von bentonitgebundenen Sand enthaltendem Giesserei-Altsand, wobei die Körner des Sandes in einem Behandlungsraum wiederholt beschleunigt und abgebremst und durch kombinierte Schlag- und Scherbeanspruchung, mit anschliessender Korn-an-Korn-Reibung gescheuert und dadurch von den auf ihnen haftenden, nutzbaren und totgebrannten Binder- und Zusatzstoffhüllen befreit werden, wobei während der Behandlung abgescheuerte Feinteile von den Sandkörnern getrennt werden, dadurch gekennzeichnet, dass der zu behandelnde Sand in zwei Fallströme aufgeteilt wird und die Körner eines ersten Fallstromes beschleunigt und in den zweiten Fallstrom geschleudert werden.
2.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Fallstrom auf einen sich drehenden, mit Reibkörpern bestückten Rotor fällt und von diesem die Körner unter Einbringung von Schlag-Scherkräften beschleunigt werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Charge des zu behandelnden Sandes bis zum Erreichen der gewünschten Regeneratsgüte im Kreis geführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feinteile gezielt und kontinuierlich abgesaugt werden.
5.
Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feinteile derart abgesaugt werden, dass nicht beschädigte Wertstoffe wie Bentonit und Kohlenstaub von den übrigen Feinteilen getrennt anfallen, indem das Absaugen der Feinteile aufgrund von Korngrössenunterschieden und/oder eine Änderung des Unterdruckes über die Absaugleitung gesteuert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der abgesaugte Feinteilstrom nach einer bestimmten und vorgegebenen Behandlungszeit getrennt wird.
7.
Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Behandlungsraum (16) ein Rotor (18) mit, von der Rotormantelfläche (20) abragenden Reibkörpern (22) angeordnet ist und der Behandlungsraum (16) Zulauföffnungen (12, 14) für die Sandfallströme aufweist, wobei die eine Falllinie (f1) einer Zulauföffnung (12) auf den Rotor (18) trifft und die andere Falllinie (f2) der anderen Zulauföffnung (14) in einem Abstand (a) zur Mantelfläche des Rotors nach unten führt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Behandlungsraum (16) ein Sandvorratsbehälter (10) mit Auslauföffnungen (12, 14) für die Fallströme aufgesetzt ist.
9.
Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Behandlungsraumes (16) eine Entstaubungseinheit (24) mit Absaugleitung (28) zum gezielten Absaugen der Feinteile angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Behandlungsraumes (16) und der Entstaubungseinheit (24) ein Regenerat-Sammelbehälter (30) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufrechterhaltung eines Kreislaufbetriebs der Sammelbehälter (30) über einer Fördereinheit (32) mit dem Vorratsbehälter (10) verbunden ist.
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