CH692451A5 - Vorrichtung zum Aendern oder Justieren des Hubes eines Pressenbauteils einer mechanischen Presse. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ändern oder Justieren des Hubes eines Pressenbauteils einer mechanischen Presse, welches zum Ausführen einer hin- und hergehenden Bewegung von einer drehbaren Kurbelwelle angetrieben ist, insbesondere der Hublänge eines Presseschlittens, gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Bei mechanischen Pressen ist es häufig erwünscht, den Hub des hin- und hergehenden Schlittens zu verändern oder zu justieren. Es ist bekannt, mit Verzahnungen versehene Justiersysteme zu verwenden. Dabei besteht in hohem Masse die Gefahr des Verschleisses. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, die ihre Funktionen einwandfrei ausführt und dabei nicht oder in geringerem Masse als bei den bekannten Ausführungsformen einem Verschleiss unterliegt. Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 definierte Kombination von Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert. Mit der Erfindung wird eine Vorrichtung zur Verfügung gestellt, die den Hub des Schlittens oder eines anderen Pressenbauteils einer mechanischen Presse zu justieren oder zu ändern vermag. Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird der Kurbelwellenexzenter auf der Kurbelwelle unter Zwischenfügung einer exzentrischen Buchse gelagert. An dieser exzentrischen Buchse greift ein Verbindungselement wie eine Pleuelstange. Zwischen dem Kurbelwellenexzenter und der exzentrischen Buchse besteht ein Presssitz. Während des Normalbetriebes erfolgt zwischen der exzentrischen Buchse und dem Verbindungselement eine Relativbewegung im Zusammenhang mit einem Hin- und Hergehen des Presseschlittens. Zu und während einer Hubjustierung wird unter Druck stehendes \l in den Spalt zwischen der exzentrischen Buchse und dem Kurbelwellenexzenter eingeleitet, wodurch der Presssitz aufgehoben wird. Die exzentrische Buchse weitet sich hierbei aus und ergibt dabei (solange die Ausweitung der exzentrischen Buchse andauert) einen Presssitz mit der Pleuelstange. Nunmehr läuft die Kurbelwelle zusammen mit dem Exzenter um, sodass eine Drehung der Kurbelwelle nun die Position des Exzenters innerhalb der exzentrischen Buchse verändert, was einer künftigen Änderung des Normalbetrieb-Hubes entspricht. Wird danach der \ldruck entlassen, so geht die Ausweitung der exzentrischen Buchse zurück, was seinerseits den Presssitz der exzentrischen Buchse mit dem Kurbelwellenexzenter wieder herstellt, sodass wiederum Normalbetrieb herrscht. Mit der Erfindung wird somit eine kompakte Hubjustiervorrichtung angegeben, die mit Flüssigkeitsdruck betrieben wird. Statt aufwändiger Verbindungen unter Verwendung von Passfedern oder Keilen sowie Verzahnungen zwischen der Kurbelwelle und den verschiedenen exzentrischen Teilen ist die erfindungsgemässe Lösung von sehr einfachem Aufbau, und sie kommt mit wenigen Teilen aus. Die Herstellungskosten sind daher vergleichsweise gering. Ausserdem arbeitet die erfindungsgemässe Hubjustiervorrichtung sehr genau und stufenlos. Wartungskosten und Ersatzteilkosten sind ebenfalls gering. Die Vorrichtung ist demnach bedienungsfreundlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Flüssigkeitsdruck verstärkt werden kann. Die Erfindung ist anhand der Zeichnungen näher erläutert. Darin ist im Einzelnen Folgendes dargestellt: Fig. 1 zeigt in schematischer perspektivischer Ansicht, teilweise weggeschnitten, einen Teil des Verbindungsmechanismus zwischen Kurbelwelle und Schlitten einer Presse; Fig. 2A und 2B zeigen jeweils die Pleuelstange sowie in achssenkrechten Schnitten die Kurbelwelle sowie die exzentrische Buchse, und zwar jeweils bei maximalem und minimalem Hub; zur Vereinfachung sind die Schmierölleitungen weggelassen; Fig. 3 ist eine vergrösserte Ansicht der Kurbelwelle und der exzentrischen Buchse gemäss Fig. 2A; Fig. 4A zeigt in schematischer Schnittansicht die genannten Teile während des normalen Betriebes; Fig. 4B zeigt in schematischer Schnittansicht die genannten Teile während einer Hubjustierung; Fig. 5 zeigt im Querschnitt eine alternative Ausführungsform, bei der eine zusätzliche Verbindungsbuchse zwischen der exzentrischen Buchse und der Pleuelstange sowie eine \lleitung zur Hubjustierung erkennbar ist; Fig. 6A zeigt in axialer Schnittansicht eine erste Ausführungsform einer exzentrischen Buchse; die Fig. 6B und 6C zeigen in axialer Schnittansicht bzw. im Querschnitt eine weitere Ausführungsform einer exzentrischen Buchse; Fig. 6D zeigt in axialer Schnittansicht eine weitere Ausführungsform der exzentrische Buchse; Fig. 7 zeigt in axialer Schnittansicht eine Ausführungsform, bei der, ohne Hochdruck-Drehverbindung, einer Kurbelwelle unter hohem Druck stehendes \l zugeführt wird; Fig. 8 zeigt in schematischer, teilgeschnittener Ansicht eine zweite Dichtungskonfiguration zum Abdichten von unter hohem Druck stehendem \l zwischen der exzentrischen Buchse und dem Kurbelwellenexzenter; Fig. 9 zeigt in Aufrissansicht eine übliche mechanische Presse, bei der die Erfindung angewendet wird; Fig. 10 zeigt in schematischem Querschnitt eine erfindungsgemässe u-förmige Dichtung. Entsprechende Bezugszeichen werden in allen Ansichten für gleiche oder entsprechende Teile verwendet. Die Zeichnungen sind nicht immer massstäblich; manche Teile sind zum Zwecke der Veranschaulichung übertrieben dargestellt oder weggelassen. Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich in idealer Weise zur Verwendung bei einer weiten Palette von mechanischen Pressen wie Stanzpressen, Ziehpressen usw. Den Aufbau einer üblichen mechanischen Presse erkennt man aus Fig. 9. Sie umfasst ein Pressenoberteil 115, einen Pressentisch 117 mit einer Pressentischauflage (Bolster) sowie mit Säulen 113, die das Pressenoberteil 115 mit dem Tisch 117 verbindet. Die Säulen 113 greifen an der Unterseite des Pressenoberteiles sowie an der Oberseite des Tisches. Ein als Pressenbauteil ausgebildeter Schlitten 119 ist zwischen den Säulen 113 angeordnet und führt relativ zum Tisch hin- und hergehende Bewegungen aus. Nicht dargestellte Zugstangen, die durch das Pressenoberteil, die Säulen und den Tisch hindurchgeführt sind, sind an jedem Ende mittels Muttern befestigt. Der Tisch weist Füsse 118 auf, die auf dem Boden ruhen, und zwar unter Zwischenfügung von Stossdämpferplatten. Der Schlitten 119 ist von einem Antrieb 114 angetrieben. Der Antrieb umfasst einen Antriebsmotor 116, der über einen Antriebsriemen mit einem Hilfsschwungrad 120 in Triebverbindung steht, das seinerseits am Pressenoberteil 115 gelagert ist. Das Hilfsschwungrad 120 ist an ein Hauptschwungrad 112 angeschlossen, das seinerseits selektiv mit einer Kupplung einer Brems-Kupplung-Kombination in Eingriff gebracht wird, um die Kurbelwelle 14 der Presse anzutreiben. Die Kurbelwelle 14 bewirkt die gleitende Bewegung des Schlittens über ein Verbindungselement 10, im Allgemeinen eine Pleuelstange. Es versteht sich, dass Fig. 9 und die zugehörende Beschreibung der Presse 110 rein zur Veranschaulichung gegeben ist. Es gibt eine Vielzahl von mechanischen Pressen; die Erfindung lässt sich auf alle Arten von Pressen anwenden, die eine Kurbelwelle aufweisen, die einen Pressenbauteil, im Allgemeinen einen Schlitten, hin- und hergehend bewegt. Nur beispielshalber wird verwiesen auf US-A-5 189 928. Im Folgenden soll auf Fig. 1 eingegangen werden. Man erkennt eine Kurbelwelle 14 sowie eine Pleuelstange 10, die an der Kurbelwelle 14 greift, um den Presseschlitten anzutreiben. Die Kurbelwelle 14 umfasst einen zylindrischen Hauptteil 16, der auf der Drehachse der Kurbelwelle 14 axial zentriert ist, ferner ein zweites exzentrisches Element, nämlich einen zylindrischen Kurbelwellenexzenter 18, der mit Hauptteil 16 einteilig oder mit diesem fest verbunden ist. Obwohl nur ein einziger Kurbelwellenexzenter 18 dargestellt ist, sind entlang der Kurbelwelle 14 mehrere Exzenter vorgesehen, die mit entsprechenden, hier nicht dargestellten Pleuelstangen zusammenarbeiten. Der Kurbelwellenexzenter 18 ist von einer exzentrischen Bronzebuchse 20 umschlossen. Man erkennt diese Bauteile besonders gut aus den Fig. 2A, 2B und 3. Dort ist der Hauptteil 16 der Kurbelwelle 14 gestrichelt dargestellt. Während des normalen Pressenbetriebs beim Umlauf der Kurbelwelle 14 ist die exzentrische Buchse 20 mit dem Kurbelwellenexzenter 18 drehfest. Dies wird erreicht durch einen Presssitz entlang dem Umfang 22 des Kurbelwellenexzenters 18. Der Presssitz ist somit genügend stramm, um dasjenige Drehmoment zu übertragen, das notwendig ist für jegliche Stanz- oder Formarbeiten. Zum Schmieren der exzentrischen Buchse 20 relativ zum Pleuelstan ge 10 wird Schmieröl zugeführt. Ein solches \l tritt zum Beispiel durch den oberen Teil der Pleuelstange 10 oder durch die Pleuelstangenkappe, um zwar dort durch den Kanal 24 in einen Radialspalt 26 ein, der beispielsweise eine Weite von 0,075 mm bis 0,13 mm aufweist, um einen \lfilm zu schaffen, auf welchem die exzentrische Buchse 20 umläuft. Fig. 4A lässt erkennen, wie das \l, das beispielsweise mit einem Druck von 8,8 bar strömt, durch einen Schlauch 25 und durch den Kanal 24 dem Radialspalt 26 zum Zwecke des Schmierens zugeführt wird. Zu diesem Zeitpunkt des Betriebes sind die in Fig. 4A gestrichelt angedeuteten Leitungen innerhalb der Kurbelwelle 14 und des Kurbelwellenexzenters 18 stillgelegt. Laufen die Kurbelwelle 14 und die mitrotierende exzentrische Buchse 20 relativ zur Pleuelstange 10 um, so bewegt sich die Pleuelstange 10 aufwärts und abwärts, um eine hin- und hergehende Bewegung des Schlittens 119 zu bewirken. Wünscht man den Hub des Schlittens 119 zu ändern oder zu justieren, so wird die Kurbelwelle 14 angehalten, und damit auch der Schlitten. Ferner wird die \lzufuhr durch den Kanal 24 im oberen Teil der Pleuelstange 10 abgestoppt. Sodann wird unter hohem Druck stehendes \l durch die Kurbelwelle 14 hindurchgeführt, beispielsweise durch eine Axialbohrung 28 sowie durch eine oder mehrere Querbohrungen 29. Das \l gelangt zum inneren Durchmesser der exzentrischen Buchse. Der Druck des \les liegt beispielsweise zwischen 490 und 700 bar. Er verteilt sich in Umfangsrichtung um den Kurbelwellenexzenter 18. Entlang der Axialkanten am inneren Durchmesser der Buchse 20 können Dichtungen 100, 102 vorgesehen werden, um ein Austreten des unter hohem Druck stehenden \les zu verhindern. Das Hochdrucköl bewirkt eine Ausweitung der Buchse, und damit wird der Presssitz zwischen dem Kurbelwellenexzenter 18 und der exzentrischen Buchse 20 aufgehoben. Das Hochdrucköl erzeugt einen Ringspalt geringer Weite zwischen der Exzenterbuchse 20 und dem Kurbelwellenexzenter 18 an der Stelle 31. Es erzeugt zeitweise einen Presssitz oder Festsitz an der Stelle 33, in Umfangsrichtung zwischen der Exzenterbuchse 20 und Pleuel stange 10 - siehe auch Fig. 4B. Der geschmierte Radialspalt 31 erlaubt es, dass die Kurbelwelle 14 relativ zur exzentrischen Buchse verdreht wird. Diese verdreht sich jedoch nicht, und zwar wegen des zeitweise erzeugten Presssitzes mit der Pleuelstange 10. Wird die Kurbelwelle 14 verdreht, so wird der Hauptteil 16 der Kurbelwelle 14 in eine andere Position relativ zur exzentrischen Buchse 20 verschoben, was seinerseits den Hub der Pleuelstange 10 auf ein gewünschtes Mass verändert. Ist die Justierung vollendet, stoppt man den Zufluss von unter hohem Druck stehenden \l an der Stelle 31 durch die Kurbelwelle 14. Damit vermag die exzentrische Buchse 20 auf Grund ihrer Elastizität wieder zum Zustand des Presssitzes auf dem Kurbelwellenexzenter 18 zurückzukehren, womit ein Umlauf der Kurbelwelle 14 zum hin- und hergehenden Antreiben der Pleuelstange 10 für den normalen Pressenbetrieb erneut möglich ist. Die Fig. 2A und 2B veranschaulichen, auf welche Weise durch ein Verdrehen von Kurbelwelle 14 und exzentrischer Buchse 20 um 180 Winkelgrad ein Hub von 63,5 mm erzielt wird. Natürlich sind auch andere Hübe innerhalb des Rahmens der Erfindung erzielbar. Fig. 5 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung, und zwar während einer Stanzoperation. Bei dieser Ausführungsform befindet sich eine weitere Verbindungsbuchse 11 zwischen der Pleuelstange 10 und der Buchse 20. Die Verbindungsbuchse 11 passt in eine Umfangsnut im radial äusseren Teil der exzentrischen Buchse 20. In den Radialspalt 26 kann \l eingeführt werden, um einen \lfilm zu bilden, der den freien Umlauf der Kurbelwelle und ihrer exzentrischen Buchse relativ zur Pleuelstange 10 und der zugeordneten Buchse 11 erleichtert. Bei dieser Ausführungsform verhindern Dichtungen 35 das Austreten von unter hohem Druck stehenden \l aus dem Zwischenraum zwischen dem Kurbelwellenexzenter 18 und der exzentrischen Buchse 20. Während einer Hubjustierung wird unter hohem Druck stehendes \l durch zahlreiche Querbohrungen 29 sowie durch eine Axialbohrung 28 zugeführt. Die Axialboh rung 28 erstreckt sich durch die Kurbelwelle hindurch zu jeder Pleuelstange entlang der Länge der Kurbelwelle. Um zu verhindern, dass die exzentrische Buchse 20 eine Eiform annimmt und ungleiche Spannungen beim Ausweiten erfährt, während der Presssitz mit dem Kurbelwellenexzenter 18 aufgehoben wird, ist es möglich, eine Vielzahl exzentrischer Buchsen mit unterschiedlichen Gestalten zu verwenden. Fig. 6A zeigt beispielsweise in einem axialen Querschnitt eine exzentrische Buchse 20, bei welcher der exzentrische Ausbuchtungsteil 40 eine innere Aussparung 41 aufweist, die in leitender Verbindung mit dem Innenraum 43 der exzentrischen Buchse 20 steht, die den Kurbelwellenexzenter 18 aufnimmt. Wird unter hohem Druck stehendes \l am Umfang des Kurbelwellenexzenters 18 zugeführt, so erzeugt dieses \l eine Kraft, die radial nach aussen wirkt - siehe die Pfeile 42. Die Kraft wirkt auch innerhalb der sichelförmigen Aussparung 41. Fig. 6B zeigt einen Querschnitt, ähnlich jenem gemäss Fig. 6A. Hierbei weist jedoch der äussere Bereich eine zentrale Rippe 45 auf, sodass sich das Profil eines Doppel-T-Balkens ergibt. Auch hier sind wiederum die Kräfte durch die Pfeile 42 angedeutet. Fig. 6C zeigt die exzentrische Buchse gemäss Fig. 6B in Seitenansicht. Hierbei umfasst die exzentrische Sichel eine Rippe 45, die von den Axialkanten der exzentrischen Buchse zurückspringt. Fig. 6D zeigt eine weitere Ausführungsform in einer axialen Schnittansicht, wobei die exzentrische Sichel 47 der exzentrischen Buchse 20 hohl ist. Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die eine herkömmliche Drehverbindung zu verwenden ermöglicht, dies im Gegensatz zur speziellen Hochdruck-Drehverbindung, die beim Stand der Technik zu verwenden wäre, um unter hohem Druck stehendes \l zwecks Ausweitung der exzentrischen Buchse 54 einzuleiten. Die Ausführungsform gemäss Fig. 7 ist im Grundkonzept ähnlich der zuvor beschriebenen Ausführungsformen. Ein zylindrischer Kurbelwellenexzenter 52 ist mit dem Hauptteil 50 der Kurbelwelle einteilig und ringförmig von einer exzentrischen Buchse 54 umgeben, die an der Stelle 55 im Presssitz auf dem Kurbelwellenexzenter 52 sitzt. Eine Verbindungsbuchse 56 umschliesst die exzentrische Buchse 54 und weist einen Radialspalt 60 geringer Weite auf. Die Verbindungsbuchse 56 sitzt im Presssitz innerhalb einer Bohrung zwischen einer Verbindungskappe 63 und dem Verbindungsboden 62, der am Presseschlitten befestigt ist. Axial durch den Hauptteil 50 der Kurbelwelle erstreckt sich eine Bohrung 65 hindurch, von welcher Querbohrungen 67 radial abzweigen und zum Kurbelwellenexzenter 52 führen. Die Axialbohrung 65 erstreckt sich in Fig. 7 nach links zu den anderen Anschlüssen hin. Damit unter hohem Druck stehendes \l die exzentrische Buchse 54 aufweiten kann, ohne das \l durch eine Hochdruck-Drehverbindung in die Kurbelwelle einleiten zu müssen, ist ein Verstärker mit einem Übersetzungsverhältnis von beispielsweise 10:1 vorgesehen. Innerhalb des Endes der Axialbohrung 65 ist eine Verstärkerstange oder ein Plunger 69 vorgesehen, der durch eine Dichtung 70 abgedichtet ist, die ihrerseits in einer Innennut der Kurbelwelle sitzt. Wahlweise kann die Dichtung auf dem Plunger 69 sitzen. Der Plunger 69 endet an einem in Umfangsrichtung angedichteten Kolben 72. \l, das beispielsweise unter einem Druck von 70 bar steht, gelangt vom Einlass 74 in die Drehverbindung 76 und in die Kammer 78, wo es gegen den Kolben 72 wirkt, um den Plunger 69 nach links zu drücken. Während der Plungerbewegung tritt Luft durch die \ffnung 79 hindurch. Der Plunger 69 hat einen Querschnitt von einem Zehntel oder einem anderen Bruchteil des Querschnitts des Kolbens 72. Bereits in der Axialbohrung 65 und in den Querbohrungen 67 befindliches \l wird durch die Kolbenbewegung auf einen Druck von etwa 700 bar angehoben. Kolben und Plunger sind derart gestaltet, dass sie einen genügend grossen Hub haben, damit genügend \l verdrängt wird, um eine Ausweitung der exzentrischen Buchse sämtlicher Pleuelstangen zu bewirken. Wandert unter hohem Druck stehendes \l, das sich innerhalb der Quer bohrungen 67 befindet, zum Innendurchmesser der exzentrischen Buchse 54, um die Buchse radial aufzuweiten, so verhindern Dichtungen 81, dass \l aus dem geschlossenen System austritt. Fig. 8 ist eine Teilschnittansicht einer weiteren Ausführungsform und veranschaulicht das Abdichten von unter hohem Druck stehendem \l, das zur Ausweitung der exzentrischen Buchse verwendet wird. Bei dieser Ausführungsform arbeiten O-Ringdichtungen 84, die auf der exzentrischen Buchse 86 sitzen, mit radial verlaufenden Wänden von Rippen 88 zusammen, die vom Kurbelwellenexzenter 90 nach aussen ragen. Die Dichtungen können an Rippen 88 vorgesehen werden, um einen Schutz gegen Leckage zu bilden. Andere Dichtungskonfigurationen sind denkbar. Die vorliegende Erfindung umfasst zwei Dichtungen 100 und 102 - siehe Fig. 1 und Fig. 10 -, die aus einem Material von hohem Reibungskoeffizient hergestellt sind. Dadurch erzeugen die Dichtungen bei Druckbeaufschlagung eine Haltekraft, sodass die exzentrische Buchse 20 und der Kurbelwellenexzenter 18 so lange miteinander verriegelt werden, bis ein Presssitz oder ein Festsitz im Spalt 26 erzeugt wird, der sich zwischen der Pleuelstange 10 und der exzentrischen Buchse 20 befindet. Der bei dieser Ausführungsform erzeugte hohe Reibungskoeffizient zwischen dem Kurbelwellenexzenter 18 und der exzentrischen Buchse 20 wird während des Umlaufs der Kurbelwelle 14 überwunden. Dies erlaubt, mehrere Exzenter gleichzeitig um denselben Winkel zu verdrehen, ohne dass zusätzliche mechanische Mittel wie Verzahnungen oder dergleichen die Gleichzeitigkeit sicherstellen. Eine solche Dichtanordnung, die auf der Basis eines hohen Reibungskoeffizienten arbeitet, verringert noch weiter die Anzahl der Teile und vereinfacht die Konstruktion. Weitere mechanische Teile zum Halten der Position der zahlreichen Exzenter relativ zu einander sind nicht notwendig, sodass der Schlitten bei einer Hubänderung stets parallel zu sich selber verschoben wird. Es kann zudem ein und dieselbe Hubjustierverbindung zwi schen der Kurbelwelle und einem Ausgleicher verwendet werden, um die Pressenbalance aufrechtzuerhalten. Dabei sind verschiedene Arten von Verbindungselementen oder Pleuelstangen denkbar, beispielsweise ein dynamischer Ausgleicher. Obgleich die erfindungsgemässe Vorrichtung in den bisherigen Darstellungen einen einzigen \lkanal in der Kurbelwelle aufweist, ist es möglich, verschiedene \lkanäle zu verwenden, die von einander gegenüberliegenden Seiten her kommen. Dabei kann ein Kanal die erfindungsgemässe Vorrichtung und ein anderer Kanal einen Ausgleichsmechanismus bedienen. Eine besonders günstige Ausgestaltung einer im Zusammenhang mit der Erfindung verwendbaren Dichtung ist eine u-förmige Dichtung. Diese Dichtung arbeitet auf Grund der Wirkung des inneren Mediumdrucks, der die Lippen der Dichtung spreizt. Diese Bewegung erzeugt eine Bremskraft zwischen den Exzentern und dem Lager und erlaubt damit eine Spannkraft. Es hat sich gezeigt, dass eine u-förmige oder u-schalenförmige Dichtung besser arbeitet, als jede andere bisher verwendete Dichtung. Fig. 10 zeigt eine typische u-förmige Dichtung 100, 102 im Augenblick des Aufbringens von Druck zwischen den beiden Kurbelwellenexzentern. Die Klemmkraft steigt mit dem Druck an. Die Haltekraft lässt sich somit bei jeglichem Drehmoment leicht manipulieren.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Ändern oder Justieren des Hubes eines Pressenbauteils (119) einer mechanischen Presse (110), welches zum Ausführen einer hin- und hergehenden Bewegung von einer drehbaren Kurbelwelle (14) angetrieben ist, umfassend
ein Verbindungselement (10), das die Kurbelwelle (14) und das hin- und hergehende Pressenbauteil (119) funktionell miteinander verbindet,
eine exzentrische Buchse (20), die innerhalb des Verbindungselements (10) drehbar angeordnet ist, und
einen Kurbelwellenexzenter (18), der mit dem Hauptteil (16) der Kurbelwelle (14) einteilig oder mit diesem fest verbunden ist und innerhalb der exzentrischen Buchse (20) drehbar angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein lösbares Verbindungsmittel (28, 29, 100, 102;
28, 29, 35) vorgesehen ist, das die exzentrische Buchse (20) und den Kurbelwellenexzenter (18) lösbar miteinander verbindet, indem es sich entweder in einem gelösten Zustand oder in einem fest verbindenden Zustand befindet, wobei
wenn sich das lösbare Verbindungsmittel in seinem gelösten Zustand befindet, der Kurbelwellenexzenter (18) innerhalb der exzentrischen Buchse (20) drehbar ist, und
wenn sich das lösbare Verbindungsmittel in seinem fest verbindenden Zustand befindet, der Kurbelwellenexzenter (18) und die exzentrische Buchse (20) fest miteinander verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lösbare Verbindungsmittel, wenn es sich in seinem fest verbindenden Zustand befindet, dem Kurbelwellenexzenter (18) einen festen Sitz in der exzentrischen Buchse (20) verleiht.
3.
Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Sitz ein Presssitz ist und das lösbare Verbindungsmittel unter Druck stehendes Fluid umfasst, dessen Druck an einer Grenzfläche zwischen dem Kurbelwellenexzenter (18) und der exzentrischen Buchse (20) angelegt ist, um den Presssitz herbeizuführen.
4.
Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Sitz ein Festsitz ist, dass die exzentrische Buchse (20) in einem radial äusseren Teil davon mit einer Umfangsnut versehen ist, in die mit radialem Spiel (26) eine zusätzliche Verbindungsbuchse (11) passt, welche innerhalb des Verbindungselements (10) fest angeordnet ist, und dass das lösbare Verbindungsmittel unter Druck stehendes Fluid umfasst, dessen Druck an einer Grenzfläche zwischen dem Kurbelwellenexzenter (18) und der exzentrischen Buchse (20) angelegt ist, um den Festsitz zu lösen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die exzentrische Buchse (20) mit einem exzentrischen Ausbuchtungsteil (40) versehen ist, der eine innere Aussparung (41) aufweist, in der ebenfalls der Druck des Fluids angelegt ist.
6.
Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die exzentrische Buchse (20) mit einem exzentrischen Ausbuchtungsteil (40) versehen ist, dessen Profil im Querschnitt die Form eines Doppel-T-Balkens (45) aufweist oder hohl (47) ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Betätigung des lösbaren Verbindungsmittels durch die Kurbelwelle (14) hindurch, vorzugsweise durch einen in der Kurbelwelle (14) vorgesehenen Kanal (28, 29) hindurch.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das lösbare Verbindungsmittel wenigstens eine Hochfriktionsdichtung (100, 102; 35) umfasst, die zwischen dem Kurbelwellenexzenter (18) und der exzentrischen Buchse (20) angeordnet ist und dazwischen eine Reibung herbeiführt, die genügt, um deren Verdrehung zueinander zu verhindern.
9.
Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Hochfriktionsdichtung (100, 102; 35) eine u-förmige Dichtung umfasst.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine Betätigung des lösbaren Verbindungsmittels durch einen in der Kurbelwelle (14) vorgesehenen und mit einem Druckverstärker (69, 70, 72, 74, 76, 78, 79) für den Druck des Fluids versehenen Kanal (65, 67) hindurch.
Priority Applications (9)
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|---|---|---|---|
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