CH692621A5 - Verfahren zum Anbringen einer dekorativen Schicht. - Google Patents

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CH692621A5
CH692621A5 CH00930/98A CH93098A CH692621A5 CH 692621 A5 CH692621 A5 CH 692621A5 CH 00930/98 A CH00930/98 A CH 00930/98A CH 93098 A CH93098 A CH 93098A CH 692621 A5 CH692621 A5 CH 692621A5
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CH00930/98A
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Markus Oertle
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Kaltbrunner Ag
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Description


  



  Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Anbringen einer dekorativen Schicht auf einen Gegenstand gemäss Oberbegriff von Patentanspruch 1. Insbesondere wird an eine dekorative Beschichtung von Uhrenarmbändern, Brillengestellen oder Schreibgeräten gedacht. 



  Bei der dekorativen Beschichtung mittels der üblichen Verfahren, wie PVD (Physical Vapor Deposition), CVD (Chemical Vapor Deposition) oder galvanisch, können relativ dünne Schichten aufgebracht werden. Dabei entstehen in Löchern, Vertiefungen oder Spalten noch geringere Schichtdicken und die können unter Umständen dazu führen, dass dort störende Effekte, wie irisierende Farben oder dergleichen, entstehen. Versuche, diese irisierenden Effekte durch Nachbearbeitung zu entfernen, sind in der Regel nicht von Erfolg beschieden. 



  Es ist von diesem Stand der Technik ausgehend Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren anzugeben, bei dem das Entstehen von unerwünschten Reflexionen und irisierenden Effekten vermieden wird. Diese Aufgabe wird mit dem Verfahren gemäss Anspruch 1 gelöst. 



  Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer Zeichnung eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. 
 
   Fig. 1 zeigt in der Draufsicht zwei Glieder eines Uhrenarmbands, 
   Fig. 2 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie II-II in Fig. 1, 
   Fig. 3 zeigt einen Schnitt gemäss der Linie III-III in Fig. 1. 
 



  Man erkennt in Fig. 1 zwei Glieder 1 und 2 eines Uhrenarmbandes, wobei die vorliegenden Glieder aus dem Gliederkörper 3 und dem Verbindungssteg 4 beziehungsweise 5 und 6 bestehen. Werden solche Armbandglieder oder ähnliche Gegenstände mit einer dekorativen Schicht, beispielsweise einer mittels PVD-Verfahren aufgebrachten dunklen Schicht, beispielsweise schwarz oder blau, versehen, können an den Schmalseiten 7-12 von Glied 1 und 13-18 von Glied 2 irisierende Effekte entstehen, da dort die Beschichtung dünner ist als an anderen Stellen und somit die Unterlage einen wesentlichen Einfluss hat. Dies trifft auch für die Löcher 19 für Achsen und dergleichen zu. 



  Die Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass durch die Behandlung derjenigen Stellen und Flächen, an denen irisierende Effekte auftreten können, vor dem Beschichten das Entstehen von unerwünschten Reflexionen und somit auch von störenden irisierenden Effekten reduziert werden kann. Dabei geht es im Wesentlichen darum, diese Stellen zu mattieren, das heisst, diese Stellen derart zu behandeln, dass, durch Mehrfachreflexion bedingt, dort weniger Reflexionen entstehen können, die zu den irisierenden Effekten führen. 



  Das Mattieren bzw. Aufrauen der Oberfläche kann durch Strahlen, insbesondere Glas- oder Sandstrahlen, Bürsten, chemische Verfahren, Schleifen, Trovalisieren oder durch Behandlung mit einem abrasiven Material, wie Scotch Brite, geschehen oder es wird von Anfang an ein bereits mattiertes Ausgangsmaterial verwendet. Die übrigen Stellen des Gegenstandes können beliebig ausgestaltet werden, wie glänzend, satiniert oder gestrahlt, woraufhin der ganze Gegenstand beschichtet wird. 



  Beim Uhrenarmband gemäss Fig. 1 werden die Schmalseiten der Glieder mattiert, bei denen die unerwünschten Effekte festgestellt worden sind. Das können vereinzelte Seiten oder alle sein. Auch kann das Mattieren vor oder nach dem Zusammensetzen des Bandes erfolgen. Sinngemäss wird auch bei anderen Gegenständen, wie Brillengestelle oder Schreibgeräte, vorgegangen. 



  In diesem Zusammenhang sind unter Vertiefungen, Löchern und dergleichen auch Spalten, Zwischenräume, Bohrungen, Ecken oder Kanten zu verstehen. Ausserdem eignet sich die Vorbehandlung auch für die Beschichtung mittels des CVD-Verfahrens oder bei galvanischem oder anderen Auftrag einer Schicht. Die nach dem PVD-Verfahren, CVD-Verfahren oder galvanisch aufgebrachte Schicht kann selbstverständlich jede andere Farbe aufweisen als Schwarz oder Blau. 



  Durch dieses Verfahren, beziehungsweise durch die einfache Vorbehandlung, ist es möglich, unerwünschte irisierende Effekte und dergleichen farbige Reflexionen an kritischen Stellen zu vermeiden.

Claims (5)

1. Verfahren zum Anbringen einer dekorativen Schicht auf einen Gegenstand, wobei eine Schicht aufgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellen, an denen unerwünschte Reflexionen und irisierende Effekte auftreten, vor dem Beschichten mattiert werden, um diese Reflexionen und Effekte zu vermeiden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mattieren durch Aufrauen, Strahlen, Glas- oder Sandstrahlen, Bürsten, chemische Verfahren, Schleifen, Trovalisieren oder Behandlung durch ein abrasives Material durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mattieren in Spalten, Löchern, Zwischenräumen, Bohrungen, Vertiefungen, Ecken oder Kanten des Gegenstandes durchgeführt wird.
4.
Nach dem Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3 hergestellter Gegenstand mit einer dekorativen Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten, Zwischenräume und Schmalseiten des Gegenstandes nicht irisierend sind.
5. Uhrenarmband mit einer dunklen Farbschicht, nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch 1 hergestellt, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichtungsverfahren ein PVD-Verfahren ist und die nicht irisierenden Stellen die Schmalseiten (7-12; 13-18) der Uhrenarmbandglieder (1, 2) sind.
CH00930/98A 1998-04-23 1998-04-23 Verfahren zum Anbringen einer dekorativen Schicht. CH692621A5 (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2083842A (en) * 1980-09-09 1982-03-31 Westinghouse Electric Corp Transparent abrasive resistant sputtered films on metal substrates

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2083842A (en) * 1980-09-09 1982-03-31 Westinghouse Electric Corp Transparent abrasive resistant sputtered films on metal substrates

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
DATABASE WPI Section Ch Week 9103, Derwent World Patents Index; Class L03, AN 91-019963, XP002087570, ANONYMOUS: "Laser-addressable liquid crystal cell - has substrate surface roughened to minimise interference fringes within cell" *
RESEARCH DISCLOSURE, vol. 320, no. 063, 10 December 1990 (1990-12-10), Emsworth, GB *

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