CH692793A5 - Hauseinführung. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hauseinführung gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1. Kabel oder Rohre, welche von einem externen Versorgungsnetz in Gebäude eingeführt werden, müssen in der Mauer fixiert gehalten und abgedichtet werden. Die bekannteste Methode hierfür ist, in der Mauer eine \ffnung freizulassen, die Kabel oder Rohre einzuführen und die \ffnung mit Mörtel zu verschliessen. Dieses Vorgehen hat jedoch den Nachteil, dass es zeitaufwändig ist und, in Nassgebieten, dass sich vor allem der Mörtel schlecht binden lässt. Aus CH 691 878 ist eine Hauseinführung in Form einer Pressringvorrichtung bekannt, welche zur dichtenden Aufnahme von mehreren Kabeln oder Rohren geeignet ist. Sie weist einen Grundkörper mit mehreren Durchführungsöffnungen zur Aufnahme von einzelnen Kabeln oder Rohren auf. Dieser Grundkörper ist mithilfe von zwei auf gegenüberliegenden Seiten des Grundkörpers angeordneten Verpressungsplatten verpressbar, wobei die Pressringvorrichtung einerseits ihren Umfang vergrössert und andererseits die Durchführungsöffnungen verkleinert und somit einerseits der Grundkörper bezüglich der Maueröffnung und andererseits die Rohre oder Kabel bezüglich des Grund körpers gedichtet sind. Damit dieselbe Pressringvorrichtung für Rohre oder Kabel mit unterschiedlichen Durchmessern einsetzbar ist, sind Einsatzelemente in Form von Rohrabschnitten vorhanden, welche in die Durchgangsöffnungen einschiebbar und gemeinsam mit dem Grundkörper verpressbar sind. Derartige Pressringvorrichtungen haben sich vor allem für die Hauseinführung von freien Kabeln und von in Schutzrohren verlaufenden Kabeln bewährt. Es ist jedoch nach wie vor notwendig, mehrere Maueröffnungen freizulassen oder zu erstellen, um alle notwendigen Zuführungsleitungen, beispielsweise für Gas, Wasser, Fernwärme, Strom, Telefonanschluss und Kabel-TV, in das Gebäude einzuführen. Dies benötigt relativ viel Platz und erhöht zudem die Anschlusskosten. Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Hauseinführung zu schaffen, welche die oben genannten Nachteile behebt. Diese Aufgabe löst eine Hauseinführung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Die erfindungsgemässe Hauseinführung ermöglicht es, durch dieselbe Maueröffnung die unterschiedlichsten Zuleitungen einzuführen. Beispielsweise lassen sich Wasser-, Gas-, Fernwärmeleitungen zusammen mit Kabel für Strom, Telecom und Kabel-TV durch eine einzige Maueröffnung einführen. Um die einzelnen Zuleitungen, insbesondere mediumführende Rohre einerseits und Kabel andererseits, voneinander zu trennen, weist die Hauseinführung mehrere innere Trägerrohre auf, welche von einem gemeinsamen, dem Durchmesser der Maueröffnung entsprechenden äusseren Schutzrohr umgeben sind. Im Allgemeinen ist pro Zuleitung ein inneres Trägerrohr vorhanden. Die dichtende Fixierung der einzelnen einzuführenden Rohre oder Kabel erfolgt je nach Art des Rohres oder Kabels auf unterschiedliche Art und Weise. Auch die Form der inneren Trägerrohre hängt von der aufzunehmenden oder anzuschliessenden Zuleitung ab. In einer bevorzugten Ausführungsform ist in mindestens einem der inneren Trägerrohre ein Pressringkäfig mit einer Pressringvorrichtung angeordnet, sodass mehrere Rohre oder Kabel in demselben inneren Trägerrohr gehalten werden können. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform, in welcher mindestens eine der Zuleitungen aus einem Zuleitungsschutzrohr und einem darin angeordneten Kabel oder Versorgungsrohr besteht, ist in mindestens einem der inneren Trägerrohre ein abgesetzter Pressring angeordnet. Derartige abgesetzte Pressringe sind aus CH 691 878 und CH 692 404 bekannt. Sie ermöglichen es, Kabel und Zuleitungsschutzrohr gemeinsam zu verpressen und dichtend im inneren Trägerrohr zu fixieren. Vorzugsweise wird dabei das Zuleitungsschutzrohr von seiner Innenseite her verpresst. In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, welches in der nachfolgenden Beschreibung erläutert ist. Es zeigen: Fig. 1 eine Ansicht einer kombinierten Hauseinführung gemäss der Erfindung; Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Hauseinführung gemäss Fig. 1. Im Folgenden werden Lagebezeichnungen wie gebäudeinnenseitig und gebäudeaussenseitig verwendet. Diese beziehen sich auf die bevorzugte, jedoch nicht einzig mögliche Einbaulage der erfindungsgemässen Vorrichtung. In Fig. 1 ist die erfindungsgemässe kombinierte Hauseinführung von hinten, das heisst von der Gebäudeaussenseite her, dargestellt. Sie besteht aus einem äusseren Schutzrohr 1, einer Wandscheibe 2, mehreren inneren Trägerrohren 3, 3 min und in Fig. 2 sichtbaren Fixierungsmittel 4, 4 min . Die Wandscheibe 2 weist mehrere Durchgangsöffnungen auf, welche zur Hauseinführung der unterschiedlichsten Kabel oder Rohre dienen. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel dient die mit 30 bezeichnete erste Durchgangsöffnung zur Aufnahme einer Gaszuleitung, 31 für die Wasserzuleitung, 32 für die Kabel-TV-, 33 für die Telecom- und 34 für die Stromzuleitung. Das hier dargestellte äussere Schutzrohr 1 und die inneren Trägerrohre 3, 3 min weisen einen runden Querschnitt auf, andere Querschnittsformen sind jedoch auch möglich. Wie in der Fig. 2 am besten ersichtlich, ist das äussere Schutzrohr 1 mit der Wandscheibe 2 verbunden, welche somit einen Flansch bildet. Sie sind vorzugsweise miteinander verschweisst. Diese ersten Schweissnähte sind mit der Bezugsziffer 10 versehen. Die Wandscheibe 2 befindet sich im eingebauten Zustand der Hauseinführung bevorzugterweise auf der Gebäudeinnenseite und dient als Anschlag und Zugsicherung. Das äussere Schutzrohr 1 und die Wandscheibe 2 sind aus Metall oder aus Kunststoff gefertigt. In jeder Durchgangsöffnung der Wandscheibe 2 ist ein Trägerrohr 3, 3 min gehalten, deren Befestigungsart, Form und Materialbeschaffenheit von der Art der aufzunehmenden Zuleitung ab hängt. In Fig. 2 ist ein erstes Trägerrohr 3 für eine Gas- oder Wasserzuleitung und ein zweites Trägerrohr 3 min für eine Kabelzuleitung dargestellt. Das erste innere Trägerrohr 3 besteht aus einem flexiblen Wellrohr aus Metall, beispielsweise aus V2A oder V4A. Dies hat den Vorteil, dass sich das erste Trägerrohr 3 gebäudeaussenseitig abwinkeln lässt, um so genügend Platz für die übrigen Zuleitungen zu schaffen. Das erste Trägerrohr 3 ist wandscheibenseitig mit einer gestuften Tülle 4 bekannter Art versehen, welche ein Übergangselement zu den gebäudeinnenseitigen Gas- oder Wasserleitungsrohren bildet. Die Tülle 4 und somit das erste innere Trägerrohr 3 ist mit der Wandscheibe 2 verschweisst. Diese zweiten Schweissnähte sind in Fig. 2 mit der Bezugsziffer 20 versehen. Das erste innere Trägerrohr 3 überragt gebäudeaussenseitig das äussere Schutzrohr 1 in seiner Länge. An seinem gebäudeaussenseitigen Ende ist ein Anschlusselement 5 für den Übergang zum Gas- oder Wasserzuleitungsrohr R vorhanden. Als Anschlusselemente 5 lassen sich handelsübliche, dem Fachmann bekannte Mittel, wie beispielsweise Rohrfittinge, Gewindenippel oder Kugelhähne einsetzen. Bevorzugterweise bildet somit das erste Trägerrohr 3 ein Verbindungsstück zwischen dem gebäudeaussenseitigen Zuleitungsrohr und den gebäudeinnenseitigen Rohren, wobei das einzuführende Medium, das heisst das Wasser oder Gas, direkt durch das erste innere Trägerrohr 3 fliesst. Das zweite innere Trägerrohr 3 min besteht aus einem rostfreien Stahlrohr mit einer bevorzugterweise glatten Oberfläche. Dieses zweite innere Trägerrohr 3 min ist an der Wandscheibe 2 befestigt, bevorzugterweise wiederum über zweite Schweissnähte 20 verschweisst. Bevorzugterweise steht das zweite innere Trägerrohr 3 min gebäudeinnenseitig der Wandscheibe 2 leicht vor. Gebäudeaussenseitig überragt das zweite innere Trägerrohr 3 min das äussere Schutzrohr 1, ist jedoch im Allgemeinen kürzer ausgebildet als das mediumführende, erste innere Trägerrohr 3. Zur Fixierung der Kabel oder Zuleitungsschutzrohre ist im Innern des zweiten inneren Trägerrohres 3 min ein Distanzring oder ein Pressringkäfig 4 min angeordnet. Sollen mehrere Kabel oder Rohre durch dasselbe Trägerrohr 3 min geführt werden, so ist bevorzugterweise eine Pressringvorrichtung 4 min min mit dem Pressringkäfig 4 min verbunden. Derartige Pressringvorrichtungen 4 min min sind aus CH 691 878 bekannt, wurden in der Beschreibungseinleitung erwähnt und sollen hier deshalb nicht mehr im Detail beschrieben werden. Die Pressringvorrichtung 4 min min fluchtet vorzugsweise mit dem gebäudeinnenseitigen Ende des zweiten inneren Trägerrohres 3 min , um so für die Verpressung leicht zugänglich zu sein. Mithilfe dieser Pressringvorrichtung 4 min min lassen sich ein oder mehrere Kabel durch dasselbe innere Trägerrohr 3 min einführen und gemeinsam fixieren. Die Hauseinführung lässt sich auf verschiedene Weise in eine Mauer M einbauen. In einer hier nicht dargestellten Ausführungsform ist das äussere Schutzrohr besandet. Die gesamte Hauseinführung wird in eine Maueröffnung eingemörtelt. In der in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsform hingegen weist die Maueröffnung, bevorzugterweise eine Kernbohrung, einen grösseren Durchmesser auf als das äussere Schutzrohr 1. Zur dichtenden Fixierung der Hauseinführung in der Hauswand ist mindestens ein, hier zwei Pressringe 6, 6 min vorhanden, welche das äussere Schutzrohr 1 umgeben. Auch diese Pressringe 6, 6 min sind gleich aufgebaut wie die bereits beschriebenen Pressringvorrichtungen, ausser, dass sie an Stelle von mehreren lediglich eine grosse Durchgangsöffnung zur Aufnahme des äusseren Schutzrohres 1 aufweisen. Sie bestehen ebenfalls jeweils aus einem verpressbaren Grundkörper 60 aus Kunststoff und zwei auf gegenüberliegenden Seiten angeordneten Verpressungsplatten 61, welche mittels hier nicht sichtbaren, den Grundkörper durchsetzenden Schrauben gegeneinander verspannbar sind. Der gebäudeinnenseitige Pressring 6 ist lagefixiert angeordnet, da seine gebäudeinnenseitige Verpressungsplatte durch die Wandscheibe 2 gebildet ist. Die gebäudeaussenseitige Verspannungsplatte 61 ist jedoch lediglich mit dem Grundkörper 60, nicht aber mit dem äusseren Schutzrohr 1 verbunden, um eine Verpressung des Pressringes zu ermöglichen. Der zweite, gebäudeaussenseitige Pressring 6 min ist im unverpressten Zustand verschiebbar auf dem äusseren Schutzrohr 1 angeordnet, da seine Verspannungsplatten 61 lediglich auf dem Grundkörper 60 anliegen.
Claims (9)
1. Hauseinführung für mehrere Kabel und/oder Rohre, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein äusseres Schutzrohr (1) und eine damit verbundene, einen Flansch bildende Wandscheibe (2) aufweist, dass in der Wandscheibe (2) mehrere Durchgangsöffnungen vorhanden sind, in welchen innere Trägerrohre (3, 3 min ), welche im äusseren Schutzrohr (1) verlaufen, fixiert gehalten sind, und dass Fixierungsmittel (4, 4 min ) vorhanden sind zur dichtenden Fixierung der Kabel und/oder Rohre an oder in den inneren Trägerrohren (3, 3 min ).
2. Hauseinführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein das äussere Schutzrohr (1) umgebender Pressring (6, 6 min ) vorhanden ist zur dichtenden Verpressung des äusseren Schutzrohres (1).
3.
Hauseinführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äussere Schutzrohr (1) zur Einmörtelung in eine Maueröffnung besandet ist.
4. Hauseinführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens in einem der inneren Trägerrohre (3 min ) ein Pressringkäfig (4 min ) angeordnet ist.
5. Hauseinführung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Pressringkäfig (4 min ) eine Pressringvorrichtung (4 min min ) mit mehreren Durchgangsöffnungen zur Aufnahme der Kabel oder Rohre verbunden ist.
6. Hauseinführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Trägerrohre (3, 3 min ) mit der Wandscheibe (2) verschweisst sind.
7. Hauseinführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der inneren Trägerrohre (3) ein flexibles Wellrohr ist.
8.
Hauseinführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die inneren Trägerrohre (3, 3 min ) unterschiedliche Längen aufweisen.
9. Hauseinführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der inneren Trägerrohre (3) ein Metallwellrohr ist.
Priority Applications (1)
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| CH117897A CH692793A5 (de) | 1997-05-21 | 1997-05-21 | Hauseinführung. |
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Cited By (2)
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| EP2003757A1 (de) * | 2007-06-15 | 2008-12-17 | Hauff-Technik GmbH & Co. KG | Erdleiterdurchführung |
| IT201900004209A1 (it) * | 2019-03-22 | 2020-09-22 | Valsir S P A A Socio Unico | Struttura di installazione per polifore |
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1997
- 1997-05-21 CH CH117897A patent/CH692793A5/de not_active IP Right Cessation
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| IT201900004209A1 (it) * | 2019-03-22 | 2020-09-22 | Valsir S P A A Socio Unico | Struttura di installazione per polifore |
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