CH693254A5 - Einrichtung zur Erzeugung eines Flüssigkeitsstrahlesfür das Entfernen insbesondere von biologischemGewebe. - Google Patents

Einrichtung zur Erzeugung eines Flüssigkeitsstrahlesfür das Entfernen insbesondere von biologischemGewebe. Download PDF

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CH693254A5 CH00617/99A CH61799A CH693254A5 CH 693254 A5 CH693254 A5 CH 693254A5 CH 00617/99 A CH00617/99 A CH 00617/99A CH 61799 A CH61799 A CH 61799A CH 693254 A5 CH693254 A5 CH 693254A5
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Description


  



  Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Erzeugung eines Flüssigkeitsstrahles für das Entfernen insbesondere von biologischem Gewebe, mit einem Gehäuse, in welchem ein Pumpenaggregat zur Erzeugung eines Hochdruckes der Flüssigkeit angeordnet ist, und mit je einem Anschlussstecker für die Verbindungsleitung der Flüssigkeitsversorgung bzw. für die den Flüssigkeitsstrahl erzeugenden Düse. 



  Bei einem gattungsmässigen chirurgischen Gerät nach der Druckschrift EP-A-0 232 678 ist ein Pumpenaggregat vorgesehen, welches einen Druck grösser als 60 MPa erzeugt und über eine biegsame metallische Leitung mit einer den Flüssigkeitsstrahl auslassenden Düse verbunden ist, wobei mit ihr ein Strahl mit einer Anfangsgeschwindigkeit gleich oder grösser als die Machzahl erzeugt wird. Dieses Pumpenaggregat sowie die übrigen zugehörigen Bestandteile sind üblicherweise in einem Gehäuse angeordnet und darin fixiert.

   Da eine solche Flüssigkeitsstrahl-Schneideinrichtung insbesondere für die Chirurgie verwendet wird, wie beispielsweise bei Leberoperationen zur Zerstörung eines Leberparenchyms oder Ähnlichem, ist es erforderlich, dass nicht nur die Anschlussleitungen, sondern auch die mit Flüssigkeit in Kontakt kommenden Förderelemente, namentlich das Pumpenaggregat und die in diesem die sterile Flüssigkeit leitenden Innenwände, sterilisiert werden. 



  Der vorliegenden Erfindung wurde daher die Aufgabe zu Grunde gelegt, eine Einrichtung nach der eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, die bei einfacher Ausbildung eine schnelle und bedienerfreundliche Sterilisation der mit der für das Entfernen benutzten Flüssigkeit in Kontakt kommenden Förderelemente zulässt, sodass mit dieser Einrichtung eine insbesondere in Operationssälen von Spitälern gerecht werdende Sauberkeit erzielt wird. 



  Die Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Pumpenaggregat zusammen mit den Verbindungsleitungen und den Anschlusssteckern derart im Gehäuse eingesetzt ist, dass es zum Zwecke einer Sterilisierung ohne grossen Aufwand aus diesem Gehäuse demontierbar ist bzw. wieder in dieses montiert werden kann. 



  Bei einer sehr vorteilhaften Ausführung ist das Pumpenaggregat zusammen mit den Anschlusssteckern für die Düse und die Wasserzuleitung als eine Einheit auf einer Platte oder dergleichen befestigt, die ins Gehäuse einsetzbar bzw. aus diesem herausnehmbar ist. 



  Mit dieser erfindungsgemässen Einrichtung lässt sich in sehr einfacher Art und Weise eine gesamte Sterilisierung der Förderelemente durchführen, ohne dass diese Einrichtung in ihrer Funktionstüchtigkeit eingeschränkt oder sich die Herstellungskosten derselben erhöhen würden. 



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt: 
 
   Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt einer erfindungsgemässen Einrichtung und 
   Fig. 2 ein Blockschema des Pumpenaggregates der Einrichtung nach Fig. 1. 
 



  Fig. 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer Einrichtung 10 zur Erzeugung eines Flüssigkeitsstrahles für das Entfernen insbesondere von biologischem Gewebe. Diese Einrichtung 10 eignet sich sehr vorteilhaft in der Chirurgie zum Herausschneiden von Gewebeteilen, insbesondere von parenchymatösem Gewebe, wie beispielsweise bei Leber-, Nieren- oder ähnlichen Operationen. Es können mit ihr aber auch Spülungen wie zum Beispiel Wundreinigungen oder ein Wundmanagement bei Verbrennungen, Geschwüren, Dekubitus oder Ähnlichem vorgenommen werden. 



  Die Einrichtung 10 weist ein Gehäuse 11 auf, in welchem ein Pumpenaggregat 20 zur Erzeugung eines Hochdruckes der Schneidflüssigkeit angeordnet ist. Dieses Pumpenaggregat 20 ist vorzugsweise als eine an sich herkömmliche Differenzialkolbenpumpe ausgebildet, die mit Druckluft von einem Druckluftnetz oder einer separaten Druckluft-Erzeugungseinrichtung gespeist wird. Die Pumpe 20 besteht aus einem ersten grösseren Zylinder 21 als Niederdruckteil, einem in diesem hin und her bewegbar geführten Antriebskolben 27 und einem zweiten kleine ren, koaxial zum ersteren angeordneten Hochdruckzylinder 22, in dem ein mit dem Antriebskolben 27 verbundener Plungerkolben 28 enthalten ist. In den grösseren Zylinder 21 führt die Druckluftzufuhr 23 bzw. ein Auslassventil 24, derweil beim Hochdruckzylinder 22 eine Zufuhr- 25 und eine Auslassleitung 26 für die Flüssigkeit vorhanden sind.

   Diese Zufuhr- 25 und Auslassleitung 26 führen jeweils zu einem von ausserhalb des Gehäuses 11 zugänglichen Anschlussstecker 30, 31, wobei der Stecker 30 ein mit einem Flüssigkeitsbehälter verbundenen Schlauch 32, indessen der Stecker 31 an eine flexible Metalleitung 33 anschliessbar ist. Im Flüssigkeitsbehälter ist eine physiologische Lösung enthalten, zum Beispiel eine sterile Kochsalzlösung oder dergleichen. Am Ende dieser flexiblen Metalleitung 33 ist die den Flüssigkeitsstrahl erzeugende Düse befestigt, welche mit einem Handgriff versehen ist und auf diese Art eine manuelle Betätigung mit diesem Schneidgerät erfolgt. 



  Erfindungsgemäss ist das Pumpenaggregat 20 zusammen mit den Verbindungsleitungen 25, 26 und den Anschlusssteckern 30, 31 für die Düse und die Wasserzuleitung derart im Gehäuse 11 eingesetzt, dass es zum Zwecke einer Sterilisierung ohne grossen Aufwand aus diesem Gehäuse demontierbar ist bzw. wieder in dieses montiert werden kann. 



  Als sehr vorteilhafte Ausführung ist im Rahmen der Erfindung das Pumpenaggregat 20 zusammen mit den Anschlusssteckern 30, 31 für die Düse und die Wasserzuleitung als eine Einheit auf einem Tragelement 15 befestigt, wobei diese Einheit als Gesamtes ins Gehäuse 11 einsetzbar bzw. aus diesem herausnehmbar ist. Dieses vorliegend als um 90 DEG  gebogenes Blech ausgebildete Tragelement 15 ist auf Schienen 16 im Gehäuse 11 positioniert, wobei zweckmässigerweise oben aus den Schienen 16 Zentrierstifte 17 vorstehen, welchen in entsprechende Bohrungen in der Platte 15 ragen. Dieses Tragelement 15 könnte auch als geschlossene Sterilbox oder andersförmig als gezeigt ausgebildet sein. 



  Beim hochdruckseitigen Ausgang des Pumpenaggregates 20 ist ferner ein Druckentlastungsventil 35 vorgesehen, welches ebenfalls auf dem Tragelement 15 befestigt ist und über eine Verbindsleitung 36 an die Auslassleitung 26 der Pumpe angeschlossen ist. 



  Fig. 2 zeigt ein Blockschema des Pumpenaggregates 20 und seines Antriebes. Das gesamte Pumpenaggregat 20 ist auf dem strichpunktiert angedeuteten Tragelement 15 gehalten. Dazu gehören die Differenzialkolbenpumpe mit den Zylindern 21, 22 und den darin angeordneten Kolben 27, 28, die hochdruckseitige Zufuhr- 25 und Auslassleitung 26 als Verbindungsleitungen mit den Anschlusssteckern 30, 31 und das pneumatisch betätigbare Druckentlastungsventil 35. Beim Zylinder 21 ist ausserdem ein Einlass der Druckluft und ein Auslassventil 24 angeordnet. Die Druckluft wird ausgehend von einer Druckluft-Erzeugungseinrichtung 40, einem Sicherheits-Reduzierventil 42, einem Hochdruck-Regelventil 43, einem Betriebsdruckmanometer 44 und einem Ventil 50 in den Einlass des Zylinders 21 geführt. 



  Mittels eines üblicherweise vorgesehenen Fusspedals 49 werden die Pumpen 40, 20 ausgeschaltet oder in Betrieb gesetzt und dementsprechend der Wasserstrahl erzeugt. Mit diesem Fusspedal 49, das mit Anschlusskupplungen 46 an die Steuerleitung 47 versehen ist, wird ein Zweiwegventil 45 betätigt, welches im dargestellten Schliesszustand bewirkt, dass das Ventil 50 geschlossen und das Druckentlastungsventil 35 den Wasserdruck abbaut und somit kein Wasserstrahl fliesst. Demgegenüber wird bei gedrücktem Fusspedal 49 und damit dem geöffneten Ventil 45 das Ventil 50 geöffnet bzw. das Ventil 35 geschlossen. Dies bewirkt eine Einschaltung des Pumpenaggregates 20 und eine Förderung des Wassers zur Düse. Beim Loslassen des Fusspedals 49 schliesst das Ventil 50 selbsttätig. 



  Bei einer Sterilisierung des Pumpenaggregates 20 kann diese Einheit nach dem \ffnen des Gehäusedeckels 12 und dem Lösen der verschiedenen Anschlüsse einfach und ohne grossen Kraftaufwand aus dem Gehäuse 11 herausgehoben und für die Sterilisierung zum Beispiel in eine Autoklave gestellt werden. In vorteilhafter Weise sind die Anschlussstecker 30, 31 hierbei in geöffnetem Zustand ausgebildet, damit die Sterilisation in den Verbindungsleitungen 25, 26 und in der hochdruckseitigen Pumpe erfolgt, ohne dass die Anschlussstecker in der Autoklave mit einem speziellen Anschluss gekoppelt werden müssten. Nach dem Reinigen lässt sich diese Einheit wieder einfach ins Gehäuse stellen, und nach dem Anschliessen der diversen Schlauchanschlüsse und dem Schliessen des Deckels kann mit dem Gerät wieder gearbeitet werden. 



  Die Erfindung ist mit den oben erläuterten Ausführungsbeispielen ausreichend dargetan. Sie liesse sich jedoch noch in anderen Varianten darstellen. So könnte das Pumpenaggregat auch anders als dargestellt ausgebildet sein. 



  Das Tragelement zusammen mit dem Pumpenaggregat könnte auch frontseitig beim Gehäuse für die Sterilisation herausschiebbar sein. Dementsprechend müsste an der Frontseite ein entsprechender Deckel vorhanden sein. 



  Im Prinzip könnte der Niederdruckteil vom Hochdruckteil des Pumpenaggregates trennbar ausgebildet sein, sodass für die Sterilisation nur gerade der Hochdruckteil aus dem Gehäuse herausgenommen werden müsste.

Claims (6)

1. Einrichtung zur Erzeugung eines Flüssigkeitsstrahles für das Entfernen insbesondere von biologischem Gewebe, mit einem Gehäuse (11), in welchem ein Pumpenaggregat (20) zur Erzeugung eines Hochdruckes der Flüssigkeit angeordnet ist, und mit je einem Anschlussstecker (30, 31) für die Verbindungsleitung der Flüssigkeitsversorgung bzw. für die den Flüssigkeitsstrahl erzeugende Düse, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat (20) zusammen mit den Verbindungsleitungen (25, 26) und den Anschlusssteckern (30, 31) derart im Gehäuse (11) eingesetzt ist, dass es zum Zwecke einer Sterilisierung ohne grossen Aufwand aus diesem Gehäuse (11) demontierbar ist bzw. wieder in dieses montiert werden kann.
2.
Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat (20) zusammen mit den Verbindungsleitungen (25, 26) und mit den Anschlusssteckern (30, 31) als eine unabhängige Einheit auf einem Tragelement (15) befestigt sind und als Einheit ins Gehäuse (11) einsetzbar bzw. aus diesem herausnehmbar sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese unabhängige Einheit oben aus dem Gehäuse (11) herausnehmbar ist oder frontseitig ein- und ausschiebbar ist, wobei das Gehäuse jeweils einen entsprechenden Gehäusedeckel (12) aufweist.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim hochdruckseitigen Ausgang des Pumpenaggregates (20) ein Druckentlastungsventil (35) vorgesehen ist, welches ebenfalls auf dem Tragelement (15) befestigt ist.
5.
Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Pumpenaggregat (20) aus einem Niederdruckteil mit einem Anschluss für die Druckluftversorgung und einem Hochdruckteil mit den Anschlusssteckern (30, 31) für die Flüssigkeit und die Düse besteht.
6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussstecker (30, 31) für die Sterilisation in geöffnetem Zustand ausgebildet sind, damit die Sterilisation in den Verbindungsleitungen (25, 26) und in der hochdruckseitigen Pumpe erfolgt.
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