Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufweiten des Durchmessers eines elastischen Rohrs gemäss Anspruch 1.
Technischer Hintergrund
In den vergangenen Jahren wurde, um einen Verbindungsabschnitt einer elektrischen Leitung, eines Kabels, eines Rohrs und dergleichen zu schützen, zur Isolierung zu umschliessen oder zu reparieren, ein Verfahren unter Verwendung eines selbstschrumpfenden elastischen Rohrs entwickelt, welches den Verbindungsabschnitt abdecken kann, ohne dass der Einsatz von Wärme erforderlich ist, an Stelle des herkömmlichen Verfahrens, bei welchem ein bei Wärmeeinwirkung schrumpfendes Rohr verwendet wird. Dieses selbstschrumpfende, elastische Rohr besteht aus einem gummiartigen elastischen Material und wird normalerweise vorher auf einem rohrförmigen, starken Halterungskörper gehaltert, wodurch der Innendurchmesser des elastischen Rohrs in aufgeweitetem Zustand gehalten wird.
Bei dem Einsatz des selbstschrumpfenden elastischen Rohrs wird das selbstschrumpfende elastische Rohr über einen Verbindungsabschnitt beispielsweise eines Netzkabels eingeführt, während es, wie voranstehend erwähnt, im aufgeweiteten Zustand gehalten wird, und dann wird der Halterungskörper von dem selbstschrumpfenden elastischen Rohr abgezogen, sodass das selbstschrumpfende elastische Rohr im Durchmesser zusammenschrumpfen kann, wodurch man einen Verbindungsabschnitt erhält, der durch das elastische Rohr hermetisch abgedeckt ist.
Herkömmlich wurde folgendes Verfahren als Einrichtung zum Aufweiten des Durchmessers eines derartigen elastischen Rohrs vorgeschlagen.
Hierbei wird zuerst ein länglicher, beutelartiger, aufweitbarer Hohlkörper vorbereitet, der doppelt so lang ist wie das selbstschrumpfende elastische Rohr. Dann wird die Vorderhälfte dieses aufweitbaren Hohlkörpers in das selbstschrumpfende elastische Rohr eingeführt, und dann wird der aufweitbare Hohlkörper durch Druckluft vollständig aufgeweitet, wodurch sich der Durchmesser des selbstschrumpfenden elastischen Rohrs vergrössert. Daraufhin wird ein Halterungskörper, der an der Seite der hinteren Hälfte des aufweitbaren Hohlkörpers angeordnet ist, zwangsweise in die Vorderhälfte des aufweitbaren Hohlkörpers eingeführt, wo das selbstschrumpfende elastische Rohr angeordnet ist. Dann wird die Druckluft in dem aufweitbaren Hohlkörper abgezogen, sodass der aufweitbare Hohlkörper zusammenschrumpfen kann.
Dies führt dazu, dass ein selbstschrumpfendes elastisches Rohr erhalten werden kann, welches auf dem Halterungskörper liegt, wobei das selbstschrumpfende elastische Rohr aufgeweitet bleibt (japanische Veröffentlichung eines ungeprüften Patents S/62-74624).
Bei diesem herkömmlichen Verfahren tritt jedoch die Schwierigkeit auf, dass infolge der Tatsache, dass ein beutelförmiger, aufweitbarer Hohlkörper zwischen einem Halterungskörper und einem selbstschrumpfenden elastischen Rohr beim Vorgang des Aufbringens des selbstschrumpfenden elastischen Rohrs auf den Halterungskörper bei diesem Verfahren angeordnet wird, der Hohlkörper schliesslich so übrig bleibt, dass er fest in Sandwichanordnung zwischen dem Halterungskörper und dem selbstschrumpfenden elastischen Rohr liegt. Daher ist es äusserst schwierig, den Halterungskörper von dem selbstschrumpfenden elastischen Rohr bei der Montage des selbstschrumpfenden elastischen Rohrs auf dem Verbindungsabschnitt beispielsweise eines Netzkabels zu entfernen.
Ein Ziel der vorliegenden Erfindung besteht daher in der Bereitstellung eines Verfahrens zum Aufweiten des Durchmessers eines selbstschrumpfenden elastischen Rohrs, welches es ermöglicht, einfach den Vorgang der Aufweitung des Durchmessers eines selbstschrumpfenden elastischen Rohrs durchzuführen.
Beschreibung der Erfindung
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs zur Verfügung gestellt, welches folgende Schritte aufweist:
Einführen eines entfernten Endabschnitts eines Aufweitungsteils in ein elastisches Rohr, wobei das Aufweitungsteil zumindest an einer seiner Oberflächen mit einer verfestigten Schicht aus einem Material mit niedrigem Schmelzpunkt von minus 60 DEG C oder höher versehen ist, und der entfernte End-abschnitt des Aufweitungsteils kegelförmig ist, und dessen Ende an der Spitze einen Durchmesser aufweist, der kleiner oder gleich einem Innendurchmesser des elastischen Rohrs ist; und
Bewegen des elastischen Rohrs über die verfestigte Schicht, um das elastische Rohr im Durchmesser aufzuweiten, wobei die Oberfläche der verfestigten Schicht infolge des Schmelzens des Materials mit niedrigem Schmelzpunkt zu einer Oberfläche mit geringerer Reibung wird.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens zur Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs umfasst ein Aufweitungsteil mit einem Kernteil und der verfestigten Schicht. Das Kernteil ist mit einem Loch zur Aufnahme eines hohlen Halterungskörpers in diesem versehen.
Das elastische Rohr wird auf dem hohlen Halterungskörper abgesetzt, während dieser allmählich von dem Loch abgezogen wird.
Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel umfasst ein Aufweitungsteil, das mit einem hohlen Halterungskörper in seinem Inneren versehen ist und das Schmelzen und Entfernen des Materials mit niedrigem Schmelzpunkt, sodass hierdurch das aufgeweitete elastische Rohr auf dem hohlen Halterungskörper zur Auflage kommt.
In Bezug auf das Material mit niedrigem Schmelzpunkt, welches bei der vorliegenden Erfindung nützlich ist, gibt es keine besondere Beschränkung, soweit dieses innerhalb des Bereiches an Temperaturen geschmolzen werden kann, welche nicht die Materialien auflösen oder verändern, welche das elastische Rohr oder den hohlen Halterungskörper bilden. Der Schmelzpunkt des Materials mit niedrigem Schmelzpunkt ist -60 DEG C oder mehr, wenn das elastische Rohr aus Silikongummi hergestellt ist. Falls der Schmelzpunkt dieses Materials mit niedrigem Schmelzpunkt niedriger ist als -60 DEG C, würde der Elastizitätsmodul von Silikongummi niedriger als 1 MPa werden, und dann könnte Silikongummi kaum verformt werden.
Bevorzugte Beispiele für das Material mit niedrigem Schmelzpunkt sind jene, die bei normalen Temperaturen flüssig sind, insbesondere Wasser (Schmelzpunkt: 0 DEG C), Glyzerin (Schmelzpunkt: 17 DEG C), Ethylenglykol (Schmelzpunkt: -11,5 DEG C), und dergleichen. Das bevorzugteste Beispiel für das Material mit niedrigem Schmelzpunkt ist Wasser, welches einfach als Eis verfestigt werden kann.
Zum Beispiel kann ein Aufweitungsteil dadurch hergestellt werden, dass Wasser bei einer Temperatur von -0 DEG C bis -20 DEG C in den festen Zustand gebracht wird, und man dann das Eis schmelzen lässt, wodurch man die Oberfläche erhält, die eine niedrige Reibung aufweist, wodurch ein elastisches Rohr leicht auf die Oberfläche des Aufweitungsteils beim Vorgang der Aufweitung des Durchmessers des elastischen Rohrs aufgleiten kann. Dies ist eines der wesentlichsten Merkmale der vorliegenden Erfindung.
Der Kegelwinkel des Kegelabschnitts des Aufweitungsteils gemäss der vorliegenden Erfindung sollte vorzugsweise im Bereich von 5 bis 30 DEG liegen, also bei 10 bis 60 in Bezug auf den Spitzenwert. Der Abschnitt an der Spitze des Aufweitungsteils, an welchem dessen Durchmesser nicht grösser ist als der Innendurchmesser des elastischen Rohrs, muss nicht kegelförmig sein, sondern kann stumpf sein. Anders ausgedrückt, kann die Form des Abschnitts an der Spitze des Aufweitungsteils je nach Wunsch gewählt werden, soweit es in das elastische Rohr eingeführt werden kann. Der Durchmesser des Abschnitts an der Spitze des Aufweitungsteils muss annähernd kleiner oder gleich dem Innendurchmesser des elastischen Rohrs sein, bevor das elastische Rohr aufgeweitet wird.
Der Ausdruck "annähernd gleich" sollte so verstanden werden, dass ein Fall umfasst ist, bei welchem der Innendurchmesser geringfügig grösser als der Innendurchmesser des elastischen Rohrs ist. Infolge der Elastizität des elastischen Rohrs ist es nämlich möglich, den End-abschnitt an der Spitze des Aufweitungsteils in das elastische Rohr selbst dann einzuführen, wenn der Durchmesser des Endes an der Spitze des Aufweitungsteils geringfügig grösser als der Innendurchmesser des elastischen Rohrs ist.
Wenn der Winkel des Kegelabschnitts des Aufweitungsteils zu gross ist, wäre eine hohe Kraft für das Aufweiten des Durchmessers des elastischen Rohrs erforderlich. Weiterhin wird, wenn der Winkel des Kegelabschnitts des Aufweitungsteils zu gross ist, der Winkelunterschied zwischen dem Kegelabschnitt und dem Horizontalabschnitt zu gross, sodass eine übermässig grosse Kraft zu dem Zeitpunkt erforderlich wäre, an welchem das elastische Rohr von dem Kegelabschnitt zum horizontalen Abschnitt befördert wird. Der Grenzabschnitt zwischen dem Kegelabschnitt und dem horizontalen Abschnitt sollte daher vorzugsweise so glatt wie möglich ausgebildet sein, um die Bewegung des elastischen Rohrs über das Aufweitungsteil zu erleichtern.
Wie voranstehend geschildert, ist es gemäss der vorliegenden Erfindung möglich, die Reibungskraft selbst dann zu minimieren, wenn die Umfangsspannung des elastischen Rohrs bei der Aufweitung des Durchmessers des elastischen Rohrs ansteigt. Daher können die Zugspannungen in Axialrichtung minimiert werden, und aus diesem Grund ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass das elastische Rohr bei diesem Vorgang der Aufweitung des elastischen Rohrs bricht.
Daher ist es möglich, die Aufweitung in Durchmesserrichtung des elastischen Rohrs durchzuführen, ohne dass das elastische Rohr beschädigt wird.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Fig. 1A und 1B sind jeweils eine Querschnittsansicht eines Aufweitungsteils, welches bei einem Verfahren zur Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs gemäss einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll;
Fig. 2A bis 2D sind jeweils eine Seitenansicht zur Erläuterung des Vorgangs der Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs gemäss einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
Fig. 3A und 3B sind jeweils eine Querschnittsansicht, die ein abgeändertes Beispiel für das Aufweitungsteil zeigt, welches bei dem Verfahren zur Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs gemäss einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll;
Fig. 4 ist eine Querschnittsansicht, die ein Aufweitungsteil zeigt, welches bei dem Verfahren zur Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs gemäss einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll;
Fig. 5A und 5B sind jeweils eine Querschnittsansicht, die ein abgeändertes Beispiel für das Aufweitungsteil zeigt, welches bei dem Verfahren zur Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs gemäss einer dritten Ausführungsform der Erfindung verwendet werden soll;
Fig. 6A bis 6E sind jeweils eine Querschnittsansicht, welche den Vorgang der Aufweitung des Durchmessers eines elastischen Rohrs gemäss einer dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert.
Beste Art und Weise zur Ausführung der Erfindung
Verschiedene Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert.
Die Fig. 1A und 1B zeigen ein Aufweitungsteil, welches bei der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll.
Wie in Fig. 1A gezeigt, wird das Aufweitungsteil 1 in einem zylindrischen Behälter 2 angeordnet, der ein Ende mit einer kegelförmigen Spitze aufweist. Bei der Herstellung dieses Aufweitungsteils 1 wird ein Material 3 mit niedrigem Schmelzpunkt, typischerweise Wasser, in den Behälter 2 eingegossen. Daraufhin wird der Behälter 2 in einem Tank gehalten, der auf die Verfestigungstemperatur des Materials 3 mit niedrigem Schmelzpunkt abgekühlt wird, wodurch sich das Material 3 mit niedrigem Schmelzpunkt verfestigt, und das Aufweitungsteil 1 ausbildet.
Fig. 1B zeigt das Aufweitungsteil 1, welches aus dem Behälter 2 entnommen wurde. Dieses Aufweitungsteil 1 weist dieselbe Form wie das Innere des Behälters 2 auf und ist daher mit einem konischen entfernten Endabschnitt 4 und einem zylindrischen Laufabschnitt 5 versehen, der denselben Durchmesser aufweist wie der Maximaldurchmesser des konischen Abschnitts 4 an der Spitze. Da dieses Aufweitungsteil 1 aus dem Material 3 mit niedrigem Schmelzpunkt hergestellt ist, schmilzt seine Oberfläche bei normalen Temperaturen, wodurch die Oberfläche schlüpfrig wird.
Der Vorgang der Aufweitung des elastischen Rohrs 6 unter Verwendung des in Fig. 1B gezeigten Aufweitungsteils 1 wird unter Bezugnahme auf die Fig. 2A bis 2D erläutert. Zuerst wird, wie in Fig. 2A gezeigt, das elastische Rohr 6 über den entfernten Endabschnitt 4 des Aufweitungsteils 1 aufgeschoben. Dann wird das elastische Rohr 6 von dem entfernten Endabschnitt 4 bis zum zylindrischen Laufabschnitt 5 des Aufweitungsteils 1 verschoben. In diesem Fall kann, da die Oberfläche des Aufweitungsteils 1 schlüpfrig wird, da sie schmilzt, das elastische Rohr 6 einfach von dem entfernten Endabschnitt 4 zum zylindrischen Laufabschnitt 5 bewegt werden, wie dies in den Fig. 2B, 2C und 2D gezeigt ist, durch eine geringe Kraft. Auf diese Weise kann das elastische Rohr 6 im Durchmesser aufgeweitet werden.
Hierbei kann das Verfahren der Bewegung des elastischen Rohrs 6 von dem konischen, entfernten Endabschnitt 4 zum zylindrischen Laufabschnitt 5 entweder durch Drücken oder durch Ziehen des elastischen Rohrs 6 durchgeführt werden.
Die Fig. 3A und 3B zeigen ein weiteres Beispiel für das Aufweitungsteil, welches bei der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll.
Bei dem in Fig. 3A gezeigten Beispiel wird das Aufweitungsteil 1 durch ein Kernteil 7 mit geringer Wanddicke und eine verfestigte Schicht 8 gebildet, die auf der Aussenoberfläche des Kernteils 7 vorgesehen ist. Da der verfestigte Körper aus einem Material mit niedrigem Schmelzpunkt als dünne Schicht ausgebildet wird, kann die Menge für den verfestigten Körper minimiert werden. Als Material für das Kernteil 7 kann ein Material verwendet werden, dessen Eigenschaften sich nicht ändern, oder welches keine Sprödigkeit zeigt, in dem Temperaturbereich vom Schmelzpunkt des verfestigten Körpers bis zur Arbeitstemperatur, beispielsweise Metall, Kunststoff und Holz.
Bei dem in Fig. 3B gezeigten Beispiel wird das Aufweitungsteil 1 durch ein massives Kernteil 9 und eine verfestigte Schicht 10 gebildet, die auf der Aussenoberfläche des Kernteils 9 vorgesehen ist. Die Form des Kernteils 9 ist stromlinienförmig, sodass das elastische Rohr einfach nach hinten bewegt werden kann, nachdem es im Durchmesser aufgeweitet wurde. Bei diesem Aufweitungsteil 1 sollte die Oberfläche des Kernteils 9 vorzugsweise vollständig durch die verfestigte Schicht 10 abgedeckt sein. Um seine Handhabung zu erleichtern, kann jedoch ein Abschnitt des Kernteils 9 nicht von der verfestigten Schicht 10 bedeckt sein, wenn sich das elastische Rohr ausreichend im Durchmesser aufweiten lässt. Als Material für das Kernteil 9 kann Metall, Kunststoff, Holz und dergleichen verwendet werden.
Fig. 4 zeigt das Aufweitungsteil, welches bei der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll. Dieses Aufweitungsteil 11 wird durch ein Kernteil 12 und eine verfestigte Schicht 13 gebildet, die auf der Aussenoberfläche des Kernteils 12 vorgesehen ist. Der Raum in dem Kernteil 12 des Aufweitungsteils 11 wird dazu verwendet, den hohlen Halterungskörper 14 aufzunehmen. Der hintere Abschnitt des Kernteils 12 ist nämlich verlängert ausgebildet, verglichen mit dem üblichen Aufweitungsteil, was es ermöglicht, den hohlen Halterungskörper 14 zum Haltern eines im Durchmesser aufgeweiteten elastischen Rohrs 16 in dem Loch 15 aufzunehmen, welches in dem Kernteil 12 vorgesehen ist. Als Material für das Kernteil 12 kann Metall, Kunststoff, Holz und dergleichen verwendet werden.
Dieses Aufweitungsteil 11 kann folgendermassen eingesetzt werden. Zuerst wird der hohle Halterungskörper 14 in das Loch 15 des Kernteils 12 eingeführt. Dann wird der entfernte Endabschnitt des Aufweitungsteils 11 in das elastische Rohr 16 eingepasst. Da die Oberfläche des Aufweitungsteils 11 geringfügig geschmolzen und schlüpfrig ausgebildet wird, kann das elastische Rohr 16 einfach im Durchmesser aufgeweitet werden, durch eine geringe Kraft, und zum Laufabschnitt des Aufweitungsteils 11 bewegt werden. Dann wird, wie in Fig. 4 gezeigt, ein hohler Halterungskörper 14, der in dem Loch 15 aufgenommen ist, von dort allmählich abgezogen, wodurch das elastische Rohr 16 auf der Oberfläche des hohlen Halterungskörpers 14 aufliegen kann, wodurch einfach ein selbstschrumpfendes elastisches Rohr hergestellt wird.
Die Fig. 5A und 5B zeigen das Aufweitungsteil, welches bei der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden soll. Wie in Fig. 5A gezeigt, ist dieses Aufweitungsteil 21 in einem zylindrischen Behälter 22 aufgenommen, der ein Ende mit einer konischen Spitze aufweist. Bei der Herstellung dieses Aufweitungsteils 21 wird ein hohler Halterungskörper 23 zeitweilig an einem hinteren Abschnitt des Behälters 22 gehaltert, und dann wird ein Material 24 mit niedrigem Schmelzpunkt, typischerweise Wasser, in dem Behälter 22 eingegossen. Daraufhin wird der Behälter 22 in einem Tank gehalten, der nicht weiter als bis auf die Verfestigungstemperatur des Materials 24 mit niedrigem Schmelzpunkt abgekühlt wird, wodurch das Material 24 mit niedrigem Schmelzpunkt verfestigt wird, und so das Aufweitungsteil 21 hergestellt wird.
Fig. 5B zeigt das Aufweitungsteil 21, welches aus dem Behälter 22 entnommen wurde. Dieses Aufweitungsteil 21 weist dieselbe Form auf wie das Innere des Behälters 22 und weist daher einen konischen entfernten Endabschnitt 25 und einen zylindrischen Laufabschnitt 26 auf, dessen Durchmesser ebenso gross ist wie der Maximaldurchmesser des Abschnitts 25 mit konischer Spitze. Da dieses Aufweitungsteil 21 aus dem Material 24 mit niedrigem Schmelzpunkt hergestellt ist, schmilzt seine Oberfläche bei normalen Temperaturen, wodurch die Oberfläche schlüpfrig wird.
Der Vorgang des Aufweitens des elastischen Rohrs 27 unter Verwendung des in Fig. 5B aufgezeigten Aufweitungsteils 21 wird unter Bezugnahme auf die Fig. 6A bis 6E erläutert. Zuerst wird, wie in Fig. 6A gezeigt, das elastische Rohr 27 über den entfernten Endabschnitt 25 des Aufweitungsteils 21 aufgeschoben. Dann wird das elastischen Rohr 27 von dem entfernten Endabschnitt 25 bis zum zylindrischen Laufabschnitt 26 des Aufweitungsteils 21 verschoben. In diesem Fall kann, da die Oberfläche des Aufweitungsteils 21 durch deren Schmelzen schlüpfrig ausgebildet wird, das elastische Rohr 27 einfach von dem entfernten Endabschnitt 25 zum zylindrischen Laufabschnitt 26 bewegt werden, wie dies in den Fig. 6B, 6C, und 6D gezeigt ist, durch eine geringe Kraft. Dies führt dazu, dass das elastische Rohr 27 im Durchmesser aufgeweitet wird.
Daraufhin lässt man das Material 24 mit niedrigem Schmelzpunkt schmelzen und entfernt es dann schliesslich durch Erwärmung des gesamten Aufweitungsteils 21. Dies führt dazu, dass ein selbstschrumpfendes elastisches Rohr 27 erhalten werden kann, welches auf dem hohlen Halterungskörper 23 aufliegt, wie in Fig. 6E gezeigt ist.
Bei der vorliegenden Ausführungsform wird das Aufweitungsteil 21 vollständig durch einen Körper, der bei niedriger Temperatur verfestigt wird, mit Ausnahme des hohlen Halterungskörpers 23, hergestellt. Allerdings ist der hauptsächliche Anteil des verfestigten Körpers mit Ausnahme des Oberflächenabschnitts für die Ausführung dieses Verfahrens nicht wesentlich, sodass der Abschnitt des verfestigten Körpers mit Ausnahme des Oberflächenabschnitts durch andere Materialien oder einen Luftraum ersetzt werden kann, um so die Menge des sich bei niedriger Temperatur verfestigenden Körpers zu verringern, um Zeit für die Verfestigung zu sparen, sowie Arbeitsvorgänge.
Wie voranstehend erläutert, ist es gemäss der vorliegenden Erfindung (Patentanspruch 1) möglich, die Durchmesseraufweitung des elastischen Rohrs durchzuführen, indem der Vorteil der geschmolzenen Oberfläche mit geringerer Reibung des Aufweitungsteils ausgenutzt wird, um die Reibungskraft zu minimieren, selbst wenn die Umfangsspannung des elastischen Rohrs bei der Aufweitung des Durchmessers des elastischen Rohrs vergrössert wird; dadurch kann die Zugspannung in Axialrichtung minimiert werden, wodurch die Möglichkeit minimiert wird, dass das elastische Rohr bricht. Daher ist es möglich, eine Durchmesseraufweitung in maximalem Ausmass durchzuführen, unabhängig von der Wanddicke und dem Durchmesser des elastischen Rohrs.
Weiterhin kann die Durchmesseraufweitung des elastischen Rohrs unter Verwendung von Wasser durchgeführt werden, welches billig ist, leicht verfügbar ist und sich einfach handhaben lässt.
Bei einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung (Patentanspruch 2) kann, da das elastische Rohr auf den hohlen Halterungskörper dadurch übertragen wird, dass die Vorteile der geschmolzenen Oberfläche mit geringerer Reibung des Aufweitungsteils ausgenutzt werden, die Zugspannung in Axialrichtung zum Zeitpunkt der Übertragung des elastischen Rohrs minimiert werden, wodurch jegliche Möglichkeit minimiert wird, dass das elastische Rohr bricht. Daher ist es möglich, eine Durchmesseraufweitung in maximalem Ausmass durchzuführen, unabhängig von der Wanddicke und dem Durchmesser des elastischen Rohrs. Es ist ebenfalls möglich, wirksam ein im Durchmesser aufgeweitetes elastisches Rohr auf einen hohlen Halterungskörper in einem einzigen Verarbeitungsschritt zu übertragen.
Darüber hinaus lässt sich der Kernteil als ein billiges Gehäuse für den Halterungskörper verwenden. Selbstverständlich ist kein störendes Material zwischen dem hohlen Halterungskörper und dem elastischen Rohr vorhanden, wie dies bei dem herkömmlichen Verfahren der Fall ist.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung (Patentanspruch 3) kann, da das elastische Rohr auf den hohlen Halterungskörper dadurch übertragen wird, dass die Vorteile der geschmolzenen Oberfläche mit geringerer Reibung des Aufweitungsteils ausgenutzt werden, das elastische Rohr über dem hohlen Halterungskörper positioniert werden, wobei die verfestigte Schicht schliesslich durch ihr Schmelzen entfernt wird. Daher ist es möglich, ein elastisches Rohr zu verwenden, welches zwar fragil ist, jedoch eine hohe Qualität hat. Selbstverständlich ist, wie voranstehend erwähnt, kein störendes Material zwischen dem hohlen Halterungskörper und dem elastischen Rohr vorhanden, wie dies bei dem herkömmlichen Verfahren der Fall ist.