CH693674A5 - Vorrichtung an einer Karde. - Google Patents

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CH693674A5
CH693674A5 CH01044/99A CH104499A CH693674A5 CH 693674 A5 CH693674 A5 CH 693674A5 CH 01044/99 A CH01044/99 A CH 01044/99A CH 104499 A CH104499 A CH 104499A CH 693674 A5 CH693674 A5 CH 693674A5
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Armin Leder
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Truetzschler Gmbh & Co Kg
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Description


  



   Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Karde gemäss dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. 



  In der Praxis gleiten die Deckel auf bogenförmigen Leisten, den Flexibelbögen (Federbögen), die etwa konzentrisch zur Trommel stehen und an den Seitenschildern (Maschinengestell) der Karde befestigt sind, und zwar so, dass sie durch schraubenförmige Stellspindeln nachgestellt werden können. Da mit dem Abschleifen der Garnitur auch der Radius der Trommelgarnitur abnimmt, müssen die Flexibelbögen, wenn sie sich der Trommel nähern, ebenfalls nachgeben können, sodass sich ihre Krümmung dem kleiner werdenden Trommelradius anpasst. Dasselbe gilt für den Ausgleich von Fertigungstoleranzen. Zu diesem Zweck sind die Flexibelbögen meist aus einer Speziallegierung gegossen, die grosse Elastizität hat und der notwendigen Form nachgeben kann. Bei der Einstellung wird die Gleitfläche um ca. 0,2 bis 4 mm verlagert.

   Nachteilig ist, dass unerwünschte Verbiegungen bei unterschiedlichen radialen Einstellungen erfolgen. Ausserdem ist die Geometrie von der Anzahl Einstellspindeln abhängig, d.h. die Genauigkeit und Gleichmässigkeit des Abstandes Deckel - Trommelgarnitur ist nicht an allen Stellen über dem ganzen Bogen gleich. Herstellung und Montage sind sehr aufwändig. Es erfolgt eine Einzelteilfertigung. Der Flexibelbogen neigt auf Grund seiner geringen Eigensteifigkeit zum Verzug. Der Einstellvorgang über die Stellspindeln zur Herstellung eines gleichmässigen Kardierspaltes in Umfangsrichtung bei Beginn der Montage oder aber bei einer Neueinstellung im Betrieb ist aufwändig. 



  Um die Gleitung der Deckelstäbe zu verbessern und dadurch die Schmierung der Gussfläche durch einen Grafitblock zu vermeiden, ist es bekannt, in einer Nut des Flexibelbogens eine bandförmige Kunststoffgleitführung für die Deckelstäbe anzuordnen, die in geringer Höhe und konzentrisch den Flexibelbogen überragt. Der Flexibelbogen bildet für die Gleitführung die Unterlagefläche. 



  Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, die die genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere konstruktiv und montagemässig einfach ist und eine genauere und gleichmässigere Einstellung ermöglicht. 



  Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche. 



  Dadurch, dass allein durch die Form und/oder Lage der flexiblen Gleitführung auf einer starren Unterlagefläche der Spitzenabstand zwischen Deckel- und Trommelgarnitur einstellbar ist, entfällt der bekannte Flexibelbogen ganz. Die Änderung des Krümmungsradius wird allein durch die Gleitführung bewirkt. Die Flexibilität wirkt mit der Form und/oder der Lage dabei kombinativ zusammen. Die Gleitführung kann ein Stab, Band o.dgl. sein, die im einfachsten Fall in einer Nut des starren Seitenschildes oder einer dazu parallelen Fläche angeordnet sind. Auf diese Weise ist eine ganz erhebliche Vereinfachung sowohl in konstruktiver als auch montagemässiger Hinsicht erreicht.

   Ausserdem entfällt im Gegensatz zu der bekannten Vorrichtung die punktuelle Einstellung, sodass eine genaue und gleichmässige Einstellung des Abstandes zwischen Trommel- und Deckelgarnituren ermöglicht ist. 



   Die Erfindung wird nachstehend anhand von zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen: 
 
   Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Karde für die erfindungsgemässe Vorrichtung, 
   Fig. 2a Deckelstäbe und einen Ausschnitt aus einer Gleitführung mit Seitenschild und Abstand zwischen Garnitur der Deckelstäbe und Trommelgarnitur, 
   Fig. 2b einen Schnitt I-I durch die Gleitführung mit Seitenschild gemäss Fig. 2a, 
   Fig. 2c eine Detailansicht aus Fig. 2b, 
   Fig. 3 eine schematische Seitenansicht einer ortsfesten groben Gleitführung mit verschiebbarer Gleitführung für Feineinstellung (Keilleiste), 
   Fig. 4 eine schematische Seitenansicht einer verschiebbaren grossen Gleitführung (Keilleiste) mit verschiebbarer Gleitführung (Keilleiste) für Feinjustierung und 
   Fig. 5 eine Ausführungsform wie Fig.

   3, bei der zwischen grober Gleitführung und Gleitführung für Feineinstellung eine verschiebbare Gleitführung (Keilleiste) mit mittlerer Dicke vorhanden ist. 
 



  Fig. 1 zeigt eine Karde, z.B. Trützschler EXACTACARD DK 803, mit Speisewalze 1, Speisetisch 2, Vorreissern 3a, 3b, 3c, Trommel 4, Abnehmer 5, Abstreichwalze 6, Quetschwalzen 7, 8, Vliesleitelement 9, Flortrichter 10, Abzugswalzen 11, 12, Wanderdeckel 13 mit Deckelstäben 14, Kanne 15 und Kannenstock 16. Die Drehrichtungen der Walzen sind mit gebogenen Pfeilen gezeigt. Mit M ist der Mittelpunkt (Achse) der Trommel 4 bezeichnet. 



  Nach den Fig. 2a-2c ist auf jeder Seite der Karde seitlich am (nicht dargestellten) Maschinengestell ein etwa halbkreisförmiges starres Seitenschild 17 befestigt, an dessen Aussenseite im Bereich der Peripherie konzentrisch ein bogenförmiges starres Auflage-element 18 angegossen ist, das als Unterlagefläche eine konvexe Aussenfläche 18a und eine Unterseite 18b aufweist. Oberhalb des Auflageelements 18 ist eine Gleitführung 20, z.B. aus gleitfähigem Kunststoff, vorhanden, die eine konvexe Aussenfläche 20a und eine konkave Innenfläche 20b aufweist. Die konkave Innenfläche 20b liegt auf der konvexen Aussenfläche 18a in einer ringförmigen Nut 18c auf und vermag auf dieser in Richtung der Pfeile A, B zu gleiten.

   Die Verlagerung der Gleitführung 20 erfolgt durch eine (nicht dargestellte) Verlängerungseinrichtung, die eine Antriebseinrichtung wie Motor, Getriebe o.dgl. umfasst. Die Deckelstäbe 14 weisen an ihren beiden Enden jeweils einen Deckelkopf 14a auf, an dem in axialer Richtung zwei Stahlstifte 14b befestigt sind, die auf der konvexen Aussenfläche 20a der Gleitführung 20 in Richtung des Pfeils C gleiten. An der Unterfläche des Tragkörpers 14c ist die -Deckelgarnitur 14d angebracht. Mit 21 ist der Spitzenkreis der Deckelgarnituren 14d bezeichnet. Die Trommel 4 weist an ihrem Umfang eine Trommelgarnitur 4a, z.B. Sägezahngarnitur, auf. Mit 22 ist der Spitzenkreis der Trommelgarnitur 4a bezeichnet. Der Abstand zwischen dem Spitzenkreis 21 und dem Spitzenkreis 22 ist mit a bezeichnet und beträgt z.B. 0,20 mm.

   Der Abstand zwischen der konvexen Aussenfläche 20a und dem Spitzenkreis 22 ist mit b bezeichnet. Der Radius der konvexen Aussenfläche 20a ist mir r1, und der Radius des Spitzenkreises 22 ist mit r2 bezeichnet. Die Radien r1 und r2 schneiden sich im Mittelpunkt M (siehe Fig. 1) der Trommel 4. 



  In Fig. 3 ist schematisch das Seitenschild 17 mit Gleitführung 20 dargestellt. Die Gleitführung 20 ist im Querschnitt dick (Dicke c) und liegt ortsfest in einer bogenförmigen Nut 18c (siehe Fig. 2c) des starren Auflageelements 18 an, wobei der radiale Mittelpunkt des Nutgrundes exzentrisch zum Mittelpunkt M angeordnet ist. Dadurch ist der Nutgrund als Auflagefläche abgeschrägt. Die Gleitführung 20 ist bogenförmig parallel ausgebildet. Auf der Aussenfläche 20a ist eine weitere Gleitführung 23 angebracht, die in Richtung der Pfeile C und D verlagerbar und keilförmig ausgebildet ist. Die Gleitführung 23 (Keilleiste) hat eine geringe maximale Stärke d und weist eine kleine Steigung auf (1:250 = ANd  0,2 mm bei 50 mm Verschiebung in Richtung C, D) und dient der technologischen Feinjustierung.

   Die im Querschnitt dicke Gleitführung 20 dient dem Ausgleich von Fertigungstoleranzen und unterschiedlichen Höhen der Garnituren. Die Gleitführung 20 und die Keilleiste 23 sind auswechselbar. 



  Nach Fig. 4 ist als Gleitführung 24 eine grobe Keilleiste mit grosser Steigung (1:15 = ANd 3,3 mm bei 50 mm Verschiebung) vorgesehen. Die Gleitführung 24 ist in Richtung der Pfeile E, F in der Ringnut 18c (siehe Fig. 2c) verschiebbar und dient dem Ausgleich von Fertigungstoleranzen und unterschiedlichen Garniturhöhen. Auf der Aussenseite 24a ist eine Keilleiste 23 entsprechend Fig. 3 angeordnet. Die Steigungen der Gleitführung 24 und der Keilleiste 23 sind einander entgegengerichtet. 



  Entsprechend Fig. 5 ist - gemäss Fig. 3 - zwischen der groben Gleitführung 20 und der feinen Gleitführung 23 eine weitere Gleitführung 25 (Keilleiste) vorhanden, die in Richtung der Pfeile G, H verschiebbar ist. Die Gleitführung 25 weist eine mittlere Steigung (1:50) auf. Bei dieser Ausführungsform dient stufenförmig die Gleitleiste 23 der Feinjustierung, die mittlere Gleitleiste 25 dem Ausgleich von Garniturhöhen und die grobe Gleitführung 20 dem Ausgleich von Fertigungstoleranzen. 



  Die Erfindung umfasst auch eine (nicht dargestellte) Ausbildung, bei der nur eine grobe Gleitführung 20 vorhanden ist, die austauschbar ist. Dabei ist ein Austausch zwischen Gleitführungen 20 unterschiedlicher Dicke (Stärke) vorgesehen. 



  Der Nutgrund der Keilnut kann konzentrisch oder exzentrisch in Bezug auf den Mittelpunkt M ausgebildet sein. Auf diese Weise kann der Kardierspalt zwischen den Deckelgarnituren 14d und der Trommelgarnitur 4a parallel oder keilförmig ausgebildet sein. 



  Die Gleitführungen 20 und 24 mit dickem Querschnitt c ersetzen den Flexibelbogen bei der bekannten Vorrichtung. 



  Die Gleitführungen 20 und 24 bilden Auflageelemente, auf denen direkt (Fig. 2a, 2b) oder indirekt (Fig. 3 bis 5) die Deckelköpfe 14a aufliegen.

Claims (18)

1. Vorrichtung an einer Karde mit einer Trommel (4) mit Trommelgarnitur (4a) und mit wanderndem Deckel (13) aus mit Deckelgarnitur (14d) versehenen Deckelstäben (14), bei der mindestens ein endloses Antriebselement beim Vortrieb der Deckelstäbe (14) vorhanden ist, bei der die Deckelstäbe (14) mit ihren beiden Enden auf einer Gleitfläche (20a, 24a) von flexiblen Gleitführungen (20, 24) gleiten, die Gleitführungen (20, 24) konvex gebogen sind und auf einer konvex gebogenen Unterlagefläche (17; 18, 18c) aufliegen, wobei die Unterlagefläche (17; 18, 18c) dem Maschinengestell zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) zwischen den Spitzen (21) der Deckelgarnitur (14d) und den Spitzen (22) der Trommelgarnitur (4a) durch die Form und/oder Lage der Gleitführung (20, 24) einstellbar und die Unterlagefläche (17;
18, 18c) der Gleitführung (20, 24) starr ausgebildet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) durch die Dicke (c) bestimmt ist, die die Gleitführung (20, 24) in radialer Richtung (r1) aufweist, und das endlose Antriebselement vorzugsweise ein flexibler Riemen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleit- (20a) und Bodenfläche (20b) der Gleitführung (20) bogenförmig parallel zueinander ausgerichtet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleit- (24a) und Bodenfläche der Gleitführung (24) keilförmig zueinander verlaufen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung (24) in Umfangsrichtung verlagerbar (E, F) ist.
6.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung (20, 24) austauschbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagefläche eine konvex gebogene Fläche eines Seitenschildes (17) ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagefläche (18) parallel zu der konvex gebogenen Fläche des Seitenschildes (17) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagefläche (18) und das Seitenschild (17) einstückig ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagefläche (18) an das Seitenschild (17) angegossen ist.
11.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagefläche (17, 18) eine Nut (18c) aufweist, in der ein Teil der Gleitführung (20, 24) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung (20, 24) aus einem biegsamen Kunststoff besteht.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff abriebfest ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Schrägfläche, d.h. Bodenfläche der Gleitführung (20, 24) mit einer entsprechend abgeschrägten Unterlagenfläche (18c) zusammenwirkt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verlagerung der Gleitfläche (20a, 24a) in radialer Richtung (r1) von 0,2 bis 4 mm erfolgt.
16.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass auf der oberen Fläche (20a, 24a) der Gleitführung (20, 24) eine weitere verlagerbare (C, D) Gleitführung (23), auf der die Deckelstäbe (14) gleiten, angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verlagerung der Gleitfläche (23a) der weiteren keilförmigen Gleitführung (23) von 0,01 bis 0,3 mm erfolgt.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Gleitführung (20) und der weiteren Gleitführung (23) eine dritte Gleitführung (25) mittlerer Dicke vorhanden ist.
CH01044/99A 1998-06-05 1999-06-01 Vorrichtung an einer Karde. CH693674A5 (de)

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