CH693759A5 - Vorrichtung und Verfahren zur Unterdrueckung von St oergeraeuschen. - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Unterdrueckung von St oergeraeuschen. Download PDF

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Description


  



   Die Erfindung betrifft eine im Patentanspruch 1 definierte Vorrichtung  zur Hervorhebung eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer  Vorzugsrichtung durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen  Störsignalen aus anderen Richtungen, gekennzeichnet durch zwei oder  mehrere beieinander liegende  Mikrofone mit wahlweise einem oder  mehreren nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern und Summierern  zur Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale, welche die an den  Mik-rofonen aus verschiedenen Richtungen eintreffenden akustischen  Signale in unterschiedlichem Mass enthalten, und welche einem oder  mehreren adaptiven Filtern zugeführt sind, deren störschallvermindertes  Ausgangssignal einem elektroakustischen Wandler oder einer weiteren  Vorrichtung zur Weiterverarbeitung zuführbar sind. 



   Ferner betrifft die Erfindung ein in Patentanspruch 2 definiertes  Verfahren zum Betrieb oben genannter Vorrichtung zur Hervorhebung  eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer Vorzugsrichtung  durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen Störsignalen  aus anderen Richtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangssignale  der zwei oder mehreren beieinander liegenden  Mikrofone wahlweise  nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern und Summierern zur  Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale zugeführt werden, welche  Hilfssignale die an den  Mikrofonen aus verschiedenen Richtungen  eintreffenden akustischen Signale unterschiedlich stark enthalten,  und welche Hilfssignale durch ein oder mehrere adaptive Filter weiter  verarbeitet werden, indem die in einem der Hilfssignale, welches  vornehmlich Anteile des Nutzsignals enthält,

   noch enthaltenen Störsignalanteile  mithilfe des anderen Hilfssignals oder der anderen Hilfssignale weiter  unterdrückt werden. 



   Ferner betrifft die Erfindung die vorteilhaften Weiterausbildungen,  wonach die Adaptation des oder der adaptiven Filter mithilfe einer  Vorrichtung zur Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition immer  dann unterbrochen wird, wenn der Pegel des Nutz-sig-nals den Pegel  der Störsignale um einen bestimmten, einstellbaren Wert überschreitet,  sowie eine Nutzsignaldetektion, die so gestaltet ist, dass der Einfallswinkel  des Schalls den Ausgang der Nutzsignaldetektion beeinflusst. Damit  kann, je nach Wahl der Bedingung, unter welcher die Adaptation unterbrochen  wird, der räumliche Winkel, aus welchem akustische Signale als Störschall  behandelt und unterdrückt werden,    beeinflusst werden.

   Ferner betrifft  die Erfindung die vorteilhaften Weiterausbildungen, wonach die durch  die Anordnung der  Mik-rofone, die fest voreingestellten Filter und  die Summierer hervorgerufenen Änderungen des Frequenzgangs durch  zusätzliche fest voreingestellte Filter zur Frequenzgangkorrektur  korrigiert werden, sowie die Realisierung des adaptiven Filters und  wahlweise auch der fest voreingestellten Filter und Summierer durch  programmgesteuerte digitale Bauelemente, wie Mikroprozessoren, Computer  oder digitale Signalprozessoren. 



   Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer solchen Vorrichtung  als Teil oder Vorstufe einer Hörhilfe, wie beispielsweise eines Hörgerätes  oder eines Cochlea-Implantat-Systems.   Hintergrund der Erfindung  



   Zuweilen besteht das Problem, ein akustisches Sig-nal aus einer bestimmten  Einfallsrichtung, beispielsweise die Stimme eines Sprechers, mit  möglichst hoher Verständlichkeit und mit wenig Störgeräuschen vermischt  zu erhalten. Dabei sollen akustische Signale, die aus anderen Richtungen  einfallen, wie beispielsweise die Stimmen anderer Sprecher im selben  Raum, unterdrückt werden. Dieses Problem tritt insbesondere bei hörgeschädigten  Personen, welche eine oder mehrere Hörhilfen wie beispielsweise Hörgeräte  oder Cochlea-Implantat-Systeme benutzen, häufig auf, da ihr Sprachverständnis  oft besonders im Beisein von Störgeräuschen demjenigen Normalhörender  stark unterlegen ist.

   Bekannte Lösungen für dieses Problem sind die  Verwendung von Richtmikrofonen [1], sowie die Verwendung von mehreren  Mikrofonen, welche durch fest voreingestellte Filter und Summierer  zu einem richtungsempfindlichen System zusammengeschaltet werden  [2], und so Nutzsignale aus einer Vorzugsrichtung hervorheben, und  Störschall aus anderen Richtungen unterdrücken. Eine weitere bekannte  Lösung dieses Problems ist die Verwendung adaptiver Filter zur Nachverarbeitung  mehrerer  Mikrofonsignale [3], -wodurch gegenüber fest voreingestellten  Filtern eine grössere Störschallunterdrückung erreicht werden kann.

    Die bisher im Zusammenhang mit adaptiven Filtern vorgeschlagenen  Mikrofonanordnungen zei-chnen sich durch eine verhältnismässig grosse  Distanz zwischen den beiden am weitesten auseinander liegenden  Mikrofonen  aus, welche in der Regel zwischen 7 cm [4] und 20 cm [3] beträgt.  Da diese Distanzen die räumlichen Dimensionen vieler gängiger Hörhilfen  wie beispielsweise Hinter-dem-   Ohr oder Im-Ohr-Hörgeräten übersteigt,  ist die Verwendung dieser Verfahren oft nicht ohne weiteres möglich.

    Neuere bekannte Verfahren versuchen die adaptive Filterung mit näher  beieinander liegenden  Mikrofonen zu kombinieren [5], indem sie die  sehr kleinen Unterschiede zwischen den Signalen der nahe beieinander  liegenden  Mikrofone zuerst mit einem ersten adaptiven Filter verstärken,  bevor sie einem zweiten adaptiven Filter zur Störgeräuschunterdrückung  zugeführt werden können. Diese Methode [5] weist mehrere Nachteile  auf. Zum einen ist die Realisierung durch die Notwendigkeit mindestens  zweier adaptiver Filter aufwändig, was sich beispielsweise bei einer  Realisierung mit elektronischen Bauelementen direkt auf den Stromverbrauch  der Vorrichtung und somit ungünstig auf die Lebensdauer einer eventuell  zur Stromversorgung verwendeten Batterie auswirkt.

   Adaptive Filter  können unter bestimmten Voraussetzungen [6] instabil werden, was  dazu führt, dass bis zur Rückstellung der Filterkoeffizienten auf  einen wohl definierten Wert das Ausgangssignal nicht mehr nützlich  ist. Die Gefahr der Instabilität ist bei zwei nachgeschalteten adaptiven  Filtern [5] grösser als bei einem einzelnen Filter. Weiter ist es  mit dem vorgeschlagenen System [5] schwierig, die Richtcharakteristik  eines solchen Systems zu beeinflussen, beispielsweise um in verschiedenen  Hörsituationen verschiedene Öffnungswinkel zu definieren, innerhalb  derer akustische Quellen als Nutzsignal erkannt und nicht unterdrückt  werden.  Vorteile der Erfindung  



   Es wurde nun als Lösung der durch das oben genannte Problem gestellten  Aufgabe gefunden, dass es die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt,  mit zwei oder mehreren nahe beieinander liegenden  Mik-rofonen und  adaptiver Filterung Störgeräusche stärker zu unterdrücken, als dies  mit Richtmikrofonen oder fest voreingestellten Filtern der Fall ist,  ohne hintereinander geschaltete adaptive Filter zu benötigen, welche  die oben erwähnten Nachteile aufweisen.   Prinzip der Erfindung  



     Die Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1 und das Verfahren gemäss  Patentanspruch 2 dienen zur Hervorhebung eines akustischen Signals  aus einer Vorzugsrichtung, indem Störgeräusche aus anderen Einfallsrichtungen  abgeschwächt werden. Diese Hervorhebung wird erreicht, indem die  Ausgangssignale mehrerer, mindestens und insbesondere aber zweier  nahe beieinander liegender  Mikrofone nachverarbeitet und zu einem  einzigen Ausgangssignal zusammengefasst werden. Dazu werden aus den  Mikrofonsignalen zunächst mittels fest voreingestellter Filter und  anschliessender Summation der Ausgänge je mehrerer dieser Filter  zwei oder mehr Hilfssignale erzeugt.

   Eines der Hilfssignale, im Folgenden  Roh-signal genannt, entspricht dem Ausgang eines konventionellen,  mittels zweier  Mikrofone realisierten richtungsempfindlichen Empfängers  [1], dessen Vorzugsrichtung auf die Nutzschallquelle gerichtet wird.  Die anderen Hilfsignal, im Folgenden Referenzsignale genannt, entsprechen  konventionellen, mit zwei  Mikrofonen realisierten Richtem-pfängern  [1], deren Vorzugsrichtung nicht auf die Nutzschallquelle weist.  Auf diese Weise enthält das Rohsignal bereits vornehmlich Nutzsignalanteile,  während die Referenzsignale vornehmlich Störsignalanteile enthalten.  Mithilfe eines oder mehrerer nachgeschalteten adaptiven Filters [6]  wird aus dem Rohsignal mithilfe der Referenzsignale noch verbleibende  Reste von Störsignalen weiter unterdrückt.

   Dies geschieht, indem  die Referenzsignale durch ein adaptives Filter dermassen gefiltert  werden, dass sie als Schätzung der noch verbleibenden Störsignalanteile  im Rohsignal benutzt und von diesem subtrahiert werden können. Die  Einstellung des adaptiven Filters erfolgt selbstständig beispielsweise  nach einem von mehreren bekannten Verfahren [6], welche die Filterkoeffizienten  laufend dergestalt nachführen, dass die Signalvarianz nach der Differenzbildung  zwischen Rohsignal und dem oder den adaptiv gefilterten Referenzsignalen  möglichst klein wird, und somit unter der Voraussetzung unkorrelierter  Nutz- und Störsignale eine optimale Störgeräuschunterdrückung erreicht  wird.

   Das so erzeugte, störgeräuschverminderte Nutzsignal kann dann  beispielsweise einem elektroakustischen Wandler wie beispielsweise  einem Lautsprecher oder Kopfhörer, oder einer weiteren Signalverarbeitung,  beispielsweise in einem Hörgerät, zugeführt werden.   Beschreibung  eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren  



     Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen  beispielsweise näher erläutert. Das Beispiel bezieht sich auf eine  Vorrichtung und ein Verfahren mit zwei  Mikrofonen und einem adaptiven  Filter. Das Beispiel kann aber auf bekannte Weise [3] auf mehr als  zwei  Mikrofone und mehr als ein adaptives Filter erweitert werden.  Die dargestellten Inhalte der Fig. 1 bis 4 werden im Folgenden zunächst  zusammengefasst und anschliessend im Einzelnen erläutert. 



   Zusammengefasst zeigen      Fig. 1 Das Verfahren zur richtungsabhängigen  Störgeräuschunterdrückung mit zwei  Mikrofonen schematisch.     Fig. 2 Das Verfahren zur richtungsabhängigen Störgeräuschunterdrückung  mit zwei Mikrofonen, Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition  schematisch.     Fig. 3 Das Verfahren zur richtungsabhängigen Störgeräuschunterdrückung  zusammen mit der Frequenzgangkorrektur schematisch.     Fig. 4  eine mögliche Anordnung der  Mikrofone und in einer Hörhilfe, welche  hinter dem Ohr getragen wird.  



   Im Einzelnen zeigen: 



   Fig. 1 das Verfahren zur richtungsabhängigen Störgeräuschunterdrückung  schematisch. Zwei  Mik-rofone 1 und 2 sind nahe beieinander, beispielsweise  in einer Entfernung von 0,2 bis 20 cm, bevorzugt 0,4 bis 2 cm, ganz  besonders bevorzugt 0,6 bis 1,2 cm, angeordnet. Durch die räumliche  Anordnung wird eine Vorzugsrichtung 3 definiert, welche von  Mikrofon  2 zum  Mikrofon 1 hinweist. Aus der Vorzugsrichtung 3 einfallende  akustische Signale werden gegenüber akustischen Signalen, welche  aus anderen Richtungen einfallen, durch die hier beschriebenen Vorrichtungen  und Verfahren hervorgehoben. Die räumliche Anordnung der anderen  Stufen des Verfahrens bzw. der anderen Teile der Vorrichtung ausser  den  Mikrofonen 1 und 2 hat keinen Einfluss auf die Funktion der  Verfahren oder der Vorrichtungen oder auf die Festlegung der Vorzugsrichtung.

    Die beiden  Mikrofonsignale werden mithilfe von bis zu vier Filtern  mit fest voreingestellten Koeffizienten 4, 5, 6, 7 dergestalt verändert  und anschliessend summiert 8, 9, dass dabei ein Rohsignal 10 entsteht,  welches vermehrt Signale aus der Vorzugsrichtung des Systems (erwartete  Richtung des Nutzsignals) enthält, während im Referenzsignal 11 Signale  aus der Vorzugsrichtung vermindert    auftreten. Dies kann beispielsweise  erreicht werden, indem vom Signal des  Mikrofons 1 das verzögerte  Signal des  Mikrofons 2 subtrahiert wird, um das Rohsignal zu erhalten,  und vom Signal des  Mikrofons 2 der verzögerte Ausgang des  Mikrofons  1 subtrahiert wird, um das Referenzsignal 11 zu erhalten.

   Die möglichen  Verzögerungen können beispielsweise bei einer Distanz zwischen den  beiden  Mikrofonen 1 und 2 von 1 cm zwischen 1 und 300  mu s, besonders  aber 20 bis 100  mu s betragen. Die Subtraktion zweier Signale wird  dabei als Summation 8, 9 betrachtet, bei welcher ein Teil der Filter  4, 5, 6, 7 das Vorzeichen des Signals umkehren. Das Referenzsignal  11 wird mithilfe eines adaptiven Filters 12 [6] so angepasst, dass  das Modellsignal 13 eine Schätzung des im verzögerten Rohsignal 14  noch enthaltenen Störgeräuschrestes darstellt. Es kann vom verzögerten  Rohsignal 14 mit dem Subtrahierer 15 subtrahiert werden und bildet  so das Ausgangssignal 16 des Systems, welches das störgeräuschverminderte,  aus der Vorzugsrichtung 3 einfallende Nutzsignal darstellt.

   Die Länge  des adaptiven Filters beträgt dabei beispielsweise 0,1 bis 1000 ms,  besonders 1 bis 500 ms, ganz besonders 10 bis 100 ms. Die Adaptation  17 des adaptiven Filters 12 kann beispielsweise mittels des least-mean  squares (LMS) Adaptationsalgorithmus [6] erfolgen. Das Ausgangssignal  16 kann beispielsweise einem elektroakustischen Wandler wie Lautsprecher  oder Kopfhörer 18, oder einer weiteren Vorrichtung zur Signalverarbeitung,  wie beispielsweise einem Hörgerät oder einem Cochlea-Implantat-System,  zugeführt werden. 



   Eine Verzögerung 19 des Rohsignals 10, welche zwischen 0% und 100%,  besonders aber 20 bis 50% der Länge des adaptiven Filters 12 beträgt,  kann vorgesehen werden, um die erreichbare Störgeräuschunterdrückung  zu optimieren [7]. 



   Fig. 2 die Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition schematisch.  Die Nutzsignaldetektion 20 schätzt aus den Signalen der beiden  Mikrofone  1 und 2, dem Rohsignal 10, dem Referenzsignal 11 oder einer Kombination  dieser Signale ab, ob der Pegel des Nutzsignals im Verhältnis zum  Pegel der vorhandenen Störsignale eine bestimmte Grenze, beispielsweise  0 dB, überschreitet. Wenn eine solche Überschreitung festgestellt  wird, wird die Adaptation 17 des adaptiven Filters 12 unterbrochen,  und die Filterkoeffizienten des adaptiven Filters 12 bleiben unverändert,  bis die Nutzsignaldetektion eine Abnahme des Nutzschallpegels unter  den vorgegebenen Wert feststellt, und die Adaptation 17 [6] wieder  aufgenommen wird.

   Die    Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition  kann beispielsweise realisiert werden, indem die Adaptation 17 immer  dann gestoppt wird, wenn der Pegel des Rohsignals 10 den Pegel des  Referenzsignals 11 überschreitet [8]. Durch die Nutzsignaldetektion  und Adaptationsinhibition kann verhindert werden, dass das adaptive  Filter 12 bei sehr leisen Störgeräuschen oder in Abwesenheit vor  Störgeräuschen unerwünschterweise Teile des Nutzsignals unterdrückt.  Zudem kann mit der Wahl einer geeigneten Nutzsignaldetektion und  Adaptationsinhibition derjenigen räumlichen Winkel beeinflusst und  eingestellt werden, in welchem akustischen Quellen als Nutzsignalquellen  erkannt und nicht unterdrückt werden.

   Dazu können für die Nutzsignaldetektion  beispielsweise Verfahren verwendet werden, wie sie für gewöhnliche  adaptive Mehrmikrofonsysteme mit Richtcharakteristik bekannt sind  [8]. 



   Fig. 3 den Einsatz der Frequenzgangkorrektur schematisch. Durch die  fest voreingestellten Filter 4 bis 7 und die Summation 8 und 9 der  Signale der beiden  Mikrofone 1 und 2 können unerwünschte Änderungen  im Frequenzgang auftreten. Diese Änderungen können durch fest voreingestellte  Filter 21, 22 zur Frequenzgangkorrektur des Rohsignals 10 und des  Referenzsignals 11 oder durch ein einzelnes fest voreingestelltes  Filter 23 zur Frequenzgangkorrektur im Ausgangssignal 16 korrigiert  werden. Die Korrektur kann auch durch eine Kombination der Filter  21, 22 und 23 erreicht werden. Die Frequenzgangkorrektur und die  in Fig. 2 beispielhaft dargestellte Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition  kann gleichzeitig in derselben Vorrichtung realisiert werden. 



   Fig. 4 eine mögliche Anordnung der beiden  Mik-rofone 1 und 2 in  einer Hörhilfe 24. Die beiden  Mik-rofone 1 und 2 können in einer  am Kopf beispielsweise hinter dem Ohr 25 oder im Ohr 25 getragenen  Hörhilfe 24 platziert werden, sodass die Achse durch die beiden   Mikrofonöffnungen in etwa in der Richtung des zu erwartenden Nutzschalls  verläuft. Die Vorzugsrichtung 3 wird dabei durch die Achse, welche  durch die beiden  Mikrofone 1 und 2 verläuft, festgelegt. Bei der  Hörhilfe 24 kann es sich beispielsweise um ein Hörgerät oder um ein  Cochlea-Implantat-System handeln.  Literatur  



     [1] Madaffari P.L.: "Directional matrix technical report", Knowles  Report Nr. 10554, Knowles Electronics Inc., Itasca, IL, USA, 1983.                                                             



   [2] Bächler H., Vonlanthen A.: "Audio-Zoom Signalverarbeitung zur  besseren Kommunikation im Störschall", Phonak Focus 18, 1995. 



   [3] Peterson P.M., Durlach N.I., Rabinowitz W.M., Zurek P.M.: "Multimicrophone  adaptive beamforming for interference reduction in hearing aids",  J. Rehab. Res. Dev., 24(4), 1987, pp. 103-110. 



   [4] Greenberg J.E., Zurek P.M.: "Evaluation of an adaptive beamforming  method for hearing aids". J. Acoust. Soc. Am., 91(3), 1992, pp. 1662-1676.                                                     



   [5] Vanden Berghe J., Wouters J.: "An adaptive noise canceller for  hearing aids using two nearby microphones", J. Acoust. Soc. Am.,  103(6), 1998, pp. 3621-3626. 



   [6] Widrow, B., Glover, J.R., McColl, J.M., Kaunitz, J., Williams,  C.S., Hearn, R.H., Zeidler, J.R., Dong, J.R., Goodlin, R.C.: "Adaptive  noise cancelling: Principles and applications", Proc. IEEE, 63, 1975,  pp. 1692-1716. 



   [7] Kompis M., Dillier N.: "Noise Reduction for Hearing Aids: Evaluation  of the Adaptive Beamformer Approach", Proc. Annu. Int. Conf. IEEE  Eng. Biol. Soc., 13, 1991, pp. 1887-1888. 



   [8] Kompis M., Dillier N., Francois J., Tinembart J., Häusler R.:  "New target-signal-detection schemes for multi-microphone noisereduction  systems for hearing aids", Proc. Annu. Int. Conf. IEEE Eng. Biol.  Soc., 19, 1997, pp. 1990-1993.

Claims (8)

1. Vorrichtung zur Hervorhebung eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer Vorzugsrichtung durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen Störsignalen aus anderen Richtungen, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere beieinander liegende Mikrofone (1, 2) mit wahlweise einem oder mehreren nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern (4, 5, 6, 7) und Summierern (8, 9) zur Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale, welche die an den Mikrofonen aus verschiedenen Richtungen eintreffenden akustischen Signale in unterschiedlichem Mass enthalten, und welche einem oder mehreren adaptiven Filtern (12) zugeführt sind, deren störschallvermindertes Ausgangssignal einem elektroakustischen Wandler oder einer weiteren Vorrichtung zur Weiterverarbeitung zuführbar sind.
2.
Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach Anspruch 1, zur Hervorhebung eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer Vorzugsrichtung durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen Störsignalen aus anderen Richtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangssignale der zwei oder mehreren beieinander liegenden Mikrofone (1, 2) wahlweise dem einen oder den mehreren nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern (4, 5, 6, 7) und Summierern (8, 9) zur Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale zugeführt werden, welche Hilfssignale die an den Mikrofonen aus verschiedenen Richtungen eintreffenden akustischen Signale unterschiedlich stark enthalten, und welche Hilfssignale durch ein oder mehrere adaptive Filter (12) weiter verarbeitet werden, indem die in einem der Hilfssignale, welches vornehmlich Anteile des Nutzsignals enthält,
noch enthaltenen Störsignalanteile mithilfe des anderen Hilfssignals oder der anderen Hilfssignale weiter unterdrückt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaptation des oder der nachgeschalteten adaptiven Filter (12) mithilfe einer Vorrichtung (20) zur Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition immer dann unterbrochen ist, wenn der Pegel des Nutzsignals den Pegel der Störsignale um einen bestimmten, voreingestellten Wert überschreitet.
4.
Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzsignaldetektion, welche die Adaptationsinhibition steuert, so gestaltet ist, dass der Einfallswinkel des Schalls das Ausgangssignal der Nutzsignaldetektion beeinflusst, sodass je nach Wahl der Bedingung, unter welcher die Adaptation unterbrochen ist, der räumliche Winkel, aus welchem akustische Signale als Störschall behandelt und unterdrückt sind, beeinflussbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Anordnung der Mikrofone, der fest voreingestellten Filter (4, 5, 6, 7) und der Summierer (8, 9) hervorgerufenen Änderungen des Frequenzgangs durch zusätzliche fest voreingestellte Filter zur Frequenzgangkorrektur (21, 22, 23) korrigiert sind.
6.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass für die Realisierung des adaptiven Filters ein oder mehrere Programmgesteuerte digitale Bauelemente, wie Mikroprozessoren, Computer oder digitale Signalprozessoren, verwendet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass für die Realisierung der fest voreingestellten Filter und der Summierer für die Summierung der Signale ein oder mehrere programmgesteuerte digitale Bauelemente, wie Mikroprozessoren, Computer oder digitale Signalprozessoren, verwendet sind.
8. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 3, 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Teil oder eine Vorstufe einer akustischen Hörhilfe, eines Hörgerätes oder eines Cochlea-Implantat-Systems ist.
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