CH693759A5 - Vorrichtung und Verfahren zur Unterdrueckung von St oergeraeuschen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine im Patentanspruch 1 definierte Vorrichtung zur Hervorhebung eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer Vorzugsrichtung durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen Störsignalen aus anderen Richtungen, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere beieinander liegende Mikrofone mit wahlweise einem oder mehreren nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern und Summierern zur Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale, welche die an den Mik-rofonen aus verschiedenen Richtungen eintreffenden akustischen Signale in unterschiedlichem Mass enthalten, und welche einem oder mehreren adaptiven Filtern zugeführt sind, deren störschallvermindertes Ausgangssignal einem elektroakustischen Wandler oder einer weiteren Vorrichtung zur Weiterverarbeitung zuführbar sind.
Ferner betrifft die Erfindung ein in Patentanspruch 2 definiertes Verfahren zum Betrieb oben genannter Vorrichtung zur Hervorhebung eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer Vorzugsrichtung durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen Störsignalen aus anderen Richtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangssignale der zwei oder mehreren beieinander liegenden Mikrofone wahlweise nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern und Summierern zur Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale zugeführt werden, welche Hilfssignale die an den Mikrofonen aus verschiedenen Richtungen eintreffenden akustischen Signale unterschiedlich stark enthalten, und welche Hilfssignale durch ein oder mehrere adaptive Filter weiter verarbeitet werden, indem die in einem der Hilfssignale, welches vornehmlich Anteile des Nutzsignals enthält,
noch enthaltenen Störsignalanteile mithilfe des anderen Hilfssignals oder der anderen Hilfssignale weiter unterdrückt werden.
Ferner betrifft die Erfindung die vorteilhaften Weiterausbildungen, wonach die Adaptation des oder der adaptiven Filter mithilfe einer Vorrichtung zur Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition immer dann unterbrochen wird, wenn der Pegel des Nutz-sig-nals den Pegel der Störsignale um einen bestimmten, einstellbaren Wert überschreitet, sowie eine Nutzsignaldetektion, die so gestaltet ist, dass der Einfallswinkel des Schalls den Ausgang der Nutzsignaldetektion beeinflusst. Damit kann, je nach Wahl der Bedingung, unter welcher die Adaptation unterbrochen wird, der räumliche Winkel, aus welchem akustische Signale als Störschall behandelt und unterdrückt werden, beeinflusst werden.
Ferner betrifft die Erfindung die vorteilhaften Weiterausbildungen, wonach die durch die Anordnung der Mik-rofone, die fest voreingestellten Filter und die Summierer hervorgerufenen Änderungen des Frequenzgangs durch zusätzliche fest voreingestellte Filter zur Frequenzgangkorrektur korrigiert werden, sowie die Realisierung des adaptiven Filters und wahlweise auch der fest voreingestellten Filter und Summierer durch programmgesteuerte digitale Bauelemente, wie Mikroprozessoren, Computer oder digitale Signalprozessoren.
Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung einer solchen Vorrichtung als Teil oder Vorstufe einer Hörhilfe, wie beispielsweise eines Hörgerätes oder eines Cochlea-Implantat-Systems. Hintergrund der Erfindung
Zuweilen besteht das Problem, ein akustisches Sig-nal aus einer bestimmten Einfallsrichtung, beispielsweise die Stimme eines Sprechers, mit möglichst hoher Verständlichkeit und mit wenig Störgeräuschen vermischt zu erhalten. Dabei sollen akustische Signale, die aus anderen Richtungen einfallen, wie beispielsweise die Stimmen anderer Sprecher im selben Raum, unterdrückt werden. Dieses Problem tritt insbesondere bei hörgeschädigten Personen, welche eine oder mehrere Hörhilfen wie beispielsweise Hörgeräte oder Cochlea-Implantat-Systeme benutzen, häufig auf, da ihr Sprachverständnis oft besonders im Beisein von Störgeräuschen demjenigen Normalhörender stark unterlegen ist.
Bekannte Lösungen für dieses Problem sind die Verwendung von Richtmikrofonen [1], sowie die Verwendung von mehreren Mikrofonen, welche durch fest voreingestellte Filter und Summierer zu einem richtungsempfindlichen System zusammengeschaltet werden [2], und so Nutzsignale aus einer Vorzugsrichtung hervorheben, und Störschall aus anderen Richtungen unterdrücken. Eine weitere bekannte Lösung dieses Problems ist die Verwendung adaptiver Filter zur Nachverarbeitung mehrerer Mikrofonsignale [3], -wodurch gegenüber fest voreingestellten Filtern eine grössere Störschallunterdrückung erreicht werden kann.
Die bisher im Zusammenhang mit adaptiven Filtern vorgeschlagenen Mikrofonanordnungen zei-chnen sich durch eine verhältnismässig grosse Distanz zwischen den beiden am weitesten auseinander liegenden Mikrofonen aus, welche in der Regel zwischen 7 cm [4] und 20 cm [3] beträgt. Da diese Distanzen die räumlichen Dimensionen vieler gängiger Hörhilfen wie beispielsweise Hinter-dem- Ohr oder Im-Ohr-Hörgeräten übersteigt, ist die Verwendung dieser Verfahren oft nicht ohne weiteres möglich.
Neuere bekannte Verfahren versuchen die adaptive Filterung mit näher beieinander liegenden Mikrofonen zu kombinieren [5], indem sie die sehr kleinen Unterschiede zwischen den Signalen der nahe beieinander liegenden Mikrofone zuerst mit einem ersten adaptiven Filter verstärken, bevor sie einem zweiten adaptiven Filter zur Störgeräuschunterdrückung zugeführt werden können. Diese Methode [5] weist mehrere Nachteile auf. Zum einen ist die Realisierung durch die Notwendigkeit mindestens zweier adaptiver Filter aufwändig, was sich beispielsweise bei einer Realisierung mit elektronischen Bauelementen direkt auf den Stromverbrauch der Vorrichtung und somit ungünstig auf die Lebensdauer einer eventuell zur Stromversorgung verwendeten Batterie auswirkt.
Adaptive Filter können unter bestimmten Voraussetzungen [6] instabil werden, was dazu führt, dass bis zur Rückstellung der Filterkoeffizienten auf einen wohl definierten Wert das Ausgangssignal nicht mehr nützlich ist. Die Gefahr der Instabilität ist bei zwei nachgeschalteten adaptiven Filtern [5] grösser als bei einem einzelnen Filter. Weiter ist es mit dem vorgeschlagenen System [5] schwierig, die Richtcharakteristik eines solchen Systems zu beeinflussen, beispielsweise um in verschiedenen Hörsituationen verschiedene Öffnungswinkel zu definieren, innerhalb derer akustische Quellen als Nutzsignal erkannt und nicht unterdrückt werden. Vorteile der Erfindung
Es wurde nun als Lösung der durch das oben genannte Problem gestellten Aufgabe gefunden, dass es die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt, mit zwei oder mehreren nahe beieinander liegenden Mik-rofonen und adaptiver Filterung Störgeräusche stärker zu unterdrücken, als dies mit Richtmikrofonen oder fest voreingestellten Filtern der Fall ist, ohne hintereinander geschaltete adaptive Filter zu benötigen, welche die oben erwähnten Nachteile aufweisen. Prinzip der Erfindung
Die Vorrichtung gemäss Patentanspruch 1 und das Verfahren gemäss Patentanspruch 2 dienen zur Hervorhebung eines akustischen Signals aus einer Vorzugsrichtung, indem Störgeräusche aus anderen Einfallsrichtungen abgeschwächt werden. Diese Hervorhebung wird erreicht, indem die Ausgangssignale mehrerer, mindestens und insbesondere aber zweier nahe beieinander liegender Mikrofone nachverarbeitet und zu einem einzigen Ausgangssignal zusammengefasst werden. Dazu werden aus den Mikrofonsignalen zunächst mittels fest voreingestellter Filter und anschliessender Summation der Ausgänge je mehrerer dieser Filter zwei oder mehr Hilfssignale erzeugt.
Eines der Hilfssignale, im Folgenden Roh-signal genannt, entspricht dem Ausgang eines konventionellen, mittels zweier Mikrofone realisierten richtungsempfindlichen Empfängers [1], dessen Vorzugsrichtung auf die Nutzschallquelle gerichtet wird. Die anderen Hilfsignal, im Folgenden Referenzsignale genannt, entsprechen konventionellen, mit zwei Mikrofonen realisierten Richtem-pfängern [1], deren Vorzugsrichtung nicht auf die Nutzschallquelle weist. Auf diese Weise enthält das Rohsignal bereits vornehmlich Nutzsignalanteile, während die Referenzsignale vornehmlich Störsignalanteile enthalten. Mithilfe eines oder mehrerer nachgeschalteten adaptiven Filters [6] wird aus dem Rohsignal mithilfe der Referenzsignale noch verbleibende Reste von Störsignalen weiter unterdrückt.
Dies geschieht, indem die Referenzsignale durch ein adaptives Filter dermassen gefiltert werden, dass sie als Schätzung der noch verbleibenden Störsignalanteile im Rohsignal benutzt und von diesem subtrahiert werden können. Die Einstellung des adaptiven Filters erfolgt selbstständig beispielsweise nach einem von mehreren bekannten Verfahren [6], welche die Filterkoeffizienten laufend dergestalt nachführen, dass die Signalvarianz nach der Differenzbildung zwischen Rohsignal und dem oder den adaptiv gefilterten Referenzsignalen möglichst klein wird, und somit unter der Voraussetzung unkorrelierter Nutz- und Störsignale eine optimale Störgeräuschunterdrückung erreicht wird.
Das so erzeugte, störgeräuschverminderte Nutzsignal kann dann beispielsweise einem elektroakustischen Wandler wie beispielsweise einem Lautsprecher oder Kopfhörer, oder einer weiteren Signalverarbeitung, beispielsweise in einem Hörgerät, zugeführt werden. Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Figuren
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Das Beispiel bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren mit zwei Mikrofonen und einem adaptiven Filter. Das Beispiel kann aber auf bekannte Weise [3] auf mehr als zwei Mikrofone und mehr als ein adaptives Filter erweitert werden. Die dargestellten Inhalte der Fig. 1 bis 4 werden im Folgenden zunächst zusammengefasst und anschliessend im Einzelnen erläutert.
Zusammengefasst zeigen Fig. 1 Das Verfahren zur richtungsabhängigen Störgeräuschunterdrückung mit zwei Mikrofonen schematisch. Fig. 2 Das Verfahren zur richtungsabhängigen Störgeräuschunterdrückung mit zwei Mikrofonen, Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition schematisch. Fig. 3 Das Verfahren zur richtungsabhängigen Störgeräuschunterdrückung zusammen mit der Frequenzgangkorrektur schematisch. Fig. 4 eine mögliche Anordnung der Mikrofone und in einer Hörhilfe, welche hinter dem Ohr getragen wird.
Im Einzelnen zeigen:
Fig. 1 das Verfahren zur richtungsabhängigen Störgeräuschunterdrückung schematisch. Zwei Mik-rofone 1 und 2 sind nahe beieinander, beispielsweise in einer Entfernung von 0,2 bis 20 cm, bevorzugt 0,4 bis 2 cm, ganz besonders bevorzugt 0,6 bis 1,2 cm, angeordnet. Durch die räumliche Anordnung wird eine Vorzugsrichtung 3 definiert, welche von Mikrofon 2 zum Mikrofon 1 hinweist. Aus der Vorzugsrichtung 3 einfallende akustische Signale werden gegenüber akustischen Signalen, welche aus anderen Richtungen einfallen, durch die hier beschriebenen Vorrichtungen und Verfahren hervorgehoben. Die räumliche Anordnung der anderen Stufen des Verfahrens bzw. der anderen Teile der Vorrichtung ausser den Mikrofonen 1 und 2 hat keinen Einfluss auf die Funktion der Verfahren oder der Vorrichtungen oder auf die Festlegung der Vorzugsrichtung.
Die beiden Mikrofonsignale werden mithilfe von bis zu vier Filtern mit fest voreingestellten Koeffizienten 4, 5, 6, 7 dergestalt verändert und anschliessend summiert 8, 9, dass dabei ein Rohsignal 10 entsteht, welches vermehrt Signale aus der Vorzugsrichtung des Systems (erwartete Richtung des Nutzsignals) enthält, während im Referenzsignal 11 Signale aus der Vorzugsrichtung vermindert auftreten. Dies kann beispielsweise erreicht werden, indem vom Signal des Mikrofons 1 das verzögerte Signal des Mikrofons 2 subtrahiert wird, um das Rohsignal zu erhalten, und vom Signal des Mikrofons 2 der verzögerte Ausgang des Mikrofons 1 subtrahiert wird, um das Referenzsignal 11 zu erhalten.
Die möglichen Verzögerungen können beispielsweise bei einer Distanz zwischen den beiden Mikrofonen 1 und 2 von 1 cm zwischen 1 und 300 mu s, besonders aber 20 bis 100 mu s betragen. Die Subtraktion zweier Signale wird dabei als Summation 8, 9 betrachtet, bei welcher ein Teil der Filter 4, 5, 6, 7 das Vorzeichen des Signals umkehren. Das Referenzsignal 11 wird mithilfe eines adaptiven Filters 12 [6] so angepasst, dass das Modellsignal 13 eine Schätzung des im verzögerten Rohsignal 14 noch enthaltenen Störgeräuschrestes darstellt. Es kann vom verzögerten Rohsignal 14 mit dem Subtrahierer 15 subtrahiert werden und bildet so das Ausgangssignal 16 des Systems, welches das störgeräuschverminderte, aus der Vorzugsrichtung 3 einfallende Nutzsignal darstellt.
Die Länge des adaptiven Filters beträgt dabei beispielsweise 0,1 bis 1000 ms, besonders 1 bis 500 ms, ganz besonders 10 bis 100 ms. Die Adaptation 17 des adaptiven Filters 12 kann beispielsweise mittels des least-mean squares (LMS) Adaptationsalgorithmus [6] erfolgen. Das Ausgangssignal 16 kann beispielsweise einem elektroakustischen Wandler wie Lautsprecher oder Kopfhörer 18, oder einer weiteren Vorrichtung zur Signalverarbeitung, wie beispielsweise einem Hörgerät oder einem Cochlea-Implantat-System, zugeführt werden.
Eine Verzögerung 19 des Rohsignals 10, welche zwischen 0% und 100%, besonders aber 20 bis 50% der Länge des adaptiven Filters 12 beträgt, kann vorgesehen werden, um die erreichbare Störgeräuschunterdrückung zu optimieren [7].
Fig. 2 die Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition schematisch. Die Nutzsignaldetektion 20 schätzt aus den Signalen der beiden Mikrofone 1 und 2, dem Rohsignal 10, dem Referenzsignal 11 oder einer Kombination dieser Signale ab, ob der Pegel des Nutzsignals im Verhältnis zum Pegel der vorhandenen Störsignale eine bestimmte Grenze, beispielsweise 0 dB, überschreitet. Wenn eine solche Überschreitung festgestellt wird, wird die Adaptation 17 des adaptiven Filters 12 unterbrochen, und die Filterkoeffizienten des adaptiven Filters 12 bleiben unverändert, bis die Nutzsignaldetektion eine Abnahme des Nutzschallpegels unter den vorgegebenen Wert feststellt, und die Adaptation 17 [6] wieder aufgenommen wird.
Die Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition kann beispielsweise realisiert werden, indem die Adaptation 17 immer dann gestoppt wird, wenn der Pegel des Rohsignals 10 den Pegel des Referenzsignals 11 überschreitet [8]. Durch die Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition kann verhindert werden, dass das adaptive Filter 12 bei sehr leisen Störgeräuschen oder in Abwesenheit vor Störgeräuschen unerwünschterweise Teile des Nutzsignals unterdrückt. Zudem kann mit der Wahl einer geeigneten Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition derjenigen räumlichen Winkel beeinflusst und eingestellt werden, in welchem akustischen Quellen als Nutzsignalquellen erkannt und nicht unterdrückt werden.
Dazu können für die Nutzsignaldetektion beispielsweise Verfahren verwendet werden, wie sie für gewöhnliche adaptive Mehrmikrofonsysteme mit Richtcharakteristik bekannt sind [8].
Fig. 3 den Einsatz der Frequenzgangkorrektur schematisch. Durch die fest voreingestellten Filter 4 bis 7 und die Summation 8 und 9 der Signale der beiden Mikrofone 1 und 2 können unerwünschte Änderungen im Frequenzgang auftreten. Diese Änderungen können durch fest voreingestellte Filter 21, 22 zur Frequenzgangkorrektur des Rohsignals 10 und des Referenzsignals 11 oder durch ein einzelnes fest voreingestelltes Filter 23 zur Frequenzgangkorrektur im Ausgangssignal 16 korrigiert werden. Die Korrektur kann auch durch eine Kombination der Filter 21, 22 und 23 erreicht werden. Die Frequenzgangkorrektur und die in Fig. 2 beispielhaft dargestellte Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition kann gleichzeitig in derselben Vorrichtung realisiert werden.
Fig. 4 eine mögliche Anordnung der beiden Mik-rofone 1 und 2 in einer Hörhilfe 24. Die beiden Mik-rofone 1 und 2 können in einer am Kopf beispielsweise hinter dem Ohr 25 oder im Ohr 25 getragenen Hörhilfe 24 platziert werden, sodass die Achse durch die beiden Mikrofonöffnungen in etwa in der Richtung des zu erwartenden Nutzschalls verläuft. Die Vorzugsrichtung 3 wird dabei durch die Achse, welche durch die beiden Mikrofone 1 und 2 verläuft, festgelegt. Bei der Hörhilfe 24 kann es sich beispielsweise um ein Hörgerät oder um ein Cochlea-Implantat-System handeln. Literatur
[1] Madaffari P.L.: "Directional matrix technical report", Knowles Report Nr. 10554, Knowles Electronics Inc., Itasca, IL, USA, 1983.
[2] Bächler H., Vonlanthen A.: "Audio-Zoom Signalverarbeitung zur besseren Kommunikation im Störschall", Phonak Focus 18, 1995.
[3] Peterson P.M., Durlach N.I., Rabinowitz W.M., Zurek P.M.: "Multimicrophone adaptive beamforming for interference reduction in hearing aids", J. Rehab. Res. Dev., 24(4), 1987, pp. 103-110.
[4] Greenberg J.E., Zurek P.M.: "Evaluation of an adaptive beamforming method for hearing aids". J. Acoust. Soc. Am., 91(3), 1992, pp. 1662-1676.
[5] Vanden Berghe J., Wouters J.: "An adaptive noise canceller for hearing aids using two nearby microphones", J. Acoust. Soc. Am., 103(6), 1998, pp. 3621-3626.
[6] Widrow, B., Glover, J.R., McColl, J.M., Kaunitz, J., Williams, C.S., Hearn, R.H., Zeidler, J.R., Dong, J.R., Goodlin, R.C.: "Adaptive noise cancelling: Principles and applications", Proc. IEEE, 63, 1975, pp. 1692-1716.
[7] Kompis M., Dillier N.: "Noise Reduction for Hearing Aids: Evaluation of the Adaptive Beamformer Approach", Proc. Annu. Int. Conf. IEEE Eng. Biol. Soc., 13, 1991, pp. 1887-1888.
[8] Kompis M., Dillier N., Francois J., Tinembart J., Häusler R.: "New target-signal-detection schemes for multi-microphone noisereduction systems for hearing aids", Proc. Annu. Int. Conf. IEEE Eng. Biol. Soc., 19, 1997, pp. 1990-1993.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Hervorhebung eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer Vorzugsrichtung durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen Störsignalen aus anderen Richtungen, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere beieinander liegende Mikrofone (1, 2) mit wahlweise einem oder mehreren nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern (4, 5, 6, 7) und Summierern (8, 9) zur Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale, welche die an den Mikrofonen aus verschiedenen Richtungen eintreffenden akustischen Signale in unterschiedlichem Mass enthalten, und welche einem oder mehreren adaptiven Filtern (12) zugeführt sind, deren störschallvermindertes Ausgangssignal einem elektroakustischen Wandler oder einer weiteren Vorrichtung zur Weiterverarbeitung zuführbar sind.
2.
Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach Anspruch 1, zur Hervorhebung eines Nutzsignals von akustischen Signalen aus einer Vorzugsrichtung durch Abschwächung von durch Störschall hervorgerufenen Störsignalen aus anderen Richtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangssignale der zwei oder mehreren beieinander liegenden Mikrofone (1, 2) wahlweise dem einen oder den mehreren nachgeschalteten fest voreingestellten Filtern (4, 5, 6, 7) und Summierern (8, 9) zur Erzeugung zweier oder mehrerer Hilfssignale zugeführt werden, welche Hilfssignale die an den Mikrofonen aus verschiedenen Richtungen eintreffenden akustischen Signale unterschiedlich stark enthalten, und welche Hilfssignale durch ein oder mehrere adaptive Filter (12) weiter verarbeitet werden, indem die in einem der Hilfssignale, welches vornehmlich Anteile des Nutzsignals enthält,
noch enthaltenen Störsignalanteile mithilfe des anderen Hilfssignals oder der anderen Hilfssignale weiter unterdrückt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Adaptation des oder der nachgeschalteten adaptiven Filter (12) mithilfe einer Vorrichtung (20) zur Nutzsignaldetektion und Adaptationsinhibition immer dann unterbrochen ist, wenn der Pegel des Nutzsignals den Pegel der Störsignale um einen bestimmten, voreingestellten Wert überschreitet.
4.
Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Nutzsignaldetektion, welche die Adaptationsinhibition steuert, so gestaltet ist, dass der Einfallswinkel des Schalls das Ausgangssignal der Nutzsignaldetektion beeinflusst, sodass je nach Wahl der Bedingung, unter welcher die Adaptation unterbrochen ist, der räumliche Winkel, aus welchem akustische Signale als Störschall behandelt und unterdrückt sind, beeinflussbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Anordnung der Mikrofone, der fest voreingestellten Filter (4, 5, 6, 7) und der Summierer (8, 9) hervorgerufenen Änderungen des Frequenzgangs durch zusätzliche fest voreingestellte Filter zur Frequenzgangkorrektur (21, 22, 23) korrigiert sind.
6.
Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass für die Realisierung des adaptiven Filters ein oder mehrere Programmgesteuerte digitale Bauelemente, wie Mikroprozessoren, Computer oder digitale Signalprozessoren, verwendet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass für die Realisierung der fest voreingestellten Filter und der Summierer für die Summierung der Signale ein oder mehrere programmgesteuerte digitale Bauelemente, wie Mikroprozessoren, Computer oder digitale Signalprozessoren, verwendet sind.
8. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 3, 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Teil oder eine Vorstufe einer akustischen Hörhilfe, eines Hörgerätes oder eines Cochlea-Implantat-Systems ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| NV | New agent |
Representative=s name: TROESCH SCHEIDEGGER WERNER AG |
|
| PL | Patent ceased |