CH693784A5 - Verfahren zur Erzeugung und zur Entfernung einer Schutzschicht, Masse zur Erzeugung der Schutzschicht und Verwendung der Schutzschicht. - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung sind ein Verfahren zur Erzeugung einer Schutzschicht auf einer zu schützenden Fläche sowie zur Entfernung der Schutzschicht von der zu schützenden Fläche gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1, eine Masse zur Erzeugung der mantelartigen Schutzschicht gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 6 und eine Verwendung der mantelartigen Schutzschicht gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
Sowohl in der Bau- wie auch in der Verfahrenstechnik ist es häufig nicht möglich, Teile von Anlagen aus Werkstoffen zu fertigen, die gegen schädliche Einflüsse genügend re sistent sind. Die Gründe hierfür liegen darin, dass genügend resistente Werkstoffe aus Gründen der Herstellung bzw. Formgebung, der Festigkeit oder des Preises nicht verwendet werden können. Die schädlichen Einflüsse, denen Teile von Anlagen ausgesetzt sein können, können sowohl von der Umgebung wie auch von in den Anlagen verarbeiteten oder im Zusammenhang mit der Funktion der Anlagen verwendeten Stoffen ausgehen. Es besteht daher in vielen Fällen die Notwendigkeit, solchen schädlichen Einflüssen ausgesetzte Flächen mit einem entsprechend resistenten Oberflächenschutz zu versehen. Hierfür sind im Wesentliche zwei Verfahren bekannt.
Beim ersten dieser Verfahren werden die zu schützenden Fläche mit einer haftenden Schicht in der Art einer Imprägnierung oder Lackierung versehen; das Anbringen dieser Schutzschicht geschieht dadurch, dass auf die zu schützenden Flächen das entsprechenden im Allgemeinen flüssige oder pastöse Mittel aufgebracht wird, was zum Beispiel durch Bepinseln oder Besprühen mit dem Mittel oder durch Eintauchen in das Mittel erfolgen kann. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt darin, dass es verhältnismässig schnell und einfach durchführbar ist, wobei es sich nicht nur für verhältnismässig einfache Flächen wie Ebenen eignet, sondern dass auch geometrisch komplizierteste Flächen damit geschützt werden können. Das Verfahren weist aber auch stark ins Gewicht fallende Nachteile auf.
So ist es kaum oder nur mit beträchtlichem Aufwand möglich, die Schutzschicht wieder von der zu schützenden Fläche zu entfernen, und zwar insbesondere dann, wenn die geometrische Form der Fläche kompliziert ist. Eine Entfernung der Schutzschicht ist aber in vielen Fällen notwendig, beispielsweise wenn die Schutzschicht mechanisch oder chemisch angegriffen ist, sei es durch Abnützung oder weil an den zu schützenden Teilen Veränderungen oder Reparaturen vorgenommen wurden; dabei ist es im Allgemeinen nicht möglich, im Laufe eines zusätzlichen Beschichtungsvorganges örtlich eine zusätzliche Schicht aus dem schützenden Fluid aufzubringen, da eine solche im Allgemeinen auf der schon vorhandenen bzw. restlichen Schicht nicht haften würde.
Die Reste der noch vorhandenen Schutzschicht müssen also vor einer erneuten Beschichtung entfernt werden, was im Allgemeinen sehr aufwändig ist. Häufig kann die Schutzschicht nicht mechanisch entfernt werden, sondern es müssen Lösungsmittel verwendet werden, die einerseits kostspielig sind und anderseits meist umweltschädlichen Charakter haben. Schliesslich fällt die entfernte Schutzschicht als Abfall an und lässt sich kaum einer Rezyklierung zuführen.
Beim zweiten der Verfahren zum Anbringen einer Schutzschicht auf einer Fläche wird eine Schicht aus einem festen Werkstoff auf der zu schützenden Fläche aufgebracht. Herbei kann es sich bei zu schützenden Flächen mit einfacher geometrischer Formgebung um Platten handeln, die mithilfe von mechanischen Befestigungselementen oder Klebstoffen montiert werden. Kompliziertere Flächen wie beispielsweise Rohrleitungen, insbesondere wenn sie Flansche oder T-Stücke mit Schraubenverbindungen aufweisen, werden dagegen mit flexiblen Bändern umwickelt. Diese beispielsweise textilen Bänder sind im Allgemeinen mit imprägnierenden Stoffen, beispielsweise aus Erdölprodukten, getränkt. Bei derart geschützten Flächen ist es nicht allzu schwierig, sie bei Bedarf entweder zu entfernen oder zu ergänzen.
Der Nachteil dieses Verfahrens liegt aber darin, dass das Anbringen der Schutzschicht, also das Umwickeln der Rohrleitungen, sehr zeitaufwendig ist und nicht maschinell erfolgen kann. Probleme ergeben sich insbesondere dort, wo die zu schützende Fläche Unregelmässigkeiten wie rückspringende oder Vorspringende Teile aufweist. Entfernte Bänder können ausserdem nicht wiederverwertet werden.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung,
- ein Verfahren der eingangs genannten Art vorzuschlagen, welches die oben beschriebenen Nachteile vermeidet und mit welchem in einfacher Weise ein einwandfreie Schutzschicht nicht nur auf eine beliebige Flächen aufgebracht, sondern bei Bedarf auch problemlos wieder von dieser Fläche entfernt werden kann.; - eine Masse zur Erzeugung der mantelartigen Schutzschicht zu schaffen; und
- eine Verwendung dieser mantelartigen Schutzschicht aufzuzeigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst - für das neue Verfahren durch die Merkmale der kennzeichnenden Teils der Ansprüche 1, - für die neue Masse durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 6, und - für die neue Verwendung durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 11.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemässen Verfahrens werden durch die abhängigen Ansprüche 2 bis 5 und der erfindungsgemässen Masse durch die abhängigen Ansprüche 7 bis 10 definiert.
Die Schutzschicht wird erfindungsgemäss durch Aufbringen einer geeigneten Masse in Fluidform auf die zu schützende Fläche erzeugt. Hierfür wird die ursprünglich bei Umgebungstemperatur feste Masse in Fluidform gebracht und auf die zu schützenden Fläche aufgebracht, wo sie aushärtet. Das Aufbringen in Fluidform ist einfach durchführbar und eignet sich insbesondere auch für zu schützende Flächen mit geometrisch komplizierter Konfiguration. Die aufgebrachte Masse verbindet sich aber nicht mit der zu schützenden Fläche, sondern bildet nach ihrer Härtung eine mantelartige Schutzschicht, im Weiteren kurz als Mantel bezeichnet, in der Art eines in sich zusammenhängenden Körpers, der die zu schützende Fläche kokonartig be- bzw. ummantelt.
Die Masse, aus welcher der Mantel entsteht, bildet nach ihrer Aushärtung einen in sich zusammenhängenden, dichtenden Körper ohne unwillkürliche Durchbrüche und mit beträchtlicher Zähigkeit. Dieser Mantel deckt zwar die zu schützende Fläche ab und folgt deren Form, auch dort, wo sie Ein- und Ausbuchtungen oder krasse Richtungsänderungen aufweist, ohne jedoch mit ihr gewissermassen zu verschmelzen bzw. an ihr anzubacken. In jedem Falle soll die Reissfestigkeit des Mantels bzw. die Kohäsion seiner Masse grösser sein als die Haftung des Mantels an der zu schützenden Fläche. Der Mantel lässt sich daher bei Bedarf als Ganzes bzw. in grossen Abschnitten mühelos durch Abschälen bzw. Abziehen von der zu schützenden Fläche entfernen.
Hierbei müssen weder abrasive mechanische Methoden wie Schleifen noch chemische Methoden wie die Verwendung von Lösungsmitteln angewandt werden; dadurch vermeidet man auch eine unwillkürliche Beschädigung der Fläche bei der Entfernung des Mantels. Ein grosser Vorteil des neuen Verfahrens ist es ferner, dass der Mantel bei thermischen oder mechanischen Deformationen der zu schützenden Fläche nicht reisst, sondern intakt bleibt, da er elastisch ist und ggfs. relativ zu der zu schützenden Fläche in geringem Ausmass beweglich ist; dadurch wird die Lebensdauer des Mantels stark erhöht. Das neue Verfahren eignet sich sowohl für ebene wie auch für ein- oder mehrfach gekrümmte Flächen beliebiger Art, Richtung und Abmessung und sowohl für nach aussen wie nach innen gewandte Flächen.
Im Falle von Rohrleitungen dient beispielsweise ein Aussenmantel gegen eine Beschädigung der Rohraussenfläche durch Umgebungseinflüsse, während ein Innenmantel das Rohr innen vor Beschädigung durch die in ihm geführten Granulate, Flüssigkeiten oder Gase schützt.
Das Aufbringen der zur Bildung des Mantels bestimmten Masse erfolgt vorteilhaft durch Sprühen.
Im Allgemeinen wird zur Bildung des Mantels eine Masse bzw. ein Material vorgesehen, das durch Erwärmung in Fluidform gebracht wird, wodurch sich die Verwendung von Lösungsmitteln erübrigt.
Sowohl vom ökonomischen wie auch vom ökologischen Standpunkt aus ist es besonders vorteilhaft, den von der zu schützenden Fläche entfernten Mantel wieder zu verwerten. Dies geschieht einfach dadurch, dass der den Mantel bildende Stoff wieder erwärmt und erneut aufgebracht wird. Ggfs. muss der den Mantel bildende Stoff in fester und/oder flüssiger Form gereinigt, also gewaschen bzw. filtriert, werden. Dies hat mehrere Vorteile; einerseits wird für die erneute Erzeugung eines Mantels kein neues Material benötigt, es sei denn, das noch vorhandene und rezyklierte Material müsse mengenmässig ergänzt werden; anderseits fällt infolge der Rezyklierung des Mantels praktisch kein Abfall an, der wiederum unter Kostenentstehung entfernt werden müsste.
Die Beschaffenheit der Masse, aus welcher der Mantel hergestellt wird, ist vom jeweiligen Verwendungszweck abhängig. Grundsätzlich soll die Zähigkeit der Masse höher sein als ihre Haftung an der zu schützenden Fläche. Bei der Wahl der geeigneten Masse sind die Eigenschaften der zu schützenden Fläche, die Umgebung bzw. die durch diese ausgeübten chemischen und mechanischen Wirkungen auf den Mantel und die Temperatur zu berücksichtigen, unter welcher der Mantel benutzt wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Masse alterungsbeständig ist, unter anderem auch in dem Sinne, dass sie sich mehrmals abwechselnd durch Wärmezufuhr in flüssigen und durch Wärmeabfuhr in festen Zustand bringen lässt.
Mäntel dieser Art sind erfindungsgemäss besonders geeignet zur Ummantelung von Rohrleitungen und Rohrleitungsverbindungen, wie sie in grossen Stückzahlen auf Erdöl-Bohrplattformen vorkommen. Dort sind solche Rohrleitungsverbindungen äusserst korrosionsgefährdet, einerseits durch die salzhaltige Umgebungsatmosphäre und Spritzwasser, auch wenn sie sich ausserhalb des Meerwassers befinden, und anderseits durch das Meerwasser selbst, wenn sie in dieses eingetaucht sind. Besonderer Korrosion unterliegen Bereiche mit Schraubenverbindungen, die die Schrauben und die durch sie verbundenen Flansche im Allgemeinen bezüglich der elektrischen Spannungsreihe unterschiedliche Werte aufweisen, sodass sie einer heftigen Bimetallkorrosion unterliegen, wobei das salzhaltige Meerwasser den entsprechenden Elektrolyten bildet.
Diese Bimetallkorrosion ist um so intensiver, je salzhaltiger das Meerwasser und je höher die Temperatur ist, wird aber durch die erfindungsgemässen Massnahmen vollständig und dauerhaft unterbunden.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Erfindung weder auf die Ummantelung von Rohrleitungen noch auf die Verwendung im Zusammenhang mit Erdöl-Bohrplattformen beschränkt ist, sondern dass sie sich in praktisch allen Bereichen anwenden lässt, in welchen Oberflächen vor äusseren Einflüssen zu schützen sind, wobei natürlich das zur Bildung des Mantels bestimmte Material in Abstimmung auf die jeweiligen Umstände ausgewählt werden muss.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf die Zeichnung erläutert. Es zeigen: Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel eines nach dem erfindungsgemässen Verfahren erzeugten Mantels zum Schutz einer Rohrverbindung; Fig. 2 eine Ausschnitt aus Fig. 1 in vergrösserter Darstellung; Fig. 3 eine vereinfachte schematische Darstellung der Erzeugung des Mantels; und Fig. 4 eine vereinfachte, schematische Darstellung des Vorgehens bei der Entfernung des Mantels.
Fig. 1 zeigt eine Rohrleitungsverbindung 10 eines ersten Rohres 12 mit einem zweiten Rohr 14. Das erste Rohr 12 weist an seinem zu verbindenden Ende einen Flansch 13 auf, und das zweite Rohr 14 weist an seinem zu verbindenden Ende einen Flansch 15 auf. Die beiden Flansche 13, 15 sind mittels Schraubenbolzen 16 und Muttern 18 dichtend zusammengespannt. Die zu schützende Fläche 20 umfasst also einerseits die Aussenwandungen der Rohre 12, 14, die nach aussen gewandten kreisringförmigen bzw. zylindermantelförmigen Flächen der Flansche 13,15 sowie die nach aussen gewandten Flächen der Schraubenbolzen 16 und der Muttern 18. Die zu schützende Fläche 20 ist mit einem Mantel 22 umgeben, der die gesamte Rohrleitungsverbindung 10 dichtend ummantelt, wobei eine Art Kokon gebildet wird, und dabei der Kontur der Fläche 20 genau folgt.
Dadurch wird der Zutritt von Wasser und Luft zur Fläche 20 verunmöglicht und somit jegliche Korrosion unterbunden.
Der in Fig. 2 dargestellte Teil 11 der Rohrleitungsverbindung 10 zeigt, wie die den Mantel 22 bildende Masse auch kleinste Kavitäten 19 der Fläche 20 füllt, sodass selbst eine begonnene Korrosion gestoppt wird. Ausserdem gelangt mit der den Mantel 22 bildenden Masse ein Korrosionsinhibitor 24 auf die Rohrleitungsverbindung 10, welcher sich auf der Fläche 20 absetzt.
Je nach dem Zustand der Fläche 20 empfiehlt es sich, diese vor dem Aufbringen des Mantels 22 zu reinigen, beispielsweise mittels einer Drahtbürste, und, je nach den Verhältnissen, mit einem Primer zu versehen.
Fig. 3 zeigt schematisch das Aufbringen des Mantels 22 auf die Fläche 20. Hierzu wird eine Masse 21, welche zur Bildung des Mantels 20 vorgesehen ist, in einem heizbaren Behälter 30 erwärmt und dadurch verflüssigt bzw. in Fluidform gebracht, anschliessend durch einen Schlauch 32 zu einer Spritzpistole 34 geführt und schliesslich, während sich die Spritzpistole relativ zur Fläche 20 in Richtung des Pfeiles 36 bewegt, auf die Fläche 20 gesprüht, wo sie sich im Wesentlichen in Form des zu bildenden Mantels 22 absetzt und hierbei der Form der Fläche 20 präzis und in nächster Nähe folgt. Durch Abkühlung auf der Fläche 20 verfestigt sich die Masse 21 bzw. der Mantel 22 und bildet anschliessend einen in sich zusammenhängenden Körper bzw. eine Art Schale oder Haut, wobei aber keine Verschmelzung oder Verklebung mit bzw. kein Anbacken an die Fläche 20 erfolgt.
Der Mantel 22 ist nun ein elastisches Gebilde und kann daher Wärme- oder Stressdilattationen des Materials der Rohrleitungsverbindung 10 mitmachen, ohne zu brechen.
Es kann vorkommen, dass der Mantel 22 nach einer gewissen Zeit erneuert werden muss, sei es, dass er aus irgendeinem Grunde abgenützt ist, sei es, dass die Rohrleitungsverbindung 10 geöffnet oder ausgetauscht werden muss. Fig. 4 zeigt die Entfernung des Mantels 22. Hierbei reicht es, den Mantel 22 an einer Stelle 23 längs einer Stelle 23 längs einer kurzen Strecke zu perforieren oder aufzuschneiden - es sei denn, eine solche Perforation sei bereits vorhanden und bilde die Ursache für die durchzuführende Erneuerung des Mantels 22 - worauf sich der Mantel 22 insgesamt bzw. in sehr grossen flächigen Stücken von der Fläche 20 abziehen lässt.
Die von der Fläche 20 entfernte Masse 21 des ehemaligen Mantels 22 kann wieder verwendet werden. Es wird dazu, ggfs. nach einer Reinigung und Zerkleinerung, erneut in den heizbaren Behälter 30 gebracht, wo es durch Erwärmung wiederum verflüssigt und somit versprühbar gemacht wird.
Wie weiter oben erwähnt, können verschiedene Massen zur Erzeugung einer mantelartigen Schutzschicht verwendet werden. Im Folgenden werden Eigenschaften einer unter der Bezeichnung E170 erhältlichen Masse beschrieben, welche sich als besonders geeignet zum Schutz von Rohrleitungen, Flanschen, gelagerten Maschinen und Maschinenbestandteilen und anderem, sowohl gegen atmosphärische wie auch gegen galvanische Korrosion erwiesen hat. Es handelt sich um eine hochpolymere, lösungsmittelfreie, abschälbare und wieder verwendbare Beschichtungsmasse. Die Masse entspricht folgenden normierten Werten:
- ASTM B117-97 3000 Stunden Salz-Nebel-Resistenz
- ASTM G62-87 Pinhole/Holiday-Test
- ASTM G62-87 Dielektrischer Wert
- ASM G53-96 Beschleunigtes Verwittern
Die Masse ist honigfarben und transluzent, kann aber beliebig eingefärbt werden. Der Flammpunkt liegt über 200 DEG C.
Die Masse ist, wie schon erwähnt, lösungsmittelfrei, enthält also keine flüchtigen organischen Bestandteile und keine weiteren schädlichen Zusätze. 100% der sprühbaren Masse werden somit zu fester mantelartiger Beschichtung.
Die Masse enthält geeignete Korrosionsinhibitoren, welche sich nach der Aufsprühung zwischen der zu schützenden Fläche und der mantelartigen Schutzschicht anlagern. Im Weiteren enthält die Masse Zusatzstoffe, durch welche ihr die Abschälbarkeit ohne Reduktion der Adhäsivität verliehen wird. Zusätzliche Additive wirken beispielsweise wärmestabilisierend.
Geeignete Schichtdicken sind 1,0 bis 1,5 mm / 40 bis 60 mil bei normaler Korrosion sowie 2,0 bis 2,5 mm / 80-100 mil bei sehr aggressiver Korrosion.
Pro Durchgang ist bei Sprühen eine Schichtdicke von 750 bis 1000 mu m / 80 bis 100 mils erreichbar.
Die Schutzschicht ist in 1 bis 2 Minuten berührungstrocken, kann nach 5 bis 10 Minuten übersprüht werden und ist in 10 Minuten so trocken, dass die mit ihr versehenen Teile normal gehandhabt werden können.
Falls ein Primer der empfohlenen Art verwendet wird, ist dieser nach 30 bis 60 Minuten übersprühbar.
Die Masse kann in der Originalpackung und bei 20 DEG C 36 Monate aufbewahrt werden.
Die einzuhaltenden Temperaturen sind etwa die folgenden:
- Schmelztemperatur 140 DEG C/284 DEG F
- Anwendungstemperatur 170 DEG C bis 175 DEG C / 338 DEG F bis 344 DEG F
- Maximaltemperatur 180 DEG C / 212 DEG F - Maximale Substrat-Temperatur 100 DEG C/212 DEG F.
Als Vorbereitungsarbeiten werden empfohlen - mindestens: Behandlung mit einer Stahldrahtbürste, Entfernung loser Farbteile - üblicherweise: zusätzliches Waschen mit reinem Wasser, eine Primer-Schicht - optimal: abrasive Hochdruckreinigung bis auf das blanke Metall, eine Primer-Schicht
Mit der oben beschriebenen Masse erhält man eine dreifache Schutzwirkung: - Die Masse bildet nach ihrer Erstarrung eine mantelartige Schutzschicht, welche eine zu schützende Fläche vollständig und porenfrei abdeckt bzw. ein zu schützendes Objekt kokonartig umgibt. - Wird die mantelartige Schutzschicht jedoch aus irgendwelchen Gründen perforiert, durch unwillkürliche Beschädigung sei es durch gewollte Manipulation an den zu schützenden Objekten, so behält der Korrosioninhibitor seine Wirkung, zur Verhinderung von kriechender Korrosion bzw. als temporärer Schutz. - Wird die mantelartige Schutzschicht völlig entfernt, so wirkt der Korrosionsinhibitor bis zum neuerlichen Anbringen einer Schutzschicht.
Claims (11)
1. Verfahren zur Erzeugung einer Schutzschicht (22) auf einer zu schützenden Fläche (20) und zum Entfernen der Schutzschicht (22) von der Fläche (20), wobei zur Erzeugung der Schutzschicht (22) eine Masse in Fluidform auf die Fläche (20) gebracht wird, welche sich dort zur die Fläche (20) dichtend bedeckenden Schutzschicht (22) verfestigt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschicht (22) nach ihrer Verfestigung auf der Fläche (20) einen in sich zusammenhängenden mantelartigen Körper bildet, der bei Bedarf als Ganzes von der Fläche (20) entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die mantelartige Schutzschicht (22) erzeugende Masse durch Sprühen auf die Fläche (20) aufgebracht wird.
3.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die mantelartige Schutzschicht (22) bildende Masse (21) vor dem Aufbringen durch Erwärmung in Fluidform gebracht und auf der Fläche (20) durch Abkühlung verfestigt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse der von der Fläche (20) entfernten mantelartigen Schutzschicht (22) ein weiteres Mal erwärmt und ein weiteres Mal auf die zu schützende Fläche (20) aufgebracht wird, wobei die Masse ggfs. vor oder nach der weiteren Erwärmung gereinigt, beispielsweise gewaschen und/oder filtriert, wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die mantelartige Schutzschicht (22) bildende Masse einen Korrosionsinhibitor (24) enthält, das sich nach dem Aufbringung der Masse auf der Fläche (20) absetzt.
6.
Masse zur Erzeugung einer mantelartigen Schutzschicht (22) nach dem Verfahren gemäss Anspruch 1, welche aus einem festen Zustand in einen flüssigen, auf eine Fläche sprühbaren Zustand bringbar ist und nach dem Versprühen wieder in ihren festen Zustand gelangt, dadurch gekennzeichnet, dass sie beim Erreichen ihres festen Zustandes einen in sich zusammenhängenden, perforationsfreien Körper mit hoher Zähigkeit bildet, dessen Kohäsion grösser ist als seine Haftung an der Fläche, derart, dass die mantelartige Schutzschicht als Ganzes oder mindestens in grossen Abschnitten von der Fläche abziehbar ist.
7. Masse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrfach abwechselnd durch Wärmezufuhr verflüssigbar und durch Wärmeabfuhr verfestigbar ist.
8.
Masse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Zusatzstoff, beispielsweise einen Korrosioninhibitor, enthält, welcher bei ihrer Verfestigung ausgeschieden wird.
9. Masse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie im Wesentlichen aus einem polymeren, lösungsmittelfreien, abschälbaren und wieder verwendbaren Material besteht mit einem Flammpunkt über 200 DEG C.
10. Masse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Material folgenden normierten Werten entspricht - ASTM B117-97 3000 Stunden Salz-Nebel-Resistenz - ASTM G62-87 Pinhole/Holiday-Test - ASTM G62-87 Dielektrischer Wert - ASM G53-96 Beschleunigtes Verwittern
11.
Verwendung einer mantelartigen Schutzschicht (22) zum Schutz einer Fläche, hergestellt nach Anspruch 1 aus einer Masse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zu schützende Fläche die Aussenfläche einer Rohrleitungsverbindung, insbesondere an einer Erdöl-Bohrinsel, ist, um welche die mantelartige Schutzschicht einen Kokon bildet.
Priority Applications (5)
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