CH693793A5 - Anlage mit einer Vorschubeinrichtung fuer Rollpalet ten in einem Kanal. - Google Patents
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Description
für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Patentanspruch 1. Bei dynamischen Kanallagern mit Rollpaletten, die sowohl einseitig bedient als Einschublager und beidseitig bedient als Durchlauflager konzipiert werden, kann die Förderung zur Entnahmeseite durch die Schwerkraft, die durch das Gefälle der Bahnen zur Wirkung gebracht wird, oder durch einen eingebauten Antrieb erfolgen. Die Erfahrung zeigt, dass für das Anlaufen von Rollpaletten aus dem Stillstand eine grössere Kraft notwendig ist als für das Aufrechterhalten der Palettenbewegung mit konstanter Geschwindigkeit, bei der die Vortriebskraft nicht grösser als die Reibungskraft ist und somit keine Beschleunigung erzeugt wird. Das bedeutet, dass eine Bahnneigung, die für das Anrollen aus dem Stillstand notwendig wäre, nach dem Anrollen eine zu grösse Vortriebskraft ergibt und die Paletten laufend beschleunigt. Um diese unzulässigen Beschleunigungen zu verhindern, sind sehr viele Lösungen vorgeschlagen worden. Oft benutzt sind Bremsrollen, die dann eine Bremskraft erzeugen, wenn eine voreingestellte Geschwindigkeit überschritten wird. Da diese Bremsung brüsk einsetzt, verschieben sich die Ladungen auf den Paletten. Eine andere Lösung besteht darin, die Paletten zu bremsen durch pneumatisch angedrückte Bremsschienen, und diese Bremsung taktmässig wirken zu lassen und wieder aufzuheben, sodass sich die Anfahr- und Bremsperioden aneinander schliessen. Die bei beiden Systemen anzutreffende Stotterbewegung stösst auf Kritik und beansprucht die Regale dynamisch sehr stark. Der Betreiber möchte eine bessere Lösung haben. Beim Lagertyp "Einschublager", in dem alle Paletten immer am tieferen Ende anstehen und nie zum freien Laufen kommen, kann man sich damit zufrieden geben, mit einem formschlüssig wirkenden Übernahmegerät die Geschwindigkeit aller in Reihe stehenden Paletten niedrig zu halten. Die tiefe Geschwindigkeit bringt aber auch Nachteile beim Übernehmen von mehr als einer Palette in einer einzigen Operation, weil der damit mögliche Zeitgewinn durch langsame Bewegungen zunichte gemacht wird. Das Ausziehen einer Palette durch das formschlüssige System des Transportgerätes kann an sich schnell erfolgen und dies ist notwendig, um die erwünschte Umschlagsleistung/Stunde zu erreichen. Die zweite zu entnehmende Palette müsste aufgeschlossen nachfolgen, folgt aber mit den bekannten Bremsmethoden nur mit einem grösseren Abstand, was eine schnell aufeinander folgende Übernahme von mehreren Paletten unmöglich macht. Daher wurden auch Systeme gebaut, bei welchen die Paletten formschlüssig zusammengekuppelt werden, sodass sie als physikalisch fester Pulk aus dem Kanal gezogen werden können. Diese Lösung ist zum Misserfolg verurteilt, weil sie einen unlösbaren Zielkonflikt beinhaltet, wie in der Praxis mehrfach bewiesen: - um die Übernahmezeit niedrig zu halten, müssen die Paletten bei der Übernahme hohe Beschleunigungs- und Verzögerungswerte für eine hohe mittlere Geschwindigkeit aufweisen. - wenn der gesamte Pulk im Kanal (der mehr als 40 to Masse aufweisen kann) mit diesen dynamischen Faktoren bewegt wird, treten unzulässige Beanspruchungen der Einrichtungen auf. Die Aufgabe ist daher so definiert, dass nur die in Übernahme befindliche Gruppe von Paletten (in der Regel zwei) dynamische Werte aufweisen darf, so hoch bemessen, wie es deren Ladung zulässt, dass aber die dieser Gruppe folgenden Paletten im Kanal nur mit tieferen Massenkräften und Geschwindigkeiten bewegt werden sollen mit Rücksicht auf die Regaleinrichtungen. Um eine wirtschaftliche Lösung zu gewährleisten, wird eine Konstruktion gefordert, welche es vermeidet, in jedem der vielen Kanäle eines Lagers einen motorischen Antrieb mit allen notwendigen Zuleitungen und Steuerungen zu installieren. Es soll die Energie für die Vorgänge aus dem in jedem Regalbedienfahrzeug eingebauten, sehr leistungsfähigen Übernahmegerät bezogen werden. Ein Ankoppeln äusserer Übertragungselemente des Gerätes an korrespondierende Elemente der Kanäle ist aber sehr problematisch einerseits wegen dem Platzmangel und wegen der grundsätzlich ungenauen geometrischen Lage der Regalschienen zum Übernahmegerät. Als Folgerung aus den Erfahrungen und dem Stand der Technik ist es zweckmässig, die Aufgaben aufzutrennen in zwei getrennt zu lösende Komplexe, nämlich: a. formschlüssige, dynamisch hoch beanspruchte Förderung der direkt zur Übernahme bestimmten Palettengruppe inklusive der Ankopplung derselben an die motorische Quelle im Übernahmegerät. b. Nachförderung der restlichen Paletten mit einer nieder beanspruchten Dynamik, eventuell getrennt nach den Funktionen "Einschubregal" von der gleichen Seite gefüllt und entleert und "Durchlaufregal", von der einen Seite gefüllt und von der anderen Seite entleert. Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 einen Grundriss eines Rollpalettenkanals, Fig. 2 einen Grundriss einer weiteren Ausgestaltung eines Rollpalettenkanals für ein Durchlauflager. Ein Rollpalettenkanal geeignet für eine Übernahme einer Gruppe von zwei Paletten durch ein Transfergerät für zwei Paletten ist in Zeichnung 1 dargestellt: Am linken Bildrand befindet sich ein Übernahmegerät 1, das hier mit zwei leeren Rollpaletten 2 gezeichnet ist, wobei vor dem Beginn eines Übernahmevorganges das Gerät 1 leer wäre. Dieses Gerät 1 ist in der Lage, die erste Rollpalette 3 an deren vorderen Traverse mit einer Greiferkette zu untergreifen und auf sich zu ziehen. Die Rollpalette 3 zieht dabei über vier zyklisch verteilte Mitnehmer 4 eine umlaufende Antriebskette 5 mit. Diese Kette 5 bewegt sich somit mit derselben Geschwindigkeit wie die Greiferkette des Übernahmegerätes 1, da sie über die Rollpalette 3 an diese angekoppelt ist. Im Beispiel überstreicht die Kette 5 zwei Rollpaletten 3, welche somit die erste Gruppe darstellen. Auf der Zeichnung 1 ist auch das Vorschubsystem für die zweite Gruppe eines Einschubkanales dargestellt. Hinter der letzten hintersten Rollpalette 2 befindet sich ein Palettenschieber (Querbalken) 9, der über zwei Zugmittel (Ketten, Zahnriemen, Flachriemen, über Umlenkungen 10 zu einem Umlauf geschlossen) angetrieben ist. Diese Zugmittel werden mittelbar durch die Kette 5 resp. ihr Kettenrad 6 angetrieben, und zwar dadurch, dass das Rad 6 über einen Drehfederspeicher 7 auf Antriebsräder 8 wirkt. Der Drehfederspeicher 7 lässt die Treibräder 8, wenn dieser über die Zugelemente mit einer Kraft belastet ist, nur elastisch den Bewegungen von 5 und 6 nachfolgen. Die Zugelemente treiben den Palettenschieber 9 und damit die Paletten der Gruppe zwei dank der Drehfedern im Drehfederspeicher 7 nur mit stark reduzierter Kraft und entsprechend reduzierter Beschleunigung und gefahrlosen Massenkräften an. Die Kette 5 ist mit einer Sperre versehen, um zu sichern, dass die Drehfeder unter Spannung bleibt, bis die Arbeit abgegeben ist, d.h. solange als der Übernahmevorgang dauert. Die Sperre wird gelöst über eine Betätigung der am vorderen Ende ankommenden Paletten 3. Das Kettenrad 6 ist auch mit einem Freilauf ausgerüstet, damit von vorne ohne Störung Paletten 2 eingeschoben werden können. In Zeichnung 2 ist die ähnliche Anordnung für ein Durchlauflager dargestellt und die Elemente 1-6 sind dieselben. Das Kettenrad 6 treibt aber über exzentrische Scheiben 16 zwei Zwischenhebel 14 an, die mit einer Übersetzung ins Schnelle eine Knaggenstange 15 bewegen, die ihrerseits mit einem Federpaket 12 angedrückt werden. Nur die Kraft des Federpaketes 12 liefert die Anstossenergie. Die Knaggenstange 15 führt somit eine hin- und hergehende Bewegung aus und stösst die Paletten 3 der zweiten Gruppe aus dem Stillstand heraus an, um sie dann ungehindert bis zum Aufschliessen weiterrollen zu lassen, da die Paletten 3 Knaggen 13 (nach unten ausweichende Klinken) an der Knaggenstange 15 ungehindert überfahren können. Da die Neigung (Gefälle) der Fahrbahn so eingestellt wird, dass die aus der Schwerkraft resultierende Vortriebskraft die Aufrechterhaltung einer gleichmässigen Geschwindigkeit erlaubt, kann der Anstossweg kürzer sein als der Fahrweg. Die Verteilung der Knaggen 13 auf dem Zugmittel ist so ausgeführt, dass die Palette 3 nicht alle gleichzeitig angeschoben werden, sondern zum Weiterrollen Abstände zwischen den Letzteren entstehen. Sowohl die Drehfeder 7 für das Einschublager wie auch das Federpaket 12 begrenzen die auf die Paletten 3 wirkende Kraft resp. Arbeit. Es ergibt sich eine flachere dynamische Ablaufkurve v = f (t).
Claims (9)
1. Anlage mit einer Vorschubeinrichtung für Rollpaletten (3) in einem Kanal, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollpaletten (3), gezogen durch ein Übernahmegerät (1) und angekoppelt an die Vorschubeinrichtung eine formschlüssige Kupplung zwischen den beiden übernehmen.
2. Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Vorschubeinrichtung für eine Gruppe der vordersten, zur sofortigen Übernahme bestimmten Rollpaletten (3) und eine Gruppe der Vorschubeinrichtungen für die im Kanal nachlaufenden Rollpaletten (3) eine federelastische Kupplung eingebaut ist, welche eine nur kraftschlüssige Verbindung der Bewegungen der beiden Gruppen erlaubt und somit die auf die nachfolgenden Rollpaletten (2) übertragenen Kräfte und Energie-Inhalte reduziert und den nachfolgenden Rollpaletten (3)
eine flachere dynamische Ablaufkurve v = f (t) überträgt, als sie beim Übernehmen der Palette (3) auf das Übernahmegerät (1) aus Zeitgründen notwendig ist.
3. Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal ein leichtes Gefälle aufweist, das genügt, um einer aus dem Stillstand angestossenen Rollpalette (3) eine gleichmässige Weiterfahrt zu gewährleisten.
4. Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einen antreibenden Teil bildende Drehfeder so lange gesperrt ist, bis sich der federelastische Speicher in der Kupplung vollständig in eine den angetriebenen Teil bildende Kette (5) entladen hat.
5.
Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der angetriebene Teil mit Mitnehmern (4) für nachfolgende anstossende Rollpaletten (3) ausgerüstet ist, die solche Abstände unter sich aufweisen, dass die Rollpaletten (3) nicht gleichzeitig, sondern gestaffelt angestossen werden.
6. Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der die nachfolgenden Rollpaletten (3) antreibende Teil durch ein umlaufendes Zugelement wie eine Kette, ein Zahnriemen oder ein Drahtseil dargestellt ist.
7. Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der die nachfolgenden Rollpaletten (3) antreibende Teil durch ein hin- und hergehendes Element wie eine Stange oder eine gestreckte Kette dargestellt ist.
8.
Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmer auf dem die nachfolgenden Rollpaletten (3) antreibenden Teil als Klinken oder Knaggen (13) ausgebildet sind, welche durch Rollpaletten (3) hinuntergedrückt und wirkungslos gemacht werden, wenn sie in Durchlaufrichtung darüber rollen.
9. Anlage für Rollpaletten in einem Kanal gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem die nachfolgenden Paletten (3) antreibenden Teil befindlichen Klinken oder Knaggen so geformt sind, dass sie in der Wartestellung dieses Teiles abgetaucht und unwirksam sind, wenn die Paletten (3) gegen die Durchlaufrichtung darüber rollen.
Priority Applications (1)
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| CH282592A CH693793A5 (de) | 1992-09-08 | 1992-09-08 | Anlage mit einer Vorschubeinrichtung fuer Rollpalet ten in einem Kanal. |
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
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| CN109911562A (zh) * | 2019-03-21 | 2019-06-21 | 中信戴卡股份有限公司 | 一种双工位清洗系统 |
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1992
- 1992-09-08 CH CH282592A patent/CH693793A5/de not_active IP Right Cessation
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