CH694132A5 - Fester oder verglaste Tür. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fenster oder eine verglaste Tür.
Fenster oder verglaste Türen, wie beispielsweise Balkontüren, bestehen aus einem Rahmenprofil, d.h. aus einem Rahmen, der aus auf Gehrung miteinander verbundenen Profilen zusammengesetzt ist. An diesem ist das Flügelprofil gelagert, der wiederum aus zu einer rahmenartigen Konstruktion verbundenen Profilen besteht. Beispielsweise bei den weit verbreiteten Kunststofffenstern handelt es sich bei den Flügel- und Rahmenprofilen um Hohlprofile von beachtlichem Querschnitt, zumal sie sowohl die Beschläge und Verschlüsse aufnehmen müssen, als auch Mindestanforderungen hinsichtlich der Wärme- und Schalldämmung genügen müssen. Zudem sind aus statischen Gründen in deren Inneren meistens auch noch Armierungen vorzusehen. Bei Metallfenstern werden die Profilabmessungen durch eine Kältebrücke verhindernde Dämmprofile vergrössert.
Als Folge dieser raumgreifenden Profil-Konstruktionen verringert sich die verglaste Fläche der jeweilige Gebäudeöffnung in beträchtlichem Umfang, sodass sowohl der Lichteinfall vermindert als auch die Aussicht verkleinert wird. Dies besonders bei den in Wohnhäusern fast immer verwendeten zwei- oder mehrflügeligen Fenstern.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, ein Fenster oder eine verglaste Tür zu schaffen, bei dem/der sowohl der Lichteinfall als auch der Ausblick verbessert werden.
Das erfindungsgemässe Fenster bzw. die verglaste Tür entspricht den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausbildungen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen hervor.
Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes anhand der Zeichnung näher beschrieben. Fig. 1 zeigt den am Rahmen anliegenden Flügel eines Fensters im Schnitt; Fig. 2 zeigt den Bereich von zwei aneinander stossenden Fenster-Flügeln, ebenfalls im Schnitt.
In der Darstellung nach Fig. 1 befindet sich links die Gebäudeaussenseite und rechts das Gebäudeinnere. Das Rahmenprofil 1 des Fensters oder der Tür besteht im vorliegenden Beispiel aus einem Hohlprofil aus Kunststoff. Das Rahmenprofil 1 kann auch anders geformt und/oder aus einem anderen Material sein. Für die Erfindung ist der Flügel 2 massgeblich. Dieser besteht im Wesentlichen nur aus der Verglasung 3, die hier als Isolierverglasung mit drei Glasscheiben 4, 5 und 6 ausgebildet ist. Das sonst übliche Flügelprofil wird eingespart. Die drei Glasscheiben 4-6 sind bezüglich ihrer Aussenmasse unterschiedlich bemessen. Dadurch ergibt sich der Flügelfalz, wobei die äussere Glasscheibe 4 an der Flügelrippe 7 des Rahmenprofils 1 bzw. an einer an dieser angeordneten Dichtung 8 anliegt.
Die mittlere Glasscheibe 5 liegt in gleicher Weise an einer zweiten Dichtung 9 an. Die dritte, innere Glasscheibe 6 ragt ein wenig über die Innenseite 10, d.h. die zum Gebäudeinneren gerichtete Seite des Rahmenprofils 1. Hier ist eine dritte Dichtung 11 vorgesehen. Zwischen den drei Glasscheiben 4-6 ist auf bekannte Weise je ein gleichzeitig als Dichtung dienender Abstandshalter 12 bzw. 13 angeordnet. Zwischen den versetzt endenden, äusseren Enden 14 und 15 der mittleren und der inneren Glasscheibe 5 und 6 ist ein als Bewehrung und Montagegrundlage für einen Beschlag oder für ein Verschlussteil dienendes Zwischenprofil 16 vorhanden. An diesem ist in der vorliegenden Zeichnung ein feststehendes Riegelelement 17 angeschraubt.
In Richtung zum Gebäudeinneren greift ein am Rahmenprofil 1 gelagertes, bewegliches Riegelelement 18 hinter das feststehende Riegelelement 17. Das bewegliche Riegelelement 18 gehört zu einem im Falz des Rahmenprofils 1 eingelassenen Verschluss 19. Vorzugsweise ist dieser elektrisch angetrieben und mit einem hier nicht dargestellten Schalter verbunden. Der Schalter kann entweder bereits werkseitig am Rahmenprofil 1 angeordnet oder im Zuge der Fenstermontage separat montiert werden, sei es an der Wand neben dem Fenster oder an einer anderen geeigneten Stelle. Das bewegliche Riegelelement 18 kann also in dieser Ausführung per Knopfdruck vor und zurück bewegt werden.
Der Flügel 2 kann durch Hintergreifen des äusseren Endes 15 der inneren Glasscheibe 6 oder gegebenenfalls mittels eines im Bereich des Zwischenprofils 16 durch diese Glasscheibe hindurch montierten, kleinen Griffes in die Öffnungsstellung gezogen werden. Denkbar ist auch eine das Ende 15 der inneren Glasscheibe 6 umgreifende Griffleiste vorzusehen. Der Verlust an Licht ist bei diesem Fenster oder dieser Tür - wie aus dem Mass x ersichtlich - denkbar gering.
Indem auf das sonst vorhandene Flügelprofil verzichtet und der Flügelfalz und die Verschlussanordnung wie vorgeschlagen vorgesehen werden, verringert sich die lichte Weite der Gebäudeöffnung in kaum nennenswertem Mass, ohne dass Nachteile in Kauf zu nehmen wären, insbesondere wird die Wärme- und/oder Schalldämmung keineswegs verschlechtert, zumal bei einem Fenster jeweils das Rahmen- bzw. das hier nicht vorhandene Flügelprofil als Schwachstelle anzusehen ist und einen deutlich schlechteren K-Wert aufweist als die Isolierverglasung 3.
Der Bereich von zwei aneinander stossenden Flügeln 2 und 20 eines zwei- oder mehrflügeligen Fensters ist nach Fig. 2 so ausgebildet, dass sich durch die gegenläufig abgestufte Verglasung 3 bzw. 3a zwei gegenläufige Flügelfalze ergeben. Hierzu ist der sich am weitesten vorstreckenden Glasscheibe 4a des einen Flügels 20 die kürzere Glasscheibe 4 des zweiten Flügels 2 entgegengesetzt. Auf der Innenseite ist demgegenüber die Glasscheibe 6a des einen Flügels 20 kürzer als diejenige des zweiten Flügels 2. Auch hier wird ein Gewinn an Licht erzielt, siehe das Mass y. Wären die beiden Flügel 2 und 20 jeweils mit einem Flügelprofil versehen, wäre das Mass y wesentlich grösser. Nicht zuletzt ergibt sich durch das Weglassen der Flügelprofile auch eine Materialersparnis.
An der Verglasung 3 bzw. 3a sind wiederum, neben den üblichen Abstandshaltern 12 und 13, jeweils Zwischenprofile 16 vorgesehen, ebenso wie Dichtungen 8, 9 und 11. Die Riegelpunkte der Verschlüsse beider Flügel 2 und 20 befinden sich, sofern der Verschluss am Rahmenprofil angeordnet ist, oben und unten am Rahmenprofil. Es ist jedoch auch eine Verschlussanordnung an den Flügeln 2 bzw. 20 möglich. In beiden Fällen kann der Verschluss auch elektrisch angetrieben sein und ohne störende Treibstangen auskommen.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, das Fenster oder die Tür im Einzelnen auch anders auszubilden, als vorgehend beschrieben und in den Zeichnungen dargestellt, insbesondere kann ein anders geformtes Rahmenprofil 1 verwendet werden. Obwohl die hier vorgeschlagene Dreifach-Verglasung hinsichtlich des dichten Schliessens und der Erzielung eines guten Dämmwertes vorzuziehen ist, sind selbstverständlich sowohl die Anzahl der Scheiben der Verglasung 3 bzw. 3a als auch deren Material veränderbar. Zudem kann der erwähnte elektrische Verschluss auch elekt-romagnetisch ausgebildet sein.
Claims (10)
1. Fenster oder verglaste Tür, dadurch gekennzeichnet, dass die Verglasung (3) an einem feststehenden Rahmenprofil (1) angeschlagen ist.
2. Fenster oder verglaste Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verglasung (3) aus mindestens zwei Glasscheiben (4-6) einer Mehrfach- oder Isolierverglasung besteht, die in Bezug auf ihre Aussenmasse derart unterschiedlicher Abmessung sind, dass sich deren Enden (14, 15) unterschiedlich weit in Richtung des Falzes des Rahmenprofils (1) erstrecken, wodurch der Falz des Flügels (2) gebildet wird.
3.
Fenster oder verglaste Tür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere, d.h. zur Gebäudeaussenseite hin zu richtende Glasscheibe (4) an einer Flügelrippe (7) des Rahmenprofils (1) oder an einer an dieser angeordneten Dichtung (8) anliegt, während die innere Glasscheibe (6) über die Innenseite (10), d.h. über die zum Gebäudeinneren zu richtende Seite des Rahmenprofils (1), ragt und an dieser oder an einer hier vorgesehenen Dichtung (11) in Schliessstellung des Flügels (2) anliegt.
4. Fenster oder verglaste Tür nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Glasscheiben (4-6) bzw. zwischen den versetzt endenden, äusseren Enden (14, 15) Glasscheiben (4-6) ein als Bewehrung und/oder Montagegrundlage für Beschläge z.B. für ein Verschlussteil dienendes Zwischenprofil (16) angeordnet ist.
5.
Fenster oder verglaste Tür nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die beweglichen Riegelelemente (18) eines Verschlusses (19) am Rahmenprofil (1) gelagert ist bzw. sind.
6. Fenster oder verglaste Tür nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einem Zwischenprofil (16) des Flügels (2) bzw. der Verglasung (3) mindestens ein feststehendes Riegelelement (17) angeordnet ist, hinter dessen in Richtung zum Gebäudeinneren zu richtenden Seite das am Rahmenprofil (1) gelagerte, bewegliche Riegel-element (18) einzugreifen bestimmt ist.
7. Fenster oder verglaste Tür nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrisch angetriebener Verschluss (19) oder ein elektromagnetischer Verschluss vorgesehen ist.
8.
Fenster oder verglaste Tür nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter des elektrisch angetriebenen Verschlusses (19) am Rahmenprofil (1) angeordnet ist.
9. Fenster oder verglaste Tür nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich des äusseren Endes (15) der Verglasung (3) oder der inneren Glasscheibe (6) ein Griff oder eine Griffleiste vorgesehen ist, mit dem Zweck, den Flügel (2) in die Öffnungsstellung ziehen zu können.
10.
Fenster oder verglaste Tür nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich von zwei aneinander stossenden Flügeln (2, 20) einer zwei- oder mehrflügeligen Ausführung die Flügel (2, 20) so ausgebildet sind, dass sich durch eine gegenläufig abgestufte Verglasung (3, 3a) zwei gegenläufige Flügelfalze ergeben, wobei der sich am weitesten vorstreckenden Glasscheibe (4a) des einen Flügels (20) die kürzere Glasscheibe (4) des zweiten Flügels (2) entgegengesetzt ist und umgekehrt (6, 6a).
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Cited By (2)
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Cited By (6)
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