CH694257A5 - Dampfturbine. - Google Patents
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Description
des Anspruch1. Hintergrund der Erfindung
Es wurde versucht, eine Dampfturbine mit einem Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr, einer Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr und einer rechnerischen oder Nennausgangsleistung 100 MW oder mehr auszuführen, die mit einer Drehzahl von 3000 U/min in dem Fall dreht, in dem sie mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine ausgerüstet ist, die eine effektive Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr hat, oder die mit einer Drehzahl von 3600 U/min in dem Fall dreht, in dem sie mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine ausgerüstet ist, die eine effektive Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr hat.
Bei einer solchen Dampfturbine wird ein Satz aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, aus einem Mitteldruckturbinenabschnitt (Zwischendruckturbinenabschnitt) und einem Niederdruckturbinenabschnitt oder ein Satz aus einem Hochdruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt auf einem einzigen Turbinenrotor (Turbinenwelle) vorgesehen, der von zwei Achslagern getragen wird, die auf einem Sockel angeordnet sind, wobei jeder der Turbinenabschnitte integral in einem einzi gen Turbinengehäuse aufgenommen ist. Eine solche Dampfturbine wurde bisher noch nicht in die Praxis umgesetzt und bleibt auf dem Zeichenbrett; dies wegen technischer Schwierigkeiten, insbesondere wegen der Schwierigkeit, Wellenschwingungen zu verhindern, die durch ungenügende Steifigkeit der Welle in Verbindung mit der vergrösserten Lagerstützweite hervorgerufen werden.
Eine Dampfturbine, die den vorgenannten Auslegungserfordernissen genügt, kann einen Aufbau, wie beispielsweise in Fig. 17 dargestellt, haben.
Bei dieser Dampfturbine hat ein Turbinengehäuse 1 eine Doppelgehäusestruktur, die aus einem äusseren Gehäuse 1a und einem inneren Gehäuse 1b besteht, und in dem inneren Gehäuse 1b der Doppelgehäusestruktur ist beispielsweise ein Hoch-Mitteldruck-integrierter Turbinenrotor 4 mit einem Hochdruckturbinenabschnitt 2 und einem Mitteldruck- turbinenabschnitt 3 aufgenommen. Ein Niederdruckturbinengehäuse 5 hat ebenfalls eine Doppelgehäusestruktur, die aus einem äusseren Gehäuse 5a und einem inneren Gehäuse 5b besteht, und in dem inneren Gehäuse 5b der Doppelgehäusestruktur ist ein Niederdruckturbinenrotor 7 mit Niederdruckturbinenabschnitten 6a, 6b aufgenommen, in denen Dampf in entgegengesetzten Richtungen strömt. Der Niederdruckturbinenrotor 7 und der Hoch-Mitteldruck-integrierte Turbinenrotor 4 sind miteinander über eine Kupplung 8 verbunden.
In einer anderen Dampfturbine, wie sie beispielsweise in Fig. 18 dargestellt ist, ist ein Hoch-Mitteldruck-integrierter Turbinenrotor 4 in dem inneren Gehäuse 5b der Doppelgehäusestruktur aufgenommen, wie vorstehend be schrieben, während ein Niederdruckturbinenrotor 7 mit einem Niederdruckturbinenabschnitt 6, in dem Dampf in einer einzigen Strömung strömt, in einem inneren Gehäuse 5b eines Niederdruckturbinengehäuses 5 aufgenommen ist.
Die in den Fig. 17 und 18 dargestellten Niederdruckturbinengehäuse 5 sind beide mit einem konischen Ausnehmungsbereich 11 an der Stelle ausgebildet, an der der Niederdruckturbinenrotor 7 in eine Turbinenauslasshaube 10 (Kammer oder Sektion) eingesetzt ist, die durch eine Trennwand 9 gebildet ist, um einen Einbaubereich für ein Achslager 12 sicherzustellen, und die Turbinenauslasshaube 10 ist an ihrer stromabwärtigen Seite mit einem Kondensator (nicht dargestellt) verbunden.
Weiter werden in den Fig. 17 und 18 dargestellten Dampfturbinen der Hoch-Mitteldruck-integrierte Turbinenrotor 4 und der Niederdruckturbinenrotor 7 von drei oder vier Achslagern 12 getragen.
Andererseits wird selbst im Fall einer Dampfturbine, die beispielsweise die Turbine der Hoch-Mitteldruck-intergrierten Bauart verwendet, die die oben genannten Auslegungserfordernisse nicht erfüllt, beispielsweise wie in Fig. 19 dargestellt, ein Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierter Turbinenrotor 4a mit einem Hochdruckturbinenabschnitt 2, einem Mitteldruckturbinenabschnitt 3 und einem Niederdruckturbinenabschnitt 6 von Achslagern 12 getragen, die auf Sockeln 13a, 13b angeordnet sind. Die durch eine Trennwand 9 gebildete Turbinenauslasshaube ist mit einem konischen Ausnehmungsbereich 11 ausgebildet und auf ihrer stromabwärtigen Seite mit einem nicht dargestellten Kondensator verbunden. Da die Lagerspann- bzw.
Stützweite S der Achslager 12, die den Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinen-rotor 4a trägt, relativ kurz ist, ist es diesem Fall möglich, das Problem von im Betrieb auftretenden Schwingungen in zufrieden stellender Weise zu behandeln.
Im Allgemeinen nimmt in einer Dampfturbine mit Erhöhung der Ausgangsleistung wegen der Zunahme des Druckes und der Temperatur des zugeführten Dampfes die Anzahl der Turbinenstufen, die aus einer Kombination von Turbinendüsen und beweglichen bzw. Laufturbinenschaufeln bestehen, zu, um dadurch der vergrösserten Leistung zu begegnen, sodass die Lagerstützweite S des Turbinenrotors die Tendenz hat, lang zu werden. Bei einer Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbine 4a mit beispielsweise dem Hochdruckturbinenabschnitt 2, dem Mitteldruckturbinenabschnitt 3 und dem Niederdruckturbinenabschnitt 6 auf einer einzigen Welle wird die Lagerstützweite S lang.
Entsprechend wird, wenn ein Wellendurchmesser der Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbine 4a als D 0 definiert ist, wenn das Verhältnis des Wellendurchmessers zur Lagerstützweite S (S/D 0 ) grösser wird, die Steifigkeit der Welle geringer und entsprechend der Absenkung der charakteristischen bzw. Eigenfrequenz der Welle, wird die kritische Drehzahl niedriger, wodurch es schwierig wird, die Dampfturbine zufrieden stellend zu betreiben.
Um eine Dampfturbine zu realisieren, die einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr hat, eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr und eine Nennausgangsleistung von 100 MW, die mit einer Drehzahl von 3000 U/min in dem Fall dreht, in dem sie mit einer letztstufigen Laufturbinenschaufel mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder mit einer Drehzahl von 3600 U/min in dem Fall dreht, in dem sie mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist, und die einen einzigen Turbinenrotor verwendet, der von zwei auf Sockeln angeordneten Achslagern getragen wird, wird insbesondere, wenn die herkömmliche Technik direkt angewandt wird, die Lagerstützweite S lang, wodurch die kritische Drehzahl abgesenkt wird, und insbesondere,
wenn die sekundäre kritische Drehzahl sich an die Nenndrehzahl annähert, werden die Schwingungen der Welle vergrössert, was den Betrieb verhindern kann. Zusammenfassung der Erfindung
Der Erfindung wurde im Hinblick auf die vorstehend genannten Probleme und Schwierigkeiten des Standes der Technik gemacht und eine Aufgabe der Erfindung liegt darin, eine Dampfturbine zu schaffen, mit der je Turbinenstufe eine grössere Menge an Arbeit erzeugt werden kann und die einen stabilen Betrieb durch Verkürzen der Lagerstützweite ermöglicht.
Diese und andere Aufgaben können erfindungsgemäss gelöst werden, indem in einem ersten Aspekt eine Dampfturbine geschaffen wird, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mitteldruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält und die folgende Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehenden Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine ausgerüstet ist, die eine effektive Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr aufweist, wobei eine Turbinenauslasskammer des Niederdruckturbinenabschnitts eine sich zu beiden Seiten einer Querrichtung des Turbinengehäuses erstreckende Struktur hat.
Bezüglich eines weiteren Aspekts ist eine Dampfturbine geschaffen, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mitteldruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält und die folgende Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist, wobei, wenn eine Verengungsfläche einer Turbinendüse durch A N gegeben ist und ein Verengungsbereich einer Turbinenlaufschaufel in dem Hochdruckturbinenabschnitt mit A B gegeben ist, ein Verhältnis der beiden Verengungsflächen (A B /A N ) innerhalb eines Bereiches von 1,6 <= A B /A N <= 1,8 festgelegt ist.
Hinsichtlich eines nochmals weiteren Aspekts ist eine Dampfturbine geschaffen, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mitteldruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält, und die die folgenden Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist, wobei ein Innenradius einer Turbinenlaufschaufel in einer Turbinenstufe des Hochdruckturbinenabschnitts längs einer Strömungsrichtung eines Dampfes allmählich zunimmt und, wenn der Innenradius der Turbinenlaufschaufel durch Rr gegeben ist, und ein Innenradius einer Turbinenlaufschaufel in der nächsten Stufe der Hochdruckturbine durch Rrn gegeben ist, ein Verhältnis der beiden Radien (Rrn/Rn) innerhalb eines Bereiches von 1 < Rrn/Rr <= 1.05 festgelegt ist.
Bezüglich eines weiteren Aspekts der Erfindung wird eine Dampfturbine geschaffen, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mitteldruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält, und die die folgenden Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Ausgangsnennleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist, wobei ein Innenradius einer Turbinenlaufschaufel in einer Turbinenstufe des Mitteldruckturbinenabschnitts allmählich längs einer Strömungsrichtung eines Dampfes zunimmt, und wenn der Innenradius der Turbinenlaufschaufel durch Rr gegeben ist, und der Innenradius der Turbinenlaufschaufel in der nächsten Stufe der Mitteldruckturbine durch Rrn gegeben ist, ein Verhältnis der beiden Radien (Rrn/Rn) innerhalb eines Bereiches von 1 < Rrn/Rr <= 1.1 festgelegt ist.
Bezüglich eines weiteren Aspekts der Erfindung wird eine Dampfturbine geschaffen, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mittel druckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält, und die folgende Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Ausgangsnennleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist, wobei die Anzahl der Turbinenstufen des Hochdruckturbinenabschnitts auf 7 bis 10 festgelegt ist, die Anzahl der Turbinenstufen des Mitteldruckturbinenabschnitts auf 4 bis 7 festgelegt ist und die Anzahl der Turbinenstufen des Niederdruckturbinenabschnitts auf 5 bis 7 festgelegt ist.
Bezüglich eines weiteren Aspekts wird eine Dampfturbine geschaffen, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mitteldruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält und die folgende Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr versehen ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr versehen ist, wobei ein Verengungs-/Abstandsverhältnis (S N /t N ) bei einem mittleren Radius einer Turbinendüse des Hochdruckturbinenabschnitts innerhalb eines Bereiches von S N /t N = 0,15 bis 0,21 festgelegt ist, während ein Verengungs-/Abstandsverhältnis (S B /t B ) bei einem mittleren Radius der Turbinenlaufschaufel des Hochdruckturbinenabschnitts innerhalb eines Bereiches von S B /t B = 0,27 bis 0,33 festgelegt ist.
Bezüglich eines weiteren Aspekts der Erfindung wird eine Dampfturbine geschaffen, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mitteldruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält, und die die folgenden Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit wenigstens einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist, wobei eine Strömungsrichtung eines durch die Turbinenstufen des Hochdruckturbinenabschnitts strömenden Dampfes und die Strömungsrichtung des durch die Turbinenstufen des Mitteldruckturbinenabschnitts strömenden Dampfes zueinander entgegengesetzt sind, und, wenn ein Durchmesser eines Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils, der den Hochdruckturbinenabschnitt und den Mitteldruckturbinenabschnitt bildet, durch OD 1 gegeben ist,
und ein Durchmes ser eines Hochdruckturbinen-Zweitstufen-Durchführungsteils durch OD 1 gegeben ist, der Durchmesser OD 1 des Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils innerhalb eines Bereiches von OD 1 =(0,95 bis 0,98) x OD 2 festgelegt ist.
Bezüglich eines weiteren Aspekts der Erfindung wird eine Dampfturbine geschaffen, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt, einem Mitteldruckturbinenabschnitt und einem Niederdruckturbinenabschnitt in einem einzigen Turbinengehäuse enthält, und die folgende Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist, wobei, wenn ein Innendurchmesser eines Dampfpfades in einem zweistufigen Hochdruckteil des Hochdruckturbinenabschnitts durch OD H P gegeben ist, und ein Innendurchmesser eines Dampfpfades in einem erststufigen Mitteldruckteil des Mitteldruckturbinenabschnitts durch OD IP gegeben ist, das Verhältnis der beiden Innendurchmesser (OD I P /OD H P ) innerhalb eines Bereiches von 1,2 <= OD I P /OD H P <= 1,5 festgelegt ist.
Wie vorstehend beschrieben, ist es mit der erfindungsgemässen Dampfturbine, die die vorstehend genannten verschiedenen Auslegungserfordernisse erfüllt, möglich, die Steifigkeit der Welle der Dampfturbine zu verbessern und dadurch Schwingungen der Welle zu unterdrücken.
Weiter wird es mit der erfindungsgemässen Dampfturbine, die die oben genannten Auslegungserfordernisse erfüllt, da jeweils eine der folgenden Festlegungen gewählt ist, nämlich geeignete Festlegung des Verhältnisses der Verengungsfläche zwischen der Turbinendüse und der Turbinenlaufschaufel, geeignete Festlegung des Innenradius des Dampfpfades, geeignete Festlegungen der Anzahl von Stufen des Hochdruckturbinenabschnitts, des Mitteldruckturbinenabschnitts und des Niederdruckturbinenabschnitts, geeignete Festlegung des Verengungs-/Abstands-verhältnisses jeder der Turbinendüsen und der Turbinenlaufschaufel und geeignete Festlegung des Durchmessers des Turbinenrotors, möglich, die Dampf-turbine zu betreiben, während eine hohe Turbinenstufeneffizienz bzw. ein hoher Turbinenstufenwirkungsgrad in stabiler und sicherer Weise aufrechterhalten wird.
Die Natur und weitere charakteristische Merkmale der Erfindung werden im Folgenden anhand der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläutert. Kurzbeschreibung der Zeichnungen
In den Zeichnungen stellen dar: Fig. 1 eine schematische Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Dampfturbine; Fig. 2 eine schematische senkrechte Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Dampfturbine; Fig. 3 eine schematische Querschnittsansicht der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine; Fig. 4 eine schematische senkrechte Schnittansicht einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine; Fig. 5 ein Verteilungsdiagramm eines Reaktionsgrades, der auf einen Hochdruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine angewandt wird; Fig. 6 eine allgemeine schematische Ansicht einer vierten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Dampfturbine;
Fig. 7 ein Verteilungsdiagramm eines Reaktionsgrades, bei dem der Reaktionsgrad der erfindungsgemässen Dampfturbine mit dem einer herkömmlichen Dampfturbine verglichen ist; Fig. 8 ein Verteilungsdiagramm eines Turbinenstufenwirkungsgrades, das eine Beziehung zwischen dem Turbinenstufenwirkungsgrad und dem Verhältnis des Innenradius zeigt, das auf den Hochdruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine angewandt ist; Fig. 9 ein Verteilungsdiagramm des Turbinenstufenwirkungsgrades, das eine Beziehung zwischen dem Turbinenstufenwirkungsgrad und dem Verhältnis eines Innenradius zeigt, das auf einen Zwi schendruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine angewandt ist;
Fig. 10 ein Turbinenstufenzahlauswahldiagramm, das eine Turbinenstufenzahl aus einer Beziehung zwischen dem Gesamtwirkungsgrad des Hochdruckturbinenabschnitts und dem Innenradius der Turbinenlaufschaufel darstellt, das auf den Hochdruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine angewandt ist; Fig. 11 ein Turbinenstufenzahlauswahldiagramm, das eine Turbinenstufenzahl aus der Beziehung zwischen dem Gesamtwirkungsgrad des Mitteldruckturbinenabschnitts und dem Innenradius der Turbinenlaufschaufel zeigt, das auf den Mitteldruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine angewandt ist;
Fig. 12 ein Turbinenstufenzahlauswahldiagramm, das eine Turbinenzahl aus einer Beziehung zwischen dem Gesamtwirkungsgrad des Niederdruckturbinenabschnitts und dem Innenradius der Turbinenlaufschaufel zeigt, das auf den Niederdruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine angewandt ist; Fig. 13 ein allgemeines Diagramm eines Profilverlustkoeffizienten, der den Profilverlustkoeffizienten unter Bezugnahme auf einen Einströmwinkel und einen Ausströmwinkel zeigt; Fig. 14 ein Vektordiagramm, das ein Geschwindigkeitsdiagramm an einem insgesamt mittleren Radius einer Stufe für den Dampf zeigt, der in einer Turbinendüse und einer Turbinenlaufschaufel strömt; Fig. 15 eine schematische senkrechte Schnittansicht, teilweise aufgeschnitten, die eine fünfte Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine zeigt;
Fig. 16 eine schematische senkrechte Schnittansicht, die eine sechste Ausführungsform einer erfindungsgemässen Dampfturbine zeigt; Fig. 17 eine allgemeine schematische Ansicht einer herkömmlichen Dampfturbine, bei der eine Dampfturbine der Hoch-Mitteldruck-integrierten Bauart und eine Dampfturbine der Doppelströmungsbauart kombiniert sind; Fig. 18 eine allgemeine schematische Ansicht einer herkömmlichen Dampfturbine, bei der eine Dampfturbine einer Hoch-Mitteldruck-integrierten Bauart und eine Dampfturbine einer Einzelströmungsbauart kombiniert sind; Fig. 19 eine schematische, zusammengebaute senkrechte Schnittansicht einer herkömmlichen Dampfturbine der Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Bauart;
Fig. 2 0 eine allgemeine schematische, senkrechte Schnittansicht einer herkömmlichen Dampfturbine, bei der die inneren Radien der Turbinenstufen einander gleich sind; und Fig. 21 ein Verteilungsdiagramm des Reaktionsgrades, das den Reaktionsgrad der herkömmlichen Dampfturbine zeigt. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Im Folgenden werden Ausführungsformen einer erfindungsgemässen Dampfmaschine unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen und die darin notierten Bezugsziffern beschrieben.
Die erfindungsgemässe Dampfturbine erfüllt im Allgemeinen die Auslegungserfordernisse von: einer Dampfturbine mit einem Hauptdampfdruck von 100 kg/cm oder mehr; einer Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; einer Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr; und einer mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm (36 inch) oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm (33,5 inch) oder mehr ausgerüstet ist.
Fig. 1 ist eine schematische Querschnittsansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine.
Die Dampfturbine entsprechend dieser ersten Ausführungsform ist beispielsweise an eine Dampfturbine der Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Bauweise angepasst und derart aufgebaut, dass ein Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierter Turbinenrotor 19 mit einem Hochdruckturbinenabschnitt 16, einem Mitteldruckturbinenabschnitt 17 und einem Niederdruckturbinenabschnitt 18 in einem Gehäuse 15 für eine Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierte Turbine aufgenommen ist. Dabei hat der Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierte Turbinenrotor 19 zwei Enden, wobei ein Ende an der Seite des Hochdruckturbinenabschnitts 16 von einem hochdruckseitigen Achslager 22a gehalten wird, das in einem Hochdrucklagergehäuse 21a aufgenommen ist, das auf einem Fundament bzw.
Sockel 20a angeordnet ist, und das andere Ende auf der Seite des Niederdruckturbinenabschnitts 18 wird von einem niederdruckseitigen Achslager 22b gehalten, das in einem Niederdrucklagergehäuse 21b aufgenommen ist, das auf einem Sockel 20b angeordnet ist.
Weiter ist bei der Dampfturbine dieser Ausführungsform eine Turbinenauslasshaube 23 (Kammer) der so genannten Seitenauslassbauart mit Öffnungen 23a, 23b an beiden Seiten in der Querrichtung des Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinengehäuses 15 versehen, und eine Verbindungswand 24, die an der Boden- bzw. Unterseite eines Ausnehmungsbereiches 25 vorgesehen ist, der auf der Seite des niederdruckseitigen Achslagers 22e der Turbinenauslasshaube 23 zum Anschliessen eines Kondensators (nicht dargestellt) ausgebildet ist, ist nahe (d.h. vorgeschoben zu) der Seite des hochdruckseitigen Achslagers 22a angeordnet, um dadurch eine Lagerstützweite S im Vergleich mit der einer herkömmlichen Dampfturbine zu vermindern.
Wie vorstehend beschrieben, ist es bei der vorliegenden Ausführungsform, da die Turbinenauslasshaube 23 an beiden Seiten in der Querrichtung des Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinengehäuses 15 vorgesehen ist und die Verbindungsgehäusewand 24 zum Verbinden der Turbinenauslasshaube 23 und des Kondensators zur Seite des hochdruckseitigen Achslagers 22a vorgeschoben ist, um die Lagerstützweite S zu vermindern, möglich, Schwingungen der Welle durch Vergrössern der Steifigkeit der Welle zu un terdrücken und zu ermöglichen, die Dampfturbine auf sichere Weise zu betreiben.
Fig. 2 und 3 sind schematische Ansichten einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine, in denen der ersten Ausführungsform gleiche Elemente oder Abschnitte mit den gleichen Bezugsziffern belegt sind.
Bei der Dampfturbine entsprechend dieser zweiten Ausführungsform ist, wie in Fig. 2 dargestellt, eine Turbinenauslasshaube 23 der so genannten Obenauslassbauart vorgesehen, die von einer Drosselplatte 26 auf der Bodenseite eines Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinengehäuses 15 gedrosselt ist und mit einer Öffnung 27 auf ihrer Kopfseite ausgebildet ist. Wie in Fig. 3 dargestellt, ist die Verbindungswand 24, die auf der Bodenseite eines Ausnehmungsbereiches 25 vorgesehen ist, der zu einer konischen Gestalt auf der Seite eines Niederdruckachslagers 22b der Turbinenauslasshaube 23 zum Anschluss eines nicht dargestellten Kondensators ausgebildet ist, zur Seite des hochdruckseitigen Achslagers 22a vorgeschoben, um dadurch die Lagerstützweite S im Vergleich mit der der herkömmlichen Dampfturbine zu vermindern.
Wie oben beschrieben, ist es bei der vorliegenden Ausführungsform, da die Turbinenauslasshaube 23 von der Drosselplatte 26 an der Boden- bzw. Unterseite des Hoch-Mittel-Niederdruck-Turbinengehäuses 15 gedrosselt ist und auf der Kopfseite derselben mit der Öffnung 27 ausgebildet ist und die Verbindungsgehäusewand 24 zum Verbinden der Turbinenauslasshaube 23 mit dem Kondensator zur Seite des hochdruckseitigen Achslagers 22a verschoben ist, sodass die Lagerstützweite S vermindert ist, möglich, Schwingun gen der Welle zu unterdrücken, indem die Steifigkeit der Welle vergrössert wird, und zu ermöglichen, dass die Dampfturbine auf sichere Weise betrieben wird.
Fig. 4 ist eine schematische Ansicht eines senkrechten Schnittes einer dritten Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine, bei der denen der ersten Ausführungsform gleiche Elemente oder Abschnitte mit den gleichen Bezugszahlen belegt sind.
Die Dampfturbine dieser dritten Ausführungsform hat eine Turbinenauslasshaube 23, die zu der so genannten Axialflussauslassbauart ausgebildet ist.
Diese Turbinenauslasshaube 23 besteht aus einer ringförmigen Innenwand 28, die sich in axialer Richtung des Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinenrotors 19 von der Auslassseite einer Niederdruckturbine 18 aus erstreckt und zu einem konischen Ausnehmungsbereich 25 ausgeformt ist, und einer Aussenwand 31, die ausserhalb der Innenwand 28 über eine Abstützung 29 gebildet ist, um im Zusammenwirken mit der Innenwand 28 einen Ausbreitungs- bzw. sich erweiternden Pfad 30 zu bilden. Die äussere Umfangswand 31 wird von einem Sockel 22b über ein Tragbauteil 32 getragen.
Wie vorstehend beschrieben, ist es bei dieser dritten Ausführungsform, da die Turbinenauslasshaube 23 zu der Axialflussauslassbauart ausgebildet ist, die sich in der axialen Richtung des Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinenrotors 19 erstreckt und der in der Innenwand 28, die den konischen Ausnehmungsbereich 25 definiert und das niederdruckseitige Achslager 22b trägt, zur Seite des hochdruckseitigen Achslagers 22a vorgeschoben ist, um die Lagerstützweite S zu vermindern, möglich, Schwingungen der Welle durch Vergrössern der Steifigkeit der Wellen zu unterdrücken und zu ermöglichen, dass die Dampfturbine auf sichere Weise betrieben wird.
Fig. 5 ist ein Verteilungsdiagramm des Reaktionsgrades (degree of reaction), das die Beziehung zwischen dem Reaktionsgrad Rx und dem Verengungsflächenverhältnis A B /A N der Turbinenstufe in dem Hochdruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine zeigt. In diesem Zusammenhang bedeutet der Ausdruck "Verengungsflächenverhältnis A B /A N " das Verhältnis der Verengungs- bzw. Einschnürfläche, wenn die Verengungsflache einer bestimmten Turbinenlaufschaufel als A B definiert ist und die Verengungsfläche einer bestimmten Turbinendüse als A N definiert ist, jeweils in einer bestimmten Turbinenstufe, die aus einer Kombination einer Turbinendüse und einer Turbinenlaufschaufel zusammengesetzt ist.
Der Reaktionsgrad ist ein Parameter, der eine spezifische Eigenschaft einer Turbinenstufe kennzeichnet, wobei eine Turbinenstufe aus einer stationären Schaufel, d.h. Düse, und einer Laufschaufel gebildet ist. Bei einer solchen Struktur ist der Reaktionsgrad als ein Verhältnis des "Wärmeabfalls zwischen einem Einlassbereich und einem Auslassbereich der Laufschaufel (d.h. dem Enthalpieunterschied zwischen dem Einlassbereich und dem Auslassbereich)" zum "Gesamtwärmeverlust der Turbinenstufe (d.h. dem Enthalpieunterschied zwischen dem Einlassbereich der stationären Schaufel (Düse) und dem Auslassbereich der Laufschaufel)" definiert. Weiter zeigt in Fig. 5 die Verteilungsfläche RP 1 des Reaktionsgrades, die schräg schraffiert ist, den mittleren Radius der Turbinenstufe (Teil- bzw.
Steigungskreisradius) und die Re aktionsgradverteilungsfläche RP 2 , die schräg schraffiert ist, zeigt den Innenradius der Turbinenstufe (Schaufelwurzelradius).
Wenn die theoretische Geschwindigkeit in Proportion zur Quadratwurzel der Ausgangsleistung der Turbinenstufe als C 0 definiert ist, die Umfangsgeschwindigkeit der Drehung am mittleren Radius Rm der Turbinenstufe als U definiert ist, der Reaktionsgrad am mittleren Radius Rm der Turbinenstufe als Rxm definiert ist und das Geschwindigkeitsverhältnis als U/C 0 , ist bekannt, dass das Geschwindig keitsverhältnis (U/C 0 ) OPT das den Wirkungsgrad der Turbinenstufe maximiert, umgekehrt proportional zur Quadratwurzel von (1-Rxm) ist (s. "Steam Turbine (Theory and Basis)" publiziert von SANPO-SHA 1982).
Da, wie oben beschrieben, das Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT , das den Wirkungsgrad der Turbinenstufe maximiert, umgekehrt proportional zum Quadrat von (1-Rxm) ist, wird das Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT umso kleiner, je kleiner der Reaktionsgrad Rxm am mittleren Radius Rm der Turbinenstufe ist, wodurch es möglich ist, den Wirkungsgrad der Turbinenstufe hoch zu halten, selbst wenn die Ausgangsleistung je Turbinenstufe gross wird.
Die vorliegende Erfindung zieht aus dem vorgenannten Punkt einen Vorteil, und um die Lagerstützweite mit einer verminderten Anzahl von Turbinenstufen zu vermindern, wird bei einer Dampfturbine mit einem Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr, einer Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr, einer Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr, die mit einer Drehzahl von 3000 U/min in dem Fall dreht, in dem sie mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm oder mehr ausgerüstet ist, oder die mit einer Drehzahl von 3600 U/min in dem Fall dreht, in dem sie mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm oder mehr ausgerüstet ist, der Reaktionsgrad Rx am mittleren Radius der Turbinenstufe Rm, die dem Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT entspricht, auf 0,
13 oder weniger gemäss Fig. 5 festgesetzt, und das Verengungsflächenverhältnis A B /A N wird auf 1,6 oder mehr gemäss dem Schnittpunkt X 1 zwischen dem Reakti onsgrad Rx = 0,13 und der Reaktionsgradverteilungsfläche RP1.
Wenn dagegen der Reaktionsgrad Rx am mittleren Radius der Turbinenstufe Rn zu stark vermindert wird, sodass der Reaktionsgrad Rx an dem Innenradius der Turbinenstufe negative Werte annimmt, strömt der Dampf rückwärts, sodass der Wirkungsgrad der Turbinenstufe verschlechtert wird. Aus diesem Grund wird der Reaktionsgrad Rx gemäss Fig. 5 auf 0,08 festgesetzt und gemäss dem Schnittpunkt X2 zwischen dem Reaktionsgrad Rx = 0,08 und der Reaktionsgradverteilungsfläche RP1 das Verengungsflächenverhältnis A B /A N auf 1,8 oder weniger festgesetzt, wodurch nicht verursacht wird, dass der Reaktionsgrad Rx negative Werte annimmt.
Der meist bevorzugte anwendbare Bereich für das Verengungsflächenverhältnis A B /A N beträgt 1,6 <= A B /A N <= 1,8, soweit diese Werte in der Modellturbine berechnet werden.
Wie vorstehend beschrieben, wird es bei der dritten Ausführungsform, da das Verengungsflächenverhältnis A B /A N auf den Bereich von 1,6 <= A B /A N <= 1,8 festgesetzt wird und die Ausgangsleistung je Turbinenstufe vergrössert wird, um die Lagerstützweite zu vermindern, möglich, Schwingungen der Welle zu unterdrücken, indem die Steifigkeit der Welle vergrössert wird und zu ermöglichen, dass die Dampfturbine auf sichere Weise betrieben wird.
Fig. 6 ist eine schematische Ansicht einer vierten Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine, in der denen der ersten Ausführungsform ähnliche Elemente oder Abschnitte mit den gleichen Bezugszahlen belegt sind.
Die Dampfturbine entsprechend der vierten Ausführungsform wird für den Hochdruckturbinenabschnitt 16 und den Mitteldruckturbinenabschnitt 17 angewendet. Bei dieser Ausführungsform ist eine Turbinenstufe 35, die aus einer Turbinendüse 33 und einer Turbinenlaufschaufel 34 besteht, mehrfach längs der Strömung des Dampfes SD angeordnet. In einem Fall, in dem der Radius von der Mitte der nicht dargestellten Turbinenwelle zu dem Aussenumfang der Turbinenlaufschaufel 34 (Schaufelspitzenbereich) als Rt definiert ist, der Radius zu der Wurzel der Turbinenlaufschaufel 34 als Rr definiert ist, und der mittlere Radius (Teilkreisradius) der Spitze und der Wurzel der Turbinenlaufschaufel 34 als Rm definiert ist, nehmen die jeweiligen Radien Rt, Rr und Rm längs der Strömung des Dampfes ST allmählich zu.
In diesem Zusammenhang ist jeder der Radien Rt, Rr und Rm bezüglich eines Austrittsendes der Turbinenlaufschaufel 34 festgelegt.
Neuere Dampfturbinen schliessen solche der Impuls/Reaktionskombinationsbauart ein, bei denen der Reaktionsgrad Rx zusätzlich zu der Turbinendüse 33 an die Turbinenlaufschaufel 34 angepasst ist, obwohl die Gesamtheit der Turbinenstufen 35 Impulsstufen sind. Diese Bauart der Dampfturbine bewirkt, dass die Turbinendüse 33 den Dampf ST expandiert und beschleunigt, und bewirkt, dass die Turbinenlaufschaufel 34 die dabei erzeugte Geschwindigkeitsenergie in Drehenergie umwandelt, während bewirkt wird, dass die Turbinenlaufschaufel 34 den Dampf ST expandiert und beschleunigt und die dabei erzeugte Geschwindigkeitsenergie zu der Drehenergie ebenfalls zuaddiert wird.
Bei einer solchen Dampfturbine der Impuls/Reaktionskombinationsbauart wurde im Stand der Technik bei dem Entwurf der Turbinenstufen 35, wie in Fig. 20 dargestellt, der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST konstant gemacht, während der durchschnittliche Radius Rm und der äussere Umfangsradius Rt der Turbinenlaufschaufel 34 allmählich längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST zunehmen. Dabei wurde der Reaktionsgrad Rxr an dem Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 in dem Bereich von 0% bis 5% festgelegt und das tatsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) das einen willkürlichen Wirkungsgrad der Turbinenstufe 35 ergibt, und das optimale Geschwindigkeitsverhältnis (UC 0 ) OPT , das den maximalen Wirkungsgrad der Turbinenstufe 35 ergibt, wurden beide auf etwa 0,5 festgesetzt.
In dem Fall, in dem die jeweiligen Reaktionsgrade der Radien Rr, Rm und Rt der Hochdruckturbine 16 mit einer relativ kurzen Schaufellänge als Rxr, Rxm und Rxt definiert sind, wurde des Weiteren der Reaktionsgrad linear von dem Innenradius Rr zu dem Aussenradius Rt beim Stand der Technik vergrössert, wie in Fig. 21 dargestellt.
Im Falle der Dampfturbine der vorliegenden Ausführungsform jedoch, die die Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr; und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehenden Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm oder mehr ausgerüstet ist, und die für den Hochdruckturbinenabschnitt 16 und den Mitteldruckturbinenabschnitt 17 verwendet wird, wenn der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34, wie in Fig.
19 gezeigt, längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST konstant ist, wird die Ausgangsleistung je Turbinenstufe erhöht, sodass das Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) in Stufen stromabwärts der Dampfströmung auf etwa 0,45 abfällt, jedoch im Gegensatz dazu das optimale Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT auf etwa 0,55 ansteigt, als ein Ergebnis der Vergrösserung des Reaktionsgrades Rxm am mittleren Radius Rm, was einen Nachteil oder ein Problem dahingehend schafft, dass der Wirkungsgrad der Turbinenstufe 35 vermindert wird.
Diese vierte Ausführungsform wurde im Hinblick auf die vorgenannten Punkte geschaffen und dadurch, dass der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST allmählich zunimmt, wie in Fig. 6 dargestellt, wird der mittlere Radius Rm2 der Turbinenlaufschaufel 34 grösser als der mittlere Radius Rm1 der herkömmlichen Dampfturbine, wegen der Zunahme des Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34, wie in Fig. 7 dargestellt.
Aus diesem Grunde wird, zusätzlich zu der Zunahme der Drehumfangsgeschwindigkeit U, der Reaktionsgrad Rxm2 an dem mittleren Radius Rm der Turbinenlaufschaufel 34 ebenfalls kleiner als der Reaktionsgrad Rxm1 der herkömmlichen, wegen der Abnahme der Schaufellänge, und entsprechend ist es möglich, den Wirkungsgrad der Turbinenstufe 35 auf einem hohen Wert zu halten, indem das tatsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) mit dem optimalen Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT im We sentlichen zusammenfällt, sodass eine Dampfturbine, die die vorgenannten Auslegungserfordernisse erfüllt, verwirklicht werden kann.
In diesem Konzept zeigt Fig. 7 einen Vergleich zwischen einer Reaktionsgradverteilungskurve Rx2 entsprechend der erfindungsgemässen Ausführungsform, wenn der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST allmählich zunimmt, und der Reaktionsgradverteilungskurve Rx1 entsprechend der herkömmlichen Dampfturbine, wenn der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST konstant ist, wobei die Indizes 1 und 2 die vierte Ausführungsform der Erfindung und die herkömmliche Dampfturbine bezeichnen.
Wenn dagegen der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST zu gross festgelegt ist, dann wird das tatsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) grösser als das optimale Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT , sodass der Wirkungsgrad der Turbinenstufe 35 deutlich vermindert wird.
Die vorliegende Erfindung wurde im Hinblick auf die oben genannten Punkte gemacht, und in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 wird, wenn der Innenradius Rr einer jeweiligen (einer nun zu behandelnden Stufe) Turbinenlaufschaufel 34 als Rr definiert ist, der innere Umfangsradius Rrn der nächststufigen Turbinenlaufschaufel 34 als Rrn definiert ist, der Turbinenstufenwirkungsgrad als eta definiert ist, wie in Fig. 8 dargestellt, das Verhältnis der Innenradien Rrn/Rr der Turbinenlaufschaufel 34 in dem Bereich von 1 < Rrn/Rr <= 1,05 festgelegt, innerhalb der Fläche bzw. des Bereiches S A , der durch die Schnittpunkte J, K zwischen dem festgesetzten Stufenwirkungsgrad eta 0 , darge stellt durch die gestrichelte Linie, und der Turbinenstufenwirkungsgradsverteilungslinie eta A . Dieser Bereich wurde in einer Modellturbine sichergestellt.
In Fig. 8 ist der Bereich S A ein Bereich, in dem das tatsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) und das optimale Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT im Wesentlichen miteinander übereinstimmen, ist der Bereich S H ein Bereich, in dem das tatsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) grösser als das optimale Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT ist und ist der Bereich SL ein Bereich, in dem das tatsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) kleiner als das optimale Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT ist.
Wie vorstehend beschrieben, wird es bei der vorliegenden Ausführungsform, da das Verhältnis der Innenradien Rrn/Rr der jeweiligen Turbinenstufe und der nächsten Turbinenstufe der Turbinenlaufschaufel 34 bei dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 innerhalb des Bereiches von 1 < Rrn/Rr <= 1,05 festgelegt ist, wobei das tätsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) im Wesentlichen mit dem optimalen -Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 )opt übereinstimmt, möglich, den hohen Wirkungsgrad der Turbinenstufe 35 zu erhalten.
Da die Volumenströmung des Dampfes ST, der in den Mitteldruckturbinenabschnitt 17 einströmt, grösser ist als der des Hochdruckturbinenabschnitts 16, ist es bei der vorliegenden Ausführungsform zusätzlich notwendig, das Verhältnis der Innenradien Rrn/Rr der Turbinenlaufschaufel 34 in dem Mitteldruckturbinenabschnitt 17 zu studieren und erneut zu betrachten.
Bei der vorliegenden Ausführungsform ist, wie in Fig. 9 dargestellt, das Verhältnis der Innenradien Rrn/Rr der Turbinenlaufschaufel 34 in dem Mitteldruckabschnitt 17 innerhalb eines Bereiches von 1 < Rrn/Rr <= 1,1 innerhalb des Bereiches S A festgelegt, der durch die Schnittpunkte L, M zwischen dem festgelegten Stufenwirkungsgrad eta i , dargestellt durch die gestrichelte Linie, und der Turbinenstufenwirkungsgradverteilungskurve eta s . Dieser Bereich wurde auch durch eine Modellturbine bestätigt.
Wie vorstehend beschrieben, ist es bei der vorliegenden Ausführungsform, da das Verhältnis der Innenradien Rrn/Rr der jeweiligen Turbinenstufe und der nächsten Turbinenstufe der Turbinenlaufschaufel 34 in dem Mitteldruckturbinenabschnitt 17 auf den Bereich von 1 < Rrn/Rr <= 1,1 festgesetzt ist, wobei das tatsächliche Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) im Wesentlichen mit dem optimalen Geschwindigkeitsverhältnis (U/C 0 ) OPT zusammenfällt, möglich, den hohen Wirkungsgrad der Turbinenstufe 35 beizubehalten.
Fig. 10 ist ein Turbinenstufenzahlauswahldiagramm zur Auswahl der optimalen Anzahl der Turbinenstufen in dem Hochdruckturbinenabschnitt entsprechend der Erfindung aus der Beziehung zwischen einem Gesamtwirkungsgrad des Hochdruckturbinenabschnitts eta HP und dem Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34.
Da der Turbinenstufenwirkungsgrad eine Funktion des Geschwindigkeitsverhältnisses (U/C) ist, wird die Ausgangsleistung der Turbinenstufe umso grösser, je kleiner die Anzahl der Turbinenstufen ist. Entsprechend wird der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34, der den Gesamt wirkungsgrad der Hochdruckturbine eta HP maximiert, ebenfalls gross.
Wenn eine Betrachtung unter dem Gesichtspunkt der Festigkeit des Turbinenrotors (Turbinenwelle) erfolgt, ist des Weiteren der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34, der für den Hochdruckturbinenabschnitt 16 verwendet wird, notwendigerweise begrenzt, da, wenn der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 zu klein ist, es schwierig wird, einen Befestigungsbereich der Turbinenlaufschaufel 34 auszubilden. Wenn dagegen der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 zu gross wird, überschreiten Spannungen der Turbinenlaufschaufel 34 und ihres Befestigungsbereiches akzeptable Werte. Folglich liegt der Bereich des Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34, der in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 verwendbar ist, wie in Fig. 10 dargestellt, ist, innerhalb des Bereiches S H P .
In dem Fall, in dem eine grosse Anzahl von Turbinenstufen verwendet werden kann, wird die Anzahl der Turbinenstufen gemäss dem Punkt A gewählt, wo der Gesamtwirkungsgrad des Hochdruckturbinenabschnitts eta HP bei einem kleineren Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel am grössten ist, d.h. es werden 10 (zehn) Stufen gewählt.
Andererseits dagegen, in dem Fall, in dem es unmöglich ist, eine so grosse Zahl von Turbinenstufen zu verwenden, wird die Anzahl der Turbinenstufen gemäss dem Punkt B gewählt, wo der Innenradius R r der Turbinenlaufschaufel 34 vergrössert ist und der Gesamtwirkungsgrad des Hochdruckturbinenabschnitts eta HP gross wird, d.h. es werden 8-9 (acht bis neun) Stufen gewählt. Wenn der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 näher an die obere Grenze des Bereiches S H P kommt, wird die Anzahl der Turbinenstufen durch den Punkt C gewählt, wo der Gesamtwirkungsgrad des Hochdruckturbinenabschnitts eta HP maximal wird, d.h. es werden 7 (sieben) Stufen gewählt.
Wie vorstehend beschrieben, ist es bei der vorliegenden Ausführungsform, da die Anzahl der Turbinenstufen des Hochdruckturbinenabschnitts 16 bei sieben bis zehn Stufen gewählt wird, möglich, den Hochdruckturbinenabschnitt 16 mit einem hohen Turbinenstufenwirkungsgrad zu betreiben.
Fig. 11 ist ein Turbinenstufenzahlauswahldiagramm zum Wählen der optimalen Anzahl von Turbinenstufen in dem Mitteldruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Dampfturbine aus der Beziehung zwischen dem Gesamtwirkungsgrad des Mitteldruckturbinenabschnitts eta IP und dem Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34.
In einem Fall, in dem die Anzahl der Turbinenstufen des Mitteldruckturbinenabschnitts 17 gewählt wird, liegt, wie im Fall des oben beschriebenen Hochdruckturbinenabschnitts 16 der Bereich des Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34, der für den Mitteldruckturbinenabschnitt 17 verwendbar ist, innerhalb des Bereiches S I P , wie in Fig. 11 gezeigt.
Dabei wird in dem Fall, in dem eine grosse Zahl von Turbinenstufen verwendet werden kann, die Anzahl der Turbinenstufen entsprechend dem Punkt A gewählt, wo der Gesamtwirkungsgrad des Mitteldruckturbinenabschnitts eta IP bei kleinerem Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 am grössten ist, d.h., es werden sechs bis sieben Stufen gewählt.
In einem Fall dagegen, in dem es unmöglich ist, eine so grosse Anzahl von Turbinenstufen zu verwenden, wird die Anzahl der Turbinenstufen entsprechend dem Punkt B gewählt, wo der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 vergrössert ist und der Gesamtwirkungsgrad des Mitteldruckturbinenabschnitts eta IP gross wird, d.h. es werden vier bis fünf Stufen gewählt.
Wie vorstehend beschrieben, ist es bei dieser vierten Ausführungsform, da die Anzahl der Turbinenstufen des Mitteldruckturbinenabschnitts 17 zu vier bis sieben Stufen gewählt wird, möglich, den Mitteldruckturbinenabschnitt 17 mit dem hohen Turbinenstufenwirkungsgrad zu betreiben.
Fig. 12 ist ein Turbinenstufenzahlauswahldiagramm zum Wählen der optimalen Anzahl von Turbinenstufen in dem Niederdruckturbinenabschnitt der erfindungsgemässen Turbine, aus der Beziehung zwischen einem Gesamtwirkungsgrad eines Niederdruckturbinenabschnitts eta LP und dem Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34.
Wenn die Anzahl der Turbinenstufen des Niederdruckturbinenabschnitts 18 gewählt wird, liegt, wie im Fall des vorstehend beschriebenen Hochdruckturbinenabschnitts 16 der Bereich des Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34, der für den Niederdruckturbinenabschnitt 18 verwendbar ist, wie in Fig. 12 dargestellt, in einem Bereich S L P .
In dem Fall, in dem eine grosse Anzahl von Turbinenstufen verwendet werden kann, wird dabei die Anzahl der Turbinenstufen entsprechend dem Punkt A gewählt, wo der Ge samtwirkungsgrad des Niederdruckturbinenabschnitts eta LP bei kleinerem Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 am grössten ist, d.h. es werden sechs bis sieben Stufen gewählt.
In dem Fall dagegen, in dem es nicht möglich ist, eine so grosse Zahl von Turbinenstufen zu verwenden, wird die Zahl der Turbinenstufen entsprechend dem Punkt B gewählt, wo der Innenradius Rr der Turbinenlaufschaufel 34 vergrössert ist und der -Gesamtwirkungsgrad des Niederdruckturbinenabschnitts eta LP gross wird, d.h. es werden fünf Stufen gewählt.
Wie vorstehend beschrieben, ist es bei dieser vierten Ausführungsform, da die Anzahl der Turbinenstufen des Niederdruckturbinenabschnitts 18 zu fünf bis sieben Stufen gewählt wird, möglich, dass der Niederdruckturbinenabschnitt 18 mit dem hohen Turbinenstufenwirkungsgrad betrieben wird.
Bei der Dampfturbine entsprechend der vorliegenden Ausführungsform, die die Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung 100 MW oder mehr; und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehenden Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm oder mehr ausgerüstet ist, sind die meist bevorzugten verwendbaren Anzahlen der Turbinenstufen folgende: sieben bis zehn für den Hochdruckturbinenabschnitt 16; vier bis sieben für den Mitteldruckturbinenabschnitt 17;
und fünf bis sieben für die Anzahl der Turbinenstufen des Niederdruckturbinenabschnitts 18, um zu ermöglichen, dass die Dampfturbine mit dem hohen Turbinengesamtwirkungsgrad arbeitet.
Fig. 13 ist ein allgemeines Diagramm von Profilverlustkoeffizienten, bei dem der Profilverlustkoeffizient bezüglich des Einströmwinkels und Ausströmwinkels dargestellt ist (Turbo Machinery Society of Japan, "Steam Turbine" (Japan Industrial Publishing Co. Ltd.) 1990). Fig. 14 ist ein Vektordiagramm, das bei einem mittleren Radius (Teilkreisradius) einer mittleren Stufe ein Geschwindigkeitsdreieck des Dampfes zeigt, der in der Turbinendüse und der Turbinenlaufschaufel strömt, wobei U die Umfangsgeschwindigkeit, C die Absolutgeschwindigkeit, W die Relativgeschwindigkeit, alpha der Einströmwinkel, beta der Ausströmwinkel, S die Verengung (schmälster Pfadbereich zwischen den Schaufeln), t der Schaufelabstand (pitch) ist, die Indizes 1, 2 und 3 einen Turbinendüseneinlass, einen Turbinendüsenauslass (d.h.
den Turbinenlaufschaufeleinlass) und einen Turbinenlaufschaufelauslass bedeuten, der Zusatz N die Verengung und den Abstand der Turbinendüse bedeutet und der Index B die Verengung und den Abstand der Turbinenlaufschaufel bedeutet. In Fig. 14 wird, da die Verengung/Abstand S/T im Wesentlichen gleich dem Sinus (Ausströmwinkel = alpha 2 ) ist, der Ausströmwinkel alpha 2 als alpha 2 = sin<-><1> (S/T) aus Vereinfachungsgründen behandelt.
Herkömmlicherweise wird bei dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 der Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Dampfturbine beispielsweise, wie in Fig. 13 und 14 darge stellt, in dem Fall, in dem der Einströmwinkel ( alpha 1) nahe bei 90 DEG liegt, da der Profilverlustkoeffizient deutlich zunimmt, wenn der Ausströmwinkel ( alpha 2 ) kleiner als 13 DEG festgelegt ist, um zu verhindern, dass der Profilverlustkoeffizient 3% übersteigt, wenn der Ausströmwinkel ( alpha 2 ) der Turbinenlaufschaufel auf etwa 50 DEG festgesetzt wird, der Auslasswinkel ( alpha 2 ) der Turbinendüse auf etwa 15 DEG festgelegt, (wenn der Auslasswinkel ( alpha 2 ) 15 DEG beträgt, wird das Verengungs-/Abstandsverhältnis (S N /t N ) bei dem mittleren Radius der Turbinenstufe zu 0,259 berechnet) und der Ausströmwinkel ( beta 3 )
der Turbinenlaufschaufel wird auf 24 DEG festgesetzt (wenn der Ausströmwinkel ( beta 3 ) 24 DEG beträgt, wird das Verengungs- /Abstandsverhältnis (S B /t B ) bei dem mittleren Radius der Turbinenstufe zu 0,406 berechnet).
Da die Schaufellänge des Hochdruckturbinenabschnitts 16 lediglich etwa 20 mm bis 30 mm beträgt, ist jedoch der sekundäre Strömungsverlust gross und auf diese Weise der Turbinenstufenwirkungsgrad gering. "Sekundärer Strömungsverlust" ist der -Verlust, der von der gegen die Rückseite der Schaufel an der Grenzschicht zwischen der inneren Umfangswand und der äusseren Umfangswand der Turbinendüse und der Turbinenlaufschaufel strömenden Strömung erzeugt wird. Es ist bekannt, dass, um die Sekundärströmung zu vermindern, die Turbinendüse und die Länge der Turbinenlaufschaufel länger gemacht werden können (siehe "Steam Turbine (Theory and Basis)", veröffentlicht von SANPO-SHA 1982).
Auf Grund des Fortschritts der Analysetechnologien mit Computern wurden jedoch in jüngerer Zeit neue Profile entwickelt, bei denen der Profilverlustkoeffizient nicht ansteigt, selbst wenn die Ausströmwinkel ( alpha 2 , beta 3 ) der Turbinendüse und der Turbinenlaufschaufel kleiner sind als die herkömmlichen. Genauer wurden neue Profile entwickelt, bei denen der Ausströmwinkel ( alpha 2 ) der Turbinendüse zu 9 DEG -12 DEG gewählt werden kann (0,156-0,208) ausgedrückt durch das Hub/Abstandsverhältnis (S N /t N ) (stroke/pitch ratio) bei mittlerem Turbinenstufenradius) und der Ausströmwinkel ( beta 3 ) der Turbinenlaufschaufel kann auf 16 DEG -19 DEG festgelegt werden (0,276-0,326, ausgedrückt durch das Hub/Abstandsverhältnis (S B /t B ) bei mittlerem Turbinenstufenradius).
Da die Schaufellänge mit etwa 30 mm bis 45 mm unter den gleichen Dampfbedingungen gewählt werden kann wie in herkömmlichen Dampfbedingungen, indem ein solches Profil verwendet wird, das die Auslasswinkel ( alpha 2 , beta 3 ) vermindern kann, ist es möglich, den Sekundärströmungsverlust abhängig von einer Zunahme der Schaufellänge zu vermindern.
Die vorliegende Ausführungsform wurde durch geschicktes Ausnützen der oben genannten Vorteile gemacht und in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 der Dampfturbine, die die Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehenden Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm oder mehr ausgerüstet ist, wird ein Profil eingebaut, das das Verengungs-/Abstandsverhältnis (S N /t N ) bei dem mittleren Radius der Turbinendüse 33 im Bereich von 0,15 bis 0,21 festlegen kann, und das Verengungs-/Abstandsverhältnis (S B /t B ) bei dem mittleren Radius der Turbinenlaufschaufel 34 in dem Bereich von 0,27 bis 0,33 festlegen kann.
Da das neue Profil, das das Verengungs-/Abstandsverhältnis (S N /t N ) des mittleren Radius der Turbinendüse 33 auf den Bereich von 0,15 bis 0,21 festlegen kann und das Verengungs-/Abstandsverhältnis (S B /t B ) bei dem mittleren Radius der Turbinenlaufschaufel 34 im Bereich von 0,27 bis 0,33 festlegen kann, in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 enthalten ist, ist es daher bei der vorliegenden Ausführungsform möglich, den Hochdruckturbinenabschnitt 16 mit hohem Turbinenstufenwirkungsgrad zu betreiben.
Fig. 15 ist eine schematische Ansicht eines senkrechten Schnittes, teilweise weggeschnitten, einer fünften Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine.
Die Dampfturbine dieser fünften Ausführungsform wird für einen Hochdruck-Erststufenteil 36a des Hochdruckturbinenabschnitts 16 verwendet, und wenn ein Durchmesser eines Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils (Büchsenteils) 37 als OD 1 definiert wird und ein Durchmesser eines Durchführungsteils (Büchsenteils) für die zweite Stufe der Hochdruckturbine 38 an einem Hochdruck-Zweitstufen-Teil 36b als OD 2 definiert ist, werden die jeweiligen Durchmesser für OD 1 und OD 2 an den Durchführungsteilen 37, 38 derart festgesetzt, dass OD 1 < OD 2 ist, und ein Turbinenrotor (Turbinenwelle 39) wird derart festgelegt, dass er einen Wellenradius aufweist, der die im Betrieb erzeugten Schubkräfte aushalten kann.
Der Hochdruckturbinenabschnitt 16 der vorliegenden Ausführungsform ist von der Axialströmungsbauweise, bei der der Hochdruck-Erststufen-Teil 36a, der Hochdruck-Zweitstufen-Teil 36b und Ähnliches in dieser Folge längs der Strömungsrichtung des Dampfes ST angeordnet sind.
Jeder des Hochdruck-Erststufen-Teils 36a und des Hochdruck-Zweitstufen-Teils 36b umfasst in Kombination die Turbinendüse 33 und die Turbinenlaufschaufel 34, die in einer Ringlinie längs der Umfangsrichtung des Turbinenrotors 39 angeordnet sind. Weiter ist die Turbinendüse 33 an jedem ihrer Enden von einem ringförmigen Blendenaussenring 40 und einem Blendeninnenring 41 gehalten. Weiter ist die Turbinenlaufschaufel 34 an einem Turbinenrad 42 befestigt, das integral mit dem Turbinenrotor 39 ausgebildet ist.
Zusätzlich ist der Hochdruckturbinenabschnitt 16 der folgenden Ausführungsform mit einem Mitteldruckturbinenabschnitt (nicht dargestellt) versehen, der folgend zur Einlassseite des Dampfes ST eingebaut ist, sowie mit dem Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteil 37 versehen, um den Hochdruckturbinenabschnitt 16 von dem Mitteldruckturbinenabschnitt zu trennen. Dieser Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteil 37 ist derart konfiguriert, dass der Durchmesser OD 1 kleiner als der Durchmesser OD 2 des Durchführungsteils für die zweite Stufe der Hochdruckturbine 38 ist.
Es sei erwähnt, dass die von dem Turbinenrotor 39 erzeugte Schubkraft durch die Druckdifferenz hervorgerufen wird, die auf das Turbinenrad 42 wirkt, in dem die Turbinenlaufschaufel 34 befestigt ist, und wenn der Druck P 2 auf der stromaufwärtigen Seite des Dampfes ST grösser ist als der Druck P 3 auf der stromabwärtigen Seite des Dampfes ST, wird die Schubkraft in der gleichen Richtung erzeugt wie die Strömungsrichtung des Dampfes ST. Da in der Dampfturbine gemäss Fig.
14 die Schubkräfte der Niederdruckturbinenabschnitte 6a und 6b sich gegenseitig aufheben, da dieser Abschnitte von der Doppelströmungsbauart sind und deren Strömungsrichtungen einander entgegengesetzt sind, ist es daher notwendig, den Wellenradius des Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinenrotors 4 unter Betrachtung nur der Schubkraftdifferenz zwischen dem Hochdruckturbinenabschnitt 2 und dem Mitteldruckturbinenabschnitt 3 festzulegen.
Im Fall der Dampfturbine der Fig. 18 jedoch, ist, obwohl der Hochdruckturbinenabschnitt 2 und die Mitteldruckturbine 3 zueinander entgegengesetzt sind, der Niederdruckturbinenabschnitt 6 in Einzelströmungsbauart, sodass die auf den Niederdruckturbinenabschnitt 6 wirkende Schubkraft in der gleichen Richtung wie die des Mitteldruckturbinenabschnitts 6 ist. Folglich ergibt sich die auf den Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinenrotor 4 und die ganze Niederdruckturbine 6 wirkende Schubkraft aus dem folgenden Ausdruck:
(Auf den Hochdruckturbinenabschnitt 16 wirkende Schubkraft) - (auf den Mitteldruckturbinenabschnitt 17 wirkende Schubkraft + auf den Niederdruckturbinenabschnitt 18 wirkende Schubkraft), was im Ergebnis dazu führt, dass die auf den Niederdruckturbinenabschnitt 6 wirkende Schubkraft vergrössert ist. In dem Fall, in dem die auf den Niederdruckturbinenabschnitt 6 wirkende Schubkraft vergrössert wird, muss diese vergrösserte Schubkraft bei der Festlegung des Wellenradius des Niederdruckturbinenrotors 7 berücksichtigt werden.
Genauer ist es bei der Dampfturbine, die die folgenden Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr; und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm oder mehr ausgerüstet ist, notwendig, die Festlegung der Wellenradien des gesamten Turbinenrotors ausreichend zu berücksichtigen,
indem die Zunahme der Schubkraft zu dem Niederdruckturbinenabschnitt 6 hin auf Grund der Verlängerung der letztstufigen Laufschaufel und dem Schublagerverlust auf Grund der Vergrösserung der Schublager, die den ganzen Turbinenrotor tragen, sowie die Abnahme der Turbinenausgangsleistung zu berücksichtigen.
Bei der Dampfturbine entsprechend dieser fünften Ausführungsform wird angenommen, dass, da durch das Festlegen des Durchmessers OD 1 des Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils 37 kleiner als der Durchmesser OD 2 des Durchführungsteils für die zweite Stufe 38 der Hochdruckturbine, die Fläche, auf die der Druck P 2 auf der strom aufwärtigen Seite des Turbinenrades 42 an dem Hochdruck-Erststufen-Teil 36a wirkt, vergrössert ist, die Schubkraft auf die Hochdruckseite des Hochdruck-Erststufen-Teils 36a vergrössert ist und deshalb die Schubkraft auf die Niederdruckseite entsprechend vermindert ist, sodass es möglich ist, die Verminderung der Turbinenausgangsleistung zu unterdrücken. Eine solche Annahme kann beispielsweise für die zweite und die dritte Stufe anwendbar sein.
Wenn die Wirkung der Unterdrückung der Verminderung der Turbinenausgangsleistung in Betracht gezogen wird, könnte sie jedoch am wirksamsten auf den Hochdruck-Erst-Stufen-Teil 36a angewandt werden. Wenn der Durchmesser OD 1 des Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils 37 zu klein gewählt wird, werden dadurch jedoch eine Abnahme der Festigkeit und Schwingungen der Welle verursacht.
Wenn bei einer Dampfturbine der vorliegenden Ausführungsform, die die vorgenannten Auslegungserfordernisse erfüllt, der Durchmesser des Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils 37 durch OD 1 gegeben ist, und der Durchmesser des Durchführungsteils der zweiten Stufe 38 der Hochdruckturbine durch OD 2 gegeben ist, wird der Durchmesser OD 1 des Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils 37 festgelegt zu OD 1 = (0,95 bis 0,98) x OD 2
Der vorgenannte Durchmesser OD 2 ist ein bevorzugter Anwendungswert, der durch eine Modellturbine abgesichert ist.
Da, wie vorstehend beschrieben, bei der vorliegenden Ausführungsform die Beziehung zwischen dem Durchmesser OD 1 des Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils 37 und dem Durchmesser OD 2 des Durchführungsteils für die zweite Stufe 38 der Hochdruckturbine durch die Gleichung OD 1 (0,95 bis 0,98) x OD 2 dargestellt ist, ist es möglich, die Dampfturbine bezüglich der während des Betriebs erzeugten Schubkraft stabil zu betreiben und eine Verminderung der Turbinenausgangsleistung während des Betriebs zu unterdrücken.
Fig. 16 ist eine schematische Ansicht eines senkrechten Schnittes einer sechsten Ausführungsform der erfindungsgemässen Dampfturbine.
Die Dampfturbine dieser sechsten Ausführungsform wird beispielsweise für die Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierte Bauart angewendet und ist so aufgebaut, dass ein Hochdruckturbinenabschnitt 16, ein Mitteldruckturbinenabschnitt 17 und ein Niederdruckturbinenabschnitt 18 in einem Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinengehäuse 15 aufgenommen sind.
Ein Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierter Turbinenrotor 19 hat zwei Enden, wobei eines seiner Enden auf der Seite des Hochdruckturbinenabschnitts 16 von einem hochdruckseitigen Achslager 22a aufgenommen ist, das in einem auf einem Sockel angeordneten Hochdrucklagergehäuse 21a untergebracht ist, während das andere Ende auf der Seite des Niederdruckturbinenabschnitts 18 von einem niederdruckseitigen Achslager 22b getragen wird, das in einem auf einem Sockel 20b angeordneten Niederdrucklagergehäuse 21b aufgenommen ist.
Weiter ist bei der Dampfturbine der vorliegenden Ausführungsform eine Öffnung 43 der Turbinenauslasshaube 23, die für die so genannte abwärts auslassende Bauart charakteristisch ist, auf der stromabwärtigen Seite des Hoch-Mittel-Niederdruck-integrierten Turbinengehäuses 15 vorgesehen, und eine Verbindungskörperwand 24 zum Verbinden des Ausnehmungsbereiches 25 mit dem Kondensator ist auf dessen Boden- bzw. Unterseite vorgesehen. Der Ausnehmungsbereich 25 ist auf der Seite des niederdruckseitigen Achslagers 22b der Turbinenauslasshaube 23 zu einer kegeligen bzw. konischen Gestalt geformt.
Wenn der Innendurchmesser des Dampfpfades 44 in dem Hochdruck-Zweitstufen-Teil 36b des Hochdruckturbinenabschnitts 16 durch OD H P gegeben ist, und der Innendurchmesser des Dampfpfades 46 in einer Mitteldruck-Erststufe 45 des Mitteldruckturbinenabschnitts 17 durch OD IP gegeben ist, wird bei der Dampfturbine der vorliegenden Ausführungsform mit der oben beschriebenen Konfiguration das Verhältnis der Innendurchmesser (OD IP /OD H P ) in dem Bereich festgelegt:
1,2 <= OD IP /OD HP < 1,5.
Bei der Dampfturbine entsprechend der vorliegenden Ausführungsform, die die vorliegenden Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr; und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehenden Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm oder mehr ausgerüstet ist, sinkt die Dampftemperatur nach Abschluss der Expansionsarbeit in den Hochdruckturbinenabschnitt 16 auf 360 DEG C und das spezifische Volumen ist zu diesem Zeitpunkt viermal so hoch wie das zum Zeitpunkt des Betriebsbeginns.
Weiter wird der aus dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 austretende Dampf wieder auf eine Temperatur gleich oder grösser als 500 DEG C erhitzt und das spezifische Volumen wird dabei auf das 1,4fache dessen am Ausgang des Hochdruckturbinenabschnitts 16 vergrössert. Da ein teilweiser Dampfabzug aus dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 erfolgt, ist jedoch die Volumenströmung zum Zeitpunkt der Strömung in dem Dampfpfad 46 des Mitteldruck-Erststufen-Teils 47 in dem Mitteldruckturbinenabschnitt 17 dreimal so hoch wie zum Zeitpunkt der Strömung durch den Dampfpfad 44 des Hochdruck-Zweitstufen-Teils 36b in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16.
Zusätzlich ist der Hauptdampfdruck des in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 strömenden Dampfes gleich oder grösser als 100 kg/cm<2>, wohingegen der Hauptdampfdruck des in dem Mitteldruckturbinenabschnitt 17 strömenden Dampfes einige zehn kg/cm<2> beträgt, sodass selbst, wenn die Druckverhältnisse hinter und vor der Turbinenschaufelanordnung einander gleich sind, der Druckunterschied auf einen Bruchteil dessen des Hochdruckturbinenabschnitts 16 vermindert werden kann. Entsprechend kann die Schaufellänge des Mittel-Erststufen-Teils 45 in dem Mitteldruckturbinenabschnitt 17 2-2,5 Mal länger sein als die des Hochdruck-Zweitstufen-Teils 36b in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16.
Daher ist es bei der vorliegenden Ausführungsform, weil die Schaufel derart entworfen ist, dass die axiale Strömungsgeschwindigkeit längs der radialen Richtung (Richtung der Schaufellänge) konstant ist, vorteilhaft, das Innendurchmesserverhältnis von OD IP /OD H P zwischen dem Innenumfangsdurchmesser OD HP des Dampfpfades 44 des Hochdruck-Zweitstufen-Teils 36b in dem Hochdruckturbinenabschnitt 16 und dem Innendurchmesser OD IP des Dampfpfades 46 des Mitteldruck-Erststufen-Teils 45 in dem Mitteldruckabschnitt 17 auf den Bereich festzulegen:
1,2 <= OD IP /OD HP <= 1,5.
Da, wie vorstehend beschrieben, das Verhältnis der Innendurchmesser OD IP / OD H P auf den Bereich von 1,2 <= OD IP /OD H P <= 1,5 festgesetzt ist, ist es bei der sechsten Ausführungsform möglich, die Dampfturbine zu betreiben und dabei den Turbinenstufenwirkungsgrad hoch zu halten.
Wie vorstehend entsprechend den verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung beschrieben, wird es möglich, je Turbinenstufe eine grosse Arbeit zu erzeugen und deren stabilen Betrieb zu ermöglichen, indem die Lagerstutzweite vermindert wird.
Es sei darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen beschränkt ist und viele andere Änderungen und Modifizierungen vorgenommen werden können, ohne den Umfang der beigefügten Ansprüche zu verlassen.
Claims (8)
1. Dampfturbine, die in Kombination wenigstens zwei aus einem Hochdruckturbinenabschnitt (16), einem Mitteldruckturbinenabschnitt (17) und einem Niederdruckturbinenabschnitt (18) in einem einzigen Turbinengehäuse (15) enthält und die folgenden Auslegungserfordernisse erfüllt: einen Hauptdampfdruck von 100 kg/cm<2> oder mehr; eine Hauptdampftemperatur von 500 DEG C oder mehr; eine Nennausgangsleistung von 100 MW oder mehr;
und eine mit einer Drehzahl von 3000 U/min drehende Einheit (19), die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 91,4 cm oder mehr ausgerüstet ist, oder eine mit einer Drehzahl von 3600 U/min drehende Einheit, die mit einer letztstufigen Laufschaufel der Turbine mit einer effektiven Schaufellänge von 85,1 cm oder mehr ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Turbinenauslasskammer des Niederdruckturbinenabschnitts eine Struktur hat, die sich zu beiden Seiten einer Querrichtung des Turbinengehäuses (15) erstreckt.
2.
Dampfturbine gemäss Anspruch 1, wobei wenn eine Verengungsfläche einer Turbinendüse durch A N gegeben ist und eine Verengungsfläche einer Turbinenlaufschaufel im Hochdruckturbinenabschnitt (16) durch A B gegeben ist, ein Verhältnis zwischen den beiden Verengungsflächen A B /A N innerhalb eines Bereichs von 1,6 <= A B /A N <= 1,8 festgelegt wird.
3. Dampfturbine gemäss Anspruch 1, wobei ein Innenradius einer Turbinenlaufschaufel in einer Turbinenstufe des Hochdruckturbinenabschnitts (16) längs einer Strömungsrichtung eines Dampfes allmählich zunimmt und, wenn der Innenradius der Turbinenlaufschaufel als Rr definiert ist, und ein Innenradius einer Turbinenlaufschaufel in der nächsten Stufe der Hochdruckturbine als Rrn definiert ist, ein Verhältnis der beiden Radien (Rrn/Rn) innerhalb eines Bereichs von 1 <= Rrn/Rr <= 1,05 festgelegt wird.
4. Dampfturbine gemäss Anspruch 1, wobei ein Innenradius einer Turbinenlaufschaufel in einer Turbinenstufe des Mitteldruckturbinenabschnitts (17) längs einer Strömungsrichtung eines Dampfes allmählich zunimmt und wenn der Innenradius der Turbinenlaufschaufel als Rr definiert ist, und ein Innenradius einer Turbinenlaufschaufel in der nächsten Stufe der Mitteldruckturbine als Rrn definiert ist, ein Verhältnis der beiden Radien (Rrn/Rn) innerhalb eines Bereichs von 1 <= Rrn/Rr <= 1,1 festgelegt wird.
5. Dampfturbine gemäss Anspruch 1, wobei die Anzahl der Turbinenstufen des Hochdruckturbinenabschnitts (16) sieben bis zehn beträgt, die Anzahl von Turbinenstufen des Mitteldruckturbinenabschnitts (17) vier bis sieben beträgt und die Anzahl von Turbinenstufen des Niederdruckturbinenabschnitts (18) fünf bis sieben beträgt.
6.
Dampfturbine gemäss Anspruch 1, wobei ein Verengungs-/Abstandsverhältnis (S N /t N ) bei einem mittleren Radius einer Turbinendüse des Hochdruckturbinenabschnitts (16) innerhalb eines Bereichs von S N /t N = 0,15 bis 0,21 festgelegt wird, während ein Verengungs-/Abstandsverhältnis (S B /t B ) bei einem mittleren Radius der Turbinenlaufschaufel des Hochdruckturbinenabschnittes (16) innerhalb eines Bereichs von S B /t B = 0,27 bis 0,33 festgelegt wird.
7.
Dampfturbine gemäss Anspruch 1, wobei eine Strömungsrichtung eines durch die Turbinenstufen des Hochdruckturbinenabschnitts (16) strömenden Dampfes und die Strömungsrichtung des durch die Turbinenstufen des Mitteldruckturbinenabschnitts (17) strömenden Dampfes einander entgegengesetzt sind, und wenn ein Durchmesser eines Hoch-Mitteldruck-Zwischendurchführungsteils, der den Hochdruckturbinenabschnitt und den Mitteldruckturbinenabschnitt definiert, als OD 1 definiert ist, und ein Durchmesser eines Hochdruckturbinen-Zweistufen-Durchführungsteils des Hochdruckturbinenabschnitts als OD 2 definiert ist, der Durchmesser OD 1 des Hoch-Mitteldruck-Zwischenführungsteils innerhalb eines Bereiches von OD 1 = (0,95 bis 0,98) x OD 2 festgelegt ist.
8.
Dampfturbine gemäss Anspruch 1, wobei ein Innendurchmesser eines Strömungspfades in einem Hochdruck-Zweistufen-Teil des Hochdruckturbinenabschnitts (16) als OD H P definiert ist, und ein Innendurchmesser eines Strömungspfades in einem -Mitteldruck-Erststufen-Teil des Mitteldruckturbinenabschnitts (17) als OD IP definiert ist, das Verhältnis der beiden Innendurchmesser OD HP /OD IP innerhalb des Bereichs von 1,2 <= OD HP /OD IP <= 1,5 festgelegt ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
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| PFA | Name/firm changed |
Owner name: KABUSHIKI KAISHA TOSHIBA Free format text: KABUSHIKI KAISHA TOSHIBA#72 HORIKAWA-CHO, SAIWAI-KU#KAWASAKI-SHI, KANAGAWA-KEN 210 (JP) -TRANSFER TO- KABUSHIKI KAISHA TOSHIBA#72 HORIKAWA-CHO, SAIWAI-KU#KAWASAKI-SHI, KANAGAWA-KEN 210 (JP) |
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