CH694277A5 - Nocke fuer eine Nockenwelle sowie Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents

Nocke fuer eine Nockenwelle sowie Verfahren zu ihrer Herstellung. Download PDF

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Description


  



   



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine Nocke für eine Nockenwelle  mit einem zylindrischen Wellenkörper, wie sie z.B Anwendung findet  in Verbrennungsmotoren für Automobile. Sie betrifft weiterhin eine  Nockenwelle mit derartigen Nocken. 



   Derartige, aus mehreren Einzelteilen zusammengefügte Nockenwellen  werden in zunehmendem Masse an Stelle von giess- oder schmiedetechnisch  hergestellen Nockenwellen verwendet. 



   Die Erfindung betrifft weiter ein Herstellungsverfahren für eine  mit einer erfindungsgemässen Nocke versehene Nockenwelle.  Stand  der Technik  



   Zur Herstellung von Nocken für Nockenwellen werden üblicherweise  zunächst Rohlinge durch Ablängen eines stangenförmigen Vollmaterials  gewonnen. In diesen wird dann erst die Durchgangsöffnung für die  Welle hergestellt. Schliesslich werden in der Durchgangsöffnung meist  auch noch axial ausgerichtete Nuten ausgeräumt. 



   Zur Fixierung der Nocken auf der Welle sind im Stand der Technik  verschiedene Verfahren bekannt: 



   Bei einem ersten solchen Verfahren werden die Wellen im Bereich der  Nocken mit aufgerollten, über den Wellendurchmesser überstehenden  radialen Rippen versehen. Beim Aufpressen der Nocken auf die Welle  entsteht ein Form- und Kraftschluss zwischen diesen Rippen und den  erwähnten Axialnuten in der Durchgangsöffnung der Nocken, indem sich  die beiden Kontouren ineinander verkrallen. Das Verfahren hat jedoch  verschiedene Nachteile: 



     - Beim Rollieren verlängern und verbiegen sich die Wellen nicht  unerheblich. Jede Welle muss deshalb anschliessend auf ihr Sollmass  gekürzt und die Verbiegung durch Richten wieder beseitigt werden.  Die Lagerstellen der Wellen können erst nach dem Aufpressen der Nocken  auf Endmass geschliffen werden. Die auftretenden Toleranzen müssen  durch ein Übermass von mindestens 0,5 mm berücksichtigt werden. 



   - Die Nocken deformieren sich beim Aufpressen, wobei dieses so genannte  Nockenwachstum varriert und nicht gut kontrollierbar ist. Dies bedingt  auch eine Nachbearbeitung jeder einzelnen Nocke durch Schleifen.  Hierbei kommt es je nach Deformation der Nocke zu einem über ihren  Umfang ungleichmässigen Materialabtrag kommen. Eine zuvor induktiv  erzeugte Oberflächen-Härtezone einheitlicher Dicke wird dadurch ungleichmässig  dick. Da eine Mindestdicke für diese Härtezone meist vorgeschrieben  ist, muss auch sie von vornherein überdimensioniert werden. 



   - Beim Aufpressen der Nocken kann es vorkommen, dass diese etwas  verkippen, weil die erwähnten Rillensysteme einen geraden Sitz der  Nocken auf der Welle nicht erzwingen. Die Nocken taumeln dann etwas.  Hinzu kommt, dass die in Aufpressrichtung vordere Kante ihrer Öffnung  stets mit einer Phase versehen ist, was die für die Ausrichtung und  den Sitz der Nocken wichtige axiale Länge der Nocken etwas verkürzt.  Auch diese Toleranzen müssen durch ein ausreichendes Übermass berücksichtigt  und nachfolgend duch Schleifen wieder beseitigt werden. 



   - Bei dem gewaltsamen Aufpressen der Nocken besteht die Gefahr der  Rissbildung in den Nocken, was sich als Ausschussquelle auswirkt.                                                              



   - Die Herstellung ist durch die vielen notwendigen Bearbeitungsschritte  und den erheblichen Grad an Nachbearbeitung nach dem Aufpressen der  Nocken recht zeitintensiv. 



   Bei einem anderen Verfahren wird zwischen den Nocken und der Welle  ein Schrumpfsitz erzeugt. Hierbei wird die Öffnung der Nocken im  Durchmesser etwas geringer gewählt als der    Aussendurchmesser der  Welle. Die Nocken werden dann in erwärmtem Zustand auf die tiefgekühlte  Welle aufgeschoben. Nach Temperaturausgleich der Teile ergibt sich  der gewünschte Schrumpfsitz. Dieser ist allerdings meist nicht ausreichend  fest, um den z.B. in einem Automotor an den Nocken auftretenden Drehmomenten  Stand zu halten. Eine Verzahnung, ähnlich wie bei den vorbeschriebenen  Verfahren, ist deshalb meist zusätzlich erforderlich. 



   Bei einem weiteren Verfahren wird die als Rohr ausgebildete Welle  nach dem Aufschieben der Nocken mit einem Innenhochdruck beaufschlagt,  wodurch sie sich ausdehnt und es dadurch ebenfalls zu einem Presssitz  der Nocken auf der Welle kommt. Da sich die Welle im Bereich zwischen  den Nocken sogar über den Innendurchmesser der Nocken hinaus ausdehnt,  müssen zumindest auch hier die in diesen Zonen angeordneten Lagerstellen  durch Schleifen erheblich nachbearbeitet werden.  Darstellung  der Erfindung  



   Die vorliegende Erfindung stellt sich zunächst die Aufgabe, eine  Nocke der eingangs genannten Art anzugeben, welche bei ausreichender  Festigkeit insbesondere schneller und kostengünstiger herstellbar  ist, sowie eine Nockenwelle mit einer solchen Nocke zu schaffen.  Erfindungsgemäss gelöst wird diese Aufgabe gemäss Patentanspruch  1 und 9 durch eine Nocke, die aus einer Mehrzahl von axial aneinander  gereihten Lamellen zusammengesetzt ist und auf einem zylindrischen  Wellenkörper fixiert ist 



   Die Erfindung stellt sich weiter die Aufgabe, ein Verfahren zur Herstellung  einer mit einer solchen Nocke versehenen Nockenwelle anzugeben, welches  ebenfalls rationell und schneller ausführbar ist, bei welchem Nachbearbeitungsschritte  im Wesentlichen entfallen können und und welches dadurch insgesamt  wirtschaftlicher ist. Diese Aufgabe wird gemäss Patentanspruch 10  dadurch gelöst, dass die Nocke schweisstechnisch, insbesondere durch  Widerstands-, Laser- oder Elektronenstrahl-Schweissen auf dem Wellenkörper  fixiert wird. 



   Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind jeweils in den abhängigen  Ansprüchen angegeben. 



   Die mit der Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem in Folgendem  zu sehen: 



     Die Herstellung der Nocken wird denkbar einfach, wobei sich das  Ausstanzen der Lamellen, ihr ggf. erforderliches weiteres Umformen  sowie das Paketieren vollautomatisch mit hoher Produktionsgeschwindigkeit  sehr wirtschaftlich ausführen lassen. 



   Bezüglich der Form der Nocken besteht Wahlfreiheit. Insbesondere  können zusätzliche Ausnehmungen vorgesehen werden, die das Gewicht  sowie das Trägheitsmoment reduzieren. Zusätzlich besteht Freiheit  in der Wahl der Materialien, wobei für die einzelnen Lamellen durchaus  verschiedene Materialien verwendet werden können. 



   Werden die Nocken gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren schweisstechnisch,  insbesondere durch Widerstands-, Laser- oder Elektronenstrahl-Schweissen  auf dem Wellenkörper fixiert, entfällt ein Rollieren der Wellenkörper  und tritt somit auch kein Längenwachstum der Wellenkörper und keine  dadurch verursachte Verbiegung auf. Auch erfahren die Nocken beim  Aufbringen und Aufschweissen auf die Wellenkörper kein Nockenwachstum,  sodass sowohl die Wellenkörper als auch die Nocken vor dem Zusammenfügen  bereits auf ihr jeweiliges Endmass oder wenigstens annähernd bis  auf nur wenige hundertstel Millimeter (near endshape) auf ihr Endmass  bearbeitet werden können. Ein aufwändiges Nachbearbeiten durch Schleifen  entfällt oder wird auf ein Mindestmass reduziert. Hierdurch müssen  die Wellenkörper und die Nocken vor ihrer Verbindung nicht überdimensioniert  werden.

   Indem auch ein ungleiches Abtragen von Oberflächenhärtezonen  vermieden wird, müssen auch diese nicht überdimensioniert werden.                                                              



   Die sich ergebenden Nockenwellen sind, verglichen mit den vorbekannten,  in kürzerer Zeit unter Anwendung von weniger Arbeitsvorgängen, insbesondere  mit weniger Nachbearbeitung, mit hoher Genauigkeit und mit wenig  Ausschuss äusserst rationell und kostengünstig herstellbar.   Kurze Erläuterung der Figuren  



   Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im  Zusammenhang mit der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:      Fig. 1 in einer Seitenansicht unter a)-e) mehrere, jeweils  aus Lamellen zusammengesetzte erfindungsgemässe Nocken nach der Montage  auf einem Wellenkörper, wobei der Wellenkörper quer angeschnitten  ist;       Fig. 2 einen Schnitt (A-A) durch die Nocke gemäss Fig.

    1 a);     Fig. 3 im Schnitt eine Ausschnittsvergrösserung von drei  miteinander vernoppten Lamellen;     Fig. 4 in perspektivischer  Ansicht eine Anordnung zum Befestigen der Nocken auf einem Wellenkörper  mittels Widerstands-Schweissen;     Fig. 5 im Schnitt (A-A) die  Nocke von Fig. 1 a) widerstands-schweisstechnisch auf einem Wellenkörper  befestigt;     Fig. 6 in entsprechender Darstellung eine Nocke  mit an den beiden äusseren Lamellen ausgebildeten Kragen, laser-schweisstechnisch  entlang dieser Kragen auf einer Welle befestigt; und     Fig. 7  schematisch in Ansicht eine Anordnung zur Herstellung der Nockenwellen  nach der Erfindung mit einer Vielzahl von Laser- oder Elektronenstrahl-Schweissköpfen.   Wege zur Ausführung der Erfindung  



   Die in Fig. 1 dargestellten, jeweils mit 1 bezeichneten und auf einem  hohlzylindrischen Wellenkörper 2 befestigten Nocken 1 sind gemäss  Fig. 2 aus einer Mehrzahl von Lamellen 1.1-1.n zusammengesetzt. 



   Die Lamellen können mit Vorteil einfach aus einem Flachblech bzw.  einem Blechstreifen ausgestanzt sein. Da beim Ausstanzen Wahlfreiheit  bezüglich der Form der Lamellen besteht, können diese und damit die  Nocken 1 ausser der immer erforderlichen Durchgangsöffnung 3.1 für  den Wellenkörper 2 noch mit beliebigen weiteren Ausnehmungen versehen  werden. Beispiele für solche Ausnehmungen 3.2, 3.3 bzw. 3.3.1 und  3.3.2 zeigen die unter b) bis e) in Fig. 1 dargestellen Ausführungsformen.  Durch die Ausnehmungen reduziert sich das Gewicht der Nocken, vor  allem aber deren Trägheitsmoment, was sich wiederum günstig auf den  Drehwiderstand der Nockenwelle als Ganzes auswirkt. 



     Die Ausnehmungen können auch so ausgeführt sein, dass sich z.B.  an der kreiszylindrischen Durchgangsöffnung 3.2 für den Wellenkörper  2 ein Federlappen wie der in Fig. 1 c) mit 3.4 bezeichnete ergibt,  sodass die Nocken nach dem Aufschieben auf die Welle 2 ohne weitere  Massnahmen bereits federelastisch auf dieser vorfixiert sind. Eine  solche Vorfixierung ist insbesondere bei schweisstechnischer Befestigung  der Nocken durch Laser- oder Elektronenstrahlschweissen erforderlich,  worauf noch eingegangen wird. Fig. 1 d) zeigt ein anderes Beispiel  mit zwei Federlappen 3.4.1 und 3.4.2. Eine Federwirkung könnte gemäss  Fig. 1 e) auch dadurch erzeugt werden, dass die Lamellen mit einem  Schlitz 3.5 an ihrem "stumpfen" Ende versehen werden. 



   Die zusätzlichen Ausnehmungen müssen nicht durchgängig sein. So können  insbesondere die äusseren Lamellen 1.1, 1.n ohne zusätzliche Ausnehmungen  ausgeführt sein, sodass sich nach aussen geschlossene Nocken ergeben.  Durch Vorsehen von zusätzlichen Ausnehmungen bei nur jeden zweiten  Lamelle oder durch gegenseitiges Versetzen von Ausnehmungen bei benachbarten  Lamellen könnten die Ausnehmungen auch beliebig über den internen  Bereich der Nocken verteilt werden. 



   Die Stärke der Lamellen 1.1-1.n wird z.B. im Bereich zwischen 0,6  und 4 mm, vorzugsweise jedoch im Bereich von 1-2 mm gewählt. Für  den Aufbau einer Nocke 1 wären dann zwischen 2 und etwa 15 Lamellen  erforderlich. 



   Wie in Fig. 2 sowie inbesondere in der Ausschnittsvergrösserung von  Fig. 3 erkennbar, können die Lamellen 1.1-1.n mit eingeprägten Loch/Noppen-Paaren  4.1/4.2 versehen und mittels dieser Loch/Noppen-Paare undrehbar aneinander  festgelegt sein. Bei der äussersten Lamelle 1.n könnte die Noppe  4.2 entweder entfernt oder das Loch 4.1 auch als Durchgangsloch ausgeführt  sein, wie dies strichliert angedeutet ist. 



   Zur festen und dauerhaften Verbindung der Lamellen 1.1-1.n im Paket  bieten sich grundsätzlich mehrere Verfahren an. Inbesondere könnten  die Lamellen miteinander verlötet werden, wobei sich z.B. die in  Fig. 2 mit 5.1 bezeichnete Lötverbindung ergibt, die hier an der  kreiszylindrischen Durchgangsöffnung 3.1 für den Wellenkörper 2 vorgesehen  ist. Alternativ oder zusätzlich könnten die Lamellen 1.1 -1.n auch,  insbesondere am Umfang bzw. der Mantelfläche der Nocke 1, z.B. lasertechnisch  miteinander verschweisst werden. Bevorzugt werden hierbei die Randzonen  der Lamellen 1.1-1.n so weit aufgeschmolzen, dass das    Material  der einzelnen Lamellen 1.1-1.n miteinander verschmelzen und eine  einheitliche, bereits auch schon harte Oberflächenschicht bilden  kann. Diese ist in den Fig. 2, 5 und 6 jeweils mit 5.2 bezeichnet.  Eine weitere Verbindungsmöglichkeit ist Nieten.

   Fig. 6 zeigt eine  solche, mit 5.3 bezeichnete Niete. 



   Zur Befestigung der Nocken 1 auf dem Wellenkörper 2 sind ebenfalls  verschiedene Verfahren, insbesondere wieder schweisstechnische Verfahren  möglich. 



   Ein mit besonderem Vorteil hier anwendbares schweisstechnisches Verfahren  ist das so genannte Widerstands-Schweissen. Hierbei wird die Nocke  nach dem Aufschieben auf den Wellenkörper, wie dies Fig. 4 zeigt,  zwischen mehreren Schweisselektroden 6.1-6.3 in ihrer gewünschten  Position und Drehstellung eingeklemmt. Die auf den Wellenkörper 2  aufgeklemmten Ringe 6.4 und 6.5 bilden die Gegenelektroden. Im Strompfad  zwischen den Elektroden bilden die Kontaktzonen zwischen den Lamellen  und dem Wellenkörper die Bereiche mit dem höchsten ohm'schen Widerstand.  Mittels eines hohen Stromstosses lässt sich in diesen Zonen kurzfristig  eine hohe Verlustleistung deponieren, die zu der gewünschten Verschweissung  der Lamellen mit dem Wellenkörper führt, wie dies in Fig. 5 dargestellt  ist. 



   Mit Vorteil wird hierbei durch die Schweisselektroden 6.1-6.3 gleichzeitig  ein so hoher mechanischer Druck auf die Nocken bzw. ihre Lamellen  1.1-1.n ausgeübt, dass allfällige (und für das Widerstands-Schweissen  als Strombrücken sogar günstige) Stanzgrate an den Lamellen aufgeschmolzen  und weggequetscht werden. Es ergeben sich dann entlang der Lamellen  im Querschnitt etwa linsenförmige Schweissquerschnitte, von denen  einer in Fig. 5 mit 7 bezeichnet ist. 



   Bei dieser Art der Befestigung der Nocken auf dem Wellenkörper erübrigt  sich mit Vorteil im Übrigen eine vorgängige Verbindung der Lamellen  1.1-1.n untereinander zumindest an der Durchgangsöffnung 3.1 für  den Wellenkörper 2. Eine vorgängige Verbindung, wie z.B. durch die  in Fig. 2 dargestellte Lötverbindung 5.1, kann entsprechend entfallen.                                                         



   Eine andere Art der schweisstechnischen Befestigung der Nocken auf  dem Wellenkörper besteht z.B. im Laser- oder Elektronenstrahl-Schweissen.  Um hierbei eine halt- und belastbare sowie dauerhafte Schweissnaht  zu erzeugen ist es vorteilhaft, zumindest eine der    äusseren Lamellen,  vorzugsweise aber beide äusseren Lamellen 1.1 und 1.n an der Durchgangsöffnung  3.1 für den Wellenkörper mit einem jeweils nach aussen vorstehenden  Kragen 8 zu versehen, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist. Der Kragen  8 kann einfach ziehtechnisch hergestellt werden. 



   Entlang des Kragens 8 und durch diesen hindurch kann dann die Nocke  durch einen auf den Kragen vorzugsweise unter einem schrägen Winkel  gerichteten Laser- oder Elektronenstrahl vorzugsweise über ihren  gesamten Umfang verschweisst werden, wobei sich eine Schweissnaht  9 ergibt, wie sie lediglich im linken Teil von Fig. 6 dargestellt  ist. 



   Fig. 7 zeigt noch eine Anordnung, wie sie mit Vorteil für das laser-  oder elektronenstrahltechnische Verschweissen der Nocken mit dem  Wellenkörper einsetzbar ist. Dargestellt ist in Fig. 7 allerdings  nur ein Wellenkörper 2 mit mehreren aufgeschobenen Nocken 1 sowie  pro Nocke 1 je zwei Schweissköpfe 10, welche Laser- oder Elektronenschweissköpfe  sein können. Die Schweissköpfe 10 sind so ausgerichtet, dass ihre  Schweissstrahlen jeweils auf die an den Nocken ausgebildeten Kragen  8 auftreffen. Fig. 7 ist so zu verstehen, dass der Wellenkörper 2  durch nicht dargestellte Mittel axial eingespannt und während die  Schweissköpfe 10 gleichzeitig in Betrieb gesetzt werden, um ihre  Achse gedreht wird. Auf diese Weise ist es möglich, in einem nur  wenige Sekunden dauernden Vorgang alle Nocken 1 gleichzeitig auf  dem Wellenkörper 2 schweisstechnisch zu befestigen. 



   Vor dem Anbringen der Schweissnähte mit der Vorrichtung von Fig.  7 kann es ggf. erforderlich sein, die Nocken 1 auf dem Wellenkörper  2 in ihrer gewünschten Position und Drehstellung vorzufixieren. Dies  kann wie bereits erwähnt einfach federelastisch, aber auch durch  schweisstechnisches Heften oder durch eine oder mehrere der eingangs  erläuterten Verbindungsmethoden nach dem Stand der Technik wie Schrumpfsitz,  Formkraftschluss oder Innenhochdruck erfolgen. Da die Vorverbindung  nicht besonders fest und schon gar nicht dauerhaft sein muss, können  die eingangs geschilderten Nachteile der bekannten Befestigungsmethoden  dabei vermieden werden. 



   Durch die erläuterten Schweissverfahren werden die Nocken 1 und der  Wellenkörper 2 vergleichsweise wenig beansprucht und behalten so  mit Vorteil ihre Form. Die durch das Schweissen lokal eingetragene  Wärme kann bei rohrförmigem Wellenkörper z.B. durch Durchleiten eines  Kühlmediums durch den Wellenkörper zusätzlich sogar noch abgeführt    werden, was die möglichen Beeinträchtigungen der Teile weiter  reduziert. Hierdurch können die Nocken und der Wellenkörper schon  vor ihrem Zusammenfügen auf ihr gewünschtes Endmass oder wenigstens  annähernd auf dieses Endmass vorgefertigt werden. Ein aufwändiges  Nachschleifen der Teile entfällt dadurch ganz oder kann zumindest  in nur sehr kurzer Bearbeitungszeit ausgeführt werden.

   Oberflächen-Härtezonen,  wie die in den Figuren mit 5.2 bezeichneten Zonen auf der Mantelfläche  der Nocken 1 oder auch Lagerstellen an dem Wellenkörper 2 können  dadurch ebenfalls vorgängig bereits angebracht werden, und zwar ohne  sie, wie im Stand der Technik erforderlich, erheblich in ihrer Dicke  oder Tiefe überdimensionieren zu müssen.  Bezeichnungsliste   



   1 Nocke(n) 



   1.1-1.n Lamellen 



   2 Wellenkörper 



   3.1 Durchgangsöffnung in den Nocken für die Welle 



   3.2-3.3 weitere Ausnehmungen in den Lamellen/Nocken 



   3.4, 3.4.1, 3.4.2 Federlappen 



   3.5 Schlitz 



   4.1/4.2 Loch/Noppenpaare in den Lamellen 



   5.1 Lötverbindung der Lamellen 



   5.1 Umfangs-Schweissverbindung der Lamellen bzw. Oberflächenhärtezone                                                          



   5.3 Niete 



   6.1-6.3 Schweisselektroden 



   6.4, 6.5 Gegenelektroden 



   7 Schweissquerschnitt 



   8 Kragen 



   9 Schweissnaht 



   10 Laser- oder Elektronenstrahlköpfe

Claims (13)

1. Nocke (1) für eine Nockenwelle mit einem zylindrischen Wellenkörper (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Nocke (1) aus einer Mehrzahl von axial aneinander gereihten Lamellen (1.1-1.n) zusammengesetzt ist.
2. Nocke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (1.1-1.n) vernoppt paketiert und dadurch undrehbar aneinander festgelegt sind.
3. Nocke nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ausser einer Öffnung (3.1) für die Durchführung des Wellenkörpers (2) mit mindestens einer weiteren, nicht notwendig in allen Lamellen (1.1-1.n) vorhandenen Ausnehmung (3.2, 3.3) versehen ist.
4. Nocke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine weitere Ausnehmung (3.2, 3.3) mindestens einseitig durch eine äussere, im Bereich dieser Ausnehmung geschlossene Profillamelle abgedeckt wird.
5.
Nocke nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie bezüglich der Öffnung (3.1) für die Durchführung des Wellenkörpers (2) federelastisch ausgebildet ist.
6. Nocke nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (1.1-1.n) miteinander verlötet und/oder verschweisst und/oder zusammengenietet sind.
7. Nocke nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen an ihrem Umfang miteinander verschweisst sind.
8. Nocke nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der beiden äusseren Lamellen im Bereich um die Öffnung (3.1) für die Durchführung des Wellenkörpers (2) mit einem nach aussen vorstehenden Kragen (8) versehen ist.
9. Nockenwelle mit einem zylindrischen Wellenkörper (2), mit mehreren darauf fixierten Nocken (1) nach einem der Ansprüche 1-8.
10.
Verfahren zur Herstellung einer Nockenwelle gemäss Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocke (1) schweisstechnisch, insbesondere durch Widerstands-, Laser- oder Elektronenstrahlschweissen, auf der Welle fixiert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass beim Laser- oder Elektronenstrahlschweissen und bei Verwendung einer Nocke gemäss Anspruch 8 die Schweissung entlang des Kragens (8) in der mindestens einen äusseren Profillamelle sowie durch diesen hindurch ausgeführt wird.
12.
Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nocke (1) auf dem Wellenkörper (2) zumindest vor dem Laser- oder Elektronenstrahl-Schweissen in ihrer gewünschten Position vorfixiert wird, und zwar insbesondere durch elastischen Sitz, durch schweisstechnisches Heften, durch thermischen Schrumpfsitz, durch Anwendung von -Innenhochdruck bei rohrförmigem Wellenkörper und/oder durch einen masslichen oder formlichen, ggf. örtlich begrenzten Formkraftschluss.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Nocken (1) nacheinander auf den Wellenkörper (2) aufgebracht, jedoch gleichzeitig mit dem Wellenkörper (2) verschweisst werden.
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