CH694332A5 - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Garnes mit ringgarnähnlichem Charakter. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Spinnverfahren zum Herstellen eines Garnes mit ringgarnähnlichem Charakter gemäss Anspruch 1.
Aus dem Stand der Technik ist eine Vorrichtung zum Herstellen eines Garnes mit ringgarnähnlichem Charakter bekannt, welche mit einer Auflösewalze zum Auflösen mind. eines Faserverbandes zu Einzelfasern versehen ist, sowie mit einer Sammel- und Förderwalze zur Über- und Aufnahme und Förderung der Einzelfasern gegen ein Element mit einem Faserförderkanal, dessen welchem die Fasern gegen eine drehende oder stationäre Hohlspindel gefördert werden, durch welche das genannte Garn gezogen wird, wobei am Ausgangsende des Faserförderkanales Dralldüsen vorgesehen sind, welche einerseits einen Saugluftstrom durch den Faserförderkanal und andererseits am Ende des Faserförderkanales einen rotierenden Luftstrom erzeugen,
mittels welcher hintere Enden von Einzelfasern abgespreizt und um den Mündungsrand der Hohlspindel und damit um die sich darin befindlichen Fasern zu einem Garn gedreht werden. Ein solches Verfahren und eine solche Vorrichtung ist aus der DE 19 746 602 A1 bekannt. Dabei handelt es sich beim Element mit dem Faserförderkanal, dem rotierenden Luftstrom und der Hohlspindel, um ein Element, welches aus der US 5 159 806 bekannt ist und hier als Luftwirbel-Spinndüse bezeichnet wird und im Stand der Technik bekannt ist.
Aus der DE 19 746 602 A1 ist ersichtlich, dass die Auflösewalze mit Zähnen versehen ist, welche die Fasern in derselben Förderrichtung an eine erste Saugwalze und diese in derselben Förderrichtung an eine zweite Saugwalze abgibt, wobei von der zweiten Saugwalze die Fasern von einer Klemmlinie aus in den Faserförderkanal abgegeben werden. Diese Klemmlinie entsteht mittels einer der zweiten Saugwalze angedrückten Vollwalze. Das Garn wird nach der Spinnvorrichtung von einem Abzugswalzenpaar abgezogen.
Dabei werden die Fasern in derselben Förderrichtung von der ersten und der zweiten Saugwalze übernommen, wobei dies hier getan wird, um einen Verzug analog einem Streckwerk im Faserverband zu erhalten. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass die Auflösewalze eine wesentlich höhere Umfangsgeschwindigkeit aufweist als die erste Saugwalze, welche die Fasern von der Auflösewalze übernehmen muss, was eine nicht genau definierte Faser-übergabe ergibt, welche Ungleichmässigkeiten im folgenden Faserverband erzeugen könnte. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass allfälliger Schmutz, welcher an sich in dieser Anmeldung erwähnt wird, lediglich mittels eines nach der Faserbandauflösung vorgesehenen Trennmessers abgelenkt wird. Ein solches Schmutzausscheideelement ist aus der Praxis bekannt.
Andererseits ist Schmutz, welcher nicht im Wesentlichen als Staub, sondern im Wesentlichen als Trashteile, d.h. beispielsweise kleine Bruchteile der Baumwollsamen, auftritt, für das vorgenannte Spinnverfahren schädlich, bei welchem die Fasern nach dem Fasersammelkanal in einem engem Raum zwischen dem Austritt des Faserkanales und der Hohlspindel in die Hohlspindel abgegeben werden müssen und es deshalb sehr schädlich ist, wenn gewisse Grössen der Trashteile den Eingang zu dieser Hohlspindel zusammen mit den Fasern verstopfen oder den für den Spinnvorgang notwendigen rotierenden Luftstrom stören, was zu einem plötzlichen Unterbruch des Spinnvorganges und damit zu einem Stopp der Spinnvorrichtung führt.
Es war deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Möglichkeit zu finden, die Fasern auf dem Weg von der Auflösung bis zum Faserförderkanal so zu führen, dass einerseits die Fasern vereinzelt in einer im Wesentlichen ausgestreckten Lage transportiert werden, um dabei diese Trashteile mit grösserer Sicherheit aus dem Faserverband vor der genannten Düsenspinn-Vorrichtung zu entfernen als im Stand der Technik.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale in der unabhängigen Patentansprüchen gelöst.
Ein weiterer erfindungsgemässer Schritt zum Ausstrecken der Fasern und zum Trennen der Trashteile aus dem Faserverband besteht darin, dass mindestens eine genügende Geschwindigkeitsdifferenz an den Übergabestellen, d.h. ein Geschwindigkeitsgefälle vom Auflöseschritt zum Sammelschritt und/oder ein Geschwindigkeitsanstieg vom Sammelschritt zum Förderschritt im Faserkanal, wobei vorteilhafterweise die Förderrichtung der Fasersammelfläche der Förderrichtung der Auflösewalze entgegengesetzt gerichtet ist, sodass die von der Sammelförderfläche übernommene Faser, nachdem das vordere Ende von der Sammelförderfläche erfasst wurde, der hintere Teil der Faser mit der Umfangsgeschwindigkeit der Auflösewalze weitergefördert wird, sodass die Faser gewissermassen einen Überschlag erzeugt,
um sich in der zur Förderrichtung der Auflösewalze in entgegengesetzter Förderrichtung auf die Sammelförderfläche zu legen, wobei die Fasern ausgestreckt und Trashteile weggeschleudert werden.
Ähnlich werden beim Übergang der Fasern von der Sammelförderfläche in den Faserförderkanal die vorderen Enden vom durch den Faserförderkanal erzeugten Luftstrom erfasst, während der nachfolgende Teil der Faser noch auf der Faserförderfläche liegt und dadurch die Faser beim Übergang in den Faserförderkanal eine scharfe Umlenkung erfährt, welche im Weiteren mithilft, die Faser mittels der Zugkraft des Luftstromes zu strecken und noch verbleibende Trashteile tangential zur Förderrichtung der Sammelförderfläche auszuscheiden.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen aufgeführt. Die Erfindung wird anhand von vier, den Erfindungsgedanken nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen erläutert.
Es zeigt: Fig. 1A, 2A, 3A je einen Querschnitt durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung, gemäss den Schnittlinien IV (je in Fig. C), halb schematisch dargestellt Fig. 1B, 2B, 3B je einen Schnitt der Vorrichtung von Fig. 1A, 2A, 3A und 4A gemäss den Schnittlinien l-l Fig. 1C, 2C, 3C je eine Draufsicht der Vorrichtung von Fig. 1A, 2A, 3A und 4A mit einem Teilschnitt gemäss den Schnittlinien II-II, und Weglassung gewisser Teile Fig. 2D und 3D je einen Schnitt der Vorrichtung von Fig. 2C und 3C gemäss den Schnittlinien Ill-Ill
Fig. 1A.1, 1B.1, 1C.1 je eine Vergrösserung von Fig. 1A, 1B und 1C teilweise dargestellt.
Die Fig. 1A bis 1C.1 zeigen, dass ein Faserband 1, durch einen Speisekanal 2 geführt, von einer Speisewalze 3 übernommen und von dieser einer mit Zähnen oder Nadeln 6 versehenen Auflösewalze 5 zugeführt wird. Dabei wird das Faserband 1 zwischen der Speisewalze und einer Speisemulde 4 verdichtet der Auflösewalze 5 zugeführt. Die Auflösewalze ist hier eine an sich bekannte Nadelwalze, könnte aber auch eine an sich bekannte Zahn- oder Saugwalze oder sonst eine hier nicht gezeigte Auflösefläche sein.
Beim Faserband 1 handelt es sich um ein Faserband, welches bereits mind. kardiert, wenn nicht sogar verstreckt wurde, d.h. um ein Faserband, in welchem die Fasern in einer im Wesentlichen parallelen Lage und nicht in einer Wirrlage liegen, wie beispielsweise am Eingang einer Karde. Dabei weist ein solches Faserband bereits eine hohe Gleichmässigkeit bezüglich Faserverteilung im Querschnitt auf.
Es besteht jedoch die Tatsache, dass trotz der Vorverarbeitung dieses Faserbandes Trashteile, d.h. kleine Bruchstücke beispielsweise von Baumwollsamen, so genannte Seedcoatfragments (Samenhüllenteile), im Faserband enthalten sind, welche die vorgenannte Störung des Spinnprozesses verursachen können.
Erfindungsgemäss weist ein Gehäuse 7, welches auch zur Führung der mit den Nadeln oder Zähne aufgelösten Fasern dient, ein Leitblech 8 an derjenigen Stelle auf, an welcher die Fasern die Auflösewalze 5 verlassen (siehe Fig. 1A.1) und von einer Saugwalze 9 als Sammelwalze übernommen werden. Dabei vollziehen die von der Auflösewalze 5 abgegebenen Fasern den in Fig. 1A.1 gezeigten Vorgang.
D.h. ein vorderes Faserende F.1 (zur Kenntlichmachung mit Pfeil versehen) wird von der Saugluft M der Saugwalze 9 angesaugt und in einer (wie in Fig. 1A.1 gezeigten) zur vorherigen Förderrichtung entgegengerichteten Förderrichtung wegtransportiert, was in Fig. 1A.1 mit F.3 dargestellt ist, sodass der nachfolgende Teil von F.1 sich wie mit F.2 gezeigt auf Grund des Richtungswechsels und auf Grund der höheren Umfangsgeschwindigkeit der Auflösewalze 5 gegenüber der Umfangsgeschwindigkeit der Saugwalze 9, deren Oberfläche als Sammel- und Förderfläche bezeichnet wird, überschlägt und anschliessend wie mit F.3 gezeigt auf der Oberfläche der Saugwalze liegt. Dabei werden allfällige Trashteile T von den Fasern getrennt.
Die Faser F.3, welche auf der Saugwalze 9 weiter transportiert wird, wird wie mit F.4 dargestellt von einem, in einem Faserförderkanal 15 strömenden Förderluftstrom erfasst und ebenfalls derart um ein Leitblech 17 umgelenkt, dass Trashteile T im Wesentlichen in der tangentialen Richtung zur Förderwalze 9 entfernt werden.
Der Förderluftstrom im Förderkanal 15 (Fig. 1A) wird einerseits durch einen Luftstrom erzeugt, welcher aus Dralldüsen 11 entspringt, die so angeordnet sind, dass der aus den Düsen 11 entspringende Luftstrom sich wie in Fig. 1C.1 mit R gekennzeichnet in vorgegebener Richtung dreht und andererseits auch auf Grund einer durch die Düsenstellung entstehenden Injektorwirkung Luft S durch den Faserförderkanal saugt. Zusätzlich kann, wie mit B in Fig. 1A.1 und 1C.1 gekennzeichnet vorzugsweise ein Blasluftstrom den Luftstrom S unterstützen, was auch das Umlenken der Faser F.4 um das Leitblech 17 unterstützt. Dieser Luftstrom B wird über ein Zufuhrrohr B.1 in eine Luftkammer B.2 und durch in der Saugwalze vorgesehenen Bohrungen 18 gegen den Faserförderkanal geblasen.
Die vorderen Enden der Fasern F.4 werden nach dem Verlassen des Faserförderkanales 15 von den bereits in einem Garnkanal 14 einer Hohlspindel 13 befindlichen und mit ihren hintereren Enden um die Mündung der Spindel 13 rotierenden Fasern F.5 erfasst und mit der Geschwindigkeit, mit welcher ein Garn Y von Abzugswalzen (nicht dargestellt) gezogen wird, in den Garnkanal 14 gezogen, während die den Faserförderkanal verlassenden hinteren Enden vom rotierenden Luftstrom R abgespreizt und wie mit F.5 dargestellt um die Mündung der Spindel 13 herumgedreht, wodurch das Garn entsteht, welches zum Mindesten an der Oberfläche einem Ringgarn entspricht, weshalb das Garn "ringgarnähnlich" bezeichnet wird.
Aus der vorgenannten Luftwirbel-Spinnpraxis ist es bekannt, dass Trashteile, welche hier mit T bezeichnet sind, im engen Bereich zwischen Faserförderkanalaustritt und Mündung des Garnkanales 14 derart Schwierigkeiten bereiten können, dass Trashteile verhindern, dass durch den Faserförderkanal angelieferte Fasern von den sich bereits im Garnkanal 14 befindlichen Fasern andocken können, oder dass die Trashteile den Luftwirbel derart stören, dass ein augenblicklicher Garnunterbruch mit Verstopfung die Folge ist. Das erfindungsgemässe Entfernen der Trashteile vor dem Faserförderkanal soll dieses Problem im Wesentlichen beheben.
Da das Faserband 1 eine grössere Breite, in Achsrichtung der Speisewalze 3 gesehen, aufweist als die Breite des Einganges des Faserförderkanales 15, muss der Faserverband auf der Saugwalze 9 während der Förderung verdichtet werden, wie dies mit den gestrichelten Linien 16 dargestellt ist. Dazu sind beidseits des mit den Linien 16 gekennzeichneten Saugbereiches M (Figuren 1A.1 bis 1C.1) Luftlenkbereiche 19 vorgesehen, welche Luft über die Oberfläche der Saugwalze 9 führen, um auf der Oberfläche des Saugbereiches gegen die Mitte des Saugbereiches M gesaugt zu werden, wodurch Fasern vom Bereich A in den Bereich M verschoben werden.
Der am Ende des Saugbereiches M, in Drehrichtung der Saugwalze 9 gesehen, vorgesehene Blasbereich B unterstützt die Saugkraft des Förderstromes im Faserförderkanal 15, weshalb dieser Blasbereich B je nach Verhältnisse verwendet oder stillgesetzt werden kann. Diese Vorgänge sind im Wesentlichen mit den Fig. 1A.1 und 1C.1 dargestellt.
Ist der Blasbereich B in Funktion, so umfasst die Luftmenge im Faserförderkanal diejenige Menge aus dem Blasbereich B sowie eine zusätzliche Menge, welche auf Grund der Injektorwirkung der Düsen 11 am Eingang des Faserförderkanales 15 eingesaugt wird. Diese Luft, welche zusätzlich eingesaugt wird, ist mit S (Fig. 1C.1) gekennzeichnet, während die Luft aus dem Bereich B mit B gekennzeichnet ist (Fig. 1A.1 und 1C.1).
Ein Düsenblock 10 beinhaltet einerseits den Faserförderkanal 15 und andererseits die Dralldüsen 11, welche mittels eines Luftzufuhrkanals 12 mit Druckluft versehen werden.
Die Spindel 13 ist in der Regel stillstehend, es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Drehung der Fasern F5 mit einer Drehung der Spindel in der Richtung R zu kombinieren, d.h. mit einer vorgesehenen Geschwindigkeit, zu unterstützen.
In den Fig. 1A bis 1C.1 sind Antriebswellen 21, 22 und 23 gezeigt, welche zu den Elementen 3, 5 und 9 gehören, womit halbschematisch dargestellt ist, dass die Elemente 3, 5 und 9 dreh- und antreibbar sind.
In den Fig. 1C und 1C.1 ist dargestellt, dass die Bohrungen 18 über die ganze Breite der Saugwalze 9 verteilt sind, weshalb die Luftabdeckung 20 in Fig. 1C und 1C.1 nicht gezeigt ist.
Im Weiteren wird das Faserband 1 mittels der an einem Scharnier 4.1 befestigten Speisemulde und einer daran wirkenden Druckfeder 4.2 gegen die Speisewalze 3 gebracht.
Die Fig. 2A bis 2D zeigen an Stelle einer Saugwalze 9 ein Saugband 9.1, wobei der Vorteil des Saugbandes 9.1 darin liegt, dass trotz kleinem Durchmesser der Saugwalzen eine genügend lange Saugdistanz erhalten werden kann, innerhalb welcher die Fasern aus den Bereichen A in den Bereich M verschoben werden können. Dementsprechend ist das Saugband 9.1 ein luftdurchlässiges Förderband 9.2, welches auf luftdurchlässigen Tragrollen 9.3 aufgenommen ist, wobei die Kanaleinteilung M, A und B die gleiche ist wie in den Figuren 1A bis 1C.1. Ebenso ist das Spinnverfahren, wie mit den Fig. 1A bis 1C1 gezeigt, dasselbe. Auch die Trashausscheidung ist gleich wie mit den Fig. 1A bis 1C.1.
Die Fig. 3A bis 3D zeigen insofern eine Variante gegenüber den Fig. 2A bis 2D als hier die Bereiche A.1 Druckluft an Stelle der Saugluft in den Bereichen A der Fig. 2A bis 2D. Dazu sind ein Drucklufteinblasstutzen, ein Druckluftverteilraum und Druckluftaustrittsbereiche, alle mit A.1 bezeichnet, wobei die Druckluft in den Bereichen A.1 links und rechts (Fig. 3B) des mit M bezeichneten mittleren Bereiches durch das luftdurchlässige Förderband 9.2 tritt und entweder mithilfe der Luftlenkabdeckung 20.1 in den mittleren Bereich M geführt wird oder aber auch ohne die Luftlenkabdeckung 20.1.
D.h. in den Beispielen der Fig. 3A bis 3D werden die Fasern mithilfe von Druckluft in den mittleren Bereich M geführt. Dabei kann wie erwähnt die Druckluft vorzugsweise mit der Luftlenkabdeckung 20.1 gegen den mittleren Bereich geführt werden.
In allen Figuren sind mithilfe von Drehrichtungspfeilen einerseits die Drehrichtung der entsprechenden dreh- und antreibbaren Elemente angezeigt und zusätzlich ist mithilfe der Anzahl Pfeile angedeutet, dass beispielsweise die Auflösewalze 5 mit wesentlich höherer Umfangsgeschwindigkeit dreht als die Speisewalze 3, während die Saugwalze 9 bzw. die luftdurchlässigen Tragrollen 9.3 und damit das luftdurchlässige Förderband 9.2 eine tiefere Umfangsgeschwindigkeit aufweist als die Auflösewalze 5. Durch diese Geschwindigkeitsdifferenzen besteht die Möglichkeit, die eingangs erwähnte Art und Weise der Führung der Fasern mit den Lagestufen F.1, F.2 und F.3 durchzuführen.
Nicht dargestellt, jedoch tatsächlich vorhanden ist die Tatsache, dass der Förderluftstrom im Faserförderkanal ebenfalls eine höhere Geschwindigkeit aufweist als die Umfangsgeschwindigkeit der Saugwalze 9 bzw. des luftdurchlässigen Förderbandes 9.2, wodurch die Fasern abrupt um das Leitblech 8.1 herum in den Faserförderkanal 15 gezogen werden, was ebenfalls einerseits eine Ausstreckung der Fasern und andererseits ein Abscheiden der Trashteile T im Wesentlichen in der in den Figuren gezeigten Richtungen. Die in den Figuren gezeigte fakultative Blasluft B, welche mithilft, die Faser um das Leitblech 17.1 in den Faserförderkanal 15 zu befördern, ist so abgestimmt, dass keine Trashteile in den Faserförderkanal 15 gelangen. Dies gilt für alle gezeigten Figuren.
Grundsätzlich ist der Erfindungsgedanke, Fasern mittels einer Umlenkung auszustrecken bzw. Schmutzteile mittels einer Umlenkung der Fasern von diesen zu trennen, nicht auf die gezeigten Beispiele mit der Umlenkung um das Leitblech 8 bzw. der Umlenkung um das Leitblech 17 in den Faserförderkanal beschränkt, es können auch andere Beispiele vorgesehen sein, in welchen die kinetische Energie der Trashteile verwendet wird, um Fasern durch Umlenkung aus der Energierichtung der Trashteile abzutrennen und dadurch eine Schmutzausscheidung zu erhalten und dadurch das genannte Unterbrechen des Spinnvorganges in diesem speziellen Spinnverfahren durch Trashteile zu verhindern.
Letztlich sei noch erwähnt, dass ein weiterer Vorteil der Auflösung eines Faserbandes mittels einer Auflösewalze im Vergleich zur Einspeisung eines Faserbandes mittels eines Streckwerkes darin liegt, dass die Standzeit einer Auflösewalze ein vielfaches eines Streckwerkriemchens ist, d.h., dass Betriebsausfallzeiten und -kosten, welche durch Auswechseln von Riemchen in Streckwerken gegeben sind, wesentlich verkleinert werden können.
Andererseits entsteht durch das erfindungsgemässe System der Ausstreckung der Fasern im Wesentlichen kein wesentlicher Nachteil gegenüber einer Faserführung im Streckwerk, in welchem die Faser bekanntlich zwar beschleunigt, jedoch immer dieselbe Lage bezüglich Kopf und Ende aufweist, d.h. im engen Verband der eng an- und aufeinander liegenden Fasern beschleunigt werden muss, im Gegensatz zur offenen Übergabe der Faser von einem Geschwindigkeitsbereich zu nächsten, in welchem sich das Faserband wieder ohne gegenseitige Reibung der Fasern neu formiert.
Im Weiteren sei erwähnt, dass bezüglich der genannten Geschwindigkeit diese so geregelt werden, dass am Eingang der Spindel 13 im Wesentlichen nicht mehr Fasern angeliefert werden, als durch das fertige Garn abgezogen werden.
Claims (15)
1. Spinnverfahren zum Herstellen eines Garnes mit ringgarnähnlichem Charakter, bei welchem - mind. ein Faserverband von einem Auflösemittel im Wesentlichen zu Einzelfasern aufgelöst wird, - die Einzelfasern auf einer bewegten Sammel- und Förderfläche abgelegt und in einer vorgegebenen Richtung gefördert werden, - die Einzelfasern zusätzlich zur Förderrichtung in einer Richtung quer zur Förderrichtung zu einem Faserband von vorgegebener Breite verdichtet und von einem Luftstrom eines Faserförderkanales erfasst und gegen eine die vorderen Enden der Einzelfasern aufnehmende hohle, drehende oder stillstehende Spindel gefördert werden, wobei - Faserenden mittels des Luftstromes aus dem Faserband abgespreizt und vom Luftstrom nach dem Faserförderkanal um die von der hohlen Spindel aufgenommenen Fasern herum zum genannten Garn gedreht werden,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sammel- und Förderfläche eine vorgegeben kleinere Fördergeschwindigkeit aufweist als die Fördergeschwindigkeit des Auflösemittels, - dass die Einzelfasern beim Übergang an die Sammelfläche und/oder in den Faserförderkanal derart von der vorangehenden Förderrichtung umgelenkt und von der Sammel- und Förderfläche oder vom Faserförderkanal aufgenommen werden, dass die Fasern dabei ausgestreckt und im ausgestreckten Zustand weitergefördert werden, wobei das Ausstrecken entweder auf Grund der in der Faser innewohnenden kinetischen Energie bedingt auf Grund der höheren Geschwindigkeit des Förderluftstromes im Faserförderkanal erfolgt.
2.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Umlenkung der Fasern Fremd- oder Schmutz-Partikel mit grösserem spezifischen Gewicht oder kleinerem Reibwiederstand gegenüber der Luft sich von den Fasern trennen und abgezweigt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass erstens die vorderen Enden der Einzelfasern von der Sammel- und Förderfläche erfasst werden und im Weiteren sich der Rest der Einzelfaser durch einen so genannten Überschlag auf die Sammel- und Förderfläche legt und damit ausgestreckt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auflösewalze und die Sammel- und Förderfläche gleiche oder entgegengerichtete Förderrichtungen aufweisen.
5.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Saugluftstrom für eine Verdichtung des Faserbandes in einer, in Förderrichtung gesehen, verjüngenden Saugfläche gesaugt wird, wobei der engste Teil der Saugfläche im Wesentlichen der Breite des Faserförderkanales entspricht.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein an der Peripherie der verjüngenden Saugfläche wirkender, nach innen gerichteter Luftstrom die Verdichtung zum Faserband unterstützt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem nach innen gerichteten Luftstrom um einen Saugluftstrom oder einen Blasluftstrom handelt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Saug- oder Blasluftstrom durch ein Leitelement gelenkt wird.
9.
Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Umlenkung der Fasern die Schmutzteile an einer Umlenkstelle ausgeschieden werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördergeschwindigkeiten und die Geschwindigkeiten der Luftströme derart abgestimmt sind, dass im Wesentlichen nicht mehr Fasern an die Spindel abgegeben werden, als durch das fertige Garn abgezogen werden.
11.
Vorrichtung zum Herstellen eines Garnes mit ringgarnähnlichem Charakter<> gemäss den vorangehenden Patentansprüchen - mit einem Auflösemittel mit vorgegebener Fördergeschwindigkeit zum Auflösen mind. eines Faserverbandes zu Einzelfasern - mit einer Sammel- und Förderfläche zur Über- und Aufnahme und Förderung der Einzelfasern gegen - einen Faserförderkanal, in welchem die Fasern mittels eines Förderluftstromes gegen - eine sich drehende oder stationäre Hohlspindel, durch welche das Garn gezogen wird, gefördert werden, wobei - am Ausgangsende des Faserförderkanales Dralldüsen vorgesehen sind, welche einerseits nach dem Faserförderkanal einen rotierenden und andererseits vor und im Faserförderkanal den fördernden Luftstrom erzeugen,
mittels dessen hintere Enden von Einzelfasern abgespreizt und um den Mündungsrand der Hohlspindel und damit um die sich darin befindlichen vorderen Faserenden zum genannten Garn gedreht werden, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits die Fördergeschwindigkeit der Sammel- und Förderfläche vorgegebenen kleiner als die Fördergeschwindigkeit des Auflösemittels und die Fördergeschwindigkeit des Luftstromes im Faserförderkanal vorgegeben grösser als die Fördergeschwindigkeit der Sammel- und Förderfläche ist und andererseits - Übergangsmittel beim Übergang vom Auflösemittel zur Sammel- und Förderfläche und/oder beim Übergang von der Sammel- und Förderfläche zum Faserföderkanal vorgesehen sind, welche einen im Wesentlichen abrupten Richtungswechsel der Fasern ermöglichen.
12.
Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Auflösemittel und die genannten Fördergeschwindigkeiten derart kombiniert vorgesehen sind, dass die Fasern bei der Übernahme durch die Sammel- und Förderfläche und/oder durch den Faserförderkanal eine ausgestreckte Lage auf der genannten Fläche bzw. im genannten Förderkanal erhalten.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Auflösemittel und/oder die Sammel- und Förderfläche mind. an der Faserübergabestelle eine Wölbung mit einem vorgegebenen Radius aufweisen und dass das genannte Übergangsmittel ein Leitblech mit einer Übergangskante ist und das Leitblech im Wesentlichen tangential zur genannten Wölbung und die Übergangskante derart mit einem vorgegebenen Abstand zur Sammelfläche bzw.
Eingang des Faserförderkanales vorgesehen ist, dass die Fasern um die Übergangskante herum umgelenkt werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsrichtung der Sammel- und Förderfläche und die Bewegungsrichtung des Auflösemittels einander entgegengesetzt gerichtet sind und der Abstand zwischen den beiden derart ist, dass die einzelne Faser, nachdem das vordere Ende der Faser von der Sammel- und Förderfläche erfasst wurde, genügend Raum hat, um mittels eines Überschlages in ausgestreckter Lage auf der Sammel- und Förderfläche zu liegen.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserförderkanal im Wesentlichen radial bzw. im rechten Winkel zur Sammel- und Förderfläche gerichtet ist.
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