CH694594A5 - Maschine zur Umsetzung der unter dem Flüssigkeitsspiegel dauernd wirkenden potenziellen Energie. - Google Patents

Maschine zur Umsetzung der unter dem Flüssigkeitsspiegel dauernd wirkenden potenziellen Energie. Download PDF

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CH694594A5
CH694594A5 CH01309/04A CH13092004A CH694594A5 CH 694594 A5 CH694594 A5 CH 694594A5 CH 01309/04 A CH01309/04 A CH 01309/04A CH 13092004 A CH13092004 A CH 13092004A CH 694594 A5 CH694594 A5 CH 694594A5
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Description


  



   Unter dem Flüssigkeitsspiegel wirkt dauernd gespeicherte potenzielle  Energie der Flüssigkeitssäule, die latent ist, solange die Potentialdifferenz  ruht. Die Erfindung ist eine kombinierte Kraft- und Arbeitsmaschine,  die mittels Druckmittelwandler und Druck-übersetzer die unter dem  Flüssigkeitsspiegel gespeicherte potentielle Energie in Nutzenergie  umsetzt.  Stand der Technik  



   Die zurzeit bekannten erneuerbaren Energiearten (Wind, Solar, Biogas  usw.) sind nicht ständig verfügbar und sind meistens von der Jahreszeit  und Witterung abhängig, die Umsetzung ist manchmal kompliziert und  teuer. Auch wenn die verfügbare Energie kostenlos ist, sind die Entstehungskosten  der Anlage zu hoch und der Wirkungsgrad oft zu niedrig. Manche Anlagen  brauchen grosse Räumlichkeiten oder eine grosse Betriebsfläche. Die  Erfindung liegt der Aufgabe zugrunde eine Maschine, die nach den  Gesetzen der Physik arbeitet, die unter dem Flüssigkeitsspiegel dauernd  wirkende potentielle Energie der Flüssigkeitssäule in Nutzenergie  umsetzt. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des  Anspruchs 1 gelöst. Die Entstehungskosten für die Anlage sind niedrig,  da die Anlage bei niedrigen Temperaturen und niedrigen Materialbelastungen  arbeitet.

     Beschreibung und Berechnung einiger Ausführungsbeispiele  



   Zu den nachfolgenden Beschreibungen der Erfindung sind Zeichnungen  vorgelegt:      Fig. 1: Positionen der Kolben in Zylinderkolonnen  mit Wasser-Luft-Druckübersetzer     Fig. 2: Positionen der Kolben  in Zylinderkolonnen mit Wasser-Flüssigkeit-Druckübersetzer      Fig. 3: Maschine mit Wasser-Luft-Druckübersetzer       Fig. 4:  Maschine mit Wasser-Flüssigkeit-Druck-übersetzer     Fig. 5: In  Behälter getauchte Maschine mit Wasser-Flüssigkeit Druckübersetzer     Fig. 6: In Behälter getauchte Maschine mit Druckmittelwandler.  



   In Fig. 1 und 3 ist die Zusammensetzung und Funktion einer Maschine  mit Wasser-Luft Druckübersetzer schematisch dargestellt. Der Druckübersetzer  besteht aus einem Zylinder-Kolben-System 24. Die Kolben 4 und 5 mit  unterschiedlichen Durchmessern D 1 , D 2  teilen den Zylinder in  drei Räume 1, 2, 3. Die Kolben sind miteinander mit der Kolbenstange  6 verbunden. Im Zylinderraum 1 wirkt der Druck der Wassersäule WS  auf Kolben 4, der proportional ihrer Höhe ist. Raum 2 ist wechselweise  mit reduziertem Luftdruck oder mit atmosphärischer Luft verbunden.  Raum 3 wird alternierend gefüllt und entleert. Die Maschine ist auf  einem Ständer 7 (Fig. 3) aufgebracht. Die Zylinder sind auf einem  Band 8 befestigt, der über Bandscheiben 10 mit dem Getriebemotor  9 vertikal nach oben "L" und nach unten "R" bewegt wird.

   Mit der  periodisch alternierenden vertikalen Bewegung der Zylinder-Kolben-Systeme  zwischen den oberen B und unteren C Steuervorgängen entsteht eine  Potentialdifferenz, die der effektiven Höhe der Wassersäule h e   proportional ist. 



   Fig. 1 zeigt die Verschiebung der Kolben in Zylindern, in Abhängigkeit  von der Höhe der Wassersäule h e , mit gasförmigem Fluidum im Zylinderraum  3. Zum Vergleich zeigt Fig. 2 die Positionen der Kolben mit flüssigem  Fluidum im Zylinderraum 3. 



   Ein Arbeitszyklus eines Zylinder-Kolben Systems fängt bei oberem  Steuervorgang A "L" (Fig. 3) an. Die Steuerventile 11 und 12 sind  offen. Die Luft mit reduziertem Druck wird aus dem Speicher 20, über  Reduzierventil 21, Dreheinführung 15, Verteilertrommel 16 und Leitungen  23 in den Zylinderraum 2 geleitet, die Kolben werden nach rechts  in die Ausgangslage    verstellt. Raum 3 wird mit Luft gefüllt, Wasser  aus dem Raum 1 verdrängt. Bei weiterem Steuervorgang in Pos. B "R"  wird das Steuerventil 11 geschlossen, das Ventil 12 zur atmosphärischen  Luft umgeschaltet. Beim Erreichen des höchsten Drucks der WS h e  , bei Pos. C "R", öffnet das Steuerventil 11 den Raum 3, die Füllung  wird unter erhöhtem Druck über Leitung 13, Sammeltrommel 14, Dreheinführung  in den Druckluftspeicher 25 geleitet.

   Bei Zylinderposition D "L"  werden die Steuerventile 11 geschlossen, Raum 1 bleibt mit Wasser  gefüllt, im Raum 2 wirkt die red. Druckluft, die Kolben bleiben bis  zum Steuervorgang A "L" auf der linken Seite. Bei weiterer Bewegung  der Kolonne fängt ein neuer Zyklus an. 



   Berechnungs-Beispiel der Leistungsabgabe und Verluste  einer Maschine  mit Wasser-Luft-Druckübersetzer nach Fig. 1 und 3. 



   Bei Berechnung der Motorleistung mit Wasser-Luft-Druckübersetzer  soll man erwägen, dass die Leistungsabgabe auf der pneumatischen  Seite unterschiedlich zur Leistung auf der hydraulischen Seite ist,  da der Kolbenhub s 1 =s 2  fest ausgelegt und die Luft stark kompressibel  ist. Die Übersetzungszahl soll so bestimmt werden, dass diese Zahl  für den Druck wie auch für das Volumen gleich ist. Für das Berechnungsbeispiel  wurde für Luft die Formel W=p 1 .V 1 .lnp 2 /p 1 .10<2> verwendet.                                                             



   



   Gegeben: 



   Für Wasser: O D 1 =0,6m, A 1 =0,282m<2>, s 1 =0,5m, V 1 =0,14m<3>,  p 1 =28mWS=2,8.10<5>Pa 



   



   Für Luft: O D 2 =0,25m, A 2 =0,049m<2>, s 2 =0,5m, V 2 =0,024m<3  >p 2 =16.10<5>Pa 



   



   Bandgeschwindigkeit: 3,2m/s, Zylinderteilung T=0,8m, aktive Zylinder  n=4/s, Übersetzung i=5,71. Nach dieser Berechnung werden die Zahlen  für Arbeit und Leistung bei unterschiedlichen Volumen und Druck in  den Zylindern ausgeglichen. 



     Druckluft für die Rückstellung der Kolben p 3 =0,15bar, n=h e  :T h e =28m:0,8m=35 Zyl./h e 



   



   Aufgabe: 



   1. Berechnung der Motorleistung 



   2. Berechnung der Verluste 



   2a. Leistungsbedarf für die Bewegung der Zylinderkolonnen 



   2b. Leistungsbedarf für die Rückstellung der Kolben 



   2c. Wirkungsgrad 



   



   Lösung: 



   1. P1=A1.p1.10<2>.s 1 .n P 1 =0,282.2,77.10<2>.0,5.4=  156kW  (39kW/Zyl.)                                                      



   W[kNm], P 1 [kW], A 1 [m<2>], p 1 [Pa], [10<5>/10<3>], s 1  [m],  n [Z/s] 



   2a. Die Luft im Zylinderraum 3 wird auf 16 bar komprimiert, proportional  zum Kolbenhub wird der Raum 2 verkleinert, Raum 1 vergrössert. Nach  Berechnung werden die Räume 2 in der Zylinderkolonne auf cca 400  l (400 kg) verkleinert. 



   P 2a =m.g.v.10<-><3> P 2 a =400.9,81.3,2.10<-><3>= 12,5 kW 



   P 2a [kW], m[kg], g[9,81], v[m/s],10"<>3. 



   2b. P 2 b=A1.p 3 .s 1 .n.10<-3 > P 2b  =0,282.0,15.10<5>.0,5.4. 10<-><3>=  8,46 kW 



   2c. eta 2a =0,92 eta 2b =0,93 mech 0,85= 0,72 (Schätzung) 



   In Fig. 2 und 4 ist eine Maschine mit Wasser-Flüssigkeit-Druckübersetzer  dargestellt. Der Druckübersetzer 30 besteht aus einem Zylinder-Kolben-System  mit zwei Kolben 4 und 5 mit unterschiedlichen Durchmessern D 1 ,  D 2 , die mit der Kolbenstange 6 miteinander verbunden sind. Der  Zylinder ist von den Kolben in drei Räume 1, 2, 3 geteilt. Im Raum  1 wirkt der Druck der WS auf den Kolben 4, Raum 2 ist abwechselnd  mit Druckluft oder mit atmosphärischer Luft gefüllt, Raum 3 ist alternierend  gefüllt und entleert. Der Wasserspiegel ist im Behälter 15 gehalten,  das Wasser wird über Leitungen 19, mehrkanal- drehbare Verbindung  16, Verteilertrommel 18, direkt in den Zylinderraum 1 geleitet. Die  Flüssigkeit, z.B. das Hydrauliköl, wird vom Behälter 17 über Leitungen  20,    drehbare Verbindung, Verteilertrommel 21 über das Steuerventil  11 in den Raum 3 geleitet.

   Die Luft wird mit reduziertem Druck für  die Rückstellung der Kolben aus dem Speicher 24 entnommen, über Reduzierventil  25, Leitungen 27, drehbare Verbindung, Verteilertrommel 26 und Steuerventil  31 in den Raum 2 geleitet. Auf der Trägersäule 32 ist ein Getriebemotor  14 aufgebaut, der mittels zwei Bandscheiben 13 das Zylinderband 12,  an dem die Druckübersetzer geordnet sind, vertikal nach oben und  nach unten bewegt. Mit einem Steuervorgang fängt ein Arbeitszyklus  eines Druck-übersetzers bei Pos. A "L" (Fig. 2) an. Steuerventile  11 und 31 werden geöffnet. Die Druckluft verschiebt die Kolben in  die Ausgangslage nach rechts. Bei dieser Bewegung der Kolben wird  der Raum 3 mit Flüssigkeit gefüllt, aus dem Raum 1 das Wasser verdrängt.  Beim Steuervorgang in Zylinderposition B "R" schliesst das Ventil  11, Ventil 31 wird zur Entlüftung verstellt.

   Die Kolben sind von  der im Raum 3 eingeschlossenen Flüssigkeit blockiert. Bei Bewegung  der Zylinder nach unten, bei Pos. C "R", wird das höchste Potential  erreicht, Steuerventil 11 öffnet den Raum 3, die Flüssigkeit mit  erhöhtem Druck über Leitungen 22, Sammeltrommel 23, drehbare Verbindung,  Rückschlagventil in den Hydrospeicher 29 geleitet. Der Zylinderraum  3 ist entleert, Raum 1 mit Wasser gefüllt. Bei Bewegung der Zylinderkolonne  nach oben, bei Pos. D "L", werden die Steuerventile geschlossen,  bei erreichen der Pos. A "L" fängt ein neuer Zyklus an. 



   Fig. 5 zeigt schematisch eine Maschine mit Wasser-Flüssigkeit-Druckübersetzer,  die unter dem Wasserspiegel in einem Behälter 10 getaucht, arbeitet.  Auf dem Ständer 21 ist ein Getriebemotor 23 aufgebaut, der mit den  Bandscheiben 22 die auf dem Band 20 befestigten Zylinder nach oben  und nach unten bewegt. Der Druckübersetzer besteht aus einem Zylinder  9, zwei Kolben 4 und 5 mit unterschiedlichen Durchmessern. Die Kolben  sind miteinander mit einer Kolbenstange 6 verbunden und teilen den  Zylinder in drei Räume. Die Ausgangsposition    eines Druckübersetzers  ist beim Steuervorgang A "L" (Fig. 2). Bei dieser Pos. des Zylinders  ist das Steuerventil 8 offen, die Kolben sind von der Rückstellfeder  7 nach rechts verschoben, unterwegs Raum 3 mit Flüssigkeit gefüllt,  aus dem Raum 1 wird das Wasser verdrängt.

   Raum 2 wird über Leitungen  11, Trommel 12, Dreheinführung 13 direkt mit der atmosphärischen  Luft verbunden. Im Behälter 17 ist der Flüssigkeitsspiegel gehalten,  die Flüssigkeit, z.B. Hydrauliköl, wird über Leitungen 18, Dreheinführung,  Verteilertrommel 19 und über das Steuerventil in den Zylinderraum  3 geleitet. 



   Beim Steuervorgang B "R", bei Bewegung der Zylinderkolonne nach unten,  wird das Steuerventil 8 geschlossen, die Kolben sind hydraulisch  blockiert, bis zum weiteren Steuervorgang in Pos. C "R". Da wird  das Steuerventil 8 geöffnet, die Flüssigkeit mit erhöhtem Druck über  Leitungen 14, Sammeltrommel 15, Dreheinführung über ein Rückschlagventil  in den Druckspeicher 16 geleitet. Beim Steuerungsvorgang bei Pos.  D "L", bei Bewegung der Zylinderkolonnen nach oben, wird das Steuerventil  geschlossen, die Kolben wurden nach links geschoben, die Rückstellfeder  wird vorgespannt, Raum 1 mit Wasser gefüllt. Bei Steuervorgang in  Pos. A "L" fängt ein neuer Zyklus an. 



   In der Fig. 6 ist die Funktion und die Zusammensetzung einer Maschine  mit Wasser-Luft-Druckmittelwandler schematisch dargestellt. Die Maschine  in einem Behälter 29, die unter dem Wasserspiegel getaucht, arbeitet.  Auf einer Trägersäule 28 ist ein Getriebemotor 26 aufgebaut, der  über die Bandscheiben 27 auf dem Band 25 geordnete Zylinder 21 vertikal  nach oben und nach unten bewegt. Ein Arbeitszyklus eines Druckmittelwandlers  fängt nach einem Steuervorgang bei Pos. A "L" (Fig. 1) an. Bei dieser  Position wird aus den Behältern 215 (Fig. 6) eine kleine Menge Luft  abgezweigt, mit Reduzierventil 216 wird der Druck vermindert, aus  dem    Speicher 217 über Dreheinführung 213, Verteilertrommel 218,  Leitungen 219 über elektrisch betätigtem fein einstellbarem Druck-  und Dosierventil 221 wird der Kolben 22 in die Ausgangsposition nach  rechts rückgestellt.

   Der Zylinderraum 24 wird mit Luft gefüllt, aus  dem Raum 23 das Wasser verdrängt. Beim Erreichen der Zylinderposition  B "R" schliesst das Steuerventil 210 den Raum 24. Bei weiterer Bewegung  der Zylinder nach unten, mit wachsendem Druck der Wassersäule h e  auf den Kolben 22 wird die Luft komprimiert und das Volumen im Raum  24 verkleinert. Bei Pos. C "R" nach Steuervorgang, die komprimierte  Luft über Leitungen 211, Sammeltrommel 212, Dreheinführung, Rückschlagventil  214 in den Druckluftspeicher 215 geleitet. Bei Erreichung der Zylinderposition  D "L" ist der Zylinderraum 24 entleert, Raum 23 mit Wasser gefüllt,  Steuerventile schliessen bis zum Erreichen der Pos. A "L", nachher  folgt ein neuer Zyklus.

Claims (5)

1. Maschine zur Umsetzung und Nutzung der unter einem Flüssigkeitsspiegel eines Behälters dauernd wirkenden potentiellen Energie, welche mit einem Antriebsmotor (14) und mehreren Zylinder-Kolben-Systemen, welche als Druckübersetzer (30) oder Druckmittelwandler ausgeführt sind, bestückt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder-Kolben-Systeme vertikal periodisch nach oben und nach unten bewegt werden, dass beim unteren Wendepunkt das höchste Energiepotential der Flüssigkeitssäule bei einem ersten Kolben (4) erreicht wird, dass nach einem Steuerungsvorgang die Kraft vom ersten Kolben mittels einer Kolbenstange (6) auf einen zweiten Kolben (5) übertragen wird, damit der Druck eines Fluidums in einem inneren Zylinderteil (3) des entsprechenden Zylinder-Kolben-Systems erhöht und über Leitungen in einem Druckbehälter (29) geleitet und gespeichert wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder-Kolben-Systeme als Druckmittelwandler (21) ausgeführt sind.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder-Kolben-Systeme als Druckübersetzer ausgeführt sind.
4. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder-Kolben-Systeme (9) unter dem Flüssigkeitsspiegel getaucht, ohne Zuleitungen zum Zylinderinnenraum (1) eingesetzt sind.
5. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitsspiegel im Behälter (17) gehalten und die Flüssigkeit in Zylinder-Kolben-Systemen mit Leitungen angeschlossen sind.
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