CH694816A5 - Ventil, insbesondere für eine Explosionsschutzvorrichtung. - Google Patents

Ventil, insbesondere für eine Explosionsschutzvorrichtung. Download PDF

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CH694816A5
CH694816A5 CH382001A CH382001A CH694816A5 CH 694816 A5 CH694816 A5 CH 694816A5 CH 382001 A CH382001 A CH 382001A CH 382001 A CH382001 A CH 382001A CH 694816 A5 CH694816 A5 CH 694816A5
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Christoph Rubitschung
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Rubitec Ag
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16KVALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
    • F16K7/00Diaphragm valves or cut-off apparatus, e.g. with a member deformed, but not moved bodily, to close the passage ; Pinch valves
    • F16K7/02Diaphragm valves or cut-off apparatus, e.g. with a member deformed, but not moved bodily, to close the passage ; Pinch valves with tubular diaphragm
    • F16K7/04Diaphragm valves or cut-off apparatus, e.g. with a member deformed, but not moved bodily, to close the passage ; Pinch valves with tubular diaphragm constrictable by external radial force
    • F16K7/045Diaphragm valves or cut-off apparatus, e.g. with a member deformed, but not moved bodily, to close the passage ; Pinch valves with tubular diaphragm constrictable by external radial force by electric or magnetic means
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Description


  



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ventil, wie es im  Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 1 definiert ist. 



   Derartige Ventile werden beispielsweise bei Explosionsschutzvorrichtungen  in explosionsgefährdeten Industrieanlagen zum selbsttätigen Verhindern  des Durchschlagens von Druckwellen und/oder Flammen von einem explosionsgefährdeten  Anlageteil in einen benachbarten Anlageteil eingesetzt. Bei Explosionsschutzvorrichtungen  ist von entscheidender Bedeutung, dass im Bedarfsfall der Durchgang  zwischen zwei Anlageteilen, im Allgemeinen ein Transportrohr, möglichst  rasch dicht verschlossen wird. Der Schliessvorgang muss abgeschlossen  sein, bevor Druckwellen und/oder Flammen bei der Schliessstelle eintreffen.  Hierzu wird ein Schliesselement mit hoher Geschwindigkeit in den  zu verschliessenden Durchgang bewegt und bei Erreichen der Schliessstellung  rasch abgebremst. 



   In der US-A-6 095 492 ist ein Ventil für eine Explosionsschutzvorrichtung  offenbart, das ein Rohrstück und zwei Schieber umfasst, die durch  zwei einander gegenüberliegende Öffnungen in der Wand des Rohrstücks  von aussen in dieses hineinschiebbar sind. An der Innenseite der  Rohrwand ist eine dehnbare Membran angeordnet, die ein Innenrohr  bildet, das durch Gegeneinanderdrücken einander gegenüberliegender  Membranbereiche mittels der Schieber verschliessbar ist. Die Schieber  sind in ihrer Ausgangsposition ausserhalb des Rohrstücks mittels  Federn und Druckgas vorgespannt und werden nach elektromagnetischer  Auslösung über eine Auslöseeinrichtung sehr schnell in ihre Schliessstellung  bewegt,    in welcher sie einander gegenüberliegende Bereiche der  dehnbaren Membran gegeneinander drücken und so das Innenrohr verschliessen.

                                                      



   Mit dem beschriebenen Ventil für eine Explosionsschutzvorrichtung  können zwar sehr kurze Schliesszeiten erreicht werden, ohne besondere  Vorkehrungen federn aber die Schieber und die einander gegenüberliegenden  Membranbereiche des Innenrohrs aufgrund der hohen Schiebergeschwindigkeit  nach dem Aufeinanderprallen kurz zurück, wodurch während einer kurzen  Zeit die Gefahr besteht, dass Druckwellen und/oder Flammen passieren  können. 



   Der Erfindung liegt daher die folgende Aufgabe zugrunde: Zu schaffen  ist ein Ventil der eingangs 



   erwähnten Art, das ein sehr schnelles, von Anfang an dichtes Schliessen  ermöglicht. 



   Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemässe Ventil gelöst, wie  es im unabhängigen Patentanspruch 1 definiert ist. Bevorzugte Ausführungsvarianten  ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen. In Patentanspruch  10 ist eine Explosionsschutzvorrichtung mit einem derartigen Ventil  definiert. 



   Die Erfindung besteht dem Wesen nach im Folgenden: Ein Ventil umfasst  ein Rohrstück und mindestens einen von aussen durch eine Öffnung  in der Wand des Rohrstücks in dieses hineinschiebbaren Schieber.  An der Innenseite der Rohrwand ist eine dehnbare Membran angeordnet,  die ein Innenrohr bildet, das durch Gegeneinanderdrücken einander  gegenüberliegender Membranbereiche mittels des oder der Schieber  verschliessbar ist. Das Ventil umfasst im weiteren erfindungsgemäss  Mittel, die ein Zurückfedern des oder der Schieber beim Hineinschieben  in das Rohrstück verhindern. 



   Dadurch, dass das Zurückfedern des oder der Schieber beim Hineinschieben  in das Rohrstück verhindert wird, ist das Ventil nach dem Schliessen  von Anfang an dicht. 



   Bei einer bevorzugten Ausführungsvariante umfasst das Ventil zwei  einander gegenüberliegende, aufeinander zu bewegbare, flache Schieber.  Diese beiden Schieber können aufeinander abgestimmte Stirnen aufweisen,  deren Form unabhängig von der Rohrwandinnenseite ist und die beim  Verschliessen das Innenrohr zwischen sich zusammenquetschen. Da zwei  Schieber verwendet werden, kann zudem der beim Schliessvorgang von  jedem Schieber zurückzulegende Weg halbiert werden, wodurch die Schliesszeit  reduziert wird. 



   Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsvariante umfasst das Ventil  einen flachen Schieber, dessen Stirnpartie im wesentlichen komplementär  zum ihr gegenüberliegenden Teil der Rohrwandinnenseite geformt ist.  Dieses Ventil hat den Vorteil, dass es nur einen Schieberantrieb  benötigt und relativ einfach aufgebaut und kostengünstig ist. 



   Vorzugsweise umfassen die Mittel zum Verhindern des Zurückfederns  Einschnappmittel, die nach dem maximal möglichen Hineinschieben des  oder der Schieber in das Rohrstück hinter Rückhaltemitteln einschnappen.  Durch das Einschnappen kann das Zurückfedern des oder der Schieber  wirkungsvoll verhindert werden, ohne dass ein gewolltes wieder Lösen  mit grösserem Kraftaufwand verunmöglicht wird. 



   Mit Vorteil sind die Einschnappmittel an der Stirn des oder eines  der Schieber oder an dem der Schieber gegenüber liegenden Teil der  Rohrwandinnenseite durch bezogen auf die Schieberichtung seitliche  Vorsprünge gebildet. Vorzugsweise    sind die Rückhaltemittel seitliche  Vorsprünge in entgegengesetzter Richtung am anderen Schieber oder  an der Rohrwandinnenseite. Durch seitliche Vorsprünge können sowohl  die Einschnappmittel als auch die Rückhaltemittel auf einfache Weise  verwirklicht werden. 



   Vorteilhafterweise sind die Einschnappmittel am Schieber oder an  der Rohrwandinnenseite so angeordnet, dass sie beim Hineinschieben  des oder der Schieber in das Rohrstück durch die Rückhaltemittel  elastisch verschoben werden und nach dem Passieren der Rückhaltemittel  hinter diesen einschnappen, wobei diese elastische Verschiebung der  Einschnappmittel vorzugsweise durch mindestens einen Hohlraum im  Schieber oder an der Rohrwandinnenseite ermöglicht ist. Durch die  elastische Verschiebbarkeit der Einschnappmittel wird nicht nur das  Einschnappen, sondern auch das wieder Lösen der Einschnappmittel  auf einfache Weise ermöglicht. 



   Bevorzugt ist bzw. sind der oder die Schieber in mindestens einer  am Rohrstück angeordneten Schieberführung seitlich geführt und vorzugsweise  sind die Einschnappmittel und die Rückhaltemittel so angeordnet,  dass entweder die Einschnappmittel durch die Rückhaltemittel oder  die Rückhaltemittel durch die Einschnappmittel beim Hineinschieben  des oder der Schieber in das Rohrstück nach aussen gegen die Schieberführungen  bzw. eine der Schieberführungen gedrückt werden. Dadurch kommt es  zu einer vorteilhaften Abbremsung des oder der Schieber am Ende des  Schiebewegs, die den Aufprall abschwächt. 



   Bei einer alternativen Ausführungsvariante ist der bzw. mindestens  einer der Schieber an einer Kolbenstange angebracht und umfassen  die Rückhaltemittel einen seitlichen Kolbenstangenvorsprung und die  Einschnappmittel eine durch eine Feder in Richtung der Kolbenstange  vorgespannte Arre   tierstange, die nach dem maximal möglichen Hineinschieben  des Schiebers in das Rohrstück hinter dem Kolbenstangenvorsprung  einschnappt. 



   Mit Vorteil weisen die Stirnen der beiden Schieber bzw. die Stirn  des einzigen Schiebers und der dem Schieber gegenüberliegende Teil  der Rohrwandinnenseite eine Einbuchtung auf, in der die dehnbare  Membran nach dem maximal möglichen Hineinschieben des oder der Schieber  in das Rohrstück aufgenommen ist. Diese Einbuchtung stellt eine definierte  Verformung der dehnbaren Membran beim Zusammenquetschen sicher. 



   Das erfindungsgemässe Ventil wird vorzugsweise in einer Explosionsschutzvorrichtung  in einer explosionsgefährdeten Industrieanlage zum selbsttätigen  Verhindern des Durchschlagens von Druckwellen und/oder Flammen von  einem explosionsgefährdeten Anlageteil in einen benachbarten Bereich,  beispielsweise einen benachbarten Anlageteil, verwendet. 



   Im folgenden werden das erfindungsgemässe Ventil und die erfindungsgemässe  Explosionsschutzvorrichtung unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung  anhand zweier Ausführungsbeispiele detaillierter beschrieben. Es  zeigen:      Fig. 1 einen Schnitt durch ein erfindungsgemässes  Ventil in einer Explosionsschutzvorrichtung mit zwei einander gegenüberliegenden,  flachen Schiebern mit Einschnappmitteln und Rückhaltemitteln gemäss  einem ersten Ausführungsbeispiel;     Fig. 2 einen Schnitt gemäss  der Linie I-I in Fig. 1 durch das Ventil in geöffneter Stellung;       Fig. 3 das Ventil von Fig. 2 in der Schliessstellung;     Fig. 4 eine schematische Darstellung der Einschnappmittel und  Rückhaltemittel gemäss einem zweiten Ausführungsbeispiel bei offenem  Ventil; und     Fig. 5 die Einschnappmittel und Rückhaltemittel  von Fig. 4 bei geschlossenem Ventil.

     Figur 1  



   Die dargestellte Explosionsschutzvorrichtung umfasst ein Ventil 1  mit einem Rohrstück mit einer Rohrwand 11, an deren beiden Enden  je ein Flansch 12 bzw. 16 angeschweisst ist. Über die Innenseite  der Rohrwand 11 und über einen Teil der jeweiligen Aussenseite der  beiden Flansche 12, 16 erstreckt sich eine dehnbare Membran 14, die  ein Innenrohr bildet. Die an den beiden Flanschen 12, 16 anliegenden  Membranbereiche sind je mit einer Ringwulst 141 bzw. 142 versehen,  die von ringförmigen Ausnehmungen der Flansche 12 bzw. 16 aufgenommen  werden. Auf diese Weise ist die dehnbare Membran 14 bereits ziemlich  fest am Rohrstück angebracht. 



   Mittels der Flansche 12, 16 kann das Ventil 1 beispielsweise an einem  Rohr einer Industrieanlage befestigt werden. Dabei wird die dehnbare  Membran 14 zwischen Ventilflansch und Rohrflansch festgeklemmt und  dient gleichzeitig als Dichtung. 



   Gegenüber liegende Bereiche der dehnbaren Membran 14 können mittels  zweier Schieber 15 bzw. 15' von der Rohrwandinnenseite weg- und gegeneinandergedrückt  werden. In der zusammengedrückten Stellung, die gestrichelt dargestellt  ist, verschliesst die dehnbare Membran 14 den Durchgang durch das  Rohrstück, so dass weder Druckwellen noch Flammen pas   sieren können,  und zwar in keiner der beiden Richtungen A, B. Das Ventil kann auch  langsam geschlossen und geöffnet werden und somit als Absperrorgan  dienen. 



   Die dehnbare Membran 14 besteht beispielsweise aus Kautschuk, insbesondere  Siliconkautschuk, der quetschfähig ist, ohne dass er bricht. Mit  Vorteil wird ein Kautschuk benutzt, der zur Verwendung in Kontakt  mit Lebensmitteln zugelassen ist. Die Dicke der dehnbaren Membran  14 beträgt zwischen 2 und 10 mm, vorzugsweise zwischen 3 und 5 mm.  Die Membran kann auch eine Gewebeverstärkung aufweisen. 



   Die beiden Schieber 15, 15' sind relativ flach ausgebildet und weisen  eine Breite auf, die grösser ist als der grösste Innendurchmesser  des Rohrstücks. Ihre einander gegenüberliegenden Stirnen 151 bzw.  151' haben abgerundete Kanten, um die dehnbare Membran 14 nicht zu  schädigen. Durch schlitzförmige Öffnungen 111 und 111' in der Rohrwand  11 sind die Schieber 15, 15' in das Rohrstück hineinschiebbar. Zur  Führung der Schieber 15, 15' sind an der Rohrwand 11 Schieberführungen  13 und 13' angebracht, hier angeschweisst. 



   Der Antrieb der Schieber 15, 15' erfolgt auf herkömmliche Art, wobei  grundsätzlich viele unterschiedliche Möglichkeiten bestehen. Verschiedene  Schieberbewegungsmechanismen und Auslöseeinrichtungen, die sehr kurze  Schliesszeiten ohne Verwendung eines pyrotechnischen Zünders ermöglichen,  sind beispielsweise in der EP-A-0 824 027 beschrieben. 



   Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Schieber 15, 15' an  Kolbenstangen 2, 2' angebracht, an denen Kolben 3, 3' befestigt sind.  Die Kolben 3, 3' sind in Zylindern 4, 4' bewegbar gelagert, wobei  an der Peripherie der Kolben 3, 3' Ringdichtungen 31, 31' angeordnet  sind, die für eine Abdich   tung zur Zylinderinnenwand hin sorgen.  Das Innere der Zylinder 4, 4' wird durch die Kolben 3, 3' je in eine  erste Kammer 41, 41' und zweite Kammer 42, 42' unterteilt. 



   Die Kolbenstangen 2, 2' sind zur dehnbaren Membran 14 hin mittels  komprimierten Federn 6, 6', die in Federgehäusen 61, 61' gelagert  sind, vorgespannt. Die Federn 6, 6' drücken um die Kolbenstangen  2, 2' herum angeordnete Hülsen 21, 21' gegen Ringköpfe 22, 22', die  an fest mit den Kolbenstangen 2, 2' verbundenen Ringplatten 23, 23'  anliegen und so eine Vorspannung erzeugen. Diese Vorspannung kann  gewünschtenfalls erhöht werden, indem in den zweiten Kammern 42,  42' ein Überdruck im Vergleich zu den ersten Kammern 41, 41' erzeugt  wird. Dies kann mittels Druckgaszufuhr aus um die Zylinder 4, 4'  herum angeordneten, nicht dargestellten Druckgasspeichern über Gaskanäle  43, 43' erfolgen. 



   In den zweiten Kammern 42, 42' sind Auslöseeinrichtungen 5, 5' ortsfest  angebracht, die mittels ringförmigen Elektromagneten 51, 51' die  fest mit den Kolbenstangen 2, 2' verbundenen Ringplatten 23, 23'  solange elektromagnetisch anziehen und in der dargestellten Position  halten, wie den Elektromagneten 51, 51' Strom zugeführt wird. Die  Stromzufuhr erfolgt über hier nicht gezeichnete elektrische Leitungen  und wird durch einen Sensor zur Explosionserkennung bekannter Art,  insbesondere einen Druck- oder Infrarotsensor, der in einem benachbarten  explosionsgefährdeten Anlageteil angeordnet bzw. mit demselben verbunden  ist, gesteuert. 



   Bei Unterbruch der Stromzufuhr verlieren die Elektromagneten 51,  51' ihre Anziehungskraft und die Schieber 15, 15' werden über die  Kolbenstangen 2, 2' durch die Federn 6, 6' und gegebenenfalls durch  den Überdruck in den zweiten Kammern 42, 42' im Vergleich zu den  ersten Kammern 41, 41' in ihre Schliessstellung bewegt, in der die  dehnbare Membran    14 den Durchgang durch das Rohrstück: vollständig  verschliesst. Falls mit Überdruck in den zweiten Kammern 42, 42'  gearbeitet wird, sorgen die mit diesen verbundenen Druckgasspeicher,  dass während der ganzen Bewegung der Kolbenstangen 2, 2' und Kolben  3, 3' der Überdruck aufrechterhalten bleibt.

   Hier nicht sichtbar  ist, dass in der Schliessstellung Einschnappmittel am Schieber 15  hinter Rückhaltemitteln am Schieber 15' eingeschnappt sind, so dass  ein Zurückfedern der beiden Schieber 15, 15' nach dem Aufeinanderprallen  verhindert ist. 



   Um nach einer erfolgten Schliessung des Ventils 1 die Schieber 15,  15', Kolbenstangen 2, 2' etc. wieder in ihre Ausgangsposition zurückzubewegen  und wieder vorzuspannen, wird in den ersten Kammern 41, 41' durch  Druckgaszufuhr über Gaskanäle 44, 44' ein Überdruck im Vergleich  zu den zweiten Kammern 42, 42' erzeugt, der ausreicht, um die Einschnappmittel  und die Rückhaltemittel voneinander zu lösen und die Federn 6, 6'  zu komprimieren. 



   Um den auftretenden Drücken standzuhalten, werden verschiedene Gehäuseteile  7 und 70 bzw. 7' und 70' der Explosionsschutzvorrichtung mittels  Zugankern 8, 8' zusammengehalten. 



   Mit 9 und 9' sind verschiedene Ringdichtungen bezeichnet.   Figuren  2 und 3  



   Es ist hier ersichtlich, dass das Rohrstück mit Rohrwand 11 einen  eckigen Querschnitt aufweist, der länger als breit ist, so dass die  dehnbare Membran 14 im in Fig. 3 dargestellten zusammengequetschten  Zustand nicht an die Rohrwand 11 stösst. Um eine definierte Verformung  der Membran 14 zu erreichen, weisen die Stirnen 151, 151' der beiden  Schieber 15, 15' jeweils eine Einbuchtung 85, 86 auf, in denen die  dehnbare Membran 14 aufgenommen ist. 



     Der Schieber 15 ist ausserdem mit Einschnappmitteln in Form von  Vorsprüngen 81 versehen, die bezogen auf die Schieberichtung seitlich  von der Schiebermitte wegragen, während der Schieber 15' Rückhaltemittel  in Form von seitlichen Vorsprüngen 82 in entgegengesetzter Richtung  aufweist. Die Einschnappmittel 81 sind so ausgebildet und am Schieber  15 angeordnet, dass sie beim Hineinschieben der Schieber 15, 15'  in das Rohrstück durch die Rückhaltemittel 82 zur Schiebermitte hin  elastisch verschoben werden und nach dem Passieren der Rückhaltemittel  82 hinter diesen einschnappen. Diese elastische Verschiebung der  Einschnappmittel 81 wird durch Hohlräume 83 im Schieber 15 ermöglicht.

    Durch das Einschnappen der Einschnappmittel 81 hinter den Rückhaltemitteln  82 wird ein Zurückfedern der Schieber 15, 15' beim Hineinschieben  in das Rohrstück verhindert, so dass das Ventil 1 nach dem Schliessen  von Anfang an dicht ist. Ein wieder Lösen der Einschnappmittel 81  von den Rückhaltemitteln 82 ist erst durch Krafteinsatz möglich. 



   Die Schieber 15, 15' sind durch die Schieberführungen 13, 13', die  ineinander übergehen, seitlich geführt. Beim Hineinschieben der Schieber  15, 15' in das Rohrstück werden die Rückhaltemittel 82 durch die  Einschnappmittel 81 nach aussen gegen die Schieberführung 13' gedrückt.  Dadurch wird die Geschwindigkeit der Schieber 15, 15' am Schluss  des Hineinschiebens und somit ihre Aufprallgeschwindigkeit in gewünschter  Weise gebremst, was sowohl die Schieber 15, 15' als auch die dehnbare  Membran 14 schont. 



   In den Fig. 2 und 3 ist ausserdem ersichtlich, dass die Kolbenstangen  2, 2' in die Schieber 15, 15'geschraubt sind.    Figuren 4 und  5  



   Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel weisen die Schieber 15, 15'  keine Einschnappmittel und Rückhaltemittel auf, diese sind stattdessen  weiter hinten bei den Kolbenstangen 2, 2' angeordnet. Hier dargestellt  sind die an der Kolbenstange 2 angebrachten Rückhaltemittel in Form  eines seitlichen Kolbenstangenvorsprungs 182. Die Einschnappmittel  umfassen eine durch eine Feder 183 in Richtung der Kolbenstange 2  vorgespannte Arretierstange 181, die nach dem maximal möglichen Hineinschieben  des Schiebers 15 in das Rohrstück hinter dem Kolbenstangenvorsprung  182 einschnappt. Die Einschnappmittel und Rückhaltemittel an der  Kolbenstange 2'sind analog ausgebildet.

Claims (10)

1. Ventil (1), insbesondere für eine Explosionsschutzvorrichtung mit einem Rohrstück, mindestens einem von aussen durch eine Öffnung (111, 111') in der Wand (11) des Rohrstücks in dieses hinein schiebbaren Schieber (15, 15') und einer an der Innenseite der Rohrwand (11) angeordneten dehnbaren Membran (14), die ein Innenrohr bildet, das durch Gegeneinanderdrücken einander gegenüber liegender Membranbereiche mittels des oder der Schieber (15, 15') verschliessbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass es Mittel (81, 82, 83; 181, 182, 183) umfasst, die ein Zurückfedern des oder der Schieber (15, 15') beim Hineinschieben in das Rohrstück verhindern.
2. Ventil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zwei einander gegenüberliegende, aufeinander zu bewegbare, flache Schieber (15, 15') umfasst.
3.
Ventil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es einen flachen Schieber umfasst, dessen Stirnpartie im wesentlichen komplementär zum ihr gegenüberliegenden Teil der Rohrwandinnenseite geformt ist.
4. Ventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verhindern des Zurückfederns Einschnappmittel (81; 181, 183) umfassen, die nach dem maximal möglichen Hineinschieben des oder der Schieber (15, 15') in das Rohrstück hinter Rückhaltemitteln (82; 182) einschnappen.
5.
Ventil (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich net, dass die Einschnappmittel an der Stirn (151, 151') des oder eines der Schieber (15) oder an dem dem Schieber gegenüber liegenden Teil der Rohrwandinnenseite durch bezogen auf die Schieberichtung seitliche Vorsprünge (81) gebildet sind und vorzugsweise die Rückhaltemittel seitliche Vorsprünge (82) in entgegengesetzter Richtung am anderen Schieber (15') oder an der Rohrwandinnenseite sind.
6.
Ventil (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschnappmittel (81) am Schieber (15) oder an der Rohrwandinnenseite so angeordnet sind, dass sie beim Hineinschieben des oder der Schieber (15, 15') in das Rohrstück durch die Rückhaltemittel (82) elastisch verschoben werden und nach dem Passieren der Rückhaltemittel (82) hinter diesen einschnappen, wobei diese elastische Verschiebung der Einschnappmittel (81) vorzugsweise durch mindestens einen Hohlraum (83) im Schieber (15) oder an der Rohrwandinnenseite ermöglicht ist.
7.
Ventil (1) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Schieber (15, 15') in mindestens einer am Rohrstück angeordneten Schieberführung (13, 13') seitlich geführt ist bzw. sind und vorzugsweise die Einschnappmittel (81) und die Rückhaltemittel (82) so angeordnet sind, dass entweder die Einschnappmittel (81) durch die Rückhaltemittel (82) oder die Rückhaltemittel (82) durch die Einschnappmittel (81) beim Hineinschieben des oder der Schieber (15, 15') in das Rohrstück nach aussen gegen die Schieberführungen bzw. eine der Schieberführungen (13') gedrückt werden.
8.
Ventil (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. mindestens einer der Schieber (15, 15') an einer Kolbenstange (2, 2') angebracht ist und die Rückhaltemittel einen seitlichen Kolbenstangenvorsprung (182) und die Einschnappmittel eine durch eine Feder (183) in Richtung der Kolbenstange (2, 2') vorgespannte Arretierstange (181), die nach dem maximal möglichen Hineinschieben des Schiebers (15, 15') in das Rohrstück hinter dem Kolbenstangenvorsprung (182) einschnappt, umfassen.
9.
Ventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnen (151, 151') der bei den Schieber (15, 15') bzw. die Stirn des einzigen Schiebers und der dem Schieber gegenüberliegende Teil der Rohrwandinnenseite eine Einbuchtung (85, 86) aufweisen, in der die dehnbare Membran (14) nach dem maximal möglichen Hineinschieben des oder der Schieber (15, 15') in das Rohrstück aufgenommen ist.
10. Explosionsschutzvorrichtung in einer explosi- onsgefährdeten Industrieanlage zum selbsttätigen Verhindern des Durchschlagens von Druckwellen und/oder Flammen von einem explosionsgefährdeten Anlageteil in einen benachbarten Bereich mit einem Ventil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9.
CH382001A 2001-01-11 2001-01-11 Ventil, insbesondere für eine Explosionsschutzvorrichtung. CH694816A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN106351322A (zh) * 2016-08-26 2017-01-25 山东胜伟园林科技有限公司 一种可控制流量的节水沟

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