CH694832A5 - Verfahren zur Herstellung einer Kontaktlinse und nach diesem Verfahren hergestellte Kontaktlinse. - Google Patents

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CH694832A5
CH694832A5 CH00834/99A CH83499A CH694832A5 CH 694832 A5 CH694832 A5 CH 694832A5 CH 00834/99 A CH00834/99 A CH 00834/99A CH 83499 A CH83499 A CH 83499A CH 694832 A5 CH694832 A5 CH 694832A5
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George L Biastoch
Christian Kruesi
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Patrick Luginbuehl
George L Biastoch
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Description


  



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung  einer Kontaktlinse und eine nach diesem Verfahren hergestellte Kontaktlinse.                                                   



   Kontaktlinsen haben sich bei vielen Brillenträgern bewährt. Es stellt  sich jedoch häufig das Problem, eine gute Sehschärfe in der Ferne  und/oder in der Zwischendistanz und in der Nähe zu erreichen, was  nicht ohne weiteres möglich ist. 



   Folglich ist es Aufgabe der im Folgenden beschriebenen Erfindung,  eine neue Kontaktlinse dieser Art anzugeben, mit der Nachteile des  Standes der Technik vermieden werden und die eine gute Sehschärfe  ermöglicht. 



   Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch ein Verfahren mit den im  Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. 



   Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen  angegeben. 



     Die Erfindung wird nachfolgend beispielsweise anhand von Zeichnungen  näher erläutert. Es zeigen:      Fig. 1 eine Draufsicht einer  ersten Ausführung einer erfindungsgemässen Kontaktlinse,     Fig.  2 einen Querschnitt einer solchen Kontaktlinse,     Fig. 3 eine  schematische Darstellung einer zweiten Ausführung einer erfindungsgemässen  Kontaktlinse,     Fig. 4 eine schematische Darstellung zur Erläuterung  der wichtigsten Parameter am Auge, und     Fig. 5 ein Diagramm  zur Erläuterung des erfindungsgemässen Verfahrens zur Herstellung  einer Kontaktlinse.  



   Die Kontaktlinse nach Fig. 1 und 2 ist rund und weist von innen nach  aussen vier konzentrische Zonen 1, 2, 3 und 4 auf. Die innere oder  zentrale Zone 1, die auch Zentrum genannt wird, bewirkt die volle  Korrektur für die Nähe. Die anschliessende Zone 2 ist mit der Korrektur  für die Zwischendistanz versehen. Der Durchmesser der Zonen 1 und/oder  2 wird an den Träger angepasst, und zwar je nach Pupillendurchmesser,  Vorderkammertiefe und persönlichen Sehanforderungen. Der Durchmesser  dieser Zwischendistanz-Zone 2 richtet sich nach dem Durchmesser der  Nahzone 1 und wird in Prozenten der gesamten Nah- und Zwischenzonen-Fläche,  das heisst der Flächen der Zonen 1 und 2 angegeben, wobei die Fläche  der Zone 2 die Fläche der Zone 1 umfasst. Die Wirkung im Zwischenbereich  ist der Mittelwert von Fern- und Nahkorrektur.

   Der Durchmesser der  für die Fernkorrektur vorgesehenen Zone 3, auch Fernzone genannt,  ist grösser als die Pupille, variiert jedoch je nach Fernkorrektur  der Linse. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass abgesehen von der Randzone  4, die optisch irrelevant ist, die Nahzone 1 den kleinsten Radius  und die Fernzone 3 den grössten Radius aufweist. Das heisst, der  "Buckel-Ring 2" weist eine kleinere Konvexität oder Krümmung als  der "Buckel 1" auf. 



     Beim vorliegenden Verfahren kann also das Verhältnis der Zonen  individuell gewählt werden, so dass sich anatomische und anwendungsspezifische  Besonderheiten des Trägers gezielt optimieren lassen. 



   Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemässen Kontaktlinse  sieht vor, dass für den Durchmesser der Zone 2 ein Anfangswert von  2,2 mm gewählt wird. Auch dieser Wert variiert je nach Pupillendurchmesser,  Vorderkammertiefe und persönlichen Sehanforderungen des Trägers.  Ein zweiter Parameter bestimmt, auf welchem Teil in Prozenten dieser  Fläche die volle Nahkorrektur wirksam ist. Als Ausgangswert wird  80% empfohlen, das heisst 80% der Fläche der Zonen 1 und 2 wirkt  mit voller Nahkorrektur (Zone 1) und 20% im Zwischenbereich (Zone  2). Dieser Wert kann je nach Erfordernissen angepasst werden, beispielsweise  60% für Computerarbeit, für die eine grosse Zwischendistanz nötig  ist. Wenn dieser Wert auf 100% gesetzt wird, fällt der Zwischenbereich  weg, und es liegen nur zwei Zonen vor der Pupille des Trägers.

   Dies  hat je nach Nahzusatz gewisse Einschränkungen im Zwischenbereich  zur Folge, verbessert aber den Kontrast für reine Fern- und Naharbeit.  Die einzelnen Zonen werden leicht verblendet. Dies ist einerseits  durch den Radius des Diamanten bei der Bearbeitung gegeben und wird  andererseits durch die Verblendung des sogenannten Blend-Faktors  der CNC-Drehbank modifiziert. 



   Die Zonen 1 und 2 können auch auf torische Linsen aufgebracht werden.  Dies ermöglicht neben der Korrektur der Prespyopie auch eine Korrektur  des Astigmatismus. Diese Kontaktlinse funktioniert nach dem Simultanansicht-Prinzip,  das heisst, die Zonen 1, 2 und mindestens teilweise auch die Zone  3 befinden sich vor der Pupille. Durch die Zonengrössen kann bestimmt  werden, welcher Anteil des einfallenden Lichtes für welche Distanz  gebraucht werden kann. 



   Fig. 3 zeigt, dass Linsen in torischer Ausführung, das heisst vorzugsweise  mit einer Zylinderfläche 5 auf der Rückseite, zusätzlich mit einem  üblichen prismatischen Stabilisationssystem 6 oder mit einem dynamischen  an sich bekannten in Fig. 3 nicht dargestellten Stabilisationssystem  versehen sein müssen. 



   Fig. 4 zeigt den Pupillendurchmesser P, die Vorderkammertiefe T und  die Lage des Knotenpunktes K. Der Pupillendurchmesser P ist vom Einsatzgebiet,  von der Beleuchtung sowie vom Alter usw. des Trägers abhängig. Die  Parameter T und K stehen im Zusammenhang mit der Art und Verteilung  der Fehlsichtigkeit des Trägers. 



     Der Durchmesser der Nahoptikzone wird nicht nur in Abhängigkeit  der Parameter P, T und K, sondern auch von den persönlichen Präferenzen  bzw. Tätigkeiten des Trägers bestimmt, da beispielsweise ein Buchhalter  und ein Fernfahrer unterschiedliche Anforderungen stellen. Für den  Pupillendurchmesser werden vorzugsweise folgende Werte angenommen:                                                             



    <tb><TABLE> Columns = 3  <tb><SEP> Alter<SEP> Hellwert<SEP> Dunkelwert <tb><SEP>  20<SEP> 5.0<SEP> 8.0 <tb><SEP> 40<SEP> 4.0<SEP> 6.0 <tb><SEP> 50<SEP>  3.5<SEP> 5.5 <tb><SEP> 60<SEP> 3.0<SEP> 4.2 <tb><SEP> 70<SEP> 2.5<SEP>  3.0 <tb><SEP> 80<SEP> 2.0<SEP> 2.5  <tb></TABLE> 



   Bei Jungpresbyopen ist die Pupille bei normaler Beleuchtung üblicherweise  mindestens 3.5 mm im Durchmesser. 



   Die Vorderkammertiefe und der Knotenpunkt lassen sich nicht mit vertretbarem  Aufwand messen. Der Einfluss dieser Grössen wird daher mit Messlinsen  ermittelt. Dabei wird allgemein davon ausgegangen, dass das menschliche  Auge ein Bild als zufriedenstellend interpretiert, wenn mindestens  60% des eintreffenden Lichtes daran beteiligt sind. 



   Als erste Messlinse wird deshalb eine Nahzone von etwa 2.2 mm empfohlen,  da dies bei einer durchschnittlichen Pupillengrösse rund 40% des  einfallenden Lichtes betrifft. Für die Ferne verbleiben damit mindestens  60% des Lichtes, so dass dort keine subjektive Beeinträchtigung zu  erwarten ist. Bei überdurchschnittlich grossen oder kleinen Pupillen  wird als erste Messlinse bereits eine entsprechend modifizierte Nahoptikzone  empfohlen. Beim Blick in die Nähe verengt sich die Pupille (Nahmiosis)  und der relative Anteil des Lichtes "für die Nähe" steigt. Der endgültige  Durchmesser wird wenn immer möglich mit einer Messlinse festgelegt.                                                            



   Die zweite Zone, vom Zentrum gesehen, formt ein Bild von der Zwischendistanz.  Als Stärke wird die Hälfte der Addition verwendet. Die Zonengrösse  ist standardmässig so berechnet, dass vom Nahteil 80% der Fläche  für die Nähe und 20% für die Zwischendistanz wirken. 



     Bei schwachen Additionen wäre ein Verhältnis 100/0 denkbar, das  heisst nur eine Nahzone und keine Zwischendistanz, was einen etwas  besseren Kontrastwert ergibt. Bei höheren Additionen und häufiger  Bildschirmarbeit ist beispielsweise ein Verhältnis 50/50 möglich.  Die "Nahoptikzone" bezeichnet in jedem Fall die Nahzone und die Zwischendistanz-Zone  gemeinsam. Sofern nichts anderes angegeben wird, ist das Verhältnis  der beiden Zonen 80/20. 



   Mit der Flexibilität der erfindungsgemässen Linse lässt sich eine  sehr wirkungsvolle physiologische Version der "modifizierten Monovision"  anwenden: Auf das dominante Auge wird die Nahoptikzone etwas kleiner  gewählt, was mehr Kontrast für die Ferne ergibt. Auf das andere Auge  wird die Nahoptikzone grösser gewählt, was mehr Kontrast für die  Nähe ergibt. Im Gegensatz zu allen anderen Formen der Monovision  oder modifizierten Monovision sind dabei nur die Lichtanteile R/L  (rechts/links) verschieden, das heisst, beide Augen sehen gleichzeitig  auf dieselbe Distanz scharf. 



   Fig. 5 zeigt ein Beispiel des Vorgehens bei der Anpassung nach der  vorliegenden Erfindung, wobei für die Kundeninformation dieselben  Hinweise wie bei anderen Simultansicht-Systemen gelten, wie beispielsweise,  dass gegenüber einer Einstärkenlinse der Kontrast leicht verminderter  ist, so dass eine gute Beleuchtung für Naharbeit empfohlen wird usw.                                                           



   Im Flussdiagramm nach Fig. 5 beziehen sich die ersten fünf Ablaufsymbole  11 bis 15 auf den einfachsten Fall und haben folgende Bedeutung: 



   S1: Fernkorrektur für die Brille. Zu beachten: HSA umrechnen, Vollkorrektur  Richtung Plus! Additionen wie für Brille. Zu beachten: Bei hohen  Fehlsichtigkeiten den Akkommodatronserfolg berücksichtigen. 



   S2: Messlinse mit mittlerer Nahoptikzone einsetzen. Als Faustregel  sollen ca. 60% des einfallenden Lichtes durch den Fernteil ins Auge  gelangen. Dies ist im Durchschnitt bei etwa 2.2 mm der Fall; die  Linse muss gut zentrierern! 



   S3: Ferne befriedigend? Wenn JA zu 



   S4; wenn NEIN zu S6. S4: Nähe befriedigend? Wenn JA zu S5; wenn NEIN  zu S8. 



   S5: Erfolg: Gleiche Nahoptikzone R und L. 



     Die anderen Ablaufsymbole S6 bis S12 bzw. Verfahrensschritte haben  folgende Bedeutung: 



   S6: Nahzone vorher vergrössert? Wenn JA zu S10, wenn NEIN zu S7. 



   S7: Nahzone reduzieren und zurück zum Eingang von S3. 



   S8: Nahzone vorher reduziert? Wenn JA zu S10, wenn NEIN zu S9. 



   S9: Nahzone vergrössern und zurück zum Eingang von S3. 



   S10: Modifizierte Monovision befriedigend? Wenn JA zu S11, wenn NEIN  zu S12. 



   S11: ERFOLG: Unterschiedliche Nahoptikzone R/L. 



   S12: Abbruch (Misserfolg). 



   Durch die unterschiedliche Nahoptik-Zone lassen sich die Lichtanteile  für die verschiedenen Distanzen für jeden Linsenträger individuell  einstellen. Bei der Anpassung kann man erfindungsgemäss auch wie  folgt vorgehen: 



   A. Sphäre wird mit Vollkorrektur Richtung Plus von Brillenwert übernommen.                                                     



   B. Addition wird von der Brille unter Berücksichtigung des Akkommodationserfolges  übernommen. 



   C. Die Messlinse wird mit einer mittleren Nahoptikzone eingesetzt.                                                             



   D. Die Sehschärfe für die Ferne wird überprüft. 



   E. Die Sehschärfe für die Nähe wird überprüft. 



   F. Wenn Nahsicht unbefriedigend: Messlinse mit gröserer Nahzone zurück  zu D und (mit weiteren Messlinsen) wiederholen, bis Fernsicht "einbricht".                                                     



   G. Die Nahsicht ist jetzt in Ordnung. Wenn auch die Fernsicht in  Ordnung ist, so ist das Verfahren fertig. 



   H. Wenn die Fernsicht nicht befriedigend ist: modifizierte Monovision.                                                         



   Nicht führendes Auge: Nahoptik belassen. 



   Führendes Auge: nächstkleinere Nahoptikzone. 



     Das neue Verfahren beruht auf der Erkenntnis, dass bei unklarer  Sicht in eine Distanz, meist in die Nähe, nicht die Korrektur verändert  werden soll, sondern der Lichtanteil Ferne/Nähe. Dadurch bleiben  die Arbeitsdistanzen wie gewünscht erhalten. Es kann die individuell  beste Aufteilung des Kontrastsehens Ferne/Nähe eingestellt werden.  Wenn eine modifizierte Monovision nötig ist, sehen beide Augen gleichzeitig  auf dieselben Distanzen scharf. Unterschiedlich für die beiden Augen  ist dabei lediglich das Kontrastsehen. 



   Die Herstellung erfolgt vorzugsweise auf compu-tergesteuerten Drehbänken.  Die Vorderseite, nämlich Grösse und Radius der Zonen sowie deren  Übergänge, sollte genau kontrolliert werden, beispielsweise mit einem  Moiré-Messgerät. Die Radien der einzelnen Zonen sind durch die dioptrische  Stärke bestimmt. Der Blend ist weitgehend durch den Diamant-Radius  gegeben.

Claims (10)

1. Verfahren zur Herstellung einer Kontaktlinse, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens drei konzentrische Zonen (1; 2, 3; 4) vorhanden sind, dass die innere Zone (1) die volle Korrektur für die Nähe aufweist, und dass der Durchmesser dieser Zone (1) und mindestens einer weiteren äusseren Zone (2 und/oder 3) an den betreffenden Träger angepasst wird, und zwar je nach Pupillendurchmesser (P), Vorderkammertiefe (T) und persönlichen Sehanforderungen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine an die innere Zone (1) anschliessende Zone (2) mit der Korrektur für die Zwischendistanz versehen ist, wobei sich der Durchmesser dieser Zwischendistanz-Zone (2) nach dem Durchmesser der Nahzone (1) richtet.
3.
Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkung des Zwischenbereichs (2) dem Mittelwert von Fern- und Nahkorrektur entspricht, wobei der Durchmesser der für die Fernkorrektur vorgesehenen äusseren Zone (3) grösser als die Pupille ist, jedoch je nach Fernkorrektur der Linse variiert.
4.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass für den Durchmesser einer an die innere Zone (1) anschliessenden Zone (2) ein Anfangswert von 2,2 mm gewählt wird, wobei dieser Wert je nach Pupillendurchmesser (P), Vorderkammertiefe (T) und persönlichen Sehanforderungen des Trägers variiert wird, und/oder dass durch einen zweiten Parameter bestimmt wird, auf welchem Teil in Prozenten dieser Fläche die volle Nahkorrektur wirksam ist, wobei ein Ausgangswert von 55 bis 85% gewählt wird, derart, dass 55 bis 85% der Nahzone mit voller Nahkorrektur und 45 bis 15% im Zwischenbereich wirken, und wobei dieser Wert an die individuellen Erfordernisse eines Trägers angepasst wird.
5.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte S1 und S2: S1: Fernkorrektur für die Kontaktlinse mit Additionen wie für eine optisch äquivalente Brille für den Träger durchführen; S2: mit Hilfe einer Messlinse die mittlere Nahoptikzone so einsetzen, dass ca. 50 bis 70% des einfallenden Lichtes durch den Fernteil ins Auge gelangt.
6.
Verfahren nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch die weiteren folgenden Verfahrensschritte S3 bis S11: S3: Ferne befriedigend? Wenn JA zu S4; wenn NEIN zu S6; S4: Nähe befriedigend? Wenn JA zu S5; wenn NEIN zu S8; S5: Erfolg?: Gleiche Nahoptikzone für das rechte und das linke Auge; S6: Nahzone vorher vergrössert? Wenn JA zu S10, wenn NEIN zu S7; S7: Nahzone reduzieren und zurück zum Eingang von S3; S8: Nahzone vorher reduziert? Wenn JA zu S10, wenn NEIN zu S9; S9: Nahzone vergrössern und zurück zum Eingang von S3; S10: Modifizierte Monovision befriedigend? Wenn JA zu S11, wenn NEIN abbrechen; S11: ERFOLG: Unterschiedliche Nahoptikzone für das rechte und das linke Auge.
7.
Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte A bis F: A: Sphäre wird mit Vollkorrektur Richtung Plus wie von einer optisch äquivalenten Brille übernommen; B: Addition wird von der Brille unter Berücksichtigung des Akkommodationserfolges übernommen; C: mit Hilfe einer Messlinse die mittlere Nahoptikzone einsetzen; D: die Sehschärfe für die Ferne wird überprüft; E: die Sehschärfe für die Nähe wird überprüft; F: wenn Nahsicht unbefriedigend: Messlinse mit gröserer Nahzone zurück zu D und wiederholen, bis Fernsicht einbricht; wobei, wenn die Fernsicht nicht befriedigend ist, vorzugsweise eine modifizierte Monovision durchgeführt wird, indem für das nicht führende Auge die Nahoptik belassen und für das führende Auge die nächstkleinere Nahoptikzone gewählt wird.
8.
Kontaktlinse mit mindestens drei konzentrischen Zonen (1; 2, 3; 4) hergestellt nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Zone (1) eine volle Korrektur für die Nähe und eine äussere Zone (3) eine volle Korrektur für die Ferne aufweist, und dass vorzugsweise eine an die innere Zone (1) anschliessende Zwischendistanz-Zone (2) mit der Korrektur für die Zwischendistanz vorhanden ist.
9. Kontaktlinse nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischendistanz-Zone (2) in Form eines Buckel-Ringes (2) ausgebildet ist.
10.
Kontaktlinse nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Zonen leicht verblendet sind, und/oder dass bei einer torischen Ausführung mit einer Zylinderfläche (5) auf der Rückseite, die Kontaktlinse zusätzlich mit einem prismatischen Stabilisationssystem (6) oder mit einem dynamischen Stabilisationssystem versehen ist.
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