CH695002A5 - Verfahren und Vorrichtung zum Erhalten der Ortszeit an einem Ort unter Verwendung von kartesischen Koordinaten. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Erhalten der Ortszeit an einem Ort unter Verwendung von kartesischen Koordinaten. Download PDFInfo
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Description
1. Erfindungsgebiet:
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erhalten der Ortszeit an einem Ort durch Verarbeiten der kartesischen Koordinaten des Orts gemäss Patent-anspruch 1 und ein Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung gemäss Patentanspruch 19.
Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere eine elektronische Armbanduhr, die die Fähigkeit aufweist, die Ortszeit auf der Grundlage von kartesischen Koordinaten zu berechnen, die über den Deckring oder die GPS (Global Positioning System) Einheit, die wie ein hochauflösender Dateneingabemechanismus wirkt, eingegeben wird. Diese Einrichtung ist von besonderem Interesse für Flieger und andere Fachleute. 2. Stand der Technik
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Abrufen der hinsichtlich örtlicher Einhaltung von Sommerzeit an einer beliebigen Stelle auf der Erde durch Eingabe der dieser Stelle entsprechenden kartesischen Koordinaten korrigierten Ortszeit. In der bevorzugten Ausführungsform wird die vorliegende Erfindung im Zusammenhang mit einer Armbanduhr beschrieben. Um ein System zu erzielen, das mit einem extrem hohen Auflösungsgrad arbeitet, ist es notwendig, eine hochauflösende Eingabeeinrichtung zu verwenden. In dieser Hinsicht haben bisherige Verfahren zur Eingabe von Daten in einer Armbanduhr es nicht geschafft, die erforderliche Auflösung, um die Eingabe von kartesischen Koordinaten zu berücksichtigen, zu erzielen, ohne auf eine Tastatur zurückzugreifen.
Ausserdem existieren keine anderen bekannten Systeme, die die Ortszeit an einer spezifischen Stelle auf der Grundlage von kartesischen Koordinaten liefern.
Die Krone der Uhr ist seit langem als Mittel zum Zuführen von Leistung zu der Uhr angesehen worden, nämlich durch Aufziehen, Einstellen der Zeiger der Uhr sowohl mechanisch als auch elektronisch durch Verwendung von kleinen Elektroimpulsgeneratoren, Eingabe von Informationen in die Uhr und Verändern der Betriebsart der Uhr. Die Krone lässt sich jedoch nicht als eine hochauflösende Eingabeeinrichtung auslegen, da sie extrem klein und schwierig zu bewegen ist.
Aus dem US-Patent Nr. 5 477 508 beispielsweise ist ein Zylinder- bzw. Daumenrad bekannt, das senkrecht zu der Normalposition einer Krone angeordnet ist. Mit diesem Daumenrad wird durch verschiedene Menüs gescrollt. Durch die Geschwindigkeit der Daumenraddrehung wird die Geschwindigkeit des Scrollens gesteuert. Die gewünschte Menüauswahl wird durch Drücken eines Knopfs getätigt. Dies bildet eine unzweckmässige und schwer zugängliche Benutzerschnittstelle. In dem US-Patent Nr. 4 726 687 wird eine analoge Uhr mit Dateneingabezifferblättern vorgeschlagen. Es veranschaulicht die Haupthürde beim Schaffen einer komplizierten Uhrschnittstelle, die darin besteht, dass man kleinste physische Steuerelemente für die grosse Vielzahl von Befehlen, die eingegeben werden müssen, benutzen muss.
Die vorgeschlagene Uhr löst einige dieser Probleme, indem sie eine mit einem Absolutkodierer verbundene Steuereinrichtung mit einem grossen Ring verwendet und auf diese Weise eine grosse Vielzahl von Positionen liefert.
Es sind mehrere Verfahren zum Verwenden einer kapazitiven Kodierung bekannt, um eine absolute Kodierung zum Erfassen der Position einer Welle zu liefern. Die Hauptbegrenzung dieser Verfahren besteht jedoch in der Breite der Spur für die kapazitiven Felder. Bei Anwendung auf einen Kodierer in der Grösse einer Uhr verwendet keines der Verfahren nach dem Stand der Technik eine Spur mit einer Breite von weniger als 1,27 cm (0,5 Zoll). Um unter dem Deckring einer Uhr nützlich zu sein, muss die Spur eine Breite von etwa ein Achtel Zoll aufweisen. Die vorliegende Erfindung erfüllt die räumlichen Anforderungen einer Armbanduhr.
Es existieren gegenwärtig verschiedene andere Verfahren zum Realisieren einer absoluten Kodierung, wobei Bürsten mit mehreren Spuren oder mehrere Bürsten mit zwei Spuren verwendet werden. Allerdings sind die Mehrspurkodierer zu breit, um unter einen Deckring zu passen, und die Mehrbürstenkodierer leiden unter einer geringen Lebensdauer. Bei der vorgeschlagenen Erfindung wird ein System zur absoluten Kodierung vorgeschlagen, das eine Spur und mehrere Bürsten verwendet und eine sehr lange Lebensdauer aufweist und den räumlichen Anforderungen einer Armbanduhr entspricht.
Um an mehreren Stellen auf der Erde mit einer Uhr die Ortszeit festzustellen und anzugeben, sind viele Verfahren vorgeschlagen worden. Einige Systeme gehen von der Annahme aus, dass die alle 15 Grad um die Erde herum beabstandeten 24 theoretischen Zeitzonen korrekt sind. Diese Verfahren sind deshalb ungenau, da über alle grösseren Landmassen hinweg die Grenzen der Zeitzonen nicht entlang den Linien der Längengrade verlaufen.
Andere Uhrsysteme können die Ortzeit in einer Reihe von Städten auf der ganzen Welt liefern. So wird beispielsweise in dem US-Patent Nr. 4 316 272 ein System offenbart, mit dem eine Markierung manipuliert werden kann, um in vielen Städten, die um den Umfang des Zifferblatts einer Uhr herum angezeigt sind, die Zeit zu liefern. Bei einem anderen, in dem US-Patent Nr. 4 681 460 offenbarten Verfahren wird ein Indikator auf der LCD (Liquid Crystal Display) bei dem Namen einer auf dem Deckring gedruckten Stadt angegeben, und die Uhr liefert die Ortszeit in der angegebenen Stadt.
Es sind andere Ansätze auf der Grundlage von Listen vorgeschlagen worden. Diese Systeme auf der Grundlage von Listen sind jedoch durch die Vollständigkeit der Listen beschränkt, die oftmals entferntere Städte und Gebiete nicht genau berücksichtigen. Es ist klar, dass diese Verfahren auf der Grundlage von Listen die genaue Ortszeit an einem beliebigen Punkt auf der Erde überhaupt nicht liefern können.
In dem US-Patent Nr. 5 408 444 bestimmt eine Armbanduhr mit einem eingebauten GPS-System die Ortszeit, indem sie feststellt, ob die Stadt, die der Uhr an ihrem Empfangspunkt am nächsten liegt, der Stadt entspricht, die dem vorausgegangenen Empfangspunkt am nächsten liegt. Wenn sie einander entsprechen, kann die Zeit aus dem Speicher angegeben werden. Wenn sie einander nicht entsprechen, wird im Speicher auf die dem gegenwärtigen Empfangspunkt nächstgelegene Stadt zurückgegriffen, und die Zeit dieser Stadt wird angegeben. Der Nachteil bei diesem Verfahren besteht darin, dass es auf der Erde eine riesige Anzahl von Stellen gibt, bei denen die nächstgelegene grössere Stadt nicht in der gleichen Zeitzone wie in der Nähe gelegene Orte (Städte) liegt. Gegenwärtig beläuft sich die Liste bekannter Städte auf der Welt auf über 254 000.
Obwohl in der Datenbank ausgewählte Städte berücksichtigt werden können, gibt es doch viele Orte "in der Nähe" einer bestimmten Stadt, die in einer anderen Zeitzone als die Stadt selbst liegen. Dieses System wird deshalb oftmals eine ungenaue Zeit liefern. Die vorgeschlagene Erfindung löst dieses Problem, indem sie auf geographische Weise und ohne Berücksichtigung der Nähe zu einer Stadt auf Zeit zugreift.
In CH-586 929 wird eine Uhr beschrieben, bei der ein System die Position des Deckrings kodiert, und zwar unter Verwendung einer Reihe von Spuren unter dem Deckring auf der Oberfläche des Kodierers, wobei einzelne oder mehrere Bürsten die Spuren auf der Kodiereroberfläche kontaktieren, um die Position des Deckringkodierers anzugeben. Der hauptsächliche Nachteil bei diesem System besteht darin, dass es wegen der Breite und der Anzahl von Spuren, die erforderlich sind, um eine höhere Auflösung zu erzielen, auf niedriger auflösende Kodierer beschränkt ist und deshalb ungenau sein kann.
In EP-A-0 498 199 wird ein System auf GPS-Basis offenbart, das vorschlägt, dass das GPS-System Ortszeit durch Zugriff auf eine Datenbank geographischer Informationen berechnen kann. Ein derartiges System auf GPS-Basis erfordert jedoch, um eine Örtlichkeit festzulegen, vor dem Bestimmen von Ortszeit den Zugriff auf ein GPS-System. Kurze Darstellung der Erfindung
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung einer verbesserten elektronischen analogen und digitalen Multifunktionsuhr, die die Ortszeit auf der Grundlage von kartesischen Koordinaten, die durch eine hochauflösende Eingabeeinrichtung eingegeben werden, liefert. Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird der Deckring als hochauflösende Eingabeeinrichtung verwendet.
Der Deckring weist ein Mittel zum Verwenden elektronischer Dekodierung auf, um eine absolute Position mit einem extrem hohen Auflösungsgrad anzugeben, so dass die Deckringeinstellung bei Abschalten des Stroms nicht verloren geht und der Deckring verwendet werden kann, um mehrere digital übersetzbare Positionen eingeben zu können.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Weltzeituhr, die es dem Benutzer gestattet, die Ortszeit der Uhr auf jede beliebige punktförmige Stelle auf der Erde unabhängig von der Nähe zu einer Stadt durch Eingabe der kartesischen Koordinaten des Orts einzustellen. Die Zeit an dem Ort wird ausserdem gegebenenfalls entsprechend dem örtlichen Einhalten von Sommerzeit automatisch korrigiert.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Weltzeituhr, die dem Benutzer die nächstgelegene Stadt in der Datenbank innerhalb der gleichen Zeitzone wie die gewählten Koordinaten angeben kann oder aber auch dem Benutzer gestatten kann, aus der Datenbank eine Stadt zu wählen, deren Zeit er gerne wissen würde. Wenn eine Stadt gewählt ist, wird auf die Koordinaten der Stadt aus dem Speicher zugegriffen, und die Zeit wird unter Verwendung des gleichen Verfahrens, wie es verwendet wird, wenn die Koordinaten durch den Deckring oder über GPS eingegeben werden, berechnet. Dieser Gesichtspunkt der Erfindung gestattet es somit dem Benutzer, auf eine Weise, mit der er vertrauter ist, auf Zeit zuzugreifen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Weltzeituhr, die aktualisiert werden kann, so dass die innerhalb des Speichers der Uhr enthaltenen Daten aktuell sind.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Weltzeituhr, die die Fähigkeit aufweist, spezifische Informationen zu empfangen und zu speichern, damit die Uhr beispielsweise astronomische Berechnungen an punktförmigen Orten durchführen, auf ein beliebiges der gegenwärtigen Weltkalendersysteme zugreifen und andere Berechnungen durchführen kann, die für Flieger und andere Fachleute nützlich sind.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Weltzeituhr, die für GPS bereit ist. Die Uhr kann durch eine getrennte GPS-Einheit, entweder manuell durch den Benutzer oder über eine Kabel-, eine optische oder Spreizspektrumschnittstelle hinsichtlich der korrekten Zeit und des korrekten Orts aktualisiert werden.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Weltzeituhr, die mit einer grösseren Datenbank ausserhalb der Uhr verbunden werden kann. Dies kann durch Funkübertragungen, Modem, optische, Spreizspektrum- oder andere entsprechende Schnittstellen geschehen.
Diese Aufgaben werden durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 19 gelöst. Die vorgeschlagene Erfindung ist so ausgelegt worden, dass sie einige der Probleme im Zusammenhang mit bisherigen Ausführungen von elektronischen Multifunktionsuhren löst. Bei der vorgeschlagenen Erfindung ist der Deckring als digitale Eingabeeinrichtung eingebaut worden. Mit ihm werden die Zeit des analogen Teils der Uhr eingestellt, Längen-und Breitengrad eingegeben und durch die Menüs der Uhrfunktionen ge-scrollt. Längen- und Breitengrad sind auf der Oberfläche des Deckrings eingraviert, um dem Benutzer bei der Eingabe dieser Informationen zu helfen. Die Position des Deckrings und die gewählte Betriebsart der Uhr werden durch die LCD angegeben.
Der Deckringkodierer kann unter Verwendung eines absoluten kontaktierenden Kodierers realisiert werden, damit sich ein hoher Grad an absoluter Auflösung ergibt. Mit dem Deckring kann auch durch im Speicher gespeicherte Datenbanken gescrollt werden. Diese Datenbanken enthalten Städte zusammen mit ihren entsprechenden kartesischen Koordinaten, Informationen über Flughäfen und Städte und andere Daten, auf die der Benutzer beim Reisen möglicherweise zugreifen möchte.
Wenn der Benutzer ein GPS besitzt, kann er die kartesischen Koordinaten von dem GPS aus eingeben, bzw. wenn der GPS einen kompatiblen Ausgang aufweist, kann er direkt an eine entsprechende Schnittstelle an der Uhr angekoppelt werden, um die Zeit zu korrigieren sowie die Ortsinformationen zu der Uhr zu übertragen. GPS-Satelliten verwenden Uhren mit einem extrem genauen Takt, und nach Berechnungen zum Korrigieren der Laufzeit von dem Satellit zu dem Ort des GPS steht dem Benutzer eine sehr präzise Zeit zur Verfügung. Die Benutzung des GPS gestattet, die präzise Zeit zu berechnen und hinsichtlich Laufzeit zu korrigieren, was gegenwärtig durch Verwendung von Signalen, die von Funk-uhren empfangen werden, nicht möglich ist. Im Gegensatz zu Funksignalen, die auf bestimmte Länder bzw. Kontinente beschränkt sind, liefert GPS eine weltweite Versorgung.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen Fig. 1A ist eine Ansicht der bevorzugten Ausführungsform einer Armbanduhr, die die Fähigkeit hat, durch Eingabe der kartesischen Koordinaten durch ihren Deckring die Zeit an jedem punktförmigen Ort auf der Erde zu finden. Fig. 1B ist eine Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer Armbanduhr mit der gleichen Funktionalität wie die in Fig. 1A beschriebene Armbanduhr. Fig. 1C ist eine Ansicht der Armbanduhr nach Eingabe von gewählten kartesischen Koordinaten. Fig. 2A ist eine Ansicht der Angaben, mit denen der Deckring beschriftet ist. Fig. 2B ist eine Ansicht der verschiedenen Datenkategorien, die über dem Deckring angegeben werden können.
Fig. 3 ist eine Darstellung verschiedener Zeitzonen in den zentralen Teilen von Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko, die mit einer Genauigkeit von etwa 1/180 eines Grads gezeichnet sind. Fig. 4 ist eine Tabelle, die die in Fig. 3 verwendeten Sommerzeiteinhaltungscodes mit Anfangs- und Enddaten in Verbindung bringt. Fig. 5A ist eine Darstellung einer Grenzlinie mit den Vektorlinien, aus denen sie besteht. Fig. 5B veranschaulicht ein Szenarium, bei dem die Reihenfolge, in der eine Vektorlinie benannt wird, umgekehrt werden muss. Fig. 6A ist die Anordnung der 15 Bürsten auf der Unterseite des Deckrings. Fig. 6B ist die Anordnung der zwölf Felder, die die Bürsten kontaktieren. Fig. 6C ist eine Draufsicht auf die auf die Kontaktfelder überlagerten elektrischen Bürsten.
Fig. 7 ist eine Darstellung von begrenzenden Rechtecken, die die verschiedenen Zeitzonenpolygone und Sommerzeitpolygone in zentralen Teilen von Kanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko umgeben. Fig. 8 ist ein Flussdiagramm, das die Schritte darstellt, die unternommen werden, um zum Bestimmen der gewählten kartesischen Koordinaten entsprechenden Ortszeit auf die Datenbank zuzugreifen. Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Multifunktions-Weltzeituhr zum Liefern der Ortszeit und anderer Daten an einem beliebigen Ort auf der Welt durch Eingabe der diesem Ort zugeordneten kartesischen Koordinaten. Die vorliegende Erfindung stellt auch einen in die Weltzeituhr integrierten hochauflösenden Dateneingabemechanismus zur Eingabe präziser kartesischer Koordinaten und anderer Dateneingabeformen bereit.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1A enthält die Uhr einen bidirektionalen, sich drehenden Deckring 1 als hochauflösende Eingabeeinrichtung. Die Uhr enthält eine LCD 2, die unter dem sich drehenden Deckring 1 angeordnet ist. In Fig. 1A ist die LCD an einer Verlängerung der Uhr angeordnet, deren Kontur dem Armgelenk des Benutzers entspricht. Die Form der Uhr kann natürlich leicht abgewandelt werden, um etwaigen besonderen Erfordernissen zu entsprechen, ohne dass vom Schutzbereich der Erfindung abgewichen wird. Die Analoganzeige 3 ist innerhalb des Deckrings 1 angeordnet. Auf dem sich drehenden Deckring 3 sind die Angaben Längengrad 6 und Breitengrad 7 markiert.
Die Datenbank kann durch einen externen Anschluss 20, bei dem es sich beispielsweise aus Gründen der Veranschaulichung um eine optische, eine Spreizspektrums- oder eine andere geeignete Schnittstelle handeln kann, aktualisiert werden. Dieser Anschluss 20 ermöglicht eine Wechselwirkung zwischen der Uhr und einer äusseren Quelle. Es wird in Betracht gezogen, dass diese Vorrichtung einen eingebauten GPS enthalten könnte, der bestimmte kartesische Koordinaten automatisch eingeben würde.
Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung erfüllt die Schnittstelle der Uhr die Spezifikationen der Infrared Device Association hinsichtlich Hardwarekommunikation. Dies gestattet der Uhr, entsprechenden Einrichtungen wie beispielsweise Fernsehgeräten, Videogeräten, PDAs, Desktoprechnern und tragbaren Rechnern, Daten zu übermitteln bzw. Daten mit ihnen auszutauschen. Es können Anwendungen entwickelt werden, die im Mikroprozessor der Uhr ausgeführt werden und die es ihr gestatten, auf andere Weise zu funktionieren als nur als Uhr.
Gegebenenfalls kann zusätzlich zu einer Infrarotschnittstelle oder anstelle einer Infrarotschnittstelle Spreizspektrumfunkkommunikation verwendet werden, damit die Uhr mit Einrichtungen in Verbindung stehen kann, die sich nahe bei der Uhr befinden, aber durch Kleidung oder Wände abgeschirmt sind. Dies ist in solchen Fällen nützlich, in denen eine erweiterte Fernsteuerung gewünscht wird, Telephoniefunktionen realisiert werden sollen oder die Uhr als Anzeigeterminal für einen physisch nicht mit der Uhr verbundenen, leistungsfähigeren Mikroprozessor verwendet wird.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1B wird eine alternative physische Ausführungsform der vorliegenden Erfindung offenbart. Bei dieser Ausführungsform wird eine untergeordnete analoge Anzeige 4 dargestellt.
Diese untergeordnete analoge Anzeige 4 kann verwendet werden, um die Ortszeit an einem Ort anzuzeigen, wobei die übergeordnete analoge Anzeige 3 die Zeit an einem anderen Ort angibt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2A werden die Angaben, mit denen der sich drehende Deckring 1 beschriftet ist, dargestellt. Die verschiedenen Kategorien der Dateneingabe, die über den sich drehenden Deckring 1 eingegeben werden können, sind am Umfang um den sich drehenden Deckring 1 in Fig. 2B dargestellt. Auf dem äussersten Umfang in Fig. 2B entspricht die Eingabekategorie den Buchstaben, Zahlen und anderen typischen Tastatureingaben 40. Der Bereich der Längengradeingaben 41 ist in dem Kreis unmittelbar neben den Tastatureingaben dargestellt. Als Nächstes sind die Breitengradeingaben 42 dargestellt. In dem innersten Ring schliesslich umgibt eine alphabetische Liste 43 das Zifferblatt der Uhr. Bei Betrieb wählt ein Benutzer durch Drücken des oberen Wahlknopfs 9 eine Kategorie aus, aus der er Daten eingeben möchte.
Der Benutzer dreht dann den Deckring 1, bis die gewünschte Dateneingabe an einem vorbestimmten Bezugspunkt 44 positioniert ist. Das einzugebende Zeichen wird auf der LCD 2 in Fig. 1 angegeben. Zu diesem Zeitpunk gibt unter Bezugnahme auf Fig. 1C der Benutzer die jeweiligen Daten durch Drücken des unteren Wahlknopfs 8 ein.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1A gibt die LCD in ihrem Standardzustand Datum und Ortszeit an einem bestimmten Ort an. Unter Bezugnahme auf Fig. 1C gibt die LCD 2 nach Eingabe eines bestimmten Längen- und Breitengrads 2A den eingegebenen Längen- und Breitengrad 2A und die Zeit an diesen Koordinaten 2B an. Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung kann auch die nächstgelegene Stadt 2C in der gleichen Zeitzone wie die gewählten Koordinaten angegeben werden. Wie unten ausführlicher erläutert, bewirkt ein Scrollen zu der Menüauswahl "Stadt-informationen", dass Informationen über diese Stadt angegeben werden.
Innerhalb des Speichers, auf den ein in der Uhr angeordneter Mikroprozessor zugreift, ist eine Datenbank von Weltzeitzonen angeordnet und gespeichert. Jeweilige Informationen aus jedem Land werden hinsichtlich des Aufzeichnens von Zeitzonen und dem Einhalten von Sommerzeit innerhalb von verschiedenen Gebieten jedes Landes gesammelt. Unter Bezugnahme auf Fig. 3, die den Staat Arizona und Teile von Zentralkanada, den Vereinigten Staaten und Mexiko enthält, sind die zusammengetragenen Informationen sehr präzise. Die Grenzen 90-98 der internen Zeitzonen 24 sind bis auf eine Genauigkeit von etwa 1/180 eines Grads aufgezeichnet, was höchstens etwa 0,4 Meilen am Äquator entspricht. In einigen Fällen wird die Sommerzeit innerhalb eines einzigen Landes bzw. Staates in einigen Gebieten eingehalten, aber nicht in anderen Gebieten.
Diese Gebiete sind ausserdem sehr präzise mit einer Genauigkeit von 1/180 eines Grads als separate Zeitzone definiert.
Die Datenbank ist in Form von Punkten im Vektordateiformat gespeichert. Eine Vektorkarte der Welt ist auf der Grundlage von Vektoren aus den vielen Quellen zusammengetragen, die zur Verfügung stehen, einschliesslich der Digital Chart of the World, der World Data Bank II und/oder der World Vector Shoreline. Der Vektordatenbank werden Informationen, die Zeitzonengrenzen und Gebiete betreffen, in denen Sommerzeit eingehalten wird (zusammen mit entsprechenden Anfangs- und Enddaten), hinzugefügt, indem die entsprechenden Grenzen hinzugefügt werden. Für den Zeitzonenwechsel an Küstenlinien wird gegebenenfalls eine Entfernung von der Küstenlinie, wie beispielsweise die Zwölfmeilengrenze oder eine andere annehmbare Entfernung, festgelegt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 5A besteht die Grenzlinie 23 aus vielen einzelnen Vektorpunkten, die man sich so vorstellen kann, dass sie Vektorlinien 27 bilden, indem die Vektorpunkte vom Norden nach Süden verbunden werden. Alle diese einzelnen, eine Grenzlinie bildenden Vektorpunkte haben den gleichen Namen wie ihre zugeordnete Grenzlinie. Somit weisen die die Grenzlinie 23 bildenden Vektorlinien 27 den gleichen Namen auf wie die zugeordnete Grenzlinie 23. Der erste Teil des Namens jeder Grenzlinie (und ihrer zugeordneten Vektorpunkte und -linien) entspricht dem Polygon westlich der Grenzlinie ("x"), und der zweite Teil des Namens jeder Grenzlinie (und ihrer zugeordneten Vektorpunkte und -linien) entspricht dem Polygon im Osten ("y").
Zur Verwendung mit der Zeitzonendatenbank ist eine Benennungskonvention entwickelt worden. Durch sie kann die Software unmittelbaren Zugang zu den Informationen haben, die benötigt werden, um die Ortszeit an einem beliebigen Koordinatenpunkt anzugeben. Der Zeitzonenname besteht aus drei Teilen. Der erste Teil ist der Offset von der internationalen Datumslinie, die in Fig. 3 als 80 angezeigt ist und die mit Ziffern dargestellt wird, die bei 000 beginnen und bis zu 2500 gehen. Die erste und zweite (führende Nullen werden nicht gedruckt) Ziffer geben die Anzahl der Stunden an Offset von der internationalen Datumslinie an, und die letzten zwei Ziffern liefern die Anzahl von Minuten an Offset von der internationalen Datumslinie innerhalb jedes Gebiets.
Der zweite Teil des Zeitzonennamens liefert den in Fig. 3 als 81 angegebenen Sommerzeitcode. Dieser Code liegt in Form eines Buchstabens und einer Ziffer vor, bzw. es gibt im Fall des Buchstabens N keine zugeordnete Ziffer. Dieser Code bezieht sich auf eine Tabelle aus Anfangs- und Enddaten der entsprechenden Zeitzone. Unter Bezugnahme auf Fig. 4 sind Beispiele des Codes und der entsprechenden Verwendung der Sommerzeit für die in Fig. 3 dargestellten Codes geliefert. Das aktuelle Datum wird mit dem Anfangs- und Enddatum verglichen, um zu bestimmen, ob eine Sommerzeitkorrektur vorgenommen werden muss.
Es können (entsprechend mehreren Zeitzonen) mehrere Polygone, die das gleiche Zeitverfahren verwenden, vorliegen. Der dritte Teil des Zeitzonennamens 82 in Fig. 3 ist die laufende Nummer, die angibt, welches der mehreren Polygone, die die gleiche Zeitmethodik verwenden, darin enthalten ist. Dies ist in Fig. 3 durch die Zeitzonenkomponenten 82 und 83 dargestellt.
Die Grenzlinien trennen zwei benachbarte Zeitzonen voneinander und erhalten jeweils einen zusammengesetzten Namen der beiden Zeitzonen, die sie trennen (einschliesslich des Sommerzeitcodes und der laufenden Nummer). Unter Bezugnahme auf Fig. 3, wobei die Zeitzone 500M9.0 als Beispiel verwendet wird, ist jedes Zeitzonengebiet 24 ein Polygon. Dieses Zeitzonenpolygon 24 wird von mehreren Grenzlinien 90-98 begrenzt, die benachbarte Zeitzonengebiete trennen. Jede Grenzlinie 90-98 in der Datenbank wird benannt, indem die Namen der beiden Gebiete, die sie trennt, kombiniert werden. Die Konvention bei der Benennung ist derart, dass die westliche Zeitzone in dem zusammengesetzten Namen zuerst verwendet wird. Im Fall einer zwischen zwei Zeitzonen nicht durchgehenden Grenze, wie bei den Grenzen 92 und 94, wird eine Iteration verwendet, die bei "0" beginnt.
Der Name der mit 92 angegebenen Grenze würde somit 500M9.0/600M9.0*0 lauten. Der Name der mit 94 angegebenen Grenze würde 500M9.0/600M9.0<*>1 lauten. Der Name der mit 98 angegebenen Grenze würde 400M9.0/500M9.0 lauten. Die Sonderzeichen ".", "/" und "*" werden als Trennzeichen verwendet, um die Software beim Dekodieren der Daten zu unterstützen. Die Welt ist somit in Polygone aufgeteilt, von denen jedes ein diskretes Gebiet enthält, das Zeit das ganze Jahr über auf die gleiche Weise verwendet, mit der Berücksichtigung von eventuellen Sommerzeitkorrekturen.
Im Jahr 1996 gab es 88 eindeutige Hauptzeitzonen mit 22 verschiedenen Verfahren, Sommerzeit zu verwenden. Ausserdem gab es kleine geographische Gebiete, die die Zeit anders verwendeten als das sie umgebende Gebiet. Es gibt auch nicht zusammenhängende Bereiche, die die gleiche Zeitmethodik verwenden und als getrennte Zeitzonen angesehen werden. Die Zeitzonendatenbank kann durch Kontakt mit jeder örtlichen oder nationalen Regierungsbehörde für jedes Land ständig aktualisiert werden.
Unter Bezugnahme auf Fig. 7 wird zur Beschleunigung des Suchens in der Datenbank jedes Zeitzonenpolygon in der Datenbank auch durch das kleinstmögliche Rechteck 28 (gepunktete Linie) dargestellt, das das gesamte Polygon begrenzt. Der Zweck der begrenzenden Rechtecke besteht darin, dass der Mikroprozessor schnell feststellen kann, welche Grenzlinien sich in der Nähe der eingegebenen kartesischen Koordinaten befinden. Dies hat den Effekt, dass die Anzahl der Grenzlinien, die bei der Bestimmung berücksichtigt werden müssen, in welchem Zeitzonenpolygon die gewählten kartesischen Koordinaten liegen, stark eingeschränkt wird.
Unter Bezugnahme auf Fig. 8 werden nach der Eingabe 29 von kartesischen Koordinaten alle begrenzenden Rechtecke von Polygonen, die Zeitzonen darstellen, die die Koordinaten umgeben, aus der Datenbank 30 abgerufen. Alle Vektorpunkte, aus denen die Grenzlinien von Polygonen entsprechend den abgerufenen begrenzenden Rechtecken bestehen, werden abgerufen 31. Alle abgerufenen Grenzlinien, wie durch ihre sie bildenden Vektorpunkte definiert, die nicht nördlich von der gewählten Koordinate beginnen und südlich von der gewählten Koordinate enden (oder umgekehrt), werden aus der Betrachtung 32 eliminiert. Alle Vektorlinien (die konzeptionell durch Verbinden benachbarter Vektorpunkte gebildet sind), die nicht nördlich von den gewählten Koordinaten beginnen und südlich von den gewählten Koordinaten enden (oder umgekehrt), werden eliminiert 33.
Somit werden die beiden Paare von Vektorpunkten auf den verbleibenden Grenzlinien, die auf beiden Seiten der eingegebenen Koordinate auf der Nord-Süd-Achse am nächsten liegen, gewählt 33. Diese beiden Paare von Vektorpunkten kann man sich so vorstellen, dass sie zwei Vektorlinien bilden, die die Paare von Vektorpunkten verbinden. Die Vektorlinien, die die gewählte Koordinate begrenzen, die auf der Ost-West-Achse am nächsten liegen, können mathematisch berechnet werden 35. Auf diese Weise werden die beiden Sätze von Vektorpunkten ausgewählt, die an die gewählte Koordinate auf der Ost-West-Achse angrenzen. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung sind horizontale Linien ohne Bedeutung.
Der Fachmann versteht, dass die vorliegende Erfindung in Betracht zieht, die Paare von Vektorpunkten zu berechnen, die an die gewählten Koordinaten auf der Nord-Süd-Achse angrenzen. Diese Nord- Süd-Technik kann anstelle der Ost-West-Technik verwendet werden oder in Kombination damit, um bei dem System eine noch grössere Auflösung und Genauigkeit zu ermöglichen.
Das Polygon, in das die gewählten Koordinaten fallen, kann abgeleitet werden, indem die Namen der Vektorpunkte (-linien) betrachtet werden, die nach Berechnung den gewählten Koordinaten am nächsten liegen, und durch Bestimmen von gemeinsamen Zeitzonennamen unter den verschiedenen Vektorpunkten (-linien) 37.
Wenn nur ein Polygonname vorliegt, den die beiden Vektorliniennamen gemeinsam haben, dann liegt die gewählte Koordinate innerhalb dieses gemeinsamen Polygons 38. Wenn zwei Polygonnamen vorliegen, den die Vektorlinien gemeinsam haben, dann muss die Reihenfolge berücksichtigt werden 39, in der die Polygonnamen in den Vektorlinien erscheinen. Als Beispiel: Da das westliche Polygon immer in dem ersten Teil des Namens dargestellt wird und das östliche angrenzende Polygon immer in dem zweiten Teil des Namens dargestellt wird, kann man berechnen, in welchem Polygon die gewählten Koordinaten eingeschlossenen sind, indem man sich auf die nächsten Vektorlinien bezieht.
Wenn jedoch, wenn man eine Grenzlinie von Norden nach Süden entlang geht, eine oder mehrere Vektorlinien nach Norden gehen (d.h., der erste erreichte Vektorpunkt liegt südlich von dem zweiten erreichten Vektorpunkt), dann sollten die Namen dieses einen oder dieser mehreren Vektorlinien vertauscht werden. Wenn, wie in Fig. 5B gezeigt, eine Vektorlinie 50 nach Norden verläuft, während man eine Grenzlinie hinuntergeht, sollte somit die Reihenfolge der dieser Vektorlinie zugeordneten Namen umgekehrt werden, so dass das Polygon westlich von dieser jeweiligen Segmentlinie 50 die erste Komponente des Namens der Vektorlinie umfasst. Bei jeder Vektorlinie 51 ist das westliche Polygongebiet X (horizontale Linien spielen keine Rolle).
Wenn sich die Linie jedoch nach Norden wendet, wird das westliche Polygon das gegenüberliegende Polygon, wie es bei der Vektorlinie 50 geschieht. Die Benennungskonvention kann somit korrigiert werden, so dass der Ort des Polygons, in dem die eingegebene Koordinate liegt, berechnet werden kann. Nachdem die Namen gegebenenfalls umgestellt worden sind 40, wird die Zeitzone bestimmt, indem berechnet wird, auf welcher Seite der gewählten Vektorlinien der Punkt liegt 41, und indem die Zeitzone bestimmt wird, indem auf das entsprechende Element des Namens dieser Linie 42 Bezug genommen wird.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6A sind an der Unterseite des Deckrings fünfzehn Bürsten 26 angebracht. Diese Bürsten sind mit der Masse des Gehäuses der Uhr (nicht gezeigt) verbunden. Gemäss der bevorzugten Ausführungsform sind die Bürsten auf einem Messingring 26a angebracht, der in die Unterseite des Deckrings gedrückt ist.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6B sind an einem unter dem sich drehenden Deckring 1 angeordneten Kreisring 27C zwölf Kontaktierfelder 27 in gleichmässig beabstandeten Intervallen 27A von fünfzehn Grad angeordnet. Jedes Kontaktierfeld 27 weist eine Länge 27B von fünfzehn Grad auf. Jedes dieser Felder 27 ist an einen Anschlussstift des Mikroprozessors (nicht gezeigt) angekoppelt. Jeder Anschlussstift ist durch einen Widerstand auf einen vorbestimmten Pegel Vcc hochgesetzt. Gemäss der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Kreisring 27c aus Keramik hergestellt, und die Kontaktierfelder 27 sind aus Palladiumsilber hergestellt, und die Keramik ausserhalb der Felder ist glasiert.
Unter Bezugnahme auf Fig. 6C geht, wenn eine Bürste 26 ein Feld 27 berührt, der Spannungspegel an dem Feld 27 auf Null, da die Bürste geerdet ist. Somit ist an den Feldern 27, die eine der Bürsten 26 kontaktieren, der Spannungspegel niedrig (angegeben als binäre "0"). An Feldern 27, die keine der erdenden Bürsten 26 berühren, ist der Spannungspegel hoch (angegeben als binäre "1"). Die Anordnung der Bürsten 26 und Felder 27 ist derart, dass der durch die zwölf Kontaktfelder 27 bereitgestellte Binärcode für jedes Grad an Drehung des Deckrings 1 eindeutig ist. Auf diese Weise verändert sich mit jedem Grad an Drehung des Deckrings 1 das Muster der die Kontaktfelder 27 berührenden Bürsten 26. Der resultierende Binärcode wird von dem Mikroprozessor dekodiert, um nach einem Kaltstart die Absolutposition des Deckrings 1 zu liefern.
Durch die Verwendung von Erdungsbürsten 26 erübrigt sich die Notwendigkeit für zusätzliche Bürsten und einen Erdungsstreifen auf der Leiterplatte.
Bei einer alternativen Ausführungsform der Erfindung können zwei konzentrische Deckringe verwendet werden. Bei Verwendung von zwei Deckringen wird jeder Deckring seinen eigenen Satz von Feldern an seinen eigenen Satz von elektrisch leitenden Bürsten ankoppeln, um unabhängige Einstellungen für Breitengrade und Längengrade zu ergeben.
Die bevorzugte Ausführungsform enthält ein Verfahren und Mittel zum Ausführen von astronomischen Berechnungen. Zu jeder Zeit und an jedem Ort entsprechend gewählter Koordinaten können Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Mondphase, Mondaufgang und Monduntergang berechnet werden.
Die bevorzugte Ausführungsform enthält eine Anwendung für einen universalen ewigen Kalender. "Universal" bezieht sich auf die Fähigkeit, jedes der Weltkalendersysteme zu realisieren und die entsprechenden Datumsinformationen in diesem Kalendersystem anzugeben. "Ewig" bezieht sich auf die Fähigkeit der verwendeten Algorithmen, alle Kalenderdaten zurück zum Anfang des Kalenders genau zu berechnen und alle Daten des Kalenders unendlich zu projizieren. Wenn sich Kalendersysteme verändern oder neue Systeme auftauchen, können die -Algorithmen aktualisiert werden.
Jedes der Weltkalendersysteme verwendet vorgeschriebene Algorithmen, um zu dem gegenwärtigen Datum in diesem Kalendersystem zu kommen. Jedes System weist ein Datum auf, das bei Zurückverfolgung des Kalendersystems das 0-Datum des Systems wäre. Die in jedem Kalendersystem verwendeten Algorithmen sind zusammen mit den jeweiligen Namen für Monate, Tage und andere relevante Informationen für jedes System kodiert worden, so dass es dem Benutzer zur Verfügung stehen kann. In einigen Fällen hat es in der Vergangenheit Korrekturen in bestimmten Kalendersystemen gegeben. Diese Korrekturen sind soweit bekannt in den Systemen realisiert, so dass die Kalender rückwärts kompatibel sind. Ein Beispiel dafür gibt es in dem gregorianischen Kalender. Als der gregorianische Kalender im Jahre 1582 von Papst Gregor eingeführt wurde, folgte auf den 4. Oktober 1582 der 15.
Oktober 1582, um das Eintreten der Tagundnachtgleiche im Frühling ungefähr auf den 21. März zu legen. Dies geschah, um die Osterfeiern in der Jahreszeit zu halten, in der sie ursprünglich gefeiert wurden. Für diejenigen, die daran interessiert sind, die Uhr zum Umrechnen von historischen Daten zu verwenden, gestatten die eingebauten Kalenderkorrekturen dem Benutzer, historische Daten genau umzurechnen. Etwaige zukünftige Korrekturen an dem Kalendersystem, die von denen vorgenommen werden, die es verwenden, können durch den externen Anschluss 20 in die Uhr hinuntergeladen werden.
Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Datenbank innerhalb eines EPROMs und EEPROMs enthalten. Der Speicher kann durch Herunterladen von Daten durch den externen Anschluss 20 aktualisiert werden. Bei einer kleineren Ausführungsform der Erfindung kann die Datenbank innerhalb eines EPROMs enthalten sein. Bei dieser Version wird die Datenbank aktualisiert, indem der EPROM gelöscht und mit der aktualisierten Datenbank neu programmiert wird.
Gemäss der bevorzugten Ausführungsform wird ein Mikroprozessor SMC88316 verwendet. Bei dem in der bevorzugten Ausführungsform verwendeten EPROM handelt es sich um ein neueres Produkt von der Firma WSI, das EPROM, RAM, weitere Anschlüsse und eine bestimmte Logik auf einem Chip vereinigt. Der in der bevorzugten Ausführungsform verwendete EEPROM wird von der Firma Atmel hergestellt. Durch die Verwendung dieser Chips werden die Anzahl der Komponenten, die Komplexität der Leiterplatte und folglich die Kosten auf ein niedrigeres Niveau gebracht, als es entweder mit diskreten Komponenten oder kundenspezifischen ASICs möglich wäre.
Die hier offenbarte Multifunktionsweltzeituhr verwendet eine Konfiguration aus Hardware und Software, die auf einen grossen Bereich von Uhr-, Chronometer und Weltzeit-GPS-Anwendungen angewendet werden kann. Die offenbarte Technologie kann innerhalb eines grossen Bereichs von Mikroprozessoren arbeiten. Es sollte somit klar sein, dass die vorliegende Beschreibung der Erfindung lediglich die Grundlagen der Erfindung in einer spezifischen Ausführungsform veranschaulicht und den Schutzbereich des vorliegenden Patents, der durch die folgenden Ansprüche definiert ist, in keinerlei Weise begrenzt.
Claims (26)
1. Vorrichtung zum Erhalten der Ortszeit an einem Ort durch Verarbeiten der kartesischen Koordinaten des Orts, umfassend: eine Datenbank von nach kartesischen Koordinaten angeordneten Weltzeitzonen zum Definieren geographischer Grenzen von Weltzeitzonen, wobei die Datenbank Grenzlinienangaben für jeden Teil einer geographischen Grenze enthält, die zwei verschiedene Zeitzonen trennt, wobei die Grenzlinien Relativorientierungsinformationen enthalten, die eine Relativorientierung zwischen zwei verschiedenen Zeitzonen angeben; Mittel zum Eingeben der kartesischen Koordinaten des Orts; auf die Relativorientierungsinformationen reagierende Mittel zum Durchsuchen der Datenbank, um die Weltzeitzone zu bestimmen, die den Ort umgibt; und Mittel zum Erhalten der Ortszeit an dem Ort.
2.
Vorrichtung nach Anspruch 1, weiterhin mit Mitteln, um aus der Datenbank die zeitliche Differenz zwischen der Zeitzone, die den Ort umgibt, und einem einzelnen vorbestimmten Bezugspunkt zu lesen, und Mitteln zum Berechnen der aktuellen Zeit an dem Ort unter Verwendung der zeitlichen Differenz und der aktuellen Zeit an dem einzelnen vorbestimmten Bezugspunkt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, weiterhin mit Mitteln zum Anzeigen der Ortszeit an dem Ort.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Datenbank in einem Vektordateiformat angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der der einzelne vorbestimmte Bezugspunkt die Zeit an der internationalen Datumslinie ist, die in der Vorrichtung gespeichert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4, bei der die Datenbank von Weltzeitzonen Vektorpunkte enthält, die die Grenzen jeder Zeitzone markieren.
7.
Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Datenbank von Weltzeitzonen so angeordnet ist, dass das örtliche Einhalten von Sommerzeit berücksichtigt wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Vorrichtung eine Armbanduhr ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Vorrichtung eine eingebaute GPS-Einheit enthält, die die Koordinaten des Ortes liefert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, bei der die Zeit an dem vorbestimmten Bezugspunkt auf der Grundlage von durch die GPS-Einheit empfangenen Signalen korrigierbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der die Armbanduhr mit einer externen Einrichtung verbunden ist, um eine Zweiwegekommunikation zwischen der Armbanduhr und der externen Einrichtung zu ermöglichen.
12.
Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Relativorientierungsinformationen in der Datenbank in der Reihenfolge gespeichert sind, in der eine Identifikation der zwei Zeitzonen gespeichert ist, die durch den zwei verschiedene Zeitzonen trennenden Teil einer geographischen Grenze getrennt sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei dem Relativorientierungsinformationen in der Datenbank in Form einer Benennungskonvention gespeichert sind, die die Namensdaten den für jeden geographischen Grenzlinie gespeicherten Informationen zuordnen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Datenbank weiterhin Folgendes umfasst: Namensdaten, die jedem Teil jeder derartigen geographischen Grenze zugeordnet sind und eine Identifikation der durch den Teil getrennten zwei Zeitzonen angeben.
15.
Vorrichtung nach Anspruch 14, bei der die Namensdaten jeweils Folgendes umfassen: Daten, die eine Identifikation der zwei, durch den Teil getrennten Zeitzonen in einer Reihenfolge angeben, die Relativorientierung angibt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, bei der jede der Namensdaten weiterhin Folgendes umfasst: Daten, die weitere Informationen angeben, die zum Bestimmen der Ortszeit nützlich sind, wie beispielsweise ein Berücksichtigen des Einhaltens von Sommerzeit.
17.
Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Mittel zum Durchsuchen der Datenbank operativ sind zum: Finden von zwei Vektorlinien der geographischen Grenzlinien, die den kartesischen Koordinaten des Ortes am nächsten liegen; Bestimmen, ob die nächstliegenden zwei Vektorlinien Teil der gleichen Weltzeitzonen-Grenzlinie sind;
Bestimmen, dass die die kartesischen Koordinaten des Orts umgebende Weltzeitzone die Zeitzone ist, die die Weltzeitzonen, die durch die Teile getrennt sind, gemeinsam haben, wenn bestimmt wird, dass die nächstgelegenen zwei Vektorlinien Teil von verschiedenen Weltzeitzonen-Grenzlinien sind, und Bestimmen, dass die die kartesischen Koordinaten des Orts umgebende Weltzeitzone die Zeitzone mit einer richtigen Orientierung ist, die der nächstgelegenen der nächstgelegenen beiden Vektorlinien zugeordnet ist, wenn bestimmt ist, dass die nächstgelegenen beiden Vektorlinien Teil der gleichen Weltzeitzonen-Grenzlinie sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei dem das Mittel zum Eingeben der kartesischen Koordinaten einen Deckring auf der Uhr umfasst.
19.
Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung zum Erhalten der Ortszeit, an einem Ort nach Patentanspruch 1, mittels Verwendung der Datenbank und der Eingabe kartesischer Koordinaten des Orts, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst: Durchsuchen der Datenbank und Reagieren auf die Rela-tivorientierungsinformationen, um die Weltzeitzone zu bestimmen, die die eingegebenen kartesischen Koordinaten des Orts umgibt; und Liefern der Ortszeit an dem Ort.
20. Verfahren nach Anspruch 19, weiterhin mit dem Schritt, aus der Datenbank die zeitliche Differenz zwischen der Zeitzone, die die kartesischen Koordinaten des Orts umgibt, und einem einzelnen vorbestimmten Bezugspunkt zu lesen und die Zeit an dem Ort durch Verwenden der zeitlichen Differenz und der gegenwärtigen Zeit an dem einzelnen vorbestimmten Bezugspunkt zu berechnen.
21.
Verfahren nach Anspruch 19, bei dem die kartesischen Koordinaten des Ortes durch eine GPS (Global Positioning System)-Einheit automatisch geliefert werden.
22. Verfahren nach Anspruch 19, bei dem der Schritt des Durchsuchens der Datenbank weiterhin den folgenden Schritt umfasst: Finden von zwei Vektorlinien von einer oder zwei geographischen Grenzlinien, die den kartesischen Koordinaten des Orts am nächsten liegen; und der Schritt des Reagierens die der einen oder zwei gefundenen geographischen Grenzlinien zugeordneten Relativorientierungsinformationen verwendet, um die Weltzeitzone zu bestimmen, die den Ort umgibt.
23.
Verfahren nach Anspruch 22, bei dem der Schritt des Findens der einen bzw. der zwei geographischen Grenzlinien weiterhin folgende Schritte umfasst: Suchen von mehreren rechteckigen geographischen Bereichen, wobei jeder derartige rechteckige Bereich einen geschlossenen Teil einer der Weltzeitzonen umgibt, um zu bestimmen, welche rechteckigen geographischen Bereiche die kartesischen Koordinaten des Orts umgeben; und Suchen aller Weltzeitzonen-Grenzlinien, die von den rechteckigen geographischen Bereichen umgeben werden, von denen bestimmt wurde, dass sie die kartesischen Koordinaten umgeben, um die den kartesischen Koordinaten des Orts nächstgelegenen geographischen Grenzlinien zu finden.
24.
Verfahren nach Anspruch 23, bei dem der Schritt des Suchens aller Weltzeitzonen-Grenzlinien, die von den rechteckigen geographischen Bereichen umgeben werden, weiterhin folgende Schritte enthält: Bestimmen von zwei nächstgelegenen Vektorlinien der Weltzeitzonengrenzen; und Bestimmen, dass die die kartesischen Koordinaten des Orts umgebende Weltzeitzone a) eine Zeitzone ist, die den den beiden nächstgelegenen Vektorlinien zugeordneten Namensdaten gemeinsam ist, wenn die beiden nächstgelegenen Vektorlinien von verschiedenen Teilen der Weltzeitzonengrenzen sind; oder b) eine Zeitzone mit einer richtigen Orientierung ist, wenn die beiden nächstgelegenen Vektorlinien von dem gleichen Teil sind.
25.
Verfahren nach Anspruch 19, bei dem der Schritt des Durchsuchens der Datenbank weiterhin folgende Schritte umfasst: Finden einer nächstgelegenen Vektorlinie einer geographischen Grenzlinie, die den kartesischen Koordinaten des Orts am nächsten liegt; und als Reaktion darauf das Liefern der der gefundenen geographischen Grenzlinie zugeordneten Relativorientierungsinformationen, um die Weltzeitzone zu bestimmen, die den Ort umgibt.
26.
Verfahren nach Anspruch 25, bei dem der Schritt des Findens der geographischen Grenzlinie weiterhin folgende Schritte umfasst: Suchen von mehreren rechteckigen geographischen Bereichen, wobei jeder derartige rechteckige Bereich einen geschlossenen Teil einer der Weltzeitzonen umgibt, um zu bestimmen, welche rechteckigen geographischen Bereiche die kartesischen Koordinaten des Orts umgeben; und Suchen aller Weltzeitzonen-Grenzlinien, die von den rechteckigen geographischen Bereichen umgeben werden, von denen bestimmt wurde, dass sie die kartesischen Koordinaten umgeben, um die den kartesischen Koordinaten des Orts nächstgelegene geographische Grenzlinie zu finden.
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