CH695019A5 - Kunststoff-Verschlussvorrichtung mit Durchstosser. - Google Patents

Kunststoff-Verschlussvorrichtung mit Durchstosser. Download PDF

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CH695019A5
CH695019A5 CH19392000A CH19392000A CH695019A5 CH 695019 A5 CH695019 A5 CH 695019A5 CH 19392000 A CH19392000 A CH 19392000A CH 19392000 A CH19392000 A CH 19392000A CH 695019 A5 CH695019 A5 CH 695019A5
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Werner F Dubach
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Terxo Ag
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    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65DCONTAINERS FOR STORAGE OR TRANSPORT OF ARTICLES OR MATERIALS, e.g. BAGS, BARRELS, BOTTLES, BOXES, CANS, CARTONS, CRATES, DRUMS, JARS, TANKS, HOPPERS, FORWARDING CONTAINERS; ACCESSORIES, CLOSURES, OR FITTINGS THEREFOR; PACKAGING ELEMENTS; PACKAGES
    • B65D5/00Rigid or semi-rigid containers of polygonal cross-section, e.g. boxes, cartons or trays, formed by folding or erecting one or more blanks made of paper
    • B65D5/42Details of containers or of foldable or erectable container blanks
    • B65D5/72Contents-dispensing means
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Description


  



   Die vorliegende Erfindung betrifft eine über einer durchstossbaren  Stelle eines geschlossenen Behältnisses anbringbare Verschlussvorrichtung  aus Kunststoff, gemäss Oberbegriff des Patentanspruches 1. 



   Es sind verschiedenste, insbesondere zur Aufbewahrung von fliessfähigen  Medien geeignete Behältnisse auf dem Markt erhältlich, bei denen  vor der Öffnung eine Folie oder Membran oder auch die Verpackungswand  selber durchstossen werden muss, bevor das flüssige Medium dem Behältnis  entnommen werden kann. Solche Behältnisse sind beispielsweise sogenannte  Weichverpackungen aus ein- oder mehrlagigen Folien oder beschichtetem  Karton, auf denen eine Verschliessvorrichtung aufgeklebt oder aufgeschweisst  ist, wobei die Verschliessvorrichtung einen Schraubverschluss umfasst.  Verschliessvorrichtungen für solche Verpackungen weisen einen Unterteil  auf, der einen zylindrischen Ausgussstutzen mit    Aussengewinde  und einen unteren, randständigen Flansch zur Befestigung auf der  Weichpackung aufweist.

   Bevor der Inhalt aus der genannten Weichpackung  entnommen werden kann, muss einerseits die Schraubkappe vom Unterteil  abgeschraubt und andererseits die Behältniswand im Bereich des Ausgussstutzens  durchtrennt werden. Für die Durchtrennung weist die Verschlussvorrichtung  einen integrierten Durchstosser auf zur Durchtrennung der Behältniswand  im Bereich der Behälteröffnung. Hierbei sind insbesondere zwei Systeme  bekannt. Beim einen System wird in einem ersten Schritt der Schraubdeckel  entfernt und in einem zweiten Schritt der integrierte Durchstosser  vom Benutzer durch Fingerdruck nach unten bewegt. Typische Vertreter  dieser Version sind beispielsweise aus der EP-A-0 543 119 und der  US-A-5 297 696 bekannt.

   Damit ein Durchstosser einer solchen Verschliessvorrichtung  vernünftig betätigbar ist, muss der zylindrische Ausgussstutzen mit  einer seitlichen in axialer Richtung verlaufenden Ausnehmung versehen  sein, die etwa der Breite eines Fingers entspricht. Diese bekannte  Lösungsversion ist relativ einfach im Aufbau, hat jedoch den Nachteil,  dass einerseits die Ausgiesseigenschaften solcher Verschlüsse schlecht  sind und andererseits die Gefahr gross ist, dass bei der Betätigung  des Durchstossers der Finger mit dem flüssigen Inhalt in Berührung  kommt. Dies führt einerseits zu einer Verschmutzung des Fingers und  andererseits zu einer Kontamination des flüssigen Inhaltes. Dies  ist besonders nachteilig, weil die hier interessierenden Behältnisse    insbesondere für Getränke verwendet werden, deren Haltbarkeit  durch die Kontamination wesentlich reduziert wird. 



   In einer zweiten, hier insbesondere interessierenden Version besteht  eine interaktive Wirkung zwischen der Schraubkappe und dem Durchstosser.  In den weitaus häufigsten Fällen wird der Durchstosser mit Hilfe  der Schraubkappe nach unten durch die Behältniswand hindurchgestossen.  Hierzu befindet sich der Drehverschluss vor der Erstöffnung in einer  zum Unterteil nach oben versetzten Lage, die meist durch ein Garantieband  überbrückt ist. Folglich muss zuerst das Garantieband entfernt werden,  worauf dann der Verschluss vollständig zugeschraubt wird, wobei gleichzeitig  sowohl die Schraubkappe als auch der im Ausgussstutzen gelagerte  Durchstosser nach unten bewegt werden. Beim vollständigen Verschliessen  der Schraubkappe wird folglich die Weichverpackung durchstossen und  geöffnet.

   In einem dritten Schritt muss nun wieder die Schraubkappe  vollständig abgeschraubt werden, bevor nun der Inhalt frei zugänglich  ist und ausgegossen werden kann. Ein typischer Vertreter dieser Verschlussversion  ist beispielsweise aus der WO 96/11 850 bekannt. In ähnlicher Weise  arbeitet eine Verschliessvorrichtung gemäss der WO 99/64 315. Bei  dieser Vorrichtung hat der Durchstosser zwei Gewindeabschnitte in  unterschiedlicher Steigrichtung. In einer ersten Schraubbewegung  wird der Durchstosser durch die Behältniswand hindurch gedrückt und  danach mit umgekehrter Drehrichtung die Schraubkappe vom Durchstosser  abgeschraubt. 



     Während Verschlüsse dieser Art bei Weichverpackungen relativ neu  sind, sind solche Verschliessvorrichtungen in fast analoger Bauweise  für Behältnisse in Form von Flaschen, deren Behälterhals mit einer  Membran oder Folie versiegelt ist, schon in diversen Ausführungsformen  bekannt. Auf dem Markt haben sich Verschliessvorrichtungen dieser  Art nicht bewährt. Neben immer wider auftretenden Dichtungsproblemen  ist das Hauptproblem darin zu sehen, dass die Öffnung nicht den Gewohnheiten  des Konsumenten entspricht. Folglich müssen auf der Verpackung ausführliche  Erklärungen angebracht sein, wie die Verpackung zu öffnen ist. Dies  ist nicht nur unerwünscht, sondern erfahrungsgemäss finden diese  Erklärungen kaum Beachtung und vielfach liest der Konsument diese  Erklärungen erst, nachdem er den Verschluss bereits zerstört oder  unwirksam gemacht hat. 



   Auf Grund der Kenntnisse schlägt die WO 99/42 375 eine Vorrichtung  vor, bei der ein Durchstosser interaktiv mit einer Schraubkappe zusammenwirkt  in der Weise, dass beim einfachen Abschrauben der Schraubkappe gleichzeitig  der Durchstosser so bewegt wird, dass er nach unten gefördert wird  und die Verpackungswandung durchstösst. Diese Verschliessvorrichtung  ist absolut einfach in der Bedienung und entsprechend für den Konsumenten  komfortabel. Problematisch an diesem Verschluss ist jedoch die Tatsache,  dass der Durchstosser haftend auf der Verpackungswandung angebracht  werden muss. Der durchtrennte Teil der    Verpackungswand bleibt  somit am Durchstosser hängen. Die Ränder der am Durchstosser verbleibenden  Verpackungswand bleiben auch nach dem erstmaligen Öffnen fest damit  verbunden.

   Der Durchstosser selber verbleibt in der Schraubkappe  und wird beim Öffnen der Schraubkappe mit hinaus befördert. Weil  die meisten Weichverpackungen einen Papier- oder Kartonanteil aufweisen,  kommt die zerstörte Behältniswand, welche am Durchstosser fest angeklebt  ist, einerseits immer wieder mit dem Inhalt des Behältnisses in Kontakt  und andererseits wird er bei jedem Öffnen wieder nach aussen befördert  und kann dabei mehrfach kontaminiert werden und Flüssigkeitsreste,  die daran haften, können ebenso kontaminiert werden oder oxidieren  und gelangen danach wieder mit dem Inhalt in Verbindung, wenn der  Drehverschluss geschlossen wird. Neben diesen unerwünschten Benutzungseigenschaften  hat diese Verschlussvorrichtung insbesondere den enormen Nachteil,  dass sie äusserst heikel und teuer in der Montage ist.

   Dies liegt  daran, dass einerseits der Unterteil und andererseits der Durchstosser  auf die Behältniswand aufgeklebt oder aufgeschweisst werden muss.  Während der Flansch des Unterteiles je nach Verpackungsmaterial aufgeschweisst  werden kann, muss der Durchstosser auf jeden Fall aufgeklebt werden.  Wird zu wenig Klebstoff appliziert, wird der Durchstosser beim Öffnen  von der Verpackungswand abgerissen, ohne dass diese zwingend auch  geöffnet wird. Wird zu viel Klebstoff verwendet, so bilden sich Klebverbindungen  zwischen dem Durchstosser und dem    Unterteil und die Schraubkappe  kann kaum noch aufgeschraubt werden, ohne dass sich dabei die Gewinde  überdrehen. 



   Es ist folglich die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Verschlussvorrichtung  der eingangs genannten Art zu schaffen, die nur durch eine einfache  Aufschraubbewegung des Schraubdeckels geöffnet werden kann und bei  der die Nachteile des Standes der Technik vermieden werden können.                                                             



   Diese Aufgabe löst eine Verschlussvorrichtung mit den Merkmalen des  Patentanspruches 1. 



   In der Zeichnung ist eine bevorzugte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes  im Detail dargestellt. Es zeigt:      Fig. 1 die erfindungsgemässe  Verschlussvorrichtung in der geschlossenen Position vor der erstmaligen  Öffnung.     Fig. 2 eine Zwischenposition während des Öffnens derselben  Verschlussvorrichtung wie nach Fig. 1 und     Fig. 3 dieselbe Verschlussvorichtung  in der vollständig geöffneten Position, wobei die Schraubkappe noch  nicht entfernt ist.     Fig. 4 zeigt einen Unterteil und einen  damit einstückig gefertigten Durchstosser in der Fertigungslage vor  der Montage.       Fig. 5 zeigt denselben Unterteil mit Durchstosser  in der montierten Lage, während     Fig. 6 die Schraubkappe und  den Durchstosser mit Blick schräg von unten zeigt, um deren Zusammenwirken  zu erläutern.

   Schliesslich zeigt     Fig. 7 wiederum die vollständig  montierte Verschlussvorrichtung mit den Elementen der Fig. 4-6 in  einer Öffnungsposition.  



   In den Fig. 1-3 ist die erfindungsgemässe Verschlussvorrichtung in  Seitenansicht in drei verschiedenen Öffnungspositionen dargestellt.  Die Verschlussvorrichtung insgesamt ist mit 1 bezeichnet. Diese Verschlussvorrichtung  besteht insgesamt aus drei Bauteilen, nämlich einem Unterteil 2,  einer darauf befestigten Schraubkappe 3 und einem im Unterteil 2  gleitend gelagerten Durchstosser 4. In der Fig. 1 ist die Verschlussvorrichtung  1 im geschlossenen Zustand vor der Erstöffnung gezeigt. In dieser  Position liegt der Durchstosser 4 vollständig innerhalb des Unterteiles  2 und ist daher nicht sichtbar. Die Schraubkappe ist noch vollständig  mit einem Garantieband verbunden. 



   Dreht man nun an der Schraubkappe 3 der Verschlussvorrichtung 1 bei  der erstmaligen Öffnung, so bewegt sich die Schraubkappe 3 vom Unterteil  nach oben, während gleichzeitig der Durchstosser 4 nach unten aus  dem Unterteil 2 hinausgefördert wird. Der Unterteil 2, der mit seinem    Flansch auf der hier nicht dargestellten Weichverpackung befestigt  ist, wird hierbei vom Durchstosser geöffnet. Je nach der Art der  Weichverpackung ist die zu durchstossende Stelle im Behältnis entsprechend  präpariert. Bei mehrlagigen Weichverpackungen aus Kombinationen von  Kunststofffolien, Karton oder Papier sowie Aluminiumfolien können  mehrere dieser Lagen bereits durchstanzt sein. Bei dieser erstmaligen  Öffnung wird gleichzeitig auch das Garantieband von der Schraubkappe  3 getrennt. 



   In der Fig. 3 ist die vollständig geöffnete Lage der Verschlussvorrichtung  dargestellt. Der Durchstosser befindet sich nun in seiner tiefsten  Lage. Normalerweise rastet er in dieser Position im Unterteil 2 ein  und verbleibt in dieser Position. Die Schraubkappe 3 kann nun mehrmals  auf- und zugeschraubt werden, ohne dass dabei der Durchstosser überhaupt  noch bewegt wird. Die Verschlussvorrichtung arbeitet nun wie ein  ganz normaler Schraubkappenverschluss. 



   Für die detaillierte Beschreibung der einzelnen Bauelemente der erfindungsgemässen  Verschlussvorrichtung 1 wird nunmehr auf die Fig. 4-7 verwiesen.  In der Fig. 4 sind der Unterteil 2 und der Durchstosser 4 gemeinsam  in einer einstückigen Herstellungslage dargestellt. Der Unterteil  2 besteht aus einem zylindrischen Ausgussstutzen 20 mit einer Ausgussöffnung  21. Der Ausgussstutzen 20 weist auf seiner Aussenseite ein Aussengewinde  22 auf. Das Aussengewinde 22    ist so gestaltet, dass bei der Montage  die Schraubkappe mit ihrem Innengewinde ratschenartig über das Gewinde  22 nach unten gestossen werden kann. Der Ausgussstutzen 20 ist an  seinem unteren Rand mit einem Flansch 24 versehen. Dieser Flansch  24 dient der Befestigung auf einer Weichverpackung, die hier nicht  dargestellt ist.

   Wie bereits eingangs erwähnt, ist die erfindungsgemässe  Verschlussvorrichtung nicht allein für Weichverpackungen geeignet.  Neben Weichverpackungen kommen beispielsweise auch Kunststoffflaschen  in Frage, die mit einer Folie verschlossen sind. Genauso ist die  Verschlussvorrichtung auch geeignet, um auf Glasflaschen oder anderen  Behältnissen mit einem Schraubstutzen oder Flaschenhals aufgebracht  zu werden. Je nach der Form und Gestalt des Behältnisses und dessen  Ausgussöffnung muss entsprechend der Unterteil 2 zur korrekten Adaption  angepasst sein. Auf jeden Fall muss jedoch der Unterteil 2 einen  Ausgussstutzen 20 mit Ausgussöffnung 21 und Aussengewinde 22 aufweisen.  Lediglich statt des Flansches können andere Mittel zur Verbindung  vorhanden sein.

   So kann entsprechend statt des Flansches eine Ringwand  mit Innengewinde vorhanden sein, die zum Ausgussstutzen 20 in eine  Schulter übergeht, die auf einem entsprechenden Behälter oder Flaschenhals  zum Aufsetzen geeignet ist und darauf mit der erwähnten Schulter  zum Aufliegen kommt. 



   In der hier dargestellten Gestalt ist die Ausgussöffnung 21 nicht  direkt einsehbar. Dies liegt daran, dass direkt über    dem Ausgussstutzen  20 der erwähnte Durchstosser 4 einstückig angeformt ist. Die Verbindung  zwischen Unterteil 2 und Durchstosser 4 besteht hier aus einer Reissnaht  25. Statt einer Reissnaht 25 kann die Verbindung, die als Sollbruchstelle  gestaltet ist, auch mittels mehreren Stegen gebildet sein. Der Durchstosser  4 ist als zylindrischer Rohrabschnitt 40 gestaltet, der hier in einer  umlaufenden Schneidkante 41 endet, die direkt übergeht in die bereits  erwähnte Reissnaht 25. Die umlaufende Schneidkante 41 verläuft hier  somit in einer senkrechten Ebene zur Axialrichtung des zylindrischen  Rohrabschnittes 40. Dies ist keineswegs eine zwingende Form.

   Wie  bereits in den Fig. 1-3 dargestellt, kann die umlaufende Schneidkante  auch in einer zur Axialrichtung geneigten Ebene 42 verlaufen, wie  dies die Fig. 2 und 3 zeigen. Zudem kann die umlaufende Schneidkante  auch mit einem oder mehreren Perforationszähnen 43 geformt sein.  Je nachdem, aus welchem Material die zu durchstossende Schicht oder  Schichten besteht oder bestehen, wird man eine umlaufende Schneidkante  41 wie in Fig. 4 oder eine geneigte Schneidkante mit Perforationszähnen  43 wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt bevorzugen. 



   Der zylindrische Rohrabschnitt weist auf seiner oberen Seite eine  Stirnfläche 44 auf. Diese Stirnfläche 44 ist in der hier dargestellten  Form schraubenförmig geneigt, und zwar zweigängig gestaltet. Hierdurch  verbleiben zwei ungefähr parallel zur Axialrichtung verlaufende Positionierungs   anschläge 45. Diese wirken mit entsprechenden Positionierungsanschlägen  in der Schraubkappe 3 zusammen, wie dies noch nachfolgend zu beschreiben  ist. Die Stirnfläche 44 des Durchstossers kann selbstverständlich  auch andere Formen aufweisen. So kann die Stirnfläche auch als dreigängiges  Gewinde gestaltet sein oder auch als nur eingängiges Gewinde. In  einer besonders einfachen Ausführungsform kann der zylindrische Rohrabschnitt  40 auch einfach schräg zur Axialrichtung geschnitten sein, so dass  eine geneigte elliptische Gleitbahn gebildet wird.

   Auf der Aussenwand  des zylindrischen Rohrabschnittes 40 ist mindestens eine axial verlaufende  Verdrehsicherung 46 angeformt. In der hier dargestellten Ausführungsform  ist diese Verdrehsicherung als Rippe 46 gestaltet. Demgegenüber ist  in der Ausführungsform gemäss den Fig. 2 und 3 der Durchstosser 4  mit einer axial verlaufenden Verdrehsicherung in der Form einer Längsnut  47 gestaltet. Entsprechend weist selbstverständlich der zylindrische  Rohrabschnitt 40 in der Ausführungsform gemäss der Fig. 4 an der  Innenwand passende Längsnuten auf, in die die axial verlaufende Verdrehsicherung,  wenn sie in Form einer Rippe oder Wulst gestaltet ist, formschlüssig  hineinpasst.

   In der Fertigungslage, wie sie in der Fig. 4 dargestellt  ist, ist somit die axial direkt unterhalb der Verdrehsicherung angeordnete,  über die gesamte Länge des zylindrischen Rohrabschnittes 40 an der  Innenwand verlaufende Nut nicht sichtbar. Sie ist hier lediglich  strichliniert eingezeichnet zur Verdeutlichung. Selbstverständlich  zur    besseren Führung und um ein Verkanten zu vermeiden, wird man  zwei einander diametral gegenüberliegende Verdrehsicherungen 46 anbringen.  Ist die Verdrehsicherung im zylindrischen Abschnitt 40 als Längsnut  47 gestaltet, so muss selbstverständlich an der Innenwand des Ausgussstutzens  20 eine entsprechende Führungswulst vorgesehen sein. In der Ausführung  gemäss der Fig. 4 ist jedoch das Führungsmittel im Ausgussstutzen  20 wie bereits erwähnt eine Längsnut 26. 



   In der bevorzugten Ausgestaltungsform wird man die Höhe des zylindrischen  Rohrabschnittes 40 kürzer oder maximal gleich lang wie die Höhe des  Ausgussstutzens 20 gestalten. Im montierten Zustand sollte die umlaufende  Schneidkante 41 beziehungsweise die geneigte Schneidkante mit den  Perforationszähnen 43 nicht nach unten aus dem Ausgussstutzen 20  hinausragen, um nicht schon bei der Befestigung die Behältniswand  oder die Membran im Bereich der durchstossbaren Stelle zu verletzen.  Zwar ist die Funktion des Verschlusses durchaus gewährt, wenn der  zylindrische Rohrabschnitt 40 mit seiner Stirnfläche 44 oben aus  dem Ausgussstutzen 20 herausragt, doch wird dadurch die Ausgussfähigkeit  eher verschlechtert, insbesondere dann, wenn die Stirnfläche 44 des  Durchstossers als ein- oder mehrgängiges Gewinde gestaltet ist.

   In  der Fig. 5 ist jedoch gut erkennbar, wie der Durchstosser 4 nun vollständig  innerhalb der Ausgussöffnung 21 liegt, und so ein einwandfreies Giessen  sichergestellt ist. Die Reissnaht 25, die beispielsweise    direkt  an einer oberen Dichtlippe 27 angeformt sein kann, ist hier durchtrennt  und der zylindrische Rohrabschnitt 40 ist vollständig in den Ausgussstutzen  20 eingeschoben. Erst bei der erstmaligen Betätigung wird nunmehr  der Durchstosser nach unten unterhalb der vom Flansch 24 definierten  Ebene hinab gestossen. 



   Bei der Ausführungsform gemäss den Fig. 4-7 ist, wie bereits erwähnt,  der Unterteil 2 und der Durchstosser 4 einstückig gefertigt. Dies  ergibt eine besonders preisgünstige Fertigung und eine preiswerte  Montage zugleich. Denn in dieser Fertigungsform liegen der Durchstosser  4 und der Unterteil 2 bereits axial aufeinander ausgerichtet in der  korrekten relativen Winkelposition zueinander. Gleichzeitig sind  aber auch die erwähnten Positionierungsanschläge 45 in der korrekten  Lage.

   Setzt man in dieser Position die Schraubkappe 3 auf, so wird  sie in der korrekten Lage relativ zum zylindrischen Rohrabschnitt  positioniert durch die Positionieranschläge 45 und gleichzeitig entspricht  diese Lage der korrekten Winkellage, so dass bei einem Druck auf  die Schraubkappe der Durchstosser 4 vom Unterteil getrennt wird und  die Schraubkappe 3 mit ihrem Innengewinde ratschenartig über das  Aussengewinde 22 des Unterteiles hinab gestossen wird und in die  genaue Endlage gelangt. 



   Dieses Zusammenwirken von Durchstosser 4 und Schraubkappe 3 geht  insbesondere aus der Fig. 6 hervor. Die Schraubkappe 3    hat eine  obere Deckfläche 30, die randständig von einer zylindrischen Mantelwand  31 umgeben wird. An der Innenseite ist die zylindrische Mantelwand  31 mit einem Innengewinde 37 versehen, welches auf das Aussengewinde  22 des Ausgussstutzens 20 passt. Auf der Innenseite der Deckfläche  30 ist eine konzentrisch zur Mantelwand 31 verlaufende Ringwand 32  vorhanden. Diese Ringwand 32 endet in einer schraubenförmigen Stirnfläche  33, die komplementär zur Stirnfläche 44 des Durchstossers 4 gestaltet  ist. Die Ringwand 32 und der zylindrische Rohrabschnitt 40 weisen  folglich dieselben Durchmesser auf und die Steigungen der beiden  Stirnflächen 33 und 44 sind gleich gewählt.

   Auch die Ringwand 32  hat entsprechende Positionieranschläge 38, die mit den Positionieranschlägen  45 des Durchstossers 4 zusammenwirken. Weil, wie bereits erwähnt,  der Durchstosser 4 axial verlaufende Verdrehsicherungen 46 aufweist,  die ein Mitdrehen des Durchstossers 4 mit der Schraubkappe 3 verhindern,  wird folglich beim Aufdrehen der Schraubkappe 3 zwangsläufig der  Durchstosser 4 nach unten bewegt. Bevorzugterweise wird man die Neigung  der Stirnfläche des Durchstossers 44 und die Stirnfläche 33 der Schraubkappe  3 wesentlich steiler wählen als die Steigung des Innengewindes 37  der Schraubkappe und des Aussengewindes 22 des Unterteiles 2.

   Somit  bewegt sich beim Aufschrauben der Durchstosser schneller nach unten  als die Schraubkappe nach oben, womit sichergestellt ist, dass eine  genügende relative translatorische Bewegung ausgeübt wird und die  Behältniswand    oder die Membran beziehungsweise Folie des Behältnisses  mit Sicherheit an der gewünschten Stelle durchstossen wird. Der Durchstosser  hat in der hier dargestellten Version eine Ringwulst 48, die praktisch  umlaufend gestaltet ist. Diese Ringwulst greift in entsprechende  ringförmige Nuten an der Innenwand des Ausgussstutzens 20 ein. Diese  Ringnut 28 ist teilweise in der Fig. 5 erkennbar. Bevorzugterweise  wird man jedoch zwei solcher Ringnuten 28 im Ausgussstutzen 20 einformen,  die die beiden Endpositionen des Durchstossers definieren.

   In der  Fig. 5 ist nur die obere Ringnut 28 für die obere Position erkennbar,  während die untere Ringnut hier abgedeckt ist. 



   In der Fig. 7 ist dieselbe Situation dargestellt wie in der Fig.  3. In dieser Position greift nun die Ringwulst 48 in die nicht erkennbare  untere Ringnut 28 im Ausgussstutzen 20 ein. Gleichzeitig ist nun  der Durchstosser 4 mit seinem unteren Bereich im Behältnis. Der Schraubdeckel  3 ist nach oben geschraubt, während der Durchstosser vollständig  nach unten bewegt ist. Während für das Abschrauben des Schraubdeckels  beispielsweise mehr als eine ganze Umdrehung erforderlich ist, genügt  eine halbe Umdrehung, um den Durchstosser in seine untere Endlage  zu bewegen. Dies ergibt sich durch die unterschiedlichen Gewindesteigungen  vom Innengewinde der Schraubkappe und der Steigung der schraubenförmigen  Stirnflächen 33 und 44, die zusammenwirken. 



     Bei der Durchstossung der Behältniswand oder der Membran ist es  zwingend, dass der durchtrennte Teil nicht vollständig abgetrennt  wird und in das Behältnis fällt. Man wird daher vorteilhafterweise  die Schneidkante 41 des Durchstossers 4 geneigt anordnen und so gestalten,  dass diese drei Zonen unterschiedlicher Wirkung aufweist. Eine erste  Zone, die zuerst mit dem Behältnis oder der Membran in Berührung  kommt, weist eine Perforationszone mit einem Perforationszahn oder  mit mehreren Perforationszähnen auf. Dieser Zone schliessen beidseitig  je eine Schneidzone an. Dieser Bereich kann je nach der Art des Materials  des Behältnisses auch mit weiteren Zähnen versehen sein.

   Der Perforationszone  diametral gegenüber folgt schliesslich ein Verdrängungsbereich oder  Zone, die den weitgehend ausgetrennten Lappen nun zur Seite zu verdrängen  vermag, ohne jedoch eine Trennung dieses Lappens von der Behältniswand  oder von der Membran zu bewirken. Weil der Durchstosser aber bevorzugterweise  den vollen Umfang der Behältniswand oder die Membran durchstösst,  kann der daran hängende Lappen nicht mehr vor die Ausgussöffnung  gelangen.  Liste der Bezugszahlen  



   1 Verschlussvorrichtung 



   2 Unterteil 



   3 Schraubkappe 



   4 Durchstosser 



   



   20 Ausgussstutzen 



   21 Ausgussöffnung 



   22 Aussengewinde 



   23 Ausnehmung als Ringnut 



   24 Flansch 



   25 Reissnaht 



   26 Längsnut 



   27 Dichtlippe 



   28 Ringnut 



   30 Deckfläche 



   31 zylindrische Mantelwand 



   32 Ringwand 



   33 schraubenförmige Stirnfläche 



   34 Riffelung 



   35 Garantieband 



   36 Sollbruchstellen 



   37 Innengewinde 



   38 Positionieranschlag 



   40 zylindrischer Rohrabschnitt 



   41 umlaufende Schneidkante 



   42 geneigte Schneidkante 



   43 Perforationszähne 



   44 Stirnfläche des Durchstossers 



   45 Positionierungsanschlag 



   46 axial verlaufende Verdrehsicherung als Rippe 



   47 als Längsnut 



   48 Ringwulst für Endposition 



   49 Sollbruchstellen

Claims (17)

1. Eine über einer durchstossbaren Stelle eines geschlossenen Behältnisses anbringbare Verschluss- vorrichtung (1) aus Kunststoff, bestehend aus einem Unterteil (2) mit Ausgusssöffnung (21), der mit dem Behältnis verbindbar ist und einer Schraubkappe (3), die auf den Unterteil (2) aufschraubbar ist, sowie einem Durchstosser (4) der in axialer Richtung beidseitig offen ist und im Unterteil (2) axial verschiebbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchstosser (4) verdrehgesichert (46, 47) im Unterteil (2) geführt ist und dass in der Schraubkappe (3) Mittel vorhanden sind, die bei einer Abschraubbewegung der Schraubkappe (3) nach oben den Durchstosser (4) durch die durchstossbare Stelle nach unten in das Behältnis bewegen.
2.
Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterteil (2) als zylindrischer Ausgussstutzen (20) mit Aussengewinde (22) und mit einem unteren randständigen Flansch (24) zur Befestigung auf dem als Weichpackung ausgebildeten Behältnis gestaltet ist, und dass die durchstossbare Stelle ein Bereich der Behältniswandung ist, der unterhalb der vom Unterteil (2) freigelassenen Ausgussöffnung (21) liegt.
3. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterteil (2) ein Adapter ist, der auf einen membranversiegelten Hals eines Behältnisses aufsetzbar ist und einen sich über den Behältnishals nach oben erstreckenden, die Ausgussöffnung (21) formenden Teil aufweist.
4.
Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterteil (2) und der Durchstosser (4) zwei gesondert gefertigte Teile sind.
5. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterteil (2) und der Durchstosser (4) einstückig in axial fluchtender Anordnung gefertigt und über Sollbruchstellen winkelpositioniert gehalten sind.
6. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel in der Schraubkappe (3) zur Betätigung des Durchstossers (4) eine Ringwand (32) ist, deren Stirnfläche (33) ein- oder mehrgängig schraubenförmig verläuft.
7. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchstosser (4) eine umlaufende Schneidkante (41) aufweist.
8.
Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchstosser (4) an seiner zum Behältnis hin gerichteten Schneidkante (41) mit mindestens einem Perforationszahn (43) versehen ist.
9. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Behältnis hin gerichtete Schneidkante (41) in einer zur axialen Richtung des Durchstossers (4) geneigten Ebene (42) verläuft.
10.
Verschlussvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchstosser (4) axial fluchtend über der Ausgussöffnung (21) des Unterteils (2) angeordnet ist und die Sollbruchstellen Stege oder eine Reissnaht (25) sind, die als zerstörbare Verbindungen zwischen der unteren, zum Behältnis gerichteten äusseren Kante des Durchstossers (4) und der inneren Kante der die Ausgussöffnung (21) umgebenden Dichtlippe (27) des Unterteiles (2) angeordnet sind.
11.
Verschlussvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchstosser (4) axial fluchtend unter der Ausgussöffnung (21) des Unterteiles (2) angeordnet ist und die Sollbruchstellen Stege oder eine Reissnaht (25) sind, die als zerstörbare Verbindungen zwischen der oberen, vom Behältnis weg gerichteten Kante des Durchstossers (4) und der inneren Kante der zum Behältnis hin gerichteten Seite der Ausgussöffnung (21) angeordnet sind.
12. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchstosser (4) ein zylindrischer Rohrabschnitt (40) ist, der axial fluchtend unter der Ringwand (32) in der Schraubkappe (3) verläuft und wobei die Stirnfläche (44) des Rohrabschnittes (40) die komplementäre Form der Stirnfläche (33) der Ringwand (32) in der Schraubkappe aufweist.
13.
Verschlussvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (33) der Ringwand (32) und die Stirnfläche (44) des zylindrischen Rohrabschnittes (40) eine schraubenförmig geneigte Fläche definiert, deren Steigung grösser ist als die Steigung des Innengewindes der Schraubkappe (3).
14. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubkappe (3) ein Garantieband (35) aufweist, das in axialer Richtung wirkend in einer Ausnehmung (23) am Unterteil (2) eingreift.
15. Verschlussvorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (23) eine Ringnut im zylindrischen Ausgussstutzen (20) ist.
16.
Verschlussvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidkante (41) drei verschiedene Wirkungsbereiche aufweist, nämlich einen ersten Perforationsbereich in der Gestalt mindestens eines Schneidzahnes, an den beidseitig ein Schneidbereich anschliesst, und dass ein dem Perforationsbereich diametral gegenüberliegender Bereich als Verdrängungsbereich gestaltet ist, der die teilweise geschnittene Behältniswand oder Membran aus dem Bereich der Ausgussöffnung zur Seite verdrängt, ohne eine Trennung von der Behältniswand oder Membran zu bewirken.
17. Verschlussvorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der zylindrische Rohrabschnitt (40) kürzer oder gleich lang wie die Höhe des Ausgussstutzens (20) gestaltet ist.
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