CH695027A5 - Kaminaufsatz. - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ausgebildeten Kaminaufsatz.
Mit derartigen Kaminaufsätzen soll einerseits ein guter Abzug der Rauchgase gewährleistet und andererseits ein Eindringen von Regenwasser in den Kamin verhindert werden. Es sind bereits gattungsgemässe Kaminaufsätze bekannt, die mit mehreren gleichachsig übereinander aufgereihten Ringkörpern versehen sind und einen zwischen dem obersten und dem darunter liegenden Ringkörper angeordneten Leitkörper aufweisen. Von unten nach oben gesehen, sind die einzelnen Ringkörper mit einem horizontalen ebenen Rand, einem nach aussen gewölbten Mittelteil sowie einem vertikalen Ringstutzen versehen, welch Letzterer eine gleichachsig angeordnete Ringöffnung begrenzt.
Obwohl ein derart gestalteter Kaminaufsatz sehr gute Abzugverhältnisse garantiert, wäre es wünschenswert, wenn die Ringkörper, und damit der gesamte Kaminaufsatz, im Durchmesser reduziert werden könnten, ohne dass sich dadurch die Abzugverhältnisse nennenswert verschlechtern.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Kaminaufsatz vorzuschlagen, welcher in der Grösse, insbesondere im Durchmesser, optimiert ist, welcher einfach aufgebaut ist und einen kontrolliert guten Rauchgasabzug sichert.
Diese Aufgabe wird mit einem Kaminaufsatz gelöst, der die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angeführten Merkmale aufweist.
Indem die Ringkörper im Wesentlichen tellerförmig gestaltet sind und deren unterer Endbereich im Wesentlichen hohlzylindrisch gestaltet ist, kann der Durchmesser nachhaltig reduziert werden, da auf den horizontalen ebenen Rand verzichtet werden kann. Versuche mit erfindungsgemäss gestalteten Kaminaufsätzen haben gezeigt, dass diese trotz des kompakteren Aufbaus in Bezug auf den Rauchgasabzug unter praktisch allen Bedingungen zumindest gleich gute Resultate erbringen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 9 beschrieben.
So wird bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel vorgeschlagen, dass zumindest zwei vertikal verlaufende Haltestreben vorgesehen sind und der Leitkörper zusammen mit dem obersten Ringkörper lösbar an den Haltestreben befestigt ist. Durch diese Ausgestaltung wird für den Kaminfeger die Zugänglichkeit zum Kamin verbessert, indem der Leitkörper zusammen mit dem obersten Ringkörper einfach entfernt werden kann, so dass der Kamin von oben frei zugänglich ist.
In der einzigen Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Kaminaufsatzes gemäss der Erfindung dargestellt.
Der in der Seitenansicht dargestellte Kaminaufsatz weist einen am Kamin zu befestigenden Basisteil 1 auf, an dem drei vertikal verlaufende Streben 2, 3 angeordnet sind. Von den drei Streben sind aus dieser Darstellung jedoch nur deren zwei ersichtlich. Am oberen Ende sind die Streben 2, 3 abgewinkelt ausgebildet. In jede dieser Abwinkelungen 2a, 3a ist eine Gewindebohrung eingelassen, die zum Fixieren von Rändelschrauben 17, 18 dient. Die Funktion dieser Rändelschrauben 17, 18 wird nachfolgend noch näher erläutert.
An den Streben 2, 3 sind mehrere gleichachsig übereinandergereihte Ringkörper 4, 5, 6 befestigt. Da die drei Ringkörper 4, 5, 6 gleich ausgebildet sind, wird bei der Erläuterung der Gestaltung nur jeweils auf einen Ringkörper Bezug genommen. Der sich nach unten erweiternde Ringkörper 4, 5, 6 ist im Wesentlichen tellerförmig gestaltet und beidseitig offen. Sowohl der oberste wie auch der unterste Abschnitt 9, 9a, 9b; 10, 10a, 10b des Ringkörpers 4, 5, 6 sind hohlzylindrisch ausgestaltet. Der obere zylindrische Abschnitt 9, 9a, 9b begrenzt dabei eine kreisförmige Öffnung 8, 8a, 8b. Indem der unterste Abschnitt 10, 10a, 10b hohlzylindrisch ausgebildet ist, kann auf einen horizontal verlaufenden Rand verzichtet werden, wie er bei einigen nach dem Stand der Technik ausgebildeten Ringkörpern üblich ist.
Wie bereits eingangs ausgeführt, kann durch diese Gestaltung der Durchmesser der Ringkörper 4, 5, 6, und damit des ganzen Kaminaufsatzes, reduziert werden.
Im obersten Ringkörper 4 ist ein Leitkörper 12 aufgenommen. Dieser Leitkörper 12 ist mittels Winkelblechen 13 am obersten, hohlzylindrisch ausgebildeten Abschnitt 9 des obersten Ringkörpers 4 mittels Nieten befestigt. Der hohl ausgebildete Leitkörper 12 besteht aus einer oberen und einer unteren Halbschale 14, 15, welche beide konvex gewölbt sind. Die die Oberseite des Leitkörpers bildende obere Halbschale 14 erstreckt sich in radialer Richtung über die die Unterseite bildende untere Halbschale 15 hinaus, wobei die Fortsetzung 14a der Oberseite einen radial umlaufenden Tropf- und Leitrand bildet, der abwärts gerichtet ist und radial über den obersten, die kreisförmige Öffnung 8a begrenzenden Abschnitt 9a des darunterliegenden Ringkörpers 5 hinausragt.
Dadurch wirkt der Leitkörper 12 als Regenschutz und verhindert, dass über die offene Oberseite des Kaminaufsatzes Regen in den Kamin eindringt. Die konvex gewölbte Unterseite des Leitkörpers 12 bildet eine Rauch- bzw. Luftleitfläche, welche die aufsteigenden Rauchgase wirksam seitlich ableitet. Zwischen dem obersten Ringkörper 4 und der oberen Halbschale 14 bzw. dem Leitrand 14a des Leitkörpers 12 entsteht eine Ringdüse mit nach unten verjüngtem Querschnitt. In dieser Ringdüse werden die eventuell auftretenden und nach unten gerichteten Strömungen, wie Fallwind etc. seitlich abgelenkt und beschleunigt weggeführt.
In den Leitrand 14a des Leitkörpers 14 sind Bohrungen eingelassen, welche dem Durchführen der Rändelschrauben 17, 18 dienen, so dass diese in die Gewindebohrungen der Abwinkelungen 2a, 3a der Streben 2, 3 eingeschraubt werden können. Die Rändelschrauben 17, 18 sind dabei derart ausgebildet, dass durch sie der Leitkörper 14, und damit auch der oberste Ringkörper 4, am abgewinkelten Teil 2a, 3a der Haltestreben 2, 3 fixiert wird. Nach dem Lösen dieser Rändelschrauben 17, 18, was ohne weitere Hilfsmittel manuell erfolgen kann, kann der Leitkörper 14 zusammen mit dem obersten Ringkörper 4 entfernt werden, wodurch ein freier Zugang von oben zum Kamin gewährleistet wird.
Die beiden übrigen Ringkörper 5, 6 sind mittels Nieten 19 an den Streben 2, 3 fixiert.
Der Kaminaufsatz weist ferner ein Halterohr 20 auf, welches direkt auf den Kamin zu stecken bestimmt ist. Das Halterohr 20 kann unten konisch erweitert ausgebildet und eckig oder rund geformt sein.
Claims (9)
1. Kaminaufsatz mit mehreren gleichachsig übereinander aufgereihten, sich nach unten erweiternden Ringkörpern (4, 5, 6), die beidseitig offen sind und mit einem Leitkörper (12), welcher oberhalb des zweitobersten Ringkörpers (5) angeordnet ist und sich in radialer Richtung über die obere kreisförmige Öffnung (8a) des zweitobersten Ringkörpers (5) hinaus erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringkörper (4, 5, 6) im Wesentlichen tellerförmig ausgebildet sind und einen im Wesentlichen hohlzylindrisch gestalteten unteren Endbereich (10, 10a, 10b) aufweisen.
2. Kaminaufsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei vertikal verlaufende Haltestreben (2, 3) vorgesehen sind und der Leitkörper (12) zusammen mit dem obersten Ringkörper (4) lösbar an den Haltestreben (2, 3) befestigt ist.
3.
Kaminaufsatz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkörper (12) mittels Winkelblechen (13) am obersten Ringkörper (4) befestigt ist.
4. Kaminaufsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkörper (12) innerhalb des obersten Ringkörpers (4) angeordnet ist.
5. Kaminaufsatz nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestreben (2, 3) endseitig abgewinkelt sind und die Abwinkelungen (2a, 3a) mit je einer Gewindebohrung versehen sind und dass der Leitkörper (12) mittels in die Gewindebohrungen eingeschraubten Rändelschrauben (17, 18) fixierbar ist.
6.
Kaminaufsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitkörper (12) aus einem beidseitig konvex geformten Hohlkörper (14, 15) besteht, wobei sich die Oberseite (14) in radialer Richtung über die Unterseite (15) hinaus erstreckt und wobei die sich über die Unterseite (15) hinaus erstreckende Fortsetzung (14a) der Oberseite (14) einen radial umlaufenden Tropf- und Leitrand (14a) bildet, der abwärts gerichtet ist.
7. Kaminaufsatz nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fortsetzung (14a) der Oberseite (14) mit Bohrungen zum Durchführen der Rändelschrauben (17, 18) versehen ist.
8. Kaminaufsatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (14) und die Unterseite (15) des Leitkörpers (12), im Querschnitt gesehen, konvex ausgebildet sind.
9.
Kaminaufsatz nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mit Ausnahme des obersten Ringkörpers (4) sämtliche Ringkörper (5, 6) mittels Nieten (19) an den Haltestreben (2, 3) fixiert sind.
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