CH695609A5 - Motorgerät mit Lenkstange. - Google Patents

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CH695609A5
CH695609A5 CH01087/01A CH10872001A CH695609A5 CH 695609 A5 CH695609 A5 CH 695609A5 CH 01087/01 A CH01087/01 A CH 01087/01A CH 10872001 A CH10872001 A CH 10872001A CH 695609 A5 CH695609 A5 CH 695609A5
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CH01087/01A
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Johann-Peter Aebli
Hermann Bader
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Johann Peter Aebli Landmaschin
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    • B62D11/18Steering non-deflectable wheels; Steering endless tracks or the like by differentially driving ground-engaging elements on opposite vehicle sides by means of a single main power source using gearings with differential power outputs on opposite sides, e.g. twin-differential or epicyclic gears differential power outputs being effected by additional power supply to one side, e.g. power originating from secondary power source the additional power supply being supplied hydraulically
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

CH 695 609 A5
Beschreibung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Motorgerät mit einem linken und einem rechten motorisch angetriebenen Antriebsrad, einer Lenkstange und daran einem linken und einem rechten Handgriff zum zweihändigen Führen des Motorgeräts gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es ist ein einachsiger Motormäher bekannt, dessen Handgriffe drehbar sind. Durch die Drehung des Handgriffes wird über einen Seilzug ein Ventil betätigt, mit dem die Geschwindigkeit eines Hydraulikmotors eines Antriebsrades geregelt wird. Nachteilig an dieser Lenkung ist, dass die Drehbewegung der Handgriffe eingeübt werden muss und nicht intuitiv richtig ausgeführt wird, um ein bestimmtes Verhalten des Mähers auszulösen.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Lenkung eines Motorgeräts vorzuschlagen, die ohne Üben richtig und leicht betätigt werden kann. Es ist ferner Aufgabe der Erfindung, eine Lenkung vorzuschlagen, die der Einsatzart des Geräts angepasst werden kann.
[0004] Bei einem Motorgerät mit einem linken und einem rechten motorisch angetriebenen Antriebsrad, einer Lenkstange und daran einem linken und einem rechten Handgriff zum zweihändigen Führen des Motorgeräts ist zur Erreichung einer an die Einsatzart des Motorgeräts angepasste Steuerung erfindungsgemäss eine elektronische Steuerung vorgesehen, welche zur Erfassung der elektrischen Signale eines linken und eines rechten Signalgebers, zur rechnerischen Umsetzung der Signale und 7iir Ansteuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit des linken und des rechten Antriebsrads ausgelegt ist. Durch die elektronische Umsetzung der elektrischen Signale ist es möglich, die für die Berechnung der Steuersignale notwendigen Parameter in einfacher Weise zu ändern. Mit der Änderung der Parameter kann z.B. die Beschleunigungskurve beim Anfahren oder die Verlangsamungskurve für die einzelnen Antriebsräder bei Betätigung der Signalgeber verändert werden. So ist z.B. beim Einsatz des Gerätes als Schneeschleuder oder Motorschubkarre eine sanfter ansteigende Beschleunigungskurve zweckmässig, hingegen beim Einsatz als Motormäher oder Schneepflug eine steiler ansteigende Beschleunigungskurve. In ähnlicher Art sind vorteilhaft auch die Geschwindigkeitsdifferenzen der Antriebsräder unterschiedlich anzusteuern, z.B. je nach Einsatz als Mäher, der gerade fahren und dabei sehr wendig sein muss, oder als Schneeschleuder, die auch einer leicht gekrümmten Strassenführung möglichst exakt folgen können muss.
[0005] Bei einem solchen Motorgerät ist vorteilhaft eine intuitiv bedienbare Steuerung erreicht, indem zur Ansteuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit des linken Antriebsrads beim linken Handgriff ein linker Signalgeber und zur Ansteuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit des rechten Antriebsrads beim rechten Handgriff ein rechter Signalgeber angeordnet ist, welche Signalgeber durch das Anwenden von Druck betätigbar sind und mit einem oder zwei Fingern einer mit den anderen Fingern den Handgriff haltenden Hand eines Geräteführers betätigbar sind. Durch die Trennung eines beim Handgriff angeordneten und mit einem oder zwei Fingern bedienbaren Signalgebers vom Handgriff ist das Verhalten des Motorgeräts intuitiv steuerbar. Durch Druck auf den Signalgeber wird das entsprechende Antriebsrad vorteilhaft bis hin zum Stillstand dieses Antriebsrades verlangsamt. Der Signalgeber kann ein drucksensitiver Taster, ein Schiebe- oder Drehschalter sein. Vorgezogen wird ein verschwenkbarer Hebel in der Art eines Bremshebels, wie er bei Zweirädern angewendet wird.
[0006] Vorteilhaft ist ein Handgriff um seine Achse verdrehbar, um als Geschwindigkeitsregler die Geschwindigkeit des Motorgeräts dem Drehwinkel entsprechend zu steuern. Diese Funktion eines Handgriffes ist seit Jahrzehnten bei Motorrädern bekannt und erweist sich als intuitiv bedienbar. Dabei ist die Geschwindigkeit höher, je weiter der Handgriff gegen den Uhrzeigersinn gedreht ist. Zur Umkehrung der Drehrichtung der Räder kann vorgesehen sein, den Handgriff im Uhrzeigersinn aus der Grundstellung zu verdrehen. Zweckmässiger ist dafür jedoch ein Kippschalter vorgesehen, und die Geschwindigkeit ist vorwärts und rückwärts in der gleichen Drehrichtung einstellbar.
[0007] Die Signalgeber sind zweckmässigerweise elektrische Signalgeber, deren Signale unterschiedliche Stärke innerhalb eines Signalstärkebereichs aufweisen können. Somit sind die Signale der Signalgeber und ihre Stärke über elektrische Leitungen der Steuerung zuführbar. Dies Steuerung verarbeitet diese Signale gemäss einem vorgegebenen Programm und steuert die Antriebsmotoren der Antriebsräder oder die Verteilung der Antriebskraft auf die einzelnen Räder. Dazu sind die Räder vorteilhaft hydraulisch oder elektrisch angetrieben.
[0008] Wenn der Geschwindigkeitsregler auch mechanisch die Geschwindigkeit des oder der Antriebsmotoren regeln kann, so ist er doch vorteilhaft ein elektrischer Regler. Sein Signal ist sodann der Steuerung zuführbar, um durch die Steuerung mit den Signalen der Signalgeber verrechnet zu werden. Dabei gibt der Geschwindigkeitsregler eine Grundgeschwindigkeit vor. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der einzelnen Antriebsräder wird aufgrund der Signale der Signalgeber von dieser Grundgeschwindigkeit ausgehend angepasst.
[0009] So ist es möglich, die Umdrehungsgeschwindigkeit eines Antriebsrades durch die Betätigung des entsprechenden Signalgebers lediglich zu reduzieren, oder zum Stillstand zu bringen, oder sogar die Drehrichtung des Antriebsrades umzukehren. Mit zunehmender oder abnehmender Signalstärke würde in letzterem Fall die Vorwärtsdrehung des Antriebsrades langsamer bis zum Stillstand, um dann in eine zuerst langsame und immer rascher werdende Rückwärtsdrehung überzugehen. Die Kurve, nach der die Geschwindigkeit des Rades gesteuert ist, kann dank der elektronischen Umsetzung der Signale gewählt werden.
[0010] Es ist aber auch möglich, dass die Betätigung eines Signalgebers sich nicht nur auf ein einzelnes Antriebsrad auswirkt, sondern auf beide. Wenn die Drehgeschwindigkeit des einen Rades verlangsamt wird, kann die des anderen Rades gleichzeitig z.B. erhöht werden.
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[0011] Die für die Berechnung von der elektronischen Steuerung angewandten Parameter sind vorteilhaft programmierbar. Dies gilt für die anzuwendenen Funktionen zur Umsetzung des Signals eines Signalgebers in ein Steuersignal zur Steuerung der Drehgeschwindigkeit der Antriebsräder. Es gilt aber auch für die relative Bewertung der Signale, wenn gleichzeitig beide Signalgeber betätigt werden. Bei einer gleichzeitigen und unterschiedlichen Betätigung der Signalgeber erhält die Steuerung zwei Signale mit unterschiedlicher Signalstärke. Für die Berechnung der Steuersignale geht die Steuerung vorteilhaft von der Differenz der beiden Signale aus. So ergeht bei gleichzeitiger und gleich starker Betätigung das gleiche Steuersignal von der Steuerung weg, wie wenn die Signalgeber nicht betätigt sind. Um die Drehgeschwindigkeit eines verlangsamten Antriebsrades zu erhöhen, also den gefahrenen Radius zu vergrössern, kann in der Folge die Signalstärke des betätigten Signalgebers in die eine Richtung oder die des anderen Signalgebers in die andere Richtung verändert werden.
[0012] Die Steuerung kann aber auch derart programmiert sein, dass die Signale der Signalgeber unabhängig voneinander in zwei Steuersignale für die beiden Antriebsräder umgesetzt werden. Dadurch kann das Motorgerät durch gleichzeitiges Betätigen beider Signalgeber verlangsamt und angehalten und sogar rückwärts gefahren werden.
[0013] Die Geschwindigkeit des Motorgeräts ist vorteilhaft unabhängig von der Drehzahl eines die Kraft liefernden Verbrennungsmotors geregelt. Für die Drehzahl des Motors ist zweckmässigerweise eine mechanische Einstellung der Treibstoffzufuhr, ein sogenanntes Handgas, vorgesehen. Dieses kann zentral an der Lenkstange angeordnet sein. Die Ge-
seine Achse drehbaren Handgriffs regelbar. Die Steuerung ist dabei zweckmässigerweise darauf ausgelegt, das Signal des Geschwindigkeitsreglers mit den Signalen der Signalgeber zu verrechnen.
[0014] Damit das Motorgerät sanfte Bewegungen ausführt, selbst wenn es in schwierigem Gelände eingesetzt wird, ist vorteilhaft vorgesehen, dass die Steuerung die eingehenden Signale bzw. die ausgehenden Steuersignale ausglättet. Der Zeitraum, über den dazu die Signalstärke ausgemittelt wird, kann einstellbar sein.
[0015] Bei Motorgeräten dieser Art kann es erwünscht sein, dass sie an Ort gewendet werden können. Dazu ist die Steuerung vorteilhaft derart ausgelegt, dass bei einer durch den Geschwindigkeitsregler vorgegebenen Geschwindigkeit unterhalb einer Grenzgeschwindigkeit die Drehrichtung eines Antriebsrades umkehrt, sobald das Signal des entsprechenden Signalgebers in einen bestimmten Signalstärkebereich fällt. Der Wert der Grenzgeschwindigkeit kann wählbar sein. Ebenso kann der Verlauf der Geschwindigkeitskurve von einer Vorwärtsdrehung über den Stillstand zur Rückwärtsbewegung programmierbar sein. Zu definieren ist auch, wie die Räder angetrieben werden, wenn beide Signalgeber entsprechend betätigt werden. In diesem Fall ist die Steuerung der Antriebsräder entsprechend der Differenz der der Steuerung vorliegenden Signale zweckmässig, damit das Gerät nicht unvermittelt rückwärts fährt. Diese Differenz gibt zweckmässigerweise die Geschwindigkeit der vor- und rückwärtsdrehenden Räder vor.
[0016] Um rückwärts fahren zu können ist vorteilhaft ein Rückwärtsschalter zum gleichzeitigen Umkehren der Drehrichtung beider Antriebsräder vorgesehen. Auch beim Rückwärtsfahren sind die Signalgeber betätigbar. Eine Betätigung eines Signalgebers wirkt sich vorteilhaft beim Rückwärtsfahren ebenfalls verlangsamend auf das entsprechende Antriebsrad aus. Der Rückwärtsschalter ist vorteilhaft ein Kippschalter, an dessen Stellung die eingestellte Fahrtrichtung eindeutig ablesbar ist.
[0017] Vorteilhaft ist der Rückwärtsschalter durch Ziehen bzw. Stossen an einem Handgriff betätigbar. Er kann aber auch als Kippschalter in Reichweite des Daumens einer am Handgriff haltenden Hand ausgeführt sein. Beides erlaubt seine Betätigung, ohne einen Handgriff loszulassen.
[0018] Vorschriftsmässig ist ein sogenannter Totmannschalter an einem der Handgriffe vorgesehen. Dieser stellt sicher, dass das Motorgerät anhält, sobald der Handgriff losgelassen wird. Der Totmannschalter ist zweckmässigerweise arretierbar, damit beim Anlassen des Motors keine Hand am Handgriff sein muss.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand von in den Figuren schematisch dargestellten Beispielen genauer erläutert. Es zeigt
Fig. 1 : ein erstes Ausführungsbeispiel einer Lenkstange eines Motorgeräts in der Aufsicht,
Fig. 2: den linken Handgriff der Lenkstange gemäss Fig. 1 in einer Seitenansicht,
Fig. 3: den rechten Handgriff gemäss Fig. 1 in einer Schaltstellung zum Rückwärtsfahren,
Fig. 4: ein zweites Ausführungsbeispiel einer Lenkstange eines Motorgeräts in der Aufsicht,
Fig. 5: eine perspektivische Darstellung eines Motormähers,
Fig. 6: eine perspektivische Ansicht der Lenkstange des Mähers gemäss Fig. 5,
Fig. 7: eine Detailansicht eines Steuerhebels an der Lenkstange gemäss Fig. 6.
Fig. 8: schematisch eine Motorschubkarre in der Seitenansicht,
Fig. 9: eine Aufsicht der Lenkstange der Motorschubkarre gemäss Fig. 8,
Fig. 10: eine Frontalansicht derselben Lenkstange.
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Fig. 11: eine Frontalansicht einer alternativen Lenkstange für eine Motorschubkarre.
[0020] In den unterschiedlichen Ausführungsbeispielen sind analoge Teile mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
[0021] In Fig. 1 ist schematisch eine Lenkstange 11 eines weiter nicht gezeichneten Motorgeräts dargestellt. Die Lenkstange 11 besitzt eine Mittelkonsole 13, einen linken Handgriff 15 und einen rechten Handgriff 17. Sie ist mit einem Schnellspanner 19 lösbar und feststellbar. In gelöstem Zustand ist sie verschwenkbar, um auf die Körpergrösse eines Geräteführers angepasst werden zu können.
[0022] Auf der Mittelkonsole 13 sind Bedienelemente angeordnet, die während dem Betrieb des Motorgeräts nicht oder kaum bedient werden müssen, nämlich ein Drehschalter für das Handgas 21, zur Voreinstellung der Motorendrehzahl, ein Betriebsstundenzähler 23 und ein Zündschloss 25. Anstelle des Zündschlosses kann auch ein Starterknopf vorgesehen sein, welcher den Vorteil hat, dass zu seiner Bedienung kein Schlüssel erforderlich ist.
[0023] Der linke Handgriff 15 ist unbeweglich an der Lenkstange 11 angeordnet. Er besitzt eine längliche Ausnehmung und einen in diese Ausnehmung passenden Totmannschalter 27. Ist der Totmannschalter 27 nicht gegen eine Federkraft in der Ausnehmung gehalten, sondern durch die Federkraft aus der Ausnehmung hinausgedrückt, so hält das Motorgerät an.
[0024] Ferner ist ein Notstoppschalter 29 vorgesehen, dessen Betätigung das Motorgerät inklusive seinen angetriebenen Werkzeugen, wie Schneeschleuder, Mähbalkon odor Bandmähor, sofort blockiert.
[0025] Unter dem Handgriff ist ein Signalgeber 31 für die Lenkung des Motorgeräts angeordnet. Wie aus der Fig. 2 ersichtlich, ist der Signalgeber 31 als Schwenkhebel ausgebildet, der mit dem Zeigefinger oder mit Zeige- und Mittelfinger der den linken Handgriff 15 haltenden Hand eines Geräteführers betätigt werden kann, ohne dass dazu der Handgriff 15 losgelassen werden muss.
[0026] Der rechte Handgriff 17 ist um seine Längsachse verdrehbar. Mit der Verdrehung wird ein Potentiometer betätigt. Das vom Potentiometer generierte Signal wird durch eine Steuerung in ein Steuersignal zur Steuerung der Drehgeschwindigkeit der Antriebsräder des Motorgeräts umgesetzt. Der rechte Handgriff 17 ist zudem entlang seiner Längsachse translatorisch verschiebbar. In einer vorderen Position, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist, ist die Drehrichtung der Antriebsräder vorwärts, in einer hinteren Position, wie in Fig. 3 dargestellt, rückwärts. Wenn auch die Drehrichtung des Handgriffes 17 zum Beschleunigen vorwärts und rückwärts gewechselt werden kann, so ist sie vorteilhaft wie mit den Pfeilen 35 dargestellt, gleichbleibend und im Gegenuhrzeigersinn.
[0027] Auch unter dem rechten Handgriff 17 ist ein Signalgeber 33 angeordnet. Dieser ist in seiner Ausbildung und in seiner Funktion analog zum Signalgeber 31, jedoch auf das rechte Antriebsrad bezogen.
[0028] In Fig. 4 ist eine Lenkstange 11 dargestellt, die sehr ähnlich ausgebildet ist wie die Lenkstange gemäss Fig. 1 bis 3. Im Unterschied zu dieser ist der Notstoppschalter 29 nicht ein mit der gesamten Hand zu betätigender Hebel, sondern als ein mit dem Daumen der linken Hand betätigbarer Schalter ausgebildet. Analog zum Notstoppschalter 29 ist beim rechten Handgriff 17 ein Rückwärtsschalter 37 angeordnet, der mit dem Daumen der rechten Hand betätigbar ist. Die Position des Notstoppschalters 29 und des Rückwärtsschalters 37 sind nach physiologischen Gesichtspunkten zu wählen, so dass sie leicht bedienbar sind.
[0029] Auf der Mittelkonsole 13 sind zusätzlich zu Handgas 21, Stundenzähler 23 und Zündschloss 25 drei Schalter angeordnet. Ein Kippschalter 39 ist für die Gerätebeleuchtung vorgesehen. Die anderen beiden Schalter 41 sind für weitere Funktionen frei. Eine solche Funktion ist beispielsweise die Umschaltung von automatischem Betrieb auf Handbetrieb bei einem Motorgerät mit einer Verschwenkung des Motors oder der Ladefläche je nach Querneigung des Geräts. Bei einem solchen Gerät ist bei Handbetrieb eine bestimmte Schwenkstellung über einen Schiebe- oder Kippschalter herbeiführbar.
[0030] In Fig. 5 ist ein einachsiger Motormäher dargestellt, der eine erfindungsgemässe Lenkstange 11 aufweist. Der Mäher ist ein Prototyp, dessen einzelne Merkmale sich noch bewähren müssen und entsprechend verbesserbar sind. Er weist einen zur Seite verschwenkbaren Motorblock auf. Der Motorblock umfasst neben einem Verbrennungsmotor auch wenigstens eine hydraulische Pumpe. Mit der Hydraulik werden über Schläuche zwei die Antriebsräder antreibende Hydraulikmotoren angetrieben. Es wird damit auch die Schwenkbewegung des Motorblocks ausgeführt und der Mähbalken angetrieben. Mit dem Motorblock wird auch die Lenksäule 43 gegenüber den Antriebsrädern 45,47 verschwenkt. Dadurch sind die Handgriffe 15, 17 unabhängig von der Geländeneigung immer etwa horizontal nebeneinander angeordnet und der Geräteführer kann aufrecht gehen und seine Arme beide gleich stark gebeugt oder gestreckt halten. Dies erleichtert die präzise Bedienung der Signalgeber 31, 33.
[0031] In Fig. 6 ist die Lenkstange des Mähers gemäss Fig. 5 im Detail dargestellt. Die Lenkstange 11 ist in der Lenksäule 43 winkelverstellbar befestigt. Zum Lösen und Feststellen der Lenkstange 11 ist ein Schnellspanner 19 vorgesehen. Die Lenksäule 43 endet oben in der Mittelkonsole 13. Auf der Mittelkonsole 13 sind die in den anderen Beispielen erwähnten Bedienungselemente angeordnet.
[0032] Im Schwenkbereich des Daumens eine das Gerät am Handgriff 15,17 haltenden Hand sind beim linken Handgriff 15 der Notstoppschalter 29 und beim rechten Handgriff der Rückwärtsschalter 37 angeordnet. Im Bereich des Zeige- und des Mittelfingers der Hand sind bei beiden Handgriffen 15,17 Signalgeberhebel 31, 33 angeordnet. Der Totmannschalter 27 ist von oben gegen den linken Handgriff 15 pressbar. Dieser Handgriff 15 besitzt dazu eine Ausnehmung, in die der
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Hebel des Totmannschalters 27 hineinpasst. Der Totmannschalter ist in der Aktivstellung arretierbar. Dazu dient ein in Aktivstellung des Totmannschalters betätigbarer Arretierknopf 49.
[0033] In Fig. 7 ist der rechte Handgriff 17 mit seinen Bedienelementen dargestellt. Der Handgriff 17 ist um seine Längsachse gegen eine im Gegenuhrzeigersinn wirkende Federkraft verdrehbar. Durch die Verdrehung wird ein Potentiometer 51 betätigt. Mit dem Potentiometer wird das der Steuerung zugeführte Signal dem Drehwinkel entsprechend verändert. Aufgrund des Signals stellt die Steuerung die Fahrgeschwindigkeit des Motormähers ein. In ähnlicher Weise gibt der Signalgeber 33 ein elektrisches Signal, das der Steuerung dazu dient, die Drehgeschwindigkeit des rechten Antriebsrades zu steuern. Damit im Handel erhältliche Teile zur Generierung des elektrischen Signals des Signalgebers 33 genutzt werden können, ist dieser folgendermassen aufgebaut. An der Lenkstange ist eine metallene Halterung 50 angeordnet. In der Halterung ist ein für Gaspedale von Autos hergestellter Potentiometer 53 montiert. Dieser besitzt eine drehbare Achse, von deren Drehstellung die Ausgangsspannung des Potentiometers abhängt. Diese Achse ist für diese Anwendung mit einem Zahnrad versehen. Im Zahnrad greift ein Zahnkranz des Betätigungshebels 55 des Signalgebers 33 ein. Der Betätigungshebel 55 ist an der Halterung 50 angelenkt. Der gesamte Arbeitsbereich des Potentiometers ist dank einem Verhältnis zwischen den Radien des Zahnrades und des Zahnkranzes von etwa 1 zu 6 nutzbar. Dabei macht der Hebel 55 eine Schwenkbewegung um einen Winkel von ca. 15 bis 20°. Der Hebel 55 ist gegen die Federkraft der Feder 57 verschwenkbar und schnellt losgelassen sofort in seine Grundstellung zurück.
[0034] Diese Ausführung des Signalgebers 33 ist eine wirtschaftlich interessante. Es sind aber auch andere Signalge-ber 33 vorstellbar und, falls in genügender Anzahl benötigt, auch speziell für diese Anwendung herstellbar. Als Signalgeber kommen sämtliche druckempfindlichen elektronischen Elemente in Frage, wie Schiebewiderstände, Drucksensoren, Druckschalter etc., deren Betätigung mit dem Zeigefinger, dem Mittelfinger oder dem Daumen einer Hand oder gar mit zwei oder drei dieser Finger gemeinsam betätigbar sind.
[0035] In Fig. 8 ist ein anderes Motorgerät dargestellt, nämlich eine Motorschubkarre mit Raupenantrieb. Ihre Lenkstange 11 ist als Bügel gestaltet, der zwei Handgriffe 15, 17 aufweist. Diese Handgriffe 15, 17 am Bügel sind nicht endständig an einer Lenkstange, sondern auf einer an den Enden am Motorgerät befestigten, bügeiförmigen Stange angeordnet. Die Bedienelemente sind sehr ähnlich wie bei den übrigen Ausführungsbeispielen.
[0036] Wie aus Fig. 9 und 10 ersichtlich, ist unter jedem Handgriff 15,17 ein Signalgeber 31,33 angeordnet. Diese können wie in Fig. 10 mit dem Zeigefinger bedienbar oder wie in Fig. 11 mit dem Daumen bedienbar sein. Je nachdem sind es Hebel, die um eine etwa horizontale oder eine etwa senkrechte Achse verschwenkbar sind. Zudem ist ein Notstopp 29 über die gesamte Breite der Lenkstange ausgebildet. Ferner ist beim linken Handgriff ein Totmannschalter 27 und auf der rechten Seite der Lenkstange ein Handgashebel 61 angeordnet. Anstelle des Handgashebels kann auch ein Hebel für eine elektronische Geschwindigkeitsvorgabe vorgesehen sein.
[0037] Wie der Mäher wird auch die Schubkarre mit den beiden Signalgebern gelenkt. Wird der rechte Signalgeber 33 betätigt, so schwenkt die Schubkarre nach rechts, wird der linke Signalgeber betätigt, schwenkt sie nach links. Die Lenkung wird herkömmlich durch unterschiedliche Geschwindigkeiten der Raupen erreicht, die über Antriebsräder angetrieben sind. Sichtbar ist in Fig. 8 lediglich das linke Antriebsrad 45.
[0038] In Fig. 12 ist die Steuerung 63 vereinfacht und schematisch dargestellt. Die Steuerung ist mit einer Stromversorgung versehen. Eingehende Signale, welche die Steuerung in Steuersignale umsetzt, erhält sie:
- vom Rückwärtsschalter 37; dieser bestimmt je nach seiner Schaltstellung die grundsätzliche Drehrichtung der Räder,
- vom linken Signalgeber 31, dessen Ausgangspannung in ein Ausgangssignal für die Drehgeschwindigkeit des linken Rades 45 eingerechnet wird,
- vom rechten Signalgeber 33, dessen Ausgangspannung in ein Ausgangssignal für die Drehgeschwindigkeit des rechten Rades 47 eingerechnet wird,
- vom Potentiometer 51 des Geschwindigkeitsreglers, z.B. des rechten Handgriffs 17, dessen Ausgangsspannung in ein Ausgangssignal für die Drehgeschwindigkeit beider Antriebsräder eingerechnet wird.
[0039] Ausgangssignale gehen an die Regler 65 bzw. 67 für den Antriebsmotor des linken bzw. des rechten Antriebsrades 45 bzw. 47. Zudem geht ein Ausgangssignal an eine Bremsfreigabe 69 zur Freigabe der Bremsen bei angetriebenen Rädern bzw. Blockierung der Bremsen bei ausbleibendem Radantrieb.

Claims (11)

Patentansprüche
1. Motorgerät mit einem linken und einem rechten motorisch angetriebenen Antriebsrad (45, 47), einer Lenkstange (11 ) und daran einem linken und einem rechten Handgriff (15, 17) zum zweihändigen Führen des Motorgeräts, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektronische Steuerung vorgesehen ist, welche zur Erfassung eines Signals eines linken und eines rechten Signalgebers (31, 33), zur rechnerischen Kombination der beiden Signale und zur Ansteuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit des linken und des rechten Antriebsrads (45, 47) entsprechend den Signalen der Signalgeber (31, 33) ausgelegt ist.
2. Motorgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Ansteuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit des linken Antriebsrads (45) beim linken Handgriff (15) der linke Signalgeber (31 ) und zur Ansteuerung der Umdrehungsgeschwindigkeit des rechten Antriebsrads (17) beim rechten Handgriff (17) der rechte Signalgeber (33) angeordnet
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ist, welche Signalgeber (31,33) durch das Anwenden von Druck betätigbar sind und mit einem oder zwei Fingern einer mit den andern Fingern den Handgriff (15,17) haltenden Hand eines Geräteführers betätigbar sind.
3. Motorgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Handgriff (17) um seine Achse verdrehbar ist, um als Geschwindigkeitsregler die Geschwindigkeit des Motorgeräts dem Drehwinkel des Handgriffes (17) entsprechend zu steuern.
4. Motorgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit des Motorgeräts mit einem elektrischen Geschwindigkeitsregler (51), insbesondere einem Potentiometer, in Form des um seine Achse drehbaren Handgriffs (17) regelbar ist, und sein Signal der Steuerung zuführbar ist, um darin mit den Signalen der Signalgeber (31, 33) verrechnet zu werden, und dass die Steuerung ausgelegt ist, um das Signal des Geschwindigkeitsreglers mit den Signalen der Signalgeber (31, 33) zu verrechnen.
5. Motorgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Signalgeber (31, 33) Potentiometer (53) sind.
6. Motorgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die von der elektronischen Steuerung für die Berechnung angewandten Parameter programmierbar sind.
7. Motorgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung die eingehenden Signale bzw. die ausgehenden Steuersignale ausplätten kann.
8. Motorgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung derart ausgelegt ist, dass bei einer durch den Geschwindigkeitsregler vorgegebenen Geschwindigkeit unterhalb einer Grenzgeschwindigkeit die Drehrichtung eines Antriebsrades (45,47) umkehrt, sobald das Signal des entsprechenden Signalgebers in einen bestimmten Signalstärkebereich fällt.
9. Motorgerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Rückwärtsschalter (37) zum gleichzeitigen Umkehren der Drehrichtung beider Antriebsräder (45, 47).
10. Motorgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückwärtsschalter durch Ziehen bzw. Stossen an einem Handgriff (17) betätigbar ist.
11. Motorgerät nach einen der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Motordrehzahl eines die Antriebskraft liefernden Verbrennungsmotors unabhängig von der Geschwindigkeitsregelung regelbar ist.
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