CH695694A5 - Kombiniertes Damen-/Herrenpissoir. - Google Patents
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Description
[0001] Die Erfindung betrifft ein kombiniertes Damen-/Herrenpissoir gemäss dem unabhängigen Patentanspruch 1.
[0002] In öffentlichen Toiletten sind Herren-Pissoirs weit verbreitet. Dabei haben sich einige wenige Ausführungsformen besonders verbreitet (z.B. an der Wand hängende Einzelpissoirs, die in der Regel auch separat spülbar sind; Sammelpissoirs, bei denen bis zum Boden reichende Rückwände vorgesehen sind, die am unteren Ende in eine Sammelrinne einmünden, bei denen die Spülung - so vorhanden - in der Regel automatisch erfolgt). Die zuletzt genannte Art befindet sich allerdings aus hygienischen Gründen mehr und mehr auf dem Rückzug.
[0003] Damenpissoirs sind hingegen praktisch überhaupt nicht verbreitet. Stattdessen kommen die üblichen Sitz-Toiletten zum Einsatz, bei denen sich die Damen in einer Kabine auf die Toilettenbrille setzen müssen.
Dies ist allerdings gerade in öffentlichen Toiletten für Damen sehr häufig mit erheblichen Unannehmlichkeiten verbunden. Zum einen bilden sich z.B. bei Massenveranstaltungen - frei nach Murphy - gerade dann, wenn der Harndrang am grössten ist, längere Schlagen vor den Toiletten. Mehrere Minuten Wartezeit sind die Folge. Zum anderen befinden sich häufig sowohl in den Kabinen als auch auf den Toilettenkörpern und den Toilettenbrillen Verunreinigungen, was teilweise noch dadurch begünstigt wird, dass bei einigen wenigen Damen in einer geschlossenen Kabine die Hemmschwelle für eine rücksichtlose Benutzung der Toilette im Hinblick auf nachfolgende Benutzerinnen sinkt.
Gelegentlich erfolgt daher dann der - allerdings zumeist nicht von Erfolg gekrönte - Versuch, sich nicht auf eine unsaubere Toilettenbrille abzusetzen, weil dies mit unhygienischen Kontakten verbunden sein könnte.
[0004] In neuerer Zeit ist ein Pissoir für Damen vorgeschlagen worden, was unter der Bezeichnung "Lady P." eingeführt wurde. Dabei handelt es sich vom grundsätzlichen Typ her um eine dem hängenden Einzelpissoir für Herren ähnliche Ausführungsform, die allerdings an die weibliche Anatomie besser angepasst ist und daher von dem Einzelpissoir für Herren erheblich abweicht. Während das hängende Einzelpissoir für Herren nämlich so beschrieben werden kann, dass sich von einem am unteren Ende angeordneten Auffangbecken eine Rückwand über eine recht erhebliche Distanz nach oben hin erstreckt, ist das beim Einzelpissoir für Damen gänzlich anders konzipiert.
Das Einzelpissoir "Lady P." erinnert eher an eine bodenfreie Sitz-Toilette, besteht also im Wesentlichen aus einem Auffangbecken ohne Toilettenbrille, wobei am wandseitigen Ende keine wesentlich nach oben weg sich erstreckende Rückwand vorgesehen ist, sondern stattdessen eine leicht schräg nach oben weisende grossflächige Keramikumrandung. Diese Keramikumrandung soll von der psychologischen Wirkung her ein Absitzen für die Dame unattraktiv erscheinen lassen. Das Auffangbecken des "Lady P."-Pissoirs ist allerdings schmaler ausgebildet als bei einer herkömmlichen Sitz-Toilette, da bei der Benutzung des "Lady P."-Pissoirs die Damen in einer leicht gebückten "Skifahrerhocke" berührungslos über dem Auffangbecken stehen und das Auffangbecken dabei zwischen den Beinen der Dame angeordnet ist.
Die "Skifahrerhocke" ist dabei nur leicht gebückt, damit die Belastung für die Knie nicht so hoch ist, weshalb das Auffangbecken höher aufgehängt sein muss als bei einer herkömmlichen Sitz-Toilette.
[0005] Während es sich bei dieser Ausführungsform um einen der bisher in sehr geringer Zahl vorliegenden Vorschläge für ein Pissoir für Damen handelt, ist ein derartiges Pissoir für Herren ungeeignet.
[0006] Nach wie vor gibt es also keinen einzigen Typ von Pissoir, welcher sich sowohl für Damen als auch für Herren eignet. Hier setzt die vorliegende Erfindung an, deren Aufgabe es ist, genau ein solches Pissoir vorzuschlagen, das sowohl für Damen als auch für Herren geeignet ist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Pissoir, wie es im unabhängigen Patentanspruch 1 vorgeschlagen ist, gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Pissoirs ergeben sich aus den Merkmalen der abhängigen Patentansprüche. Besonders vorteilhaft wird die Aufgabe durch eine kombinierte Damen-/Herren-Pissoirkabine gelöst, welche beispielsweise als "stand-alone"-System ausgebildet sein kann und sich somit für Veranstaltungen eignet, auf denen keine festinstallierten Pissoirs vorgesehen sind.
[0008] Insbesondere umfasst das erfindungsgemässe kombinierte Damen-/Herrenpissoir eine in der aufrechten Standposition eines männlichen Benutzers von durchschnittlicher Grösse etwa hüfthoch reichende Rückwand und ebenso hohe Seitenwände, die sich im Wesentlichen bis zu einer vorderen Begrenzung des Pissoirs erstrecken.
Die vordere Begrenzung des Pissoirs wird durch eine Frontwand mit einer Höhe von mindestens zwei Drittel der Kniehöhe einer weiblichen Benutzerin von durchschnittlicher Grösse gebildet und begrenzt zusammen mit der Rückwand und den Seitenwänden ein konkaves Auffangbecken. Am unteren Ende desselben ist ein Auslass für den Urin vorgesehen.
[0009] Durch die Höhe der Rückwand ist das Pissoir für Herren geeignet, andererseits reicht die Frontwand des Pissoirs bis auf mindestens zwei Drittel der Kniehöhe einer Dame von durchschnittlicher Grösse, sodass das Pissoir an seiner vorderen Begrenzung einen guten Spritzschutz aufweist und auch für weibliche Benutzerinnen geeignet ist, die in einer leicht gehockten Stellung (leichte "Skifahrerhocke") ihre Notdurft verrichten können. In einer nur leicht gehockten Stellung ist die Belastung der Knie vergleichsweise gering.
Aus hygienischer Sicht ist natürlich besonders wichtig, dass die Damen zu keinem Moment mit dem Pissoir in Berührung kommen (allenfalls, wenn sie sich festhalten möchten, wie weiter unten noch erläutert wird). Es ist selbstverständlich und bedarf keiner ausdrücklichen Erwähnung, dass das Pissoir eine ausreichende Breite aufweisen muss, damit es auch für Damen geeignet ist, da ja der Oberkörper der Damen bei der leicht gehockten Stellung (leichte "Skifahrerhocke") wenigstens teilweise zwischen die Seitenwände und über das Auffangbecken ragt, während männliche Benutzer des Pissoirs in gewohnter Weise stehend ihre Notdurft verrichten können. Grundsätzlich ist aber auf diese Weise die Herstellung bzw.
Bereitstellung von nur einem Typ von Pissoir für Damen und Herren erforderlich.
[0010] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Pissoirs sind in den Seitenwänden ausfahrbare Haltegriffe vorgesehen. Diese dienen dazu, den Damen in der leicht gehockten Stellung eine Haltemöglichkeit zu bieten.
[0011] Wenngleich es nicht absolut zwingend ist, weil ja am unteren Ende des Auffangbeckens ein Auslass vorgesehen ist, durch welchen der Urin unmittelbar ablaufen kann, so wird doch in aller Regel eine Einrichtung zum Zuführen einer Spülflüssigkeit, z.B. Wasser, vorgesehen sein.
Diese Einrichtung zum Zuführen einer Spülflüssigkeit kann insbesondere einen Spülwasseranschluss sowie eine Einrichtung zum Auslösen des Spülvorgangs umfassen (die z.B. manuell betätigbar sein kann oder automatisch, z.B. sensorisch, angesteuert wird).
[0012] Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Pissoirs ist am oberen Ende der Rückwand ein Waschbecken vorgesehen. Dies ermöglicht der Dame oder dem Herrn, gleich an Ort und Stelle anschliessend die Hände zu waschen. Bevorzugt reicht das Waschbecken nicht bis zur vorderen Begrenzung des Pissoirs heran, sondern endet relativ zur vorderen Begrenzung des Pissoirs zurückversetzt.
Da die Dame bei der Verrichtung ihrer Notdurft in leicht gehockter Stellung über dem Auffangbecken steht, wobei der Oberkörper der Dame eben zwischen die Seitenwände des Pissoirs hineinragt, bietet das zurückversetzte Waschbecken hier eine noch grössere räumliche Freiheit für den Oberkörper, bzw. behindert das Einnehmen oder Auflösen der leicht gehockten Stellung nicht.
Vorteilhaft ist es auch, wenn der Auslass des Waschbeckens so ausgebildet und angeordnet ist, dass das Abwasser des Waschbeckens an der Rückwand und/oder den Seitenwänden des Pissoirs entlang geführt wird und somit gleich als Spülflüssigkeit für das Pissoir verwendet wird.
[0013] Bei einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Pissoirs ist an der Frontwand ein Trittbrett vorgesehen, welches bevorzugt aus der Frontwand nach vorne ausfahrbar, vorzugsweise ausklappbar, ausgebildet ist. Das Trittbrett ermöglicht einerseits, dass die Höhe der Rückwand bzw. der Frontwand - unabhängig von den sonstigen räumlichen Gegebenheiten - genau auf die Standposition der Dame bzw. des Herrn abgestimmt ist.
Ausserdem können auf einem solchen Trittbrett auch Fussabdrücke aufgebracht werden (die dann natürlich für Damen und Herren jeweils in die entgegengesetzte Richtung zeigen), die der Dame bzw. dem Herrn als Anhaltspunkt zur Einnahme einer günstigen Position dienen können.
[0014] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Pissoirs ist unterhalb des Auslasses für den Urin ein Sammelbehältnis vorgesehen, mit welchem der Auslass in Verbindung steht. Das Sammelbehältnis ist geruchsdicht verschlossen. Eine derartige Ausführung eignet sich in besonderer Weise als "stand-alone"-System (z.B. auch als transportables Pissoir), bei welchem im Anschluss an eine mehrfache Benutzung (z.B. auf einer Veranstaltung) das Sammelbehältnis entleert werden kann.
Ein Teil des Sammelbehältnisses kann dabei vor das Auffangbecken vorstehen und ein Trittbrett bilden.
[0015] Ein Einbau des erfindungsgemässen Pissoirs, welches nach einer der zuvor erläuterten Varianten ausgebildet sein kann, in eine Kabine stellt eine kombinierte Damen-/Herren-Pissoirkabine dar, welche eine Kabine und ein Pissoir aufweist. Die Kabine kann nach vorne hin offen sein, sodass mehrere solcher Kabinen nebeneinander in einer öffentlichen Toilette angeordnet werden können, sie kann aber auch nach vorne hin geschlossen sein (durch eine Tür). Eine solche geschlossene Kabine kann beispielsweise auf einer Veranstaltung aufgestellt werden und von Damen und Herren benutzt werden, wobei gleichzeitig eine abgeschlossene Kabine zur Verfügung steht.
Wenngleich solche abgeschlossenen Kabinen gelegentlich die Hemmschwelle für eine rücksichtslose Verschmutzung (die manchmal zwar unbeabsichtigt erfolgt, dann aber von dem Verursacher/der Verursacherin nicht beseitigt wird) im Hinblick auf nachfolgende Benutzer/Benutzerinnen herabsetzen, ist das erfindungsgemässe Pissoir so ausgebildet, dass eine unbeabsichtigte Verschmutzung zumindest einigermassen unwahrscheinlich ist.
[0016] Bei einem Ausführungsbeispiel einer solchen Pissoirkabine können dabei in der Seitenwand der Kabine Haltegriffe vorgesehen sein anstelle der Haltegriffe in den Seitenwänden des Pissoirs.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
<tb>Fig. 1<sep>ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Pissoirs in einer perspektivischen Ansicht von vorne,
<tb>Fig. 2<sep>das Ausführungsbeispiel des Pissoirs aus Fig. 1 in Schnittdarstellung mit einem männlichen Benutzer,
<tb>Fig. 3<sep>das Ausführungsbeispiel des Pissoirs aus Fig. 1 in Schnittdarstellung mit einem weiblichen Benutzer,
<tb>Fig. 4<sep>ein Ausführungsbeispiel einer geschlossenen Pissoirkabine mit einem weiblichen Benutzer,
<tb>Fig. 5<sep>einen Schnitt entlang der Linie V-V durch die Pissoirkabine aus Fig. 4 (ohne Benutzer) und
<tb>Fig. 6<sep>drei nach vorne offene Pissoirkabinen in einer Schnittdarstellung ähnlich Fig. 5.
[0018] Bei dem in Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen kombinierten Damen-/Herrenpissoirs 1 erkennt man im Wesentlichen eine Rückwand 10, zwei Seitenwände 11 und 12 sowie eine Frontwand 13 des Pissoirs. Die Seitenwände 11, 12 erstrecken sich bis zur vorderen Begrenzung des Pissoirs 1, die durch die Frontwand 13 gebildet wird. Die Frontwand 13 begrenzt zusammen mit den Seitenwänden 11, 12 und der Rückwand 10 ein Auffangbecken 14, an dessen unterem Ende ein Auslass 140 für den Urin vorgesehen ist. Der Auslass 140 kann an eine Entsorgungsleitung angeschlossen sein, welche hier nicht dargestellt ist.
[0019] Weiterhin erkennt man, dass in den Seitenwänden 11, 12 ausfahrbare Haltegriffe 110, 120 vorgesehen sind.
Die Funktion dieser Haltegriffe 110, 120 wird besonders gut aus Fig. 3 ersichtlich, in der auch die Position einer Dame beim Verrichten der Notdurft angedeutet ist. Da die Dame dabei in einer leicht gehockten Position ("Skifahrerhocke") steht, kann sie sich zur Erleichterung an den beiden ausgefahrenen Haltegriffen 110, 120 festhalten. Für Herren sind diese Haltegriffe ohne Bedeutung, ein Herr wird die Haltegriffe 110, 120 daher bei der Benutzung des Pissoirs 1 auch nicht ausfahren. Die Position eines Herrn beim Verrichten seiner Notdurft ist dementsprechend in Fig. 2 angedeutet.
[0020] Bei dem Ausführungsbeispiel in Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3 ist ein Trittbrett 15 vorgesehen, welches an der Frontwand 13 vorgesehen ist, und zwar ist dieses Trittbrett prinzipiell nach vorne ausfahrbar und im vorliegenden Fall ausklappbar.
Auf dieses Trittbrett 15 kann die Dame oder der Herr treten, so dass sie bzw. er in Bezug auf das Pissoir 1 stets auf einer relativ zum Pissoir 1 wohl definierten Höhe steht, unabhängig von den sonstigen örtlichen Gegebenheiten um das Pissoir 1 herum.
[0021] In Fig. 2 und in Fig. 3 erkennt man weiterhin noch eine Einrichtung zum Zuführen einer Spülflüssigkeit, die sich hier lediglich in einem Wasseranschluss 16 erschöpft, aber je nachdem noch eine Einrichtung zum manuellen Auslösen der Spülung bzw. einen Sensor zum automatischen Auslösen der Spülung umfassen kann (ist hier jedoch nicht dargestellt).
[0022] Weiterhin erkennt man ein am oberen Ende der Rückwand 10 vorgesehenes Waschbecken 17 mit einer Armatur 170, sodass sich die Dame bzw. der Herr nach Beendigung der Verrichtung der Notdurft die Hände waschen kann.
Dieses Waschbecken 17 reicht nicht bis zur vorderen Begrenzung des Pissoirs 1 heran, sondern endet relativ zur vorderen Begrenzung des Pissoirs 1 zurückversetzt. Dies ist insofern vorteilhaft, als ein derartiges Waschbecken 17 die räumliche Freiheit vergrössert und damit insbesondere Damen das Einnehmen und Auflösen der leicht gehockten Stellung erleichtert.
[0023] Der Auslass des Waschbeckens 17 ist so ausgebildet und angeordnet, dass das Abwasser des Waschbeckens 17 als Spülflüssigkeit für das Pissoir 1 verwendet werden kann und an der Rückwand 10 und den Seitenwänden 11,12 entlang geführt wird, wie dies durch die entsprechenden gestrichelten Pfeile unmittelbar unterhalb des Waschbeckens 17 angedeutet ist.
Vorzugsweise ist jedoch zusätzlich zu dieser "Abwasserspülung" des Waschbeckens 17 noch eine separate Spülung des Pissoirs 1 vorgesehen.
[0024] Handelt es sich bei dem Pissoir 1 gemäss Fig. 1-3 um ein transportables Pissoir, so werden zum Zwecke des einfacheren Transports die Haltegriffe 110, 120 eingefahren und das Trittbrett 15 wird hochgeklappt in die dafür vorgesehene Ausnehmung in der Frontwand 13. Gegebenenfalls kann auch die Armatur 170 so ausgebildet sein, dass sie in das Waschbecken 17 hinein einklappbar ist, sodass das Pissoir 1 dann nach aussen hin durch eine quaderförmige Kontur begrenzt ist und vergleichsweise einfach transportiert werden kann, ohne dass etwas beschädigt werden kann.
[0025] In Fig. 4 und Fig. 5 ist eine geschlossene Pissoirkabine 2 mit einem Pissoir 1 dargestellt.
In der Pissoirkabine 2 ist ein Pissoir 1 angeordnet, welches im Prinzip so ausgebildet sein kann wie anhand von Fig. 1-3 beschrieben. Allerdings ist das Pissoir 1, welches in Fig. 4 dargestellt ist, ohne Waschbecken dargestellt, es kann jedoch selbstverständlich auch ein Waschbecken umfassen. Unterhalb des Auslasses 140 am unteren Ende des Auffangbeckens 14 ist ein Sammelbehältnis 18 angeordnet. Der Auslass 140 steht mit diesem Sammelbehältnis 18 in Verbindung, wobei das Sammelbehältnis 18 geruchsdicht verschlossen ist. Zu diesem Zweck ist in Fig. 4 eine Klappe 1800 angedeutet, die stellvertretend für einen geruchsdichten Verschluss steht. Ansonsten erkennt man in Fig. 2 noch, dass die Pissoirkabine 2 über ein Fenster 20 zur Belichtung verfügen kann, sowie über eine Entlüftungsöffnung 21 bekannter Art.
Anstelle der Haltegriffe 110, 120 (Fig. 1) können an den Seitenwänden der Pissoirkabine 2 fest installierte Haltegriffe vorgesehen sein, was durch den gestrichelt angedeuteten Haltegriff 210 in Fig. 4 angedeutet ist. Alternativ könnten natürlich auch die ausklappbaren Haltegriffe 110, 120 in den Seitenwänden 11, 12 des Pissoirs vorgesehen sein und zusätzlich dazu die fest installierten Haltegriffe 210, 220, damit das Pissoir 1 von seiner Bauart her gegenüber dem Pissoir 1 aus Fig. 1-3 nicht verändert werden muss. Gleiches gilt für das Waschbecken 17 (Fig. 1), wie oben bereits erwähnt.
[0026] Zu erwähnen ist bei dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 4 noch, dass das Trittbrett 15 aus Fig. 1-3 hier durch einen Teil 180 des Sammelbehältnisses 18 gebildet wird, der vor das Auffangbecken 14 des Pissoirs 1 vorsteht.
Beispielsweise können auf diesem vorstehenden Teil 180 des Sammelbehältnisses 18 Fussabdrücke 181 (Fig.5) vorgesehen sein, die der Benutzerin/dem Benutzer als Vorschlag für eine gute Standposition dienen sollen.
[0027] Eine Pissoirkabine 2 gemäss Fig. 4 ist besonders auch als "stand-alone"-System geeignet, also als "selbständige" transportable Pissoirkabine, die ggf. am Aufstellungsort nur an einen Wasseranschluss angeschlossen zu werden braucht (sofern eine Spülung und/oder ein Waschbecken vorgesehen sein soll) und dann sofort einsatzbereit ist.
[0028] Schliesslich sind in Fig. 6 weitere erfindungsgemässe Pissoirkabinen mit erfindungsgemässen Pissoirs dargestellt, und zwar in Form von mehreren - hier: drei - in einer Reihe angeordneten und nach vorne hin offenen Pissoirkabinen 3, die unmittelbar aneinander grenzen.
Die Pissoirkabinen 3 sind ähnlich den Pissoirkabinen 2 aus Fig. 4 ausgebildet (z.B. Haltegriffe 310, 320), allerdings sind sie nach vorne hin offen, d.h. es ist keine Tür vorhanden. Dies ist insofern vorteilhaft, als bei nach vorne offenen Pissoirs bei den Benutzerinnen und Benutzern die Hemmschwelle steigt, ein verunreinigtes Pissoir zurückzulassen. Ausserdem sind derartige Pissoirkabinen auch weniger aufwendig (die Kabine ist weniger hoch und die Tür fehlt, es ist nur eine Trennwand zur Nachbarkabine erforderlich etc.). Derartige nach vorne offene Pissoirs erscheinen speziell dann als sinnvolle Lösung, wenn die Toilettenräume geschlechtsspezifisch getrennt sind (also getrennte Damen- und Herrentoilettenräume vorgesehen sind).
Claims (12)
1. Kombiniertes Damen-/Herrenpissoir (1) mit einer in der aufrechten Standposition eines männlichen Benutzers von durchschnittlicher Grösse etwa hüfthoch reichenden Rückwand (10) und ebenso hohen Seitenwänden (11, 12), die sich im Wesentlichen bis zu einer vorderen Begrenzung des Pissoirs erstrecken, welche durch eine Frontwand (13) mit einer Höhe von mindestens zwei Drittel der Kniehöhe einer weiblichen Benutzerin von durchschnittlicher Grösse gebildet wird, und welche zusammen mit der Rückwand (10) und den Seitenwänden (11, 12) ein konkaves Auffangbecken (14) begrenzen, an dessen unterem Ende ein Auslass (140) für den Urin vorgesehen ist.
2. Pissoir nach Anspruch 1, bei welchem in den Seitenwänden (11, 12) ausfahrbare Haltegriffe (110, 120) vorgesehen sind.
3. Pissoir nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem eine Einrichtung (16) zum Zuführen einer Spülflüssigkeit, z.B. Wasser, vorgesehen ist.
4. Pissoir nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem am oberen Ende der Rückwand (10) ein Waschbecken (17) vorgesehen ist.
5. Pissoir nach Anspruch 4, bei welchem das Waschbecken (17) nicht bis zur vorderen Begrenzung des Pissoirs heranreicht, sondern relativ zur vorderen Begrenzung des Pissoirs zurückversetzt endet.
6. Pissoir nach einem der Ansprüche 4 oder 5, bei welchem der Auslass des Waschbeckens (17) so ausgebildet und angeordnet ist, dass das Abwasser des Waschbeckens (17) an der Rückwand (10) und/oder den Seitenwänden (11, 12) des Pissoirs entlang geführt wird und somit als Spülflüssigkeit für das Pissoir verwendet wird.
7. Pissoir nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem an der Frontwand (13) ein Trittbrett (15) vorgesehen ist.
8. Pissoir nach Anspruch 7, bei welchem das Trittbrett (15) aus der Frontwand (13) nach vorne ausfahrbar, vorzugsweise ausklappbar, ausgebildet ist.
9. Pissoir nach einem der vorangehenden Ansprüche, bei welchem unterhalb des Auslasses (140) für den Urin ein Sammelbehältnis (18) vorgesehen ist, mit welchem der Auslass (140) in Verbindung steht, wobei das Sammelbehältnis geruchsdicht verschlossen ist.
10. Pissoir nach Anspruch 9, bei welchem ein Teil des Sammelbehältnisses (18) vor das Auffangbecken (14) vorsteht und ein Trittbrett bildet.
11. Kombinierte Damen-/Herren- Pissoirkabine (2, 3) mit einer Kabine und einem Pissoir (1) gemäss einem der vorangehenden Ansprüche.
12. Pissoirkabine nach Anspruch 11, bei welcher an der Seitenwand der Kabine (2, 3) Haltegriffe (210, 220; 310, 320) vorgesehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH16332002A CH695694A5 (de) | 2002-09-30 | 2002-09-30 | Kombiniertes Damen-/Herrenpissoir. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH16332002A CH695694A5 (de) | 2002-09-30 | 2002-09-30 | Kombiniertes Damen-/Herrenpissoir. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH695694A5 true CH695694A5 (de) | 2006-07-31 |
Family
ID=36691659
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH16332002A CH695694A5 (de) | 2002-09-30 | 2002-09-30 | Kombiniertes Damen-/Herrenpissoir. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH695694A5 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2009024861A1 (es) * | 2007-08-01 | 2009-02-26 | Franco, Mariana | Urinario portatil que comprende un prisma hueco de base rectangular en cuya superficie fronatl se sitúa una concavidad de borde sobresaliente en u que hace las veces de urinario cuyo fondo se comunica a un lavamanos superior ovalado y hacia el interior del prisma a traves de un agujero inferior |
| CN105019536A (zh) * | 2015-07-28 | 2015-11-04 | 佛山市恒洁卫浴有限公司 | 恒压环洗小便斗 |
| CN105421561A (zh) * | 2015-08-31 | 2016-03-23 | 徐旭东 | 一种立式节水小便池 |
| WO2016207696A1 (es) * | 2015-06-24 | 2016-12-29 | Lara Rodríguez Miguel | Mingitorio ecológico integrado con céspol y carcasa externa |
| DE102024121215A1 (de) * | 2024-07-25 | 2026-01-29 | Mannert Verwaltung - Beratung GmbH | Toilettenkabine |
-
2002
- 2002-09-30 CH CH16332002A patent/CH695694A5/de not_active IP Right Cessation
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| DE102024121215A1 (de) * | 2024-07-25 | 2026-01-29 | Mannert Verwaltung - Beratung GmbH | Toilettenkabine |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PFA | Name/firm changed |
Owner name: KATRIN BECHTLER Free format text: KATRIN BECHTLER#DUFOURSTRASSE 20#8008 ZUERICH (CH) -TRANSFER TO- KATRIN BECHTLER#DUFOURSTRASSE 20#8008 ZUERICH (CH) |
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| PL | Patent ceased |