CH695992A5 - Verfahren zur Kennzeichnung von Bauteilen und Informationsträger hierfür - Google Patents
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Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kennzeichnung von Bauteilen. Weiter bezieht sie sich auf einen Informationsträger zur Ausführung dieses Verfahrens. [0002] Im Innenausbau, wie beispielsweise im Küchenbau oder beim Bau von Badezimmereinrichtungen sowie auch im Ladenbau, Möbelbau, der Herstellung vom Türen, Halbfabrikaten und dergleichen, werden zunächst Bauteile hergestellt und teilweise auf Vorrat gelagert. Häufig handelt es sich dabei um rohe Platten, sei es aus Vollholz, Schichtholz Sperrholz oder als Spanplatten, die erst bei Bestellungseingang mit den gewünschten Kanten und dem gewünschten Deck-Furnier versehen und zum Einbau fertiggestellt werden. Zur Erkennung der verschiedenen Bauteile ist deren Kennzeichnung erforderlich. Bisher werden im vorgenannten Bereich Klebeetiketten verwendet, die eine Kennzahl oder einen maschinenlesbaren Strichcode aufweisen. Die plattenförmigen Bauteile durchlaufen gewöhnlich mehrere Verarbeitungsschritte. Dazwischen und am Ende der Produktion müssen sie identifizierbar sein, da es sonst zu Fehlfertigungen und Falschlieferungen kommt. Das bringt es mit sich, dass sie mehrmals mit dem ihnen zugeordneten Erkennungsetikett zu versehen sind. Ausser dem Nachteil eines mehrmaligen Arbeitsaufwandes, wobei es gerne auch zu Fehletikettierungen kommt, behindern die Klebeetiketten den Arbeitsprozess. Sie stören beim Schleifen oder beim Aufbringen des Deck-Furniers und ähnlichen Arbeitsschritten. [0003] Andere Kennzeichnungsarten, wie sie beispielsweise in der Forst- und Holzwirtschaft zur Signierung von Holz, insbesondere von gefällten Baumstämmen verwendet werden, sind für obige Anwendung noch weniger geeignet. Gewöhnlich handelt es sich um Plättchen, die an ihrer einen Seite mit Widerhaken versehene Befestigungsspitzen aufweisen, welche in den Baumstamm zu treiben sind. An der nach aussen zu richtenden Seite des Plättchens ist die gewünschte Kennzeichnung bzw. Zahlenkombination angebracht. In jüngster Zeit werden hier auch maschinenlesbare Streifen angeordnet, wie sie beispielsweise von Kreditkarten her bekannt sind. Diese Kennzeichnung bezieht sich meistens auf die Holzart, Güteklasse und dergleichen. Dadurch lässt sich das Holz beim Verladen, beim Transport und im Sägewerk identifizieren. Die Plättchen bestehen meistens aus weichem Kunststoff, um Beschädigungen der Maschinen im Sägewerk vorzubeugen. Danach ist das Plättchen zerstört. Diese Kennzeichnung ist für den eingangs beschriebenen Verwendungszweck in jedem Fall unbrauchbar. [0004] Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse setzt sich die Erfindung die Aufgabe, ein Verfahren zur Kennzeichnung von Bauteilen und einen Informationsträger zur Ausführung dieses Verfahrens zu schaffen, die eine zuverlässige Identifizierung durch mehrere Verarbeitungsschritte hindurch ermöglichen, ohne dass dafür ein nennenswerter Mehraufwand und/oder eine Behinderung während des Arbeitsprozesses in Kauf genommen werden muss. [0005] Das erfindungsgemässe Verfahren entspricht den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1. Der Informationsträger entspricht dem Patentanspruch 8. Weitere vorteilhafte Ausbildungen des Erfindungsgedankens sind aus den abhängigen Patentansprüchen ersichtlich. [0006] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der schematischen Zeichnung näher beschrieben. <tb>Fig. 1<sep>zeigt einen kleinen Ausschnitt eines Bauteils mit der Kennzeichnung; <tb>Fig. 2<sep>zeigt das Bauteil nach Fig. 1 während eines Verarbeitungsschrittes; <tb>Fig. 3<sep>zeigt dasselbe Bauteil nach einem weiteren Verarbeitungsschritt; <tb>Fig. 4<sep>zeigt das Anbringen der Kennzeichnung. [0007] Beim Bauteil 1, von dem hier nur ein kleiner Ausschnitt dargestellt ist, handelt es sich beispielsweise um ein plattenförmiges Bauteil 1 einer Einbauküche. Dies kann eine Seiten-, eine Zwischenwand, eine Schrankfront oder dergleichen sein. Ein Bauteil 1 also, das von der auf das ungefähre Endmass zugeschnittenen Platte bis zum eingebauten Möbelteil, je nach gewünschter Endausstattung, eine ganze Reihe von Arbeitsschritten durchlaufen wird. [0008] Zur Identifizierung dieses Bauteils 1 ist eine Kennzeichnung mittels eines Informationsträgers 2 vorgesehen. Dieses ist nicht an der Oberfläche 3 des Bauteiles 1 angebracht, sondern in dessen Körper 4 eingepflanzt. Hier ist sie in einem in den Körper 4 des Bauteils 1 eingebrachten Loch oder Schlitz 5 eingesteckt. Das Loch oder der Schlitz 5 kann in eine der beiden Flächen des plattenförmigen Bauteils 1 oder, was von Vorteil sein kann, in eine Kante eingebracht werden. Vorzugsweise steckt dabei der Informationsträger 2 so tief in dem Loch oder Schlitz 5, dass ein Abstand 6 zur Oberfläche 3 des Bauteils 1 gegeben ist. Auf visuellem oder optischem Weg ist die Kennzeichnung in dieser Lage nicht ablesbar. Der Informationsträger 2 ist daher so ausgebildet, dass dessen Codierung auf elektromagnetischem Weg 7 von einem Erfassungsgerät 8 erkennbar ist. [0009] Zu diesem Zweck besteht der Informationsträger 2 mindestens teilweise aus einem metallischen, magnetischen Material. Er kann auch aus einem die Daten speichernden Chip bestehen oder einen solchen aufweisen. In jedem Fall sollen die Daten des Informationsträgers 2 durch das Erfassungsgerät 8 mit Abstand und auch ohne Sichtkontakt erkennbar sein. [0010] Durch den Abstand 6 zur Oberfläche 3 des Bauteils 1 ist, wie in Fig. 2 schematisch dargestellt, auch eine maschinelle Bearbeitung dieser Oberfläche 3 möglich, ohne dass der Informationsträger 2 Schaden nimmt. Beispielsweise kann das Bauteil 1 ohne weiteres mittels einer Schleifmaschine 9 kalibriert, d.h. auf Normdicke geschliffen werden. Entsprechend kann das Bauteil aber auch auf die exakte Normbreite und -länge geschliffen oder gehobelt werden. Das Bauteil 1 bleibt in jedem Fall identifizierbar. Lediglich der Abstand 6 zwischen dem Informationsträger 2 und der Oberfläche 3 des Bauteils 1 wird sich geringfügig verringern. [0011] Weiter kann nach Fig. 3 auch ein Deck-Furnier 10 auf den Körper 4 des Bauteils 1 aufgebracht werden, ohne das dies dessen Identifizierbarkeit beeinträchtigt. Selbstverständlich kann auch ein beliebiger anderer Belag aufgeleimt oder eine sonstige Deckschicht aufgebracht werden, bis hin zu einer Lackierung. Ebenso können Holzleisten an die Kanten geklebt werden. Auch wenn der Informationsträger 2 in diesem Bereich liegt, wird er durch das Erfassungsgerät 8 erkannt werden. [0012] Zur Anordnung des Informationsträgers 2 im Bauteil 1 kann zunächst das Loch bzw. der Schlitz 5 mit einem Säge-, Bohr- oder Stanzwerkzeug eingebracht werden. Der Informationsträger 2 ist danach problemlos hineinzuschieben. Möglich ist es aber auch, ohne vorherige Vorbereitung eines Loches oder Schlitzes 5, den Informationsträger 2 mittels eines geeigneten Werkzeuges in den Körper 4 des Bauteils 1 zu schlagen oder zu treiben, beispielsweise mit einem Hammer, dessen Schlagfläche eine Aufnahme für den Informationsträger 2 aufweist. Schliesslich kann der Informationsträger 2 auch mit Hilfe einer Schiess- oder Schiebeinrichtung 11, beispielsweise mittels Druckluft, in den Körper 4 des Bauteils 1 geschossen bzw. getrieben werden. In letzteren beiden Fällen kann der Informationsträger 2 in Nagel- oder Bolzenform vorgesehen sein. Die Montage des Informationsträgers 2 ist auf diese Weise besonders einfach und rationell durchführbar. [0013] Sowohl während der in verschiedenen Schritten, möglicherweise sogar in verschiedenen Werkhallen oder Werkstätten ablaufenden Fertigung als auch bei der Zwischen- und Endlagerung kann das Bauteil 1 jederzeit mittels eines tragbaren Erfassungsgerätes 8 sicher identifiziert werden. Die Daten können problemlos in den Computer der Produktionsüberwachung, der Lagerverwaltung, der Auftragsverarbeitung, ja sogar der Buchhaltung eingespiesen werden. Auf diese Weise lassen sich durch Verwechslungen entstehende Fehler von der Fertigung bis zur Rechnungsstellung vermeiden. [0014] Besonders vorteilhaft ist schliesslich, dass durch die erfindungsgemässe Kennzeichnung das Bauteil 1 selbst nach längerer Zeit, also beispielsweise in einem Garantiefall, problemlos identifizierbar ist. Und dies, ohne dass an seinem Äusseren eine störende Markierung zu sehen wäre. [0015] Es liegt im Rahmen der Erfindung, den Informationsträger 2 oder das Verfahren zu dessen Anbringen im Einzelnen auch anders auszubilden als vorgehend beschrieben.
Claims (10)
1. Verfahren zur Kennzeichnung von Bauteilen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Informationsträger (2) in den Körper (4) des zu kennzeichnenden Bauteiles (1) eingebracht wird, in welcher Lage der Informationsträger (2), bzw. die von ihm getragenen Informationen, mittels eines Erfassungsgerätes (8) erkennbar ist/sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2) so tief in den Körper (4) des Bauteils (1) eingebracht wird, dass ein Abstand (6) zu dessen Oberfläche (3) gegeben ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in das Bauteil (1) ein Loch oder Schlitz (5) eingebracht wird, in den der Informationsträger (2) einzustecken ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Loch oder der Schlitz (5) mit einem Säge-, Bohr- oder Stanzwerkzeug eingebracht wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2) mit Hilfe eines Werkzeuges in den Körper (4) des Bauteils (1) geschlagen oder getrieben wird, beispielsweise mit einem Hammer, dessen Schlagfläche eine Aufnahme für den Informationsträger (2) aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2) mit Hilfe einer Schiess- oder Schiebeinrichtung (11), beispielsweise mittels Druckluft, in den Körper (4) des Bauteils (1) geschossen oder getrieben wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsträger (2) mittels des Erfassungsgerätes (8) elektromagnetisch lesbar ist.
8. Informationsträger zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieser so ausgebildet ist, dass die von ihm getragenen Informationen mittels eines Erfassungsgerätes (8) erkennbar sind.
9. Informationsträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die von ihm getragenen Informationen mittels des Erfassungsgerätes (8) elektromagnetisch erkennbar sind.
10. Informationsträger nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass er in Nagel- oder Bolzenform ausgebildet ist, mit dem Zweck, ihn mittels eines Werkzeugs oder mittels einer Schiess- oder Schiebeinrichtung (11) in den Körper (4) des Bauteils (1) schiessen oder treiben zu können.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01626/02A CH695992A5 (de) | 2002-09-27 | 2002-09-27 | Verfahren zur Kennzeichnung von Bauteilen und Informationsträger hierfür |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01626/02A CH695992A5 (de) | 2002-09-27 | 2002-09-27 | Verfahren zur Kennzeichnung von Bauteilen und Informationsträger hierfür |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| CH695992A5 true CH695992A5 (de) | 2006-11-15 |
Family
ID=37189917
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH01626/02A CH695992A5 (de) | 2002-09-27 | 2002-09-27 | Verfahren zur Kennzeichnung von Bauteilen und Informationsträger hierfür |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH695992A5 (de) |
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2002
- 2002-09-27 CH CH01626/02A patent/CH695992A5/de not_active IP Right Cessation
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