CH696603A5 - Erstellung eines Auftragsdatensatzes für eine zu analysierende Probe. - Google Patents

Erstellung eines Auftragsdatensatzes für eine zu analysierende Probe. Download PDF

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CH696603A5
CH696603A5 CH00374/04A CH3742004A CH696603A5 CH 696603 A5 CH696603 A5 CH 696603A5 CH 00374/04 A CH00374/04 A CH 00374/04A CH 3742004 A CH3742004 A CH 3742004A CH 696603 A5 CH696603 A5 CH 696603A5
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CH00374/04A
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Thomas Fuehrer
Robert Schossleitner
Original Assignee
Ams Engineering Sticht Ges M B
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    • G16INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR SPECIFIC APPLICATION FIELDS
    • G16HHEALTHCARE INFORMATICS, i.e. INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR THE HANDLING OR PROCESSING OF MEDICAL OR HEALTHCARE DATA
    • G16H10/00ICT specially adapted for the handling or processing of patient-related medical or healthcare data
    • G16H10/40ICT specially adapted for the handling or processing of patient-related medical or healthcare data for data related to laboratory analysis, e.g. patient specimen analysis

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Description


  [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erstellung eines Auftragsdatensatzes für zumindest eine, in einem Labor zu analysierende Probe entsprechend den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruches 1.

[0002] Im Allgemeinen ist es bekannt, dass die Analyse einer Probenentnahme in einem zentralen Grosslabor bzw. in Laborgemeinschaften erfolgt, wozu der Auftraggeber einen, die Laboranforderungen angebenden Auftragsschein ausstellen muss, der zusammen mit einem die Probenentnahme beinhaltenden Probenbehälter an das Labor übergeben wird. Die zu den Untersuchungen festgestellten Labor- bzw. Analyseergebnisse werden üblicherweise in schriftlicher oder mündlicher Form dem Arzt übermittelt.

   Probenbehälter zur zwischenzeitlichen Aufbewahrung von einer Probenentnahme werden vor oder nach der Entnahme mit einem Datenträger, insbesondere 1D-Barcode, versehen, über welchen der Probenbehälterinhalt eindeutig dem vom Auftraggeber übermittelten Auftragsschein und einem System, beispielsweise einem Patienten, unverwechselbar zugeordnet ist. Diesem Datenträger werden dann auch die Analyseergebnisse zugeordnet.

   Nach wie vor ist hierbei jedoch eine grosse Verwechslungsgefahr bei der Zuordnung zwischen Auftragsschein, Probenbehälter und Analyseergebnisse gegeben, insbesondere unter Berücksichtigung dessen, dass in derartigen Grosslabors täglich mehrere tausend derartiger Probenbehälter abgearbeitet werden.

[0003] Um die Gefahr der Verwechslung von Proben bei der "Massenabfertigung" von Patienten entgegenzuwirken, wurden im Stand der Technik verschiedenste Systeme vorgeschlagen.

[0004] So ist z.B. aus der WO 94/22 580 A ein Verfahren bekannt, bei dem aus Daten einer sogenannten Patientenkarte, verbunden mit Daten aus einem Datenspeicher eines zentralen Computers, Etiketten zusammen mit verschiedensten Listen, wie Anforderungslisten der gewünschten Parameter, erzeugt werden.

   Diese Etiketten werden unmittelbar auf den Probenbehälter aufgeklebt und enthalten einerseits Informationsdatenfelder mit maschinenlesbaren Daten, die mittels unverwechselbaren Identifikationscodes eine automatische Sortierung im Labor ermöglichen und andererseits einen zweiten maschinenlesbaren Code, in dem die für die Probe auszuführenden Untersuchungen angegeben sind, aber keinen Einfluss auf die Sortierung haben. Über weitere an der Etikette aufgebrachte numerische oder alphanumerische Zeichenketten können Detailinformationen vom Menschen lesbar entnommen werden.

   Durch die extrem hohe Anzahl von Informationen bzw. der hohen Datendichte ergibt sich der Nachteil, dass ein Grossteil der Oberfläche des Probenbehälters abgedeckt ist und unter Umständen die optische Kontrolle der Probe selbst nur schwer bzw. überhaupt nicht mehr möglich ist und sind mit hohen Anschaffungskosten verbundene, komplizierte Leseeinrichtungen erforderlich, die, um die Ablesegenauigkeiten zu bewahren, mit speziellen Bewegungs- und Orientierungsmechanismen in der Lesestation ausgestattet sein müssen.

[0005] Weiters ist aus der DE 19 955 729 A1 ein Kommunikationssystem für das Zusammenwirken von medizinischen Laboratorien und ärztlichen Behandlungseinrichtungen bekannt, bei dem alle beteiligten Laboratorien und Behandlungseinrichtungen über eine Datenübertragungseinrichtung mit einer zentralen Laborzentraldatenbank vernetzt sind.

   Die benötigten Patienten- und Untersuchungsdaten werden an einem Eingangsmodul einer Dateneingabeeinrichtung bei der Behandlungseinrichtung erfasst und über die Laborzentraldatenbank koordiniert dem zuständigen Labor über eine Datenausgabeeinrichtung im zuständigen Labor avisiert. Die bereits vorgebuchten Untersuchungsaufträge werden beim Eintreffen der Probe im Labor aktiviert. Nach Abschluss der Untersuchungen werden die Untersuchungsdaten über die Datenübertragungseinrichtung an die Behandlungseinrichtung übermittelt.

   Nachteilig ist, dass sowohl die benötigten Patientendaten als auch die Untersuchungsdaten an das Labor übermittelt werden und dadurch Inkonsistenzen (Widersprüche) in der Datenverwaltung infolge der redundanten Datenverwaltung der Patientendaten beim Auftraggeber und Labor entstehen können.

[0006] Aus der WO 01/20 532 A ist ein Datenmanagement für ein Labor bekannt, bei dem ein Probenbehälter mit einem unverwechselbaren Identifikationscode (CI) und Patientencode (CP) ausgestattet und zur Analyse einer in diesem enthaltenen Probe in einen Laborbereich überstellt wird. Der Identifikations- und Patientencode sind durch einen maschinenverarbeitbaren Barcode gebildet. Im Laborbereich werden sowohl Identifikations- als auch Patientencode ausgelesen und verarbeitet, wobei der Patientencode für die Analyse der Probe im Laborbereich ungenutzt bleibt.

   Dadurch ist im Laborbereich ein Datentransfer von für die Analyse der Probe nicht relevanten Daten zwingend erforderlich, was die Komplexität der Datenverwaltung im Laborbereich erhöht.

[0007] Ein datenverarbeitungsfähiger Probenträger mit zwei Bereichen ist aus der DE 19 736 470 A1 bekannt, deren erster Bereich zur Aufnahme der Probe bestimmt ist und deren zweiter Bereich zur Identifizierung der Probe dient, wobei der zweite Bereich mit einer beschreibbaren und lesbaren, elektronischen Schaltung, beispielsweise einen Smart-Chip, ausgestattet ist.

[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren bereitzustellen, mit welchem eine effizientere Datenverarbeitung und eine hohe Verfahrenssicherheit bei der Analyse der Probe erreicht werden kann.

[0009] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst.

   Der sich ergebende Vorteil ist darin zu sehen, dass alle zur Abwicklung eines Auftrages erforderlichen Daten zu einem einheitlichen maschinenverarbeitbaren Auftragsdatensatz verarbeitet bzw. zusammengefasst sind und sich aus diesem Grund bei der weiteren Verarbeitung dieser Daten eine Zugriffszeitverkürzung ergibt, da nicht mehrere unterschiedliche Datenformate bzw. Darstellungen von Daten verarbeitet oder unterschiedliche Speichermedien ausgelesen bzw. abgefragt werden müssen.

   Ferner ist von Vorteil, dass die Daten des Systems, beispielsweise die Patientendaten, nur beim Auftraggeber erfasst, verarbeitet, aufbereitet oder verändert und in einer Datenverwaltungseinrichtung, insbesondere einer Datenbank, abrufbar abgespeichert werden und für das System eine Identifikationsnummer festgelegt wird, über die auf die Daten des Systems, beispielsweise den Nachnamen, Vornamen, das Geburtsdatum, den Status, z.B. Rentner, Mitversicherter, etc., zurückgegriffen werden kann. Somit wird aber mit dem Auftragsdatensatz nur die Identifikationsnummer des Systems an das Labor weitergeleitet und nicht die Gesamtheit aller hinter dieser Identifikationsnummer hinterlegten Daten.

   Mit anderen Worten werden nur die für die weitere Analyse der Probe erforderlichen und eine eindeutige Zuordnung der Probe bzw. des Probenbehälters zu dem System und Auftraggeber zulassende Auftragsdaten an das Labor oder einem Zentralverwalrungssystem übermittelt, was eine Reduzierung der Datenmenge im Labor oder in einem Zentralverwaltungssystem mit sich bringt.

[0010] Durch die Massnahme in Anspruch 2 wird der Vorteil erzielt, dass in der weiteren Verwendung eines Probenbehälters beispielsweise Daten betreffend Produktionsstandort, Ablaufdatum, Dimensionierung oder Produktionszeitpunkt berücksichtigt werden können.

   Darüber hinaus ist es auch möglich, dass dem Auftraggeber durch den Informationskatalog der zumindest eine, zu verwendende Probenbehälter vorgeschlagen wird und dadurch das Entnehmen einer Probe in einem dazu nicht geeigneten Probenbehälter wirkungsvoll verhindert wird.

[0011] An einer Vorgehensweise gemäss Anspruch 3 ist der Vorteil erkennbar, dass der Auftraggeber auf spezielle Entnahmebedingungen, beispielsweise eine bestimmte Entnahmetemperatur oder ein bestimmter Entnahmeort oder ein bestimmter Zustand des Systems, aus welchem die Probe gezogen werden soll, hingewiesen wird bzw. der Auftraggeber auf die Rücksichtnahme auf bestimmte Faktoren aufmerksam gemacht wird.

[0012] Möglich und sehr vorteilhaft ist auch ein Vorgehen gemäss der Massnahme im Anspruch 4.

   Da zu fast allen zu untersuchenden Proben eine Vielzahl von möglichen zu bestimmenden Parametern vorliegt, ist es von grosser Wichtigkeit, dem Auftraggeber die üblichen bzw. empfehlenswerten zu bestimmenden Parameter vorzugeben, um dem Auftraggeber gegebenenfalls eine sehr zeitaufwendige Recherche in Fachliteratur zu ersparen.

   Beispielsweise können bei der Analyse von Blut mehrere tausend Parameter bestimmt werden und selbst der auf diesem Fachgebiet tätige Fachmann wird nicht alle möglichen Parameter bzw. durchzuführenden Tests im Einzelnen genau kennen und es ist aus diesem Grund sehr wichtig, dem Auftraggeber einen Vorschlag zu unterbreiten, welche Parameter zu bestimmen sind.

[0013] Durch die Massnahme gemäss Anspruch 5 wird der Vorteil erzielt, dass weitere Informationen, welche bei der Probenbehandlung, Probenlagerung, Probenverarbeitung bzw. dem Probenversand wichtig sind bzw. eine zu erwartende Wartezeit bis zum Erhalt von Analyseergebnissen dem Auftraggeber bekannt gegeben werden können.

[0014] Möglich ist auch eine Ausgestaltung gemäss Anspruch 6. Der sich daraus ergebende Vorteil ist darin zu sehen, dass der Informationskatalog speziell auf Anforderungen bzw.

   Möglichkeiten eines bestimmten Labors angepasst werden kann, wodurch fehlgeschlagene Zustellungen von Proben zu einem Labor, welches die Analyseanforderungen nicht durchführen kann, vermieden bzw. die zu analysierenden Proben in einer für das Labor verarbeitbaren Form vom Auftraggeber versandt werden.

[0015] Der Vorteil von einem Vorgehen gemäss Anspruch 7 ist darin zu sehen, dass die durch den Informationskatalog vorgeschlagenen Daten ergänzt bzw.

   verändert werden können und dadurch der Auftraggeber Sonderwünsche oder Extraanforderungen an das Labor sehr einfach erfassen kann, wodurch eine Akzeptanz von Seiten des Auftraggebers gesteigert werden kann.

[0016] Durch eine Verfahrensweiterbildung gemäss Anspruch 8 wird der Vorteil erzielt, dass auch der Auftraggeber auf dem Auftragsdatensatz hinterlegt ist und dadurch beispielsweise bei der Feststellung gewisser Parameter der Probe, insbesondere bei ansteckenden Krankheiten und dgl., der Auftraggeber unverzüglich davon informiert werden kann.

[0017] Eine verbesserte Verfahrenssicherheit bei der Analyse von Proben wird durch die Massnahme nach Anspruch 9 erreicht.

[0018] Sind die Daten des Probenbehälters im Auftragsdatensatz miterfasst, wie im Anspruch 10 beschrieben, können auch diese Daten in der weiteren Verarbeitung,

   insbesondere Verteilung oder Analyse der Proben im Labor automatisch berücksichtigt werden.

[0019] Gemäss Anspruch 11 ist in vorteilhafter Weise die Auftragsnummer Inhalt der Daten des Probenbehälters.

[0020] Durch die Massnahme gemäss Anspruch 12 wird der Vorteil erzielt, dass verschiedene aus dem Stand der Technik bekannte und praxiserprobte Datenträger zur Speicherung des Auftragsdatensatzes herangezogen werden können und dadurch die Störungsunanfälligkeit bei Lese- bzw. Schreibzyklen erhöht werden kann.

   Diese Datenträger sind ein Magnetstreifen, Chip, Transponder, Auftragsschein, eine wiederbeschreibbare Kunststoffkarte, eine Diskette oder eine CD-ROM.

[0021] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Datenträgers bzw. vorteilhafte Orte, diesen zu platzieren, sind in den Ansprüchen 13 bis 15 beschrieben.

[0022] Der Vorteil, welcher sich durch die Verfahrensausgestaltung gemäss Anspruch 16 ergibt, ist darin zu sehen, dass als Interpretationssprache die in Deutschland für einen derartigen Verwendungszweck übliche Sprache herangezogen wird.

[0023] Vorteilhaft ist auch die Massnahme nach Anspruch 17, da aufgrund der über die Behälterdaten ermöglichten Benutzerführung Verwechslungen der Probenbehälter nahezu ausgeschlossen werden können.

   Es ist damit auch eine Vereinfachung der Handhabbarkeit dieser Probenbehälter erreichbar, indem dem Auftraggeber menügesteuerte Optionen für weitere Verfahrensschritte angeboten werden. Es ist auf diese Weise möglich, insbesondere für den Fall, dass der Probenbehälter ein Blutabnahmeröhrchen ist, dass dem Auftraggeber entsprechende Vorgaben durch das Rechnersystem unterbreitet werden und die Dateneingabe lediglich durch Bestätigung dieser erfolgen kann. Mit der Erfassungseinrichtung können die gegebenenfalls für die Erzeugung des Auftragsdatensatzes erforderlichen Behälterdaten automatisch eingelesen werden, so dass ein manuelles Eingeben der Behälterdaten entfallen kann.

   Natürlich ist es auch möglich, dass nach dem Erfassen der Behälterdaten ein Steuer-und/oder Verarbeitungsprogramm geöffnet wird, aus dem mögliche Verwendungen eines Probenbehälters ersichtlich werden. Dadurch wird der Vorteil erzielt, dass für einen Probenbehälter abgefragt werden kann, für welche Verwendungen dieser geeignet ist, wodurch zu lange Lagerzeiten von Probenbehältern, die normalerweise ein Ablaufdatum aufweisen, wirkungsvoll verhindert werden.

[0024] Die Massnahme nach Anspruch 18 ist von Vorteil, wonach im ersten Verfahrensschritt im menügesteuerten Programm, insbesondere Steuer- und Verarbeitungsprogramm, die Testanforderungen über die Eingabevorrichtung manuell eingegeben oder über die Erfassungseinrichtung elektronisch erfasst, die Daten aus dem Informationskatalog bereitgestellt, eine Identifikationsnummer festgelegt,

   die in der Datenbank bereits vorab abgespeicherten Daten des Systems, beispielsweise die Patientendaten, wie Vorname, Nachname, Geburtsdatum etc., aus der Datenbank ausgelesen oder vom Auftraggeber über die Eingabevorrichtung manuell eingegeben oder über die Erfassungseinrichtung aus einer Chipkarte elektronisch erfasst und gegebenenfalls zu diesem Auftrag eine Auftragsnummer vom Rechnersystem erstellt werden.

   Nach Abschluss des ersten Verfahrensschrittes werden in einem weiteren Verfahrensschritt vom Rechnersystem die Testanforderungen, Identifikationsnummer, Daten des Systems und gegebenenfalls die Auftragsnummer zu einem gemeinsamen, einheitlichen, maschinenverarbeitbaren Auftragsdatensatz vollautomatisch zusammengefasst bzw. verarbeitet.

[0025] Möglich ist auch ein Vorgehen gemäss Anspruch 19, wodurch der Vorteil erzielt wird, dass die Bedeutung aller Daten unverwechselbar feststeht und es damit nahezu ausgeschlossen ist, dass Daten vorhanden sind, deren Bedeutung nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann.

[0026] Der Vorteil, welcher sich durch eine Vorgehensweise gemäss Anspruch 20 ergibt, ist darin zu sehen, dass zur Eingabe der Analyseanforderung bzw. zur Ausgabe des Informationskataloges kein zusätzliches Programm bzw.

   zusätzliche Software erforderlich ist, sondern diese Daten auf einer Internetseite, insbesondere auf einer die Benutzeroberfläche darstellenden HTML-Seite eingegeben bzw. ausgelesen werden können, wobei lediglich sichergestellt sein muss, dass das Rechnersystem einen Internetzugang, also einen HTML-Browser, welcher sich der HTTP-Markup Language bedient, aufweist.

[0027] Durch das Vorgehen gemäss Anspruch 21 ist vorteilhaft sichergestellt, dass in dem Informationskatalog vorhandene Daten aktuell sind, wobei diese Daten von einer oder mehreren Wartungsstellen verändert werden können.

[0028] Durch eine Verfahrensweiterbildung gemäss Anspruch 22 wird der Vorteil erzielt, dass Daten vom Labor, wie beispielsweise Analyseergebnisse,

   auf sehr schnellem Weg dem Auftraggeber übermittelt werden.

[0029] Die Erfindung wird im Nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.

[0030] Es zeigen:
<tb>Fig. 1<sep>ein Probenmanagementsystem für eine zwischen einem Auftraggeber und einem Labor zu handhabende Probe mit physischer Datenübermittlung in fliessbildlicher, schematischer Darstellung;


  <tb>Fig. 2<sep>einen Datenträger, insbesondere einen Auftragsschein, in schematischer Darstellung;


  <tb>Fig. 3<sep>ein Probenmanagementsystem für eine zwischen einem Auftraggeber und einem Labor zu handhabende Probe mit insbesondere internetbasierender Datenübermittlung in fliessbildlicher, schematischer Darstellung.

[0031] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäss auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können.

   Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäss auf die neue Lage zu übertragen.

[0032] Die Fig. 1 zeigt in fliessbildlicher Darstellung ein Probenmanagementsystem, ausgehend von der Erfassung eines Laborauftrages beim Auftraggeber 1, insbesondere Arztpraxis, Krankenstation, Hauskrankenpfleger etc., Forschungszentrum für Bodenökologie bis hin zur Analyse von Proben in einem Labor 2. Dazu werden Proben aus einem System, insbesondere aus einem biologischen und/oder chemischen und/oder technischen System, z.B. Mensch, Tier oder chemische bzw. technische Anlagen, entnommen.

   Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der folgenden Ausführungsbeispiele beschrieben, wobei vorab darauf hingewiesen wird, dass diese für den Schutzumfang nicht limitierend zu verstehen sind. Insbesondere wird davon ausgegangen, dass es sich bei dem Auftraggeber 1 um eine Person, insbesondere einen Arzt, handelt. Natürlich kann der Auftraggeber 1 auch durch einen Ökologen etc. gebildet werden. Von einem sich an den Auftraggeber 1, z.B. Arzt, wendenden Patienten 3 werden in einem Rechnersystem 4, z.B. PC, Patientendaten über eine Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 eingegeben bzw. erfasst bzw. übermittelt.

   Die Ein-und/oder Ausgabevorrichtung 5 ist durch einen PC gebildet und weist diese Mittel zur manuellen und/oder automatischen Eingabe von Patientendaten und eine Speichereinrichtung oder eine Datenverwaltungseinrichtung zur Abspeicherung oder Verwaltung derselben sowie Mittel zur Ausgabe von zumindest den in der Speichereinrichtung oder in der Datenverwaltungseinrichtung abrufbar hinterlegten Patientendaten, auf. Die Mittel zur Eingabe können durch ein Bedienfeld, z.B. Touch-Screen, Tastatur etc., oder, wie dargestellt, durch ein Terminal 6, insbesondere eine Leseeinrichtung, z.B. Kartenlesegerät, Transponderlesegerät, Barcodelesegerät, Scanner, etc., gebildet werden. Wie nicht weiters dargestellt, kann das Terminal 6 auch einen integralen Bauteil der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 bilden.

   Das Terminal 6 bildet eine eigene Baueinheit und ist beispielsweise im Eingangsbereich einer Arztpraxis angeordnet und können die mittels dem Terminal 6 aus einer Patientenkarte ausgelesene Patientenidentifikationsnummer und/oder ausgelesenen persönlichen Patienteninformationen bzw. Patientendaten über eine Datenleitung 8 an die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 übermittelt werden. Die persönlichen Patienteninformationen bzw. Patientendaten sind beispielsweise durch den Nachnamen, Vornamen, Geburtsdatum, Geschlecht, Rasse, Status, z.B. Rentner, Mitversicherter, etc. und die Patientenidentifikationsnummer durch den Versicherungsträger, Sozialversicherungsnummer, etc. gebildet.

   Die erstmals erfassten Patientendaten werden in der Datenverwaltungseinrichtung 9 hinterlegt, so dass ausschliesslich durch Eingabe der Patientenidentifikationsnummer der Patient 3 eindeutig identifiziert wird. Die in strichpunktierten Linien in der Fig. 1 dargestellte und über die Verbindungsleitung 8 datenübertragungsfähig verbundene Datenverarbeitungseinrichtung 9 ist durch eine Arztstammdatenbank gebildet.

[0033] Anderenfalls kann das Terminal 6 auch biometrische Sensoren aufweisen, welche zur Authentizitätsprüfung des Patienten 3 auf in der Speicher- oder Datenverwaltungseinrichtung abrufbar hinterlegte Daten bzw. Merkmale des über die Patientenidentifikationsnummer identifizierten Patienten 3 zurückgreift, und kann somit auf einfache Art und Weise eine eindeutige Identifizierung des Patienten innerhalb des Rechnersystems 4 vorgenommen werden.

   Dazu ist es lediglich erforderlich, beispielsweise aus der Patientenkarte eine Versicherungsnummer abzulesen, wobei die dieser Versicherungsnummer zugeordneten, weiteren persönlichen Patienteninformationen aus der Speicher- und/oder Datenverwaltungseinrichtung automatisch an der Ausgabevorrichtung 5 angezeigt werden. Durch diese eindeutige Zuordnung, beispielsweise der Versicherungsnummer zu den in der Datenverwaltungseinrichtung 9 hinterlegten Daten des Patienten 3, kann der Aufwand zur Erfassung der Patientendaten erheblich verringert werden, da es genügt, die persönlichen Daten des Patienten 3 ein einziges Mal zu registrieren und nur im Falle der Änderung von persönlichen Daten, eine Aktualisierung derselben in der Datenverwaltungseinrichrung 9 vorzunehmen. Identifikationsdaten des Arztes, z.B.

   Vor- und Zunamen, die Kassennummer, etc., sind ebenfalls in der Speichereinrichtung oder Datenverarbeitungseinrichtung 9 bzw. Arztstammdatenbank abgespeichert bzw. abrufbar hinterlegt.

[0034] Wie in der Fig. 1 in strichpunktierten Linien angedeutet, kann eine weitere Datenverwaltungseinrichtung 10, insbesondere eine Datenbank (Metadatenbank), vorgesehen werden, die zur Übermittlung der aus der Datenverwaltungseinrichtung 10 ausgelesenen Daten an die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 über die Datenleitung 8 mit der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 verbunden ist. Die Datenverwaltungseinrichtungen 9, 10 bilden in dieser Ausführung einen integralen Bauteil des Rechnersystems 4.

   In dieser weiteren Datenverwaltungseinrichtung 10 bzw. weiteren Datenbank, die beim Auftraggeber 1 vorgesehen ist, sind für durch beispielsweise dem Arzt durchzuführende Probenentnahmen eine Vielzahl von Verdachtsdiagnosen, insbesondere Krankheitsbilder, und/oder Analyseanforderung zugehörige bzw. zugeordnete Informationskataloge abrufbar hinterlegt bzw. abgespeichert, um nach Eingabe zumindest einer Verdachtsdiagnose, z.B. Herzinfarkt, und/oder zumindest einer Analyseanforderung, z.B. grosses Blutbild, mittels dem Rechnersystem 4 automatisch eine Verbindung zu der Datenbank aufgebaut, sowie der der Verdachtsdiagnose und/oder der Analyseanforderung zugeordnete Informationskatalog ermittelt und der über die Ausgabevorrichtung 5 des Rechnersystems 4 vorgeschlagen bzw. veränderbar vorgegeben wird.

   Aufgrund der eingegebenen Verdachtsdiagnose und/oder Analyseanforderung wird die vom Informationskatalog vorgeschlagene zumindest eine Art der zu entnehmenden Probe, z.B. Blutprobe, ausgegeben. Zu dieser Probe sind im Weiteren vom Labor 2 Grössen bzw. Parameter, z.B. Cholesterinwerte, zu analysieren. Für die einfachere Verarbeitung der Eingabe der Verdachtsdiagnose und/oder Analyseanforderung können für diese vordefinierbare Kennungen, z.B. Kennziffer etc., vergeben werden. Die Eingabe der Verdachtsdiagnose und/oder der Analyseanforderung wird über an der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 angegebenen zumindest einen Benutzeroberfläche, z.B. Bildschirmmaske, durchgeführt. Welche Art von Daten im Informationskatalog enthalten sind bzw. wie die einzelnen Verfahrensschritte durchgeführt werden können, wird in der nachfolgenden Beschreibung dargelegt.

   So ist es vorgesehen, dass die Patientendaten in ein Rechnersystem 4 manuell oder automatisch übernommen werden, Testanforderungen für das Labor 2 generiert werden, wobei ein einer Analyseanforderung und/oder Verdachtsdiagnose zugeordneter Informationskatalog vorgeschlagen wird, dessen Daten gegebenenfalls ergänzt oder verändert werden und aus zumindest einem Teil der ergänzten oder veränderten Daten die Testanforderungen generiert werden und von zumindest einem für die Probenentnahme festgelegten Probenbehälter 13 Behälterdaten bestimmt werden und aus der Gesamtheit aller dieser Daten ein gemeinsamer, einheitlicher, maschinenverarbeitbarer Auftragsdatensatz durch das Rechnersystem 4 erstellt wird.

[0035] Die somit vom Rechnersystem 4 vorgeschlagenen bzw.

   aus der Datenbank 10 ausgelesenen Informationskataloge und/oder vom Arzt ergänzte oder veränderte Daten aus dem Informationskatalog werden zu Testanforderungen für das Labor 2 generiert und werden diese in dem Rechnersystem 4 mit der Systemidentifikationsnummer, z.B. Patientenidentifikationsnummer, Forschungszentrumidentifikationsnummer, Krankenstationsidentifikationsnummer etc. und mit über eine Erfassungseinrichtung 11 ermittelte Behälterdaten und/oder mit auftraggeberspezifischen Identifikationsdaten, z.B.

   Standort des Arztes, Abteilung in einem Spital, Name, Anschrift des Arztes und/oder Identifikationsdaten von einer Person, welche die Probe entnimmt etc., zu zumindest einem Auftragsdatensatz miteinander verknüpft, die über die Ausgabevorrichtung 5 am Bildschirm eines PCs angezeigt oder über eine Druckereinrichtung 12 ausgegeben und/oder auf einem nicht weiters dargestellten physischen Datenträger, insbesondere Magnetstreifen und/oder Chip und/oder Transponder und/oder wiederbeschreibbare Kunststoffkarte oder Diskette, CD, Auftragsschein, abgespeichert bzw. abrufbar hinterlegt werden. Diese Testanforderung bzw. der Auftragsdatensatz werden auf einem Datenträger, insbesondere physischen Datenträger, z.B. Auftragsschein etc., hinterlegt bzw. abgespeichert oder auf elektronischen Wege über ein globales oder lokales Datennetz, z.B.

   Internet oder Intranet, wie in der Fig. 3 dargestellt wird, übertragen. Diese können unabhängig vom Probenbehälter 13 als Vorinformation an das beauftragte Labor 2 gesendet werden.

[0036] Auf einem die Probe aufnehmenden Probenbehälter 13 ist zumindest ein Datenträger 14 für die unverwechselbare Identifizierung desselben über Behälterdaten untrennbar angeordnet. In diesem ersten Ausführungsbeispiel kann das erfindungsgemässe Verfahren für ein Probensammelgefäss, beispielsweise ein Blutabnahmeröhrchen, verwendet werden. Derartige Gefässe bestehen üblicherweise aus einem ein- oder mehrschichtigen Gefässkörper, vorzugsweise aus Kunststoff, und sind diese, sofern sie evakuiert sind, um ein automatisches Aufsaugen der Probe, in diesem Fall Blut, zu ermöglichen, mit einer gasdichten Verschlusskappe versehen.

   Die Verschlusskappe umfasst dabei üblicherweise ein selbstverschliessendes Septum, um ein Durchstechen mit einer Kanüle zu ermöglichen. Natürlich kann dieses Probengefäss beispielsweise auch durch ein Kapillarblutabnahmesystem, Stuhlgefäss, Abstrichbesteck, Blutbeutel etc. gebildet werden.

[0037] Da die Anzahl der aus Proben, z.B. Blut, zu bestimmenden Grössen bzw. Parameter immer grösser wird, nimmt auch die Anzahl unterschiedlichster Probenbehälter 13, z.B. Blutabnahmeröhrchen, stetig zu. Die Unterschiede liegen weniger in der äusseren Gestalt dieser Probenbehälter 13, z.B. Blutabnahmeröhrchen, sondern vielmehr im Inhalt, d.h. an den darin vorgelegten Reagenzien bzw. Reagenzgemischen.

   Beispielsweise können auch weitere Koagulationsmittel oder kontrovers dazu Antikoagulationsmittel, Stabilisierungsreagenzien, Lysereagenzien etc. im Blutabnahmeröhrchen enthalten sein.

[0038] Um dieses Problem der Verwechslung der Probenbehälter 13 und/oder eine für eine bestimmte Untersuchung falsche Verwendung eines Probenbehälters 13 auszuschliessen, wird gemäss der Erfindung dem Auftraggeber 1 zumindest ein Informationskatalog bereitgestellt, aus dem er benutzergeführt Informationen erhält bzw. aufrufen kann. Entsprechend der eingegebenen Verdachtsdiagnose und/oder Analsyeanforderung wird dem Auftraggeber 1, insbesondere Arzt, für diese Verdachtsdiagnose und/oder Analsyeanforderung die erforderliche Art der zu entnehmenden Probe und/oder der geeignete Probenbehälter 13 vorgegeben.

   Dabei kann natürlich berücksichtigt werden, dass dem Auftraggeber 1 nur jene Probenbehälter 13 vorgegeben werden, welche er auch verwendet, indem die von ihm verwendeten Probenbehälter 13, z.B. eines bestimmten Herstellers, im Informationskatalog hinterlegt sind. Üblicherweise erfolgt eine manuelle Entnahme der Probenbehälter 13 aus einem Vorratslager. Natürlich kann auch zumindest ein Probenspendeautomat vorgesehen werden, der beim Auftraggeber 1 aufgestellt ist und der die Erfassungseinrichtung 11, insbesondere eine Daten-Leseeinrichtung, z.B. Scanner, Barcodeleser, CCD-Kamera, aufweist, über die eine automatische Identifizierung des Probenbehälters 13 während der Ausgabe desselben erfolgt.

   Damit wird ein sofortiger Vergleich des vom Informationskatalog vorgeschlagenen Probenbehälters 13 und des ausgegebenen Probenbehälters 13 durchgeführt, so dass eine falsche Verwendung desselben ausgeschlossen ist. Bei Verwendung des vorgeschlagenen Probenbehälters 13 werden über die Erfassungseinrichtung 11 des Rechnersystems 4 die Behälterdaten des Probenbehälters 13 aus dem bevorzugt bereits von Seiten des Herstellers am Probenbehälters 13 angeordneten Datenträger 14 ermittelt, elektronisch erfasst bzw. eingelesen und an das Rechnersystem 4 übermittelt, worauf nach erfolgter eindeutiger Identifizierung des Probenbehälters 13 ein menügesteuertes Programm bzw. eine Benutzeroberfläche, z.B.

   HTML-Seite oder ein Steuer- und/oder Verarbeitungsprogramm, automatisch aktiviert wird, wo der Auftraggeber 1 aufgefordert wird, weitere Verfahrensschritte wie die Eingabe der Testanforderung, Auftragsnummer, Identifikationsnummer des Systems einzugeben, die sodann zusammen zu einem, später noch näher zu beschreibenden, Auftragsdatensatz erstellt werden.

[0039] Gemäss Fig. 1 ist ersichtlich, dass dieser Vergleich des vorgeschlagenen Probenbehälters 13 und dem manuell entnommenen Probenbehälter 13 über die Erfassungseinrichtung 11 erfolgt. Dabei können, falls die Datenträger 14 bereits werkseitig angebracht werden, gleichzeitig Behälterdaten, z.B. Kennzeichnung bzw. Art des Probenbehälters 13 und/oder der Produktionsstandort und/oder das Ablaufdatum etc., ausgelesen werden.

   Wird z.B. das Ablaufdatum bald erreicht bzw. ist dieses erreicht bzw. wurde dieses überschritten, wird automatisch noch vor der Verwendung dieses Probenbehälters 13 über die Ein- und/oder Ausvorrichtung 5 im Programm bzw. der Benutzeroberfläche ein Hinweis gegeben, dass dieser Probenbehälter 13 nicht mehr verwendet werden kann, oder wird bei Einsatz des zumindest teilautomatisierten Probenspendeautomaten der "abgelaufenen" Probenbehälter 13 an einen Abfallbehälter ausgegeben.

[0040] Der Datenträger 14, der gegebenenfalls den Auftragsdatensatz, zweckmässig aber nur zumindest die maschinenlesbaren Behälterdaten beinhaltet, ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als eindimensionaler 1D-Barcode 15 ausgebildet und am Probenbehälter 13 untrennbar angeordnet. Der Datenträger 14 ist dabei als klebbare Barcodeetikette ausgebildet.

   Ebenso sind natürlich auch Daten in alphanumerischer Form verwendbar oder zusätzlich am Datenträger 14 anordenbar. Vorzugsweise bildet der 1D-Barcode 14 einen mehrstelligen Code zur Identifikation des Probenbehälters 13 und damit auch des Behälterinhaltes. Dieser Code kann beispielsweise 12-stellig ausgeführt sein und ist es dabei möglich, dass ein Teil dieser zwölf Stellen durch die die Behälterdaten bildende jeweilige Charge, sowie Daten zur Produktion, beispielsweise das Ablaufdatum, den Produktionsstandort, die Dimensionierung, des Probenbehälters 13 sowie der Produktionszeitpunkt durch Angabe von Produktionsjahr und Monat, eine Arztnummer bzw. auftraggeberspezifische Identifikationsdaten und/oder Testanforderungen etc.

   fix am Probenbehälter 13 hinterlegt werden, wobei beide Letztere auch als variable Daten durch Eingabe vor Ort vorgesehen sein können.

[0041] Natürlich kann dieser Datenträger 14 auch durch einen aus dem Stand der Technik bekannten Transponder mit einer Sende- und Empfangseinheit sowie einer Speichereinheit oder durch einen gegebenenfalls wiederbeschreibbaren Speicherchip gebildet werden. Der Datenträger 14 kann für diese Ausführungsform des Probenbehälters 13 beispielsweise auch als Folienchip ausgeführt sein. Derartige Folienchips, welche ebenfalls in Transpondertechnik verfügbar sind, können als Meterware in Form von Folienetiketten bezogen werden.

[0042] Der Datenträger 14 kann auch durch das Material bzw. den Werkstoff des Probenbehälters 13 gebildet werden. Dazu werden die Daten direkt in den Werkstoff geschrieben.

   Der Probenbehälter 13 ist aus einem Kunststoff z.B. wie PE, PP, PET, PAN, PS oder dgl. gebildet. So ist es z.B. möglich, neben lichtveränderlichen Polymeren, beispielsweise durch Zusatz photochromer Reagenzien, welche insbesondere mit UV-Licht z.B. ausgehärtet werden und dadurch ein unterschiedliches optisches Verhalten des Werkstoffes erzeugt wird, auch Probenbehälter 13 zu erzeugen, bei denen die Beschriftung auf thermischem Wege erfolgen kann. Es ist bekannt, dass bestimmte Reagenzien bzw. Polymere ihre chemischen und/oder physikalischen Eigenschaften bei Temperaturbeanspruchung entsprechend ändern und diese Änderung fixiert werden kann. Durch zielgenaues Erwärmen bestimmter Bereiche am Probenbehälter 13 lässt sich auf diese Weise wiederum ein binärer Code bzw. der eindimensionale Barcode verwirklichen.

   Die Beschriftung, d.h. der Werkstoff für den Probenbehälter 13 kann durch Additiva auch so ausgeführt sein, dass ein mehrfaches Beschriften möglich ist sowie dass Daten, insbesondere Behälterdaten etc., auch gelöscht werden können. Die Daten werden auf bzw. im bzw. innerhalb des Probenbehälters 13 hinterlegt. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass auch der physisch zu übersendende Datenträger 16, der den Auftragsdatensatz enthält, aus einem Kunststoff gebildet ist, wobei dieser Datenträger 16 unter thermischem Einfluss seine Eigenschaften ändert und somit einerseits Daten geschrieben oder gelöscht werden können. Dadurch ist ein mehrmaliges Beschreiben des Datenträgers 16 möglich. Dieses Prinzip ist bereits für den Datenträger 14 beschrieben worden und deshalb übernommen worden. Eine diesbezügliche Vorrichtung zum Aufbringen bzw.

   Löschen von Daten ist beispielsweise aus der EP 0 431 155 B1 bekannt.

[0043] Zweckmässig wird der zumindest eine Datenträger 14, insbesondere der 1D-Barcode 15, werkseitig in Form einer Etikette oder eines Speicherbausteins, z.B. Chip, am Probenbehälter 13 aufgebracht bzw. angeordnet, so dass letztendlich der Auftraggeber 1 ausser dem Scannen keinen weiteren Manipulationsaufwand hat. Der Datenträger 14 ist zur Identifikation des Probenbehälters 13 und/oder dessen Inhaltes, daher der Probe, ausreichend. Andererseits kann der Datenträger 14 auch durch eine Gravur gebildet werden.

   Diese Varianten bieten den Vorteil, dass der 1D-Barcode 15 untrennbar mit dem Probenbehälter 13 verbunden ist, was im Falle von ablösbaren Etiketten nicht gegeben ist.

[0044] Anstelle von Barcodes können aber auch alphanumerische, für das menschliche Auge lesbare Datensätze verwendet werden und stehen auch für derart ausgestaltete Daten entsprechende Lesegeräte zur Datenübertragung an die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 zur Verfügung. Eine entsprechende Verschlüsselung dieser alphanumerischen Daten ist selbstverständlich möglich.

[0045] Diese Daten am Probenbehälter 13 werden über die Erfassungseinrichtung 11, insbesondere einem Handscanner, berührungslos ausgelesen und an die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 zur Weiterverarbeitung bzw. zur Erstellung des Auftragsdatensatzes übermittelt.

   Zur Datenübermittlung von der Erfassungseinrichtung 11 an Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 können diese z.B. fest über ein Kabel miteinander verbunden sein, denkbar sind aber auch Ausführungsvarianten mit Infrarotschnittstellen. Zur Übermittlung der Behälterdaten vom Behälter 13 zu dem Erfassungsgerät 11 ist eine berührungslose Übertragung denkbar, beispielsweise wiederum mittels Infrarotschnittstelle.

   Anstelle des Handscanners kann auch eine fix installierte Scaneinrichtung oder ein Speicherchipleser etc. - wie in der Fig. 1 nicht dargestellt - angeordnet werden, in die der Behälter 13 eingeschoben wird, eingesetzt werden.

[0046] Wie bereits oben kurz beschrieben, sind in den Auftragsdatensatz, wenn erforderlich, auch auftraggeberspezifische, insbesondere arztspezifische, Identifikationsdaten enthalten, die bevorzugt einmalig aufgenommen und gespeichert werden und zur Wiedererkennung des Arztes biometrische Merkmale, insbesondere ein Fingerabdruck und oder eine Irismethode und/oder eine Gesichtsform, herangezogen werden, worauf die zugehörigen Identifikationsdaten des Arztes automatisch ausgelesen und für die Erstellung der Auftragsdatensatzes bereitgestellt bzw. herangezogen werden.

   Die biomentrischen Merkmale sind bevorzugt in der Speichereinrichtung bzw. der Arztstammdatenbank, bevorzugt schreibgeschützt, abgespeichert.

[0047] Nach der Eingabe der Verdachtsdiagnose und/oder Analsyeanforderung werden automatisch vom Rechnersystem 4 Daten bzgl. für die Verdachtsdiagnose und/oder Analsyeanforderung erforderliche Art der zu entnehmenden Probe und/oder zumindest ein zu entnehmender Probenbehälter 13 vorgegeben und der oder die vorgeschlagene bzw. vorgeschlagenen Probe(n) und/oder Probenbehälter 13 entnommen.

   Der zumindest eine aus dem Informationskatalog vorgeschlagene Probenbehälter 13 wird bereitgestellt und über die Erfassungseinrichtung 11 eindeutig und unverwechselbar identifiziert, und die ausgelesenen Behälterdaten mit zumindest der Systemidentifikationsnummer, z.B. der Patientenidentifikationsnummer, und den erstellten Testanforderungen und/oder auftraggeberspezifischen, insbesondere arztspezifischen Daten zu zumindest einem Auftragsdatensatz verknüpft. Während oder vor oder nach der Entnahme der Probe, z.B. Blutprobe, wird ein zu diesem Auftrag eindeutig zuordenbarer Datenträger 16, insbesondere ein Auftragsschein 17, über die Druckereinrichtung 12 erzeugt.

   Die zumindest eine entnommene Probe wird für eine vorbestimmte Zeitdauer in zumindest einem Probenbehälter 13 aufbewahrt und zur, anhand der Testanforderungen festgelegten Analyse an das Labor 2 übersandt.

[0048] Dazu ist auf Seiten des Auftraggebers 1 ein mobiler Container 18 für die Aufnahme einer Vielzahl von Vorrichtung 18 für bevorzugt mehrere Probenbehälter 13 vorgesehen. Zur eindeutigen Identifizierung der in der Vorrichtung 19 an das Labor 2 mitgelieferten Proben bzw. Probenbehälter 13 wird zu jedem, gegebenenfalls mehrere Probenbehälter 13 umfassenden Auftrag der für diesen Auftrag ausgestellte Auftragsschein 17 zum Labor 2 mitgeliefert. Der boxartige Container 18 weist mehrere Fächer zur positionierten Aufnahme von mehreren Vorrichtungen 19 und zumindest ein Fach zum Einschieben der den Probenbehältern 13 zugehörigen Auftragsscheine 17 auf.

   Die Vorrichtung 19 ist bei dem gegenständlichen Ausführungsbeispiel als sogenanntes Analyserack ausgeführt. Derartige Racks sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt. Im einfachsten Fall sind derartige Racks als Eprouvetten-Ständer ausgebildet. Die multifunktional ausgebildeten Racks sind zudem zur Aufname von mit unterschiedlichen Abmessungen ausgeführte Probenbehälter 13 ausgebildet und ist somit eine hohe Flexibilität zur physischen Übertragung mehrerer unterschiedlicher Probenbehälter 13 vom Auftraggeber 1 zum Labor 2 möglich. Zweckmässig weist auch die Vorrichtung 19 zumindest einen Datenträger 14, der nicht weiters dargestellt ist, auf, der, wie bereits oben beschrieben durch einen 1D- oder 2D-Barcode, einen Transponder, einen Folienchip, das Material der Vorrichtung 19, eine Gravur etc., gebildet ist.

   Natürlich kann auch in dem an der Vorrichtung 19 vorgesehenen Datenträger 14 der Auftragsdatensatz, insbesondere Behälterdaten, Systemidentifikationsnummer, Testanforderungen, Identifikationsdaten des Arztes etc., abgespeichert bzw. abrufbar hinterlegt werden.

[0049] Der mögliche Aufbau und die über den Auftragsschein 17 mitgelieferten, möglichen Daten werden in der Fig. 2 noch näher erläutert.

[0050] Wie weiters der Fig. 1 zu entnehmen, besteht eine räumliche Trennung zwischen dem Auftraggeber 1, z.B. Arztpraxis, und dem Labor 2, zwischen welchen die physische Übertragung, z.B. Lieferdienste, der Probenbehälter 13 und/oder der Daten z.B. am Auftragsschein 17 erfolgt. Natürlich können, wie oben beschrieben, nicht nur Auftragsscheine 17 mit dem Container 18 übermittelt werden, sondern können vielmehr auch andere physische Datenträger 16, wie z.B.

   Magnetstreifen und/oder Speicherchip und/oder Folienchip und/oder Transponder und/oder Diskette und/oder CD-ROMs, an das Labor 2 übermittelt werden.

[0051] Mittels der auf dem physischen Datenträger 16, insbesondere Auftragsschein 17, vorhandenen Daten, werden alle vom Labor benötigten Daten zusammen mit den Probenbehältern 13 versandt und ist aufgrund der Hinterlegung der Daten auf dem Datenträger 14 des Probenbehälters 13 auch die Zuordnung dieser Daten zu dem jeweiligen Probenbehältern 13 möglich.

[0052] Die an das Labor 2 übermittelten, eingegangenen Probenbehälter 13 und/oder die Vorrichtungen 19 werden einer Eingangskontrolle durch Vergleich der Behälterdaten auf den Probenbehältern 13 und den Auftragsdatensätzen am physischen Datenträger 16 oder auf der Vorrichtung 19 oder am Probenbehälter 13 unterzogen.

   Die Eingangskontrolle erfolgt zweckmässig an einer Auftragserfassungsstelle 20, in der eine entsprechende Verarbeitung der übermittelten physischen Datenträger 16 erfolgt. So kann diese Auftragserfassungsstelle 20, beispielsweise einen Scanner für die Auftragsscheine 17 und/oder einen Barcodeleser und/oder einen Chipleser und/oder ein CD-ROM-Laufwerk etc. mit entsprechenden Softwaremodulen zur weiteren Verarbeitung der übermittelten Daten in ein für eine Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 entsprechendes Datenformat, umfassen.

   Die aus dem physischen Datenträger 16 ausgelesenen Daten sowie die Behälterdaten eines Auftrages werden in einem Laborinformationssystem 22 abgespeichert bzw. abrufbar hinterlegt.

[0053] Dazu weist das Laborinformationssystem 22 ebenfalls eine Datenbank auf, in der die dem Auftrag zugeordneten Daten, insbesondere Auftragsdatensätze und ggf. von diesen getrennte Behälterdaten, verwaltet werden. Ein Anlagenleitstand 23 ist zur Datenübermittlung der in dem Laborinformationssystem 22 hinterlegten Auftragsdaten mit diesem über eine Datenleitung 24 verbunden.

   Eine Trennung des Laborinformationssystems 22 und des Anlagenleitstandes 23 hat vor allem den Vorteil, dass im Laborinformationssystem 22 ausschliesslich eine Datenverwaltung der Daten, insbesondere Auftragsdatensätze und ggf. von diesen getrennte Behälterdaten, und mittels dem Anlagenleitstand 23 ausschliesslich die Ansteuerung von zumindest einer Sortieranlage 25 und von einzelnen Analysestationen 26 optimiert erfolgt. Um eine durchgängige Datenermittlung, ausgehend von den empfangenden Containern 18 bzw.

   Vorrichtungen 19 bis hin zur Analyse der einzelnen Probe in der bzw. den Analysestationen 26, sind die Auftragserfassungsstelle 20, die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21, das Laborinformationssystem 22, der Anlagenleitstand 23 sowie die Sortieranlage 25 und die Analysestationen 26 untereinander über die ein lokales Datennetz bildenden Datenleitungen 24 miteinander datenübertragungsfähig verbunden.

[0054] In strichlierten Linien ist nunmehr die physische Übertragung der einzelnen oder zu einem Auftrag zugehörigen Proben bzw. Probenbehälter 13 dargestellt. Dazu werden nach Eingang der Container 18 im Labor 2 die einzelnen Vorrichtungen 19 entnommen und der Sortieranlage 25 zugeführt.

   Die Sortieranlage 25 umfasst zumindest eine, in Fig. 1 nicht dargestellte Fördervorrichtung, wie z.B. ein Förderband oder dgl., für die Vorrichtungen 19 oder den einzelnen Probenbehälter 13, sowie zumindest eine Erfassungseinrichtung 27, z.B. Lichtschranken, CCD-Kamera, Sensoren etc. mit der die vorzugsweise in maschinenlesbarer Form hinterlegten Daten im Datenträger 14 und/oder Datenträger 16 am Probenbehälter 13, insbesondere die Behälterdaten und/oder die Daten aus dem Datenträger 14 der Vorrichtungen 19 gelesen werden.

   Zumindest die über die Erfassungseinrichtung 27 ermittelten Behälterdaten werden in das Laborinformationssystem 22 eingelesen und erfolgt eine automatische Zuordnung des identifizierten Probenbehälters 13 zu den zu diesem Zeitpunkt im Anlagenleitstand 23 übermittelten Daten betreffend der Testanforderungen und wird eine automatische Zuweisung der Vorrichtung 19 oder des Probenbehälters 13 zu der jeweiligen Analysestation 26 durchgeführt.

[0055] Damit werden nur die für die Analyse der Proben erforderlichen Testanforderungen an die Sortieranlage 25 zur definierten Weiterleitung der zu analysierenden Proben an die jeweilige Analysestation 26 übermittelt, so dass eine Mehrfachspeicherung innerhalb des Labors 2 von Daten entfallen kann.

   Aufgrund der im Datenträger 14 am Probenbehälter 13 und/oder in der Vorrichtung 19 und/oder dem physischen Datenträger 16 hinterlegten Daten, z.B. den vom behandelnden Arzt angegebenen Testanforderungen, erfolgt eine Aufteilung der Probenbehälter 13 auf einzelne Analysestationen 26, wie z.B. Lumineszenzmessungen, PCR, PH-Wert-Bestimmungen, etc.

   Derartige Geräte zur Analyse von einzelnen zu bestimmenden Grössen von Proben sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden in den diversen Labors bereits eingesetzt, so dass eine weitere Aufzählung an dieser Stelle nicht erforderlich ist.

[0056] Natürlich ist es auch möglich, dass nur der Anlagenleitstand 23 vorgesehen ist, der eine Speichereinrichtung mit entsprechender Speicherkapazität oder eine integrierte Datenbank enthält.

[0057] Im Labor 2 selbst werden durch die Sortieranlage 25 mehrere Funktionen abgedeckt, z.B. neben der Sortierung und/oder Positionierung und/oder Orientierung und/oder Registrierung der Probenbehälter 13 kann auch eine Qualitätskontrolle z.B. nach Füllstand, Farbe und Trübung der Probe bzw. Schichtung z.B. bei Verwendung von Serumröhrchen sowie u.U.

   Kontrolle der Farbe und/oder Trübung der einzelnen Schichten, eine Entfernung eines Stopfens bzw. generell das Öffnen des Probenbehälters 13, die Einordnung auf die Analyse-Racks oder dgl., eine Schlechtteilausgabe, durchgeführt werden. Dazu ist die Sortieranlage 25 vorzugsweise modular aufgebaut, so dass eine Anpassung an die jeweiligen Erfordernisse des Labors 2 entsprechend durchgeführt werden kann. Bevorzugt werden dem Auftraggeber 1 vom Labor 2 über den Informationskatalog auch Daten bzgl. der erforderlichen Entnahmemenge, z.B. Volumen von Blut, bekanntgegeben, so dass es möglich ist, eine sequentielle Abarbeitung der durchzuführenden Analysen, gemäss der Vorgabe der Testanforderung, vorzunehmen.

   Ist dennoch, z.B. aus Gründen des Verlustes eines Probenbehälters 13, für eine Testanforderung ungenügend Probenmaterial vorhanden, erfolgt eine automatische Benachrichtigung des Arztes auf schriftlichem oder elektronischem oder mündlichem Wege.

[0058] Nach erfolgter Analyse werden die Analyseergebnisse über die datenübertragungsfällige Kommunikationsverbindung zwischen den Analysestationen 26 und dem Anlagenleitstand 23 und/oder dem Laborinformationssystem 22 diese als Daten zur Verfügung gestellt. Bevorzugt werden diese Analyseergebnisse auf einen physischen Datenträger 16, z.B. CD-ROM, Diskette, Analyseergebnisschein, Faxbescheinigung etc., an den Auftraggeber 1, gemäss dem Ausführungsbeispiel an den Arzt, übersandt.

   Die Übertragung des Containers 17 vom Auftraggeber 1 zum Labor 2 bzw. die Übertragung des physischen Datenträgers 16 mit den Ergebnissen der durchgeführten zumindest einen Analyse der Probe erfolgt bevorzugt auf postalem Wege. Der beim Auftraggeber 1 einlangende physische Datenträger 16 wird über die Erfassungseinrichtung 11 eingelesen und die Analyseergebnisse an der Ausgabevorrichtung 5 z.B. am Bildschirm angezeigt oder an der Druckereinrichtung 16 zur Erstellung eines Befundes ausgefertigt.

[0059] Anderenfalls, wie dies jedoch nicht weiters dargestellt ist, besteht auch die Möglichkeit, dass die zur Verfügung gestellten Analyseergebnisse bei Bedarf in dem Datenträger 14 bzw. einen diesen bildenden Datenspeicher an der Vorrichtung 19 und/oder am Container 18 hinterlegt bzw. abgespeichert und beim Auftraggeber 1 über die Erfassungseinrichtung 11 ausgelesen werden.

   Nach erfolgter Analyse der Proben können diese einzeln oder mit den Vorrichtungen 18 in einer Archivierungsstation 28 zur weiteren Aufbewahrung zugeführt werden, sofern diese Proben nicht ohnehin verworfen werden. Durch die Probenarchivierung kann darüber hinaus der Vorteil erreicht werden, dass eine erneute Probenabnahme nicht mehr notwendig ist. Diese Archivierungseinrichtung 28 kann über entsprechende Einrichtungen, wie z.B. eine Kühleinrichtung, Temperaturkontrollen etc., verfügen.

[0060] Gleichermassen werden die Analyseergebnisse über die Zeitdauer der Aufbewahrung der Probe bevorzugt im Laborinformationssystem 22 abgespeichert und nach Verwerfen derselben bevorzugt automatisch gelöscht. Bei Bedarf können die in der Archivierungseinrichtung 28 zwischenzeitlich aufbewahrten Proben ggf. einer nochmaligen Analyse bzw. Kontrollanalyse unterzogen werden.

   Eine diesbezügliche Aufforderung zur nochmaligen Analyse einer Probe kann durch den Auftraggeber 1 durch Übermittlung eines diesem Auftrag zugeordneten weiteren physischen Datenträgers 16, z.B. Auftragsschein 17, an das Labor 2 ausgelöst werden.

[0061] Das Laborinformationssystem 22 ist aber auch in der Lage, Expressaufgaben zu verarbeiten, beispielsweise wenn Proben vorrangig behandelt werden sollen, wozu eine entsprechende Ansteuerung der Sortieranlage 25 und der Analysestation 26 bzw.

   Archivierungseinrichtung 28 mittels dem Anlagenleitstand 23 erfolgt.

[0062] Um die beim Auftraggeber 1 in der Datenbank 10 hinterlegten Informationskataloge zu warten bzw. zu aktualisieren besteht die Möglichkeit, dass der Auftraggeber 1 in vorbestimmten Zeitabständen, z.B. halbjährlich, Datenträger, z.B. eine CD, Diskette, für ein Update der Informationskataloge und/oder Applikationssoftware, insbesondere die Benutzeroberfläche, erhält.

[0063] In der Fig. 2 ist der physische Datenträger 16 bzw. der diesen bildende Auftragsschein 17 schematisch dargestellt.

   Dieser physische Datenträger 16 wird, wie in der Fig. 1 beschrieben, mittels der Druckeinrichtung 12 des Rechnersystems 4 aus einer Vielzahl von Daten erstellt.

[0064] Der vom Auftraggeber 1 generierte Auftragsschein 17 ist bevorzugt im DIN-A4-Format ausgebildet und weist zwei über eine Perforation, wie in strichlierten Linien in der Fig. 2 dargestellt ist, miteinander verbundene Abschnitte 29, 30 auf.

   Die beiden Abschnitte 29, 30 weisen eine Vielzahl von Datenfeldern 31 bis 39 auf, in denen, wie in der Fig. 1 erläutert, die Patientendaten, insbesondere persönliche Patienteninformationen und Patientenidentifikationsnummer, die Identifikationsdaten des Auftraggebers 1, insbesondere Vertragsarztnummer oder Identifikationsdaten von einer Person, welche die Probe entnimmt, und die Daten der Testanforderungen und Behälterdaten, sowie gegebenenfalls eine Auftragsnummer und das Abnahmedatum, in maschinenlesbarer Form, insbesondere als grafische Daten, z.B. 1D- oder 2D-Barcode, und/oder in alphanumerischer Form enthalten sind. Gemäss diesem Ausführungsbeispiel wird ersichtlich, dass für alle Daten ein eigenes Datenfeld 31 bis 40 vorgesehen ist, welches jedes für sich eine Speicherkapazität aufweist.

   Einzelne Datenfelder 31 bis 40 können sowohl Daten in maschinenlesbarer und in alphanumerischer Form, wie dies im Datenfeld 32 angedeutet ist, aufweisen.

[0065] Zur Vereinfachung der weiteren Handhabung der Proben innerhalb eines Probenmanagementsystems werden Daten, mit deren Hilfe sämtliche, vom Labor 2 benötigte Daten zur Handhabung und Weiterverarbeitung der Probe enthalten sind, zusammen mit dem Probenbehälter 13 versandt, wobei aufgrund der Hinterlegung der Behälterdaten im 1D-Barcode 15 auch die Zuordnung des Probenbehälters 13 zu einem Auftrag möglich ist.

   Die Daten umfassen die Systemidentifikationsnummer, Testanforderungen, Behälterdaten, die Auftragsnummer und gegebenenfalls Identifikationsdaten des Arztes und gegebenenfalls das Abnahmedatum, und werden diese als einheitlicher, maschinenverarbeitbarer Auftragsdatensatz in einem einzigen Datenfeld 35 als grafischer Datensatz, insbesondere in Form eines 2D-Barcodes, abrafbar hinterlegt. Alle diese Daten werden als einheitlicher Auftragsdatensatz, daher im gleichen Datenformat bzw. in gleicher Darstellungsform bzw. als gleiche Interpretationssprache dargestellt und werden diese in einem 2D-Barcode abrufbar hinterlegt. Der Auftragsdatensatzes wird in mehrere voneinander getrennte Datenblöcke 40 mit festgelegter Speichergrösse aufgeteilt. Für den 2D-Barcode wird der "PDF-417" verwendet.

   Die Gesamtheit der den Auftragsdatensatz bildenden Daten wird in mehrere Datenblöcke 40 aufgelöst, wobei die Speichergrösse eines Datenblockes im Bereich zwischen 100 Byte und 1300 Byte, insbesondere zwischen 600 und 1100 Byte, beispielsweise 950 Byte, beträgt. Der gesamte Auftragsdatensatz kann, wenn davon ausgegangen wird, dass ein Datenblock 40, beispielsweise 950 Byte, Speicherkapazität aufweist, bis zu 6, insbesondere vier Datenblöcke 40 mit je 950 Bytes aufweisen. Natürlich kann der Datenblock 40 auch eine geringere Speicherkapazität, beispielsweise die halbe Speicherkapazität, daher 475 Byte aufweisen. Die mögliche Speichergrösse des Auftragsdatensatzes ergibt sich somit aus der Multiplikation der Anzahl der einzelnen Datenblöcke 40 und der Speicherkapazität jedes einzelnen Datenblockes 40.

   Im Wesentlichen kann davon ausgegangen werden, dass 1 Byte einem Zeichen entspricht.

[0066] Um eine visuelle Eingangskontrolle bzw. für allfällige Kontrollen von einzelnen Daten der an das Labor 2 übersandten Probenbehälter 13 - wie in der Fig. 1 dargestellt - oder während des Transportes der Probenbehälter 13 vorzunehmen, können die Daten über einen mitlieferbaren Handterminal, z.B. Palm-Size Data Terminal, aus den Behälterdaten ausgelesen und mit den alphanumerischen Daten am Auftragsschein 17 verglichen werden. Die Behälterdaten, z.B. 1D - Barcode, enthalten dazu die Auftragsnummer, über welche die Daten, z.B. Probenbehandlung, Probenversand, abrufbar sind.

[0067] Wie in der Fig. 2 dargestellt, sind im Datenfeld 31, 36 Patientendaten und/oder Identifikationsdaten des Auftraggebers, Versicherungsträger, Krankenkasse, Abnahmedatum in alphanumerischer Form eingetragen.

   Gleichermassen werden, wenn dies erforderlich ist, die Analyseanforderungen und/oder Verdachtsdiagnose und/oder Testanforderungen und hierzu zu bestimmenden Grössen bzw. Parameter der Proben in einem eigenen Datenfeld 33 in alphanumerischer Form dargestellt.

[0068] In einem weiteren Datenfeld 32 kann eine vom Auftraggeber 1 festgelegte, fortlaufende und unverwechselbare Auftragsnummer in maschinenlesbarer und/oder alphanumerischer Form abrufbar hinterlegt werden.

   Über dieses Datenfeld 32 ist somit eine eindeutige Zuordnung zwischen dem Auftragsschein 17 und der in zumindest einem Probenbehälter 13 aufbewahrten Probe und/oder Probenbehältern 13 und/oder dem Patienten und/oder dem Auftrag möglich.

[0069] Im weiteren Abschnitt 30 des Auftragsscheines 17 ist ein weiteres Datenfeld 38 für beliebige Anforderungsbemerkungen, die beispielsweise Zusatzinformationen bezüglich der Probenbehandlung, z.B. Sterilität, Lagertemperaturen der Probe, vorgesehen. Diese Anforderungsbemerkungen werden bevorzugt ebenfalls in alphanumerischer Form dargestellt und können diese, falls aus Datenschutzgründen es erforderlich ist, verschlüsselt vorliegen.

   Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass alle in alphanumerischer Form dargestellte Daten über aus dem Stand der Technik bekannte Scanner mit der zugehörigen Software lesbar und entsprechend vorhandener Algorithmen für Datenverarbeitungsprogramme verarbeitet werden können.

[0070] Sind die dem Auftraggeber 1, z.B. dem Arzt, zur Verfügung stehenden Probenbehälter 13, noch nicht mit einem Datenträger 14 zur unverwechselbaren Identifizierung der Probenbehälter 13 versehen, wird zumindest ein, dem Auftrag zugeordneter Datenträger 14 bzw. zumindest eine den Datenträger 14 bildende Barcodeetikette, die auf den Probenbehälter 13 aufklebbar ist, erzeugt. Dabei können, gemäss dieser Ausführung, anhand der Informationskataloge eine Anzahl, z.B. drei, der Barcodeetiketten automatisch vom Rechnersystem 4, wie in der Fig. 1 dargestellt, erstellt und ausgegeben werden.

   Diese Barcodeetiketten dienen lediglich der unverwechselbaren bzw. eindeutigen Identifizierung zumindest eines Probenbehälters 13 oder zur Identifikation mehrere, zu einer Analyseanforderung, z.B. grosses Blutbild, zugehörige Probebehälter 13. Im letzteren Fall können zumindest einige der Stellen des eindimensionalen Barcodes die Auftragsnummer enthalten, so dass eine eindeutige Zuordnung mehrerer mit diesen Barcodeetiketten versehene Probenbehälter 13 zu einem Auftrag möglich ist. Natürlich kann ein Auftrag mit entsprechender Auftragsnummer zwei, drei, vier oder mehr Probenbehälter 13 umfassen.

   Die zu einem Auftrag dazugehörigen, erstellten 1D-Barcodeetiketten werden in den Datenfeldern 37a, 37b und 37c erstellt.

[0071] Gegebenenfalls ist es möglich, dass in einem weiteren Datenfeld 39 Patientendaten, wie die Identifikationsdaten des Auftraggebers 1, Abnahmedatum, Patientendaten etc., in einem eigenen Datenfeld 39 in alphanumerischer Form ausgegeben werden.

   Dieses Datenfeld 39 ist als Klebeetikette ausgebildet und kann, beispielsweise zur Protokollierung, in einem Ärztebuch eingeklebt werden.

[0072] Natürlich kann die Anzahl der Datenfelder 37a bis 37c; 39 durch Variation der Grösse und somit Speicherkapazität, die an den erforderlichen Dateninhalt in den Datenfeldern 37a bis 27c, 39 angepasst ist, variiert werden.

[0073] Natürlich kann die vom Auftraggeber 1 vorgegebene, insbesondere fortlaufende, einmalige unverwechselbare Auftragsnummer auch Bestandteil des im Datenfeld 35 abgebildeten Auftragsdatensatzes enthalten sein. Auch die Zusatzinformationen im Datenfeld 38 können Bestandteil des Auftragsdatensatzes sein.

[0074] In der Fig. 3 ist das Probenentnahmesystem mit dem Auftraggeber 1 und dem die Probe zu analysierenden Labor 2 stark vereinfacht und schematisch dargestellt.

   Zum besseren Verständnis wird davon ausgegangen, dass es sich auch bei diesem Ausführungsbeispiel, bei dem Auftraggeber 1 um einen Arzt handelt. Natürlich findet auch dieses Probenmanagementsystem in anderen Bereich, z.B. in der Bodenökologie zur Analyse von Proben biologischen Ursprung etc., Anwendung. Wie bereits in der Fig. 1 beschrieben, ist seitens des Auftraggebers 1 das Rechnersystem 4 vorhanden, dass zumindest eine Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5, zumindest ein Mittel zur manuellen und/oder automatischen Eingabe von Patientendaten und zumindest eine Speichereinrichtung oder zumindest eine Datenverwaltungseinrichtung 9 zur Abspeicherung oder Verwaltung der Patientendaten, sowie Mittel zur Ausgabe von zumindest den in der Speichereinrichtung oder in der Datenverwaltungseinrichtung abruf bar hinterlegten Patientendaten, umfasst.

   In der Datenverwaltungseinrichtung 9 bzw. der Arztstammdatenbank werden ebenfalls die Patientendaten und gegebenenfalls die Identifikationsdaten des Arztes abrufbar hinterlegt sind.

[0075] Die Mittel zur Eingabe der Patientendaten, bestehend aus Patientenidentifikationsnummer und/oder persönlichen Patienteninformationen und die Identifikationsdaten des Arztes können über die bereits oben beschriebenen Mittel eingegeben werden. Weiters ist an das Rechnersystem 4 zumindest eine Erfassungseinrichtung 11, insbesondere ein Handscanner, zum Auslesen der in auf dem Probenbehälter 13 untrennbar angeordneten Datenträger 14 enthaltenen Behälterdaten vorgesehen. Die von der Erfassungseinrichtung 11 ermittelten Daten werden, wie dargestellt, über die Datenleitung 8, insbesondere Kabel, übertragen, denkbar sind aber auch Ausführungsvarianten mit Infrarotschnittstellen.

   Derartige Erfassungseinrichtungen 11 sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt und können daher alle diese Systeme für das erfindungsgemässe Verfahren eingesetzt werden. Die weitere mit dem Rechnersystem 4 kommunikationsverbundene Datenverwaltungseinrichtung 10, insbesondere Datenbank, enthält die in den Informationskataloge für die Analyseanforderungen und/oder Verdachtsdiagnose abrufbar abgelegte Daten, z.B. Daten über das zu entnehmende Material und/oder Probenbehälter 13 und/oder spezielle Abnahmebedingungen und/oder der zumindest einen zu bestimmenden Grösse der Probe etc. Gegebenenfalls ist es möglich, wie dies in strichlierten Linien dargestellt ist, eine Ausgabevorrichtung 5 in Form der Druckereinrichtung 12 vorzusehen, um beispielsweise eine fortlaufende Protokollierung, beispielsweise in einem Ärztebuch, vornehmen zu können.

   Dabei kann ein Datenträger 16, insbesondere ein Protokoll, erstellt werden, auf welchem Daten in alphanumerischer oder in maschinenlesbarer Form enthalten sind und ist dadurch unabhängig vom Rechnersystem 4 auch auf physischem Wege eine Nachvollziehbarkeit bezüglich der durchgeführten Untersuchungen, der Patientendaten etc. möglich.

[0076] Wie ebenfalls bereits in der Fig. 1 ausführlich beschrieben, umfasst das Labor 2 zumindest eine Auftragserfassungsstelle 20, zumindest eine Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21, zumindest ein Laborinformationssystem 22, zumindest einen Anlagenleitstand 23, zumindest eine Sortieranlage 25 mit der Erfassungseinrichtung 27, zumindest eine Analysestation 26 und zumindest eine Archivierungseinrichtung 28. Die in das Labor 2 eingehenden Probenbehälter 13 bzw.

   Proben und Vorrichtungen 19 werden in den in der Fig. 1 bereits ausführlich beschriebenen Probenumlauf verbracht, der aus Gründen von Doppelläufigkeiten nicht mehr näher in dieser Fig. erläutert wird und ist dieser als beispielhafte Erläuterung dessen, auch auf diese Fig. zu übertragen.

[0077] Die Fig. 3 unterscheidet sich zur Fig. 1 im Wesentlichen nur in der Übermittlung der aus der Systemidentifikationsnummer, den Behälterdaten sowie den Testanforderungen und ggf. den Identifikationsdaten des Auftraggebers 1, z.B. Arzt und/oder Identifikationsdaten von einer Person, welche die Probe entnimmt, zusammengefügten Auftragsdatensatz, indem diese über ein globales Datennetz 41, z.B. Internet, Intranet, an die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 bzw. an das Laborinformationssystem 22 des Labors 2 auf elektronischem Wege weitergeleitet werden.

   Daher erfolgt eine von der Datenübermittlung unabhängige Übertragung bzw. Übersendung der Probenbehälter 13 zwischen dem Auftraggeber 1 und dem Labor 2. Entsprechend einem eingetragenen Doppelpfeil zwischen der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 und der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 oder dem Laborinformationssystem 22 können der Auftraggeber 1 und das Labor 2 untereinander Daten, z.B. Auftragsdatensätze, Analyseergebnisse, austauschen bzw. miteinander kommunizieren, so dass durch diese direkte Kommunikation der Aufwand der Erstellung von physischen Datenträgern 16 entfallen kann.

   Die vom Auftraggeber 1 dem Labor 2 zur Verfügung gestellten Auftragsdatensätze werden in der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 derart aufbereitet, dass ein Probenumlauf, ausgehend vom Empfang der Proben bis zur Aufbewahrung der Proben, möglich ist oder werden diese Auftragsdatensätze vorübergehend in dem Laborinformationssystem 22 bzw. in ihrer Datenbank abrufbar abgespeichert. Die in der Datenbank hinterlegten Auftragsdatensätze können von der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 jederzeit abgerufen und zur Weiterverarbeitung entsprechend aufbereitet werden. Durch das Hinterlegen der Auftragsdatensätze, die auch eine Auftragsnummer in Form von maschinenlesbaren Daten enthalten können, kann eine Eingangskontrolle im Labor 2 durch Datenvergleich der in der Datenbank abrufbar hinterlegten Daten, z.B.

   Auftragsnummer, mit den im Probenbehälter 13 und/oder an der Vorrichtung 18 angeordneten Datenträger 14 enthaltenen Daten erfolgen.

[0078] Nach erfolgter Probenentnahme und gegebenenfalls Beschriften bzw. Anordnen des Probenbehälters 13 kann zur Übersendung derselben an das analysierende Labor 2, sofern erforderlich, ein zusätzlicher Datenträger 16, insbesondere ein Auftragsschein 17, automatisch erstellt werden, auf dem vorbestimmte Daten, z.B. Auftragsnummer, Patientendaten etc., zur visuellen Eingangskontrolle bzw. für allfällige Kontrolle während des Transportes des Probenbehälters 13 erstellt werden.

[0079] Bei positiver Eingangskontrolle, daher Übereinstimmung der vom Arzt per Datennetz 41 und/ oder Datenträger 16 zur Verfügung gestellten Daten, z.B.

   Auftragsnummer und/oder Behälterdaten etc., mit jenen auf dem Probenbehälter 13 und/oder der Vorrichtung 19 und/oder Datenträger 16, können diese vom Labor 2 in der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 bzw. zur Verwaltung dieser Daten im Laborinformationssystem 22 übernommen werden. Dazu ist selbstverständlich auch im Labor 2 zumindest eine Leseeinrichtung, z.B. ein Laser, Scanner, Barcodelaser etc., installiert, wodurch einerseits die am Probenbehälter 13 vorhandenen Behälterdaten automatisch übernommen werden können und es andererseits auch möglich wird, falls die Daten per Datennetz 41 vom Auftraggeber 1 zur Verfügung gestellt wurden, eine automatische Eingangskontrolle vorzunehmen.

   Dadurch ist eine eindeutige Zuordenbarkeit der Probe bzw. der oder des Probenbehälter(s) 13 zu den Auftragsdatensätzen, insbesondere zum Patienten 3, gegeben.

[0080] Bei Nichtübereinstimmung, zumindest der Auftragsnummer des Auftragsdatensatzes mit den diesen zugeordneten Behälterdaten, ist bereits an der Eingangsstelle eine Aussortierung nicht eindeutig identifizierbarer Proben möglich, welche in der Folge an die Arztpraxis retourniert werden können.

[0081] Im Labor 2 selbst erfolgt aufgrund der Auftragsdaten in der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 bzw. im Laborinformationssystem 22 eine automatische Abarbeitung der Proben. Dazu können diese nach bestimmten Sortierkriterien, z.B. den zu bestimmenden Grössen bzw.

   Parameter, den einzelnen Analysestationen 26 oder der Archivierungseinrichtung 28 bevorzugt getaktet zugeführt werden.

[0082] Die in den Analysestationen 26 ermittelten Grössen bzw. Parameter werden nach ihrer Bestimmung unmittelbar in der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 21 abgespeichert oder in der Datenbank des Laborinformationssystems 22 abrufbar hinterlegt. Erst nach Bestimmung aller in den Testanforderungen des Auftragsdatensatzes vorgegebenen, zu bestimmenden Grössen bzw. Parametern werden alle Analyseergebnisse in Form eines Datenpaketes über das Datennetz 41 an den Auftraggeber 1 übertragen, wobei hierzu die Analyseergebnisse in einem strukturierten Datenformat, welches sowohl Dateninhalt als auch die Darstellung der Daten definiert, beispielsweise in einem XML-Format erstellt, bzw. in dieses umgewandelt werden.

   Als Interpretationssprache des 2D-Barcodes kann auch die Labordatenträger-Datensatzbeschreibung der deutschen kassenärztlichen Bundesvereinigung verwendet werden.

[0083] Für den Auftragsdatensatz, insbesondere den 2D-Barcode, kann der Barcode "PDF-417" eingesetzt werden. Dieser Barcodetyp wird auch von der kassenärztlichen Bundesvereinigung als Standard-Barcode verwendet. Somit wird es Lese- und/oder Schreibsystemen, welche mit diesem Barcode arbeiten, leicht gemacht, auch diesen Code zu entschlüsseln. Der Barcode "PDF-417" kann mit folgenden Parameter erstellt werden:
<tb>Auflösung: 300 dpi;


  <tb>Datenspalten: 12;


  <tb>Fehlerkorrekturlevel: 5;


  <tb>Netto-Datenmenge in einem Datenblock 40: ca. 900, max. 1000 Bytes;


  <tb>die daraus resultierende Breite für einen Block: ca. 46 mm;


  <tb>die daraus resultierende Höhe (abhängig von der tatsächlich enthaltenen Datenmenge): max. ca. 27 mm.

[0084] Die Datenblöcke 40 können im unteren Teil des Auftragsscheines 17 um 90 deg. gegen den Uhrzeigersinn gedreht, von links beginnend im Abstand von 30 mm aufgebracht werden. Die Labordatenträger-Datensatzbeschreibung der deutschen kassenärztlichen Bundesvereinigung wird folgendermassen definiert:
<Feldlänge> <Feldkennung> <Daten> < Zeilentrennzeichen>.

[0085] Die Information über die Feldlänge ist redundant, da ein Feld ohnehin mit einem Feldtrennzeichen getrennt ist. Dadurch kann der Feldaufbau beispielsweise folgendermassen definiert werden:
<Feldkennung> <Daten> <Zeilentrennzeichen>.

[0086] Die Feldkennung ist vierstellig ausgebildet (z.B. 3101 = Familienname des Patienten). Daten (z.B. Huber).

   Abschliessendes Zeilentrennzeichen (Return).

[0087] Es sei an dieser Stelle aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch jeder anders definierter 2D-Barcode zum Einsatz kommen kann.

[0088] Im Folgenden werden einige Beispiele der Feldkennung des Barcodes "PDF-417" und die dieser zugeordnete Feldbezeichnung erläutert:

[0089] 
<tb>FK<sep>Feldbezeichnung


  <tb>8000<sep>Satzidentifikation


  <tb>8100<sep>Satzlänge


  <tb>8310<sep>Anforderungs-Ident


  <tb>8609<sep>Abrechnungstyp


  <tb>3100<sep>Namenszusatz/Vorsatzwort des Patienten


  <tb>3101<sep>Familienname des Patienten


  <tb>3102<sep>Vorname des Patienten


  <tb>3103<sep>Geburtsdatum des Patienten


  <tb>3104<sep>Titel des Patienten


  <tb>3105<sep>Versichertennummer


  <tb>3106<sep>Wohnort des Patienten


  <tb>3107<sep>Strasse des Patienten


  <tb>3108<sep>Versichertenart MER


  <tb>8405<sep>Patienteninformation


  <tb>8407<sep>"Geschlecht" des Patienten


  <tb>3201<sep>Familienname des Hauptversicherten (HV)


  <tb>3202<sep>Vorname des HV


  <tb>3203<sep>Geburtsdatum des HV


  <tb>3204<sep>Wohnort des HV


  <tb>3205<sep>Strasse des HV


  <tb>2002<sep>Kassenname


  <tb>4104<sep>VKNR


  <tb>4106<sep>Kostenträger-Abrechnungsbereich (KTAB)


  <tb>4109<sep>Letzter Einlesetag der VK im Quartal


  <tb>4110<sep>Bis-Datum der Gültigkeit


  <tb>4111<sep>Krankenkassennummer (IK)


  <tb>4112<sep>Versichertenstatus VK


  <tb>4113<sep>Ost/West-Status VK


  <tb>8403<sep>Gebührenordnung


  <tb>4122<sep>Abrechnungsgebiet


  <tb>4209<sep>Auftrag/Diagnose/Verdacht


  <tb>4217<sep>Vertragsarzt-Nr. des Erstveranlassers


  <tb>4218<sep>Überweisung von Vertragsarztnummer


  <tb>4219<sep>Überweisung von anderen Ärzten


  <tb>4220<sep>Überweisung an


  <tb>4239<sep>Scheinuntergruppe


  <tb>4221<sep>Kurativ/Präventiv/Sonstige Hilfen/bei belegärztl. Behandlung


  <tb>4222<sep>Kennziffer OI./O II.


  <tb>4223<sep>Kennziffer O III.


  <tb>8610<sep>Privattarif


  <tb>8601<sep>Name des Rechnungsempfängers (RE)


  <tb>8602<sep>Titel, Vorname des RE


  <tb>8606<sep>Wohnort des RE


  <tb>8607<sep>Strasse des RE


  <tb>8608<sep>Kommentar/Aktenzeichen


  <tb>8503<sep>infektiös


  <tb>8510<sep>Schwangerschaft


  <tb>8511<sep>Schwangerschaftsdauer


  <tb>8504<sep>Medikamenteneinnahme zum Zeitpunkt der Probenentnahme


  <tb>8512<sep>1. Tag des letzten Zyklus


  <tb>3622<sep>Grösse des Patienten


  <tb>3623<sep>Gewicht des Patienten


  <tb>8501<sep>Dringlichkeits-Status


  <tb>8611<sep>zusätzlicher Befundweg


  <tb>8612<sep>Rufnummer


  <tb>8613<sep>zusätzlicher Empfänger


  <tb>8434<sep>Anforderungen


  <tb>8410<sep>Test-Ident


  <tb>8411<sep>Testbezeichnung


  <tb>8428<sep>Probenmaterial-Ident


  <tb>8429<sep>Probenmaterial-Index


  <tb>8430<sep>Probenmaterial-Bezeichnung


  <tb>8431<sep>Probenmaterial-Spezifikation


  <tb>8432<sep>Abnahme-Datum


  <tb>8433<sep>Abnahme-Zeit


  <tb>8520<sep>Menge des Probenmaterials


  <tb>8521<sep>Masseinheit

[0090] Dem Auftraggeber 1 steht zumindest eine graphische Benutzeroberfläche an der Ein- und/ oder Ausgabevorrichtung 5 zur Verfügung, an welcher die Analyseergebnisse des Labors 2 in vorbestimmten Datenfeldern automatisch eingelesen werden. Das Rechnersystem 4 kann durch einen PC, Host-Rechner gebildet werden, wobei die Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 dem Rechnersystem 4 zugeordnet ist. Die Eingabe der Analyseanforderung und/oder der Verdachtsdiagnose und/oder die Ausgabe des Informationskataloges kann auf zumindest einer Internetseite, insbesondere auf einer, die Benutzeroberfläche darstellenden HTML-Seite, durchgeführt werden. Diese die Benutzeroberfläche darstellenden HTML-Seite ist durch den Auftraggeber 1 nicht veränderbar.

   Die Benutzeroberfläche ist beispielsweise durch die Bildschirmmaske, zweckmässig nur zur Eingabe von Daten über die Eingabevorrichtung 5 und Ausgabe der Analyseergebnisse im Steuer- und/oder Verarbeitungsprogramm gebildet, wo. ausschliesslich nur noch eine Interpretation bzw. Darstellung der Analyseergebnisse, vor allem bei Erreichen vorbestimmbarer Grenzwerte von Analyseergebnissen, und eine entsprechende Ausgabe für den Auftraggeber 1 ausgegeben wird. Als Beispiel sei angeführt, dass bei Erreichen eines unteren oder oberen Grenzwertes, beispielsweise des Blutzuckerwertes, eine automatische Ausgabe von Behandlungs- bzw. Therapiemassnahmen durchgeführt wird. Diese den zu bestimmenden Grössen bzw. Parametern zugeordneten Grenzwerte und für diese Grenzwerte hinterlegte Daten für Behandlungs- bzw.

   Therapiemassnahmen sind in zumindest einem Informationskatalog abrufbar hinterlegt.

[0091] Durch die Kommunikationsverbindung zwischen dem Auftraggeber 1 und dem Labor 2, ist es nunmehr möglich, dass seitens des Auftraggebers 1 keine zusätzliche Datenverwaltungseinrichtung 10 für die Informationskataloge erforderlich ist, sondern kann der Auftraggeber 1 auf die in der Datenbank des Laborinformationssystems 22 in Informationskatalogen abrufbar hinterlegten Daten über das Datennetz 41 zugreifen und für sich verwenden. Dieses Informationskataloge können vom Labor 2 laufend aktualisiert werden.

   Die ermittelten Analyseergebnisse werden in der eine Datenarchivierungseinrichtung bildenden Datenbank im Laborinformationssystem 22 ebenfalls abrufbar hinterlegt.

[0092] Wie der Fig. 3 weiters zu entnehmen, besteht auch die Möglichkeit, dass mehrere, z.B. 2 bis 100, Auftraggeber 1 und mehrere, z.B. 2 bis 10, Labors 2 über das globale Datennetz 41, insbesondere Internet, mit einem Zentralverwaltungssystem 42 datenübertragungsfähig verbunden sind. Dieses Zentralverwaltungssystem 42 umfasst zumindest ein Rechnersystem, z.B. PC, und zumindest eine Datenbank, wobei auf dieses Zentralverwaltungssystem 42 nur durch Zugriffsberechtigte ein Zugang, beispielsweise zu der Datenbank, möglich ist. Derartige Zugangsberechtigte können beispielsweise durch eine Expertenvereinigung, z.B. einen Ärzteverbund, gebildet werden.

   Eine derartige Anordnung ermöglicht, dass die zuvor beschriebenen Informationskataloge, die beim Auftraggeber 1 in der Datenverwaltungseinrichtung 10 und/oder beim Labor 2 im Laborinformationssystem 22 abrufbar hinterlegt sind, ausschliesslich im Zentralverwaltungssystem 42 hinterlegt werden.

[0093] Eine derartige internetbasierende Lösung hat den Vorteil, dass die Zeitdauer von der Entnahme bis zum Erhalt des Analyseergebnisses auf die Dauer der Übersendung der Probe sowie die Zeitdauer für die Bearbeitung dieser im Labor 2 verkürzt wird.

[0094] Die Zugriffsmöglichkeit, auf die im Zentralverwaltungssystem 42 und/oder im Laborinformationssystem 22 abrufbar hinterlegten Informationskataloge, sowie die Übersendung bzw.

   Bereitstellung der Daten, insbesondere Auftragsdatensätze, Analyseergebnisse, per Datennetz 41 bietet für den Auftraggeber 1 den Vorteil, dass einerseits die Informationskataloge und/oder die vom Auftraggeber 1 oder dem Labor 2 verwendete Applikationssoftware, insbesondere die Benutzeroberfläche, zentral, z.B. vom Labor 2 und/oder dem Zentralverwaltungssystem 42, gewartet werden kann. Dadurch können Änderungen beispielsweise bei den Probenbehältern 13, beispielsweise Blutabnahmröhrchen, z.B. Änderung der vorgelegten Reagenzien, jederzeit einfach von einer zentralen Stelle aus für die Gesamtheit der an dem Probenmanagementsystem angeschlossenen Auftraggeber 1, z.B. Ärztepraxen, Forschungszentren, Labors 2 etc., verändert bzw. aktualisiert werden.

   Darüber hinaus ist es auf diese Weise möglich, dass zusätzliche Analysemöglichkeiten, welche nunmehr durch das Labor 2 angeboten werden, dem Auftraggeber 1 unproblematisch bereitgestellt werden, so dass ein gesondertes Updating nicht mehr erforderlich ist. Daher können vom jeweiligen Labor 2 die möglichen bzw. angebotenen Untersuchungen fortlaufend aktualisiert und dem Auftraggeber 1 bekannt gegeben werden.

[0095] Mit Hilfe einer mobilen Kommunikationsvorrichtung, wie beispielsweise dem genannten Palm-Size Data Terminal, oder Handy mit WAP-Technologie, Funkgeräte etc., ist es weiters möglich, dass die Daten wiederum über das Datennetz 41, z.B. das Internet, vom Auftraggeber 1, z.B. Ärzte z.B. bei Hauskrankenbesuchen, aber auch Notärzte und Rettungen, an das Labor 2 übermittelt werden.

   Dazu ist diese Kommunikationsvorrichtung, insbesondere mit einer Infrarotschnittstelle ausgestattet.

[0096] Neben der bereits angesprochenen Verschlüsselung der Daten können insbesondere Patientendaten durch geeignete Codierung vom Arzt derart verschlüsselt werden, dass letztendlich die Zuordnung der Analyseergebnisse zum Patienten nur durch den Arzt selbst erfolgen kann und damit die Anonymität des Patienten gewahrt bleibt.

   Somit kann ein Problem, welches z.B. bei HIV auftritt, nämlich die Ausgrenzung der Patienten durch die Gesellschaft durch Datenfluss über "undichte Stellen" nahezu zur Gänze vermieden werden, selbstverständlich unter der Voraussetzung der Einhaltung des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient.

[0097] Des Weiteren ermöglicht das Rechnersystem 4 auch für weniger erfahrene Anwender während der Abnahme Tipps für die Probenbehandlung, z.B. in Art einer Verfahrensanweisung oder Arbeitsanweisung, zu hinterlegen bzw. anzuzeigen.

   Diese Daten einer Verfahrensanweisung oder Arbeitsanweisung sind im Informationskatalog als Bild- und/oder Tondaten hinterlegt und werden über die Benutzeroberfläche bzw. dem Steuer- und/oder Verarbeitungsprogramm an der Ein- und/oder Ausgabevorrichtung 5 ausgegeben.

[0098] Der Informationskatalog kann aus einer Vielzahl von Daten, welche in der Datenbank in Tabellen und/oder Registern hinterlegt sind, für den jeweiligen Verwendungszweck also die jeweilige Verdachtsdiagnose und/oder Analyseanforderung zusammengestellt werden.

   Bezugnehmend auf ein Ausführungsbeispiel zur Analyse von Proben biologischen Ursprungs, insbesondere menschlicher Herkunft, kann dieser Informationskatalog beispielsweise Daten betreffend mehrerer Probenbehälterhersteller und deren Sortimente verschiedener Probenbehälter 13, also beispielsweise Daten über Blutprobenröhrchen mit unterschiedlichen Reagenzien und/oder Urinprobenbehälter und/oder Stuhlprobenbehälter und/oder Gewebeprobenbehälter oder dgl., beinhalten. Der Informationskatalog kann weiters beinhalten, welche Art die Probe sein soll, also welches Material für den konkreten Verwendungszweck entnommen werden soll.

   Bei Proben biologischen Ursprungs kann dieses Material, beispielsweise durch Blut und/oder Serum und/oder Urin und/oder Stuhl und/oder Gewebe und/oder Fruchtwasser, gebildet sein.

[0099] Darüber hinaus können Daten oder Anweisungen über spezielle Abnahmebedingungen dieser Proben, wie beispielsweise das Erfordernis der Nüchternheit bei der Blutentnahme oder die Angabe über eine genaue Entnahmestelle einer Gewebsprobe oder die exakte Schwangerschaftswoche für eine Fruchtwasserentnahme oder dgl., hinterlegt sein. Von grosser Bedeutung ist auch, dass die Informationskataloge die zu bestimmenden Grössen, insbesondere Parameter, einer Probe vorschlagen. Bei einer Blutprobe kann dies beispielsweise der Vorschlag zum Bestimmen eines Blutzuckerwertes, eines Cholesterin- bzw. Triglycerinwertes oder eines Hämoglobinwerts sein.

   Bei einer Stuhlprobe könnten beispielsweise verschiedene Bakterienkulturen zu bestimmen sein. Als zu bestimmende Grösse ist sowohl das Vorhandensein einer gewissen Substanz als auch deren Zahlenwert, also Angaben über eine qualitative und/oder eine quantitative Analyse, zu verstehen.

[0100] Herstellerangaben, welche ebenfalls im Informationskatalog beinhaltet sein können, können beispielsweise durch einen Verweis auf eine beschränkte Haltbarkeit der Probenbehälter 13 bzw. der Reagenzien in den Probenbehältern 13 oder bestimmte Lagerbedingungen, beispielsweise eine Lagertemperatur, umfassen.

[0101] Darüber hinaus können weitere Daten, wie Informationen bezüglich Probenbehandlung, Probenlagerung, Probenverarbeitung oder Probenversand im Informationskatalog mitumfasst sein.

[0102] Die ausgebbaren Informationskataloge können an spezielle Anforderungen bzw.

   Analysemöglichkeiten zumindest eines Labors 2 angepasst sein. Beispielsweise können dadurch die vom Auftraggeber 1 zu verwendenden Probenbehälter 13 bzw. Probenbehälterhersteller definiert sein. Es können beispielsweise jene Analysemöglichkeiten angeboten werden, welche von diesem bestimmten Labor 2 tatsächlich durchgeführt werden. Es ist aber ebenfalls möglich, dass entsprechend dem Umfang der durchzuführenden Analysen die Datenbank - des Auftraggebers 1 oder Zentralverwaltungssytems 42 - jenes zur Verfügung stehende Labor 2, welches die vom Auftraggeber 1 angeforderten Analyseaufgaben bewältigen kann, auswählt und über den Informationskatalog vorschlägt.

   Es ist auch möglich, dass der Informationskatalog vorschlägt, die abzunehmenden Proben an unterschiedliche Labors 2 zur weiteren Analyse zu versenden, um eine rasche Abarbeitung der Proben zu ermöglichen.

[0103] Um die Generierung des Informationskataloges in der Datenbank in der Datenverwaltungseinrichtung 10 zu erleichtern bzw. die Übermittlung von unnötigen Daten zu verhindern, ist es möglich, dass mittels dem Rechnersystem 4 die beim Auftraggeber 1 verfügbaren Probenbehälter 13 ermittelt bzw. dem Rechnersystem 4 die verfügbaren Probenbehälter 13 bekannt werden und beispielsweise bei der Übermittlung der Verdachtsdiagnose bzw. der Analyseanforderung die verfügbaren Probenbehälter 13 an die Datenbank weitergeleitet werden. Anschliessend wird von der Datenbank ein auf die verfügbaren Probenbehälter 13 abgestimmter Informationskatalog ausgegeben.

   Die Information der verfügbaren Probenbehälterhersteller kann beispielsweise durch den vom Auftraggeber 1 verwendeten Probenbehälter 13 mit oder ohne Einschränkung des Sortiments des Probenbehälterherstellers gebildet sein.

[0104] Es sei an dieser Stelle ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der von der Datenbank übermittelte Informationskatalog lediglich eine Vorgabe bzw. ein Vorschlag, der für den jeweiligen Verwendungszweck zu entnehmenden Materialien und zu bestimmenden Grössen bzw. zu verwendenden Probenbehälter 13 darstellt. Dieser Informationskatalog kann vom Auftraggeber 1 je nach seinen Wünschen bzw. Anforderungen frei verändert werden, d.h., dass die tatsächlich abgenommenen und zu analysierenden Materialien bzw. zu bestimmenden Grössen der Proben je nach Anforderung geändert, insbesondere ergänzt oder verringert werden können.

   Der Informationskatalog dient dem Auftraggeber 1 zur bequemeren und besonders zuverlässigen Erstellung der Auftragsdaten von zu analysierenden Proben und enthält zweckmässiger Weise alle für den Auftraggeber 1 hierzu wichtigen und zu beachtenden Daten bzw. Hinweise.

[0105] Der Informationskatalog wird aus einer Vielzahl von möglichen Informationskatalogen generiert bzw. aus einer Vielzahl von in Tabellen und/oder Registern abgespeicherten Daten erstellt, wobei die Datenbank lokal im Rechnersystem 4 des Auftraggebers 1 gespeichert sind oder auch über das Datennetz 41 von einem Serverrechner des Zentralverwaltungssystems 42 aufgerufen werden. Wird die Datenbank auf einem über das Datennetz 41 erreichbaren Server bzw.

   PC hinterlegt, so ist es möglich, dass diese von zumindest einem Zentralverwaltungssystem 42 aus gewartet, insbesondere Informationskataloge bzw. die Tabellen und/oder Register zur Generierung der Informationskataloge aktualisiert werden. Es ist auch möglich, die Datenbank von mehreren Zentralverwaltungssystemen 42 aktualisieren zu lassen, wobei das Sortiment möglicher Probenbehälter 13 zweckmässiger Weise von dem oder den Probenbehälterherstellern aktualisiert wird und die zu analysierenden Grössen der Proben von einer Expertenvereinigung und/oder dem Labor 2 aktualisiert werden.

[0106] Der Informationskatalog kann weiters Bild- und/oder Tondaten enthalten, deren Ausgabe über die Benutzeroberfläche gesteuert werden kann.

[0107] Wenn von einem Material bzw.

   einer Probe eine grössere Menge entnommen werden soll, ist es auch möglich, dass der Informationskatalog mehrere zu verwendende idente Probenbehälter 13 vorschlägt, um diese grössere Menge aufnehmen zu können. Dies ist auch möglich, wenn mehrere Grössen der Probe bzw. des Materials zu bestimmen sind, wobei dadurch die Analysezeiten im Labor 2 wesentlich verkürzt werden können bzw. ein ausreichender Rest der Probe bzw. des Materials im Labor 2 für etwaige Nachuntersuchungen zurückbleibt. Als Rechnersystem 4 kann vom Auftraggeber 1 ein handelsüblicher PC, welcher über einen Datennetzanschluss, insbesondere einen Internetanschluss, also über beispielsweise einen HTML-Browser, der sich eines Protokolls, insbesondere HTTP, bedient, verfügt, verwendet werden.

   Die Eingabe des Krankheitsbildes bzw. der Verdachtsdiagnose und/oder die Ausgabe des Informationskataloges kann dabei über eine Internetseite, insbesondere HTML-Seite, erfolgen.

[0108] Die Eingabe der Verdachtsdiagnose kann derart auf der Internetseite erfolgen, dass diese mit einem Regelwerk beaufschlagt ist. Dabei können, je nach eingegebenen Daten bzw. ausgefüllten Feldern, weitere Auswahl- bzw. Eingabefelder angezeigt oder freigegeben bzw. gesperrt oder ausgeblendet werden. Beispielsweise kann für Proben von männlichen Patienten das Auswahlfeld "schwanger ja nein" ausgeblendet bzw. deaktiviert werden.

[0109] Die weiteren Daten des Informationskataloges können beispielsweise auch durch Erfahrungswerte ergänzt werden. Beispielsweise kann ein üblicher Zeitbedarf zur Durchführung der Analysen angegeben werden.

   Dies ist insbesondere bei bakteriologischen Untersuchungen von Bedeutung, da bei derartigen Analysen oft Wartezeiten von mehren Wochen in Kauf genommen werden müssen, auf die der Auftraggeber 1 hingewiesen werden sollte.

Bezugszeichenaufstellung

[0110] 
1 : Auftraggeber
2 : Labor
3 : Patient
4 : Rechnersystem
5 : Ein- und/oder Ausgabevorrichtung
6 : Terminal
7 : 
8 : Datenleitung
9 : Datenverwaltungseinrichtung
10 : Datenverwaltungseinrichtung
11 : Erfassungseinrichtung
12 : Druckereinrichtung
13 : Probenbehälter
14 : Datenträger (Probenbehälter)
15 : Barcode
16 : Datenträger
17 : Auftragsschein
18 : Container
19 : Vorrichtung
20 : Auftragserfassungsstelle
21 : Ein- und/oder Ausgabevorrichtung
22 : Laborinformationssystem
23 : Anlagenleitstand
24 : Datenleitung
25 : Sortieranlage
26 : Analysestation
27 : Erfassungseinrichtung
28 : Archivierungseinrichtung
29 : Abschnitt
30 :

   Abschnitt
31 : Datenfeld
32 : Datenfeld
33 : Datenfeld
34 : Datenfeld
35 : Datenfeld
36 : Datenfeld
37a : Datenfeld
37b : Datenfeld
37c : Datenfeld
38 : Datenfeld
39 : Datenfeld
40 : Datenblock
41 : Datennetz
42 : Zentralverwaltungssystem

Claims (22)

1. Verfahren zur Erstellung eines Auftragsdatensatzes für zumindest eine, in einem Labor zu analysierende Probe eines Systems, die in mindestens einem Probenbehälter aufbewahrt von einem Auftraggeber an ein Labor zugestellt wird, bei dem für das System eine unverwechselbare Identifikationsnummer festgelegt und zumindest eine Analyseanforderung für die Probe als Testanforderung an das Labor auf einem Rechnersystem elektronisch erfasst und anhand der Analyseanforderung ein elektronische Daten enthaltender Informationskatalog vom Rechnersystem aus einer Datenbank ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Rechnersystem zumindest aus der Testanforderung, den Daten aus dem Informationskatalog und der Identifikationsnummer zumindest einen einheitlichen, maschinenverarbeitbaren Auftragsdatensatz erstellt,
mittels welchem im Labor eine Sortieranlage zur koordinierten Verteilung der Probenbehälter zu einer von mehreren Analysestationen oder eine Analysestation angesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Informationskatalog Daten über den zumindest einen vom Auftraggeber zu verwendenden Probenbehälter hinterlegt sind.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Informationskatalog Daten über spezielle Entnahmebedingungen hinterlegt sind.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Informationskatalog Daten von zumindest einem, von der Probe zu bestimmenden Parameter hinterlegt sind.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Informationskatalog Daten betreffend Probenbehandlung, Probenlagerung, Probenverarbeitung, Probenversand oder einer zu erwartenden Wartezeit bis zum Erhalt von Analyseergebnissen hinterlegt sind.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Informationskatalog Daten über spezielle Anforderungen und Analysemöglichkeiten zumindest eines Labors hinterlegt sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten aus dem Informationskatalog vom Rechnersystem vermittels eines Steuer- und Verarbeitungsprogramms an einer Ausgabevorrichtung vorgegeben und durch den Auftraggeber ergänzt, verändert oder übernommen werden und daraus die Testanforderungen an das Labor generiert werden.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftragsdatensatz ferner Identifikationsdaten des Auftraggebers enthält.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Identifikationsdaten des Auftraggebers eine unverwechselbare Auftragsnummer in maschinenlesbarer Form aufweisen.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftragsdatensatz ferner Daten des Probenbehälters enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten des Probenbehälters die Auftragsnummer umfassen.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftragsdatensatz auf einem physischen Datenträger abgespeichert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger innerhalb des Werkstoffs vom Probenbehälter oder am Probenbehälter angeordnet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenträger den Auftragsdatensatz graphisch in Form eines 2D-Barcodes enthält.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftragsdatensatz in mehrere voneinander getrennte Datenblöcke mit festgelegter Speichergrösse abgebildet wird.
16. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Interpretationssprache des 2D-Barcodes die Labordatenträger-Datensatzbeschreibung der deutschen kassenärztlichen Bundesvereinigung verwendet wird.
17. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Probenbehälter vor seiner eigentlichen Verwendung über seine Daten eindeutig identifiziert wird, wobei diese Daten über eine Erfassungseinrichtung in das Rechnersystems bei dessen Verwendung erfasst werden und nach dem Erfassen der Daten des Probenbehälters ein menügesteuertes Steuer- und Verarbeitungsprogramm geöffnet wird.
18. Verfahren nach Anspruch 1 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass im menügesteuerten Steuer- und Verarbeitungsprogramm die Testanforderung durch den Auftraggeber erfasst, die Daten aus dem Informationskatalog bereitgestellt und die Identifikationsnummer aus der Datenbank ausgelesen oder vom Auftraggeber erfasst werden und gegebenenfalls für diesen Auftrag die Auftragsnummer vom Rechnersystem erstellt wird und darauffolgend vom Rechnersystem aus der Testanforderung, den Daten aus dem Informationskatalog, der Identifikationsnummer und gegebenenfalls der Auftragsnummer zumindest ein gemeinsamer, einheitlicher, maschinenverarbeitbarer Auftragsdatensatz erstellt wird.
19. Verfahren nach Anspruch 1 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Auftragsdatensatz in ein Datennetz übertragen wird, wobei hierzu der Auftragsdatensatz in einem strukturierten Datenformat, welches sowohl Dateninhalt als auch die Darstellung der Daten definiert, erstellt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Rechnersystem ein Computer verwendet, die Datenbank auf einem mit einem Datennetz verbindbarem Server hinterlegt wird und die Eingabe der Analyseanforderung und die Ausgabe der Daten aus dem Informationskatalog auf zumindest einer Internetseite durchgeführt wird.
21. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenbank über das bevorzugt globale Datennetz von zumindest einem Zentralverwaltungssystem gewartet wird, wobei die Daten betreffend das Sortiment möglicher Probenbehälter von dem oder den Probenbehälterhersteller(n) oder Daten betreffend die zu analysierenden Parameter der Proben von einer Expertenvereinigung oder dem Labor aktualisiert werden.
22. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nach erfolgter Analyse die ermittelten Parameter per Datennetz dem Auftraggeber elektronisch übermittelt werden.
CH00374/04A 2001-09-05 2002-09-05 Erstellung eines Auftragsdatensatzes für eine zu analysierende Probe. CH696603A5 (de)

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