CH696974A5 - Spindel für Spinn oder Zwirnmachinen. - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Spindel für Spinn- oder Zwirnmaschinen mit umlaufendem Spindelschaft, der in einem Spindellagergehäuse mittels eines Halslagers und eines Fusslagers gelagert ist, welch Letzteres eine Fusslagerhülse enthält, die in einem Zentrierrohr angeordnet ist, das im Bereich des Halslagers im Spindellagergehäuse eingespannt und im Bereich des Fusslagers radial beweglich über eine Dämpfungsspirale am Spindellagergehäuse abgestützt ist, wobei das Zentrierrohr zwischen dem Halslager und der Fusslagerhülse auf Grund einer wendelförmig umlaufenden Aussparung eine Biegezone aufweist, die mit einem Teilbereich unabgestützt in die Dämpfungsspirale eintaucht.
Eine Spindel dieser Art ist durch die deutsche Auslegeschrift 1 136 918 Stand der Technik. Bei dieser Druckschrift geht es an sich um eine Sicherung des abhebbaren Spindeloberteiles gegen ein unbeabsichtigtes Abheben. Diese Druckschrift zeigt ohne nähere Beschreibung in den Figuren eine übliche Ausführung, gemäss weicher ein eingangs erläutertes Zentrierrohr vorgesehen ist, welches auf Grund einer wendelförmig umlaufenden Aussparung eine Biegezone aufweist. Derartige Zentrierrohre stützen sich üblicherweise an der gesamten Länge einer Dämpfungsspirale ab, wobei die Biegezone ausserhalb, d.h. über der Dämpfungsspirale liegt. Bei der genannten Druckschrift ist jedoch ohne nähere Beschreibung ein Ausführungsbeispiel abgebildet, bei welchem die Biegezone mit einem Teilbereich unabgestützt in die Dämpfungsspirale eintaucht. Eine Erläuterung für die vom üblichen Standard abweichende Ausführung ist in der Druckschrift nicht gegeben.
Bei Spindeln der eingangs genannten Art geht der Trend zu kleineren Durchmessern und kürzeren Längen des Spindelschaftes. Dadurch sollen höhere Betriebsdrehzahlen verwirklicht werden. Wegen der umlaufenden wendelartigen Aussparung können allerdings die Zentrierrohre die genannte Verkleinerung nicht im gleichen Masse mitmachen wie die Spindelschäfte. Wenn nun, bei kürzer werdendem Spindelschaft, sich der Lagerabstand zwischen dem Halslager und dem Fusslager verringert, führt dies zwangsläufig dazu, dass das Zentrierrohr mit seiner Biegezone in die Dämpfungsspirale tiefer eintaucht. Die Biegezone soll sich jedoch nicht an der Dämpfungsspirale abstützen, weil sonst die Flexibilität innerhalb der Biegezone verloren ginge.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zu Grunde, eine Spindel der eingangs genannten Art speziell für einen Spindelschaft auszulegen, der im Durchmesser kleiner und in seiner Länge kürzer ist als die heute üblichen Spindelschäfte, und der insbesondere am Halslager einen Durchmesser von weniger als 6,8 mm, was heute der Standard ist, aufweist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der in die Dämpfungsspirale eintauchende unabgestützte Teilbereich mehr als die Hälfte der Biegezone beträgt.
Gemäss der Erfindung wird die eingangs erwähnte, mehr zufällig abgebildete Spindel mit einer Bemessungsregel versehen, die in der genannten Druckschrift nicht angesprochen ist. Insbesondere wenn der in die Dämpfungsspirale eintauchende unabgestützte Teilbereich etwa zwei Drittel der Biegezone beträgt, entsteht eine Spindel, bei der sich das Zentrierrohr nur noch im Bereich des Fusslagers an der Dämpfungsspirale abstützt. Es hat sich gezeigt, dass dies durchaus ausreichend ist. Die Biegesteifigkeit des Zentrierrohres wird von der Dämpfungsspirale dadurch nicht beeinträchtigt. Abweichend vom bisherigen Standard ist deshalb nun vorgesehen, dass sich das Zentrierrohr nur etwa auf einem Drittel der Länge der Dämpfungsspirale abstützt.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels.
Die erfindungsgemässe, vertikal angeordnete und als Ringspindel ausgebildete Spindel 1 enthält einen zu Drehungen antreibbaren Spindelschaft 2, der in einem als Rollenlager ausgebildeten Halslager 3 sowie in einem zweiteiligen Fusslager 4 gelagert ist. Das Halslager 3 und das Fusslager 4 befinden sich in einem mehrteiligen Spindellagergehäuse 5.
Das Spindellagergehäuse 5 besteht im Wesentlichen aus einer einen Boden 6 aufweisenden zweiteiligen Hülse 7,8 sowie einem das Halslager 3 aufnehmenden Lagerkopf 9, der mittels eines Presssitzes 10 in die Hülse 7,8 von oben eingesetzt ist. Im Inneren des Spindellagergehäuses 5 befindet sich im Bereich des Fusslagers 4 ein Ölbad.
Das Fusslager 4 enthält eine die radialen Kräfte aufnehmende Fusslagerhülse 11 sowie eine die axialen Kräfte aufnehmende Spurplatte 12. Die Fusslagerhülse 11 ist in einem Zentrierrohr 13 gehalten, welches seinerseits mittels eines Presssitzes 14 im Lagerkopf 9 eingespannt ist. Das Zentrierrohr 13 enthält eine wendelförmige Aussparung 15, welche das Zentrierrohr 13 in einem gewünschten Mass biegeweich macht, so dass es im Bereich des Fusslagers 4 radial beweglich ist.
Zwischen der zylindrischen Innenkontur der Hülse 7,8 und der zylindrischen Aussenkontur des Zentrierrohres 13 befindet sich ein Ringspalt, der in bekannter Weise eine Dämpfungsspirale 16 aufnimmt. Die Dämpfungsspirale 16 ist insgesamt im Ölbad angeordnet. Durch Querbohrungen 17, 18 im Zentrierrohr 13 steht der die Dämpfungsspirale 16 enthaltende Ringraum mit dem Ölbad des Fusslagers 4 in Verbindung. Das Zentrierrohr 13 stützt sich über die Dämpfungsspirale 16 am Spindellagergehäuse 5 ab. Nach oben ist die Dämpfungsspirale 16 über einen Distanzring 19 abgestützt.
Die Spindel 1 ist zusammen mit einer Vielzahl weiterer, nebeneinander angeordneter Spindeln in einer nur strichpunktiert angedeuteten Spindelbank 20 in bekannter Weise befestigt. Der Spindel 1 ist ferner ein nicht dargestellter Antriebswirtel zugeordnet, wobei sämtliche Antriebswirtel von einem in Maschinenlängsrichtung durchlaufenden Antriebsriemen angetrieben sein können.
Die Erfindung befasst sich insbesondere mit einer Spindel 1, deren Spindelschaft 2 im Bereich des Halslagers 3 einen kleineren Durchmesser aufweist, als dies heute der Standard ist, also einen kleineren Durchmesser als 6,8 mm. Da bei reduziertem Halslagerdurchmesser, aus dynamischen Gründen die Biegesteifigkeit des Spindelschaftes 2 nicht verringert werden soll, bedeutet dies, dass der Abstand zwischen dem Halslager 3 und dem Fusslager 4 kleiner werden muss. Das Zentrierrohr 13, welches über 360 deg. mit einer wendelförmigen Aussparung 15 ausgefräst ist, damit es eine entsprechend weiche Biegezone B aufweist, kommt daher in den Bereich der Dämpfungsspirale 16. Damit die Biegezone B in ihrer Wirkung nicht beeinträchtigt wird, darf sich das Zentrierrohr 13 dabei nicht im Bereich der Biegezone B an der Dämpfungsspirale 16 abstützen. Es ist daher vorgesehen, dass die Biegezone B mit einem Teilbereich T in die Dämpfungsspirale 16 eintaucht. Erfindungsgemäss wird dieser Teilbereich T so bemessen, dass er mehr als die Hälfte der Biegezone B beträgt. Vorzugsweise beträgt der in die Dämpfungsspirale 16 eintauchende unabgestützte Teilbereich T etwa zwei Drittel der Biegezone B.
Es hat sich gezeigt, dass es genügt, wenn sich das Zentrierrohr 13 nur etwa auf einem Drittel der Länge L der Dämpfungsspirale 16 abstützt. Das Zentrierrohr 13 stützt sich damit im Wesentlichen nur im Bereich des Fusslagers 4 an der Dämpfungsspirale 16 ab und ist oberhalb und unterhalb davon weitgehend unabgestützt. Damit wird trotz reduzierter Länge des Spindelschaftes 2 die Biegeweichheit des Zentrierrohres 13 nicht beeinträchtigt.
Claims (4)
1. Spindel für Spinn- oder Zwirnmaschinen, mit umlaufendem Spindelschaft, der in einem Spindellagergehäuse mittels eines Halslagers und eines Fusslagers gelagert ist, welch Letzteres eine Fusslagerhülse enthält, die in einem Zentrierrohr angeordnet ist, das im Bereich des Halslagers im Spindellagergehäuse eingespannt und im Bereich des Fusslagers radial beweglich über eine Dämpfungsspirale am Spindellagergehäuse abgestützt ist, wobei das Zentrierrohr zwischen dem Halslager und der Fusslagerhülse auf Grund einer wendelförmig umlaufenden Aussparung eine Biegezone aufweist, die mit einem Teilbereich unabgestützt in die Dämpfungsspirale eintaucht, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Dämpfungsspirale (16) eintauchende unabgestützte Teilbereich (T) mehr als die Hälfte der Biegezone (B) beträgt.
2. Spindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Dämpfungsspirale (16) eintauchende unabgestützte Teilbereich (T) etwa zwei Dritter der Biegezone (B) beträgt.
3. Spindel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Zentrierrohr (13) nur im Bereich des Fusslagers (4) an der Dämpfungsspirale (16) abstützt.
4. Spindel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Zentrierrohr (13) nur etwa auf einem Drittel der Länge (L) der Dämpfungsspirale (16) abstützt.
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