CH697005A5 - Raumtransporter - Google Patents

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CH697005A5
CH697005A5 CH01485/04A CH14852004A CH697005A5 CH 697005 A5 CH697005 A5 CH 697005A5 CH 01485/04 A CH01485/04 A CH 01485/04A CH 14852004 A CH14852004 A CH 14852004A CH 697005 A5 CH697005 A5 CH 697005A5
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Mark Cleveland
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Boeing Co
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Description


  Technisches Gebiet

[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Nutzlastverkleidungen für Raumtransporter und insbesondere auf eine Schnittstelle zwischen der Verkleidung und dem Raumtransporter. Des Weiteren beziehen sie sich auf Verfahren zum Betrieb des Raumtransporters.

Stand der Technik

[0002] Raumtransporter werden dazu verwendet, Nutzlasten in die Umlaufbahn um die Erde zu befördern. Die Nutzlast muss jedoch vor der beim Abschuss entstehenden Atmosphäre geschützt werden. Die erzeugten hohen Temperaturen und Drücke können eine empfindliche Nutzlast beschädigen. Gewöhnlich wird zum Schutz der Nutzlast eine Verkleidung verwendet. Die Verkleidung umgibt die Nutzlast in der Nasenpartie des Raumtransporters. Gewöhnlich ist die Verkleidung lösbar an der Oberstufe des Raumtransporters montiert.

   Sobald die Rakete die Atmosphäre verlässt, wird die Verkleidung vom Raumtransporter abgesprengt und abgeworfen.

[0003] Während des Fluges sind Raumfahrzeuge unterschiedlichen schädlichen Umgebungsbedingungen ausgesetzt, unter anderem auch Stössen. Die beiden wichtigsten Ursachen von Stössen auf die Nutzlast sind die Abtrennung der Nutzlastverkleidung und die Abtrennung der Nutzlast. Bisher wurde zwischen der Verkleidung und der Befestigung der Nutzlast eine mechanische Stossdämpfung verwendet, beispielsweise mittels Dämpfungsringen. Damit besteht jedoch weiterhin ein direkter Weg der Stossübertragung. Obwohl die verwendeten Dämpfungsringe die auf die Nutzlast wirkenden Stösse dämpfen, sind sie anfällig im Betrieb, umständlich einzubauen und bewirken eine unnötige Gewichtserhöhung des Raumtransporters.

   Zudem weisen moderne Raumfahrzeuge mehr hochempfindliche Komponenten auf als früher und müssen deshalb auf Kosten der nutzbaren orbitbezogenen Nutzlastmasse für höhere Stoss- und Vibrationsbelastungen im Flug ausgelegt sein. Raumfahrzeuge müssen kostspieligen, zeitraubenden Bodentests unterzogen werden, um die Nutzlastfähigkeit in schwierigen Flugumgebungen mit zufälligen Vibrationen, Schall und Stössen zu prüfen. Die Abtrennung des Raumfahrzeugs über ein Spannband ist gewöhnlich die Hauptquelle von Stössen, für welche die Bauteile ausgelegt sind. Während den letzten Jahren haben die Hersteller von Raumfahrzeugen die Entwicklung mehrerer Low-Shock-Spannbandsysteme für Flüge mit unterschiedlichen Raumtransportern unterstützt. Raumfahrzeuge werden gewöhnlich für diese Bedingungen geprüft, indem zwei Spannband-Auslösungstests durchgeführt werden.

   Falls ein Low-shock-Spannband verwendet wird, wird sodann die Verkleidung zur Hauptquelle von Stössen. Da es jedoch schwierig und kostspielig wäre, das Raumfahrzeug in einem vollständigen Verkleidungs-Abtrennungstest zu prüfen, werden Raumfahrzeuge im Spannband-Auslösungstest für höhere Beschleunigungen geprüft, damit sie den Stoss aushalten.

[0004] Es besteht deshalb ein Bedürfnis nach einer Anordnung, welche die Stärke der während der Abtrennung der Verkleidung auf die Nutzlast wirkenden Stösse verringert.

Kurzbeschreibung der Erfindung

[0005] Die vorliegende Erfindung schafft eine magnetische Schnittstelle zwischen der Nutzlastverkleidung und dem Raumtransporter, wodurch die Verkleidung vom Raumfahrzeug angehoben wird,

   wenn sie vom Raumtransporter abgetrennt wird.

[0006] Gemäss einem Aspekt der Erfindung wird diese Aufgabe durch den Raumtransporter nach Patentanspruch 1 gelöst.

[0007] Gemäss einem weiteren Aspekt der Erfindung wird diese Aufgabe durch ein Verfahren nach Patentanspruch 12 gelöst.

[0008] Die weiteren Ansprüche geben jeweils bevorzugte Ausführungsformen des Raumtransporters beziehungsweise des Verfahrens an.

[0009] Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die geringeren Stösse auf die Nutzlast während der Abtrennung der Verkleidung die Gefahr von Schäden an der Nutzlast vermindert wird.

   Zudem müssen Startqualität und Leistungsfähigkeit des Raumtransporters nicht dem zusätzlichen Gewicht der vorbekannten Anschlussverfahren geopfert werden.

[0010] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden anhand der näheren Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen und den nachfolgenden Patentansprüchen ersichtlich.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

[0011] 
<tb>Fig. 1<sep>zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemässen Raumtransporters.


  <tb>Fig. 2<sep>zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Verkleidung.


  <tb>Fig. 3<sep>zeigt eine Innenansicht einer erfindungsgemässen Verkleidung.


  <tb>Fig. 4<sep>zeigt einen globalen Querschnitt der Schnittstelle zwischen der Nutzlastbefestigungsvorrichtung und der Verkleidung.


  <tb>Fig. 5<sep>zeigt einen Querschnitt der Schnittstelle gemäss Fig. 4.


  <tb>Fig. 6<sep>zeigt einen Querschnitt einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemässen Schnittstelle zwischen der Verkleidung und der Nutzlastbefestigungsvorrichtung.


  <tb>Fig. 7<sep>zeigt einen Querschnitt einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemässen Schnittstelle zur Verkleidung.


  <tb>Fig. 8<sep>zeigt einen vergrösserten Querschnitt einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Magnetpositionen.


  <tb>Fig. 9<sep>zeigt ein Diagramm des Spektrums der Stossantwort als Funktion der Eigenschwingung der Stösse eines Standard-Spannbands, einer Nutzlastverkleidung, eines Low-shock-Spannbands und der erfindungsgemässen magnetischen Schnittstelle.


  <tb>Fig. 10<sep>zeigt ein Diagramm des Übertragungsstosses ohne Dämpfungsringe, mit Dämpfungsringen und mit den erfindungsgemässen Magneten.

Geeignete Ausführungen der Erfindung

[0012] In den nachfolgenden Figuren sind gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Obwohl die Erfindung anhand verschiedener Ausführungsformen mit unterschiedlichen Querschnitten und einer unterschiedlichen Anzahl Magnete dargestellt wird, ist sie ebenso anwendbar auf andere Querschnitte und eine andere Anzahl Magnete.

[0013] Die Fig. 1 und 2 zeigen einen Raumtransporter 10 mit einer Abdeckung oder einer Verkleidung 12. Die Verkleidung 12 umgibt eine Nutzlast 14, im Allgemeinen einen Satelliten oder ein anderes Raumfahrzeug. Selbstverständlich kann eine beliebige geeignete Nutzlast befördert werden und dabei ein beliebiger Raumtransporter verwendet werden.

   Die Verkleidung 12 weist im Allgemeinen drei Teile auf, und zwar einen zylindrischen Teil 16, einen Nasenkonus 18 und eine Nasenkappe 20. Die Verkleidung 12 ist aus Sektoren 22 zusammengesetzt, von welchen einer in Fig. 2 dargestellt ist. Die Verkleidung 12 umgibt die Nutzlast und schützt diese vor und während des Abschusses bis zu einem vorgegebenen Punkt der Startsequenz. Dieser vorgegebene Punkt kann beispielsweise bei einer genügenden Höhe erreicht sein. An diesem vorgegebenen Punkt wird die Verkleidung 12 abgeworfen oder geöffnet, und die Sektoren 22 werden voneinander getrennt und fallen von der Nutzlast 14 ab.

[0014] Die Nutzlast muss vor der beim Abschuss entstehenden Umgebung geschützt werden. Die entstehenden hohen Temperaturen und Drücke können die empfindliche Nutzlast beschädigen.

   Weiter muss die Nutzlast vor dem Stoss beim Lösen der Sektoren 22 im vorgegebenen Zeitpunkt während der Startsequenz geschützt werden. Antennen oder andere Fortsätze können durch den Stoss beim Ablösen der Verkleidung leicht beschädigt werden. Die erfindungsgemässe Verkleidung 12 ist so konstruiert, dass der auf die Nutzlast 14 wirkende Stoss beim Öffnen der Sektoren 22 gedämpft wird.

[0015] Die Verkleidung 12 ist aus einer Anzahl Sektoren 22 zusammengesetzt. Gewöhnlich werden zwei oder drei Sektoren 22 verwendet, dem Fachmann ist es jedoch klar, dass eine andere Anzahl von Sektoren verwendet werden können. Zusammen bilden die Sektoren 22 das Schutzgehäuse für die Nutzlast 14. Die Sektoren 22 sind mit herkömmlichen Mitteln miteinander verbunden, um die Verkleidung 12 zu bilden.

   Bevorzugt besteht die Verbindung aus einer energetisch trennbaren Verbindung, wie sie beim Bau von Verkleidungen für Raumfahrzeuge an sich bekannt ist. Die Teile der trennbaren Verbindung sind gewöhnlich mit den Rändern der Sektoren 22 verklebt oder mechanisch mit diesen verbunden. Die Verbindungen sind versiegelt, um einen sicheren Zusammenhalt der Anordnung zu gewährleisten, bis die Verkleidung 12 von der Nutzlast 14 abgetrennt wird. In einer Ausführung werden Druckgas oder Explosivvorrichtungen mit Verbindern verwendet, um die Sektoren 22 zum gewünschten Zeitpunkt durch das Druckgas oder die Explosion voneinander und von der Nutzlast zu trennen. Die Explosivvorrichtungen können ferngezündet werden, wenn das Fahrzeug eine vorgegebene Höhe erreicht hat, und die Sektoren fallen von der Nutzlast ab.

   Die Nutzlast liegt dann frei.

[0016] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht der Innenseite der Verkleidung 12. Wie weiter unten beschrieben, weist die Verkleidung 12 einen am Umfang umlaufenden Ring 24 auf. Wie unten ebenfalls beschrieben, enthält der Ring 24 Magnete, die mit Magneten auf dem Körper des Raumtransporters zusammenwirken.

[0017] Fig. 4 zeigt einen Querschnitt im Endzustand der Verkleidung 12, der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 und einer dazwischenliegenden Schnittstelle 28. Ferner ist die an die Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 angekoppelte Nutzlast 14 dargestellt. Die Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 ist direkt an der Oberstufe des Körpers des Raumtransporters 10 befestigt.

   Die Verkleidung 12 und die Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 sind im Querschnitt allgemein kreisförmig und weisen daher eine am Umfang umlaufende kreisförmige Schnittstelle 28 auf.

[0018] In Fig. 5 ist die Schnittstelle 28 detaillierter dargestellt. Wie die Figur zeigt, sind mehrere Nuten 30a, 30b und 30c in der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 ausgebildet. Die Nut 30a ist in einer oberen Fläche 34 einer Lippe 32 der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 angeordnet. Die Nut 30b ist in einer Seitenfläche 36 der Lippe 32 angeordnet. Die Nut 30c ist in einer unteren Fläche 38 der Lippe 32 angeordnet. Drei Magnete 40a, 40b und 40c sind jeweils in den Nuten 30a, 30b und 30c angeordnet.

[0019] Der Ring 24 der Nutzlastverkleidung 12 weist eine obere Fläche 42, eine Seitenfläche 44 und eine untere Fläche 46 auf. Diese Flächen sind komplementär zu denjenigen der Lippe 32.

   Somit liegen die Flächen 42, 44 und 46 allgemein parallel zu den Flächen 34, 36 und 38. Durch die komplementären Flächen verbleibt ein Spalt 54 zwischen denselben. Die obere Fläche 42, die Seitenfläche 44 und die untere Fläche 46 weisen je eine Nut 48a, 48b bzw. 48c auf. Die Nuten enthalten vorzugsweise je einen Magneten 50a, 50b und 50c.

[0020] Die Magnete 40a, 40b und 40c sowie die Magnete 50a, 50b und 50c sind vorzugsweise Neodym-Seltenerd-Magnete. In einer konstruktiven Ausführung wurden acht Nuten, d.h. vier Paare gegenüberliegender Nuten verwendet. Ausserdem können unterschiedliche Abschirmungen 52 um die Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26, die Nutzlastverkleidung 12 und die Magnete 40a, 40b, 40c, 50a, 50b und 50c angeordnet sein. Die Abschirmung 52 kann dazu dienen, die Nutzlast und den Transporterkörper gegenüber magnetischer Energie abzuschirmen.

   Die Nutzlastverkleidung 12 schwebt auf Grund der Abstosskräfte zwischen den Magneten 40a, 40b und 40c und den Magneten 50a, 50b, 50c über der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26. Die Magnete sind also vorzugsweise derart ausgerichtet, dass gleiche Pole aneinanderliegen. Beispielsweise ist die Aussenfläche des Magnets 50a vorzugsweise ein Südpol, während der Magnet 40a ebenfalls ein Südpol ist. Das Gegenteil ist ebenfalls möglich. Durch das Schweben entsteht zwischen der Nutzlastverkleidung 12 und der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 ein Spalt 54.

   Es sei angemerkt, dass sich die obere Fläche 34 und die obere Fläche 42 oder Teile davon während des Abschusses tatsächlich berühren können, bis der Raumtransporter eine vorgegebene Höhe erreicht hat und eine geringere Kraft auf die Nutzlastverkleidung 12 wirkt, so dass sich zwischen den Magneten 40a und 50a ein Spalt 54 bildet. Vor dem Öffnen der Nutzlastverkleidung 12 bildet sich der Spalt 54 durch die Magnetkräfte der Magnete. Somit übertragen sich die Stosskräfte beim Öffnen nicht auf die Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26. Beispielsweise liegt die obere Fläche 34 bei über 3 g auf der oberen Fläche 42 auf. Bei unter 3 g bleibt der Spalt 54 erhalten.

[0021] In Fig. 6 ist ein Teil des Raumtransporters 10 dargestellt, der über einen Bolzen 56 mit der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 verbunden ist.

   Bei dieser Ausführung ist die obere Fläche 34 ¾ unter einem Winkel gegenüber der unteren Fläche 38 ¾ angeordnet. In dieser Ausführung ist eine vierte Nut 30 ¾d mit einem Magneten 40 ¾d dargestellt. Auch der Ring 24 weist eine zusätzliche Nut 48 ¾d mit einem zusätzlichen Magneten 50 ¾d auf.

[0022] Auch bei dieser Ausführung können sich die obere Fläche 34 ¾ und die obere Fläche 42 ¾ berühren, wenn eine übermässige Kraft auf die Verkleidung 12 wirkt, beispielsweise während des Abschusses.

[0023] In Fig. 7 ist eine dritte Ausführungsform der Schnittstelle 28 ¾ ¾ dargestellt. Bei dieser Ausführung sind auf der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 Zwischenflächen 58, 59 und auf der Verkleidung 12 Zwischenflächen 60, 61 ausgebildet.

   Die Zwischenflächen 58, 59, 60 und 61 liegen jeweils zwischen den Seitenflächen 36 ¾ ¾ und 44 ¾ ¾ und den unteren Flächen 38 ¾ ¾ und 46 ¾ ¾. Die Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 weist eine obere Fläche 34 ¾ ¾, eine Seitenfläche 36 ¾ ¾ und eine untere Fläche 38 ¾ ¾ auf. Die Verkleidung 12 weist eine obere Fläche 42 ¾ ¾, eine Seitenfläche 44 ¾ ¾ und eine untere Fläche 46 ¾ ¾ auf. Somit weisen die Lippe 32 ¾ ¾ und der Ring 24 ¾ ¾ jeweils komplementäre Flächen auf, welche gegenüber denjenigen gemäss den Fig. 5 und 6 abgeändert sind.

[0024] Gemäss Fig. 8 können die Nuten 30a, 30b und 30c sowie 48a, 48b und 48c bei allen Ausführungen gleich ausgebildet sein. Die Nuten der Verkleidung 12 und der Nutzlastbefestigungsvorrichtung 26 können jeweils als Schlüssellochnuten 62 ausgebildet sein. Die Schlüssellochnut kann in der Fläche durchgehend ausgebildet sein.

   Es kann jedoch auch eine unterbrochene Nut verwendet werden. Die Nuten entsprechen vorzugsweise der Form des Magnets 40a und 40b. Die Magnete können mit einer Schraube, mit Klebstoff oder durch andere Befestigungsmittel in ihrer Lage gehalten werden.

[0025] In Fig. 9 sind verschiedene Stossantworten gegen ihre Eigenschwingungsfrequenz dargestellt. Die obere Linie entspricht dem Stoss bei einem Standard-Spannband bei der Abtrennung der Nutzlast. Die mittlere Linie entspricht dem Nutzlastverkleidungsstoss, während die unterste Linie den Stoss bei der Auslösung eines Low-shock-Spannbands zeigt. Das erfindungsgemäss angestrebte Maximum liegt somit unter dem Low-shock-Spannband.

[0026] In Fig. 10 wurde ein simulierter Test ohne Dämpfungsringe, mit drei Ringen und mit einer magnetischen Verbindung gemäss vorliegender Erfindung durchgeführt.

   Heute werden zwischen der Nutzlastbefestigungsvorrichtung und der Nutzlast Separationssysteme eingesetzt, welche die Stösse auf die Nutzlast verringern. Solche Vorrichtungen umfassen Spannbänder und diskrete Separationsmuttern. Somit verbleibt als Hauptquelle von Stössen die Abtrennung der Nutzlastverkleidung. Im Betrieb heben die Magnete die Verkleidung während des Zusammenbaus der Verkleidung und der Nutzlastbefestigungsvorrichtung von dieser ab und bilden so den Spalt. Beim Abschuss werden übermässige Kräfte erzeugt, welche die Nutzlastverkleidung gegen die Nutzlastbefestigungsvorrichtung drücken. In einer grösseren Höhe wirkt ein geringerer Druck bzw. eine geringere Kraft auf die Nutzlastverkleidung, so dass die Nutzlastverkleidung von der Nutzlastbefestigungsvorrichtung abgehoben wird und sich dazwischen ein Spalt bildet.

   Danach wird das Öffnen der Nutzlastverkleidung eingeleitet, ohne dass der Stoss von der Nutzlastbefestigungsvorrichtung zur Nutzlast übertragen wird.

[0027] Während bestimmte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt und beschrieben worden sind, sind zahlreiche Änderungen und Varianten für den Fachmann ersichtlich. Demgemäss ist die Erfindung nur durch die nachfolgenden Patentansprüche beschränkt.

Claims (15)

1. Raumtransporter (10) enthaltend: einen Raumtransporterkörper mit einer darin ausgebildeten ersten Nut (30); einen ersten, in der ersten Nut angeordneten Magneten (40); eine an den Transporterkörper anschliessende Verkleidung (12), in welcher eine zweite Nut (48) ausgebildet ist, die der ersten Nut gegenüberliegt; einen zweiten Magneten (50), der derart in der zweiten Nut angeordnet ist, dass der zweite Magnet den ersten Magneten abstösst.
2. Raumtransporter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (40) und der zweite (50) Magnet Neodym enthalten.
3. Raumtransporter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Raumtransporterkörper eine Nutzlastbefestigungsvorrichtung (26) aufweist, wobei die erste Nut (30) innerhalb der Nutzlastbefestigungsvorrichtung angeordnet ist.
4. Raumtransporter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Nut (30) eine schlüssellochartige Nut (62) ist.
5. Raumtransporter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Nut (48) Schlüssellochnut (62) ist.
6. Raumtransporter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er enthält: den Raumtransporterkörper mit einer umlaufenden Lippe (32), welche eine erste obere Fläche (34), eine erste untere Fläche und eine erste, zwischen der ersten oberen Fläche und der ersten unteren Fläche liegende Seitenfläche (36) aufweist, wobei in der ersten oberen Fläche eine erste erste Nut (30a), in der ersten Seitenfläche eine zweite erste Nut (30b) und in der ersten unteren Fläche eine dritte erste Nut (30c) ausgebildet ist; einen ersten ersten, in der ersten ersten Nut angeordneten Magneten (40a); einen zweiten ersten, in der zweiten ersten Nut angeordneten Magneten (40b); einen dritten ersten, in der dritten ersten Nut angeordneten Magneten (40c);
die Verkleidung (12) mit einem an der Lippe anliegenden Ring (24), der eine an der ersten oberen Fläche anliegende zweite obere Fläche (42), eine an der ersten unteren Fläche anliegende zweite untere Fläche (46) und eine an der ersten Seitenfläche anliegende zweite Seitenfläche (44) aufweist, wobei in der zweiten oberen Fläche eine erste zweite Nut (48a), in der zweiten Seitenfläche eine zweite zweite Nut (48b) und in der zweiten unteren Fläche eine dritte zweite Nut (48c) ausgebildet ist; einen ersten zweiten, in der ersten zweiten Nut angeordneten Magneten; einen zweiten zweiten, in der zweiten zweiten Nut angeordneten Magneten; einen dritten zweiten, in der dritten zweiten Nut angeordneten Magneten; derart, dass die ersten Magneten die zweiten Magneten abstossen.
7. Raumtransporter (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Magneten (40a, b, c) Neodym enthalten.
8. Raumtransporter (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet dass die zweiten Magneten (50a, b, c) Neodym enthalten.
9. Raumtransporter (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Raumtransporterkörper eine Nutzlastbefestigungsvorrichtung (26) aufweist, wobei die erste erste Nut (30a) innerhalb der Nutzlastbefestigungsvorrichtung angeordnet ist.
10. Raumtransporter (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Nuten (300a, b, c) jeweils Schlüssellochnuten (62) sind.
11. Raumtransporter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Nuten jeweils Schlüssellochnuten sind.
12. Verfahren zum Betrieb eines Raumtransporters (10), nach einem der Ansprüche 1 bis 11, umfassend: das Anbringen einer Nutzlastverkleidung am Transporterkörper; Andrücken der Nutzlastverkleidung an den Raumtransporter, wenn eine bestimmte auf die Nutzlastverkleidung wirkende Kraft überschritten wird; Anheben der Nutzlastverkleidung gegenüber dem Raumtransporter, wenn eine bestimmte auf die Nutzlastverkleidung wirkende Kraft unterschritten wird; Ablösen der Nutzlastverkleidung vom Raumtransporter nach dem Überführen der Nutzlastverkleidung in das Schweben.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Anheben darin besteht, dass die Nutzlastverkleidung (12) gegenüber dem Raumtransporterkörper durch magnetische Abstossungskräfte angehoben wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin ein erster Magnet (40) auf dem Raumtransporterkörper und ein zweiter Magnet (50) auf der Nutzlastverkleidung angeordnet wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Anordnen beinhaltet, dass der erste Magnet (40) in einer ersten Nut (30) und der zweite Magnet (50) in einer zweiten Nut (48) angeordnet wird.
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