CH697028A5 - Verfahren für die Herstellung eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums und Tintenstrahlaufzeichnungsmedium - Google Patents

Verfahren für die Herstellung eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums und Tintenstrahlaufzeichnungsmedium Download PDF

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CH697028A5
CH697028A5 CH02074/03A CH20742003A CH697028A5 CH 697028 A5 CH697028 A5 CH 697028A5 CH 02074/03 A CH02074/03 A CH 02074/03A CH 20742003 A CH20742003 A CH 20742003A CH 697028 A5 CH697028 A5 CH 697028A5
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Description


  Technisches Gebiet

[0001] Das technische Gebiet der vorliegenden Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf das Tintenstrahldrucken und insbesondere auf Druckmedien mit einer verbesserten tintenempfangenden Schicht, welche auf ein nicht absorbierendes Substrat aufgetragen ist.

Stand der Technik

[0002] Anorganische mikroporöse Tintenstrahlaufzeichnungsmedien werden heutzutage weit verbreitet für die Erzeugung von Bildern hoher Qualität verwendet, mit einer hohen Druckgeschwindigkeit und einer schnellen Trocknungszeit. Die allgemeine Aussetzung von Bildern auf Basis von anorganischen mikroporösen Medien an atmosphärische Verunreinigungen kann jedoch zu einem Luftausbleichen führen, was die Medien physikalisch ändert und die Bildqualität ändert oder vermindert.

   Es ist erwünscht die Dauerhaftigkeit und die Qualität der Bilder zu verbessern.

[0003] Frühere Lösungen, welche sich auf das Problem des Luftausbleichens beziehen, beinhalten die Laminierung einer Plastikschicht oder das Übertragen eines Polymerfilms über ein gedrucktes Bild, wobei eine thermische Beschichtungsübertragung verwendet wurde. Die Laminierung fügt dem Druckprozess einen zweiten Schritt zu, und die thermische Beschichtungsübertragung erfordert die Verwendung eines zweiten Blattes mit einem darauf aufgetragenen thermischen Beschichtungsmaterial. Beide dieser Lösungen erhöhen die Kompliziertheit und die Kosten.

[0004] Materialien, wie Latizes, welche hohe Glasübergangtemperaturen Tg (95 deg. C bis 110 deg.

   C) und hohe Partikelgrössen in der Grössenordnung von 500 Nanometer und darüber besitzen, wurden auf die Oberfläche eines gedruckten Bildes aufgeschmolzen, um dem Bild Schutz zu verleihen (Wasserbeständigkeit, Lichtausbleichbeständigkeit). Diese Lösung erfordert jedoch eine hohe Temperatur, oberhalb der Glasübergangstemperatur (Tg) des Latex und Druck, um das Material zu erwärmen und zu schmelzen.

[0005] Spezifische Versuche des Standes der Technik, um Latex zu verwenden, welches auf ein Tintenstrahlsubstrat aufgetragen wurde, wurden durchgeführt.

   Obschon derartige Latex enthaltende Schichten in Tintenstrahldrucken seit einiger Zeit verwendet wurden, wurden jedoch wenige Entwicklungen durchgeführt, um Latizes für die Verbesserung der Bilddauerhaftigkeit (spezifisch die Luftausbleichresistenz) von tintenstrahlbildern in Photoqualität oder die Verwendung von anorganischen mikroporösen tintenempfangenden Schichten zu verbessern.

[0006] Daher besteht ein Bedarf nach einem Verfahren, das fähig ist, die Dauerhaftigkeit und die Qualität von Bildern welche auf Tintenstrahlaufzeichnungen aufgezeichnet sind, zu verbessern, wobei die Probleme des Standes der Technik vermieden werden und Medien mit ausgezeichneter Luftausbleichresistenz zur Verfügung gestellt werden sollen.

Darstellung der Erfindung

[0007] In Übereinstimmung mit den hier dargestellten Ausführungsformen wird ein Verfahren vorgeschlagen,

   welches die Herstellung eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums erlaubt, in welchem eine siegelbare Deckschicht auf eine poröse tintenempfangende Beschichtung auf einem Substrat aufgetragen wird, um die Bilddauerhaftigkeit und Qualität zu verbessern. Das Verfahren umfasst:
(a) : Auftragen einer porösen tintenempfangenden Beschichtung auf eine Oberfläche des Substrats, wobei die poröse tintenempfangende Beschichtung eine Vielzahl von Poren besitzt;
(b) : Auftragen einer anionischen porösen Deckschicht auf die poröse tintenempfangende Beschichtung, wobei die poröse Deckschicht Polymerpartikel enthält, welche eine Tg im Bereich von 60 deg. C bis 100 deg.

   C und eine Grösse von weniger als 250 Nanometer aufweisen;
(c) : Trocknen der Deckschicht;
(d) : Drucken eines Bildes auf die Deckschicht des tintenempfangenden Mediums; und
(e) : Anwendung von Wärme auf die Deckschicht, bis die Deckschicht transparent wird.

[0008] Die in den vorliegenden Ausführungsformen verwendeten Polymerpartikel sind so, dass sie klein sind und eine gute Bildqualität erlauben, sogar vor dem Schritt der Versiegelung durch Erwärmung (e).

   In den vorliegenden Ausführungsformen wird ein Zweischichtsystem verwendet, welches die poröse tintenempfangende Beschichtung (anorganische bildtragende Schicht) und eine Deckschicht (optisch klare versiegelbare Schicht) enthält.

[0009] Die hier vorgeschlagene Lösung stellt daher ein Verfahren für die Verbesserung der Bildqualität und Dauerhaftigkeit für mikroporöse tintenempfangende Schichten für Photoqualität zur Verfügung, ohne dass die Vorteile der schnellen Druckgeschwindigkeit und Trocknungszeit aufgegeben werden.

   Überdies beschreibt die vorliegende Lösung die Bildung eines Bildes, welches vor und während dem Schmelzen von guter Qualität ist, wobei der Schmelzschritt eine erhöhte Bildqualität und einen überlegenen Luftausbleichschutz zur Verfügung stellt.

[0010] Vorteile bezüglich dem, was früher gemacht wurde, umfassen die Verwendung einer porösen Deckschicht, welche eine Tg im Bereich von 60 deg. C bis 100 deg. C aufweist und eine Partikelgrösse von weniger als 250 deg. C Nanometer besitzt. Die Deckschicht ist ursprünglich nicht zusammengewachsen (d.h. in einem nicht-koaleszenten Zustand), was das Tintenstrahldrucken eines Bildes auf die Deckschicht und das unmittelbare Trocknen erleichtert. Dann wird das Bild unter Verwendung einer Wärmequelle versiegelt.

   Die versiegelte Deckschicht wirkt als Luftbarriere, welche einen Angriff des Bildes durch atmosphärische Verunreinigungen verhütet und dem Widerstehen eines Luftausbleichens dient. Die Partikelgrösse der Deckschicht wird so ausgewählt, dass sie dick genug ist, um das Farbeindringen von der Tinte zu ermöglichen und in vorteilhafter Weise zur Bildqualität und zum Glanz nach der Versiegelung beiträgt. Der Tintenfluss in der porösen Deckschicht wird durch die Kapillarwirkung der darunterliegenden tintenempfangenden Schicht erleichtert. Zusätzlich können Luftausbleichadditive zugesetzt werden, um die Dauerhaftigkeit des Bildes zu verbessern.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

[0011] 
<tb>Fig. 1A<sep>ist eine schematische Schnittansicht einer Ausführungsform eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums vor dem Druck eines Bildes und der Applikation einer Tinte.


  <tb>Fig. 1B<sep>ist eine schematische Schnittansicht des Tintenstrahlaufzeichnungsmediums nach dem Druck eines Bildes; und


  <tb>Fig. 1C<sep>ist eine schematische Schnittansicht des Tintenstrahlaufzeichnungsmediums nach der Wärmesiegelung/Wärme- und Drucksiegelung, und die Deckschichtversiegelung darstellt.

Beste Wege zur Ausführung der Erfindung

[0012] Im Einzelnen wird nun auf die spezifischen Ausführungsformen Bezug genommen, welche gemäss der gegenwärtigen Betrachtungsweise durch den Erfinder die beste Art der Ausführung für die Durchführung der Erfindung erläutert. Anwendbare alternative Ausführungsformen werden ebenfalls kurz beschrieben.

[0013] Fig. 1A stellt eine schematische Ansicht eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums 10 der vorliegenden Erfindung dar. Eine poröse Basisbeschichtung (tintenempfangende Beschichtung) 14 mit einer Vielzahl von Poren wird auf die Oberfläche eines undurchlässigen oder durchlässigen Substrats 12 aufgetragen.

   Eine anionische poröse Deckschicht 18 mit Polymerpartikeln 16, welche eine Glasübergangstemperatur (Tg) im Bereich von 60 deg. C bis 100 deg. C und eine Grösse im Bereich von 50 bis 250 Nanometer aufweisen, werden auf die poröse tintenempfangende Beschichtung 14 aufgetragen. Der obere Bereich von 250 Nanometer ist durch den Wunsch eingeschränkt, die Polymerpartikel 16 transparent zu halten, im oberen Bereich beginnt die Beschichtung durchsichtig zu werden.

[0014] Die Deckschicht 18 wird bei einer Temperatur im Bereich von 40 deg. C bis 50 deg. C getrocknet. Ein Bild 20 wird auf die Deckschicht 18 des Tintenstrahlaufzeichnungsmediums 10 aufgedruckt und Wärme wird auf die schmelzende Deckschicht appliziert.

[0015] Das Substrat 12 enthält ein nichtdurchlässiges oder ein durchlässiges mit einem Film beschichtetes Papier oder Papiersubstrate (z.B Fotopapier als Basis).

   Die tintenempfangende Beschichtung 14 enthält eines oder mehrere Pigmente und eines oder mehrere Bindemittel und die Deckschicht 18 enthält eines oder mehrere Pigmente und eines oder mehrere Bindemittel. Die tintenempfangende Beschichtung enthält eines oder mehrere Pigmente und eines oder mehrere Bindemittel.

[0016] Die tintenempfangende Beschichtung enthält eines oder mehrere Pigmente und eines oder mehrere Bindemittel.

[0017] Die tintenempfangende Beschichtung 14 enthält eines oder mehrere Pigmente, welche unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Siliziumoxyd, Aluminiumoxyd, Aluminiumoxidhydrat, Titaniumoxid, Carbonat, Glaskügelchen und anorganische Pigmente, welche ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus vernetzten SBR-Latizes, mikronisiertem Polyethylenwachs, mikronisiertem Polypropylenwachs,

   Acrylharzkügelchen und Methacrylkügelchen.

[0018] Die tintenempfangende Beschichtung 14 enthält eines oder mehrere Bindemittel, welche unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinylpyrolidon/Polyvinyl Acetatcopolymer, Cellulosederivaten, Acrylaten und Polyurethanen.

[0019] Die Deckschicht 18 enthält eines oder mehrere Pigmente ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Acrylatlatizes, Styrolacrylatlatizes und Styrolbutadien.

[0020] Die Deckschicht 18 enthält eines oder mehrere Bindemittel, die unabhängig voneinander ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylacetal, Polyacrylsäure, Cellulosfasern, Polyvinylpyrrolidon und Polyurethanen.

[0021] Die Glasübergangstemperatur der Deckschicht 18 beträgt mindestens 60 deg.

   C und nicht mehr als 100 deg. C. Der bevorzugte Bereich von Tg ist 70 deg. C bis 80 deg. C und die Partikel besitzen eine bevorzugte Grösse im Bereich von 60 bis 120 Nanometer, was die beste Durchsichtigkeit der Polymerpartikel 16 zeigt, und am bevorzugtesten im Bereich von 100 und 120 Nanometer.

[0022] Eine Heizvorrichtung, wie ein Laminator oder ein Wärmeföhn, wird verwendet, um Wärme auf die Deckschicht 18 des Tintenstrahlaufzeichnungsmediums 10 in einem bevorzugten Temperaturbereich von 85 bis 95 deg. C und während einer Dauer von 60 bis 90 Sekunden zu applizieren, während dieser Zeit wird die Deckschicht geschmolzen.

[0023] In einer alternativen Ausführungsform wird eine siegelbare Deckschicht 18 auf eine tintenempfangende Schicht auf einem Substrat 12 aufgetragen.

   Eine nanoporöse Beschichtung 14, welche eines oder mehrere Pigmente eines oder mehrere Bindemittel und eine Vielzahl von Poren aufweist, wird auf eine Oberfläche des Substrats 12 aufgetragen. Eine poröse Deckschicht 18, welche Polymerpartikel 16 enthält, welche eine Tg im bevorzugten Bereich von 70 deg. C bis 80 deg. C enthalten und eine Grösse im bevorzugten Bereich von 60 bis 100 Nanometer, wird auf die nanoporöse tintenempfangende Beschichtung 14 aufgetragen. Die Deckschicht 18 wird bei einer Temperatur im Bereich von 40 deg. C bis 50 deg. C getrocknet.

   Ein Bild 20 wird auf die Deckschicht 18 auf dem Tintenstrahlaufzeichnungsmedium 10 aufgedruckt und Wärme wird auf die Deckschicht 18 appliziert, bis sie klar und transparent wird.

[0024] Das hier offenbarte Verfahren erlaubt die Herstellung eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums, in welchem eine siegelfähige Deckschicht auf eine poröse tintenempfangende Schicht aufgetragen wird, um die Bilddauerhaftigkeit und die Druckqualität zu verbessern.

[0025] Die vorliegenden Ausführungsformen werden auf Polymerpartikel gerichtet und die Polymerpartikel in der Deckschicht sind eine Untermenge von Pigmenten. Die Polymerpartikel der vorliegenden Erfindung besitzen eine Grösse von weniger als 250 Nanometer und eine bevorzugte Grösse innerhalb eines Bereichs von 50 bis 250 Nanometer wie oben erwähnt.

   Im Stand der Technik wurden Partikel verwendet, welche signifikant grösser waren und/oder durch verschiedene Verfahren und Substrate erhalten wurden.

[0026] Die hier offenbarten Ausführungsformen stellen die Vorteile zur Verfügung, dass sie eine verbesserte Luftausgleichresistenz, eine gute Bildqualität und einen hohen Glanz aufweisen. Durch Verwendung einer porösen Deckschicht, mit einer Tg im Bereich 60 deg. C bis 100 deg. C und von Partikeln mit einer Grösse von 50 bis 250 Nanometer ist die Deckschicht ursprünglich nicht koaleszent, welcher Zustand das Tintenstrahldrucken eines Bildes auf der Deckschicht und das unmittelbare Trocknen erleichtert. Dann wird das Bild versiegelt, unter Verwendung eines Infrarotkontaktheizers oder eines Föhns (konvektives Heizen).

   Die versiegelte Deckschicht wirkt als Luftbarriere, welche einen Angriff auf das Bild durch atmosphärische Verunreinigung vermeidet und dem Luftausbleichen widersteht. Die Partikelgrösse der Deckschicht ist so ausgewählt, dass sie gross genug ist, um ein Eindringen von Farbstoff aus der Tinte zu ermöglichen und die versiegelte Deckschicht vorteilhaft zur Bildqualität und zum Glanz nach der Versiegelung beiträgt. Zusätzliche Luftausbleichadditive können zugefügt werden, um die Bilddauerhaftigkeit zu verbessern.

[0027] Vorzugsweise wird ein Laminator verwendet, um die Deckschicht 18 zu versiegeln, unter Verwendung einer Kombination von Temperatur und Druck.

   Der Druck in solchen Laminatoren ist konventionell, typischerweise in der Grössenordnung von 15 bis 20 psi.

Beispiele

Beispiel 1 Herstellung einer siegelbaren Deckschicht

[0028] Ein Tintenstrahlzeichnungsmedium wurde entweder auf einem Substrat auf Fimbasis (Mylar) oder auf einem harzbeschichteten Papiersubstrat (Basisfotopapier) hergestellt. Es wurde eine tintenempfangende Beschichtung hergestellt, indem eine konventionelle mikroporöse Basisschicht verwendet wurde, welche in erster Linie aus anorganischen Pigmenten mit einem grossen Oberflächenbereich bestand (Aluminiumoxid-Pseudoboehmit), und Bindemittel (Polyvinylalkohol).

[0029] Eine Deckschicht bestehend aus 0,5 bis 2 g/m<2> Beschichtung aus Acryl-Latex (anionisches Styrol/Acrylat) mit einer Tg von 70 deg. bis 80 deg.

   C und einer Partikelgrösse von 60 bis 250 Nanometer in Polyvinylalkohol (PVA) wurde hergestellt, worin die Konzentration des Acryl-Latex 85 bis 95 Gewichtsteile betrug und der Ausgleich (15 bis 5 Gewichtsteile) PVA war. Die Deckschicht wurde auf die tintenempfangende Beschichtung aufgetragen. Die Deckschicht wurde in einem Ofen bei 40 deg. C getrocknet. Es wurde ein Bild auf die Deckschicht des Tintenstrahlaufzeichnungsmediums aufgedruckt unter Verwendung eines Hewlett-Packard DeskJet 970C Druckers. Ein Wärmeföhn, welcher etwa 15 bis 18 cm (etwa 6" bis 7") vom Tintenstrahlaufzeichnungsmaterial entfernt war, wurde verwendet um konvektive Wärme dem Bild bei einer Temperatur von ungefähr 95 deg.

   C während einer Dauer von 60 bis 75 Sekunden zu führen.

[0030] Die folgende Tabelle IA führt die Resultate für vier verschiedene Deckschichtversiegelungsbedingungen (Beispiele 2 und 4 bis 6) auf. Im Vergleich mit Proben ohne Versiegelung (Beispiele 1, 3 und 7). Die Dicke der Deckschicht ist in g/m<2> angegeben. Die Acrylat-Latex-Deckschicht war aus einer Mischung einer ersten Zusammensetzung (25 Gew.-%) mit einer mittleren Partikelgrösse von 221 nm und einer Glasübergangstemperatur von 95 deg. C und einer zweiten Zusammensetzung (75 Gew.-%) mit einer mittleren Partikelgrösse von 106 nm und einer Glasübergangstemperatur von 50 deg. C zusammengesetzt.

   Die Basisschicht (tintenempfangende Schicht) enthielt in allen vier Beispielen mikroposöse anorganisches Aluminiumoxyd.

[0031] In den Beispielen 1 und 3 wurde keine Versiegelung verwendet, während in Beispiel 2 die Versiegelung bei 85 deg. C unter Verwendung einer IR Wärmequelle durchgeführt wurde und in den Beispielen 4 bis 7 wurde die Siegelung bei 90 deg. C unter Verwendung eines Kontaktheizgerätes durchgeführt. Beispiel 7 ist das Medium ohne Deckschicht unter Verwendung eines Kontaktheizgerätes. Ebenso aufgelistet ist die Farbskala, die Unterscheidbarkeit von Bildern (wie scharf ist das Bild, wenn Licht von der Druckfläche reflektiert wird), der 20-Grad-Glanzmittelwert, das L*a*b* (wie farbig ist das Medium), die optische Schwarzdichte (in optischen Kilo-Dichteeinheiten) das Ausbluten bei Feuchtigkeit (nach vier Tagen bei 30 deg.

   C und 80% relativer Feuchtigkeit und die Feuchtigkeitsechtheit der Farben (gleiche Bedingung).

[0032] Die Tabelle IB listet die Resultate eines Luftausbleichexperimentes auf, in welchem die gedruckten Bilder in einer Luftausbleichkammer während drei Wochen aufbewahrt wurden, wobei Luft über die Bilder mit einer Geschwindigkeit von 300 bis 400 Fuss/min strömte.

Resultate von verschiedenen Deckschichtbedingungen im Vergleich mit Produkten ohne Deckschicht.

[0033] 
<tb>Beispiel<sep>Anionische
Styrolacryl-
Deckschicht-
zusammensetzung<sep>Farb-
umfang<sep>Bildunterscheidbarkeit (DOI)<sep>20-Grad-Glanzmittel<sep>L* min<sep>KOD<sep>L*/a/b*<sep>Feuchtigkeitsausbluten<sep>Farbechtheit bei Feuchtigkeit (HCF)


  <tb>1<sep>Keine
Deckschicht<sep>415526<sep>57<sep>64<sep>15,2<sep>1,76<sep>96.83/0.69/-3.88<sep><sep>


  <tb>2<sep>1 gsm
(IR Heizer)<sep>389166<sep>17<sep>25<sep>16,4<sep>1,55<sep>96.33/0.62/-4.11<sep><sep>


  <tb>3<sep>1 GSM
(unversiegelt<sep>349583<sep>28<sep>33<sep>21<sep>1,54<sep>96.78/0.57/-4.01<sep><sep>


  <tb>4<sep>1,1 gsm
(Kontaktheizung)<sep>373127<sep>45<sep>59<sep>18,7<sep>1,63<sep>96.2/0.52/-4.05<sep>36,8<sep>3,7


  <tb>5<sep>2,2 gsm
(Kontaktheizer)<sep>390067<sep>66<sep>73<sep>17,8<sep>1,68<sep>96.21/0.58/-4.01<sep>36,9<sep>4,7


  <tb>6<sep>2,9 gsm
(Kontaktheizer)<sep>404346<sep>48<sep>48<sep>15,9<sep>1,64<sep>96.12/0.62/-4.03<sep>36,4<sep>5,8


  <tb>7<sep>Keine
Deckschicht (Kontaktheizer)<sep>387707<sep>21<sep>21<sep>17<sep>1,68<sep>96.9/0.70/-4.00<sep>35,2<sep>4,4

Tabelle IB Resultate des Luftausbleichtests

[0034] 
<tb>Beispiel<sep>3 Wochen in AF1<sep><sep><sep>


  <tb><sep>% Schwarzverlust<sep>% Cyanverlust<sep>% Magentaverlust<sep>% Gelbverlust


  <tb>1<sep>27,6<sep>20,0<sep>31,0<sep>11,3


  <tb>2<sep>3,31<sep>1,65<sep>1,67<sep>0


  <tb>3<sep>24,5<sep>20,2<sep>33,4<sep>7,82


  <tb>4<sep>0,95<sep>1,40<sep>0,21<sep>0,88


  <tb>5<sep>1,88<sep>0,78<sep>4<sep>1,28


  <tb>6<sep>2,04<sep>3,65<sep>6,03<sep>0,85


  <tb>7<sep>26,9<sep>16,9<sep>28,2<sep>12,5

[0035] Aus den vorhergehenden Tabellen können folgende Beobachtungen gemacht werden. Im Hinblick auf den Farbumfang wird gewünscht, dass der Wert so nahe dem Farbumfang eines schwellbaren "Highend"-Tintenstrahlmediums ist; der Wert beträgt etwa 450 000. Beispiel 1 ist die Kontrolle, welche den Versiegelungsbedingungen nicht unterworfen wurde, und Beispiel 7 ist eine Kontrolle, welche den Versiegelungsbedingungen unterworfen wurde. Die Eigenschaften der Deckschicht und des versiegelten Materials wird mit denjenigen einer Kontrolle verglichen, welche den Versiegelungsbestimmungen unterworfen wurde, um den Effekt der Versiegelungsbedingungen von denjenigen des Versiegelungsmaterials selbst zu unterscheiden. Demzufolge werden alle Eigenschaften des versiegelten Materials (Beispiele 2 und 4 bis 6) mit Beispiel 7 verglichen.

   Es ist ersichtlich, dass Beispiel 5 und 6 den Kontrollen (Beispiel 7) überlegen sind. Im Hinblick auf DOI ist ersichtlich, dass alle drei Deckschichten den Kontrollen überlegen sind. Im Hinblick auf den 20-Grad-Glanzmittelwert sind wiederum alle drei Deckschichten den Kontrollen überlegen. Im Hinblick auf L* min. sollte dieser Wert nahe der Kontrolle sein. Die Beispiele 5 und 6 erwiesen sich dem Beispiel 4 als überlegen. Die optische Schwarzdichte ist für alle Proben annehmbar. Im Hinblick auf L*a*b* trägt die selbstversiegelnde Schicht nicht zur Farbe der Deckschicht bei und demzufolge ist L*a*b* mit den Druckmedien ohne Deckschicht vergleichbar. Daher wird der Farbumfang nicht beeinträchtigt.

   Im Hinblick auf das Ausbluten bei Feuchtigkeit und die Farbechtheit bei Feuchtigkeit ist das versiegelte Material ähnlich der unversiegelten Kontrolle.

Gewerbliche Anwendbarkeit

[0036] Das hier offenbarte und beanspruchte Deckbeschichtungsmaterial dürfte Anwendung finden für die Auftragung von tintenempfangenden Schichten auf nicht absorbierenden Substraten.

Claims (26)

1. Verfahren für die Herstellung eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums indem eine siegelbare Deckschicht auf eine tintenempfangende Schicht auf einem Substrat aufgetragen wird, gekennzeichnet durch: (a) Auftragen einer porösen tintenempfangenden Beschichtung auf eine Oberfläche des genannten Substrates, wobei die genannte poröse tintenempfangende Beschichtung eine Vielzahl von Poren aufweist; (b) Auftragen einer porösen Deckschicht auf die genannte poröse tintenempfangende Schicht, wobei die genannte poröse Deckschicht Polymerpartikel enthält, welche eine Tg im Bereich von 60 deg. C bis 100 deg. C und eine Grösse von bis zu 250 Nanometer aufweisen; (c) Trocknen der genannten Deckschicht.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, worin die genannten Polymerpartikel eine Grösse im Bereich von 50 bis 250 Nanometer besitzen.
3. Verfahren gemäss Anspruch 1, worin die genannte tintenempfangende Schicht mindestens ein Pigment und mindestens ein Bindemittel enthält, und worin die genannte Deckschicht zusätzlich mindestens ein Pigment und mindestens ein Bindemittel enthält.
4. Verfahren gemäss Anspruch 3, worin die genannte tintenempfangende Beschichtung mindestens ein Pigment enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Siliziumoxid, Aluminiumoxid, Aluminiumoxidhydrat, Titaniumoxid, Carbonaten, Glaskügelchen und organische Pigmente ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus vernetzten SBR-Latizes, mikronisiertem Polyethylenwachs, mikronisiertem Polypropylenwachs, Acrylatkügelchen und Methacrylatkügelchen.
5. Verfahren gemäss Anspruch 3, worin die genannte tintenempfangende Schicht mindestens ein Bindemittel enthält, welches unabhängig ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinylpyrolidon/Polyvinylacetat-Copolymer, Cellulosederivaten, Acrylaten und Polyurethanen.
6. Verfahren gemäss Anspruch 3, worin die genannte Deckschicht mindestens ein Bindemittel enthält, welches unabhängig voneinander ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinylpyrolidon/Polyvinylacetatcopolymer, Cellulosederivate, Acrylate und Polyurethanen, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat.
7. Verfahren gemäss Anspruch 1, worin die genannten Polymerpartikel der genannten Deckschicht mindestens ein Pigment enthalten, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Acrylatlatizes, Styrolacrylatlatizes und Styrolbutadien.
8. Verfahren gemäss Anspruch 1, worin die genannte Deckschicht eine Tg im Bereich von 70 deg. C bis 80 deg. C besitzt.
9. Verfahren gemäss Anspruch 1, worin die genannten Polymerpartikel der genannten Deckschicht eine Grösse im Bereich von 60 bis 120 Nanometer aufweisen.
10. Verfahren gemäss Anspruch 1, worin: (a) Die poröse tintenempfangende Deckschicht eine nanoporöse Deckschicht ist und mindestens ein Pigment, ein Bindemittel und eine Vielzahl von Poren aufweist; (b) Die Polymerpartikel eine Tg im Bereich von 70 deg. C bis 80 deg. C und eine Grösse im Bereich von 60 bis 120 Nanometer besitzen; (c) Das Trocknen der genannten Deckschicht bei einer Temperatur im Bereich von 40 deg. C bis 50 deg. C erfolgt.
11. Verfahren gemäss Anspruch 10, worin die genannte nanoporöse tintenempfangende Beschichtung mindestens ein Pigment enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Siliziumoxid, Aluminiumoxid, Aluminiumoxidhydrat, Titaniumoxid, Carbonaten, Glaskügelchen und organische Pigmente ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus vernetzten SBR-Latizes, mikronisiertem Polyethylenwachs, mikronisiertem Polypropylenwachs, Acrylatkügelchen und Methacrylatkügelchen.
12. Verfahren gemäss Anspruch 10, worin die genannte tintenempfangende Schicht mindestens ein Bindemittel enthält, welches unabhängig ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinylpyrolidon/Polyvinylacetat-Copolymer, Cellulosederivaten, Acrylaten und Polyurethanen.
13. Verfahren gemäss Anspruch 10, worin die genannte Deckschicht zusätzlich mindestens ein Pigment und mindestens ein Bindemittel enthält.
14. Verfahren gemäss Anspruch 13, worin die genannte Deckschicht mindestens ein Pigment enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Acrylatlatizes, Styrolacrylatlatizes und Styrolbutadien.
15. Verfahren gemäss Anspruch 13, worin die genannte Deckschicht mindestens ein Bindemittel enthält, welches unabhängig ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinylpyrrolidon/Polyvinylacetat-Copolymer, Cellulosederivaten, Acrylaten und Polyurethanen.
16. Verfahren gemäss Anspruch 10, worin mit einem Heizgerät Wärme auf die genannte Deckschicht der genannten tintenempfangenden Beschichtung bei einer Temperatur im Bereich von 25 deg. C bis 95 deg. C und während einer Zeitdauer von 60 bis 90 Sek. aufgetragen wird, während welcher Zeit die genannte Deckschicht klar oder transparent und geschmolzen wird.
17. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium enthaltend ein nichtdurchlässiges oder durchlässiges Substrat, eine poröse tintenempfangende Beschichtung, welche auf das genannte nicht durchlässige/durchlässige Substrat aufgetragen ist, und eine poröse Deckschicht, welche Polymerpartikel enthält, welche eine Tg im Bereich von 60 deg. C bis 100 deg. C und eine Grösse im Bereich von 50 bis 250 Nanometer aufweisen.
18. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannten Polymerpartikel eine Grösse im Bereich von 50 bis 250 Nanometer besitzen.
19. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannte tintenempfangende Beschichtung mindestens ein Pigment und mindestens ein Bindemittel enthält, und worin die genannte Deckschicht mindestens ein Pigment und mindestens ein Bindemittel enthält.
20. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannte tintenempfangende Beschichtung mindestens ein Pigment enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Siliziumoxid, Aluminiumoxid, Aluminiumoxidhydrat, Titaniumoxid, Carbonaten, Glaskügelchen und organischen Pigmenten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus vernetzten SBR-Latizes, mikronisiertem Polyethylenwachs, mikronisiertem Polypropylenwachs, Acrylatkügelchen und Methacrylatkügelchen.
21. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannten Polymerpartikel der genannten Deckschicht mindestens ein Pigment enthalten, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Acrylatlatizes, Styrolacrylatlatizes und Styrolbutadien.
22. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannte tintenempfangende Beschichtung mindestens ein Bindemittel enthält, welches unabhängig ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinyl Pyrrolidon/Polyvinylacetatcopolymer Cellulosederivaten, Acrylaten und Polyurethanen.
23. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannte Deckschicht mindestens ein Bindemittel enthält, welches unabhängig ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylalkohol und seinen Derivaten, Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylacetat-Copolymer, Cellulosederivaten, Acrylaten und Polyurethanen, Polyvinylalkohol Polyvinylacetat.
24. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannte Deckschicht eine Tg im Bereich von 70 deg. C bis 80 deg. C besitzt.
25. Tintenstrahlaufzeichnungsmedium gemäss Anspruch 17, worin die genannten Polymerpartikel der genannten Deckschicht eine Grösse im Bereich von 60 bis 120 Nanometer besitzen.
26. Bedrucktes Tintenstrahlaufzeichnungsmedium, welches wie folgt hergestellt ist: (a) Drucken eines Bildes auf die Deckschicht eines Tintenstrahlaufzeichnungsmediums, welches nach einem Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 16 hergestellt ist, und (b) Applizierung von Wärme auf die genannte Deckschicht, bis die genannte Deckschicht geschmolzen ist.
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