CH697076A5 - Abisoliervorrichtung. - Google Patents
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Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abisoliervorrichtung mit einer Zentriervorrichtung aus einer Anzahl von Zentrierbacken, die die Anzahl der in unmittelbarer Nähe befindlichen und davon unabhängig radial wirkenden, und von diesen unabhängig um eine Drehachse drehbaren Messerhalter mit Messern, übertrifft. Vorzugweise übertrifft die Anzahl der Zentrierbacken jene der Messerhalter mit Messern um mindestens zwei. [0002] Eine solche Anordnung ist in der Patentanmeldung WO-A-9 813 907 in den Fig. 21 und 28 bis 32 publiziert. Es wird dort eine "Rotativbox" als Bestandteil einer Endloskabelbearbeitungsvorrichtung beschrieben. Diese wird in Endloskabelbearbeitungsmaschinen eingesetzt, um Abisoliervorgänge bei Koaxialkabeln zu erleichtern. [0003] Über einer starren Hülse ist bei diesem bekannten Stand der Technik (vgl. WO-A-9 813 907 Fig. 21 und 28 bis 32) eine hohle Backenwelle angebracht, die das Drehmoment eines Zahnrades auf einen Spiralflansch, der über Zapfen mit vier Zentrierbacken im Eingriff steht, überträgt. Die Zentrierbacken sind in einer Backenführung geführt, was ein Zueinander- oder Auseinanderschieben der Zentrierbacken bewirkt. Koaxial zur Backenwelle sind zwei Messer in einer Messerführung geführt. Eine Spindel treibt eine Keilbride längs an. Ein Zylinderstift drehsichert die Keile. Eine Rotation eines zweiten Zahnrades bewirkt eine axiale Verschiebung der Keile. Dieses Verschieben beaufschlagt die Messerhalter mit Messern in Schliess- oder Öffnungsrichtung. [0004] Die Verwendung der Anordnung von vier Zentrierbacken und zwei Messerhaltern mit Messern ist bestens erprobt und die erreichbare Schnittqualität sehr gut. Eine vergleichbare Anordnung ist auch bereits in einem andern Aufbau der Anmelderin "MP 8015" seit vielen Jahren im Einsatz. Da mit dem bekannten Aufbau bei einer unteren Grenze des Kabeldurchmessers nicht mehr die gewünschte Präzision erreicht werden kann, wurde aber intensiv nach einer Verbesserung der Schneidepräzision gestrebt. In umfangreichen Untersuchungen entdeckten die Erfinder, dass entgegen der bisherigen Meinung die Zentrierbacken zwar das Kabel zu zentrieren vermögen, jedoch bei besonders dünnen Kabeln die Tendenz besteht, dass die Messer in ihren Messerhaltern der Zentrierung entgegenwirken, indem das Kabel durch die beiden Messer quasi zu einem Oval verformt wird und die Tendenz bekommt, seitlich den Messern auszuweichen (Oval-Effekt). Zudem ergaben umfangreiche Beobachtungen und Überlegungen überraschend, dass im Schneidebereich des Kabels überraschend Vibration entsteht, die von jenem Rhythmus herrührt, der durch die immer wiederkehrende, gleichzeitige Überlagerung der Messer und Zentrierbacken in einer Flucht entsteht. [0005] Aus diesen neuen und erfindungsgemässen Erkenntnissen stellte sich nun die neue und erfinderische Aufgabe, die bekannte Vorrichtung so zu verbessern, dass die Präzision erhöht wird, und die erstmals erkannten, nachteiligen Effekte der bekannten Anordnungen ausgeräumt werden. [0006] Der erste erfinderische Schritt geht dabei in die Richtung, Anzahl und Anordnung der Zentrierbacken in Bezug auf die Messerhalter mit Messern so abzustimmen, dass beim rotativen Einschneiden eine Phasenverschiebung im Zusammenspiel des Aufeinandertreffens der Messerhalter mit Messern und Zentrierbacken bewirkt wird, die sich bei einem Schwingungsaufbau im abzuisolierenden Kabel dämpfend oder ausgleichend auswirkt und so aus diesem Grund die Schneidepräzision erhöht. [0007] Der Erfinder erkannte dabei ferner erstmals: Bedingt durch das Einspannen eines Kabels mit einem an sich elastischen Aussenmantel kommt es bei der Zentrierung im Gegensatz zu den zwei Messeranordnungen zu einer Polygonenverformung des Kabelquerschnittes (Polygon-Effekt). Dieser war ursprünglich rund und wird durch diese Verformung quasi vieleckig, wobei sich die "Ecken" zwischen den Zentrierbacken ausbilden. Durch diese Ausbildung ändern sich aber auch die Schnittkräfte, welche rotierende Messerhalter mit Messern vorfinden, wenn sie entlang des Umfanges ein Kabel einschneiden. Die Änderung der Schnittkräfte führt jedoch andererseits zu einer pulsartigen und rhythmischen Belastung des gesamten Aufbaus oder Teilen davon, beginnend bei den Messern über die Halterung, Lagerung, Zentrierbacken und zurück über das Kabel wieder in die Messerhalter mit Messern. Nach dieser neuen Erkenntnis des Erfinders wirkt sich diese pulsartige Belastung besonders bei dünnen Kabeln und bei dementsprechend kleingebauten Messerhaltern mit Messern, Zentrierbacken und den umgebenden mechanischen Strukturen aus. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Vorrichtung nur eine endliche Steifigkeit hat. Die Qualität des Abisolierschnitts hängt jedoch auch von der Welligkeit und Frequenz sowie Amplitude der Schnittkraft ab. [0008] Eine erste Gegenmassnahme dazu wäre die Erhöhung der Anzahl Stützpunkte in der Zentrierung. Dadurch würde sich die Amplitude der Pulsbelastung zwischen den Abstützpunkten reduzieren, jedoch auf Kosten einer umfangreicheren Mechanik bzw. mit mehr Bauteilen. [0009] Der Erfinder fand aber ferner heraus, dass es Kraftrichtungen gibt, in welchen aufgrund der Unrundheit einer Kabelschicht (Polygon-Effekt) zyklische Amplitudenschwankungen auftreten und sich die Amplituden in der mechanischen Struktur ungünstig überlagern können und zu geometrischen Abweichungen des Schnittes führen können (Präzisionsmangel). Daher ist eine weitere erfinderische Aufgabe, einen Aufbau zu finden, bei dem sich Amplituden von wellenförmigen Kraftänderungen an den Messerhaltern mit Messern nicht verstärken oder aufschaukeln können, sondern eher ausgleichend wirken können. Dabei sollen Kraft-Pulse möglichst nicht stossartig auftreten, sondern einschleifend zu einem Maximum und danach zu einem Minimum abschwellen können. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die mehreren Werkzeuge, insbesondere Messerhalter mit Messern, nacheinander statt gleichzeitig Kabelbereiche mit höheren Schnittkräften bearbeiten, wie sie aufgrund des Polygon-Effektes vorkommen. Regenerative Effekte im Schwingungsbereich sollen gleichzeitig vermieden werden, bei denen selbst die Unrundheit des vorangehenden Schnittes die Schwingung weiter anregt. Ein nicht ganzzahliges Verhältnis zwischen der Anzahl Zentrierbacken und Messerhalter mit Messern ist erfindungsgemäss geeignet, um die Schwingungen der einzelnen Messerhalter mit Messern in der Phasenlage zueinander zu verschieben und verstärkende Überlagerungen so zu eliminieren. [0010] Alle diese neuen bzw. erfinderischen Aufgaben werden durch die erfindungsgemässen neuen Anordnungen des Verhältnisses zwischen Zentrierbacken und Messerhalter mit Messern gelöst, wobei als wirtschaftlich optimales Verhältnis fünf Zentrierbacken zu drei Messerhaltern mit Messern erkannt wurde. Ein Verhältnis von vier zu drei führt bereits zu einer Verbesserung, allerdings sind die Kraftschwankungen hinsichtlich des Polygoneffekts grösser als bei fünf Zentrierbacken. Ein Verhältnis von sechs zu drei kann einen regenerativen Effekt bringen und ein Verhältnis von sieben zu drei ist hinsichtlich der Zentrierbackenansteuerung bereits sehr aufwändig. Ein Verhältnis von z.B. sieben zu vier umso mehr. [0011] Die bevorzugte Begrenzung der Messerhalter mit Messern auf drei geht auch einher mit der erfindungsgemäss festgestellten Tatsache, dass mehrere Messerhalter mit Messern hinsichtlich der Gefahr der toleranzbedingten Abweichungen in der Messergeometrie wieder die Gefahr erhöhen, dass die Schnitte der mehreren Messer nicht genau in derselben Ebene liegen, sodass die Präzision der Schnittfläche aus diesem vom Obigen unabhängigen Grund qualitative Einbussen erleiden könnte. [0012] Dabei erkannte der Erfinder auch, dass gegenüber herkömmlichen 2 Messerhaltern mit Messern (Oval-Effekt) das Kabel mit drei Messern zusätzlich durch die Schnittkräfte zentriert wird und die Rundheit des Kabels durch die Schnittkräfte weniger beeinflusst wird. Die absoluten Deformationen eines Ovals sind nämlich gemäss den erfindungsgemässen Erkenntnissen grösser, als bei einer dreieckähnlichen Verformung. Diese zusätzlichen Effekte erhöhen ebenfalls die Arbeitsqualität der erfindungsgemässen Vorrichtung (Polygon-Effekt schlägt Oval-Effekt). [0013] Die Überlagerungen werden erfindungsgemäss am besten mit gebrochenen Verhältnissen vermieden. Die Anzahl Zentrierbacken soll kein ganzzahliges Vielfaches der Anzahl Messerhalter mit Messern sein. Sechs zu drei heisst drei Messer in der selben Phasenlage zur Kabelwelligkeit, also Verstärkung der störenden Kraftpulse. Fünf zu vier bringt eine sequenzielle Abfolge von einzelnen Kraftpulsen, also wenig Überlagerung. Sechs zu vier ist zwar nicht ganzzahlig; aber immer zwei Messer sind in Phase, zwei genau in Gegenphase. Insgesamt ist das Verhältnis somit zu regelmässig und daher entstehen zwei Kraftpulse gleichzeitig, was vorzugsweise und erfindungsgemäss zu vermeiden ist, da die gegenseitige Kompensation eben nicht genügend gegeben ist. [0014] Weitere Ausbildungen der Erfindung sind in den Figuren, der Figurenbeschreibung und in den abhängigen Patentansprüchen angegeben. [0015] Die Bezugszeichenliste ist Bestandteil der Offenbarung. [0016] Anhand von Figuren wird die Erfindung symbolisch und beispielhaft näher erläutert. [0017] Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile, Bezugszeichen mit unterschiedlichen Indices geben funktionsgleiche oder ähnliche Bauteile an. [0018] Es zeigen dabei <tb>Fig. 1<sep>eine perspektivische Zeichnung eines erfindungsgemässen Aufbaus in zusammengebauter Ausführung; <tb>Fig. 2<sep>eine perspektivische Explosionszeichnung des erfindungsgemässen Aufbaus gemäss Fig. 1; <tb>Fig. 3<sep>eine Schnittzeichnung des erfindungsgemässen Aufbaus gemäss Fig. 1; <tb>Fig. 4<sep>eine schematische Darstellung der Winkel zwischen benachbarten Zentrierbacken und zwischen benachbarten Messerhaltern mit Messern; <tb>Fig. 5<sep>drei Kurvendiagramme zu Fall 1 (Stand der Technik); <tb>Fig. 6<sep>vier Kurvendiagramme zu Fall 2 (bevorzugte Ausführungsform der Erfindung) und <tb>Fig. 7<sep>eine perspektivische Zeichnung einer besonderen Ausgestaltungsform des erfindungsgemässen Aufbaus in zusammengebauter Ausführung. [0019] Die Fig. 1- 3 beschreiben den erfindungsgemässen Aufbau der neuartigen "Micro Coax Box", die gegenüber der bekannten "Rotativbox" das Abisolieren von wesentlich dünneren Kabeln fehlerfrei und mit hoher Präzision erlaubt. [0020] Die über einer starren Hauptwelle 5 angeordnete erste Riemenscheibe 4 wird von einem Zahnriemen, welcher durch einen Motor angetrieben wird, gesteuert. Die erste Riemenscheibe 4 überträgt über eine einstellbare Rutschkupplung das gewünschte, respektive eingestellte Drehmoment auf die Kurvenscheibenwelle 24 / erster Spiralflansch 41, welche über Zapfen mit den Zentrierbacken 8 im Eingriff stehen. Da die Zentrierbacken 8 in einem Zentrierflansch 7 geführt sind, bewirkt eine Drehung der Kurvenscheibenwelle 24 / erster Spiralflansch 41 ein Zueinander- oder Auseinanderschieben der Zentrierbacken 8. Diese Anordnung wird nachfolgend als "drehstarr" bezeichnet. Das gewünschte Drehmoment, respektive die Kraft der Zentrierbacken wird mittels einer Vorspannung einer Feder 27 durch das Verstellen einer ersten Mutter 2 erreicht. [0021] Die Bremskraft entscheidet dabei über den Anpressdruck der Zentrierbacken 8 auf die Aussenseite eines Kabelmantels. Die Zentrierbacken 8 sind im Schnitt L-förmig ausgebildet, so dass sie eine sehr kompakte Bauweise ermöglichen und trotzdem eine breite Zentrier- bzw. Einspannfläche für abzuisolierende Kabel bieten. Ihre Enden ragen bis unmittelbar neben die Messer. Darüber bieten sie jedoch infolge ihrer L-Form eine Freistellung für allfällige Führungen. [0022] Koaxial zur ersten Riemenscheibe 4 ist ein zweiter Spiralflansch 11, der eine zweite Riemenscheibe 6 trägt, auf zwei Kugellager 1 angeordnet. Der zweite Spiralflansch 11 trägt zudem mittels Kugellager 37 einen Kopfkörper 10. Die zweite Riemenscheibe 6 und Kopfkörper 10 werden beide mittels Zahnriemen unabhängig voneinander und gegebenenfalls differenziert angetrieben. Messerhalter mit Messern 23, 25, 26 sind auf einem Messerflansch 12, der mit dem Kopfkörper 10 fest verbunden ist, radial beweglich gelagert. Durch die Zylinderstifte 32, die mit den Messerhaltern mit Messern 23, 25, 26 fest verbunden und mit dem zweiten Spiralflansch 11 im Eingriff stehen, bewirkt die Relativbewegung zwischen zweiter Riemenscheibe 6 und Kopfkörper 10 ein Zueinander- oder Auseinanderschieben der Messerhalter mit Messern 23, 25, 26 und beaufschlagt diese somit in Schliess- oder Öffnungsrichtung. Im Rahmen der Erfindung liegen jedoch auch andere, dem Fachmann bekannte Schliess- bzw. Öffnungsvorrichtungen für Messerhalter mit Messern. Die Relativbewegung entsteht durch eine Geschwindigkeitsdifferenz beim Antrieb der zweiten Riemenscheibe 6 bzw. des Kopfkörpers 10. [0023] Fig. 4 stellt die Gleichförmigkeit der Winkel dar, wie sie jeweils zwischen benachbarten Messerhaltern mit Messern 23, 25, 26 und zwischen benachbarten Zentrierbacken 8 vorkommen, sowie die ungleichen Winkelgrössen, die sich jeweils zwischen Messerhaltern mit Messern 23, 25, 26 und Zentrierbacken 8 ergeben können. [0024] Fig. 5 und 6 stellen Kurvendiagramme zum Stand der Technik und zur bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dar, respektive der Fall 1 eine Untersuchung mit vier Zentrierbacken und zwei Messerbacken mit Messern und Fall 2 eine Untersuchung mit fünf Zentrierbacken und drei Messerbacken mit Messern, wobei die Radiusabweichungen (delta r) bei weniger Abstützpunkten im ersten Fall kleiner sind, als im zweiten. Daher sind auch die Schnittkraft-Änderungen (delta F; für jedes Messer eine Kurve) im zweiten Fall kleiner. Die Skalierung der Ordinate (Pegel) ist willkürlich, während die Abszisse (Winkel alpha ) eine volle Drehung (=2pi ) umfasst. Der zeitliche Verlauf der Schnittkraft ist zyklisch und wurde zur Vereinfachung als Sinus-Funktion dargestellt, ohne dass dies die allgemeinen vorhergehenden und nachfolgenden Aussagen tangiert. Bei der Betrachtung von Schwingungsüberlagerungen wird analog die Annahme getroffen, dass am betrachteten Ort innerhalb der Struktur symmetrische Verhältnisse gelten und sich die Schwingungen durch lineare Superposition addieren lassen. An Orten, wo dies nicht exakt zutrifft, gelten qualitativ aber jeweils dieselben Aussagen, v. a. bezüglich der Verstärkung von Schwingungen in Phase. [0025] Die Kurven können im Detail wie folgt interpretiert werden: Fall 1: [0026] Bei der ersten Kurve ergibt sich über 360 deg. eine doppelte Radiusabweichung vier mal, und zwar jeweils zwischen zwei benachbarten Zentrierbacken (ein rmax) und jeweils an jeden der vier Zentrierbacken anliegend (ein rmin). Die Gleichung lautet: delta rmax(alpha ):=P1 sin(alpha n1) [0027] In der zweiten Kurve ist über die gleichen 360 deg. dargestellt, welcher Kraftverlauf am ersten Messer entsteht. Dort wo der Radius grösser wird, wird auch der Widerstand und damit die Kraft grösser. Deshalb läuft diese Kurve synchron mit der ersten Kurve. Die Gleichung lautet: delta F1(alpha ):=q1 sin(alpha n1) [0028] In der dritten Kurve ist über die gleichen 360 deg. dargestellt, welcher Kraftverlauf am zweiten Messer entsteht. Da dieses um 180 deg. versetzt mit dem ersten Messer läuft, hat es die gleichen Kraftänderungseigenschaften, wie das erste Messer und zur selben Zeit. Die Pulse des ersten und zweiten Messers addieren sich, so dass sich die Amplitude in der Summationskurve auf den doppelten Wert der zweiten bzw. dritten Kurve aufschaukelt. Die Gleichung lautet: delta F2(alpha ):=delta F1 (alpha ) Fall 2: [0029] Bei der ersten Kurve ergibt sich über 360 deg. eine doppelte Radiusabweichung fünf mal, und zwar jeweils zwischen zwei benachbarten Zentrierbacken (ein rmax) und jeweils an jeden der vier Zentrierbacken anliegend (ein rmin). Da bei mehr Angriffspunkten eines Zentriersystems die r-Abweichung zwangsläufig kleiner wird, ist die Amplitude der Kurve kleiner als bei der ersten Kurve im Fall 1. Bei unendlich vielen Zentrierbacken wäre die r-Abweichung Null. Die Gleichung lautet: delta rmax(alpha ):=p2 sin(alpha n2) [0030] In der zweiten Kurve ist über die gleichen 360 deg. dargestellt, welcher Kraftverlauf am ersten Messer entsteht. Dort wo der Radius grösser wird, wird auch der Widerstand und damit die Kraft grösser. Deshalb läuft diese Kurve synchron mit der ersten Kurve. Da die r-Abweichung kleiner ist als beim ersten Fall, ist auch der Kraftentwicklungsunterschied kleiner als beim ersten Fall. Die Gleichung lautet: delta F1(alpha ):=q2 sin(alpha n2) [0031] In der dritten Kurve ist über die gleichen 360 deg. dargestellt, welcher Kraftverlauf am zweiten Messer entsteht. Da dieses um 120 deg. versetzt mit dem ersten Messer läuft, hat es eine um 120 deg. versetzte Kraft-Änderungseigenschaften, wie das erste Messer und zur selben Zeit. Deshalb ist die Kraftänderungskurve versetzt gegenüber jener aus der zweiten Kurve. Die Gleichung lautet: delta F2(alpha ):=q2 sin[(alpha +(2pi /3)) n2] [0032] In der vierten Kurve ist alles analog zur dritten Kurve. Die Pulse des ersten, zweiten und dritten Messers addieren sich zu Null, so dass sich die Amplitude in der Summationskurve auf Null einstellt, also nicht nur eine quantitative Reduktion, sondern auch eine qualitative Reduktion von Kraftpulsen auftritt. Wir schneiden also mit der Frequenz der ersten Kurve vom zweiten Teil, haben jedoch keine Kräfteüberlagerungen durch die Messer. Der gleiche Effekt würde übrigens auch bei vier Zentrierbacken und drei Messerbacken auftreten, wobei die Amplitude von delta r jedoch grösser wäre, so wie in der ersten Kurve des Falles eins. Die Gleichung lautet: delta F3(alpha ):=q2 sin[(alpha +(4pi /3)) n2] [0033] Fig.7 illustriert wie ein Kabelende radial zu seiner Achse von der Seite in den Arbeitsbereich der Messerhalter mit Messern (23, 25, 25) einlegbar ist. [0034] Die Erfindung betrifft im Kern mit einer Ausführungsform somit eine Abisoliervorrichtung mit einer Zentriervorrichtung aus einer Anzahl von Zentrierbacken (8), die die Anzahl der in unmittelbarer Nähe befindlichen und davon unabhängig radial wirkenden, und von diesen unabhängig um eine Drehachse drehbaren Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) übertrifft, wobei die Anzahl und Anordnung der Zentrierbacken (8) in Bezug auf die Messerhalter mit Messern (23, 25, 25) beim rotativen Einschneiden eine Phasenverschiebung im Zusammenspiel des Aufeinandertreffens der Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) und Zentrierbacken (8) bewirkt, die sich bei einem Schwingungsaufbau im abzuisolierenden Kabel dämpfend oder ausgleichend auswirkt und so die Schneidepräzision erhöht wird. Besondere Ausgestaltungen hinsichtlich der Messer und Zentrierbacken sowie hinsichtlich der rechnergesteuerten Ansteuerung sind ebenfalls angegeben. [0035] Die Erfindung kann somit optimal als unabhängiges Abisoliergerät oder im Rahmen einer kontinuierlichen Kabelbearbeitungsanlage angeordnet und betrieben werden. Bezugszeichenliste [0036] 1 : Kugellager 2 : Erste Mutter 3 : Bremsflansch 4 : Erste Riemenscheibe 5 : Hauptwelle 6 : Zweite Riemenscheibe 7 : Zentrierflansch 8 : Zentrierbacke 9 : Zentrierabdeckung 10 : Kopfkörper 11 : Zweiter Spiralflansch 12 : Messerflansch 13 : Messerabdeckung 14 : Führungsrohr 15 : Griff 16 : Zweite Mutter 17 : Erster Distanzring 18 : Zweiter Distanzring 19 : Messingzapfen (verhindert eine Beschädigung durch den Gewindestift) 20 : Messingzapfen (verhindert eine Beschädigung durch den Gewindestift) 21 : Messingzapfen (verhindert eine Beschädigung durch den Gewindestift) 22 : Lager 23 : Erster Messerhalter mit Messer 24 : Kurvenscheibenwelle 25 : Zweiter Messerhalter mit Messer 26 : Dritter Messerhalter mit Messer 27 : Feder 28 : Gewindestift (zum Arretieren der zweiten Mutter 16) 29 : Gewindestift (zum Arretieren des Bremsflansches 3) 30 : Gewindestift (zum Arretieren der Riemenscheibe 6) 32 : Zylinderstift 34 : Zylinderstift 35 : Senkschraube 36 : Senkschraube 37 : Kugellager 39 : Gleitlager 40 : Anlaufscheibe 41 : Erster Spiralflansch
Claims (17)
1. Abisoliervorrichtung mit einer Zentriervorrichtung aus einer Anzahl von Zentrierbacken (8), die die Anzahl der in unmittelbarer Nähe befindlichen und davon unabhängig radial wirkenden, und von diesen unabhängig um eine Drehachse drehbaren Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) übertrifft, wobei zwischen benachbarten Zentrierbacken (8) erste Winkel ausgebildet sind und wobei weiter zwischen benachbarten Messerhaltern mit Messern (23, 25, 26) zweite Winkel ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Zentrierbacken (8) und/oder die Anzahl der Messerhalter mit Messern (23, 25, 26), ungerade ist und dass die ersten Winkel kein ganzes Vielfaches der zweiten Winkel sind.
2. Abisoliervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass besagte erste Winkel gleichförmig ausgebildet sind.
3. Abisolervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass besagte zweite Winkel gleichförmig ausgebildet sind.
4. Abisoliervorrichtung mit einer Zentriervorrichtung aus einer Anzahl von Zentrierbacken (8), die die Anzahl der in unmittelbarer Nähe befindlichen und davon unabhängig radial wirkenden, und von diesen unabhängig um eine Drehachse drehbaren Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) übertrifft, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl und Anordnung der Zentrierbacken (8) in Bezug auf die Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) beim rotativen Einschneiden eine Phasenverschiebung im Zusammenspiel des Aufeinandertreffens der Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) und Zentrierbacken (8) bewirkt, die sich bei einem Schwingungsaufbau im abzuisolierenden Kabel dämpfend oder ausgleichend auswirkt und so die Schneidepräzision erhöht.
5. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Zentrierbacken (8) jene der Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) um mindestens zwei übertrifft und/oder dass ihre Anzahl nicht durch einen gemeinsamen Teiler teilbar ist.
6. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere im Ruhezustand höchstens eine einzige Zentrierbacke (8) mit einem Messerhalter mit Messer (23, 25, 26) in Axialrichtung eines Kabels fluchtet.
7. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere im Ruhezustand höchstens eine einzige Zentrierbacke (8) mit einem Messerhalter mit Messer (23, 25, 26) in Radialrichtung eines Kabels fluchtet, bei Betrachtung in der Zeichenebene, wenn die Achse des Kabels bzw. die Drehachsachse der Messerhalter mit Messern zur Zeichenebene senkrecht steht.
8. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacken (8) drehstarr ausgebildet sind.
9. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacken (8) um die Drehachse - vorzugsweise entgegen der Drehrichtung der Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) - drehbar ausgebildet sind.
10. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) in Betriebsstellung zwischen der Zentriervorrichtung und dem abzuisolierenden Ende des Kabels angeordnet sind.
11. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorbestimmte Position des oder der Messerhalter(s) mit Messer(n) (23, 25, 26) festlegbar ist und die Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) ebenso wie die Zentrierbacken (8) so ausgebildet sind, dass ein Kabelende radial zu seiner Achse von der Seite in den Arbeitsbereich der Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) einlegbar ist.
12. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacken (8) oder Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) in je einer Ebene liegen, und dass jedem Durchmesser eines Kabels ein anderer Punkt auf der Messerschneide, bzw. eine andere Linie auf der Zentrierfläche zugeordnet ist, bzw. mit dem Kabel in tangentiale Anlage bringbar ist.
13. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zentrierbacken (8) jeweils Ausnehmungen für das Entlanggleiten eines jeweils benachbarten Zentrierbackens (8) aufweisen.
14. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) jeweils Ausnehmungen für das Entlanggleiten eines jeweils benachbarten Messerhalters mit Messer (23, 25, 26) aufweisen.
15. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es keinen gemeinsamen Teiler gibt für die Anzahl der Zentrierbacken (8) und jene der Messerhalter mit Messern (23, 25, 26).
16. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) durch erste Betätigungsmittel radial antreibbar sind, um die Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) so zu betätigen, dass mindestens zwei unterschiedliche Kabellagen eingeschnitten, bzw. zwei unterschiedliche Durchmesser angefahren werden können, wobei elektronische Mittel vorgesehen sind, um die mindestens zwei verschiedenen radialen Positionen einzugeben und zu speichern und um mindestens die ersten Betätigungsmittel zu steuern.
17. Abisoliervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abisoliervorrichtung einen Messerflansch (12) umfasst, der die Messerhalter mit Messern (23, 25, 26) trägt, um mindestens zwei Kabellagen einzuschneiden, wobei zweite Betätigungsmittel vorgesehen sind, um den Messerflansch (12) axial gegenüber dem Kabel in mindestens zwei verschiedene zuvor auswählbare axiale Positionen bezüglich des Kabels zu bewegen, um die mindestens zwei Kabellagen zu entfernen, und elektronische Mittel, um die mindestens zwei verschiedenen zuvor auswählbaren axialen Positionen zu speichern und um mindestens die zweiten Betätigungsmittel zu kontrollieren.
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