CH697366B1 - Lagereinrichtung für Hofdünger. - Google Patents

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CH697366B1
CH697366B1 CH7052004A CH7052004A CH697366B1 CH 697366 B1 CH697366 B1 CH 697366B1 CH 7052004 A CH7052004 A CH 7052004A CH 7052004 A CH7052004 A CH 7052004A CH 697366 B1 CH697366 B1 CH 697366B1
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CH
Switzerland
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container
farmyard manure
blache
storage device
manure according
Prior art date
Application number
CH7052004A
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English (en)
Inventor
Eduard Arnold
Original Assignee
Cavag Element Und Behaelterbau
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C3/00Treating manure; Manuring
    • A01C3/02Storage places for manure, e.g. cisterns for liquid manure; Installations for fermenting manure
    • A01C3/028Covers, roofs or other structures for covering manure storage places

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Abstract

Es wird eine Lagereinrichtung für Hofdünger mit einem Behalter (1) und mit einer Abdeckung (3) zur Minderung der Verluste an Ammoniak und zur Entlastung der Umgebungsatmosphäre durch Eindämmung der Verflüchtigung der Riechstoffe vorgeschlagen, die aus einer am Behälter hängenden oder auf dem aufgenommenen Hofdünger im Behälter schwimmenden Blache (4) besteht.

Description


  [0001] Die Erfindung betrifft eine Lagereinrichtung für Hofdünger nach Anspruch 1.

[0002] Als Hofdünger wird die Mischung von Exkrementen und Pflanzenresten der Tierhaltung bezeichnet. Hofdünger sind somit kein Abfall, sondern Stoffe, die zur Wahrung des Leistungsvermögens des Bodens als Naturdünger auf die Äcker und Wiesen der Landwirtschaft zurückgefördert gehören. Wann das Ausbringen der Hofdünger zu geschehen hat, wird zum Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier, behördlich reglementiert. Das Problem dabei ist, dass die Hofdünger fortdauernd anfallen, aber aus den erwähnten Gründen nur während der Vegetationsperiode auf die Äcker und Wiesen gelangen dürfen. Darum müssen die Hofdünger (Jauche, Gülle und flüssiger Mist) in der kalten Jahreszeit fortlaufend gelagert werden. Zur Lagerung der Hofdünger sind wiederum diverse Konditionen zu erfüllen.

   So sind die gelagerten Hofdünger in aerobem Zustand zu halten und sollen dabei weder Ammoniak verlieren noch die Atmosphäre der Umgebung durch die Verflüchtigung von Schadstoffen wie Ammoniak sowie Gerüchen belasten.
Gelagerter Hofdünger bleibt allerdings nur dann aerob, wenn der Sauerstoff atmende Teil der Kleinlebewesen darin die Vorherrschaft behält. Der ruhende Inhalt eines Behälters verteilt sich aber, gemäss dem Gesetz der Gravitation nach der Hierarchie der Dichte, zwischen dem dünnsten und dicksten Zustand der Mischung so, dass sich die Schwimmstoffe im Bereich des Flüssigkeitsspiegels und die Schwerstoffe sich in der Nähe des Bodens sammeln. Die Kleinlebewesen werden entsprechend dieser Verteilung in der Nachbarschaft des Flüssigkeitsspiegels der obersten Schicht mit Sauerstoff versorgt.

   Analog herrscht im Bereich des Bodens mit der Zeit extremer Sauerstoffmangel, so dass nur die Kleinlebewesen der Fäulnis überleben. Da das Nährstoffangebot der oberen Schichten als Folge der fortschreitenden Sedimentation laufend verdünnt wird, verschlechtern sich die Lebensbedingungen der aeroben Kleinlebewesen fortschreitend. Hinzu kommt, dass sich die Schwimmstoffe zu einem festen Belag der Flüssigkeitsfläche zu verfestigen neigen.

   Im Gegensatz zu den aeroben bleiben die Lebensbedingungen der anaeroben Kleinlebewesen im Bereich des Bodens aber ideal, so dass die Population der Anaeroben explodiert und die Masse des lagernden Hofdüngers mit der Zeit sauer wird.
Wegen diesen Gegebenheiten müssen lagernde Hofdünger täglich gerührt werden, so dass sich weder die Ablagerungen noch die Schwimmstoffe verfestigen und kein Fäulnisherd im lagernden Hofdünger entsteht.

[0003] Entsprechend dem Stand der Technik haben sich für die Sammlung und Lagerung von Hofdünger senkrechte, runde oder vieleckige offene Becken aus Orts- und Elementbeton, oder aber aus emailliertem Metallblech, mit einem am inneren Beckenumfang angeordneten absenkbaren und schwenkbaren Tauchrührwerk bewährt.

   Da solche offene Systeme die Umwelt belasten und sich zugleich wertvolles Ammoniak verflüchtigt, werden die Verringerung der Verluste und die Reduzierung der Geruchsemissionen behördlich verlangt. Vorschläge dazu gibt es in der Schrift DE 3 436 933 A1, wo die Verwendung einer Abdeckung mit einem zentralen, senkrechten, teleskopierbaren Mast und mechanisch vorgespannten kegelmantelförmigen Zeltdach vorgeschlagen wird.

   Weitere Vorschläge befürworten, auf dem Flüssigkeitsspiegel des Hofdüngers schwimmend auflegbare Abdeckungen zu verwenden, wie in den Schriften DE4 013 239, DE4 042 326 oder CH-693 207 erklärt wird.

[0004] Wissenschaftliche Untersuchungen verschiedener Forschungsanstalten zeigen allerdings den gemeinsamen Nachteil dieser Lösungsvorschläge, nämlich dass "die gesamten Ammoniakemissionen nur zu einem kleinen Teil - annähernd vier Prozent - reduziert" wird (vgl. M.

   Götz Bauernzeitung 21 vom 12.03.04).

[0005] Aufgabe der Erfindung ist darum, eine Lagereinrichtung für Hofdünger ohne diesen gravierenden Nachteil insbesondere für Rundbehälter zu schaffen.

[0006] Die Lösung dieser erfindungsmässigen Lagereinrichtung für Hofdünger wird mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst, indem sich die Abdeckung mit wenigen Handgriffen von der aufgehängten Blache zum Schwimmkörper und umgekehrt wandeln lässt. Das heisst, dass der offene Hofdüngerbehälter in der Vegetationsperiode, bis auf einen Spalt entlang der Behälterinnenwand und einer zentralen Öffnung mit einer trichterförmigen aufgehängten Blache, so bedeckt wird, dass das Dach vor dem Wind geschützt in den Behälter taucht und einen kalottenartigen Trichter bildet.

   Dabei dient die aufgehängte Blache in der Vegetationsperiode als Dach mit "Dachrinne", indem das aufgefangene Meteorwasser dank der Trichterform durch die zentrale Öffnung dem Behälterinhalt zufliesst.
Ausserhalb der Vegetationsperiode wird die aufgehängte Blache auf den Flüssigkeitsspiegel hinuntergelassen, wo die Blache dank dem Auftrieb erzeugenden Verdrängungskörper zum Schwimmer wird.

[0007] Die Vorteile der amphibischen Abdeckung sind, dass
- die Abdeckung sich, je nach Bedarf, in eine auf dem Flüssigkeitsspiegel schwimmende Abdeckung wandeln lässt, dass
- die Abdeckung keinen Mast braucht, und dass
 die Abdeckung bei stürmischem Wetter vom Staudruck des Windes durch die massive Wand des Behälters geschützt wird, und dass
 die Verdampfungsverluste des Hofdüngers unter der Abdeckung, dank dem Meteorwasser selbständig so kompensiert werden,

   dass
 der Hofdünger keine Eindickung erfährt, und
 das Wetter die Abdeckung im schwimmenden Betrieb nicht tangiert und
 die Emissionen, wie die Verluste von Ammoniak durch die schwimmende Abdeckung eliminiert werden.

[0008] Nachfolgend ist die Erfindung anhand einer Ausführungsvariante zeichnerisch dargestellt. Die
<tb>Fig. 1<sep>zeigt - einen Viertel - der Abdeckung eines offenen Hofdüngerbehälters während der Vegetationsperiode und die


  <tb>Fig. 2<sep>zeigt die Abdeckung der Fig. 1 als schwimmende Abdeckung des Hofdüngerinhaltes ausserhalb der Vegetationsperiode.

[0009] Die Fig. 1 zeigt einen stehenden Hofdüngerbehälter 1. Der Hofdüngerbehälter 1 ist etwa bis zur Hälfte mit Hofdünger 2 gefüllt und mit der Abdeckung 3 bis um den Spalt 8 bedeckt. Die Abdeckung 3 besteht aus einem vorzugsweise dicht verschweissten Rohr als schwimmfähigem Ringkörper 7 als Gerüst und die Bespannung mit einer Blache 4 aus verschweissten und/oder vernähten spickeiförmigen Zuschnitten 10, die den Ringkörper 7 mit einer Schlaufe 11 umfassen. Die Abdeckung 3 ist vorzugsweise beidseitig mit zusätzlichen Schwimmkörpern 13 und mit einem zentralen offenen vorzugsweise kreisförmigen Ausschnitt 16 und einer peripheren mit einem Lappen 17 zudeckbaren Öffnung 16 ¾ versehen.

   Die Abdeckung 3 hängt an einer Anzahl Seilwinden 18, die am oberen Rand der Zylinderwand des Behälters 1 verteilt sind und bleibt während der Vegetationsperiode in der oberen Endposition an die Anschläge 19 der Böcke der Seilwinden 18 verzurrt, indem die anderen nicht gezeigten Seilenden vorzugsweise auf Klampen gelegt werden.
Um Ablagerungen des Hofdüngers zu vermeiden, wird der Behälter täglich mit Hilfe des vorzugsweise schwenkbaren Tauchrührwerks 14, bei Beobachtung der Wirkung der Strömung durch die freigelegte Öffnung 16 ¾ der Abdeckung 3, gerührt.
Während der Vegetationsperiode kann aus dem Behälter 1 Hofdünger 2 durch eine nicht gezeigte Entnahmevorrichtung entnommen werden, bis die auf dem Flüssigkeitsspiegel 6 schwimmende Abdeckung 3 auf die Anschläge 20 aufsetzt, so dass die verbleibende Menge nicht gerührt werden kann,

   ohne die Blache 4 mit den Flügeln des Tauchrührwerkes 14 zu touchieren.

Claims (10)

1. Lagereinrichtung für Hofdünger mit einem Behälter (1) und einer Abdeckung (3), zur Minderung der Verluste an Ammoniak und zur Entlastung der Umgebungsatmosphäre durch Eindämmung der Verflüchtigung der Riechstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) eine Blache (4) aufweist, die am Behälter (1) hängend angebracht oder auf dem aufgenommenen Hofdünger im Behälter (1) schwimmend aufgelegt ist.
2. Lagereinrichtung für Hofdünger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) zylindrisch ausgebildet ist und ein Ringkörper (7) in der Blache (4) konzentrisch eingelegt ist, und dass der Radius des Ringkörpers (7) nur einen Spalt (8) kleiner als der Innenradius (9) des Behälters (1) ist.
3. Lagereinrichtung für Hofdünger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper (7) aus Rohrsegmenten besteht und die Rohrsegmente vorzugsweise mit Flanschen enden, und dass die Flanschen der Rohrsegmente paarweise und mit Schrauben verbindbar sind.
4. Lagereinrichtung für Hofdünger nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blache (4) am Umfang eine Schlaufe (11) zur Aufnahme des Ringkörpers (7) aufweist, und dass die Blache (4) freihängend eine Rotationsfläche bildet, und dass das Zentrum der Blache (4) eine zentrale Öffnung (12) aufweist, um das Regenwasser ablaufen zu lassen.
5. Lagereinrichtung für Hofdünger nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) vorzugsweise mit Seilwinden (18) zwischen Anschlägen (19, 20) am Behälter in der Höhe verstellbar ist.
6. Lagereinrichtung für Hofdünger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blache (4) aus Zuschnitten besteht, und dass die Zuschnitte vorzugsweise zipfelförmig (10) sind und sich gegen das Zentrum der Blache (4) verjüngen.
7. Lagereinrichtung für Hofdünger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blache (4) mit Schwimmkörpern (13) bestückt ist.
8. Lagereinrichtung für Hofdünger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmkörper (13) wulstartig ausgebildet und vorzugsweise vom Zentrum der Blache radial und entlang der Zuschnitte angeordnet sind.
9. Lagereinrichtung für Hofdünger nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) mit einem Tauchrührwerk (14) ausgerüstet ist, und dass das Tauchrührwerk (14) entlang einer Führungsschiene in der Höhe verstellbar ist.
10. Lagereinrichtung für Hofdünger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass es am Umfang der Blache (3) einen Ausschnitt (16) zur Bedienung und Überwachung des Tauchrührwerks (14) gibt, und dass der Ausschnitt (16) mit mindestens einem Lappen (17) versehen und vorzugsweise mit einem Klettverschluss verschliessbar ist.
CH7052004A 2004-04-21 2004-04-21 Lagereinrichtung für Hofdünger. CH697366B1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL2010875C2 (nl) * 2013-05-28 2014-12-01 Wiefferink B V Container voor het bevatten van een substantie, afdekfolie voor het afdekken van een substantie in een dergelijke container en werkwijze voor het aanbrengen van een afdekfolie in een container.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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NL2010875C2 (nl) * 2013-05-28 2014-12-01 Wiefferink B V Container voor het bevatten van een substantie, afdekfolie voor het afdekken van een substantie in een dergelijke container en werkwijze voor het aanbrengen van een afdekfolie in een container.

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