CH697789A2 - Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung des Kompressorspielraums und zur Steuerung einer Gasturbine. - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung des Kompressorspielraums und zur Steuerung einer Gasturbine. Download PDF

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CH697789A2 CH01253/08A CH12532008A CH697789A2 CH 697789 A2 CH697789 A2 CH 697789A2 CH 01253/08 A CH01253/08 A CH 01253/08A CH 12532008 A CH12532008 A CH 12532008A CH 697789 A2 CH697789 A2 CH 697789A2
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Abstract

Gasturbine mit einem Kompressor, wobei die Gasturbine einen Sensor (22) zum Messen eines Spielraums (20) der Schaufeln (27) in dem Kompressor einschliesst; sowie ein Steuergerät zum Empfang von Informationen über den Spielraum (20) und zur Steuerung der Gasturbine unter Verwendung der Informationen, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln (27) zu verhindern.

Description


  Hintergrund der Erfindung

Gebiet der Erfindung

[0001] Die hierin offenbarte Erfindung betrifft das Gebiet der Gasturbinen und insbesondere die Steigerung des Wirkungsgrads von Gasturbinen.

Beschreibung des relevanten Standes der Technik

[0002] Eine Gasturbine schliesst viele Teile ein, von denen sich jedes bei Änderungen der Betriebsbedingungen ausdehnen oder zusammenziehen kann. Die Gasturbine schliesst einen Kompressor ein, welcher Luft zur Verbrennung in einer Verbrennungskammer verdichtet. Der Kompressor verwendet Kompressorschaufeln, um die Luft zu verdichten.

[0003] Die Kompressorschaufeln sind im Allgemeinen als Blätter geformt. Die Kompressorschaufeln rotieren innerhalb eines Gehäuses, welches eine kreisförmige Gestalt aufweist. Während die Kompressorschaufeln rotieren, nutzen die Kompressorschaufeln ihre Blattform, um die Luft innerhalb des Gehäuses zu verdichten.

   Die Kompressorschaufeln und das Gehäuse werden dazu benutzt, die verdichtete Luft zu halten.

[0004] Der Abstand zwischen der äusseren Spitze der Kompressorschaufel und dem Gehäuse wird als "Spielraum" bezeichnet. Mit zunehmendem Spielraum wird der Wirkungsgrad des Kompressors auf Grund höherer Mischungsverluste in Verbindung mit der grösseren Menge der über die Spitze der Schaufel entweichenden Luft verringert. Daher kann ein zu grosser Spielraum zu einer Verringerung des Gesamtwirkungsgrads der Gasturbine führen. Darüber hinaus kann in Abhängigkeit von den Betriebsbedingungen ein zu grosser Spielraum auch zum Pumpen des Kompressors führen.

   Aber auch ein zu kleiner Spielraum kann Probleme verursachen.

[0005] Wenn der Spielraum zu klein ist, können die thermische Ausdehnung und Kontraktion sowie dynamische Veränderungen der Kompressorschaufeln, des Gehäuses und anderer Komponenten ein Anlaufen der Kompressorschaufeln gegen das Gehäuse verursachen. Wenn die Kompressorschaufeln gegen das Gehäuse anstreifen, kann es zur Beschädigung der ganzen Gasturbine kommen. Daher ist es wichtig, in einer Reihe von Betriebszuständen ein richtiges Ausmass an Spielraum aufrecht zu erhalten.

[0006] Um das richtige Ausmass an Spielraum aufrecht zu erhalten, wird im Stand der Technik im Allgemeinen eine detaillierte Analyse und Prüfung durchgeführt. Die Analyse und Prüfung werden verwendet, um die Spielraum-Sollwerte während des "kalten" Aufbaus der Gasturbine festzulegen.

   Die Spielraum-Sollwerte müssen dabei Herstellungstoleranzen und eine Reihe von Betriebszuständen wie Hochfahren, Herunterfahren, Volllast und Teillast mit berücksichtigen. Da es erforderlich ist, die Toleranzen und Betriebszustände mit zu berücksichtigen, können die Spielraum-Sollwerte während bestimmter Betriebsmodi zu einem schlechten Wirkungsgrad führen. Zum Beispiel muss die Zeitdauer für das Hochfahren vielleicht lang genug sein, um eine richtige Erwärmung des Kompressors zum Ausschluss von Anstreifen sicherzustellen.

[0007] Was daher benötigt wird, sind Techniken, um den Spielraum zwischen den Kompressorschaufeln und dem Gehäuse während unterschiedlicher Betriebsmodi zu überwachen.

   Die Techniken sollten des Weiteren die Steuerung der Gasturbine in Bezug auf den Spielraum vorsehen.

Kurzbeschreibung der Erfindung

[0008] Offenbart wird eine Gasturbine mit einem Kompressor, wobei die Gasturbine einen Sensor zum Messen eines Spielraums der Schaufeln in dem Kompressor einschliesst, sowie ein Steuergerät zum Empfang von Spielrauminformationen und zur Steuerung der Gasturbine unter Verwendung der Informationen, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln zu verhindern.

[0009] Ebenfalls offenbart wird eine Gasturbine mit einem Kompressor, wobei die Gasturbine eine Vielzahl von Sensoren zum Messen von Spielräumen von Schaufeln in dem Kompressor einschliesst,

   sowie ein Steuergerät zum Empfang von Spielrauminformationen und zur Steuerung von zumindest dem Brennstofffluss an die Gasturbine und/oder der Einlass-Zapfheissluft an den Kompressor unter Verwendung der Informationen, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln zu verhindern.

[0010] Ebenfalls offenbart wird ein Verfahren zur Steuerung einer Gasturbine mit einem Kompressor, wobei das Verfahren die Schritte einschliesst, dass Informationen in Bezug auf einen Spielraum von Schaufeln in dem Kompressor erhalten werden; und die Gasturbine gesteuert wird, um zumindest entweder Kompressorpumpen oder Anstreifen der Schaufeln oder beides zu verhindern.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

[0011] 
<tb>Fig. 1<sep>veranschaulicht eine beispielhafte Ausführungsform einer Gasturbine;


  <tb>Fig. 2<sep>veranschaulicht eine Vorderansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer Kompressorstufe;


  <tb>Fig. 3<sep>veranschaulicht eine Seitenansicht einer beispielhaften Ausführungsform des Kompressors;


  <tb>Fig. 4<sep>veranschaulicht eine beispielhafte Ausführungsform eines Steuerungssystems für die Gasturbine; und


  <tb>Fig. 5<sep>stellt ein beispielhaftes Verfahren zur Steuerung der Gasturbine vor.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

[0012] Die Lehren dieser Erfindung sehen Ausführungsformen für Vorrichtungen und Verfahren zur Überwachung eines Spielraums zwischen einer Vielzahl von Kompressorschaufeln und einem Gehäuse in einer Gasturbine vor. Die Lehren sehen das Messen des Spielraums während des Betriebs der Gasturbine und das Steuern von Parametern der Gasturbine in Übereinstimmung mit dem gemessenen Spielraum vor. Die Parameter werden auf eine solche Weise gesteuert, dass ein besserer Wirkungsgrad im Betrieb der Gasturbine geschaffen wird als ohne die Vorrichtungen und die Verfahren.

[0013] Im Allgemeinen wird der Spielraum mit einem Sensor gemessen, welcher Informationen in Bezug auf den Spielraum an ein Steuerungssystem liefert.

   Das Steuerungssystem, das in ein Steuergerät für einen Gasturbinenmotor integriert sein kann, empfängt die Informationen und steuert bestimmte Parameter der Gasturbine in Übereinstimmung mit den Informationen. Zwei Beispiele für gesteuerte Parameter sind die Einlass-Zapfheissluft und der Brennstofffluss. Bevor nun die Ausführungsformen im Einzelnen besprochen werden, werden noch bestimmte Definitionen angegeben.

[0014] Der Begriff "Gasturbine" bezieht sich auf einen Motor mit kontinuierlicher Verbrennung. Die Gasturbine schliesst im Allgemeinen einen Kompressor, eine Brennkammer und eine Turbine ein. Der Kompressor verdichtet Luft für die Verbrennung in einer Brennkammer. Der Begriff "Kompressorschaufel" bezieht sich auf eine Schaufel in dem Kompressor. Jede Kompressorschaufel weist eine Blattform auf, die zur Verdichtung der Luft verwendet wird.

   Der Begriff "Kompressorstufe" bezieht sich auf eine Vielzahl von Kompressorschaufeln, die in Umfangsrichtung um einen Abschnitt einer Welle herum angeordnet sind. Die Gasturbine kann eine oder mehrere Kompressorstufen in dem Kompressor einschliessen. Der Begriff "Gehäuse" bezieht sich auf eine Struktur, die die Kompressorstufen umgibt, um eine Bewegung der Luft um die äusseren Spitzen der Kompressorschaufeln herum zu begrenzen. Der Begriff "Spielraum" bezieht sich auf einen Abstand zwischen der äusseren Spitze einer Kompressorschaufel und dem Gehäuse. Der Begriff "Anstreifen" bezieht sich auf den Zustand, bei dem zumindest eine Kompressorschaufel in Kontakt mit dem Gehäuse steht. Ein solches Anstreifen führt im Allgemeinen zur Beschädigung der Gasturbine.

   Der Begriff "Einlass-Zapfheissluft" bezieht sich auf Luft, die aus dem Kompressor entnommen wird, bevor die Luft an die Brennkammer geleitet wird. Die entnommene Luft wird im Allgemeinen durch die Verdichtung erwärmt und an den Einlass des Kompressors geleitet.

[0015] Der Begriff "Kompressorpumpen" bezieht sich auf eine Unterbrechung des Luftstroms durch den Kompressor der Gasturbine. Ein Zustand des Kompressorpumpens kann ein Abreissen des Luftstroms an die Brennkammer verursachen und einen instabilen Betrieb oder eine unerwünschte Abschaltung der Gasturbine verursachen. Während des Zustands des Kompressorpumpens wird der Luftstrom im Allgemeinen zum Einlass des Kompressors geleitet. Das Kompressorpumpen kann des Weiteren auch unter Bezugnahme auf bestimmte Betriebsparameter des Kompressors erläutert werden.

   Ein betrieblicher Parameter ist das "Druckverhältnis" (PAustritt/PEintritt) welches das Verhältnis des Austrittsdrucks des Kompressors zum Eintrittsdruck des Kompressors darstellt. Ein weiterer betrieblicher Parameter ist der "Kompressor-Luftstrom", der die Menge an durch den Kompressor strömender Luft darstellt. Bestimmte Kombinationen des Druckverhältnisses und des Kompressor-Luftstroms können Zustände beschreiben, die zu einem Zustand des Kompressorpumpens in einer Gasturbine führen oder einen solchen verursachen können. Diese Kombinationen können auf eine Reihe von Arten dargestellt werden, zum Beispiel als Tabelle, als Datensatz oder als Algorithmus.

   Eine übliche Darstellung verwendet eine Abbildung oder einen Graphen des Druckverhältnisses gegen den Kompressor-Luftstrom.

[0016] Die Begriffe "Pumpgrenzlinie" und "Betriebsgrenzlinie" beziehen sich auf Linien im Graphen von Druckverhältnis gegen Kompressor-Luftstrom. Die Pumpgrenzlinie stellt den betrieblichen Grenzwert dar, über welchem der Betrieb der Gasturbine dazu führen oder verursachen würde, dass die Gasturbine einen Zustand des Kompressorpumpens erfährt. Die Betriebsgrenzlinie bezieht sich auf den Steuerungsgrenzwert der Gasturbine, um sicherzustellen, dass ein ausreichender Toleranzbereich zur Pumpgrenzlinie eingehalten wird. Der Spielraum kann ein Faktor bei der Bestimmung der Betriebsparameter sein, die einen Zustand von Kompressorpumpen verursachen können.

   Zum Beispiel kann in manchen Gasturbinen der Toleranzbereich zur Pumpgrenzlinie hin zunehmen, wenn das Ausmass des Spielraums im Betrieb abnimmt. Im Allgemeinen verhindert ein Betreiben der Gasturbine bei Betriebsbedingungen an der Betriebsgrenzlinie (d.h., dem Toleranzbereich zur Pumpgrenzlinie) ein Auftreten eines Zustands von Kompressorpumpen.

[0017] Fig. 1 veranschaulicht eine beispielhafte Ausführungsform einer Gasturbine 1. Die Gasturbine 1 schliesst einen Kompressor 2, eine Brennkammer 3 und eine Turbine 4 ein. Der Kompressor 2 ist über eine Welle 5 an die Turbine 4 gekoppelt. In der Ausführungsform von Fig. 1 ist die Welle 5 auch an einen elektrischen Generator 6 gekoppelt. Die Turbine 4 schliesst Kompressorstufen 7 und ein Gehäuse 8 ein.

   Als Nächstes wird nun der Kompressor 2 in grösserem Detail beschrieben.

[0018] Fig. 2 veranschaulicht eine Vorderansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer Kompressorstufe 7 des Kompressors 2. Unter Bezugnahme auf Fig. 2 wird ein Spielraum 20 veranschaulicht. Das in Fig. 2 abgebildete Gehäuse 8 schliesst zwei 180  -Segmente ein, die durch Flansche 28 miteinander gekoppelt sind. Das in Fig. 2 gezeigte Gehäuse 8 umschliesst eine Vielzahl von Kompressorschaufeln 27 um etwa 360 Grad. Fig. 2 gibt auch eine Vielzahl von um das Gehäuse 8 herum angeordnete Sensoren 22 wieder. Die Sensoren 22 werden verwendet, um den Spielraum 20 zu messen.

[0019] Die Sensoren 22 sind im Allgemeinen um den Umfang des Gehäuses 8 herum angeordnet, um bestimmte Aspekte in Verbindung mit dem Spielraum 20 zu messen.

   Zum Beispiel könnte der Spielraum 20 auf Grund einer Lagerbewegung in einem Bereich der Kompressorstufe 7 grösser sein als in einem anderen Bereich. Eine Lagerbewegung, die aus einem Lagerverschleiss oder Herstellungstoleranzen resultiert, kann der Welle 5 erlauben, sich zu bewegen. Als weiteres Beispiel sorgen Messungen um den Umfang dafür, festzustellen, wenn das Gehäuse 8 unrund ist. Im Allgemeinen sind die Sensoren 22 nahe an den Flanschen 28 sowie von diesen entfernt angeordnet. Da das Gehäuse 8 im Allgemeinen eine grössere Masse in der Nähe der Flansche 28 aufweist, kann das Gehäuse 8 unrund sein, bis das Gehäuse 8 gleichmässig erwärmt ist.

   Die Sensoren 22 können auch den Spielraum 20 an anderen Kompressorstufen 7 messen.

[0020] Das Messen des Spielraums 20 an mehr als einer Kompressorstufe 7 kann zur Erfassung von zumindest einem Durchhängen und/oder einem Prellen der Welle 5 dienen. Fig. 3 ist eine Seitenansicht einer beispielhaften Ausführungsform des Kompressors 2. Unter Bezugnahme auf Fig. 3 sind die Sensoren 22 über einer ersten Kompressorstufe 7 und über einer letzten Kompressorstufe 7 angeordnet, um jegliches Durchhängen oder Prellen der Welle 5 zu messen.

[0021] Im Allgemeinen können die Sensoren 22 Abstände von bis zu zumindest 0,762 cm (0,3 Zoll) messen. Die Sensoren 22 können unterschiedliche, im Stand der Technik zur Erfassung des Spielraums bekannte Techniken verwenden, um den Spielraum 20 zu messen.

   In einer Ausführungsform ist der Sensor 22 eine Kapazitätssonde, die die Kapazität zu dem Spielraum 20 in Beziehung setzt, wie dies im Stand der Technik zur Kapazitätserfassung bekannt ist. Die Kapazitätssonde misst die Kapazität eines durch die Sonde und die umgebende Luft als Dieelektrikum gebildeten Kondensators. Die Kompressorschaufeln 27, die sich nahe der Sonde durch die Luft bewegen, beeinflussen die Kapazität des Kondensators. Die gemessene Kapazität steht in Korrelation zu dem Spielraum 20. Diese Sensoren 22 sind als PYROTENAX-Sensoren von Tyco Thermal Controls LLC in Menlo Park, Kalifornien, erhältlich. In einer weiteren Ausführungsform ist der Sensor 22 eine Mikrowellensonde, die Mikrowellen zur Messung des Spielraums 20 einsetzt.

   Wie im Stand der Technik zur Mikrowellenerfassung bekannt, sendet die Mikrowellensonde Mikrowellen aus, die zur Messung von Bewegungen oder Hindernissen verwendet werden können. Die gemessenen Bewegungen oder Hindernisse können mit dem Spielraum 20 korreliert werden. Diese Sensoren 22 sind von der Endevco Corporation in San Juan Capistrano, Kalifornien, erhältlich.

[0022] Die Sensoren 22 liefern Informationen, die zur Steuerung bestimmter Parameter der Gasturbine 1 verwendet werden. Fig. 4 veranschaulicht eine beispielhafte Ausführungsform eines Steuerungssystems 40 für die Gasturbine 1. Das Steuerungssystem 40 schliesst "n" Sensoren 22 ein. Die "n" Sensoren 22 liefern Informationen über den Spielraum an ein Steuergerät 41 für einen Gasturbinenmotor.

   In der nicht einschränkenden Ausführungsform von Fig. 4 verwendet das Steuergerät 41 für einen Gasturbinenmotor die Informationen über den Spielraum, um zumindest den Brennstofffluss 42 und/oder die Einlass-Zapfheissluft 43 zu steuern. In anderen Ausführungsformen kann das Steuergerät 41 für einen Gasturbinenmotor auch andere Parameter der Gasturbine 1 steuern, um zumindest einen Zustand des Kompressorpumpens und/oder ein Anlaufen der Schaufeln zu verhindern.

   In anderen Ausführungsformen kann das Steuergerät 41 für einen Gasturbinenmotor Einrichtungen steuern, die nicht Teil der Gasturbine 1 sind, aber mit der Gasturbine 1 in Zusammenhang stehen, so dass die Steuerung der Einrichtungen zumindest einen Zustand des Kompressorpumpens und/oder ein Anlaufen der Schaufeln verhindern kann.

[0023] Während des Hochfahrens kann das Steuerungssystem 40 eine Flussrate des Brennstoffflusses 42 erhöhen, um die Zeit bis zum Volllastbetrieb zu verkürzen. Das Steuerungssystem 40 kann die Flussrate erhöhen, indem es den Spielraum 20 überwacht, um sicherzustellen, dass ein ausreichendes Ausmass an Spielraum 20 vorhanden ist.

   Das Steuerungssystem 40 kann auch den Wirkungsgrad der Gasturbine 1 während eines Teillast-Betriebs verbessern.

[0024] Im Allgemeinen wird die Einlass-Zapfheissluft 43 während des Teillastbetriebs verwendet, um einen ausreichenden Toleranzbereich zur Pumpgrenzlinie sicherzustellen. Die Verwendung der Einlass-Zapfheissluft 43 verringert den Wirkungsgrad der Gasturbine 1, da nicht die gesamte verdichtete Luft für die Verbrennung verwendet wird. Das Steuerungssystem 40 kann den Betrieb mit verringertem Toleranzbereich erlauben (d.h., die Betriebsgrenzlinie weist einen geringeren Toleranzbereich zur Pumpgrenzlinie auf) und die Aktivierung der Einlass-Zapfheissluft 43 verzögern, indem es feststellt, dass ein ausreichendes Ausmass an Spielraum 20 vorhanden ist.

   Das Steuerungssystem 40 kann auch mehrere zusätzliche Vorteile schaffen.

[0025] Im Allgemeinen kann der Toleranzbereich von der Pumpgrenzlinie zur Betriebsgrenzlinie erhöht werden, um eine mit der Alterung der Gasturbine 1 in Zusammenhang stehende Verschlechterung mit zu berücksichtigen. Das Steuerungssystem 40 kann feststellen, ob die Verschlechterung sich auf den Spielraum 20 auswirkt. Hat die Verschlechterung keinen Einfluss auf den Spielraum 20, dann kann das Steuerungssystem 40 die Gasturbine 1 ohne einen erhöhten Toleranzbereich zur Pumpgrenzlinie betreiben. Das Steuerungssystem 40 kann für eine erhöhte Leistungsabgabe der Gasturbine 1 sorgen, um höhere Anforderungen erfüllen zu können.

[0026] Die Gasturbine 1 kann zum Drehen des elektrischen Generators 6 verwendet werden, um Leistung an ein Netzsystem zu liefern.

   Im Allgemeinen müssen kommerzielle Stromlieferanten, die an ein Netzsystem angeschlossen sind, bestimmte Standards, zum Beispiel einen Netzcode, erfüllen. Der Netzcode verlangt vielleicht, dass die kommerziellen Stromlieferanten ihre Leistungsabgabe erhöhen, wenn die Netzfrequenz zu fallen beginnt. Das Steuerungssystem 40 kann verwendet werden, um festzustellen, wann ein ausreichender Betrag des Spielraums 20 vorhanden ist, um die Leistungsabgabe zu erhöhen, ohne das Risiko von Kompressorpumpen zu erhöhen.

[0027] Fig. 5 stellt ein Verfahren 50 zur Steuerung der Gasturbine 1 vor. Das Verfahren 50 verlangt den Empfang 51 von Informationen in Bezug auf den Spielraum 20.

   Das Verfahren 50 verlangt auch die Steuerung 52 der Gasturbine 1, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln zu verhindern.

[0028] Verschiedene Komponenten können einbezogen oder in Anspruch genommen werden, um bestimmte Aspekte der hierin enthaltenen Lehren zu schaffen. Zum Beispiel kann das Steuergerät 41 für einen Gasturbinenmotor zumindest ein analoges System und/oder ein digitales System einschliessen. Das digitale System kann zumindest eine der folgenden Komponenten einschliessen: einen Prozessor, Arbeitsspeicher, Speicher, Eingabe-/Ausgabe-Schnittstelle, Eingabe-/Ausgabe-Einrichtungen, und/oder eine Kommunikations-Schnittstelle. Im Allgemeinen kann ein auf einem von einer Maschine lesbaren Medium gespeichertes und von einer Maschine ausführbare Anweisungen einschliessendes Computerprogrammprodukt in das digitale System eingegeben werden.

   Das Computerprogrammprodukt kann Anweisungen einschliessen, die von dem Prozessor ausgeführt werden, um den Spielraum 20 zu überwachen und die Gasturbine 1 zu steuern, um zumindest ein Kompressorpumpen und/oder Anlaufen der Kompressorschaufeln 27 zu verhindern. Die verschiedenen Komponenten können zur Unterstützung der verschiedenen hierin erläuterten Aspekte oder zur Unterstützung anderer, über diese Offenbarung hinaus gehender Funktionen eingeschlossen werden.

[0029] Der technische Effekt des Computerprogrammprodukts besteht darin, den Wirkungsgrad der Gasturbine 1 zu erhöhen und ein erhöhtes Risiko von Kompressorpumpen zu verhindern.

[0030] Es versteht sich, dass die verschiedenen Komponenten oder Technologien bestimmte notwendige oder nützliche Funktionalitäten oder Merkmale schaffen können.

   Dementsprechend gelten diese Funktionen und Merkmale, soweit sie zur Stützung der folgenden Patentansprüche und deren Abwandlungen erforderlich sein mögen, als inhärenter Teil der hierin enthaltenen Lehren und als Teil der offenbarten Erfindung.

[0031] Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf beispielhafte Ausführungsformen beschrieben wurde, ist dennoch klar, dass verschiedene Änderungen vorgenommen werden können bzw. Elemente darin durch Gleichwertiges ersetzt werden können, ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen. Darüber hinaus verstehen sich für den Fachmann viele Änderungen, um ein bestimmtes Gerät, eine bestimmte Situation oder ein bestimmtes Material an die Lehren der Erfindung anzupassen, ohne vom wesentlichen Schutzbereich der Erfindung abzuweichen.

   Daher ist nicht beabsichtigt, die Erfindung auf die spezielle Ausführungsform zu beschränken, die als die beste in Erwägung gezogene Art der Ausführung der Erfindung offenbart wurde. Vielmehr soll die Erfindung alle Ausführungsformen einschliessen, die in den Schutzbereich der folgenden Ansprüche fallen.

Claims (10)

1. Gasturbine (1) umfassend einen Kompressor (2), wobei die Gasturbine (1) umfasst: einen Sensor (22) zum Messen eines Spielraums (20) von Schaufeln (27) in dem Kompressor (2); und ein Steuergerät (41) zum Empfang von Informationen über den Spielraum (20) und zur Steuerung der Gasturbine (1) unter Verwendung der Informationen, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln (27) zu verhindern.
2. Gasturbine (1) nach Anspruch 1, wobei das Steuergerät (41) zumindest den Brennstofffluss (42) an die Gasturbine (1) und/oder die Einlass-Zapfheissluft (43) an den Kompressor (2) steuert.
3. Gasturbine (1) nach Anspruch 1, wobei der Sensor (22) zumindest eine Kapazitätssonde und/oder eine Mikrowellensonde ist.
4. Gasturbine (1) nach Anspruch 1, wobei der Sensor (22) zumindest einen der folgenden Zustände erfasst: Lagerbewegung, Unrundheit des Gehäuses (8), Durchhängen einer Welle (5) und/oder Prellen der Welle (5).
5. Gasturbine (1) umfassend einen Kompressor (2), wobei die Gasturbine (1) umfasst: eine Vielzahl von Sensoren (22) zum Messen von Spielräumen von Schaufeln (27) in dem Kompressor (2); und ein Steuergerät (41) zum Empfang von Informationen über den Spielraum (20) und zur Steuerung von zumindest dem Brennstofffluss (42) an die Gasturbine (1) und/oder der Einlass-Zapfheissluft (43) an den Kompressor (2) unter Verwendung der Informationen, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln (27) zu verhindern.
6. Verfahren zur Steuerung einer Gasturbine (1) umfassend einen Kompressor (2), wobei das Verfahren die Schritte umfasst, dass: Informationen in Bezug auf einen Spielraum (20) von Schaufeln (27) in dem Kompressor (2) erhalten werden; und die Gasturbine (1) gesteuert wird, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln zu verhindern.
7. Verfahren nach Anspruch 6, des Weiteren umfassend den Schritt, dass zumindest einer der folgenden Zustände erfasst wird: Lagerbewegung, Unrundheit des Gehäuses (8), Durchhängen einer Welle (5) und/oder Prellen der Welle (5).
8. Verfahren nach Anspruch 6, des Weiteren umfassend den Schritt, dass ein Toleranzbereich bis zum Eintreten eines Zustands des Kompressorpumpens angezeigt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6, des Weiteren umfassend den Schritt, dass ein zusätzlicher Leistungsbetrag, den die Gasturbine (1) ohne ein zusätzliches Risiko von Kompressorpumpen erzeugen kann, angezeigt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Verfahren als ein auf einem von einer Maschine lesbaren Medium gespeichertes und von einer Maschine ausführbare Anweisungen zum Betreiben einer Gasturbine (1) umfassend einen Kompressor (2) enthaltendes Computerprogrammprodukt implementiert ist, wobei das Produkt Anweisungen umfasst, um: Informationen in Bezug auf einen Spielraum (20) von Schaufeln (27) in dem Kompressor (2) zu erhalten; und die Gasturbine (1) zu steuern, um zumindest Kompressorpumpen und/oder Anstreifen der Schaufeln (27) zu verhindern.
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