CH697805A2 - Coregarn-Einrichtung und Spulenseparator. - Google Patents
Coregarn-Einrichtung und Spulenseparator. Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Coregarn-Einrichtung zur Zuführung eines Filaments zu einem Streckwerk mit einer antreibbaren Abwickelwalze zum Abwickeln mehrerer nebeneinander angeordneter Filamentspulen, wobei wenigstens ein zwischen zwei Filamentspulen angeordneter Spulenseparator (16) vorgesehen ist, einer Filamentspule nur eine einzige Abwickelwalze zugeordnet ist, und der Spulenseparator (16) eine Nut (23) zur Führung einer Achse der Filamentspule aufweist.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Coregarn-Einrichtung zur Zuführung eines Filaments zu einem Streckwerk mit einer antreibbaren Abwickelwalze zum Abwickeln mehrerer nebeneinander angeordneter Filamentspulen, wobei wenigstens ein zwischen zwei Filamentspulen angeordneter Spulenseparator vorgesehen ist. [0002] Die Erfindung betrifft ferner einen Spulenseparator für Filamentspulen einer Coregarn-Einrichtung mit einer Befestigungseinrichtung zur Montage zwischen zwei Filamentspulen. [0003] Aus der DE 4 430 835 A1 ist eine Coregarn-Einrichtung bekannt, bei der die Filamentspulen auf zwei antreibbaren Abwickelwalzen aufliegen. Es ist zwar in der DE 4 430 835 A1 nicht beschrieben, jedoch ist es durch die von der Spindelfabrik Suessen vertriebene Coregarn-Einrichtung Stand der Technik, dass jeweils zwischen zwei Filamentspulen ein im Wesentlichen plattenförmiger Spulenseparator angebracht ist, der verhindert, dass sich zwei benachbarte Filamentspulen beim Abwickeln berühren. Der Spulenseparator ist mit einer Befestigungseinrichtung an einem feststehenden Rahmenteil der Coregarn-Einrichtung angebracht. [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Coregarn-Einrichtung der eingangs genannten Art zu verbessern und zu vereinfachen. [0005] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass einer Filamentspule nur eine einzige Abwickelwalze zugeordnet ist, und dass der Spulenseparator eine Nut zur Führung einer Achse der Filamentspule aufweist. [0006] Die zweite Abwickelwalze, die ebenfalls angetrieben sein musste, kann dadurch komplett entfallen. Die stabile Positionierung der Filamentspule auf der einen Abwickelwalze wird dadurch gewährleistet, dass die Filamentspule mit einer dünnen Achse versehen wird und der Spulenseparator eine Nut zur Führung der Achse aufweist. Die Filamentspule liegt durch ihr Eigengewicht auf der Abwickelwalze auf und wird durch die in der Nut geführte Achse daran gehindert, von der Abwickelwalze herunterzufallen. Die Nut ist dabei derart angeordnet, dass sich die Achse durch fortlaufendes Abwickeln immer weiter der Abwickelwalze annähern kann, wenn der Spulendurchmesser abnimmt. [0007] Im Bereich der Nut des Spulenseparators ist vorteilhafterweise eine verschleissfeste und/oder gleitfreudige Oberfläche vorgesehen, so dass die Achse dauerhaft präzise geführt ist und beim Abwickeln des Filaments nur wenig gebremst wird. Die Nut ist vorteilhafterweise derart in Bezug auf die Abwickelwalze angeordnet, dass eine gedachte Verlängerung der Nut die Mittellinie der Abwickelwalze nicht schneidet. Hierdurch wird gewährleistet, dass die Achse der Filamentspule stets an einer Seite der Nut anliegt und es somit ausreichend ist, dass diese eine Seite der Nut mit der verschleissfesten und/oder gleitfreudigen Oberfläche versehen ist. Die verschleissfeste und/oder gleitfreudige Oberfläche ist vorteilhafterweise in Form eines Aufsatzes auf eine im Bereich der Nut angeordnete Aufnahme am Spulenseparator aufgesetzt. [0008] In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Spulenseparator eine Ablagefläche für die Achse der Filamentspule aufweist, die eine Parkposition für die Filamentspule definiert. Bei der Behebung einer Betriebsstörung im Streckwerk durch einen Maschinenbediener muss die Zuführung des Filaments zu dem Streckwerk unterbrochen werden. Zur Unterbrechung der Filamentzuführung muss die Filamentspule von der Abwickelwalze abgehoben werden. Die Ablagefläche am Spulenseparator ermöglicht es dem Maschinenbediener die Filamentspule in eine Parkposition zu legen, wobei der Abstand der Ablagefläche zur Lauffläche der Abwickelwalze so gewählt ist, dass die Filamentspule die Abwickelwalze nicht berührt. Der Maschinenbediener hat nach Ablage der Filamentspule in der Parkposition wieder beide Hände frei, um die Betriebsstörung im Streckwerk zu beheben. Anschliessend kann er die Filamentspule aus der Parkposition wieder mit der Achse in die Nut einführen und auf die Abwickelwalze auflegen und das Filament zum Streckwerk führen. [0009] Der Spulenseparator ist vorteilhafterweise als Spritzgussteil aus Kunststoff hergestellt. Es kann vorteilhaft sein, in den Spulenseparator einen Vorgarnführer zu integrieren, derein zum Streckwerk zuzuführendes Vorgarn im Bereich der Coregarn-Einrichtung führt, so dass das Vorgarn nicht mit der Filamentspule und dem Filament in Berührung kommt. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. [0010] Es zeigen: <tb>Fig. 1<sep>eine schematisch und teilweise geschnittene Seitenansicht auf eine Coregarn-Einrichtung zum Zuführen eines Filaments zu einem Streckwerk, <tb>Fig. 2<sep>eine Vorderansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 auf die Coregarn-Einrichtung, <tb>Fig. 3<sep>eine perspektivische Ansicht eines Spulenseparators, <tb>Fig. 4<sep>eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 1 auf den Spulenseparator. [0011] In den Fig. 1 und 2 ist eine Coregarn-Einrichtung 1 zur Zuführung eines Filaments 2 zu einem Streckwerk 3 einer Textilmaschine dargestellt. Das Streckwerk 3 kann beispielsweise an einer Ringspinnmaschine angeordnet sein. Das Streckwerk 3 besteht im Wesentlichen aus mehreren antreibbaren Walzenpaaren 4, 5 und 6, die ein Vorgarn oder eine Faserlunte 7 in Transportrichtung A auf die gewünschte Feinheit verziehen. Das Vorgarn 7 wird dem Streckwerk 3 von einer Vorgarnspule 8 über die Vorgarnführer 9 und 10 zugeführt. [0012] Das Filament 2 wird in der Coregarn-Einrichtung 1 von einer Filamentspule 11 über eine Abwickelwalze 12 abgewickelt und in Transportrichtung B über eine Führungsrolle 13 dem Streckwerk 3 zugeführt. Das Filament 2 kann beispielsweise dem Ausgangswalzenpaar 6 des Streckwerks 3 zugeführt werden, an dem der verstreckte Stapelfaserverband 14 auf seine gewünschte Feinheit verzogen ist. In nicht dargestellter Ausgestaltung können im Anschluss an das Streckwerk 3 jedoch noch pneumatische und/oder mechanische Kompaktiereinrichtungen vorgesehen sein, die den verstreckten Stapelfaserverband 14 in einer Verdichtungszone kompaktieren. In derartigen Fällen kann es auch vorteilhaft sein, das Filament 2 erst nach der Verdichtungszone dem Stapelfaserverband 14 zuzuführen. [0013] Im Anschluss an das Streckwerk 3 wird der Stapelfaserverband 14 zusammen mit dem Filament 2 in Abzugsrichtung C einem nicht dargestellten Drallorgan, beispielsweise einer Ringspindel, zugeführt und es entsteht der fertige Faden 15, der auch als Coregarn bezeichnet wird. [0014] An einer Ringspinnmaschine ist eine Vielzahl von Streckwerken 3 nebeneinander angeordnet. In der Coregarn-Einrichtung 1 sind deshalb mehrere Filamentspulen 11 nebeneinander angeordnet, damit jedem Streckwerk 3 ein eigenes Filament 2 zugeführt werden kann. Zur Führung ist auf beiden Seiten jeder Filamentspule 11 jeweils ein Spulenseparator 16 angeordnet. Die Filamentspule 11 liegt durch ihr Eigengewicht auf der Abwickelwalze 12 auf. Für jede Filamentspule 11 ist eine eigene Lauffläche 17 an der Abwickelwalze 12 vorgesehen, die von der Lauffläche 17' der benachbarten Filamentspule 11' durch einen Zwischenraum 18 getrennt ist. Die Lauffläche 17 ist am Aussenumfang einer Hülse 19 angeordnet, die auf eine Antriebswelle 20 aufgesetzt ist. Die Antriebswelle 20 erstreckt sich über mehrere benachbarte Filamentspulen 11 und ist mit einem Antrieb 21 verbunden. [0015] Damit die Filamentspule 11 auf der Abwickelwalze 12 positioniert ist, ist die Filamentspule 11 mit einer Achse 22 versehen, die in einer Nut 23 des Spulenseparators 16 geführt ist. [0016] Die Filamentspule 11 liegt durch ihr Eigengewicht auf der Abwickelwalze 12 auf. Beim Abwickeln des Filaments 2 nimmt der Durchmesser der Filamentspule 11 ab und die Achse 22 rutscht in der Nut 23 weiter nach unten. Die Nut 23 ist nicht genau radial zur Abwickelwalze 12 angeordnet, sondern leicht versetzt, so dass eine gedachte Verlängerung der Nut 23 den Mittelpunkt der Abwickelwalze 12 nicht schneidet. Die Achse 22 der Filamentspule 11 liegt dadurch definiert immer an der Oberfläche 24 der Nut 23 an. Die Oberfläche 24 ist bevorzugt aus einem verschleissfesten und gleitfreudigen Material hergestellt, so dass der Achse 22 bei ihren Gleitbewegungen nur wenig Widerstand entgegengesetzt wird. [0017] Der Spulenseparator 16 enthält eine Befestigungseinrichtung 25, die bevorzugt als Klemmeinrichtung gestaltet sein kann. Der Spulenseparator 16 ist mit seiner Befestigungseinrichtung 25 auf einem feststehenden Rahmenteil 26 der Coregarn-Einrichtung 1 befestigt. Spulenseparator 16 und Befestigungseinrichtung 25 können sehr einfach einstückig als Spritzgussteil aus Kunststoff hergestellt werden. [0018] Zur Verringerung der Teilevielzahl und des Montageaufwandes ist es vorteilhaft auch den Vorgarnführer 9 einstückig mit dem Spulenseparator auszubilden. Die Integration des Vorgarnführers 9 in den Spulenseparator 16 macht das Spritzgusswerkzeug nur unwesentlich aufwendiger, es wird jedoch Montageaufwand eingespart, da mit der Montage des Spulenseparators 16 automatisch der Vorgarnführer 9 in der richtigen Position ist. [0019] Da sich die Antriebswelle 20 der Abwickelwalze 12 über mehrere benachbarte Filamentspulen 11 erstreckt, kann die Abwickelbewegung einer Lauffläche 17 nicht einzeln gestoppt werden. Wenn das Abwickeln des Filaments 2 einer einzelnen Filamentspule 11 unterbunden werden soll, muss die Filamentspule 11 von der Lauffläche 17 abgehoben werden. Der Spulenseparator 16 weist deshalb eine Ablagefläche 27 auf, auf der die Filamentspule 11 ¾ mit ihrer Achse 22 in einer Parkposition abgelegt werden kann. Die Ablagefläche 27 weist dabei einen genügend grossen Abstand zur Lauffläche 17 ¾ der Abwickelwalze 12 auf, so dass die in Parkposition liegende Filamentspule 11 ¾ - selbst wenn sie ihren maximalen Durchmesser aufweist - die Abwickelwalze 12 nicht berührt. Die Ablagefläche 27 ist in einer taschenförmigen Aussparung des Spulenseparators 16 angeordnet, so dass die Seitenflächen der Aussparung ein Herunterrutschen der Filamentspule 11 ¾ von der Ablagefläche 27 verhindern. Dem Maschinenbediener wird mit der durch die Ablagefläche 27 bereitgestellten Parkposition die Möglichkeit gegeben, die Filamentspule an einen definierten Platz aus der Hand zu legen, an dem die Filamentspule 11 ¾ sicher zwischengelagert wird, ohne dass sich das Filament 2 in bewegenden Bauteilen des Streckwerks 3 verheddern kann. Der Maschinenbediener hat beide Hände frei, um Wartungsarbeiten im Streckwerk 3 durchzuführen. [0020] In den Fig. 3 und 4 ist der Spulenseparator 16 mit seiner Nut 23, der Befestigungseinrichtung 25 und dem integrierten Vorgarnführer 9 noch einmal alleine dargestellt. Damit nicht der gesamte als Spritzgussteil hergestellte Spulenseparator 16 aus einem gleitfreudigen Material bestehen muss, welches für die Oberfläche 24 vorteilhaft ist, ist im Bereich der Nut 23 eine Aufnahme 28 für einen Aufsatz 29 mit einer verschleissfesten und/oder gleitfreudigen Oberfläche 24 vorgesehen. Im Falle, dass die Oberfläche 24 doch einmal verschlissen ist, kann der Aufsatz 29 sehr einfach ausgetauscht werden.
Claims (9)
1. Coregarn-Einrichtung (1) zur Zuführung eines Filaments (2) zu einem Streckwerk (3) mit einer antreibbaren Abwickelwalze zum Abwickeln mehrerer nebeneinander angeordneter Filamentspulen (11), wobei wenigstens ein zwischen zwei Filamentspulen (11) angeordneter Spulenseparator (16) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass einer Filamentspule (11) nur eine einzige Abwickelwalze (12) zugeordnet ist, und dass der Spulenseparator (16) eine Nut (23) zur Führung einer Achse (22) der Filamentspule (11) aufweist.
2. Coregarn-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Nut (23) eine verschleissfeste und/oder gleitfreudige Oberfläche (24) vorgesehen ist.
3. Coregarn-Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenseparator (16) eine eine Parkposition definierende Ablagefläche (27) für die Achse (22) der Filamentspule (11 ¾) aufweist.
4. Coregarn-Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablagefläche (27) einen genügend grossen Abstand zur Wickelwalze (12) aufweist, so dass die in Parkposition liegende Filamentspule (11 ¾) die Lauffläche (17 ¾) der Abwickelwalze (12) nicht berührt.
5. Spulenseparator (16) für Filamentspulen (11) einer Coregarn-Einrichtung (1) mit einer Befestigungseinrichtung (25) zur Montage zwischen zwei Filamentspulen (11), dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenseparator (16) eine Nut (23) zur Führung einer Achse (22) einer Filamentspule (11) aufweist.
6. Spulenseparator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Nut (23) eine Aufnahme (28) für einen Aufsatz (29) mit einer verschleissfesten und/oder gleitfreudigen Oberfläche (24) vorgesehen ist.
7. Spulenseparator nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenseparator (16) eine eine Parkposition definierende Ablagefläche (27) für die Achse (22) der Filamentspule (11 ¾) aufweist.
8. Spulenseparator nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenseparator (16) wenigstens einen Vorgarnführer (9) enthält.
9. Spulenseparator nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spulenseparator (16) einstückig mit dem Vorgarnführer (9) ausgebildet ist.
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