CH698670B1 - Wärmedämmplatte, insbesondere Schürzenelement. - Google Patents

Wärmedämmplatte, insbesondere Schürzenelement. Download PDF

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CH698670B1
CH698670B1 CH18642005A CH18642005A CH698670B1 CH 698670 B1 CH698670 B1 CH 698670B1 CH 18642005 A CH18642005 A CH 18642005A CH 18642005 A CH18642005 A CH 18642005A CH 698670 B1 CH698670 B1 CH 698670B1
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reinforcing
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CH18642005A
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Walter Endrizzi
Peter Schmidt
Ernst Gisin
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Stahlton Bauteile Ag
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    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
    • E04B1/62Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
    • E04B1/74Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls
    • E04B1/76Heat, sound or noise insulation, absorption, or reflection; Other building methods affording favourable thermal or acoustical conditions, e.g. accumulating of heat within walls specifically with respect to heat only
    • E04B1/762Exterior insulation of exterior walls
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract

Die Wärmedämmplatte besitzt eine erste Verstärkungsschicht (4) aus Glasfaserverbundstoff oder Karton, eine Dämmschicht (5) aus Polystyrol und eine zweite Verstärkungsschicht (6) aus Glasfaserverbundstoff oder Karton. Die Verstärkungsschichten (4, 6) versteifen und verstärken das Bauteil. Damit gelingt es, durch Kombination verträglicher Materialien die Anforderung an Biegesteifigkeit, Insektenschutz und Materialübergänge auf effiziente Weise zu lösen.

Description


  [0001]    Die Erfindung betrifft eine Wärmedämmplatte für die Fassadendämmung gemäss Oberbegriff von Anspruch 1, insbesondere ein Schürzenelement, welches über einer Fensteröffnung angeordnet wird zur Abdeckung des über dem Fenster angeordneten Lamellenstorens oder Rollladens. Die Erfindung betrifft auch eine Verwendung der Wärmedämmplatte.

  

[0002]    Wärmedämmplatten bestehen aus einem wärmedämmenden Material. Im Fall der Aussendämmung werden sie auf die Aussenwand von Gebäuden als Wärmedämmung aufgeklebt und allenfalls zusätzlich mechanisch befestigt. Diese Platten sind von Verputz überdeckt.

  

[0003]    Die für eine Aussendämmung verwendeten Wärmedämmplatten weisen eine relativ geringe Steifigkeit auf. In der Funktion als Schürzenelement ist die Platte im Bereich, wo sie den Hohlraum für die Aufnahme des Lamellenstorens oder Rollladens bildet, nicht auf der Aussenwand befestigt, sondern kragt nach unten aus. Daher können Wärmedämmplatten in der Regel nicht ohne spezielle versteifende Ausbildung als Schürzenelemente angeordnet werden.

  

[0004]    Die heute bekannten Schürzenelemente weisen in der Regel, zumindest ab bestimmten Längen, Verstärkungen auf. Zurzeit bestehen diese Verstärkungen in der Regel aus eingelegten Metallelementen oder auf die Dämmung aufgebrachten Verstärkungsschichten. Durch diese Massnahme wird die erforderliche Stabilität erreicht. Es entstehen aber auch entscheidende Nachteile. Insbesondere metallische Einlagen sind aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften (hohe Wärmeausdehnung, hohe Wärmeleitung) Fremdkörper in Dämmstoffen. Eine Anpassung an spezielle Situationen auf der Baustelle ist nur bedingt möglich, da der Aufwand für die Anpassung mit gewerktypischen Werkzeugen erheblich ist und darüber hinaus die Gefahr besteht, die Elemente zu beschädigen.

   Schürzenelemente werden daher objektspezifisch für die jeweiligen Fensteröffnungen auf Mass bestellt und auf die Bestellmasse gefertigt.

  

[0005]    Es stellt sich die Aufgabe, eine möglichst preiswerte Wärmedämmplatte und insbesondere ein Schürzenelement der eingangs genannten Art bereitzustellen.

  

[0006]    Diese Aufgabe wird von Anspruch 1 gelöst.

  

[0007]    Erfindungsgemäss umfasst die Wärmedämmplatte bzw. das Schürzenelement eine Dämmschicht aus Dämmmaterial, die zwischen zwei Verstärkungsschichten angeordnet ist, wobei die Verstärkungsschichten die Aussenseite der Wärmedämmplatten bilden. Damit wird eine einfache Konstruktion erreicht, die keine Zusatzschicht auf der Aussenseite als Putzträger benötigt und daher mit geringem Aufwand hergestellt werden kann. Die Verstärkungsschichten besitzen eine höhere Zug- und Druckfestigkeit als die Dämmschicht. Unter Zug- und Druckfestigkeit ist dabei vorzugsweise die Festigkeit bei Zug- oder Druckkräften parallel zur Plattenoberfläche zu verstehen. Die Sandwich-Struktur aus der Dämmschicht und den beiden Verstärkungsschichten verleiht der Platte eine hohe Steifigkeit.

   Die im eingebauten Zustand auf der Aussenseite liegende Verstärkungsschicht bildet den Untergrund für die Verputzschicht.

  

[0008]    Die Verstärkungsschichten bestehen vorzugsweise aus einem Glasfaserverbundwerkstoff, vorzugsweise aus Glasfasern in einem polymeren Bindemittel. Die Glasfasern weisen eine sehr hohe Zugfestigkeit auf und bilden in das Bindemittel eingebettet eine steife Scheibe. Bei vollflächigem Verbund mit dem Kern kann diese Scheibe sehr dünn ausgeführt werden, da keine Stabilitätsprobleme auftreten.

  

[0009]    Alternativ bestehen die Verstärkungsschichten aus Papier, Karton oder Pappe in feuchtigkeitsunempfindlicher Ausführung.

  

[0010]    Damit liegt für das Schürzenelement eine hohe Materialkompatibilität vor, da Dämmstoff und Verstärkung organisch basierte Werkstoffe sind. Bei beiden Ausführungsvarianten ist die Schneidbarkeit des Schürzenelementes gegeben.

  

[0011]    Diese Verstärkungsschichten sind dermassen angeordnet, dass ein Anpassen der Länge wie auch der Höhe des Schürzenelementes mit gewerktypischen Werkzeugen ohne Verlust der Eigenschaften am Bau erfolgen kann.

  

[0012]    Wenn mindestens eine der Verstärkungsschichten über den Randbereich des Schürzenelements gelegt wird, kann diese auf die gegenüberliegende Seite überlappen. Platten dieser Art weisen eine den Kern im Querschnitt vollständig umschliessende Verstärkungsschicht auf. Dadurch wird die Steifigkeit insbesondere auch in den Randzonen massgeblich verbessert und bei entsprechender Ausbildung der Verstärkungsschicht im Querschnitt ein vollumfänglicher Schutz des Kerns erreicht.

  

[0013]    Weitere bevorzugte Ausführungen und Anwendungen werden in den abhängigen Ansprüchen und der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren genannt. Dabei zeigen:
<tb>Fig. 1<sep>einen Schnitt durch eine Ausführung des erfindungsgemässen Bauteils,


  <tb>Fig. 2<sep>einen Schnitt durch den Sturzbereich eines Fensters mit einem Schürzenelement nach Fig. 1.

  

[0014]    Eine erste bevorzugte Ausführung des erfindungsgemässen Bauteils 1 in Form einer Wärmedämmplatte bzw. eines Schürzenelements ist in Fig. 1 dargestellt. Das Bauteil besitzt die Form einer Platte mit einer Innenseite 2 und einer Aussenseite 3.

  

[0015]    Die Innenseite 2 wird von einer ersten Verstärkungsschicht 4 gebildet, an welche eine Dämmschicht 5 und eine zweite Verstärkungsschicht 6 anschliesst.

  

[0016]    Die Dämmschicht 5 besteht vorzugsweise aus Polystyrol, insbesondere expandiertem Polystyrol.

  

[0017]    Die Verstärkungsschichten 4, 6 besitzen eine höhere Zug- und Druckfestigkeit als die Dämmschicht 5 und versteifen das ganze Bauteil 1. Vorzugsweise bestehen die Verstärkungsschichten 4 und 6 aus einem Glasfaserverbundwerkstoff, insbesondere aus Glasfasern in einem polymeren Bindemittel.

  

[0018]    Die Verstärkungsschichten 4, 6 können auch aus Papier, Karton oder Pappe mit einer hohen Feuchtebeständigkeit sein.

  

[0019]    Um die Festigkeit des Bauteils 1 zu erhöhen, werden die Verstärkungsschichten 4 und 6 ganzflächig mit der Dämmschicht 5 verklebt oder verschweisst. Eine Verstärkungsschicht wird mindestens über eine der Kanten des Bauteils gelegt, nämlich über die Untersicht. Vorzugsweise wird eine Verstärkungsschicht auf die gegenüberliegende Seite überlappt.

  

[0020]    Die Unterseite 7 kann bereits werkseitig mit einem Verputz versehen werden, wie dies bekannt ist.

  

[0021]    Das Bauteil gemäss Fig. 1kann als Wärmedämmplatte und insbesondere als Schürzenelement an einer Fassade montiert werden. Es besitzt unter anderem folgende Vorteile:
Das Bauteil kann als einfache Sandwichkonstruktion aus lediglich 3 Schichten einfach hergestellt werden.
Das Bauteil kann bei Bedarf auf der Baustelle sowohl auf Länge wie auch auf Höhe zugeschnitten werden.
Die Verstärkungsschicht 4 bildet zusätzlich einen Insektenschutz für die Dämmschicht 5. Sie kann jedoch auch noch mit einem separaten Insekten- und/oder Witterungsschutz in Form einer Beschichtung 14 versehen sein.

  

[0022]    Die Wärmedämmplatte wird in der Dicke von 20-240 mm Dicke ausgeführt und ist damit für den Einsatz in der typischen Fassadendämmung geeignet.

  

[0023]    Fig. 2 zeigt den Einsatz des Bauteils 1 als Schürzenelement. In dieser Ausführung schliesst das Bauteil 1 an eine konventionelle Wärmedämmplatte 8 an. Zwischen dem Bauteil 1 und dem Rohbau 9 kann eine ergänzende Wärmedämmung 10 bauseits angeordnet werden oder aber das Schürzenelement mit der ergänzenden Wärmedämmung 10 elementseitig bestellt werden.

  

[0024]    Wie aus Fig. 2 ersichtlich, bildet diese Konstruktion einen nach unten offenen Raum 11 zwischen Bauteil 1 und Fensterrahmen 12, in welchem ein Lamellenstoren oder Rollladen angeordnet werden kann. Die Aussenseite 3 und die Unterseite des Bauteils 1 werden mit einer Verputzschicht 13 bedeckt, die sich über die Wärmedämmplatte 8 fortsetzt.

  

[0025]    Im hier beschriebenen Bauteil kann der Schutz durch die Verstärkungsschichten eine brandhemmende Wirkung haben, Schutz vor Insekten, vor UV-Bestrahlung des Kernmaterials, vor mechanischen oder weiteren spezifischen Einwirkungen bilden.

  

[0026]    Die Verstärkungsschichten können jedoch auch andere Funktionen übernehmen, beispielsweise die eines bewehrten Haftgrundes als Putzträger, wenn das Bauteil in einer Fassade mit verputzter Aussendämmung eingesetzt wird.

  

[0027]    Die beschriebene Sandwichkonstruktion, insbesondere mit Verstärkungsschichten aus einem Glasfaserverbundwerkstoff, zeichnet sich durch eine sehr gute Formstabilität und Beständigkeit aus bei Anwendungen unter natürlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen.

  

[0028]    Optional können die Verstärkungsschichten speziell auf der Aussenseite des Bauteils in die Dämmplatte vertieft sein.

  

[0029]    Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist eine Verstärkungsschicht auf mindestens einer Seite nicht vollflächig. Sie kann zudem optional durch streifenförmig angeordnete Schichten gebildet werden. Damit wird die Stabilität nicht wesentlich beeinträchtigt und der Materialverbrauch reduziert.

Claims (18)

1. Wärmedämmplatte für Fassadendämmung, insbesondere Schürzenelement als Abdeckung des über dem Fenster angeordneten Lamellenstoren oder Rollladen, mit einer Dämmschicht (5) aus Dämmmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (5) zwischen zwei Verstärkungsschichten (4, 6) angeordnet ist, wobei die Verstärkungsschichten (4, 6) eine höhere Zug- und Druckfestigkeit als die Dämmschicht (5) aufweisen, und dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsschichten die Aussenseiten bilden.
2. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (5) Polystyrol, insbesondere expandiertes Polystyrol, aufweist oder aus diesem besteht.
3. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine, vorzugsweise beide Verstärkungsschichten (4, 6) aus einem Glasfaserverbundwerkstoff bestehen, insbesondere mit Glasfasern in einem polymeren Bindemittel.
4. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine, vorzugsweise beide Verstärkungsschichten (4, 6) aus Papier, Karton oder Pappe bestehen.
5. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Verstärkungsschichten (4, 6) von einer Beschichtung (14) bedeckt ist.
6. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsschichten (4, 6) eine nichtmetallische Folie aufweisen.
7. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Verstärkungsschichten (4) und/oder eine Beschichtung (14) einen Witterungs- und Insektenschutz bildet.
8. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsschichten (4, 6) selbstklebende Laminate sind.
9. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungsschichten (4, 6) ganzflächig mit der ersten Dämmschicht (5) verklebt oder verschweisst sind.
10. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Verstärkungsschichten (4, 6) über mindestens eine Kante der Wärmedämmplatte gelegt ist.
11. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkung auf mindestens einer Seite die Dämmschicht nicht vollflächig überdeckt.
12. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Verstärkungsschicht auf mindestens einer Seite in die Dämmschicht vertieft ist.
13. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Verstärkungsschicht auf mindestens einer Seite durch streifenförmige Schichten gebildet wird.
14. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmplatte eine Dicke von 20-240 mm aufweist.
15. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmplatte eine Höhe von 200-800 mm aufweist.
16. Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmplatte eine Länge von mindestens 1.0 m aufweist.
17. Verwendung der Wärmedämmplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche für die Wärmedämmung einer Fassade.
18. Verwendung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmplatte mit einer ersten VerstärkungsSchicht gegen die Fassade geklebt wird, wobei die gegenüberliegende Verstärkungsschicht verputzt wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE202011100210U1 (de) 2011-05-03 2011-10-25 Warema Renkhoff Se Thermisches Trennelement
CN112770989A (zh) * 2018-09-18 2021-05-07 艾勒技术公司 混合式智能复合集装箱和操作该集装箱的方法

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DE202011100210U1 (de) 2011-05-03 2011-10-25 Warema Renkhoff Se Thermisches Trennelement
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