CH698689A2 - Flexibelbogen für eine Wanderdeckelkarde sowie Wanderdeckelkarde. - Google Patents

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CH698689A2
CH698689A2 CH1172009A CH1172009A CH698689A2 CH 698689 A2 CH698689 A2 CH 698689A2 CH 1172009 A CH1172009 A CH 1172009A CH 1172009 A CH1172009 A CH 1172009A CH 698689 A2 CH698689 A2 CH 698689A2
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CH1172009A
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Inventor
Emil Medvetchi
Original Assignee
Rieter Ag Maschf
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/02Carding machines
    • D01G15/12Details
    • D01G15/28Supporting arrangements for carding elements; Arrangements for adjusting relative positions of carding elements
    • D01G15/30Bends

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf einen Flexibelbogen (7) für eine Wanderdeckelkarde, welche eine Trommel mit einer Trommelachse und einen Deckelbereich umfasst. Der Flexibelbogen (7) ist aus mindestens zwei ringsegmentförmigen Blechteilen (21, 22) zusammengesetzt, wobei diese ringsegmentförmigen Blechteile (21, 22) in Richtung (X) der Trommelachse nebeneinander angeordnet sind.

Description


  [0001]    Die vorliegende Erfindung betrifft einen Flexibelbogen für eine Wanderdeckelkarde, welche eine Trommel mit einer Trommelachse und einen Deckelbereich umfasst, sowie eine Wanderdeckelkarde.

  

[0002]    In einer Karde bildet der Deckelbereich zusammen mit der Trommel die Hauptkardierzone und hat als Funktion die Auflösung der Flocken zu Einzelfasern, Ausscheidung von Verunreinigungen und Staub, Eliminierung von sehr kurzen Fasern, die Auflösung von Nissen und die Parallelisierung der Fasern. Da die eingesetzten Deckel aufgrund ihrer Funktion durch Schmutz und Fasern zugesetzt werden, ist es notwendig, diese zu reinigen. Daher wurde der Wanderdeckel entwickelt, wobei die Deckel mittels einer Kette oder einem Riemen zusammen gehalten und zu einem endlosen, umlaufenden Band zusammengefasst werden. Während eines Umlaufs der Deckel, auch Deckelreise genannt, steht ein Teil der Deckel immer in direktem Einsatz gegenüber der Trommelgarnitur.

   Der restliche Teil der Deckel wird über Umlenkrollen in Rückenlage zurück transportiert und kann während dieser Phase gereinigt und eventuell geschliffen werden.

  

[0003]    Zwischen den Garnituren der Deckel und der Garnitur der Trommel formt sich ein enger Spalt, der Kardierspalt genannt wird. Er ergibt sich, indem die Wanderdeckel, geführt durch bogenförmige Leisten - sogenannte Flexibelbogen, Regulierbogen, Flexbogen oder Gleitbogen in einem durch diese Leisten bestimmten Abstand, in Umfangsrich-tung der Trommel entlang geführt werden. Die Grösse des Kardierspalts liegt bei einer Wanderdeckelkarde zwischen 0.10 bis 0.30 mm für Baumwolle oder bis 0.40 mm für Chemiefasern. Daher ist die präzise Führung der Wanderdeckel durch die Flexibelbogen von zentraler Bedeutung.

  

[0004]    Während einer Deckelreise wird jeder einzelne Deckel mit Hilfe der Flexibelbogen am Trommelumfang entlang und oberhalb der Trommel wieder zurück bewegt. Während der Bewegung entlang des Trommelumfanges wird obgenannter Kardierspalt gebildet und der Deckel befindet sich in einer Arbeitsposition. Die Deckel gleiten in dieser Arbeitsposition auf den Flexibelbogen, wobei die Garnituren von Trommel und Deckel gegen einander angeordnet sind. Die für die Führung der Wanderdeckel verwendeten Flexibelbogen stehen etwa konzentrisch zur Trommel-Rotationsachse an jeder Seite der Trommel. Sie sind an den Seitenschilden der Karde befestigt, und zwar so, dass sie leicht und sicher nachgestellt werden können, da sich mit dem Abschleifen und der Abnutzung der Garnituren der Kardierspalt laufend ändert.

   Die Bogen sind zudem flexibel ausgebildet, um bei einem Nachstellen des Kardierspaltes und somit einer Verschiebung der Flexibelbogen in radialer Richtung eine Korrektur des Radius der Gleitführungsfläche der Flexibelbogen ermöglichen zu können. Zu diesem Zweck sind die Flexibelbogen meist aus Speziallegierungen gegossen, welche die entsprechenden elastischen Eigenschaften besitzen. Somit können die Flexibelbogen mit verhältnismässig geringem Kraftaufwand und kleiner Spannungsbelastung in die notwendige Form gebracht werden. Als letzter Schritt in der Herstellung des Flexibelbogens erfolgt eine spanabhebende Bearbeitung, beispielsweise Fräsen oder Schleifen, welche eine exakte, einem vorbestimmten Bogen folgende, Gleitführung der Wanderdeckel in den gefordert engen Toleranzen erst ermöglicht.

   Die Gleitführungsfläche muss innerhalb von kleinen Form- und Lagetoleranzen gefertigt werden, um den geforderten engen Kardierspalt in jeder Arbeitsposition der Wanderdeckel und bei jeder Einstellung der Flexibelbogen gewährleisten zu können.

  

[0005]    Für die Einstellung der Deckel, respektive des Kardierspalts, sind im Laufe der Zeit verschiedene Deckelregulierungs-Systeme entwickelt worden. Die älteste Bauart ist eine Dreipunkt-Regulierung, wie beschrieben in Johannsen, Handbuch der Baumwollspinnerei (Band II, 1963, Seite 50ff). Hierbei wird der Flexibelbogen an drei Punkten durch Tragsupporte gelagert. Durch die Verstellung der Flexibelbogen in Richtung zur Trommel-Rotationsachse oder davon weg kann der Radius der Flexibelbogen-Oberkante geändert werden. Dies setzt aber voraus, dass sich die Bogenenden auf ihren Lagerpunkten verschieben müssen. Zu diesem Zweck hat der Bogen an diesen Lagerpunkten Schlitze, durch welche die Einstellmittel hindurchgehen. Stellt man den Bogen enger, so nimmt der Radius ab und das Bogenende schiebt sich vor, am Schluss wird diese Position fixiert.

  

[0006]    Eine Weiterentwicklung dieses Prinzips offenbart die WO 2005/103 350. Darin ist ein Flexibelbogen gezeigt, bei welchem auf eine Fixierung einer Einstellung an den äusseren Lagerpunkten verzichtet werden kann. Der Flexibelbogen wird durch ein Federelement in seiner Bewegung während der Verstellung unterstützt, wodurch an den äusseren Lagerpunkten eine reine Auflage ohne Fixierung ermöglicht wird. Die Verstellung erfolgt am zentralen Lagerpunkt, wo der Flexibelbogen zur Trommelmitte hin oder von dieser weg bewegt wird.

  

[0007]    Der Grundsatz der Verstellung aus Johannsen ist auch weiter entwickelt worden in Fünfpunkt-Regulierungen, vor allem damit das Gewicht der Deckel besser über die Stützpunkte verteilt und die Durchbiegung der Flexibelbogen verhindert werden kann. Diese Regulierung arbeitet mit einem Scheitelpunkt, der nur in Richtung des Radius geändert werden kann, zur Seite aber fixiert ist. Die End- und Zwischenpunkte sind in beiden Richtungen verstellbar. Ein Beispiel einer neueren Fünfpunkt-Regulierung ist u. a. in EP 0 787 841 beschrieben.

  

[0008]    Die beschriebenen Konstruktionsarten der Flexibelbogen zeichnen sich aus durch eine starre Führung zumindest eines Lagerpunktes. Bei der Verstellung des Flexibelbogens wirkt sich derart aus, dass nur eine Verstellung in radialer Richtung möglich ist. Diese Art der Lagerung hat den Nachteil, dass die Entstehung von Verwerfungen der Gleitführungsfläche begünstigt wird, vor allem bei einer leicht asymmetrischen, also nicht exakt zur Trommel konzentrischen Einstellung des Flexibelbogens.

  

[0009]    Zur Sicherstellung einer gleichmässigen Änderung der Durchbiegung der Flexibelbogen ist eine Homogenität der Eigenschaften des verwendeten Materials über die gesamte Länge des Flexibelbogens notwendig. Durch Fehler in der Fertigung, beispielsweise Gussfehler oder Legierungseinschlüsse, kann die Homogenität der Materialeigenschaften gestört sein. Um solchen Auswirkungen entgegenzuwirken ist ein erhöhter Aufwand in der Fertigung von Flexibelbogen notwendig.

  

[0010]    Obwohl viele Verbesserungsvorschläge für eine Vergleichmässigung der Durchbiegung und Verstellung der Fiexibelbogen gemacht wurden, gibt es in der Praxis immer noch Probleme mit ungewünschten Verformungen der Flexibelbogen. Ein Hauptproblem liegt darin, dass zwischen den Einstellpunkten "Hügel" und/oder "Täler" entstehen, die sich direkt in einem nicht gleichmässig verlaufenden Kardierspalt niederschlagen. Die Abweichungen vom errechneten Verlauf der Gleitführungsfläche der Flexibelbogen bei deren Verstellung vergrössern sich bei einer Erweiterung des Wanderdeckelaggregates um zusätzliche Deckel.

   Die auftretenden Verformungen können örtlich radiale Abweichungen von einigen Hundertstel Millimeter bewirken und sind daher, verglichen mit der eingangs erwähnten, typischen Grösse eines Kardierspalts, gross genug, um einen merkbaren Effekt auf das Kardierverhalten zu haben. Was sich wiederum negativ in der Qualität des Bandes, dem Endprodukt der Karde, niederschlägt.

  

[0011]    Der Erfindung der vorliegenden Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, welche die genannten Nachteile vermeidet und eine Steigerung der Homogenität der Materialeigenschaften über den gesamten Flexibelbogen ermöglicht bei einer kostengünstigen Herstellung der Flexibelbogen.

  

[0012]    Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche. Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen einen Flexibelbogen vorzusehen, welcher aus mindestens zwei ringsegmentförmigen Blechteilen zusammengesetzt ist. Die ringsegmentförmigen Blechteile sind dabei in Richtung der Trommelachse nebeneinander anzuordnen.

  

[0013]    Durch den erfindungsgemässen Aufbau des Flexibelbogens gelingt es eine wesentliche Vereinfachung der Fertigung zu erreichen und gleichzeitig die Qualität des Endproduktes zu steigern hinsichtlich seiner Eigenschaften und dimensionaler Präzision. Aus einem Blech werden ringförmige Teile ausgeschnitten entsprechend den Dimensionen des Flexbogens. Unter einem Blech ist eine dünne Platte zu verstehen. Diese kann ein flaches Walzwerksfertigprodukt aus Metall (Feinblech oder Grobblech) oder aus Leichtmetall oder einer Legierung derselben sein. Auch eine dünne Platte aus Kunststoff oder faserverstärktem Kunststoff ist unter dem Begriff Blech in dieser Schrift zu verstehen. Durch die Verwendung einer dünnen Platte wird eine hohe Homogenität innerhalb des einzelnen Werkstücks respektive ringsegmentförmigen Teils erreicht.

   Dadurch wird es möglich die Ausdehnungen in Länge und Breite in Abhängigkeit der Dicke und unter Berücksichtigung der gewünschten Elastizität respektive des Biegeverhaltens zu berechnen. Mindestens zwei dieser ringsegmentförmigen Teile werden zu einem Flexibelbogen zusammengesetzt. Dabei werden zwischen die ringsegmentförmigen Blechteile Distanzhalter angeordnet. Als Distanzhalter sind Bauteile zu verwenden, welche die Eigenschaften des Flexibelbogens entweder nicht oder in einer vorhersehbaren Art und Weise beeinflussen respektive verändern.
Keine Veränderung der Eigenschaften ergeben sich bei Verwendung von Distanzhülsen, welche an den jeweiligen Verbindungsstellen eingesetzt und durch die Verbindung der beiden Blechteile zwischen diesen eingespannt werden.
Bevorzugterweise wird als Distanzhalter mindestens ein weiteres ringsegmentförmiges Blechteil vorgesehen.

   Dabei werden zwischen den äusseren Blechteilen weitere Blechteile derselben Bauart eingesetzt. Diese inneren Blechteile können von unterschiedlicher Dicke sein. Vorteilhafterweise werden zudem Ausgleichsbleche von sehr geringer Dicke eingesetzt um die gegebenen Fertigungstoleranzen der verwendeten Bleche auszugleichen. Durch diese in Schichten zusammengesetzte Bauart des Flexibelbogens ergibt sich der Vorteil einer exakt berechenbaren Performance des Flexibelbogens bei jeder Änderung der Belastung oder des Kardierspaltes.

  

[0014]    An den Verbindungsstellen werden die einzelnen Blechteile respektive Distanzhalter miteinander zu einer Einheit verbunden. Als Verbindungselemente sind Schrauben, Nieten, Klemmen oder Elemente einer anderen lösbaren Verbindungstechnik einsetzbar. Ebenfalls ist eine Verbindung durch Schweissen, Kleben, dessen oder Kaltverformung denkbar. Bevorzugterweise werden die Blechteile und Distanzhalter mit spannungsarmen Befestigungsmitteln zusammengehalten, wodurch ein reduzierter Spannungspegel entsteht. Unter spannungsarmen Befestigungsmitteln sind beispielsweise lösbare Befestigungsmittel oder Klebeverfahren oder spannungsarme Schweissverfahren zu verstehen. In einer bevorzugten Ausführung werden lösbare Verbindungen verwendet, welche dauerhaft gesichert werden, beispielsweise durch Kleben.

   Die Verbindung ist derart vorzusehen, dass innerhalb der Verbindungsstelle keine Verformung auftreten kann und die, auf den Flexibelbogen einwirkenden Kräfte gleichmässig, respektive gemäss der vorgegebenen Bauform entsprechend, auf die einzelnen Elemente übertragen werden.

  

[0015]    In einer erfindungsgemässen Ausführung eines Flexibelbogens werden die äusseren wie auch die inneren Blechteile aus Blechen mit einer Dicke von 1 bis 10 mm, vorzugsweise 2 bis 5 mm hergestellt, wobei die Dicke quer zum Ringdurchmesser angeordnet ist. Die verwendeten Bleche können Metall- oder Leichtmetallbleche sein. Bei entsprechender Werkstoffauswahl eignen sich auch Bleche aus Kunststoff oder faserverstärktem Kunststoff. Die verwendete Blechdicke ist den Eigenschaften des zu verwendenden Materials entsprechend sowie in Abhängigkeit der gewählten Bauart zu wählen. So können bei einer Ausführung mit Distanzhaltern, welche den Abmessungen und der Bauart der äusseren Blechteile entsprechen, tendenziell dünnere äussere Bleche verwendet werden als bei einer Ausführung mit Distanzhaltern in Form von Hülsen.

  

[0016]    Die der Trommelachse abgewandte Schmalseite von mindestens zwei Blechteilen, beispielsweise der äusseren Blechteile des Flexibelbogens, sind als Gleitführungsfläche für die Wanderdeckel ausgebildet. Die Wanderdeckel werden beispielsweise durch die äusseren Blechteile geführt und abgestützt. Dies hat den Vorteil, dass keine formgebende Bearbeitung der Flexibelbogen erfolgen muss. Die Blechteile können derart aus dem Rohmaterial herausgeschnitten werden, dass eine Nachbearbeitung des Flexibelbogens nicht mehr notwendig ist, mit Ausnahme der Gleitführungsflächen. Als Schneidverfahren können beispielsweise Wasserstrahlschneiden oder Laserstrahlschneiden eingesetzt werden.

   Vorzugsweise werden die Gleitführungsflächen beim fertig zusammengebauten Flexibelbogen, aufgrund der notwendigen Genauigkeit zur Gewährleistung eines anforderungsgemässen Kardierspaltes, nachbearbeitet.

  

[0017]    Die Distanzhalter, beispielsweise in Form von Hülsen zwischen den äusseren Blechteilen, sind an mindestens drei Stellen derart ausgebildet, dass sie je einen Lagerpunkt bilden. Auf diesen Lagerpunkten wird der Flexibelbogen abgestützt. Vorteilhafterweise ist einer der mindestens drei Lagerpunkte als Pendellager ausgebildet. Mindestens einer der Lagerpunkte, bevorzugterweise der zentrale Lagerpunkt, ist dabei derart ausgebildet, dass er mit einer Aktorik zur Verstellung des Kardierspaltes verbunden ist, und dass bei einer Verstellung des Flexibelbogens die Gleitführungsfläche konzentrisch verschiebbar ist, wobei das Zentrum des durch den Flexibelbogen gebildeten Ringsegments ortsfest ist. Muss der Kardierspalt verkleinert werden, so schiebt sich der Flexibelbogen gegen die Trommelachse.

   Dadurch wird der Abstand zwischen der Trommel-Garnitur und der Deckel-Garnitur verkleinert und somit der Kardierspalt enger. Damit der Kardierspalt aber über die gesamte Länge des Flexibelbogens gleich bleibt, muss sich der Flexbogen, in seinem äusseren Bogenradius, zusammen mit dem Verschieben seiner Position, verändern respektive ebenfalls verkleinern. Der Radius der Gleitführungsflächen muss abnehmen.

  

[0018]    In einer bevorzugten Ausführung des Flexibelbogens werden Distanzhalter in Form von Blechteilen eingesetzt. Diese inneren Blechteile unterscheiden sich in Form und Material nicht zwingend von den äusseren Blechteilen. Vorzugsweise werden sie aber eine weichere elastische Konstante aufweisen, jedoch denselben Spannungsverlauf beziehungsweise das gleich Verformungsverhalten zeigen. Die Dicke der inneren Blechteile wird den Anforderungen angepasst. Bevorzugterweise sollte die Dicke der inneren Blechteile die Dicke der äusseren Blechteile nicht überschreiten. Um eine bestimmte Dicke des gesamten Flexibelbogens zu erreichen können auch dünne Distanzbleche eingesetzt werden. Der Flexibelbogen kann somit aus 4 bis 10 identischen Blechteilen sowie verschiedenen notwendige Distanzblechen zusammengesetzt sein.

   Dabei können die äusseren Blechteile, die inneren Blechteile und die Distanzbleche in ihrer Bauform identisch sein und sich einzig in ihrer Dicke unterscheiden. Wobei die inneren Blechteile vorzugsweise eine weichere elastische Konstante aufweisen jedoch dem gleichen Spannungsverlauf folgen. Die einzelnen Blechteile sind derart miteinander zu verbinden, dass sie als ein Ganzes auf Einwirkungen von aussen, wie beispielsweise die Lagerkräfte reagieren. Es darf unter der Belastung keine Verschiebung zwischen den einzelnen Blechen stattfinden. Vorzugsweise werden die inneren Blechteile und die sich dazwischen befindlichen Distanzbleche durch die Verbindungen zwischen den beiden äusseren Blechteilen eingeklemmt. Die Anzahl dieser Klemmverbindungen ist der Grösse des Flexibelbogens anzupassen. Vorteilhafterweise ist zumindest bei jeder Lagerstelle eine Klemmverbindung vorzusehen.

   Zur Verbesserung des Zusammenhalts der Blechteile und einer Vermeidung von Relativbewegungen zwischen den einzelnen Blechteilen können zusätzlich zu den Klemmverbindungen, Stift- oder Nietverbindungen eingesetzt werden. Diese begünstigen eine Querkraftübertragung zwischen den einzelnen Blechteilen durch einen Formschluss und ergänzen den durch die Klemmverbindung erzeugten Reibschluss zwischen den einzelnen Blechteilen.

  

[0019]    In dieser bevorzugten Ausführung des Flexibelbogens ist die Bearbeitung der Gleitführungsfläche für die Deckel auf die inneren Blechteile auszurichten. Das heisst die inneren Blechteile werden derart bearbeitet, dass sie gemeinsam eine gleichmässige Fläche bilden, wohingegen die äusseren Blechteile bevorzugterweise mit einer Neigung zum Ringmittelpunk von innen nach aussen versehen werden. Die äusseren Blechteile werden zur Sicherstellung der, für die gleichmässige Verformung des Flexibelbogens notwendigen, Rigidität genutzt. Währenddessen die inneren Blechteile eine breitabgestützte Gleitführungsfläche für die Deckel darstellen. Entsprechend werden Materialwahl, Formgebung und Dicke der einzelnen Blechteile ausgelegt.

   Besonders bei Deckelsystemen mit einer grossen Spannweite ss und einer daraus entstehenden hohen Belastung für die Flexibelbogen zeigen sich die Vorteile einer breiteren Gleitführungsfläche. Die äusseren Blechteile werden nach aussen abfallend bearbeitet, sodass eine Auflage der Deckel auf den inneren Blechteilen gewährleistet werden kann.

  

[0020]    Die Stellen wo die Deckel auf ihrer Deckelreise auf den Flexibelbogen treffen oder den Flexibelbogen wieder verlassen, können direkt am Flexibelbogen Führungen, beispielsweise in Form von Schienen, angebracht werden. Die Führungen können an den Distanzhaltern angebracht oder durch die inneren Blechteile selbst ausgebildet werden. Man spricht einerseits von der Einlaufstelle und andrerseits von der Auslaufstelle der Wanderdeckel. In der heutigen Konstruktionsart der Flexibelbogen müssen die Einlaufstellen mit speziellen Führungen versehen werden, welche ausserhalb der Flexibelbogen befestigt werden um ein Verhaken der Transportkette zu vermeiden und eine optimale Annäherung sowie einen optimalen Auslauf der Deckel-Garnitur an die Trommel-Garnitur zu begünstigen.

   Durch die erfindungsgemässe Konstruktion des Flexibelbogens wird es jedoch möglich diese für die Bildung des Kardierspalts wichtigen Führungsstellen in den Flexibelbogen selbst zu integrieren und dadurch auch bei Verstellung des Flexibelbogens ein automatisches Mitführen der Ein- und Auslaufführungen zu erreichen.

  

[0021]    Durch die neue Bauart, welche einer Sandwich-Konstruktion ähnelt, wird es möglich auch grössere Flexibelbogen aus einem Stück in Bezug auf die Bogenlänge zu fertigen. Mit der Zunahme der Bogenlänge steigt die Anzahl gleichzeitig auf dem Flexibelbogen abgestützten Wanderdeckel und damit auch die Gesamtheit der Belastung sowie deren Unregelmässigkeit. Besonders bei ausgedehnten Wanderdeckelaggregaten mit einer Spannweite [beta] von 180[deg.] und mehr zeigen sich die Vorteile einer homogenen Materialqualität und einer dadurch erreichten berechenbaren gleichmässigen Verformbarkeit des Flexibelbogens. Unter der Spannweite [beta] ist der Winkel zu verstehen, welcher durch die Verbindungen von der Trommelmitte zu den Drehpunkten der äussersten Umlenkrollen des Wanderdeckelaggregates eingeschlossen wird.

   Nach der Erfindung lassen sich Flexibelbogen anfertigen, die eine Bogenlänge aufweisen, die zur Abstützung von Wanderdeckelaggregaten mit einer Spannweite ([beta]) von mehr als 180[deg.] (Winkelgrade) verwendbar sind.

  

[0022]    In einer weiteren Ausführung der Erfindung, bei welcher die Gleitführungsfläche durch die äusseren Blechteile gebildet ist, wird es möglich, den Anstellwinkel [alpha] der Wanderdeckel durch einen einzigen Flexibelbogen allein festzulegen oder auch über den Verlauf einer Deckelreise veränderlich zu gestalten. Der Anstellwinkel [alpha] ist der Winkel, welcher durch die an der Trommel an der Stelle des Wanderdeckels anliegenden Tangentialen und die Unterseite der Deckel-Garnitur eingeschlossen wird. Die äusseren Blechteile des Flexibelbogens, welche gemeinsam die Führung der Wanderdeckel übernehmen sind im Normalfall deckungsgleich angelegt, sodass die von der Trommeloberfläche wegweisenden Schmalseiten der Blechteile eine horizontale Ebene bilden.

   Werden diese Schmalseiten der äusseren Blechteile nicht deckungsgleich, sondern versetzt ausgeführt, ergibt sich die Möglichkeit bei einer entsprechenden Ausbildung des Wanderdeckels den Anstellwinkel [alpha] durch den Versatz der äusseren Blechteile des Flexibelbogens zu bestimmen. Durch eine derartige Konstruktion ergeben sich zwei unterschiedlich angelegte Gleitführungsflächen am Flexibelbogen. Die auf den Gleitflächen aufliegenden Wanderdeckel müssen entsprechend ebenfalls mit zwei Auflageflächen auf jeder Seite versehen sein um im Zusammenspiel mit den Gleitführungsflächen eine Veränderung des Anstellwinkels [alpha] zu erreichen. Trotz dem Versatz sind die Blechteile über die Distanzhalter miteinander verbunden und bilden einen einzigen Flexibelbogen.

  

[0023]    Die Lagerung des Flexibelbogens in allen Ausführungsformen erfolgt in mehreren Lagerpunkten, die meisten Anwendungen weisen eine Lagerstelle und zwei oder vier Abstützpunkte auf. Die Punkte, wo der Flexibelbogen abgestützt wird ohne dass eine Führung oder Eingrenzung der Bewegungsfreiheit in den nicht-radialen Richtungen erfolgt bezeichnen wir als Abstützpunkte. Den Punkt, wo der Flexibelbogen in einer bestimmten Position gehalten wird oder nur in radial geführter Richtung bewegt werden kann, bezeichnen wir als Lagerstelle. Der Flexibelbogen nach der Erfindung wird ebenfalls in einer Lagerstelle gehalten und in zwei oder vier Abstützpunkten unterstützt. Die Lagerstelle ist dabei als Pendellager ausgeführt. Die Abstützpunkte sind vorteilhafterweise auf beiden Seiten der Lagerstelle und symmetrisch dazu ausgeführt.

   Die Lagerung ist so ausgeführt, dass der Flexibelbogen über eine Pendellagerachse beweglich mit einem Lagerzapfen verbunden ist. Die Pendellagerachse ist parallel zur Trommelachse angeordnet. Durch den Einsatz des Pendellagers wird eine Schrägstellung des Flexibelbogens um die, den Lagerzapfen mit dem Flexibelbogen verbindende, Pendellagerachse ermöglicht. Die Schrägstellung bewirkt, dass die Gleitführungsfläche nicht mehr exakt konzentrisch zur Trommeloberfläche, aber immer noch horizontal, angelegt ist. Eine solche Schrägstellung dient dem Ausgleich der während einer Deckelreise ungleich auftretenden Temperaturerwärmung der Wanderdeckel. Die Wanderdeckel erwärmen sich durch das Leisten der Kardierarbeit von der Einlaufstelle kontinuierlich bis zur Auslaufstelle.

   Wird das Wanderdeckelaggregat in seiner Drehrichtung entgegen der Trommel bewegt ergibt sich dadurch eine Verengung des Kardierspaltes vom Fasereinlauf bis zum Faserauslauf aufgrund der zunehmenden temperaturbedingten Ausdehnung der Wanderdeckel. In dieser Betriebsweise entspricht der Fasereinlauf der Auslaufstelle der Wanderdeckel und der Faserauslauf der Einlaufstelle der Wanderdeckel. Um diesem Effekt entgegenzuwirken wird der Flexibelbogen über eine ungleiche resp. asymmetrische Einstellung der äusseren Abstützpunkte schräg gestellt. Diese Schrägstellung wird dadurch erreicht, dass die äusseren Abstützpunkte mit einem ungleichen radialen Abstand zum Drehzentrum der Trommel eingestellt werden.

   Durch den Einsatz eines Pendellagers in der Lagerstelle und einer Auflage ohne mechanische Fixierung in den äusseren Abstützpunkten kann der Flexibelbogen auch bei einer vorhandenen Schrägstellung zur Kardierspaltkorrektur verstellt werden.

  

[0024]    Durch die neue Bauart des Flexibelbogens sind auch Flexibelbogen möglich für Wanderdeckelkarden mit mehreren separaten Wanderdeckelaggregaten. Dabei ist die Gleit-führungsfläche in ihrem Verlauf über den Flexibelbogen unterbrochen, sodass dass der Flexibelbogen zwei unabhängige Gleitführungsflächen über den Verlauf des Flexibelbogens aufweist. Für zwei Wanderdeckelaggregate wird die Gleitführungsfläche in zwei einzelne Gleitführungsflächen unterteilt, wobei die beiden Gleitführungsflächen durch die Konstruktion des Flexibelbogens fest miteinander verbunden sind und dadurch nur gemeinsam verstellt werden können. Die Verbindung kann dabei durch Bestehen lassen der äusseren Blechteile realisiert werden.

   Zwischen die beiden Gleitführungsflächen und damit auch zwischen die beiden äusseren Bleche kann beispielsweise ein Festkardierelement oder ein Reinigungselement eingeschoben werden, welches auf diese Art zwischen die beiden Wanderdeckelaggregate zu liegen kommt. Die zwei derart gestalteten Gleitführungsflächen sind ausser dass sie durch einen einzigen gemeinsamen Flexibelbogen gehalten werden unabhängig voneinander. Die beiden Gleitführungsflächen können einen unterschiedlichen Ringdurchmesser sowie eine unterschiedliche Länge aufweisen. Auch müssen die beiden Gleitführungsflächen nicht symmetrisch zur Trommelmitte angeordnet sein.

  

[0025]    Durch den Einsatz der neuartigen Flexibelbogen, vorzugsweise in Wanderdeckelkarden, ergeben sich einfache und kostengünstige Möglichkeiten zur exakten und zuverlässigen Führung der Wanderdeckel. Derartige Wanderdeckelkarden mit einer Trommel, welche eine Trommelachse aufweisen und mit einer Trommel-Garnitur versehen sind, und mit Wanderdeckelaggregaten, die aus einer Vielzahl von miteinander verbundenen, mit einer der Trommel-Garnitur zugewandten Deckel-Garnitur versehenen Wanderdeckeln gebildet sind, wobei die Wanderdeckel auf den Stirnseiten der Trommel mit je einem Flexibelbogen geführt sind, können dadurch dass die Flexibelbogen aus mindestens zwei, in Richtung der Trommelachse nebeneinander, angeordneten ringsegmentförmigen Blechteilen zusammengesetzt sind,

   in einer kostengünstigen Bauart mit formstabilen und zuverlässig verstellbaren Flexibelbogen versehen werden, wobei die der Trommelachse abgewandten Seiten von mindestens zwei Blechteilen die Gleitführungsfläche für die Wanderdeckel bilden.
Der neue Flexibelbogen ermöglicht zudem, dass die Flexibelbogen eine Bogenlänge aufweisen, die zur Abstützung von Wanderdeckelaggregaten mit einer Spannweite von mehr als 180[deg.] (Winkelgrade) verwendbar sind.
Durch eine asymmetrische Anordnung der Blechteile, sodass diese nicht deckungsgleich sind, kann erreicht werden, dass die zur Führung der Wanderdeckel dienenden Seiten der Blechteile eines Flexibelbogens in verschiedenen Ebenen verlaufen, und zwar derart, dass eine Ausrichtung der Deckel-Garnitur in Bezug zur Trommel-Garnitur, respektive ein Anstellwinkel ([alpha]), im Verlauf einer Deckelreise veränderbar ist.

   Mittels eines solchen Aufbaus der nebeneinander angeordneten Blechteile ist es möglich den Anstellwinkel in Abhängigkeit von der Position des Wanderdeckels auf dem Flexibelbogen durch dessen Führung auf den Gleitführungsflächen vorzugeben.

  

[0026]    Im Folgenden wird die Erfindung anhand von beispielhaften Ausführungsformen erklärt und durch Zeichnungen näher erläutert.
<tb>Fig. 1<sep>Schematische Darstellung einer Seitenansicht einer Wanderdeckelkarde nach dem Stand der Technik


  <tb>Fig. 2<sep>Vergrösserte schematische ausschnittweise Darstellung des Wanderdeckelaggregates aus Fig. 1


  <tb>Fig. 3<sep>Schematische dreidimensionale Darstellung einer ersten Ausführung einer erfindungsgemässen Vorrichtung


  <tb>Fig. 4<sep>Schematische dreidimensionale Darstellung einer zweiten Ausführung einer erfindungsgemässen Vorrichtung


  <tb>Fig. 5a-5d<sep>Schematische Darstellung eines Schnittes an der Stelle l-l in Fig. 4 in verschiedenen Ausführungsformen


  <tb>Fig. 5e<sep>Schematische Darstellung eines Schnittes an der Stelle J-J in Fig. 4


  <tb>Fig. 6<sep>Schematische Darstellung einer dritten Ausführung einer erfindungsgemässen Vorrichtung


  <tb>Fig.7<sep>Schematische Darstellung eines Schnittes an der Stelle K-K in Fig. 6.


  <tb>Fig. 8<sep>Schematische Darstellung einer vierten Ausführung einer erfindungsgemässen Vorrichtung

  

[0027]    Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht eine an sich bekannte Wanderdeckelkarde 1 in schematischer Darstellung. Das zu kardierende Fasermaterial, das aus Naturfasern oder synthetischen Fasern oder Mischungen derselben bestehen kann, wird in Form von aufgelösten und gereinigten Flocken in den Füllschacht 2 eingespeist, von einem Briseur bzw. einem Vorreisser 3 als Wattenvorlage übernommen und einem Tambour bzw. einer Trommel 4 übergeben. Die Flocken werden auf der Trommel 4 aufgelöst und parallelisiert. Dieser Vorgang geschieht hauptsächlich durch das Zusammenwirken von Trommel 4 und Wanderdeckelaggregat, respektive der sich auf der Trommel 4 befindlichen Trommel-Garnitur und der sich auf den Wanderdeckeln 6 befindlichen Deckel-Garnitur. Die Wanderdeckel 6 werden über Umlenkrollen 8 gleich oder gegenläufig zur Drehrichtung 9 der Trommel 4 angetrieben.

   Dabei werden die Wanderdeckel 6 an einem Transportelement 5, beispielsweise einer Kette oder einem Riemen, über einen Flexibelbogen 7 hinweggezogen und über Umlenkrollen 8 wieder zurückgeführt. Je nach Einsatzgebiet einer Karde kommen verschieden grosse oder auch mehrere Wanderdeckelaggregate zum Einsatz. Das Wanderdeckelaggregat überdeckt dabei einen mehr oder weniger grossen Teil des Umfangs der Trommel 4. Die Grösse des Wanderdeckelaggregates wird über die Spannweite ss bestimmt. Unter der Spannweite ss ist der Winkel zu verstehen, welcher durch die Verbindungen von der Trommelmitte zu den Drehpunkten der äussersten Umlenkrollen 8 des Wanderdeckelaggregates eingeschlossen wird.

  

[0028]    Die Fasern bilden das sich auf der Trommel 4 befindliche Faservlies, welches dann von einer Abnehmerwalze 10 abgenommen und in an sich bekannter Weise in einer, aus verschiedenen Walzen bestehenden, Auslaufpartie 11 zu einem Kardenband 12 geformt wird. Dieses Kardenband 12 wird dann von einer Bandablage 13 in einer Transportkanne in zykloidischer Art abgelegt.

  

[0029]    Fig. 2 zeigt die Karde 1 der Fig. 1 im Bereich der Wanderdeckel 6 in einem grösseren Massstab und in weiterem Detail. Aus Gründen der Darstellung werden nur einzelne Deckelstäbe 6 gezeigt, die alle aus einem als Hohlprofi! ausgebildeten Tragkörper, der die Deckel-Garnitur 15 trägt, und aus zwei Kopfendstücken bestehen, die an den jeweiligen Enden der hohlprofilartigen Tragkörper angebracht sind und über Verbindungsteile mit dem Tragkörper verbunden sind.
Die Wanderdeckel 6, angetrieben über das, zum Beispiel als Zahnriemen ausgebildete und über Umlenkrollen 8 umlaufende, Transportelement 5, bewegen sich kontinuierlich entgegen oder gleichsinnig der Drehrichtung der Trommel 4. Es versteht sich ausserdem, dass im Betrieb Wanderdeckelstäbe 6 über die gesamte Länge des Transportelements 5 gleichmässig verteilt angeordnet sind.

   Im Bereich der Trommel 4 werden die Wanderdeckel 6 derart transportiert, dass sie auf zwei auf den Kardenschildern gelagerte sogenannte Flexibelbogen 7 gedrückt werden. Dabei berührt der am Kopfendstück angebrachte Gleitschuh mit seiner Unterkante die ihm zugewandte Oberseite 14 des Flexibelbogens 7. Die Oberseite 14 des Flexibelbogens 7 wird als Gleitführungsfläche 14 bezeichnet. Der Flexibelbogen 7 ist in seiner radialen Höhe so eingestellt, dass sich zwischen der Deckel-Garnitur 15 und der Trommel-Garnitur 16 der sogenannte Kardierspalt 17 zu einem vorgegebenen Wert abhängig von der Voreinstellung der Wanderdeckel 6 ergibt. Der Kardierspalt 17 ist der Abstand zwischen den Spitzen der Trommel-Garnitur 16 und den freien Spitzen der Deckel-Garnitur 15.

   Die Grösse des Kardierspaltes 17 hat unter anderem einen wesentlichen Einfluss auf den Kardierprozess, d.h. die Kardierleistung und die Qualität des kardierten Vlieses bei einer Karde 1. Ebenso hat die Einstellung des sogenannten Anstellwinkels [alpha] einen wesentlichen Einfluss auf die Resultate der Kardierung. Der Anstellwinkel a entspricht der Schrägstellung der Deckel-Garnitur 15 gegenüber der Tangentialen an die Trommel-Garnitur 16.

  

[0030]    Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung eine erste Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung. Der dargestellte Flexibelbogen 7 erstreckt sich über den Führungswinkel [gamma]. Der Führungswinkel [gamma] bezeichnet die Ausdehnung des Bogensegmentes welche der Länge des Flexibelbogens 7 entspricht. Bei einer Vergrösserung der Spannweite [beta] des Wanderdeckelaggregates vergrössert sich entsprechend auch der Führungswinkel [gamma] des Flexibelbogens 7. Der Flexibelbogen 7 setzt sich zusammen aus zwei äusseren ringförmigen Blechteilen 21 und 22, welche mit Distanzhaltern 23 über die ganze Länge des Flexibelbogens 7 gleichmässig voneinander beabstandet sind. Die ringsegmentförmigen Blechteile sind dabei in Richtung X der Trommelachse nebeneinander angeordnet. Die Anzahl der eingesetzten Distanzhalter 23 ist nur andeutungsweise gezeigt.

   Bevorzugterweise werden an den Lagerpunkten 24 (Abstützpunkten und Lagerstellen) Distanzhalter 23 eingesetzt. Durch die Distanzhalter werden die Blechteile 21, 22 einerseits miteinander verbunden und andrerseits mit einem bestimmten Abstand auseinander gehalten. Als Verbindungsarten können lösbare Verbindungen, beispielsweise mit Schrauben, oder auch unlösbare Verbindungen, beispielsweise durch Schweissen oder Giessen, verwendet werden. Die äussere Schmalseite 14 der Blechteile 21, 22 dient der Führung der Wanderdeckel und entspricht in ihrer Krümmung dem Ringdurchmesser 28. Die Breite 29 der Blechteile ist ein Vielfaches ihrer Dicke, wobei die Breite 29 nicht über die ganze Länge des Flexibelbogens 7 konstant ist.

   Die Breite 29 wird aufgrund des gewünschten Verformungsverhaltens des Flexibelbogens 7 berechnet in Abhängigkeit von der Materialwahl, der Dicke 26 der Blechteile 21, 22, der Anzahl Distanzhalter 23, der Verbindungsart und der Ausführung der Lagerung und der Aktorik. Auch die Grösse des Führungswinkels [gamma] hat einen Einfluss auf die konstruktiven Abmessungen der Blechteile 21 und 22. Die ausgeschnittenen Blechteile 21 und 22 können auch Löcher oder Schlitze sowie andere statisch bedingte Vertiefungen oder Erhöhungen aufweisen. In die Blechteile 21 und 22 integriert sind die Auflagen für die Lagerpunkte 24. Zur Verbesserung der Lagerpunkte 24 können diese auch mit Hilfe der Distanzhalter 23 gestaltet werden, wenn solche an den entsprechenden Stellen angebracht werden.

   An den Lagerpunkten 24 kann auch eine Aktorik angebracht werden um eine Verstellung des Flexibelbogens 7 und damit des Kardierspaltes zu ermöglichen. Die verschiedenen aus dem Stand der Technik bekannten Arten der Verstellung und Lagerung von Flexibelbogen 7 können auf die erfindungsgemässe Vorrichtung ohne Einschränkung angewendet werden, eine entsprechende konstruktive Anpassung kann innerhalb der Blechteile 21, 22 oder der Distanzhalter 23 erfolgen.

  

[0031]    Fig. 4 und Fig. 5a bis 5dzeigen in schematischer Darstellung eine zweite Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung, wobei die Fig. 5a bis . einen Querschnitt an der Stelle l-l der Fig. 4 in verschiedenen Ausführungsformen des Flexibelbogens 7 zeigen. Die Bauart der äusseren Blechteile 21 und 22 unterscheidet sich nicht von der ersten Ausführung nach Fig. 3. In dieser Zweiten Ausführung sind die Distanzhalter 23 jedoch als Blechteile 25 ausgeführt. Diese Blechteile sind zwischen den äusseren Blechteilen 21, 22 und damit ebenfalls in der Richtung X der Trommelachse nebeneinander angeordnet. Bevorzugterweise werden diese inneren Blechteile 25 in ihrer Form den äusseren Blechteilen 21, 22 angenähert, sie müssen jedoch nicht zwingend deckungsgleich ausgeführt werden.

   Auch die Dicke der inneren Blechteile 25 muss nicht der Dicke 26 der äusseren Blechteile 21, 22 entsprechen. Um eine präzise Gesamtdicke des Flexibelbogens zu erreichen, werden auch Distanzbleche 27 eingesetzt, welche zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen in der Blechdicke der inneren 25 und äusseren 21, 22 Bleche auftreten. Die inneren Blechteile 25 sind in ihrer Anzahl und den Abmessungen entsprechend den statischen Bedürfnissen angepasst. Ebenfalls können die inneren Blechteile 25 mit einem geringeren Ringdurchmesser als der Ringdurchmesser 28 der äusseren Blechteile 21, 22 gefertigt werden. Dadurch wird die Gleitführungsfläche 14 nur durch die äusseren Blechteile 21, 22 gebildet.

   Werden innere und äussere Blechteile 21, 22, 25 mit dem gleichen Ringdurchmesser hergestellt, so ergibt sich eine durch die inneren und äusseren Blechteile 21, 22, 25 gemeinsam gebildete Gleitführungsfläche 14. Werden hingegen die äusseren Blechteile 21, 22 mit einem geringeren Ringdurchmesser als die inneren Blechteile 25 gefertigt, so ergibt sich nur aus den inneren Blechteilen 25 die Gleitführungsfläche 14, was einer besonders bevorzugten Ausführung des Flexibelbogens 7 entspricht. Unabhängig davon durch welche Blechteile die Gleitführungsfläche 14 gebildet wird, muss der fertig zusammen gebaute Flexibelbogen 7 zur Bildung einer exakten Gleitführungsfläche 14 einer mechanischen Nachbearbeitung unterzogen werden.

   Die einzelnen Blechteile sind derart miteinander zu verbinden, dass sie eine Einheit bilden und dem Verhalten eines einstückigen Bauteils in nichts nachstehen. Beispielsweise können die Bauteile verklebt oder an mehreren Stellen verstiftet werden.

  

[0032]    Fig. 5a zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittes an der Stelle l-l in Fig. 4 in einer Ausführungsform des Flexibelbogens 7, bei welcher die äusseren Blechteile 21, 22 als Gleitführungsfläche 14 ausgebildet sind. Die gewählte Blechdicke 26 der äusseren Blechteile 21, 22 muss nicht der Blechdicke der inneren Blechteile 25 entsprechen.

  

[0033]    Fig. 5b zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittes an der Stelle l-l in Fig. 4 in einer Ausführungsform des Flexibelbogens 7, bei welcher die inneren Blechteile 25 als Gleitführungsfläche 14 ausgebildet sind. Dies wird erreicht durch eine Herstellung der äusseren Blechteile 21, 22 mit einem kleineren Ringdurchmesser 28 als die inneren Blechteile 25. Auch in dieser Ausführung müssen die gewählten Blechdicken der verschiedenen Blechteile 21, 22, 25 nicht übereinstimmen. Eines der inneren Blechteile 25 ist als ein Ausgleichsblech 27 ausgebildet mit einer geringen Blechdicke im Vergleich zu den anderen Blechteilen.

   Der Einsatz eines für jeden Flexibelbogen speziell ausgewähltes Ausgleichsblech 27 (sofern notwendig) ermöglicht die Sicherstellung einer exakten Gesamtbreite des Flexibelbogens 7 trotz vorhandener Toleranzen in der Dicke der zu verwendenden Blechteile.

  

[0034]    Fig. 5c zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittes an der Stelle l-l in Fig. 4 in einer der Fig. 5b ähnlichen Ausführungsform des Flexibelbogens 7. Die Gleitführungsfläche 14 wird ebenfalls durch die inneren Blechteile 25 gebildet, wobei, im Unterschied zu Fig. 5b, die äusseren Blechteile 21, 22 nicht mit einem kleineren Ringdurchmesser 28 als die inneren Blechteile 25 hergestellt sind. Bei der mechanischen Nachbearbeitung der Gleitführungsfläche 14 werden die äusseren Blechteile 21, 22 mit einer nach aussen abfallenden Schrägfläche versehen, sodass diese nicht in einer Ebene mit der Gleitführungsfläche 14 zu liegen kommt. Entgegen der schematischen Darstellung in Fig. 5c muss die Gleitführungsfläche 14 nicht eine exakt ebene Fläche bilden, sondern wird bevorzugterweise als eine konvex gebogene Auflagefläche ausgearbeitet.

  

[0035]    Fig. 5d zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittes an der Stelle l-l in Fig. 4 in einer Ausführungsform des Fiexibelbogens 7, bei welcher die Gleitführungsfläche 14 durch die inneren Blechteile 25 und die äusseren Blechteile 21, 22 gebildet wird. Dies wird erreicht durch eine Herstellung aller Blechteile 21, 22, 25, 27 mit einem gleich grossen Ringdurchmesser 28. Auch in dieser Ausführung müssen die gewählten Blechdicken der verschiedenen Blechteile 21, 22, 25 nicht übereinstimmen.

  

[0036]    Fig. 5e zeigt eine schematische Darstellung eines Schnittes durch den Lagerpunkt 24 an der Stelle J-J in Fig. 4. Der als Lagerstelle ausgebildete Lagerpunkt 24 des Flexibelbogens 7 ist als ein Pendellager ausgeführt. Die Fig. 5e zeigt eine beispielhafte Ausführung des Pendellagers, bei welcher der Lagerzapfen 31 zwischen die äusseren Blechteile 21, 22 greift. Es ist jedoch auch denkbar, dass der Lagerzapfen 31 seitlich angeordnet ist oder um die inneren Blechteile 25 herum greift. Der Lagerzapfen 31 ist über die Pendellagerachse 30 drehbar mit den äusseren Blechteilen 21, 22 verbunden. Dadurch ist auch bei einer linearen Führung des Pendellagers aus dem Drehzentrum der Trommel heraus auf einer radialen Linie eine Schrägstellung des Flexibelbogens 7 möglich.

   Eine Schrägstellung des Flexibelbogens 7 für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 mit zwei zum Pendellager symmetrisch angeordneten Abstützpunkten 24 würde bedeuten, dass die beiden Abstützpunkte 24 nicht den gleichen Abstand zum Drehzentrum der Trommel aufweisen. Dies hat zur Folge, dass der Kardierabstand auf der Einlaufseite nicht identisch ist mit dem Kardierabstand auf der Auslaufseite. Durch diese Konstruktion kann durch einfaches Verstellen der Abstützpunkte 24 ein sich über die Deckelreise öffnender oder schliessender Kardierspalt eingestellt werden, ohne dass am Flexibelbogen 7 selbst eine Veränderung vorgenommen werden muss. Ebenfalls kann eine sich durch die Erwärmung der Deckel ergebende einseitige Veränderung des Kardierspaltes (einlauf- oder auslaufseitig) durch eine entsprechende der Veränderung entgegenwirkende Schrägstellung ausgeglichen werden.

  

[0037]    Fig. 6 und Fig. 7 zeigen in schematischer Darstellung eine Ergänzung zur ersten (Figur 3) und zweiten (Figur4) Ausführung der Vorrichtung. Wobei Fig. 7einen Querschnitt an der Stelle K-K der Fig. 6 zeigt. Durch den Einbau von Führungsblechen 34 zwischen die äusseren Blechteile 21, 22 können verschiedene weitere Führungseinheiten in den Flexibelbogen 7 integriert werden. So zum Beispiel eine Führung der Wanderdeckel 6 im Einlaufbereich 32 oder im Auslaufbereich 33 des Flexibelbogens 7. Dabei werden die Führungsbleche 34 im Einlaufbereich 32 derart gestaltet, dass sie die Funktion von Gleitführungen für die herangeführten Deckel übernehmen, um einen präzisen Übergang von der Umlenkungsrolle 8 (siehe Fig. 1) auf den Flexibelbogen 7 zu erhalten.

   Entsprechend dienen die Führungsbleche 34 im Auslaufbereich 33 dazu einen präzisen Übergang vom Flexibelbogen 7 auf die Umlenkrolle 8 zu erreichen. Die Deckel-Garnituren werden auf diese Art definiert an die Trommel-Garnitur herangeführt und es erfolgt ein gleichmässiger Übergang von der Deckel-Rückführung zur Bildung des Kardierspaltes.

  

[0038]    Die Führungsbleche 34 werden dabei mittels Führungsachsen 36 drehbar mit den äusseren Blechteilen 21, 22 und / oder inneren Blechteilen 25 verbunden. Eine, am auslaufenden Ende des Flexibelbogens 7 abgestützte, Stellfeder 35 drückt die Führungsbleche 34 derart gegen die Umlenkrolle 8, dass die Deckel gleichmässig und unter ständiger Führung von der Umlenkrolle 8 auf den Flexibelbogen 7, respektive vom Flexibelbogen 7 auf die Umlenkrolle 8, wechseln. Durch die Stellfeder 35 werden die Führungsbleche 34 bei einer Verstellung des Flexibelbogens 7, sei es zur Nachstellung des Kardierspaltes oder zur Korrektur der Schrägstellung, automatisch nachgeführt. Die Darstellung in Fig. 7ist beispielhaft, die Führungsbleche 34 können auch seitlich angeordnet werden, wie auch die Stellfeder 35 in einer alternativen Befestigungsvariante angeordnet werden kann.

  

[0039]    Fig. 8 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung. Die gezeigte Ausführungsform eignet sich für den Einsatz bei zwei getrennt vorhandenen Wanderdeckelaggregaten. Der dargestellte Flexibelbogen 7 erstreckt sich über den Führungswinkel [gamma], wobei der Führungswinkel [gamma] aufgeteilt ist in eine erste Gleitführungsfläche 40, welche sich über den Bereich A erstreckt und eine zweite Gleitführungsfläche 38, welche sich über den Bereich B erstreckt. Zwischen der ersten und der zweiten Gleitführungsfläche 40, 38 ist eine Lücke, die sich über den Bereich C erstreckt und welche aber nur die Gleitführungsflächen 40, 38, nicht aber den Flexibelbogen 7 betreffend besteht.

   Die beiden Gleitführungsflächen 40, 38 sind auf diese Art in einem einzigen Flexibelbogen 7 realisiert, ohne jedoch den Einsatz von Festelementen zwischen den einzelnen Wanderdeckelaggregaten im Bereich C zu behindern. So können beispielsweise Festkardierelemente oder Reinigungselemente durch die Lücke im Bereich C zwischen den beiden Wanderdeckelaggregaten angebracht werden. Die beiden Wanderdeckelaggregate sind durch den gemeinsamen Flexibelbogen 7 in ihrer Einstellung oder Einstellungsveränderung gegenüber der Trommel miteinander verknüpft bezüglich des Kardierspaltes, können jedoch unterschiedlich betrieben werden bezüglich Drehrichtung, Drehzahl, etc. und auch in ihrer Bauart unterschiedlich ausgeführt sein. Ebenfalls können die beiden, in einem gemeinsamen Flexibelbogen angeordneten Gleitführungsflächen 40, 38 verschiedene Ringdurchmesser 39; 37 aufweisen.

   So kann die erste Gleitführungsfläche 40 im Bereich A einen ersten Ringdurchmesser 39 und die zweite Gleitführungsfläche 38 im Bereich B einen sich vom ersten unterscheidendenden zweiten Ringdurchmesser 37 aufweisen.

  

[0040]    Die Herstellung der verschiedenen Ausführungsbeispiele ist grundsätzlich dieselbe. Die Blechteile 21, 22, 25, 27 werden aus Blechen durch Präzisionsschneidverfahren herausgetrennt. Dadurch erübrigt sich, mit Ausnahme der Gleitführungsflächen 14, eine Nachbearbeitung der Bauteile und die Blechteile können in einem gegenüber dem Stand der Technik stark vereinfachten Verfahren hergestellt werden. Durch die heutigen Trenn verfahren, beispielsweise Wasserstrahlschneiden oder Laserstrahltrennen, ist eine Nachbearbeitung der einzelnen Bauteile weitestgehend nicht mehr notwendig. Für die Verbindung der einzelnen Teile 21, 22, 25, 27 zu einem Flexibelbogen 7 stehen Verbindungsarten zur Verfügung und sind allgemein bekannt, welche eine spielfreie Verbindung ergeben.

   Somit ist der Flexibelbogen 7 als ein einzelnes Bauteil zu betrachten und reagiert auf Belastungen gleich wie ein einstückig hergestellter Flexibelbogen 7.

Legende

  

[0041]    
<tb>1<sep>Wanderdeckelkarde


  <tb>2<sep>Füllschacht


  <tb>3<sep>Vorreisser


  <tb>4<sep>Trommel


  <tb>5<sep>Deckelkette


  <tb>6<sep>Wanderdeckel


  <tb>7<sep>Flexibelbogen


  <tb>8<sep>Umlenkung


  <tb>9<sep>Drehrichtung der Trommel


  <tb>10<sep>Abnehmer


  <tb>11<sep>Bandbildung


  <tb>12<sep>Band


  <tb>13<sep>Bandablage


  <tb>14<sep>Gleitführungsfläche des Flexibelbogens


  <tb>15<sep>Deckel-Garnitur


  <tb>16<sep>Trommel-Garnitur


  <tb>17<sep>Kardierspalt


  <tb>21, 22<sep>Äussere Blechteile


  <tb>23<sep>Distanzhalter


  <tb>24<sep>Lagerpunkt


  <tb>25<sep>Inneres Blechteil


  <tb>26<sep>Blechdicke der äusseren Blechteile


  <tb>27<sep>Ausgleichsblech


  <tb>28<sep>Ringdurchmesser


  <tb>29<sep>Breite des Flexibelbogens


  <tb>30<sep>Pendellagerachse


  <tb>31<sep>Lagerzapfen


  <tb>32<sep>Führung im Einlaufbereich


  <tb>33<sep>Führung im Auslaufbereich


  <tb>34<sep>Führungsbleche


  <tb>35<sep>Stellfeder


  <tb>36<sep>Führungsachse


  <tb>37<sep>Erster Ringdurchmesser


  <tb>38<sep>Erste Gleitführungsfläche


  <tb>39<sep>Zweiter Ringdurchmesser


  <tb>40<sep>Zweite Gleitführungsfläche


  <tb>A<sep>Bereich erstes Wanderdeckelaggregat


  <tb>B<sep>Bereich zweites Wanderdeckelaggregat


  <tb>C<sep>Bereich zwischen zwei Wanderdeckelaggregaten


  <tb>X<sep>Richtung der Trommelachse


  <tb>[alpha]<sep>Anstellwinkel


  <tb>[beta]<sep>Spannweite


  <tb>[gamma]<sep>Führungswinkel

Claims (15)

1. Flexibelbogen (7) für eine Wanderdeckelkarde (1), welche eine Trommel (4) mit einer Trommelachse und einen Deckelbereich umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass der Flexibelbogen (7) aus mindestens zwei ringsegmentförmigen Blechteilen (21, 22) zusammengesetzt ist, wobei die ringsegmentförmigen Blechteile (21, 22) in Richtung (X) der Trommelachse nebeneinander angeordnet sind.
2. Flexibelbogen (7) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den ringsegmentförmigen Blechteilen (21, 22) Distanzhalter (23) angeordnet sind.
3. Flexibelbogen (7) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Distanzhalter (23) mindestens ein weiteres ringsegmentförmiges Blechteil (25) vorgesehen ist.
4. Flexibelbogen (7) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Blechteile (21, 22) und Distanzhalter (23, 25) mit spannungsarmen Befestigungsmitteln zusammengehalten sind.
5. Flexibelbogen (7) nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechteile (21, 22, 25) aus Metall- oder Leichtmetallblechen mit einer Dicke von 1 bis 10 mm, vorzugsweise 2 bis 5 mm gefertigt sind, wobei die Dicke quer zum Ringdurchmesser (28) in Richtung (X) der Trommelachse angeordnet ist.
6. Flexibelbogen (7) nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechteile (21, 22, 25) aus Kunststoff- oder faserverstärkten Kunststoffblechen mit einer Dicke (26) von 1 bis 10 mm, vorzugsweise 2 bis 5 mm gefertigt sind, wobei die Dicke (26) quer zum Ringdurchmesser (28) in Richtung (X) der Trommelachse angeordnet ist.
7. Flexibelbogen (7) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Trommelachse abgewandten Schmalseiten von mindestens zwei Blechteilen (21, 22, 25) als Gleitführungsflächen (14) für die Wanderdeckel (6) ausgebildet sind.
8. Flexibelbogen (7) nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzhalter (23, 25) derart ausgebildet sind, dass mindestens drei Lagerpunkte (24) vorhanden sind, wo der Flexibelbogen (7) abgestützt ist.
9. Flexibelbogen (7) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass einer der mindestens drei Lagerpunkte (24) als Pendellager ausgebildet ist.
10. Flexibelbogen (7) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Lagerpunkte (24) mit einer Aktorik zur Verstellung eines Kardierspaltes (17) verbunden ist, und dass bei einer Verstellung des Flexibelbogens (7) die neu eingestellte Gleitführungsfläche (14) gegenüber der Gleitführungsfläche (14) vor der Verstellung konzentrisch ist, wobei das Zentrum des durch den Flexibelbogen (29) gebildeten Ringsegments ortsfest ist.
11. Flexibelbogen (7) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Flexibelbogen (7) zwei unabhängige Gleitführungsflächen (38, 40) über den Verlauf des Flexibelbogens (7) aufweist.
12. Flexibelbogen (7) nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Einlaufbereich (32) und / oder Auslaufbereich (33) ein als Führungsblech (34) ausgebildetes Blechteil in den Flexibelbogen (7) integriert ist.
13. Wanderdeckelkarde (1) mit einer Trommel (4), welche eine Trommelachse aufweist und die mit einer Trommel-Garnitur (16) versehen ist, und mit einem Wanderdeckelaggregat, das aus einer Vielzahl von miteinander verbundenen, mit einer der Trommel-Garnitur (16) zugewandten Deckel-Garnitur (15) versehenen Wanderdeckeln (6) gebildet ist, wobei die Wanderdeckel (6) auf den Stirnseiten der Trommel (4) mit je einem Flexibelbogen (7) geführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Flexibelbogen (7) aus mindestens zwei, in Richtung (X) der Trommelachse nebeneinander, angeordneten ringsegmentförmigen Blechteilen (21, 22) zusammengesetzt sind, wobei die der Trommelachse abgewandten Seiten von mindestens zwei Blechteilen (21, 22) eine Gleitführungsfläche (14) bilden.
14. Wanderdeckelkarde (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Flexibelbogen (7) eine Bogenlänge aufweisen, die zur Abstützung von Wanderdeckelaggregaten mit einer Spannweite ([beta]) von mehr als 180[deg.] (Winkelgrade) verwendbar sind.
15. Wanderdeckelkarde (1) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Führung der Wanderdeckel (6) dienenden Seiten der Blechteile (21, 22) eines Flexibelbogens (7) in verschiedenen Ebenen verlaufen, derart, dass eine Ausrichtung der Deckel-Garnitur (15) in Bezug zur Trommel-Garnitur (16), respektive ein Anstellwinkel ([alpha]), im Verlauf einer Deckelreise veränderbar ist.
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