CH698881B1 - Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. - Google Patents
Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. Download PDFInfo
- Publication number
- CH698881B1 CH698881B1 CH01713/06A CH17132006A CH698881B1 CH 698881 B1 CH698881 B1 CH 698881B1 CH 01713/06 A CH01713/06 A CH 01713/06A CH 17132006 A CH17132006 A CH 17132006A CH 698881 B1 CH698881 B1 CH 698881B1
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- rotor part
- stator
- cleaning nozzle
- brake
- cleaning
- Prior art date
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B3/00—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements
- B05B3/02—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements
- B05B3/04—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements driven by the liquid or other fluent material discharged, e.g. the liquid actuating a motor before passing to the outlet
- B05B3/06—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with rotating elements driven by the liquid or other fluent material discharged, e.g. the liquid actuating a motor before passing to the outlet by jet reaction
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B3/00—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements
- B05B3/003—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with braking means, e.g. friction rings designed to provide a substantially constant revolution speed
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05B—SPRAYING APPARATUS; ATOMISING APPARATUS; NOZZLES
- B05B3/00—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements
- B05B3/003—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with braking means, e.g. friction rings designed to provide a substantially constant revolution speed
- B05B3/006—Spraying or sprinkling apparatus with moving outlet elements or moving deflecting elements with braking means, e.g. friction rings designed to provide a substantially constant revolution speed using induced currents; using magnetic means
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B08—CLEANING
- B08B—CLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
- B08B9/00—Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
- B08B9/02—Cleaning pipes or tubes or systems of pipes or tubes
- B08B9/027—Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages
- B08B9/04—Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes
- B08B9/043—Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes moved by externally powered mechanical linkage, e.g. pushed or drawn through the pipes
- B08B9/0433—Cleaning the internal surfaces; Removal of blockages using cleaning devices introduced into and moved along the pipes moved by externally powered mechanical linkage, e.g. pushed or drawn through the pipes provided exclusively with fluid jets as cleaning tools
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Nozzles (AREA)
- Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)
Abstract
Offenbart wird eine Reinigungsdüse (1), welche mit einer Flüssigkeit betrieben wird, welche für die Reinigung von Rohren in Industrieanlagen eingesetzt wird. Die Flüssigkeit wird von einer Flüssigkeitspumpe mit hohem Druck und mit einer Wassermenge von bis zu 50 Litern/min geliefert. Die Reinigungsdüse (1) hat eine zylindrische Form und umfasst einen Statorteil (2) und einen Rotorteil (3). Der Rotorteil (3) ist um die Längsachse der Reinigungsdüse (1) rotierbar auf dem Statorteil (2) gelagert. Um die Umdrehungsfrequenz des Rotorteils (3) zu verringern, ist der Statorteil (2) mit einer Bremstrommel (24) ausgestattet, welche mit mindestens einer Bremsbacke (30) zusammenwirkt. Auf einer Aussenfläche eines verjüngten Teils (35) des Rotorteils (3) aufliegend, wird die mindestens eine Bremsbacke von einer Mitnehmerrippe (310), welche an der zylindrischen Aussenfläche des verjüngten Teils (35) angeformt ist, mitbewegt. Durch die Zentrifugalkraft während der Rotation und optional durch eine Strömung der Flüssigkeit, wird die mindestens eine Bremsbacke (30) gegen die Innenfläche der Bremstrommel (24) gepresst, wodurch zwei Bremseffekte auftreten.
Description
Technisches Gebiet [0001] Die vorliegende Erfindung beschreibt eine mit unter Druck zugeführter Flüssigkeit betreibbare, rotierende Reinigungsdüse für die Reinigung von Rohren von Industrieanlagen, umfassend einen Statorteil, welcher mittels einer Schraubkupplung über einen Druckschlauch mit einer Flüssigkeitspumpe verbindbar ist, wobei der Statorteil einen zylindrischen Schaft aufweist, durch den eine Zuleitung in Längsrichtung verläuft, die in eine querende Austrittbohrung mündet, welche mit einer Ringnut kommuniziert, und einen Rotorteil, welcher mindestens eine zur Längsachse geneigte, eine Rotation bewirkende, radial wirkende Düse umfasst, wobei der Rotorteil auf den Schaft aufsteckbar ist und um die Längsachse rotierbar gelagert ist, und dass der Rotorteil mit einem Kopf, der gegen eine axiale Verschiebung des Rotorteils wirkt, in Längsrichtung form- und/oder kraftschlüssig mit dem Statorteil verbunden ist. Stand der Technik [0002] Zur Reinigung von Rohren in Raffinerien, Atomkraftwerken oder beispielsweise Wärmetauschern werden schon seit geraumer Zeit Reinigungsdüsen eingesetzt, welche mit einer Flüssigkeit unter Hochdruckzuführung betrieben werden. Dabei sind die Reinigungsdüsen meist zweigeteilt und bestehen aus einem Statorteil und einem auf dem Statorteil gelagerten, rotationsbeweglichen Rotorteil. [0003] Der Rotorteil weist mindestens eine Düse auf, welche radial von der Längsachse der Reinigungsdüse weggerichtet ist und durch welche die Flüssigkeit mit hohem Druck und damit mit hohen Geschwindigkeiten aus dem Rotorteil entweicht, was zu einer Rotation des Rotorteils um die Längsachse der Reiningungsdüse mit hoher Drehzahl pro Minute führt. [0004] Die verwendeten Flüssigkeitspumpen arbeiten mit 30 Litern bis 50 Litern Wassermenge pro Minute, bei Drücken bis 2,5 kbar (250 Mpa). In den letzten Jahren geht der Trend zu immer leistungsfähigeren Flüssigkeitspumpen, um die Effektivität der Reinigung zu steigern und in kürzerer Zeit mehr Rohrlänge zu reinigen. Auf Grund des hohen Druckes rotieren ungebremste Reinigungsdüsen mit bis zu 80 000 Umdrehungen pro Minute. Der bei diesen Geschwindigkeiten austretende Strahl zerstäubt je nach der Umlaufgeschwindigkeit etwa 1 mm bis 2 mm von der Austrittsöffnung der Reinigungsdüse entfernt. Auf Grund der hohen Rotationsgeschwindigkeiten hat der Strahl darum schon in geringem Abstand von der Reinigungsdüse keine reinigende Wirkung mehr. Auch der Verschleiss des verwendeten Materials der Reinigungsdüsen wird bei höheren Umdrehungsfrequenzen immer höher, wodurch die Standzeiten immer kürzer werden. [0005] Mit den Reinigungsdüsen des Stands der Technik und den immer leistungsfähigeren Flüssigkeitspumpen ist keine Steigerung der Effektivität der Rohrreinigung möglich, da die reinigende Austrittsstrahllänge kürzer wird und der Verschleiss der Reinigungsdüsen vergrössert wird. Damit verringert sich die Standzeit, und der Reinigungsprozess muss in immer kürzeren Intervallen unterbrochen werden. Den Reinigungsunternehmen wird die maximale Stillstandszeit der Anlagen vorgegeben und eine Überschreitung dieser Zeit führt zu Konventionalstrafen. Unter diesem Zeitdruck neigt die Reinigungsequipe mit immer höherem Wasserdruck zu arbeiten mit den erwähnten negativen Folgen. Darstellung der Erfindung [0006] Die vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt eine Reinigungsdüse zu schaffen, welche eine deutlich grössere Austrittsstrahllänge im Vergleich zum Stand der Technik aufweist, wodurch Rohre in einem weiteren Rohrduchmesserbereich mit einer Reinigungsdüse reinigbar sind und die Auftreffkraft des Reinigungsstrahls auf die Rohrwand bei vergleichbarem Abstand der Reinigungsdüse von der zu reinigenden Rohrwand höher ist. [0007] Diese Aufgaben und zusätzlich die Erhöhung der Standzeit einer Reinigungsdüse durch Reduzierung des Verschleisses der Bauteile, woraus ein effektiveres Arbeiten und weniger Stillstand der Reinigungsdüse resultiert, erfüllt eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. [0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben und werden im Folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen offenbart. Kurze Beschreibung der Zeichnungen [0009] Die Erfindung wird nachstehend im Zusammenhang mit den Zeichnungen beschrieben. <tb>Fig. 1<sep>zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung der vorgestellten Reinigungsdüse. <tb>Fig. 2<sep>zeigt einen Längsschnitt einer erfindungsgemässen Reinigungsdüse. <tb>Fig. 3<sep>zeigt einen Querschnitt entlang der Strecke A-A aus Fig. 2. <tb>Fig. 4<sep>zeigt nur den Statorteil in einer Schnittdarstellung. Beschreibung [0010] Offenbart wird eine Reinigungsdüse 1, welche mit einer Flüssigkeit betrieben wird, welche für die Reinigung von Rohren in Industrieanlagen eingesetzt wird. Die Flüssigkeit wird von einer Flüssigkeitspumpe mit hohem Druck und mit einer Wassermenge von bis zu 50 Litern/min geliefert. Die Reinigungsdüse 1 hat eine zylindrische Form und umfasst einen Statorteil 2 und einen Rotorteil 3. Der Rotorteil 3 ist um die Längsachse der Reinigungsdüse 1 rotierbar auf dem Statorteil 2 gelagert. Während des Betriebs rotiert der Rotorteil 3 mit einigen tausend Umdrehungen pro Minute um die Längsachse der Reinigungsdüse 1, wobei die Rotation durch den Austritt einer bestimmbaren Flüssigkeitsmenge aus einer Düse 32 resultiert. [0011] Der Statorteil 2 umfasst eine Schraubkupplung 20, auf welcher ein Schlauch zur Zuführung der Flüssigkeit flüssigkeitsdicht befestigt werden kann. Durch die Schraubkupplung 20 wird die Flüssigkeit unter hohem Druck, üblicherweise mit 2,5 kbar in eine, den Statorteil 2 in Längsrichtung durchlaufende Zuleitung 21 geleitet, welche sich von der Schraubkupplung 20 ausgehend bis in einen zylindrischen Schaft 22 des Statorteils 2 erstreckt. [0012] An dem, der Schraubkupplung 20 abgewandten Ende der Zuleitung 21, mündet diese in eine, die Zuleitung 21 querende, Austrittsbohrung 28, durch welche die Flüssigkeit aus dem Statorteil 2 austritt. Die Austrittsbohrung 28 kommuniziert mit einer Ringnut 29, welche in die Oberfläche des Statorteils 2 eingefräst ist und den zylindrischen Schaft 22 umläuft. [0013] Der Schraubkupplung 20 gegenüberliegend am Ende des zylindrischen Schafts 22 ist ein Aussengewinde 27 angeformt, auf welches ein Kopf 4, mit einem entsprechenden Innengewinde 40 aufschraubbar und damit lösbar befestigbar ist, sodass der Rotorteil 3 rotierbar auf dem zylindrischen Schaft 22, um die Längsachse der Reinigungsdüse 1 rotierend umlaufend und von dem drehfesten Kopf 4 in axialer Richtung gesichert, lagerbar ist. [0014] Aus Sicherheitsgründen ist es zum Teil vorgeschrieben, eine Sicherheitsbohrung 23 im Bereich der Schraubkupplung 20 anzuordnen, durch welche im Falle einer Verstopfung der Zuleitung 21 die Flüssigkeit austreten kann, ohne dass die Zuleitung 21 und der gesamte Statorteil 2 Schaden nehmen. Bei den verwendeten hohen Flüssigkeitsdrücken ist eine solche Sicherheitsbohrung 23 erforderlich, welche die Arbeitssicherheit enorm steigert. [0015] Da man in der vorliegenden Reinigungsdüse 1 einen Teil der Flüssigkeit, welche in der Ringnut 29 umläuft, durch eine Strömung entlang der Oberfläche des Schafts 22 in Richtung der Schraubkupplung 20 und in Richtung des Kopfes 4 verliert, wird üblicherweise eine Labyrinthdichtung 26 eingesetzt. Diese Labyrinthdichtung 26, welche entlang der Oberfläche des Schafts 22 angeordnet ist, vermindert die Leckrate der zugeführten Flüssigkeit, da der Druck, mit dem die Flüssigkeit durch die Labyrinthdichtung 26 fliesst, reduziert wird. [0016] Der Rotorteil 3 besteht aus einem Hohlzylinder mit zwei Abschnitten. In einem ersten Abschnitt mit voller Mantelwandstärke wird eine oder mehrere Düsen 32 in entsprechenden Bohrungen gelagert. Ein verjüngter Teil 35 mit geringerem Durchmesser dient zur Lagerung von Bremsbacken 30 und weist zwei diametral einander gegenüberliegende Mitnehmerrippen 310 als eine mögliche Form eines Mitnehmers 31 auf. [0017] Der hohlzylindrische Rotorteil 3 ist auf den Schaft 22 rotierbar aufgesteckt und ist mit dem Kopf 4 in Längsrichtung form- und/oder kraftschlüssig mit dem Statorteil 2 verbunden, sodass keine axiale Verschiebung des Rotorteils 3 auf dem Schaft 22 möglich ist. Eine Düsenöffnung 34 ist in der Art senkrecht zur Längsachse des Rotorteils 3 eingebracht, dass der Austritt der Flüssigkeit aus der Düsenöffnung 34 ein Drehmoment des Rotorteils 3 bewirkt. In der Düsenöffnung 34 wird die Düse 32 unlösbar befestigt, was beispielsweise durch eine Pressung und/oder Klebung realisiert wird. Auch die Ausrichtung der Düse 32 kann die Richtung des austretenden Flüssigkeitsstrahls beeinflussen. Der verwendete Düsendurchmesser ist variierbar und kann durch Versuche auf die gewünschte Reinigungswirkung angepasst werden. [0018] Der verjüngte Teil 35 des Rotorteils 3 weist neben mindestens einem Mitnehmer 31 zwei Bremsöffnungen 33 auf, durch welche Flüssigkeit von der Seite des Schafts 22 hinter den Bremsbacken 30 von der Längsachse weggerichtet strömen kann. Die in den Zeichnungen Figur 1und Figur 2 detailliert dargestellte Ausführungsform zeigt zwei Mitnehmerrippen 310, welche an den verjüngten Teil 35 angeformt sind. Es sind ausserdem auch Stifte verwendbar, welche auf der zylindrischen Aussenfläche des verjüngten Teils 35 des Rotorteils 3 parallel zur Längsachse form- und/oder kraftschlüssig verbunden befestigt oder angeformt sein können. Ebenso besteht die Möglichkeit, Nocken auf der zylindrischen Aussenfläche des verjüngten Teils 35 anzuformen, welche als Mitnehmer 31 wirken. [0019] Die Mitnehmerrippen 310 führen bei Rotation des Rotorteils 3 zwei Bremsbacken 30, welche konzentrisch auf dem verjüngten Teil 35 des Rotorteils 3 formschlüssig gelagert sind, gleichförmig in Rotationsrichtung mit. Als vorteilhaft erweist sich die Verwendung von zwei halbzylindrischen Bremsbacken 30, wie in Fig. 1 gezeigt, wobei auch mehr als zwei Bremsbacken 30 eingesetzt werden können. [0020] Die Länge des Rotorteils 3 ist so bemessen, dass der verjüngte Teil 35 und die Bremsbacken 30, bei auf den Statorteil 2 aufgestecktem Rotorteil 3 innerhalb einer Bremstrommel 24 liegen und, dass die Düsenöffnung 34 im Rotorteil 3 auf Höhe der Ringnut 29 im Statorteil 2 liegt. In einer alternativen Ausführungsform kann in den Rotorteil 3 eine umlaufende Gegenringnut auf Höher der Ringnut 29 ausgebildet sein. [0021] Wenn Flüssigkeit mit hohem Druck durch die Zuleitung 21 bis zur Austrittbohrung 28 geführt wird, tritt die Flüssigkeit aus dem Statorteil 2 aus und bildet eine Strömung in der Ringnut 29, und ein Teil der Flüssigkeit tritt, sobald die Strömung die Düsenöffnung im Rotorteil 3 erreicht, durch die Düsenöffnung 34 aus der Düse 32 aus, wobei der Rotorteil 3 durch den resultierenden Rückstoss zur Rotation um die Längsachse auf dem Schaft 22 gleitend, angeregt wird. Der aus der Düse 32 austretende Strahl weist eine, von der Umlaufgeschwindigkeit abhängige Austrittsstrahllänge auf, wobei die Austrittsstrahllänge die Distanz von der Düse 32 definiert, bis der Strahl so zerstäubt ist, dass kein Strahl mehr erkennbar ist und keine Reinigungswirkung mehr erzielt wird. [0022] Die hier vorgestellte Reinigungsdüse 1 weist eine Bremstrommel 24 auf, deren Innenfläche mit mindestens einer, auf dem verjüngten Teil 35 des Rotorteils 3 formschlüssig gelagerten Bremsbacke 30 zusammenwirkt. Mit dem Statorteil 2, den zylindrischen Schaft 22 teilweise überragend, ist die hohlzylindrische Bremstrommel 24 unlösbar verbunden. Die Verbindung kann beispielsweise durch Schweissen oder Kleben durchgeführt sein. [0023] In der hier näher erläuterten vorteilhaften Ausführungsform werden zwei Bremsbacken 30 verwendet. Unter dem Einfluss der während des Betriebes wirkenden Zentrifugalkraft auf die Bremsbacken 30, werden die Bremsbacken 30 radial nach aussen, von der zylindrischen Aussenfläche 35 des Rotorteils 3 in Richtung der Innenfläche der Bremstrommel 24 gepresst, wodurch eine Verminderung der Umdrehungszahl erreichbar ist. [0024] Ein weiterer Bremseffekt tritt durch die Strömung von Flüssigkeit durch mindestens eine Bremsöffnung 33 in dem zylindrischen verjüngten Teil 35 des Rotorteils 3 durch mindestens eine Lecköffnung 25, die Bremstrommel 24 querend, auf. In einer vorteilhaften Gestaltungsform sind in die Bremstrommel 24 auf Höhe des zylindrischen Schafts 22, zwei Lecköffnungen 25 angeordnet, durch welche Flüssigkeit während des Betriebes austreten kann. Die Möglichkeit der Flüssigkeit durch die Lecköffnungen 25 auszutreten ist für den zusätzlichen Bremseffekt erforderlich. Die Anzahl der verwendeten Lecköffnungen 25 ist auf die Anzahl der verwendeten Bremsbacken 30 abgestimmt. [0025] In der hier vorgestellten bevorzugten Ausführungsform sind jeweils zwei Bremsöffnungen 33 und zwei Lecköffnungen 25 vorhanden. Die durch die Bremsöffnung 33 hinter den Innenflächen der Bremsbacken 30 austretende Flüssigkeit, presst die Bremsbacken 30 zusätzlich zur Zentrifugalkraft der Rotation radial nach aussen gegen die Innenfläche der Bremstrommel 24, wobei die Flüssigkeit anschliessend durch die Lecköffnungen 25 aus der Reinigungsdüse 1 austritt. [0026] Bei Verwendung von mindestens einer Bremsöffnung 33 in der Aussenfläche des verjüngten Teils 35 des Rotorteils 3 und mindestens einer Lecköffnung 25 in der Bremstrommel 24 tritt ein zweiter Bremseffekt auf. Nach dem Austritt von Flüssigkeit aus der Austrittbohrung 28 in die Ringnut 29, wandert ein Teil der Flüssigkeit an der Oberfläche des Schafts 22 entlang in Richtung Kopf 4 und in Richtung Schraubkupplung 20. Die Flüssigkeit, welche die mindestens eine Bremsöffnung 33 erreicht, strömt durch die Bremsöffnung 33 unter die Bremsbacken 30, welche auf dem verjüngten Teil 35 formschlüssig gelagert sind und presst dabei die Bremsbacken 30 zusätzlich zur Zentrifugalkraft gegen die Innenfläche der Bremstrommel 24. Die Flüssigkeit strömt weiter und findet dabei den Weg durch die Lecköffnungen 25 und entweicht aus dem Statorteil 2 der Reiningungsdüse 1. Dieser Vorgang führt zwar zu einem zusätzlichen Verlust an Flüssigkeit, sorgt aber für einen weiteren gewünschten Bremseffekt. [0027] Durch die Verminderung der Umlauffrequenz des Rotorteils 3 ist eine enorme Steigerung der Austrittsstrahllänge auf 5 bis 10 mm erreichbar. Es sind damit Austrittsstrahlen möglich, welche noch in einem Abstand von 5 bis 10 mm von der Reinigungsdüse 1 entfernt eine Reinigungswirkung erzielen, wodurch die vorgestellte Reinigungsdüse 1 eine Mehrzahl von Rohren unterschiedlich grosser Rohrdurchmesser reinigen kann. Bei bisherigen Reinigungsdüsen war nur die Reinigung von Rohren mit solchen Rohrdurchmessern möglich, die nur wenig grösser als der Durchmesser der Reinigungsdüse waren. [0028] Auch der Verschleiss der bisher verwendeten Reinigungsdüsen auf Grund der hohen Umdrehungszahl war deutlich höher. Durch die Verminderung der Umdrehungszahl wird die Standzeit der Reinigungsdüse 1 deutlich erhöht. Versuche haben gezeigt, dass eine erfindungsgemässe Reinigungsdüse 1 etwa 40 h bei 2,5 kbar und 50 Litern Wasser pro Minute arbeitet. Danach ist eine Auswechslung der Bremsbacken 30 erforderlich, was konstruktionsbedingt sehr einfach und schnell durchführbar ist, wodurch sich die Umrüstzeiten und der Stillstand minimieren lassen. Als mögliche Materialien für die Bremsbacken 30 haben sich Edelstahl, Metalllegierungen, Blei, Saphir, oder beschichtete Materialien als geeignet erwiesen. Für den dauerhaften Einsatz der hier vorgestellten erfindungsgemässen Reinigungsdüse 1 müssen ausreichend viele Bremsbacken 30 zum Austausch nach einer gewissen Reinigungszeit vorhanden sein. Insgesamt muss damit deutlich weniger Material bereitgestellt werden, als es für Reinigungsdüsen gemäss dem Stand der Technik üblich ist. [0029] Zur weiteren Steigerung der Reinigungswirkung der Reinigungsdüse 1 sind eine oder mehrere Frontaldüsen, welche axial wirkend aus dem Kopf 4 austretend angeordnet und mit der Zuleitung 21 kommunizierend ausgebildet sind, vorteilhaft. Die Zuleitung 21 muss dazu geeignet verlängert werden und bis in den Kopf 4 reichen, damit die Flüssigkeit entsprechend in den Kopf 4 eingeleitet werden kann und aus diesem austreten kann. Bezugszeichenliste [0030] <tb>1<sep>Reinigungsdüse <tb>2<sep>Statorteil <tb><sep>20 Schraubkupplung <tb><sep>21 Zuleitung <tb><sep>22 Schaft <tb><sep>23 Sicherheitsbohrung <tb><sep>24 Bremstrommel <tb><sep>25 Lecköffnung <tb><sep>26 Labyrinthdichtung <tb><sep>27 Aussengewinde (für Kappe) <tb><sep>28 Austrittbohrung <tb><sep>29 Ringnut <tb>3<sep>Rotorteil <tb><sep>30 Bremsbacke <tb><sep>31 Mitnehmer <tb><sep>310 Mitnehmerrippe <tb><sep>32 Düse <tb><sep>33 Bremsöffnung <tb><sep>34 Düsenöffnung <tb><sep>35 Verjüngter Teil des Rotorteils (zylindrisch) <tb>4<sep>Kopf <tb><sep>40 Innengewinde
Claims (9)
1. Mit einer unter Druck zugeführten Flüssigkeit betreibbare, rotierende Reinigungsdüse (1) für die Reinigung von Rohren von Industrieanlagen, umfassend einen Statorteil (2), welcher mittels einer Schraubkupplung (20) über einen Druckschlauch mit einer Flüssigkeitspumpe verbindbar ist, wobei der Statorteil (2) einen zylindrischen Schaft (22) aufweist, durch den eine Zuleitung (21) in Längsrichtung verläuft, die in eine querende Austrittbohrung (28) mündet, welche mit einer Ringnut (29) kommuniziert und einen Rotorteil (3), welcher mindestens eine zur Längsachse geneigte, eine Rotation bewirkende, radial wirkende Düse (32) umfasst, wobei der Rotorteil (3) auf den Schaft (22) aufsteckbar ist und um die Längsachse rotierbar gelagert ist, und dass der Rotorteil (3) mit einem Kopf (4), der gegen eine axiale Verschiebung des Rotorteils (3) wirkt,
in Längsrichtung form- und/oder kraftschlüssig mit dem Statorteil (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Umdrehungszahl des drehbeweglichen Rotorteils (3) durch eine an dem Statorteil (2) unlösbar befestigte Bremstrommel (24), deren Innenfläche mit mindestens einer, auf der zylindrischen Aussenfläche des Rotorteils (3) formschlüssig gelagerten Bremsbacke (30) zusammenwirkt, wobei die mindestens eine Bremsbacke (30) durch mindestens einen auf der Aussenfläche des Rotorteils (3) befindlichen Mitnehmer (31) in Rotationsrichtung mitgeführt wird, reduziert ist, wobei die mindestens eine Bremsbacke (30) unter Einfluss der während des Betriebes wirkenden Zentrifugalkraft radial nach aussen, von der zylindrischen Aussenfläche des Rotorteils (3) in Richtung der Innenfläche der Bremstrommel (24) gepresst wird, wodurch eine Verminderung der Umdrehungszahl erreichbar ist.
2. Reinigungsdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Mitnehmer (31) eine radial von der Aussenfläche (35) des Rotorteils (3) weisende Mitnehmerrippe (310) ist.
3. Reinigungsdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei halbzylindrische Bremsbacken (30) auswechselbar gelagert sind.
4. Reinigungsdüse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei halbzylindrische Bremsbacken (30) und zwei Mitnehmerrippen (310) auf der Aussenfläche (35) des Rotorteils (3) zusammenwirken, so dass beide Bremsbacken (30) mit dem Rotorteil (3) mitbewegt werden.
5. Reinigungsdüse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Bremsöffnung (33) die zylindrische Aussenfläche (35) des Rotorteils (3) auf Höhe der Bremsbacken (30) querend durchsetzt und, dass mindestens eine Lecköffnung (25) die Bremstrommel (24) querend durchsetzt, so dass die Flüssigkeit nach dem Austritt aus dem Statorteil (2) und der Strömung entlang des Schafts (22) die Bremsbacken (30) gegen die Innenfläche der Bremstrommel (24) presst und durch die Lecköffnung (25) aus der Bremstrommel (24) austritt.
6. Reinigungsdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremsbacken (30) aus Edelstahl, Metalllegierungen, Blei, Saphir, oder aus beschichteten Materialien gefertigt sind.
7. Reinigungsdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenfläche des Schafts (22) eine Labyrinthdichtung (26) zur Verminderung der Leckrate umfasst.
8. Reinigungsdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraubkupplung (20) eine Sicherheitsbohrung (23) aufweist, durch welche die Flüssigkeit im Falle einer Verstopfung der Zuleitung (21) entweichen kann, wodurch eine Sprengung des Statorteils (2) verhindert wird.
9. Reinigungsdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (4) mit einer oder mehreren frontal austretenden, mit der Zuleitung (21) kommunizierenden axial wirkenden Frontaldüsen versehen ist.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01713/06A CH698881B1 (de) | 2006-10-27 | 2006-10-27 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. |
| CH00661/07A CH699422B1 (de) | 2006-10-27 | 2007-04-20 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. |
| DE200720012640 DE202007012640U1 (de) | 2006-10-27 | 2007-09-08 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH01713/06A CH698881B1 (de) | 2006-10-27 | 2006-10-27 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. |
| CH00661/07A CH699422B1 (de) | 2006-10-27 | 2007-04-20 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH698881B1 true CH698881B1 (de) | 2009-11-30 |
Family
ID=38690705
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH01713/06A CH698881B1 (de) | 2006-10-27 | 2006-10-27 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. |
| CH00661/07A CH699422B1 (de) | 2006-10-27 | 2007-04-20 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH00661/07A CH699422B1 (de) | 2006-10-27 | 2007-04-20 | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (2) | CH698881B1 (de) |
| DE (1) | DE202007012640U1 (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102011078076A1 (de) * | 2011-06-24 | 2012-12-27 | Dürr Ecoclean GmbH | Düsenmodul und Reinigungsvorrichtung mit Düsenmodul |
| DE102018000528A1 (de) | 2018-01-21 | 2019-07-25 | Michael Layher | Düsenvorrichtung zum Ausbringen von Fluiden |
| CH717117B1 (de) * | 2020-02-07 | 2024-10-15 | Enz Technik Ag | Inspektionsdüse mit einer Verlängerungshülse und Verlängerungshülse. |
| CN112903042B (zh) * | 2021-01-22 | 2023-09-29 | 南京睿骥自动化有限公司 | 一种便于拆装的电磁流量计 |
| WO2024091530A1 (en) * | 2022-10-26 | 2024-05-02 | Sonny's Hfi Holdings, Llc | Nozzle assembly |
-
2006
- 2006-10-27 CH CH01713/06A patent/CH698881B1/de not_active IP Right Cessation
-
2007
- 2007-04-20 CH CH00661/07A patent/CH699422B1/de unknown
- 2007-09-08 DE DE200720012640 patent/DE202007012640U1/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE202007012640U1 (de) | 2007-11-15 |
| CH699422B1 (de) | 2010-03-15 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP0077562B1 (de) | Rohrreinigungsgerät für Kanalisationsleitungen | |
| DE3931726A1 (de) | Rotationszerstaeuber | |
| EP0157395A2 (de) | Wirbelstrahldüse als hydraulisches Arbeitswerkzeug | |
| EP2435190B1 (de) | Rotordüse für ein hochdruckreinigungsgerät | |
| EP1442197A1 (de) | Vorrichtung zum reinigen eines in eine gas- oder ölförderbohrung eingelassenen innenrohres | |
| DE4433646A1 (de) | Rotordüse, insbesondere für ein Hochdruckreinigungsgerät | |
| CH681381A5 (de) | ||
| DE69110468T2 (de) | Hochdrucksprühkopf. | |
| EP0236274A1 (de) | Vorrichtung zum Ausbessern von Rohren | |
| CH699422B1 (de) | Reinigungsdüse mit gebremstem Rotorteil. | |
| DE202019101703U1 (de) | Kreuzstrahldüse und Lanzengerät | |
| EP2251091B1 (de) | Rotordüse | |
| DE1511217B1 (de) | Trockenzylinder fuer Papiermaschinen | |
| WO2006136470A1 (de) | Düse und verfahren zur bearbeitung eines innenraumes eines werkstücks | |
| DE3873261T2 (de) | Rotierende duese. | |
| DE10029663A1 (de) | Rohrreinigungsgerät | |
| CA2361632A1 (en) | Fluid spraying apparatus | |
| CH709572B1 (de) | Bohrfräse zur Rohrreinigung. | |
| DE4318060A1 (de) | Schwenkarmvorrichtung | |
| EP0891816B1 (de) | Rotordüse | |
| DE2355961A1 (de) | Zerstaeubungsvorrichtung an einem zahnaerztlichen handbohrgeraet | |
| CH574771A5 (en) | Pipeline pig for general descaling - has pressure turbine shaft in recoil bored body to move pig along pipeline | |
| DE626194C (de) | Wasserstrahlluftpumpe | |
| CH719489A2 (de) | Drehgelenk in Hochdruckfluidleitung mit Hochdruckreinigungsdüse. | |
| CH620832A5 (en) | Jet pipe with an attachment |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| PL | Patent ceased |