CH699155B1 - Fensterbank oder Türschwelle. - Google Patents
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Abstract
Die seitlichen Abschlusselemente (7, 8) der Fensterbank oder Türschwelle weisen jeweils mindestens eine Verputzkante (9) auf. Über die Höhe dieser Verputzkante (9) ragt ein Steg (10) nach oben. Dieser Steg (10) ist so ausgebildet, dass er zusammen mit einem an eine Leibung anzuliegen bestimmten Schenkel (18) des Abschlusselementes (7, 8) eine zur Leibung zu richtende, fortlaufende Fläche (11) bildet. Dabei weist der Steg (10) vorzugsweise eine Wandstärke (16) auf, die kleiner ist als die Wandstärke (17) des besagten Schenkels (18) des Abschlusselementes (7, 8). Das Abschlusselement (7, 8) kann, ohne in der Leibung eine Ausnehmung anzubringen, direkt mit seiner Fläche (11) an dieser angeordnet werden. Danach kann der Verputz (14) aufgebracht werden. Da dessen Unterkante bis über den Steg (10) ragt, sind hier keine Abdichtungsmassnahmen erforderlich. Auch bei starker Feuchtigkeit oder Platzregen kann keine Nässe eindringen.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Fensterbank oder eine Türschwelle, mit je einem mindestens eine Verputzkante aufweisenden, seitlichen Abschlusselement. [0002] Eine Fensterbank weist gewöhnlich ein das gebäudeaussenseitige Fensterbrett bildendes Fensterbankprofil auf. Dessen hintere Kante ist mit einer nach oben abgewinkelten Anschlagleiste versehen, zur Befestigung des Fensterbankprofils am Gebäude. Die vordere, nach aussen aus der Fassade ragende Kante ist als nach unten gebogener Schenkel ausgebildet. Dieser dient als Sicht- und Regenschutz und ist so gestaltet, dass das Regenwasser abtropfen kann. Die seitlichen, das heisst zur Leibung liegenden Ränder dieses Fensterbankprofils sind jeweils mit einem Abschlussprofil versehen. [0003] Diese seitlichen Abschlussprofile sind bisher so ausgebildet, dass in der Leibung zu deren Aufnahme jeweils eine Nut oder Ausnehmung erforderlich ist. Es liegt auf der Hand, dass die Einpassung der Fensterbank deshalb aufwändig ist. Zudem werden durch die heikle Arbeit in diesem Bereich Montagefehler begünstigt. Nicht zuletzt treten insbesondere an der Oberkante der Abschlussprofile häufig Abdichtungsprobleme auf, die durch eine Silikonfuge meistens nur ungenügend und nicht auf Dauer zu beheben sind. Dadurch können an der Leibung, beziehungsweise am hier aufgetragenen Verputz, meistens nur teuer zu behebende Schäden auftreten. [0004] Auf der Grundlage dieser Erkenntnisse setzt sich die Erfindung die Aufgabe, eine Fensterbank oder eine Türschwelle zu schaffen, deren Montage einfacher ist und bei der auch Abdichtungsprobleme wirksam vermieden werden können. [0005] Die erfindungsgemässe Fensterbank oder Türschwelle entspricht den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausbildungen des Erfindungsgedankens sind aus den abhängigen Patentansprüchen ersichtlich. [0006] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher beschrieben. Diese Beispiele beziehen sich auf eine Fensterbank. Eine entsprechende Verwendung als Türschwelle ist jedoch ebenfalls möglich. <tb>Fig. 1-2<sep>zeigen Ansichten der Fensterbank oder Türschwelle aus verschiedenen Blickwinkeln; <tb>Fig. 3<sep>zeigt ein Abschlusselement der Fensterbank oder Türschwelle nach den Fig. 1 und 2; <tb>Fig. 4<sep>zeigt die für die Erfindung wesentlichen Bereiche der montieren Fensterbank oder Türschwelle. [0007] Das wichtigste Element der Fensterbank besteht aus einem als Fensterbankprofil dienenden Grundprofil 1 nach Fig. 1. Dieses kann eine übliche, nach oben abgewinkelte Anschlagleiste 2 und einen nach unten gerichteten, als Sicht- und Regenschutz dienenden Schenkel 3 aufweisen. Letzterer kann an seinem unteren Ende mindestens eine weitere Abwinkelung 4 aufweisen. An den zur Leibung liegenden Rändern 5 und 6 dieses Grundprofils 1 ist jeweils ein vorzugsweise ebenfalls als Profil ausgebildetes Abschlusselement 7 und 8 anzusetzen. [0008] Diese seitlichen Abschlusselemente 7 und 8 weisen je eine sogenannte, ins Fenster- oder Türlicht ragende Verputzkante 9 auf. Die Verputzkante 9 steht im Winkel vom jeweiligen Abschlusselement 7 und 8 ab, vorzugsweise mit leichter Neigung nach unten, damit eine Entwässerungswirkung gegeben ist. [0009] Über die Höhe der Verputzkante 9 hinaus erstreckt sich erfindungsgemäss ein Steg 10 nach oben. Dieser liegt vorzugsweise bündig mit der auf die im Bereich der Leibung auf die Fassadenkonstruktion aufzubringende Fläche 11 des Abschlusselementes 7 oder 8, so wie dies auch aus Fig. 2und insbesondere aus Fig. 4 hervorgeht. [0010] Bei der nach Fig. 4 montierten Fensterbank oder Türschwelle liegt das hier dargestellte, rechte Abschlusselement 8 an der Fassadenkostruktion an. Die auf seiner Rückseite liegende Fläche 11 ist im vorliegenden Beispiel an einer Fassadenisolierung 12 angeordnet. Diese ist auf der Gebäudeaussenwand 13 befestigt. Auf die Fassadenisolierung 12 wird der Verputz 14 aufgebracht, üblicherweise unter Zwischenlage eines bekannten Netzes 15. [0011] Beim bisherigen Stand der Technik wäre in die Fassadenisolierung 12 eine Ausnehmung eingebracht worden, so wie gestrichelt angedeutet, und das Abschlusselement 8 eingeschoben. Wie eingangs bereits erwähnt, ist die Einpassung der Fensterbank aufwändig. Es besteht zudem das Risiko, die Fassadenisolierung 12 zu beschädigen. Und nicht zuletzt ist diese Vorgehensweise anfällig für Montagefehler. Um ein Eindringen von Nässe über die Verputzkante 9 zur Fassadenisolation 12 zu erschweren, ist über der Verputzkante 9 eine Silikonfuge anzubringen. Deren Vorhandensein oder fachgerechte Ausführung ist nach dem Verputzen allerdings nicht mehr feststellbar. Probleme sind in diesem Bereich häufig. Im Verputz 14 können zunächst Risse entstehen, später kann es zu einem Abplatzen des Verputzes 14 kommen. Wenn, was in derartigen Fällen eher die Regel als die Ausnahme ist, gleich eine Mehrzahl von Fensterleibungen betroffen ist, zieht das eine tiefgreifende und teurere Sanierung der Fassade nach sich. [0012] Bei der erfindungsgemässen Ausbildung der Abschlusselemente 7 und 8 der Fensterbank 1 sind obige Probleme einfach, aber wirksam vermieden. Das jeweilige Abschlusselement 7 und 8 kann direkt auf die Fassadenisolation 12 gelegt werden. Diese braucht nicht bearbeitet oder angetastet zu werden. Danach können mühelos das Netz 15 und der Verputz 14 aufgebracht werden. Da die Unterkante des Verputzes 14 bis über den Steg 10 gezogen werden kann, sind hier auch keine Abdichtungsmassnahmen erforderlich. Der kritische Übergangsbereich vom jeweiligen Abschlusselement 7 oder 8 zum Verputz 14 ist sicher geschlossen. Auch bei starker Feuchtigkeit oder Platzregen kann keine Nässe eindringen. Ausserdem ist ein technisch und optisch sauberer Abschluss gewährleistet. [0013] Da der Steg 10 keine statische Funktion hat, kann er eine relativ dünne Wandstärke 16 aufweisen. So ist es möglich, dessen Wandstärke 16 kleiner zu wählen als die Wandstärke 17 des den Steg 10 nach unten fortsetzenden Schenkels 18 des Abschlusselementes 7 oder 8. Beispielsweise kann der Steg 10 eine Wandstärke 16 von weniger als 2 mm oder sogar weniger als 1 mm aufweisen. [0014] Auch aus diesem Grund sind die Abschlusselemente 7 und 8 vorteilhaft nicht aus gebogenem Blech gefertigt, was in diesem Fall mit sich bringen würde, dass der Schenkel 18 bis zur Oberkante des vorliegenden Steges 10 geführt, dort umgebogen und wieder nach unten, bis auf die Höhe der Verputzkante 9 geführt und dann, Letztere bildend, abgewinkelt werden müsste. Die Folge wäre die, dass der Steg 10, selbst bei perfekter Biegearbeit, die doppelte Wandstärke des Schenkels 18 hätte. Das würde aber den Aufbau nach Fig. 4praktisch verunmöglichen, denn der Steg 10 würde den für den Verputz 14 benötigten Raum beanspruchen. Wollte man also auch im Bereich des Steges 10 die vorgegebene Mindeststärke der Verputzschicht einhalten, müsste hier entweder ein unerwünschter Absatz vorgesehen werden, oder es müsste auf die ganze, über dem Steg 10 liegende Fläche der Leibung eine stärkere Verputzschicht aufgetragen werden, so dass der dann dünnere Bereich beim Steg 10 immer noch die Mindeststärke aufweisen würde. Es liegt auf der Hand, dass diese Lösung in keiner Hinsicht optimal wäre. [0015] Darum macht die vorgeschlagene kleine Wandstärke 16 des Steges 10 sehr viel Sinn. Um diese kleine Wandstärke 16 erreichen zu können, sind die Abschlusselemente 7 und 8 beispielsweise und vorteilhaft als gezogene Profile gefertigt. Zu diesem Zweck besonders geeignet ist Aluminium. Ein Beispiel eines solchen Abschlusselement-Profils ist aus Fig. 3 ersichtlich. Dieses Abschlusselement-Profil ist dann mit dem Grundprofil 1 der Fensterbank oder Türschwelle zu verbinden. [0016] Selbstverständlich können die einzelnen Teile der Fensterbank oder Türschwelle im Rahmen der Erfindung auch anders als gezeichnet realisiert werden. Theoretisch, wenn auch einer rationellen Fertigung abträglich, könnten das Grundprofil 1 und die Abschlusselemente 7 und 8 aus einem Stück bestehen. Die genauen Formen und Proportionen der Teile der Fensterbank oder Türschwelle, beispielsweise in Bezug auf die Breite des Schenkels 3 oder die Gesamthöhe der Abschlusselemente 7 und 8 und dergleichen, können im Übrigen auch geändert werden. Nur als Beispiel sei hier indessen angegeben, dass bei den derzeit vorgegebenen Stärken der Verputzschicht für die Verputzkante 9 eine Breite von 6-8 mm gewählt werden wird, vorzugsweise jedoch 6 mm. Was die Höhe des Steges 10 betrifft, so würden hier 3-10 mm genügen, wobei vorzugsweise 5 mm in Betracht kommen.
Claims (10)
1. Fensterbank oder Türschwelle, mit je einem mindestens eine Verputzkante (9) aufweisenden, seitlichen Abschlusselement (7, 8), gekennzeichnet durch mindestens einen, in Bezug auf ein Grundprofil (1) nach oben, über die Höhe der Verputzkante (9) hinausragenden Steg (10).
2. Fensterbank oder Türschwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (10) so angeordnet und ausgebildet ist, dass er zusammen mit einem an eine Leibung anzuliegen bestimmten Schenkel (18) des Abschlusselementes (7, 8) eine zur Leibung zu richtende, fortlaufende Fläche (11) bildet.
3. Fensterbank oder Türschwelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (10) eine Wandstärke (16) aufweist, die kleiner ist als eine Wandstärke (17) des Abschlusselementes (7, 8).
4. Fensterbank oder Türschwelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (10) eine Wandstärke (16) aufweist, die kleiner ist als die Wandstärke (17) des an die Leibung anzuliegen bestimmten Schenkels (18) des Abschlusselementes (7, 8).
5. Fensterbank oder Türschwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (10) eine Wandstärke (16) aufweist, die kleiner als 2 mm ist.
6. Fensterbank oder Türschwelle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (10) eine Wandstärke (16) aufweist, die kleiner als 1 mm ist.
7. Fensterbank oder Türschwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (10) eine Höhe von 3-10 mm aufweist, beispielsweise eine Höhe von 5 mm.
8. Fensterbank oder Türschwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die Abschlusselemente (7, 8) als gezogene Profile gefertigt sind.
9. Fensterbank oder Türschwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verputzkante (9) in Bezug auf das Grundprofil (1) nach unten geneigt ist.
10. Fensterbank oder Türschwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verputzkante (9) eine Breite von 6-8 mm aufweist, beispielsweise eine Breite von 6 mm.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH4752007A CH699155B1 (de) | 2007-03-23 | 2007-03-23 | Fensterbank oder Türschwelle. |
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| CH4752007A CH699155B1 (de) | 2007-03-23 | 2007-03-23 | Fensterbank oder Türschwelle. |
Publications (1)
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| CH699155B1 true CH699155B1 (de) | 2010-01-29 |
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| CH4752007A CH699155B1 (de) | 2007-03-23 | 2007-03-23 | Fensterbank oder Türschwelle. |
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|---|---|
| CH (1) | CH699155B1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102016005444A1 (de) * | 2016-05-03 | 2017-11-09 | Marcel Schmidt | Der schlagregendichte Gleitabschluss |
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2007
- 2007-03-23 CH CH4752007A patent/CH699155B1/de not_active IP Right Cessation
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