CH700141A1 - Absaugvorrichtung. - Google Patents

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CH700141A1 CH02004/08A CH20042008A CH700141A1 CH 700141 A1 CH700141 A1 CH 700141A1 CH 02004/08 A CH02004/08 A CH 02004/08A CH 20042008 A CH20042008 A CH 20042008A CH 700141 A1 CH700141 A1 CH 700141A1
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Silvio Di Nardo
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Oertli Instr Ag
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F9/00Methods or devices for treatment of the eyes; Devices for putting in contact-lenses; Devices to correct squinting; Apparatus to guide the blind; Protective devices for the eyes, carried on the body or in the hand
    • A61F9/007Methods or devices for eye surgery
    • A61F9/00736Instruments for removal of intra-ocular material or intra-ocular injection, e.g. cataract instruments

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Abstract

Vorrichtung zum Entfernen einer ölartigen Substanz aus dem Inneren eines Auges (1), wobei die Vorrichtung ein rohrförmiges Element (30) mit einem entlang einer Mittelachse (M) durch das rohrförmige Element (30) verlaufenden Kanal (21, 31), welcher durch eine Seitenwand (22, 32) begrenzt wird, umfasst. Ferner ist eine Förderschnecke (4) in diesem Kanal (21, 31) angeordnet, welche um die Mittelachse (M) rotierbar ist. Das rohrförmige Element (30) ist durch eine Inzision (11) in das Auge (1) einführbar. Durch eine Drehung der Förderschnecke (5) ist die ölartige Substanz aus dem Inneren des Auges (12) durch den Kanal (21, 31) entfernbar.

Description


  Technisches Gebiet der Erfindung

  

[0001]    Die vorliegende Erfindung betrifft eine Absaugvorrichtung, um Silikonöl nach einem chirurgischen Eingriff am Auge aus dem Auge zu entfernen, gemäss den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Stand der Technik

  

[0002]    Bei einem chirurgischen Eingriff am Auge besteht oftmals die Notwendigkeit eine ölartige Flüssigkeit, wie beispielsweise ein Silikonöl, in einen durch den chirurgischen Eingriff entstandenen Hohlraum einzufüllen, so dass das Volumen des Augeninneren konstant bleibt und eine Kollabierung des Auges verhindert werden kann. Das Silikonöl dient als Tamponade und unterstützt den Heilungsprozess.

  

[0003]    Als Beispiel für einen solchen Eingriff sei hier ein Vitrektomie-Eingriff genannt. Dabei wird ein Teil des gallertartigen Glaskörpers oder der gesamte Glaskörper chirurgisch entfernt. Um das Volumen des Auges während des Eingriffes konstant zu halten, wird der durch die Entfernung von Teilen des Glaskörpers entstehende Hohlraum mit einer Salzlösung aufgefüllt. Gegen Ende des Eingriffes wird die Salzlösung durch ein Silikonöl ausgetauscht, welches die Retina gegen die Sclera drückt und erstere somit an der entsprechenden Position fixiert.

  

[0004]    In der Nachbehandlung eines chirurgischen Eingriffes muss diese ölartige Flüssigkeit wiederum nach einigen Wochen aus dem Auge entfernt werden.

  

[0005]    Aus dem Stand der Technik sind hierfür beispielsweise Absaugvorrichtungen bekannt. Dabei wird ein rohrförmiges Instrument über eine Inzision im Auge in letzteres eingeführt. Aufgrund der Druckverhältnisse, insbesondere aufgrund des notwendigen Unterdruckes und der Viskosität der ölartigen Flüssigkeit weist das rohrförmige Instrument einen relativ grossen Durchmesser auf, was eine ebenfalls grosse Ausbildung der Inzision voraussetzt. Dies ist für den Patienten nachteilig, da der Heilungsprozess von grösseren Inzisionen wesentlich länger dauert, als bei kleineren Inzisionen. Eine Reduktion des Aussendurchmessers des rohrförmigen Instrumentes hat nach heutigem Stand der Technik eine signifikante Verlängerung der benötigten Zeit zum Absaugen des Silikonöls zur Folge.

   Der Zusammenhang zwischen Aussendurchmesser und Absaugdauer ist nicht linear sondern die Absaugdauer vergrössert sich bei einer geringen Verkleinerung des Durchmessers wesentlich schneller. Das heisst bei einer vergleichsweise kleiner Verkleinerung des Durchmessers steigt die benötigte Absaugzeit wesentlich stärker an.

Darstellung der Erfindung

  

[0006]    Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung anzugeben, welche die Nachteile des Standes der Technik überwindet. Insbesondere sollen Flüssigkeiten nach einem chirurgischen Eingriff am Auge aus demselben bei einer kleineren Inzision aber in vergleichbarer Zeit entfernt werden können.

  

[0007]    Diese Aufgabe löst eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Demgemäss umfasst eine Vorrichtung zum Entfernen einer ölartigen Substanz aus dem Inneren eines Auges ein rohrförmiges Element mit einem entlang einer Mittelachse durch das rohrförmige Element verlaufenden Kanal, welcher durch eine Seitenwand begrenzt wird, und eine Förderschnecke, die in diesem Kanal angeordnet ist, und welche um die Mittelachse rotierbar ist. Das rohrförmige Element ist durch eine Inzision in das Auge einführbar. Durch Drehung der Förderschnecke ist die ölartige Substanz aus dem Inneren des Auges durch den Kanal entfernbar.

  

[0008]    Vorzugsweise wird das rohrförmige Element durch einen Trokar bereitgestellt, wobei der Trokar im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist und mindestens eine sich entlang der Längsachse des Trokars erstreckende Öffnung umfasst, welche den Kanal bereitstellt. Die Förderschnecke ist dabei in der Öffnung im Trokar angeordnet.

  

[0009]    Vorzugsweise wird das rohrförmige Element durch eine Förderhülse bereitgestellt, wobei die Förderhülse im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist und mindestens eine sich entlang der Längsachse der Förderhülse erstreckende Öffnung umfasst, welche den Kanal bereitstellt. Die Förderschnecke ist dabei in der Förderhülse angeordnet, welche beispielsweise in den Trokar, welcher in durch die Inzision ins Auge eingeführt ist, oder direkt in die Inzision eingeführt werden kann.

  

[0010]    Vorzugsweise ist die Förderhülse also indirekt über einen in der Inzision angeordneten Trokar in das Innere des Auges einführbar, oder die ist Förderhülse direkt in die Inzision einführbar.

  

[0011]    Die ölartige Substanz ist durch eine vom Kanal bereitgestellte Öffnung aus dem Kanal entfernbar. Die Öffnung kann dabei stirnseitig und/oder im Bereich einer Seitenwand angeordnet sein.

  

[0012]    Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

  

[0013]    Bevorzugte Ausführungsformen werden im Folgenden anhand der Zeichnungen beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:
<tb>Fig. 1<sep>eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zur Entfernung einer ölartigen Substanz aus dem Inneren eines Auges gemäss einer ersten Ausführungsform im eingesetzten Zustand in einem Trokar in einem Auge; und


  <tb>Fig. 2<sep>eine schematische Schnittansicht einer Vorrichtung zur Entfernung einer ölartigen Substanz aus dem Inneren eines Auges gemäss einer zweiten Ausführungsform im eingesetzten Zustand in einem Trokar in einem Auge.

Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen

  

[0014]    Mit Bezug zu den Zeichnungen werden mögliche Ausführungsbeispiele beschrieben. Die Zeichnungen und die Beschreibung zeigen bevorzugte Ausführungsbeispiele und sollten nicht dahingehend ausgelegt werden, um die Erfindung einzuschränken, welche durch die Ansprüche definiert ist.

  

[0015]    Die Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform einer Vorrichtung zur Entfernung einer ölartigen Substanz, beispielsweise ein Silikonöl, aus dem Inneren eines Auges 1. Wie eingangs erwähnt wird auf dem Gebiet der Ophthalmologie Silikonöl zum Befüllen von Hohlräumen im Inneren des Auges, welche im Laufe eines Eingriffes entstanden sind, eingesetzt. Mit Hilfe der Vorrichtung zur Entfernung der ölartigen Substanz kann letztere einige Zeit nach dem Eingriff wieder aus dem Auge entfernt werden. Typischerweise hat ein solches Silikonöl eine Viskosität im Bereich von 1000 cSt (centistokes) bis 6000 cSt, also 1.10<8>bis 6.10<8> kg/ms. Die Dichte liegt üblicherweise bei 1000 kg/m<3>, ein typischer Wert ist 965 kg/m<3>, bei schweren Silikonölen kann die Dichte auch über den 1000 kg/m<3> liegen.

  

[0016]    Die Vorrichtung zur Entfernung der ölartigen Substanz umfasst im Wesentlichen ein rohrförmiges Element 20, 30 und eine Förderschnecke 4. Nach der in der Fig. 1gezeigten Ausführungsform wird das rohrförmige Element 30 durch eine Förderhülse 3 bereitgestellt und durch einen Trokar 2 in das Auge eingeführt. Die Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform, wobei die Förderschnecke 4 ohne Förderhülse in einen Trokar 2 eingeführt wird, wobei das rohrförmige Element 20 hier durch den Trokar 2 bereitgestellt wird.

  

[0017]    Wie es in der Fig. 1 gezeigt wird, weist das rohrförmige Element 30, hier also die Förderhülse 3, einen entlang einer Mittelachse M durch das rohrförmige Element 30 verlaufenden Kanal 31 und eine diesen Kanal 31 begrenzende Seitenwand 32 auf. Dabei erstreckt sich der Kanal 31 von einem vorderen Ende 34 zu einem hinteren Ende 35 vollständig durch das rohrförmige Element 30. Der Kanal 31 ist dabei über jeweils eine Öffnung im Bereich des vorderen Endes 34 bzw. des hinteren Endes 35 zugänglich. Entlang der Mittelachse M gesehen hat der Kanal 31 einen kreisrunden Querschnitt. Der Kanal 31 dient der Aufnahme der Förderschnecke 4, welche in diesem Kanal 31 um die Mittelachse M rotierbar angeordnet ist.

  

[0018]    Die Förderschnecke 4 ist im Wesentlichen zylindrisch mit kreisrundem Querschnitt ausgebildet und umfasst einen Kern mit einer Mittelachse und eine auf der Oberfläche des Kerns angeordnete Förderflanke. Die Förderflanke erstreckt sich entlang der Mittelachse vom unteren Ende des Kerns zum oberen Ende des Kerns. Vorzugsweise ist die Förderschnecke eingängig ausgebildet. Das heisst, dass eine einzige Förderflanke vorgesehen ist. Alternativ kann die Förderschnecke 4 auch mehrgängig ausgebildet sein. Die Förderschnecke in Fig. 1 ist dabei relativ zum rohrförmigen Element derart angeordnet, dass diese in Richtung der Mittelachse M gesehen nicht über das vordere Ende 34 hervorsteht. Es sind aber auch andere Ausführungsformen denkbar, in welche die Förderschnecke 4 über das vordere Ende 34 hervorsteht.

  

[0019]    Die Vorrichtung, also das rohrförmige Element 30 und die Förderschnecke 4 können durch eine Inzision 11, welche hier durch einen Trokar 2 offen gehalten wird, in das Innere 12 des Auges 1 eingeführt werden. Dabei wird das rohrförmige Element 30 derart platziert, dass das in das Auge ragende vordere Ende 34 an die Stelle zu liegen kommt, wo die ölartige Substanz zu entfernen ist. Durch Antreiben der Förderschnecke wird dann die ölartige Substanz durch den Kanal 31 zum hinteren Ende 35 des rohrförmigen Elementes 30 gefördert. Dabei steigt die ölartige Substanz entlang der Mittelachse zum hinteren Ende 35 auf und kann über die Öffnung 36 beim hinteren Ende 35 entfernt werden.

  

[0020]    Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft, da der Chirurg bezüglich der Platzierung der Förderhülse 3 im Auge grosse Freiheiten hat, weil sich die Förderhülse relativ zum Trokar 2 einfach verschieben lässt. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Eindringtiefe ein Vorteil.

  

[0021]    Wie bereits erwähnt wird bei der Ausgestaltung nach der ersten Ausführungsform die Vorrichtung indirekt über einen Trokar 2 in das Auge eingeführt.

  

[0022]    Der Trokar 2 umfasst in der gezeigten Ausführungsform ein Führungsrohr 24, das sich im Wesentlichen rotationssymmetrisch um die Mittelachse M erstreckt. Ferner umfasst der Trokar 2 einen ersten Abschnitt 2a und einen zweiten Abschnitt 2b. Im ersten Abschnitt 2a hat das Führungsrohr 24 eine zylindrische Aussenform. Dieser erste Abschnitt 2a kann auch als Kanüle bezeichnet werden. Der zweite Abschnitt 2b bildet sich durch einen an die Kanüle 24 angeformten Flansch 25. Der Flansch 25 weist einen grösseren Aussendurchmesser auf, als die Kanüle 24. Die Oberfläche des Flansches 25, welche dem Auge zugewandt ist, kann flach ausgestaltet sein. Eine Öffnung 23 durchdringt das Führungsrohr 24 entlang der Längsachse oder Mittelachse M und bildet so einen Kanal 21 durch den ersten Abschnitt 2a und den zweiten Abschnitt 2b.

   Im Bereich beim Austritt der Öffnung aus dem Flansch 25 kann sich der Kanal 21 über einen nicht dargestellten konischen Auslauf aufweiten. Die konische Ausgestaltung ist vorteilhaft, denn dies ermöglicht ein einfaches und sicheres Einführen der Förderhülse 3 in den Kanal 21 des Trokars 2. Der Flansch 25 des zweiten Abschnittes 2a kann auf dessen nach aussen zugewandten Oberfläche eine mindestens teilweise oder ganz umlaufende Rille 26 aufweisen, welche auch Pinzetten-Mulde bezeichnet werden kann, auf. Aufgrund der Anordnung der umlaufenden Rille 26 ist der Chirurg oder die ihm assistierenden Mitarbeiter in der Lage, den Trokar 2 mit einer Pinzette gut zu ergreifen.

  

[0023]    Die Förderhülse 3 kann in den Kanal 21 des Trokars 2 eingeführt werden. Der Innendurchmesser des Kanals 21 des Trokars ist dabei grösser als der Aussendurchmesser der Förderhülse 3, so dass zwischen Förderhülse 3 und Trokar 2 radiales Spiel vorhanden ist, welches ein Verklemmen der beiden Elemente relativ zueinander verhindert. Beim Trokar kann es sich zum Beispiel um einen 23 G Trokar handeln, mit einem Innendurchmesser von ca. 0.60-0.66 mm. Aber auch andere in der Ophthalmochirurgie übliche Durchmesser sind einsetzbar.

  

[0024]    Vorzugsweise weist die Seitenwand 30 der Förderhülse 3 auf der Oberfläche, die dem Kanal 31 zugewandt ist eine möglichste glatte Oberflächenstruktur auf. Alternativ wäre es denkbar, die Oberfläche mit spiralartigen Rillen, welche sich vom unteren Ende 34 bis hin zum oberen Ende 35 erstrecken, auszubilden. Auch andere Oberflächenstrukturen können zur Erhöhung des Wirkungsgrades beitragen.

  

[0025]    Der Aussendurchmesser der Förderschnecke 4 wird in den Figuren mit Da angegeben, während der Innendurchmesser des Kanals 31 mit Di angegeben ist. Vorzugsweise stehen Da und Di in einem bestimmten Verhältnis, welches aufgrund der Viskosität der ölartigen Substanz und der Rotationsgeschwindigkeit der Förderschnecke bestimmt werden kann. Besonders vorteilhaft haben sich ein Verhältnis zwischen Di/Da im Bereich von 1:1 bis 1:0.6, besonders bevorzugt im Bereich von 1:0.9 und 1:0.7 erwiesen. Andere Verhältnisse sind ebenfalls denkbar. Besonders vorteilhaft hat sich ein Verhältnis von 1:0.75 erwiesen.

  

[0026]    Der Aussendurchmesser Da wird vorzugsweise im Bereich von 0.3 mm bis 1.5 mm gewählt. Beispielsweise ergibt dies für einen Aussendurchmesser der Förderschnecke 4 von 0.5 mm einen Innendurchmesser Di von 0.5 mm bis 0.83 mm, besonders bevorzugt von 0.55 mm bis 0.71 mm.

  

[0027]    Die Förderschnecke 4 wird vorzugsweise über einen hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Motor angetrieben. Als besonders vorteilhaft haben sich dabei Drehzahlen im Bereich von 6000 bis 30 000 Umdrehungen pro Minute erwiesen. Die Effizienz nimmt dabei mit ansteigender Drehzahl zu.

  

[0028]    Die Länge der Förderschnecke 4 bzw. die Länge der Förderflanke definiert eine Förderstrecke. Vorzugsweise liegt die Länge Förderstrecke im Bereich von 6 mm bis 30 mm, insbesondere im Bereich von 6 mm bis 12 mm. Kürzere Förderstrecken sind auch denkbar.

  

[0029]    Optional kann in dem Bereich der Förderstrecke, welcher ausserhalb des Auges 1 liegt, eine Abflussöffnung 5 vorgesehen sein. Die Abflussöffnung 5 erstreckt sich durch die Seitenwand des Trokars 2 und durch die Seitenwand der Förderhülse 3 in den Kanal 31. Durch diese Abflussöffnung 5 sind mindestens Teile der ölartigen Substanz wegführbar. Das heisst mit anderen Worten, dass die ölartige Substanz sowohl über die Abflussöffnung 5 als auch über das hintere Ende 35 des Kanals 31 weggeführt werden können. Alternativ kann die ölartige Substanz ausschliesslich über die Abflussöffnung 5 entfernt werden. Allerdings ist hier eine entsprechende Ausgestaltung bezüglich des Durchmessers wichtig, um den Durchsatz zu gewährleisten. Beispielsweise ist es denkbar, mehrere Abflussöffnungen 5 anzuordnen und/oder diese mit einem grösseren Durchmesser auszubilden.

  

[0030]    Um die Entfernung der ölartigen Substanz durch die Abflussöffnung 5 zu unterstützen kann die Abflussöffnung 5 mit einer Saugeinheit verbunden sein, welche im Bereich der Abflussöffnung 5 einen Unterdruck bereitstellt, so dass der Vorgang des Entfernens der ölartigen Flüssigkeit weiter beschleunigt werden kann.

  

[0031]    Alternativ oder zusätzlich kann die Abflussöffnung 5a auch im Bereich des hinteren Endes 35, also ausserhalb des Trokars 2 angeordnet sein, in der Förderhülse 3 angeordnet sein. Diese Ausführungsform bietet dem Chirurgen weitere Handlungsfreiheiten.

  

[0032]    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die ölartige Substanz entweder über eine in der Seitenwand 30 der Förderhülse 3 angeordnete Abflussöffnung 5, 5a oder über die Öffnung 36, welche durch den Kanal 31 bereitgestellt wird und in der Stirnfläche der Förderhülse 3 beim hinteren Ende 35 angeordnet ist, wegführbar ist. Eine kombinierte Abführung, also durch die Abflussöffnung 5, 5a und durch die Öffnung 36 ist auch denkbar.

  

[0033]    Die Fig. 2 zeigt eine schematische Schnittdarstellung einer weiteren Vorrichtung zur Entfernung einer ölartigen Substanz aus dem Inneren eines Auges. Gleiche Teile sind dabei mit gleichen Bezugszeichen versehen. Ferner wird darauf hingewiesen, dass Merkmale, welche bereits im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben wurden, auch auf das zweite Ausführungsbeispiel angewandt werden können.

  

[0034]    Gemäss dem zweiten Ausführungsbeispiel ist wiederum ein Trokar 2 in einer Inzision 11 angeordnet, wobei die Förderschnecke 4 direkt im Kanal 21, welcher sich durch den Trokar 2 erstreckt, angeordnet ist. Das heisst mit anderen Worten, dass der Trokar 2 mit der sich durch den Trokar erstreckenden Öffnung 23 den Kanal 21 bereitstellt. Vorteilhaft an dieser Ausführungsform ist die Tatsache, dass bei gleichbleibendem Aussendurchmesser Da der Förderschnecke 4 der Aussendurchmesser des Trokars 2 verkleinert werden kann. Dadurch kann die Inzision 11 kleiner ausgebildet werden. Es kann aber auch gesagt werden, dass bei gleichbleibendem Aussendurchmesser des Trokars 2 der Innendurchmesser des Kanals 21 vergrössert werden kann, was die Wahl einer Förderschnecke 4 mit einem grösseren Aussendurchmesser erlauben würde. Dies würde dann zu einer Leistungssteigerung führen.

   Die Durchmesserverhältnisse und auch die Drehzahlbereiche sind vorzugsweise analog zu den oben im Zusammenhang mit der Fig. 1genannten zu wählen.

  

[0035]    Die ölartige Substanz kann über die durch den Kanal 21 bereitgestellte Abflussöffnung 28 aus dem Kanal 21 entfernt werden.

  

[0036]    Wie in der Fig. 2 ersichtlich ist, kann der Trokar im Bereich der Förderstrecke ebenfalls eine optionale Abflussöffnung 5 aufweisen. In der vorliegenden Ausführungsform wird die Abflussöffnung 5 unterhalb des Flansches 25 gezeigt. Die Abflussöffnung 5 kann mit denselben zusätzlichen Merkmalen ausgebildet sein, wie bereits oben erwähnt.

  

[0037]    Optional kann die Förderschnecke 4 in beiden Ausführungsformen auch konisch ausgebildet sein.

  

[0038]    Alternativ kann der Trokar 2 derart ausgebildet sein, dass sich eine Seitenwand 29 von der Oberfläche 27 des Flansches 25, welche gegenüber der Inszision angeordnet ist, in Richtung der Mittelachse M erstreckt. Dadurch kann die Förderstrecke und die Effizienz weiter verbessert werden. Zudem könnte im Bereich dieser Seitenwand auch die Abflussöffnung angeordnet sein.

  

[0039]    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die vorliegende Vorrichtung einen grösseren Volumenstrom bei der Extraktion der ölartigen Substanz aus dem Inneren des Auges 1 zulässt als vergleichbare Vakuumextraktionsvorrichtungen. Ferner kann die Grösse der Inzision wesentlich kleiner gehalten werden als bei den eben genannten Vakuumextraktionsvorrichtungen, was für den Patienten eine schneller Heilung verspricht.

Bezugszeichenliste

  

[0040]    
<tb>1<sep>Auge


  <tb>2<sep>Trokar


  <tb>3<sep>Förderhülse


  <tb>4<sep>Förderschnecke


  <tb>5<sep>Abflussöffnung


  <tb>10<sep>Sclera


  <tb>11<sep>Inzision


  <tb>12<sep>Glaskörper


  <tb>20<sep>rohrförmiges Element


  <tb>21<sep>Kanal


  <tb>22<sep>Seitenwand


  <tb>23<sep>Öffnung


  <tb>24<sep>Führungsrohr


  <tb>25<sep>Flansch


  <tb>26<sep>umlaufende Rille


  <tb>27<sep>Oberfläche


  <tb>28<sep>Öffnung


  <tb>29<sep>Seitenwand


  <tb>30<sep>rohrförmiges Element


  <tb>31<sep>Kanal


  <tb>32<sep>Seitenwand


  <tb>33<sep>Öffnung


  <tb>34<sep>vorderes Ende


  <tb>35<sep>hinteres Ende


  <tb>36<sep>Öffnung


  <tb>M<sep>Mittelachse


  <tb>R<sep>Drehrichtung


  <tb>Di<sep>Innendurchmesser


  <tb>Da<sep>Aussendurchmesser

Claims (12)

1. Vorrichtung zum Entfernen einer ölartigen Substanz aus dem Inneren eines Auges (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein rohrförmiges Element (20, 30) mit einem entlang einer Mittelachse (M) durch das rohrförmige Element (20, 30) verlaufenden Kanal (21, 31), welcher durch eine Seitenwand (22, 32) begrenzt wird, und eine in diesem Kanal (21, 31) angeordnete Förderschnecke (4), welche um die Mittelachse (M) rotierbar ist, umfasst, wobei das rohrförmige Element (20, 30) durch eine Inzision (11) in das Auge (1) einführbar ist, und wobei durch eine Drehung der Förderschnecke (5) die ölartige Substanz aus dem Inneren des Auges (12) durch den Kanal (21, 31) entfernbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Element (20) durch einen Trokar (2) bereitgestellt wird, wobei der Trokar (2) im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist und mindestens eine sich entlang der Längsachse des Trokars erstreckende Öffnung (23) umfasst, welche den Kanal (21) bereitstellt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das rohrförmige Element (30) durch eine Förderhülse (3) bereitgestellt wird, wobei die Förderhülse im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist und mindestens eine sich entlang der Längsachse (M) der Förderhülse (3) erstreckende Öffnung (33) umfasst, welche den Kanal (31) bereitstellt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderhülse (3) indirekt über einen in der Inzision (11) angeordneten Trokar (2) in "das Innere des Auges (1) einführbar ist, oder dass die Förderhülse direkt in die Inzision (11) einführbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis (Di/Da) zwischen Innendurchmesser (Di) des Kanals (21,31) im rohrförmigen Element (20, 30) zum Aussendurchmesser (Da) der Förderschnecke (4) im Bereich von 1:1 bis 1:0.6, besonders bevorzugt im Bereich von 1:0.9 und 1:0.7 liegt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ölartige Substanz durch eine vom Kanal (21, 31) bereitgestellte Öffnung (28, 36) aus dem Kanal (21, 31) entfernbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Förderschnecke (4) eine Förderstrecke definiert, wobei in dem Bereich der Förderstrecke, welche ausserhalb des Auges (1) liegt, eine sich durch die Seitenwand in den Kanal (21, 31) erstreckende Abflussöffnung (5, 5a) vorgesehen ist, durch welche mindestens ein Anteil der ölartigen Substanz wegführbar sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die ölartige Substanz entweder vollständig durch die vom Kanal (21, 31) bereitgestellte Öffnung (28, 36) oder durch die Abflussöffnung (5, 5a) entfernbar ist, oder dass die ölartigen Substanz durch die besagte Öffnung (28, 36) und durch die Abflussöffnung (5) entfernbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecke (4) mit einer Drehzahl im Bereich von 6000 bis 30 000 Umdrehungen pro Minute.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschnecke (4) mit einem hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Motor verbunden ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abflussöffnung (5, 5a) mit einer Saugeinheit verbindbar ist, so dass die ölartige Substanz über diese Abflussöffnung (5, 5a) entfernbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich beim Trokar (2) eine Seitenwand (29) von der Oberfläche (27) des Flansches (25), in Richtung der Mittelachse (M) vom Flansch (25) weg erstreckt.
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