[0001] Die Erfindung betrifft eine Rolltoranlage mit einem Rollbehang, der wahlweise auf eine Wickelwelle aufrollbar und von dieser abrollbar ist, mit einem Wellenantrieb, der mit der Wickelwelle in Antriebsverbindung steht sowie mit einer Torsteuerung zur Steuerung des Wellenantriebs.
[0002] Solche Rolltoranlagen sind bereits bekannt, um die Toröffnungen von Tiefgaragen, Industrietoren oder Schaufenstern gegen einen unberechtigten Zugang zu sichern. Um solche Rolltore öffnen oder schliessen zu können, haben sich neben einigen rein mechanischen Lösungen, zum Beispiel mit Handkurbeln, heute auch elektrische Lösungen vor allem dort durchgesetzt, wo Rolltore häufig frequentiert werden. Die hierfür entwickelten Antriebe müssen sehr leistungsstark sein und entfalten deshalb, zusammen mit der verwendeten Mechanik, grosse Kräfte im Betrieb. Hieraus ergibt sich ein grosses Unfallpotential. So können unter dem Tor befindliche Gegenstände oder am Boden liegende Personen beim Herunterfahren des Rolltores beschädigt oder auch schwer verletzt werden.
[0003] Um zu verhindern, dass zum Beispiel spielende Kinder, die in die Gitteröffnungen eines Rollgitters greifen, um sich nach oben mitfahren zu lassen, in den Rollgitterballen eingezogen werden, sind Sicherungsvorkehrungen notwendig, die grösstenteils über externe Lichtschranken oder Schaltleisten im Bereich der Rolltore realisiert werden. Solche, insbesondere aus Lichtschranken oder Schaltleisten ausgebildeten Sicherungsvorkehrungen funktionieren jedoch häufig im Notfall nicht ausreichend, weil sie aufgrund von äusseren Störeinflüssen und der vergleichsweise schwierigen und daher fehlerbehafteten Installation vor Ort eine hohe Störanfälligkeit zeigen.
[0004] Es. besteht daher insbesondere die Aufgabe, eine Rolltoranlage der eingangs erwähnten Art zu schaffen, deren Montage vor Ort wesentlich vereinfacht ist und die dennoch eine grösstmögliche Sicherheit während des Betriebes gewährleistet.
[0005] Die erfindungsgemässe Lösung dieser Aufgabe besteht bei der Rolltoranlage der eingangs erwähnten Art insbesondere darin, dass der Rollbehang gegen die Ausgleichskraft eines in Abhängigkeit des von der Wickelwelle abgerollten Teilbereichs des Rollbehangs auf die Wickelwelle einwirkenden Gewichtsausgleichs abrollbar ist und dass die Torsteuerung die zum Auf- oder Abrollen des Rollbehangs erforderliche Leistungsaufnahme des Wellenantriebs erfasst, um bei einem, einen festgelegten Grenzwert übersteigenden Differenzwert einander folgender Leistungsaufnahmewerte oder bei Abweichung eines ermittelten Ist-Werts der Leistungsaufnahme von einem festgelegten Soll-Wert den Wellenantrieb zu unterbrechen.
[0006] Die erfindungsgemässe Rolltoranlage weist eine Torsteuerung auf, welche die zum Auf- oder Abrollen des Rollbehangs erforderliche Leistungsaufnahme des Wellenantriebs erfasst, um bei einem, einen festgelegten Grenzwert übersteigenden Differenzwert einander folgender Leistungsaufnahmewerte oder bei einer Abweichung eines ermittelten Ist-Werts der Leistungsaufnahme von einem Soll-Wert den Wellenantrieb zu unterbrechen. Ein solcher, den festgelegten Grenz- oder Soll-Wert übersteigender Differenz- oder Ist-Wert kann sich beispielsweise ergeben, wenn spielende Kinder sich zum Mitfahren an den hochfahrenden Rollbehang hängen oder wenn sich unterhalb des herabfahrenden Rollbehangs noch Personen oder Gegenstände befinden.
Da die Torsteuerung den Wellenantrieb sofort unterbricht, wenn sich solche Störungen in einer übergrossen Leistungsaufnahme bemerkbar machen, ist durch die von der Torsteuerung kontrollierte Leistungsaufnahme und Kraftabschaltung des Wellenantriebs eine Rolltoranlage ohne zusätzliche störungsanfällige Sicherheitsvorkehrungen in AUF- und AB-Richtung realisierbar. Um auch geringe Grenzwerte festlegen und erfassen zu können, ist der Rollbehang gegen die Ausgleichskraft eines in Abhängigkeit des von der Wickelwelle abgerollten Teilbereichs des Rollbehangs auf die Wickelwelle einwirkenden Gewichtsausgleichs abrollbar.
Dieser Gewichtsausgleich bewirkt, dass das Gewicht des von der Wickelwelle jeweils abgewickelten Teilbereichs des Rollbehangs zumindest weitestgehend ausgeglichen wird und dass für die Auf- und Abbewegung des Rollbehangs vom Wellenantrieb nur noch ein vergleichsweise kleines Drehmoment aufgebracht werden muss, so dass auch vergleichsweise leistungsarme und entsprechend stromsparende Antriebsmotoren für den Wellenantrieb verwendet werden können, bei denen bereits geringe Änderungen in der Leistungsaufnahme erfassbar sind. Da die erfindungsgemässe Rolltoranlage somit ohne weitere Lichtschranken, Schaltleisten und dergleichen zusätzlich zu montierende Sicherungsvorkehrungen auskommt, zeichnet sich die erfindungsgemässe Rolltoranlage durch eine grösstmögliche Sicherheit bei gleichzeitig wesentlich vereinfachter Montage vor Ort aus.
[0007] Wenn der Rollbehang einer Rolltoranlage auf eine runde Wickelwelle aufgerollt wird, kommt es beim Übergang zur nächsten Lage des Rollbehangs zu einem ruckartigen Verhalten des Behangs, der sich negativ auf eine insbesondere mit geringen Grenz- oder Soll-Werten arbeitende Kraftmessung auswirkt.
Um ein gleichmässiges Aufrollen des Rollbehangs auf die Wickelwelle sicherzustellen, um sprungartige Kraftänderungen während des Wickelvorgangs zu vermeiden und um einen fliessenden Übergang des auf- und abzuwickelnden Rollbehangs zu gewährleisten, sieht eine Weiterbildung gemäss der Erfindung vor, dass ein auf der Wickelwelle vorgesehenes Auflager für den Rollbehang eine schneckenförmige Umfangskontur hat, und dass der Rollbehang in dem im geringstem Abstand zur Drehachse der Wickelwelle angeordneten Umfangsteilbereich am Auflager befestigt ist, derart, dass der Rollwagen gleichmässig spiralförmig auf das auf der Wickelwelle befindliche Auflager aufrollbar ist.
[0008] Dabei sieht eine bevorzugte Ausführungsform gemäss der Erfindung vor, dass das Auflager zumindest einen, auf der Wickelwelle drehfest angeordneten Auflagerring oder eine Auflagerhülse aufweist. Ein solcher Auflagerring kann beispielsweise als Überschiebering ausgebildet sein, der auf eine Wickelwelle aufschiebbar ist.
[0009] Um das Rollbehang-Bündel über seine gesamte Bündel-Längserstreckung gleichmässig auf der Wickelwelle aufrollen zu können, ist es zweckmässig, wenn das Auflager mehrere, voneinander beabstandete Auflagerringe oder Auflagerhülsen hat.
[0010] Die drehfeste Verbindung zwischen dem Auflager und der Wickelwelle wird sichergestellt, wenn die Wickelwelle einen unrunden und vorzugsweise vieleckigen Wellenumfang aufweist und wenn der zumindest eine Auflagerring eine komplementär geformte unrunde Ringöffnung hat.
[0011] Eine bevorzugte Weiterbildung gemäss der Erfindung sieht vor, dass der Gewichtsausgleich zumindest eine Kette, einen Riemen oder dergleichen Endlosträger aufweist, der um zwei Kettenräder, Riemenscheiben oder dergleichen Umlenkungen umläuft, dass eine dieser Umlenkungen mit der Wickelwelle in Antriebsverbindung steht, dass an zumindest einem Trumm des Endlosträgers das eine Ende wenigstens einer Ausgleichsfeder, eines Ausgleichsgummis oder dergleichen, gegen eine Rückstellkraft expandierbaren Ausgleichselements angreift, welches mit seinem anderen Ende ortsfest gehalten ist.
[0012] Ein solcher Gewichtsausgleich gleicht das Gewicht des von der Wickelwelle bereits abgerollten Teilbereichs des Rollbehangs während der Auf- und Abbewegungen des Rollbehangs aus und fängt das Gewicht des Rollbehangs auch im Falle eines Ausfalls des Wellenantriebs ab.
[0013] Um eine werksseitige Vormontage der erfindungsgemässen Rolltoranlage zu ermöglichen und um die Montage dieser Rolltoranlage vor Ort wesentlich zu vereinfachen, ist es vorteilhaft, wenn der Gewichtsausgleich in der Torzarge der Rolltoranlage angeordnet ist. Ist dieser Gewichtsausgleich in der Torzarge der Rolltoranlage angeordnet, ist er dort auch vor unberechtigten Manipulationen oder unbeabsichtigten Beschädigungen sicher untergebracht.
[0014] Möglich ist es, dass an den beiden Trumms eines Endlosträgers gegenläufig expandierbare Ausgleichselemente angreifen. Um jedoch eine gesteigerte Sicherheit zu bieten, sieht eine bevorzugte Weiterbildung gemäss der Erfindung vor, dass der Gewichtsausgleich zwei Endlosträger hat, an denen an vorzugsweise gegenüberliegenden Trumms der Endlosträger insbesondere gegenläufig expandierbare Ausgleichselemente angreifen.
[0015] Die Leistungsaufnahme des Wellenantriebs kann besonders einfach erfasst werden, wenn der Wellenantrieb einen Elektromotor hat, und wenn die Torsteuerung die Leistungsaufnahme durch Messung der Stromaufnahme des Elektromotors erfasst.
[0016] Dabei sieht eine bevorzugte Ausführungsform gemäss der Erfindung vor, dass der Elektromotor ein Gleichstrommotor ist, der zur Vergrösserung des Abtriebmoments vorzugsweise über ein Übersetzungsgetriebe mit der Wickelwelle in Antriebsverbindung steht. Da die erfindungsgemässe Rolltoranlage über einen Gewichtsausgleich verfügt, kann auch ein vergleichsweise leistungsarmer und stromsparender Gleichstrommotor eingesetzt werden.
[0017] Wird ein stromsparender Gleichstrommotor verwendet, kann dem Elektromotor auch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung beispielsweise mit einer gegebenenfalls auch entsprechend kleinen und kostengünstigen Akkumulator-Stromversorgung, zugeordnet werden. Eine solche, vom Stromnetz unabhängige Funktion erlaubt es, das Tor im Notfall auch per Knopfdruck zu öffnen, wenn eine netzabhängige Stromversorgung ausgefallen ist.
[0018] Der Rollbehang der erfindungsgemässen Rolltoranlage kann als Rollgitter oder als Lamellenbehang ausgebildet sein.
[0019] Weiterbildungen gemäss der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung sowie den Zeichnungen. Nachstehend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles noch näher beschrieben.
[0020] Es zeigt in schematischer Darstellung:
<tb>Fig. 1<sep>den Wellenantrieb einer Rolltoranlage, wobei die Rolltoranlage einen auf eine Wickelwelle aufrollbaren und von dieser Wickelwelle abrollbaren Rollbehang hat, der sich in Fig. 1 in seiner Abwärtsbewegung befindet,
<tb>Fig. 2<sep>ein auf der Wickelwelle vorgesehenes und als Überschiebering ausgebildetes Auflager für den Rollbehang in einer perspektivischen Darstellung und
<tb>Fig. 3<sep>den Überschiebering aus Fig. 2in einer Seitenansicht.
[0021] In den Fig. 1 bis 3 sind Bestandteile einer ansonsten nicht weiter dargestellten Rolltoranlage gezeigt. Die Rolltoranlage weist einen Rollbehang auf, der die vor einer Tiefgarage, einem Industrietor oder einem Schaufenster befindliche Tor- oder Fensteröffnung gegen einen unberechtigten Zugang sichern soll. Der Rollbehang kann beispielsweise als Rollgitter oder als Lamellenbehang ausgestaltet sein.
[0022] Der Rollbehang ist wahlweise auf eine Wickelwelle 1 aufrollbar und von dieser Wickelwelle 1 abrollbar. Auf der Wickelwelle 1 ist ein Auflager für den Rollbehang vorgesehen, das durch mehrere voneinander beabstandete und drehfest auf der Wickelwelle 1 angeordnete Auflagerringe 2 gebildet ist. Wie aus den, einen dieser Auflagerringe 2 zeigenden Fig. 2 und 3deutlich wird, weist das Auflager eine schneckengehäuseförmige Umfangskontur auf. Dabei ist der Rollbehang in dem im geringsten Abstand zur Drehachse 3 der Wickelwelle 1 angeordneten Umfangsteilbereich 4 des Auflagerringes 2 befestigt, derart, dass der Rollbehang gleichmässig spiralförmig auf das auf der Wickelwelle 1 befindliche Auflager aufrollbar ist.
[0023] Aus Fig. 1 ist erkennbar, dass die Wickelwelle 1 einen unrunden und hier achteckigen Wellenumfang aufweist, während der Auflagerring 2 eine komplementär geformte unrunde Ringöffnung 5 hat. Auf diese Weise kann der Auflagerring 2 auf die Wickelwelle 1 aufgeschoben und daran in Längsrichtung fixiert werden, womit die Wickelwelle 1 und der Auflagerring 2 gleichzeitig auch drehfest verbunden sind.
[0024] In Fig. 1 ist dargestellt, dass der Rollbehang gegen die Ausgleichskraft eines in Abhängigkeit des von der Wickelwelle abgerollten Teilbereichs des Rollbehangs auf die Wickelwelle einwirkenden Gewichtsausgleichs abrollbar ist. Der Gewichtsausgleich weist dazu zumindest eine als Endlosträger ausgebildete Kette 6 auf, die um zwei Kettenräder 7, 8 umläuft. Dabei steht die obere Umlenkung 7 mit der Wickelwelle 1 in Antriebsverbindung, während das untere Kettenrad 8 drehbar gelagert ist. An einem der beiden Trumms 9, 10 der umlaufenden Kette greift das eine Ende 11 wenigstens eines Ausgleichsgummis 12 an, welches Ausgleichsgummi 12 während der Abwärtsbewegung des Rollbehangs ein gegen die Rückstellkraft seiner Eigenelastizität expandierbares Ausgleichselement bildet.
Das andere Ende 13 des Ausgleichselements 12 ist demgegenüber ortsfest, vorzugsweise an der Torzarge, gehalten.
[0025] Der in Fig. 1 dargestellte Gewichtsausgleich weist im Interesse einer erhöhten Sicherheit zwei, jeweils um Kettenräder 7, 8 umlaufende Ketten 6 auf. Dabei sind an den in Fig. 2gegenüberliegenden Trumms 9 und 10 der beiden Ketten 6 gegenläufig expandierbare Ausgleichselemente 12 vorgesehen.
[0026] Die Rolltoranlage hat einen Wellenantrieb, der mit der Wickelwelle 1 in Antriebsverbindung steht. Zur Steuerung des Wickelantriebes ist eine Torsteuerung vorgesehen, die die zum Auf- oder Abrollen des Rollbehangs erforderliche Leistungsaufnahme des Wellenantriebs erfasst, um bei einem, einen festgelegten Grenzwert übersteigenden Differenzwert einander folgender Leistungsaufnahmewerte oder bei einem einen festgelegten Soll-Wert übersteigenden Ist-Wert der Leistungsaufnahme den Wellenantrieb zu unterbrechen. Der Wellenantrieb weist einen Elektromotor auf, der als Gleichstrommotor ausgebildet ist. Zur Vergrösserung des Abtriebsmoments des Gleichstrommotors steht dieser mit der Wickelwelle 1 über ein Übersetzungsgetriebe in Antriebsverbindung. Die Torsteuerung erfasst die Leistungsaufnahme des Elektromotors durch Messung der Stromaufnahme.
Da aufgrund des Gewichtsausgleichs nur ein vergleichsweise geringes Drehmoment erforderlich ist, um den Rollbehang auf- oder abwärts zu bewegen, kann auch ein vergleichsweise leistungsarmer und stromsparender Gleichstrommotor verwendet werden. Während der Elektromotor gewöhnlich über das Stromnetz betrieben wird, kann für den Notfall auch ein Akkumulator zur unterbrechungsfreien Stromversorgung vorgesehen sein.
[0027] Die Torsteuerung der hier dargestellten Rolltoranlage erlaubt eine Kraftabschaltung durch Erfassung der Leistungsaufnahme des Wellenantriebes ohne zusätzliche Sicherheitseinrichtungen in AUF- und AB-Richtung. Dabei basiert die Notfallunterbrechung des Wellenantriebes auf einer Messung der Stromaufnahme des als Wellenantrieb vorgesehenen Elektromotors. Um den Einsatz wirtschaftlich zu gestalten, ist die Verwendung verhältnismässig kleiner Gleichstrommotoren möglich, deren Abtriebsmoment an der Wickelwelle 1 durch den in Fig. 1 dargestellten Gewichtsausgleich und durch ein entsprechendes Übersetzungsgetriebe vergrössert wird. Der Gewichtsausgleich dient dazu, das Gewicht des Rollbehangs in jeder Position auszugleichen. Die Torsteuerung beinhaltet eine Software, die den Kraftverlauf des Torflügels abbildet.
Da auch ein stromsparender Gleichstrommotor verwendet werden kann, ist im Vergleich zu herkömmlichen Rolltoranlagen eine Energieeinsparung von nahezu 80 % realisierbar.
[0028] Die in der hier dargestellten Rolltoranlage verwendete Sicherheitstechnik lässt keine Manipulationen der Sicherheitseinrichtungen durch Unbefugte zu. Durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung auch im Notfall ist die Rolltoranlage sehr bedienerfreundlich und kann auch von älteren oder ungeübten Personen allein durch Knopfdruck leicht bedient werden. Aufgrund der leichten Bedienung kann auf Gehtüren im Rollbehang verzichtet werden, wodurch sich das Einsatzgebiet der hier dargestellten Rolltoranlage noch zusätzlich erweitert. Durch die kompakten Einbaumasse der Rolltoranlage bietet sich diese auch zum Einbau bei Sanierungsmassnahmen an. Durch den leisen Lauf und den in die Torzarge integrierten Schallschutz bleibt auch der umliegende Wohnbereich ungestört.
Da der Gewichtsausgleich in der Torzarge der Rolltoranlage angeordnet ist und da die Rolltoranlage werksseitig weitestgehend vormontiert werden kann, ist durch einen sehr hohen Vorfertigungsgrad eine schnelle und fehlerfreie Montage vor Ort möglich. Eine aufwendige und somit teure. externe Verdrahtung für zusätzliche Sicherheitseinrichtungen entfällt völlig. Die mit dem Betrieb der hier dargestellten Rolltoranlage verbundenen Prüfungs- und Wartungskosten, sowie der Ersatz von Verschleissteilen, kann auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau gehalten werden. Dabei verfügt der Antrieb über eine hundertprozentige Einschaltdauer. Alle Antriebskomponenten und insbesondere der Gewichtsausgleich der Rolltoranlage sind so gelagert und montiert, dass ein reibungsarmer Lauf im Hinblick auf die Sicherheitssensorik sowie ein langzeitstabiler Betrieb gewährleistet wird.
Um ein ruckartiges Verhalten des Rollbehangs beim Übergang auf die nächste, auf der Wickelwelle 1 befindliche Lage zu verhindern und um einen fliessenden Übergang des auf- und abwickelnden Rollbehang-Panzers zu ermöglichen, ist das auf der Wickelwelle 1 befindliche Auflager derart schneckengehäuseförmig konstruiert, dass der Rollbehang gleichmässig spiralförmig auf das auf der Wickelwelle 1 befindliche Auflager aufgerollt werden kann.
[0029] Mit Hilfe der in der Torsteuerung verwendeten Sensorik können Schwankungen in der Leistungsaufnahme des Wellenantriebs detektiert werden. Da der als Wellenantrieb bevorzugte Gleichstrommotor im Gleichstrombereich arbeitet, ist auch die Entwicklung und Herstellung einer entsprechend kostengünstigen Torsteuerung möglich. Der Gleichstrommotor hat in Verbindung mit der Torsteuerung auf einer Torhöhe von 2,1 m circa 100 Messpunkte, so dass etwa alle 20 mm das Gewicht des abgewickelten Teilbereichs des Rollbehangs überprüft wird und bei Überlastung von 50 N (= 5 kg) der Wellenantrieb unterbrochen und die Rolltoranlage in einen sicheren Zustand versetzt wird.
Obwohl sich beim Auf- und Abrollen nicht nur das Gewicht des abgewickelten Teilbereichs des Rollbehangs verändert, sondern auch das Drehmoment, ist die hier dargestellte Rolltoranlage dennoch praktisch vollständig gewichtsausgeglichen. Zwar können im Rahmen des Gewichtsausgleichs auch Torsions- oder Rückstellfedern als Ausgleichselemente verwendet werden, jedoch erlauben solche Torsionsfedern nur eine maximale Zyklenzahl von 50 000, was bei einer Tiefgarage mit 50 Stellplätzen einer Betriebsdauer von 8 Monaten gleichkommt. Mit den in der hier dargestellten Rolltoranlage verwendeten Ausgleichsgummis 12 wird demgegenüber jedoch eine Zyklenzahl von 250 000 erreicht.
Da die Rolltoranlage einen Gewichtsausgleich hat und da für die hier dargestellte Rolltoranlage auch ein stromsparender Gleichstrommotor eingesetzt werden kann, ist eine Bedienung des Rolltores unabhängig von einer externen Stromversorgung möglich, wenn eine Akkumulator-Stromversorgung zusätzlich vorgesehen ist. Der Gewichtsausgleich erleichtert, die erforderliche Kapazität dieser Notfall-Stromversorgung gering zu halten. Diese vom Stromnetz unabhängige Funktion soll es auch älteren Leuten ermöglichen, das Tor "per Knopfdruck" im Notfall zu öffnen, was bei herkömmlichen Systemen regelmässig nicht oder nur mit Hilfe einer dann oft nicht zur Verfügung stehenden Handkurbel möglich ist.
The invention relates to a Rolltoranlage with a roll hanging, which can be rolled onto a winding shaft and unrolled either of this, with a shaft drive, which is in driving connection with the winding shaft and with a gate control to control the shaft drive.
Such Rolltoranlagen are already known to secure the door openings of underground garages, industrial doors or shop windows against unauthorized access. In order to be able to open or close such roller shutters, in addition to some purely mechanical solutions, for example with hand cranks, today also electrical solutions have prevailed especially where roller doors are frequently frequented. The drives developed for this purpose must be very powerful and therefore, together with the mechanics used, generate great forces during operation. This results in a large accident potential. For example, objects under the gate or persons lying on the ground can be damaged or severely injured when the roller shutter is shut down.
In order to prevent, for example, playing children who reach into the grid openings of a rolling grill to be allowed to ride up, are fed into the rolling grilles, security measures are necessary, largely via external light barriers or switching strips in the rolling gates will be realized. However, such safety measures, especially those made of light barriers or switching strips, often do not function adequately in an emergency, because they show a high susceptibility to interference due to external interference and the comparatively difficult and therefore faulty installation on site.
It. There is therefore in particular the task of creating a roller shutter system of the type mentioned above, the assembly of which is considerably simplified on site and which nevertheless ensures the greatest possible safety during operation.
The inventive solution to this problem is in the Rolltoranlage of the type mentioned in particular that the Rollbehang against the balancing force of a rolled depending on the unwound from the winding shaft portion of the Rollbehang acting on the winding shaft counterbalance and that the door control to the on - or rolling the Rollbehangs required power input of the shaft drive detected to interrupt the shaft drive at a, a predetermined limit exceeding difference value of successive power consumption values or deviation of a determined actual value of the power consumption of a predetermined target value.
The rolling shutter system according to the invention has a gate control, which detects the power consumption of the shaft drive required for winding or unwinding of the roll curtain, at a difference value exceeding one another, a following power consumption values or a deviation of a determined actual value of the power consumption of a set value to interrupt the shaft drive. Such a difference or actual value exceeding the defined limit or target value can result, for example, when playing children are hanging on to the high-hanging roll curtain or if persons or objects are still below the descending roll curtain.
Since the gate control interrupts the shaft drive immediately, if such disturbances make themselves felt in an oversized power consumption, by the controlled by the gate control power and power shutdown of the shaft drive roller shutter system without additional fault-prone security arrangements in the UP and DOWN direction feasible. In order to set and detect even low limits, the Rollbehang is against the balancing force of a rolled depending on the unwound from the winding shaft portion of the Rollbehang acting on the winding shaft counterbalance.
This weight compensation causes the weight of each of the winding shaft unwound portion of the Rollbehang is at least largely compensated and that for the up and down movement of the Rollbehangs from the shaft drive only a relatively small torque must be applied, so that comparatively low-power and correspondingly power-saving Drive motors can be used for the shaft drive, where even small changes in power consumption can be detected. Since the rolling shutter system according to the invention thus requires no additional safety barriers, safety edges and the like, the roller shutter system according to the invention is distinguished by the greatest possible safety and at the same time considerably simplified on-site installation.
If the Rollbehang a Rolltoranlage is rolled onto a round winding shaft, it comes at the transition to the next layer of Rollbehangs to a jerky behavior of the curtain, which has a negative effect on a particular working with low limit or target values force measurement.
In order to ensure a uniform rolling of the Rollbehangs on the winding shaft to avoid sudden force changes during the winding process and to ensure a smooth transition of up and unwound Rollbehangs, provides a development according to the invention, that provided on the winding shaft support for the Rollbehang has a helical peripheral contour, and that the Rollbehang is mounted in the arranged at the smallest distance from the axis of rotation of the winding shaft peripheral portion on the support, such that the trolley is uniformly spirally wound on the bearing located on the winding shaft supports.
It has a preferred embodiment according to the invention that the support has at least one, on the winding shaft rotatably mounted support ring or a bearing sleeve. Such a support ring may be formed, for example, as a sliding ring, which can be pushed onto a winding shaft.
In order to roll the roll hanging bundle over its entire bundle longitudinal extent uniformly on the winding shaft, it is expedient if the support has a plurality of spaced-apart bearing rings or bearing sleeves.
The rotationally fixed connection between the support and the winding shaft is ensured when the winding shaft has a non-round and preferably polygonal shaft circumference and when the at least one support ring has a complementary shaped non-circular ring opening.
A preferred embodiment according to the invention provides that the counterbalance has at least one chain, a belt or the like Endlosträger which rotates about two sprockets, pulleys or the like deflections, that one of these deflections is in driving connection with the winding shaft that at least one run of the endless carrier the one end of at least one compensating spring, a compensating rubber or the like, against a restoring force expandable compensating element engages, which is held stationary with its other end.
Such weight compensation compensates for the weight of the winding shaft already unrolled portion of the Rollbehangs during the up and down movements of the Rollbehangs and catches the weight of Rollbehangs in the event of failure of the shaft drive from.
In order to allow a factory pre-assembly of the invention Rolltoranlage and to simplify the installation of this Rolltoranlage on site significantly, it is advantageous if the counterbalance is arranged in the door frame of Rolltoranlage. If this weight compensation is arranged in the door frame of the roller shutter system, it is there safely accommodated against unauthorized manipulation or unintentional damage.
It is possible that attack on the two Trumms an endless carrier counter-expandable compensating elements. However, in order to provide increased security, a preferred development according to the invention provides that the counterbalance has two endless carriers, on which the endless carriers, in particular opposite opposing trims, engage in particular oppositely expandable compensating elements.
The power consumption of the shaft drive can be detected particularly easily when the shaft drive has an electric motor, and when the gate control detects the power consumption by measuring the current consumption of the electric motor.
In this case, a preferred embodiment according to the invention provides that the electric motor is a DC motor, which is preferably in driving connection with the winding shaft to increase the output torque via a transmission gear. Since the rolling shutter system according to the invention has a weight compensation, it is also possible to use a comparatively low-power and energy-saving DC motor.
If a power-saving DC motor is used, the electric motor, an uninterruptible power supply, for example, with an optionally also correspondingly small and inexpensive accumulator power supply can be assigned. Such a function, independent of the mains supply, makes it possible to open the door in an emergency even at the press of a button if a mains-dependent power supply has failed.
The Rollbehang the inventive Rolltoranlage can be configured as a rolling grille or as Lamellenbehang.
Further developments according to the invention will become apparent from the description and the drawings. The invention will be described in more detail below with reference to a preferred embodiment.
It shows in a schematic representation:
<Tb> FIG. 1 <sep> the shaft drive of a roller shutter system, the roller shutter system has a roll on a winding shaft and rollable by this winding shaft Rollbehang, which is in Fig. 1 in its downward movement,
<Tb> FIG. 2 <sep> provided on the winding shaft and designed as a sliding ring support for the Rollbehang in a perspective view and
<Tb> FIG. 3 <sep> the oversizing ring of Fig. 2 in a side view.
In FIGS. 1 to 3 components of a roller door system not otherwise shown are shown. The Rolltoranlage has a Rollbehang, which is to secure the door or window opening located in front of an underground car park, an industrial door or a shop window against unauthorized access. The Rollbehang can be configured, for example, as a rolling grille or as Lamellenbehang.
The Rollbehang is optionally on a winding shaft 1 can be rolled up and unrolled from this winding shaft 1. On the winding shaft 1, a support for the Rollbehang is provided, which is formed by a plurality of spaced-apart and non-rotatably mounted on the winding shaft 1 bearing rings 2. As can be seen from the, one of these bearing rings 2 facing Figs. 2 and 3, the support has a worm-shaped peripheral contour. In this case, the Rollbehang is fixed in the arranged at the smallest distance from the axis of rotation 3 of the winding shaft 1 peripheral portion 4 of the support ring 2, such that the Rollbehang evenly spirally on the located on the winding shaft 1 supports can be rolled up.
From Fig. 1 it can be seen that the winding shaft 1 has a non-round and here octagonal shaft circumference, while the support ring 2 has a complementarily shaped non-circular ring opening 5. In this way, the support ring 2 can be pushed onto the winding shaft 1 and fixed in the longitudinal direction, whereby the winding shaft 1 and the support ring 2 are also connected rotationally fixed.
In Fig. 1 it is shown that the roll curtain can be rolled against the balancing force of acting in dependence of the unwound from the winding shaft portion of the Rollbehang acting on the winding shaft counterbalance. The weight compensation has for this purpose at least one designed as Endlosträger chain 6, which rotates about two sprockets 7, 8. In this case, the upper deflection 7 is in drive connection with the winding shaft 1, while the lower sprocket 8 is rotatably mounted. On one of the two trims 9, 10 of the circulating chain engages the one end 11 of at least one compensating rubber 12, which compensating rubber 12 forms during the downward movement of the Rollbehangs an expandable against the restoring force of its inherent elasticity compensation element.
In contrast, the other end 13 of the compensating element 12 is stationary, preferably held on the door frame.
The weight compensation shown in Fig. 1, in the interest of increased security two, in each case to sprockets 7, 8 circulating chains 6. In this case, counter-expandable compensating elements 12 are provided on the opposite in Fig. 2 Trumms 9 and 10 of the two chains 6.
The roller door system has a shaft drive, which is in drive connection with the winding shaft 1. To control the winding drive, a gate control is provided which detects the power consumption of the shaft drive required for winding or unwinding the roll suspension, at a predetermined value exceeding a predetermined difference value of successive power consumption values or at a predetermined setpoint value exceeding the actual value of the power consumption to interrupt the shaft drive. The shaft drive has an electric motor, which is designed as a DC motor. To increase the output torque of the DC motor is this with the winding shaft 1 via a transmission gear in drive connection. The gate control detects the power consumption of the electric motor by measuring the current consumption.
Since only a comparatively small torque is required due to the weight balance, to move the roll hanging up or down, a comparatively low-power and power-saving DC motor can be used. While the electric motor is usually operated via the power grid, an accumulator for uninterruptible power supply can be provided for an emergency.
The gate control of Rolltoranlage shown here allows a power cut by detecting the power consumption of the shaft drive without additional safety devices in the UP and DOWN directions. In this case, the emergency interruption of the shaft drive is based on a measurement of the current consumption of the electric motor provided as a shaft drive. In order to make the use economical, the use of relatively small DC motors is possible, the output torque is increased on the winding shaft 1 by the weight compensation shown in Fig. 1 and by a corresponding transmission gear. The weight balance is used to balance the weight of the Rollbehang in any position. The gate control includes software that maps the force curve of the gate leaf.
Since a power-saving DC motor can be used, energy savings of almost 80% compared to conventional roller door systems can be realized.
The safety technology used in the roller door system shown here allows no manipulation of safety devices by unauthorized persons. Through an uninterruptible power supply even in an emergency, the roller door system is very user-friendly and can be easily operated by older or inexperienced people only by pressing a button. Due to the ease of use can be dispensed with doors in the roll hanging, which further extends the scope of the rolling shutter shown here. Due to the compact installation mass of the rolling door system, this is also suitable for installation in renovation measures. Due to the quiet running and the sound insulation integrated into the door frame, the surrounding living area remains undisturbed.
Since the weight compensation in the door frame of the roller door system is arranged and since the roller door system can be factory pre-assembled as far as possible, a fast and error-free installation on site is possible by a very high degree of prefabrication. A complex and therefore expensive. External wiring for additional safety devices is completely eliminated. The testing and maintenance costs associated with the operation of the roller door system shown here, as well as the replacement of wearing parts, can be kept at a comparatively low level. The drive has a 100% duty cycle. All drive components and in particular the weight compensation of Rolltoranlage are stored and mounted so that a low-friction running in terms of safety sensors and a long-term stable operation is ensured.
In order to prevent a jerky behavior of Rollbehangs the transition to the next, located on the winding shaft 1 position and to allow a smooth transition of the up and unwinding Rollbehang-tank, which is located on the winding shaft 1 support is constructed such a snail shell that the Rollbehang evenly spirally on the located on the winding shaft 1 support can be rolled up.
With the help of sensors used in the gate control, fluctuations in the power consumption of the shaft drive can be detected. Since the preferred as a shaft drive DC motor operates in the DC range, the development and production of a correspondingly inexpensive door control is possible. The DC motor has in connection with the gate control at a door height of 2.1 m approximately 100 measuring points, so that about every 20 mm, the weight of the unwound portion of the roll curtain is checked and at overload of 50 N (= 5 kg) of the shaft drive interrupted and the roller door system is placed in a safe state.
Although not only the weight of the unwound portion of the Rollbehangs changed when rolling up and rolling, but also the torque, the roller door system shown here is still virtually completely balanced in weight. Although torsion or return springs can be used as compensating elements in the context of weight compensation, however, such torsion springs only allow a maximum number of cycles of 50,000, which equates to an operating time of 8 months in an underground car park with 50 parking spaces. By contrast, with the compensating rubbers 12 used in the roller door system shown here, however, a number of cycles of 250,000 is achieved.
Since the Rolltoranlage has a counterbalance and as for the rolling shutter system shown here, a power-saving DC motor can be used, an operation of the rolling door is independent of an external power supply possible if an accumulator power supply is additionally provided. Weight balancing makes it easier to keep the required capacity of this emergency power supply low. This function, which is independent of the mains supply, should also enable older people to open the door in an emergency "at the push of a button", which is usually not possible with conventional systems or only with the help of a then often unavailable hand crank.