[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Schneegleitbretter wie Skier oder Snowboards, die hauptsächlich zu Sport- und Vergnügungszwecken verwendet werden. Sie betrifft ein Schneegleitbrett und ein Paar Skier gemäss den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] In den Anfangszeiten des alpinen Skisports zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurden als Skier einfache Holzlatten verwendet, die im Wesentlichen eben waren und deren Seitenkanten im Wesentlichen parallel waren (mit Ausnahme des vordersten Teils, der nach oben gebogen war und in einer Spitze zusammenlief). Im Verlaufe der Zeit wurde diese einfache Form weiterentwickelt, verbessert und perfektioniert. Ein typischer heutiger Ski ist z. B. in der FR-2 786 108 A1 offenbart. Er ist einerseits in vertikaler Richtung dreifach aus der Grundfläche heraus gekrümmt: konkave Spitzaufbiegung, welche im vorderen Bereich die Schaufel bildet, konvexer Vorspann im mittleren Bereich und konkave Endaufbiegung, welche im hinteren Bereich ins Heck mündet.
Andererseits ist der Ski in horizontaler Richtung tailliert, so dass er im mittleren Bereich schmaler ist als im vorderen und hinteren Bereich. Diese Geometrie bestimmt, zusammen mit verschiedenen Flächen- und Torsionsträgheitsmomenten, die Fahreigenschaften des Skis. Heutige Freizeitskis sind besonders für eine "Carving" genannte Fahrtechnik optimiert, bei welcher die Kurven auf den Kanten gefahren werden, ohne seitlich abzudriften. Dabei gibt die horizontale Taillierung zusammen mit der sich einstellenden vertikalen Durchbiegung den gefahrenen Kurvenradius vor.
[0003] Daneben sind aus dem Stand der Technik verschiedene speziellere Skigeometrien bekannt. So offenbart die FR-804 598 A einen Ski mit einer invers-keilförmigen, leicht asymmetrischen unteren Gleitfläche. In der US-2008/272 576 A ist ein Snowboard mit einer zweigeteilten unteren Gleitfläche gezeigt, die entlang der Längsachse geneigt zueinander angeordnet sind, so dass die beiden Laufflächen im stumpfen Winkel aneinander stossen.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Schneegleitbrett mit völlig neuen Fahreigenschaften zu schaffen. Diese und andere Aufgaben werden durch das Schneegleitbrett gelöst, wie es im ersten Patentanspruch definiert ist. Eine weitere Aufgabe ist es, ein Paar von Skiern zur Verfügung zu stellen, das ebenfalls neue Fahreigenschaften und Variationsmöglichkeiten bietet. Diese Aufgabe wird durch das Skipaar gemäss einem weiteren unabhängigen Patentanspruch gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0005] Das erfindungsgemässe Schneegleitbrett weist in einer Ruhelage - d. h. ohne Einwirkung äusserer Kräfte und Momente - in seiner Längsrichtung mindestens eine Torsion auf. Unter "Torsion" wird hier eine geometrische Form verstanden, bei welcher das Schneegleitbrett entlang seiner Längsachse verdreht oder verwunden ist, so, als würde ein Torsionsmoment auf ein möglicherweise aus dem Stand der Technik bekanntes, unverwundenes Schneegleitbrett einwirken. Mindestens ein Bereich des Schneegleitbrettes weist also eine Schraubenform auf - allerdings mit grosser Steigung.
Mit einem erweiterten Torsionsbegriff kann man sagen, dass beim erfindungsgemässen Schneegleitbrett mindestens zwei Geraden aus der Menge aller Geraden, welche die beiden Kanten der Gleitfläche verbinden und senkrecht zur Längsachse des Schneegleitbrettes stehen, windschief zueinander liegen, wohingegen bei einem aus dem Stand der Technik bekannten Schneegleitbrett alle solchen Geraden parallel zueinander sind. "Windschief" heisst in dieser Schrift so viel wie "nicht parallel". Ein alternativer, in dieser Schrift mit "Torsion" gleichbedeutender Begriff ist "Verwindung". Wegen der Torsion liegen die linke und die rechte Kante des Schneegleitbrettes im unbelasteten Zustand unterschiedlich, respektive nicht gleichzeitig, auf einer ebenen Unterlage auf.
[0006] Der Verdrehwinkel, d. h. der maximale Winkel zwischen zwei besagten windschiefen Geraden, liegt beim erfindungsgemässen Schneegleitbrett zwischen ca. 0.2[deg.] und 60[deg.], bspw. zwischen ca. 2[deg.] und 40[deg.] und vorzugsweise zwischen ca. 8[deg.] und 20[deg.]. Die Steigung der Schraubenform eines erfindungsgemässen Schneegleitbrettes liegt im Bereich zwischen ca. 3 m und 3600 m, bspw. zwischen ca. 4.5 m und 360 m und vorzugsweise zwischen ca. 9 m und 90 m.
[0007] Es sei hier betont, dass die mindestens eine Torsion beim erfindungsgemässen Schneegleitbrett nicht erst durch Kräfte und Momente entsteht, die beim Fahren auf das Schneegleitbrett einwirken. Vielmehr ist das erfindungsgemässe Schneegleitbrett so konstruiert, dass die mindestens eine Torsion bereits in der Ruhelage vorhanden ist. Die mindestens eine Torsion kann bereits bei der Herstellung des Schneegleitbrettes gezielt eingebaut werden, z. B. beim Prozess des Verpressens des Schneegleitbrettes. Alternativ oder zusätzlich können beim erfindungsgemässen Schneegleitbrett Torsionsmittel vorhanden sein, mittels derer mindestens eine Torsion am Schneegleitbrett angelegt und/oder eingestellt werden kann. Derartige Torsionsmittel könnten z.
B. auf der oberen Fläche des Schneegleitbrettes angebrachte Mittel wie ein Spannschloss sein, die eine Zugspannung schief zur Längsachse des Schneegleitbrettes (d. h. weder parallel noch senkrecht zur Längsachse) einführen. Die Variante mit Torsionsmitteln hat den Vorteil, dass die Torsion veränderbar ist, vorzugsweise durch den Schneesportler selbst. Dadurch ergibt sich eine weitere Variationsmöglichkeit. Selbstverständlich ist es möglich, dass beim Fahren die bereits in der Ruhelage vorhandene Torsion vorübergehend verändert wird oder weitere Torsionen vorübergehend eingeführt werden.
[0008] Die Torsion des erfindungsgemässen Schneegleitbrettes beeinflusst sein Fahrverhalten deutlich. Eine wesentliche Rolle spielt die Torsion besonders im vorderen und im hinteren Bereich des Schneegleitbrettes. Das Schneegleitbrett kann nur vorne, vorne und hinten oder nur hinten verwunden sein; selbstverständlich können auch mehrere Verwindungen und Verwindungen in der Mitte vorhanden sein.
[0009] Wenn ein Schneesportler ein Paar von zwei erfindungsgemässen Schneegleitbrettern gleichzeitig verwendet, typischerweise je einen Ski an beiden Füssen, so gibt es verschiedene Fälle zu unterscheiden:
In einem ersten Fall sind die beiden Skier symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene des Körpers des Schneesportlers. Je nachdem, welcher Ski links bzw. rechts getragen wird, ergibt sich ein anderes Fahrverhalten. Bei der einen Kombination können z. B. die Skier direkter reagieren als bei der anderen. Den grössten Einfluss übt die unterschiedliche Verwendung des jeweiligen Kurvenaussenskis aus. Bei eher direkter Reaktion der Aussenskiinnenkante wirkt sich die Innenskiinnenkante weniger direkt aus und umgekehrt. Aus diesem Grund übernimmt ein Paar erfindungsgemässer Skier die Funktion zweier unterschiedlicher herkömmlicher Skipaare.
Der Skifahrer kann die Fahreigenschaften seiner Skier durch einfaches Vertauschen des linken und rechten Skis ändern und dadurch bspw. an Schneeart, Steilheit und Zustand der Piste, Fahrkönnen und Fahrtechnik, beabsichtigte Geschwindigkeit etc. anpassen.
In einem zweiten Fall sind die beiden Skier miteinander identisch, d. h. es liegt eine Antisymmetrie vor. Hier hat ein Vertauschen der beiden Skier keine Auswirkung.
In einem dritten Fall können alle übrigen, asymmetrischen Situationen zusammengefasst werden.
[0010] Unter dem Begriff "Skier" werden in dieser Schrift sämtliche Schneegleitbretter verstanden, die einander paarweise zugeordnet sind und jeweils an einem Fuss eines Schneesportlers getragen werden. Insbesondere fallen darunter Alpinskier wie Abfahrtsskier, Carving-Skier, Telemarkskier, Tourenskier, Kurzskier und Twintips, aber auch nordische Skier. Die übrigen Schneegleitbretter beinhalten dementsprechend alle möglichen Snowboardarten, Monoskier etc.
[0011] Das erfindungsgemässe Schneegleitbrett ermöglicht ganz neue Fahrerlebnisse. Die Erfindung führt den bei Schneegleitbrettern bisher unberücksichtigten Parameter "Torsion" ein, wodurch sich eine Vielzahl von neuen Variationsmöglichkeiten und damit Auswahlmöglichkeiten für die Schneesportler ergibt. Selbst ein einziges Paar erfindungsgemässer Skier bietet die Möglichkeit einer Änderung der Fahreigenschaften durch einfaches Vertauschen des linken und rechten Skis.
[0012] Nachfolgend wird die Erfindung und bevorzugte Ausführungsformen anhand von Zeichnungen erläutert.
<tb>Fig. 1<sep>zeigt eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen Schneegleitbrettes (a) in einer perspektivischen Ansicht, (b) in einer Seitenansicht und (c)-(e) in Querschnitten an drei verschiedenen Positionen entlang der Längsachse.
<tb>Fig. 2<sep>zeigt schematisch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemässen Schneegleitbrettes (a) in einer Seitenansicht und (b) in einer Draufsicht.
<tb>Fig. 3-6<sep>zeigen schematisch Rippenstellungen entlang der Längsachsen von vier Ausführungsformen eines Paars von erfindungsgemässen Skiern.
[0013] In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Schneegleitbrettes 1 dargestellt. Dieses Schneegleitbrett 1 weist entlang seiner ganzen Länge eine einzige Torsion auf. Eine solche Torsion würde durch Anlegen eines Torsionsmomentes entstehen, welches in der perspektivischen Ansicht von Figur l(a) durch zwei Pfeile 7 angedeutet ist. Die Torsion kann beim erfindungsgemässen Schneegleitbrett 1 bereits bei der Herstellung in das Schneegleitbrett 1 eingebaut und/oder durch geeignete (nicht eingezeichnete) Torsionsmittel angelegt werden. Die Torsion ist in dieser Ausführungsform linksgängig, d. h. das Schneegleitbrett 1 ist von hinten gesehen im Gegenuhrzeigersinn verwunden. Dies ist in den Querschnitten der Figuren l(c)-(e) besonders gut sichtbar.
Eine Gleitfläche 3 ist in einem hinteren Bereich 23 des Schneegleitbrettes 1 um einen ersten Neigungswinkel 9i gegenüber einer ebenen, horizontalen Unterlage 9 geneigt (Fig. 1(c)), in einem mittleren Bereich 22 ungefähr parallel zur Unterlage 9 (Fig. 1(d)) und in einem vorderen Bereich 21 um einen zweiten Neigungswinkel 92 gegenüber der Unterlage 9 geneigt (Fig. 1(e)). Der gesamte Verdrehwinkel des Schneegleitbrettes 1 beträgt somit 9 = 92 - 9i. Der erste Neigungswinkel 9i kann Werte zwischen ca. -0.1 [deg.] und -30[deg.], der zweite Neigungswinkel 92 Werte zwischen ca. 0.1[deg.] und 30[deg.] annehmen, so dass ein Verdrehwinkel 9 von ca. 0.2[deg.] bis 60[deg.] resultiert. Die Neigung der Gleitfläche 3 entspricht der Neigung jeweils einer Geraden 5, welche die beiden Kanten 31, 32 verbindet und senkrecht zu einer Längsachse 4 steht.
[0014] Fig. 2(a) zeigt eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Schneegleitbrettes 1, Fig. 2(b) eine Draufsicht desselben Schneegleitbrettes 1. In einem vorderen Bereich 21, der in ein spitzförmiges oder abgerundetes Vorderende mündet, weist das Schneegleitbrett 1 eine erste Torsion auf. Die erste Torsion ist in dieser Ausführungsform rechtsgängig, d. h. das Schneegleitbrett 1 ist im vorderen Bereich 1, von hinten gesehen, im Uhrzeigersinn verwunden. In einem hinteren Bereich 23 weist das Schneegleitbrett 1 eine zweite, linksgängige Torsion auf. Die erste und die zweite Torsion gehen in einem mittleren Bereich 22, der zur Aufnahme einer Bindung vorgesehen ist, ineinander über. Im mittleren Bereich 22 ändert sich also die Windungsrichtung. Abschnitte des Schneegleitbrettes 1, z. B. im mittleren Bereich 22, können unverwunden sein.
In der Seitenansicht von Fig. 2(a) ist die Gleitfläche 3 im vorderen Bereich 21 und hinteren Bereich 23 dem Betrachter zugewendet, im mittleren Bereich 22 vom Betrachter abgewendet. Die Gleitfläche 3 ist seitlich von einer linken Kante 31 und einer rechten Kante 32 begrenzt.
[0015] Die weiteren Fig. 3-4 beziehen sich auf verschiedene Paare von erfindungsgemässen Skiern, wobei jeweils die Teilfigur (a) zum linken Ski und die Teilfiguren (b) zum rechten Ski gehört. In diesen Figuren ist jeweils eine Längsachse 4 des Skis dargestellt. Der Pfeil gibt die bevorzugte Fahrtrichtung an, befindet sich also am vorderen Skiende, wo üblicherweise die Skispitze ist. Entlang der Längsachse 4 sind einzelne Geraden 5 eingezeichnet, welche die beiden Kanten 31, 32 der Gleitfläche 3 verbinden und senkrecht zur Längsachse 4 stehen. Diese Geraden 5 werden nachfolgend als "Rippen" bezeichnet, obwohl es sich bloss um fiktive Geraden ohne jegliche tragende Funktion handelt. Jede Rippe 5 gibt für die jeweilige Lage auf der Längsachse 4, von hinten gesehen, die Neigung der Gleitfläche 3 gegenüber einer ebenen, horizontalen Unterlage an.
Anders ausgedrückt, zeigt eine Rippe 5 einen Querschnitt durch den Ski an der jeweiligen Lage auf der Längsachse 4. Somit kann die Darstellung der Fig. 2-5als eine Kombination einer Draufsicht (Längsachse 4) und von mehreren Querschnitten (Rippen 5) gedeutet werden. Die Gesamtheit der Rippen 5 gibt einen Eindruck über die Verwindung des Skis.
[0016] Die Ausführungsform von Fig. 3(a) entspricht etwa derjenigen von Fig. 2 mit ihren zwei Torsionen. Das Skipaar von Fig. 2ist symmetrisch bezüglich einer Symmetrieebene 6 des Körpers des Schneesportlers. Das heisst: Wo der linke Ski eine rechtsgängige Torsion hat, hat der rechte Ski eine linksgängige Torsion und umgekehrt. Dies entspricht dem ersten oben diskutierten Fall.
[0017] Die Ausführungsform von Fig. 4ist derjenigen von Fig. 3ähnlich. Die beiden Torsionen sind jedoch weniger stark ausgeprägt, so dass der mittlere Bereich 22 im Wesentlichen auf der Unterlage aufliegt.
[0018] Fig. 5 zeigt eine Ausführungsform eines antisymmetrischen Skipaars, bei dem der rechte und linke Ski miteinander identisch sind. Dies entspricht dem zweiten oben diskutierten Fall.
[0019] In der Ausführungsform von Fig. 6haben die Skier jeweils nur eine einzige Torsion, wie dies auch in der ersten Ausführungsform von Fig. 1 der Fall ist. Die Torsion ist beim linken Ski rechtsgängig, beim rechten Ski linksgängig.
[0020] Zumindest ein Abschnitt des mittleren Bereiches 22 ist vorzugsweise eben oder zumindest unverwunden, damit dort eine Bindung zur Befestigung des Schneegleitbrettes 1 an einen Skischuh oder an beide Skischuhe des Schneesportlers angebracht werden kann.
[0021] In der vorangehenden Beschreibung und den angehängten Zeichnungen wird hauptsächlich auf die Torsion des erfindungsgemässen Schneegleitbrettes 1 eingegangen. Es bleibt zu ergänzen, dass das erfindungsgemässe Schneegleitbrett 1 die übrigen geometrischen Merkmale von aus dem Stand der Technik bekannten Schneegleitbrettern übernehmen kann. Dazu gehören z. B. Krümmungen in vertikaler Richtung und/oder eine Taillierung in horizontaler Richtung. Der Querschnitt der Gleitfläche 3 senkrecht zur Längsachse 4 braucht nicht gerade zu sein, sondern kann andere Formen wie z. B. V-Form, umgekehrte V-Form, U-Form, umgekehrte U-Form oder eine andere gekrümmte Form haben. Diese Form kann bezüglich der Längsachse 4 symmetrisch oder asymmetrisch sein.
[0022] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf die oben diskutierten Ausführungsformen beschränkt. Bei Kenntnis der Erfindung wird der Fachmann weitere Ausführungsformen des erfindungsgemässen Schneegleitbrettes 1 herleiten können, die ebenfalls unter den Schutzbereich der beiliegenden Patentansprüche fallen.
The invention is in the field of snow gliding boards such as skis or snowboards, which are mainly used for sports and entertainment purposes. It relates to a snow sliding board and a pair of skis according to the preambles of the independent claims.
In the early days of alpine skiing at the beginning of the twentieth century, simple wooden slats were used as skis, which were essentially flat and whose side edges were substantially parallel (except for the foremost part, which was bent upwards and converged in a point ). Over time, this simple form has evolved, improved and perfected. A typical today's ski is z. In FR-2 786 108 A1. It is curved on the one hand in the vertical direction three times out of the base out: concave Spitzaufbiegung, which forms the front of the blade, convex leader in the middle and concave Endaufbiegung, which opens in the rear to the rear.
On the other hand, the ski is waisted in the horizontal direction, so that it is narrower in the middle area than in the front and rear area. This geometry, together with different area and torsional moment of inertia, determines the ride characteristics of the ski. Today's recreational skis are particularly optimized for a "carving" driving technique, in which the curves are driven on the edges, without drifting sideways. The horizontal sidecut together with the resulting vertical deflection predetermines the curvature radius traveled.
In addition, various more specific ski geometries are known from the prior art. Thus, FR-804 598 A discloses a ski with an inverse-wedge-shaped, slightly asymmetric lower sliding surface. In US-2008/272 576 A a snowboard is shown with a two-part lower sliding surface, which are arranged along the longitudinal axis inclined to each other, so that the two running surfaces abut each other at an obtuse angle.
It is an object of the invention to provide a snowboard with completely new driving characteristics. These and other objects are achieved by the Schneegleitbrett, as defined in the first claim. Another task is to provide a pair of skis, which also offers new driving characteristics and variations. This object is achieved by the pair of skis according to a further independent claim. Advantageous embodiments are given in the dependent claims.
The inventive snow sliding board has in a rest position - d. H. without the action of external forces and moments - at least one torsion in its longitudinal direction. By "torsion" is meant here a geometric shape in which the snow sliding board is twisted or twisted along its longitudinal axis, as if a torsional moment acting on a possibly known from the prior art, unbundled snow sliding board. At least one area of the snow gliding board thus has a helical shape - but with a large pitch.
With an expanded torsion concept, it can be said that in the snow sliding board according to the invention, at least two straight lines from the set of all straight lines connecting the two edges of the sliding surface and perpendicular to the longitudinal axis of the snow sliding board are skewed, whereas in a snow sliding board known from the prior art all such lines are parallel to each other. "Windschief" means in this document as much as "not parallel". An alternative term synonymous with "torsion" in this document is "twisting". Because of the torsion, the left and the right edge of the snowboard are different in the unloaded state, respectively, not at the same time, on a flat surface on.
The twist angle, d. H. the maximum angle between two said skewed straight lines is between about 0.2 [deg.] and 60 [deg.], for example between about 2 [deg.] and 40 [deg.], and preferably between about 8 in the snow sliding board according to the invention [deg.] and 20 deg. The pitch of the helical shape of a snow gliding board according to the invention is in the range between about 3 m and 3600 m, for example between about 4.5 m and 360 m, and preferably between about 9 m and 90 m.
It should be emphasized here that the at least one torsion when snow sliding board according to the invention is not only created by forces and moments acting on the snowboard while driving. Rather, the inventive snow sliding board is constructed so that the at least one twist is already present in the rest position. The at least one twist can be installed specifically during the production of the snowboard, z. B. in the process of pressing the snow gliding board. Alternatively or additionally, torsional means may be present in the snow sliding board according to the invention, by means of which torsion means can be applied and / or adjusted at least one torsion on the snow sliding board. Such torsion could z.
B. means mounted on the upper surface of the snowboard such as a turnbuckle, which introduce a tensile stress obliquely to the longitudinal axis of the Schneegleitbrettes (that is, neither parallel nor perpendicular to the longitudinal axis). The variant with torsion means has the advantage that the torsion is variable, preferably by the snow sportsman himself. This results in a further possibility of variation. Of course, it is possible that while driving the already existing in the rest position torsion is temporarily changed or more torsions are temporarily introduced.
The torsion of the inventive snow gliding board significantly influences his driving behavior. The torsion plays an essential role especially in the front and in the back of the snowboard. The snow gliding board can only be twisted at the front, front and back or only at the back; Of course, several twists and twists in the middle can be present.
[0009] When a snow sports enthusiast uses a pair of two snow skis according to the invention at the same time, typically one ski at each foot, there are several cases to distinguish:
In a first case, the two skis are symmetrical with respect to the plane of symmetry of the snow sportsman's body. Depending on which ski is worn left or right, results in a different driving behavior. In one combination z. For example, the skis respond more directly than the others. The greatest influence exerts the different use of the respective Kurvenaussenskis. In the case of a more direct reaction of the outer ski inner edge, the inner ski inner edge has a less direct effect and vice versa. For this reason, a pair of skis according to the invention performs the function of two different conventional ski pairs.
The skier can change the driving characteristics of his skis by simply swapping the left and right skis, thereby adapting, for example, to the type of snow, steepness and condition of the runway, driving skills and technique, intended speed, etc.
In a second case, the two skis are identical to each other, d. H. there is an antisymmetry. Here swapping the two skis has no effect.
In a third case, all other asymmetrical situations can be summarized.
The term "skis" is understood in this document all Schneegleitbretter, which are associated with each other in pairs and are each carried on a foot of a snow sports. These include alpine skis such as downhill skis, carving skis, telemark skis, touring skis, short skis and twintips, as well as Nordic skis. The remaining snow gliding boards accordingly contain all sorts of snowboard types, monoskier etc.
The snowboard according to the invention enables completely new driving experiences. The invention introduces the parameter "torsion" which has hitherto been disregarded in snow gliding boards, resulting in a large number of new possibilities for variation and thus choices for snow sports enthusiasts. Even a single pair of skis according to the invention offers the possibility of changing the driving characteristics by simply exchanging the left and right skis.
The invention and preferred embodiments will be explained with reference to drawings.
<Tb> FIG. 1 <sep> shows a first embodiment of the inventive snow gliding board (a) in a perspective view, (b) in a side view and (c) - (e) in cross sections at three different positions along the longitudinal axis.
<Tb> FIG. 2 <sep> schematically shows a second embodiment of the inventive snow gliding board (a) in a side view and (b) in a plan view.
<Tb> FIG. 3-6 <sep> schematically show rib positions along the longitudinal axes of four embodiments of a pair of skis according to the invention.
In Fig. 1, a first embodiment of an inventive snow gliding board 1 is shown. This snow sliding board 1 has a single torsion along its entire length. Such a torsion would arise by applying a torsional moment, which is indicated by two arrows 7 in the perspective view of Figure l (a). In the snow sliding board 1 according to the invention, the torsion can already be built into the snow sliding board 1 during production and / or can be applied by suitable torsion means (not shown). The torsion is left-handed in this embodiment, i. H. the snow sliding board 1 is wound in a counterclockwise direction when viewed from behind. This is particularly clearly visible in the cross sections of FIGS. 1 (c) - (e).
A sliding surface 3 is inclined in a rear region 23 of the snowboard 1 by a first inclination angle θi with respect to a flat horizontal support 9 (Figure 1 (c)), in a central region 22 approximately parallel to the support 9 (Figure 1 (i.e. ) and inclined in a front region 21 by a second inclination angle 92 with respect to the support 9 (Figure 1 (e)). The total angle of rotation of the snow gliding board 1 is thus 9 = 92 - 9i. The first inclination angle θi may assume values between approximately -0.1 [deg.] And -30 [deg.], The second inclination angle 92 may assume values between approximately 0.1 [deg.] And 30 [deg.], So that a twisting angle θ of about 0.2 [deg.] to 60 [deg.] results. The inclination of the sliding surface 3 corresponds to the inclination of a straight line 5 which connects the two edges 31, 32 and is perpendicular to a longitudinal axis 4.
Fig. 2 (a) shows a side view of a second embodiment of a snow gliding board 1 according to the invention, Fig. 2 (b) shows a plan view of the same snow gliding board 1. In a front area 21, which opens into a pointed or rounded front end, the snow gliding board 1 a first twist on. The first twist is right-handed in this embodiment, i. H. the snow sliding board 1 is wound in the front area 1, seen from behind, in a clockwise direction. In a rear region 23, the snow sliding board 1 has a second, left-handed twist. The first and second torsions merge into one another in a central region 22, which is intended to receive a binding. In the central region 22, therefore, the winding direction changes. Sections of the snow gliding board 1, z. B. in the central region 22, may be unbound.
In the side view of Fig. 2 (a), the sliding surface 3 in the front area 21 and rear area 23 facing the viewer, in the central area 22 averted from the viewer. The sliding surface 3 is bounded laterally by a left edge 31 and a right edge 32.
The further Fig. 3-4 relate to different pairs of skis according to the invention, wherein each of the sub-figure (a) belongs to the left ski and the sub-figures (b) to the right ski. In these figures, a longitudinal axis 4 of the ski is shown in each case. The arrow indicates the preferred direction of travel, so it is located at the front end of the ski, where usually the ski tip. Along the longitudinal axis 4, individual straight lines 5 are shown, which connect the two edges 31, 32 of the sliding surface 3 and are perpendicular to the longitudinal axis 4. These straight lines 5 are hereinafter referred to as "ribs", although they are merely fictitious lines without any supporting function. Each rib 5 indicates for the respective position on the longitudinal axis 4, seen from behind, the inclination of the sliding surface 3 with respect to a flat, horizontal surface.
In other words, a rib 5 shows a cross section through the ski at the respective position on the longitudinal axis 4. Thus, the illustration of FIGS. 2-5 can be interpreted as a combination of a plan view (longitudinal axis 4) and a plurality of cross sections (ribs 5). The entirety of the ribs 5 gives an impression of the distortion of the ski.
The embodiment of Fig. 3 (a) corresponds approximately to that of Fig. 2 with its two torsions. The ski pair of Fig. 2 is symmetrical with respect to a plane of symmetry 6 of the body of the snow sportsman. This means: Where the left ski has a right-hand twist, the right ski has a left-handed twist and vice versa. This corresponds to the first case discussed above.
The embodiment of Fig. 4 is similar to that of Fig. 3. However, the two torsions are less pronounced, so that the central region 22 substantially rests on the base.
Fig. 5 shows an embodiment of an antisymmetric skipar, in which the right and left skis are identical to each other. This corresponds to the second case discussed above.
In the embodiment of Fig. 6, the skis each have only a single torsion, as in the first embodiment of Fig. 1 is the case. The torsion is right-handed on the left ski and left-handed on the right ski.
At least a portion of the central region 22 is preferably flat or at least unbound, so that there is a bond for attaching the snowboard 1 can be attached to a ski boot or both skis of the snow sports.
In the foregoing description and the appended drawings, the torsion of the inventive snow gliding board 1 will be discussed mainly. It remains to be added that the snow sliding board 1 according to the invention can take over the other geometric features of snow gliding boards known from the prior art. These include z. B. curvatures in the vertical direction and / or a waist in the horizontal direction. The cross section of the sliding surface 3 perpendicular to the longitudinal axis 4 need not be straight, but other shapes such. B. V-shape, inverted V-shape, U-shape, inverted U-shape or another curved shape. This shape may be symmetrical or asymmetrical with respect to the longitudinal axis 4.
Of course, the present invention is not limited to the embodiments discussed above. With knowledge of the invention, the person skilled in the art will be able to derive further embodiments of the snow gliding board 1 according to the invention, which likewise fall under the scope of protection of the appended claims.