CH701101B1 - Rucksack mit Hinterlüftungszone. - Google Patents

Rucksack mit Hinterlüftungszone. Download PDF

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CH701101B1
CH701101B1 CH6802009A CH6802009A CH701101B1 CH 701101 B1 CH701101 B1 CH 701101B1 CH 6802009 A CH6802009 A CH 6802009A CH 6802009 A CH6802009 A CH 6802009A CH 701101 B1 CH701101 B1 CH 701101B1
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CH
Switzerland
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backpack
shoulder
rear wall
stiffening frame
side end
Prior art date
Application number
CH6802009A
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English (en)
Inventor
Pierre Dubois
Sem Hediger
Iris Staudecker
Original Assignee
Mammut Sports Group Ag
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf einen Rucksack (1) mit horizontal und vertikal hinterlüfteter Klimazone (6). Er setzt sich zusammen aus einem Schultergurt-Tragesystem (2), einer Rückwand (3) mit Versteifungsrahmen (4) und einem an der Rückwand und/oder am Versteifungsrahmen aufgespannten Netz (5) zur Schaffung der hinterlüfteten Zone zwischen der Rucksackrückwand und dem Rücken eines Rucksackträgers. Durch das erfindungsgemäss gespannte Netz wird die Rucksackrückwand sowohl im Hüftbereich als auch im Schulterbereich vom Rücken des Trägers ferngehalten, wodurch sowohl ein horizontaler als auch ein vertikaler Luftaustausch möglich und ein unerwünschter Wärmestau verhindert wird. In einer variablen Ausführungsform des Rucksacks kann der Rucksack im schulterseitigen Bereich und optional auch im Hüftbereich mittels Spannriemen (10) enger an den Körper herangezogen und in dieser Position fixiert werden.

Description


  Technisches Gebiet

  

[0001]    Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rucksack mit einer hinterlüfteten Klimazone, welche eine weitgehend freie Luftzirkulation zwischen dem Rücken des Trägers und der dem Träger zugewandten Rückwand des Rücksacks sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung ermöglicht.

Stand der Technik

  

[0002]    Im Stand der Technik sind zahlreiche Rucksackmodelle bekannt, die über Einrichtungen zur Hinterlüftung verfügen, dank welcher der Rücken des Rucksackträgers laufend belüftet und damit trotz körperlicher Anstrengung, beispielsweise beim Wandern, Bergsteigen oder Klettern, möglichst trocken gehalten werden kann. Allen gemeinsam ist, dass die dem Rucksackträger zugewandte Rückwand des Rucksacks durch Abstandhalter vom Rücken des Rucksackträgers weggedrückt wird, um den unmittelbaren Kontakt mit dem Rücken zu minimieren. Dazu werden im Regelfall entweder einzelne, verteilt angeordnete Polsterelemente an der Rückwand des Rucksacks platziert, wie z.B. in WO2007/118 193, wo die Polsterelemente sogar aufblasbar sind, oder es wird eine Art Gitterkonstruktion, wie z.B. in EP 1 728 451, oder eine Art Lochplatten-Konstruktion wie z.B. in FR 2 700 252 eingesetzt.

   Typischerweise wird bei solchen Rucksackmodellen ausserdem gleichzeitig die Rückwand des Rucksacks durch Rahmenelemente versteift und in eine gewünschte Form gebracht.

  

[0003]    Eine weitere Variante hinterlüfteter Rucksäcke zeichnet sich dadurch aus, dass sie an der Rucksackrückwand eine konkav gekrümmte Rahmenkonstruktion aufweist, über die ein Netz gespannt ist, welches am Rücken des Trägers anliegt und zwischen sich und der Rucksackrückwand einen grossen Freiraum erzwingt. EP0 158 154 offenbart beispielsweise einen solchen Wanderrucksack, dessen Rückwand einen Versteifungsrahmen aufweist, der in Form eines stehenden "A" ausgeführt und konkav gekrümmt ist und damit die Rückwand des Rucksacks konkav vorspannt. Über diesen Rahmen ist ein Netz gespannt, welches die Rucksackrückwand vom Rücken des Trägers fernhält.

  

[0004]    DE 19 735 806 stellt eine Weiterentwicklung dieses konkaven Rahmensystems mit aufgespanntem Netz dar und weist zusätzlich noch Polsterelemente auf, mit welchen das Netz vom Rücken des Trägers ferngehalten wird.

  

[0005]    Ein Nachteil der im Stand der Technik bekannten hinterlüfteten Rucksackmodelle ist einerseits die häufig fehlende Anpassung des Spann- oder Versteifungsrahmens an die Rückenanatomie des Rucksackträgers und andererseits die zu komplizierte und aufwändige Ausführung der Abstandhalter- oder Belüftungskonstruktion einiger Rucksackmodelle. Zusätzlich ist bei den meisten Modellen zu beobachten, dass sie zwar eine Querlüftung in im Wesentlichen horizontaler Richtung erlauben, aber keine Vertikallüftung in der Richtung des Verlaufes der Wirbelsäule des Trägers, sodass es letztlich doch zu einem Wärmestau und damit vermehrtem Schwitzen im Rückenbereich des Trägers kommt. Als weiterer Nachteil der konkav vorgespannten Rucksäcke ist auch ihre schlechte Beladbarkeit anzusehen sowie ihr ungünstiger, rückenferner Schwerpunkt bei bestimmungsgemässer Benutzung.

  

[0006]    Es ist daher das Ziel der vorliegenden Erfindung, solche Nachteile zu vermeiden und einen Rucksack mit einem einfachen, hocheffizienten, flexiblen, anatomisch angepassten oder anpassbaren und dennoch kostengünstigen Hinterlüftungssystem bereitzustellen, welches sich zudem durch hohen Tragekomfort auszeichnet. Erreicht wird dieses Ziel durch einen Rucksack gemäss Anspruch 1. Weitere nützliche Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

  

[0007]    Soweit im Nachfolgenden Richtungsangaben im Zusammenhang mit Bereichen des erfindungsgemässen Rucksacks verwendet werden, beziehen sie sich immer - soweit nicht explizit eine andere Bedeutung erwähnt oder aus dem Sinnzusammenhang erkennbar ist - auf einen Rucksack in aufrechter Position, entsprechend seiner Ausrichtung bei bestimmungsgemässer Verwendung durch einen aufrecht gehenden Benutzer.

Beschreibung der Abbildungen

  

[0008]    
<tb>Abb. 1<sep>zeigt eine schematische Darstellung eines erfindungsgemässen Rucksacks mit variabler Abstandseinstellung, in aufrechter Position, in Seitenansicht.


  <tb>Abb. 2<sep>zeigt die dem Rucksackträger zugewandte Rückseite des Rucksacks aus Abb. 1 in Frontalansicht.


  <tb>Abb. 3<sep>zeigt eine schematische Darstellung eines weiteren Rucksacks mit schulterseitig vorspringenden Eckabschnittten des Versteifungsrahmens, in aufrechter Position, in Seitenansicht.


  <tb>Abb. 4<sep>zeigt die dem Rucksackträger zugewandte Rückseite des Rucksacks aus Abb. 3 in Frontalansicht.

Beschreibung der Erfindung

  

[0009]    In einer ersten Ausführungsform bezieht sich die Erfindung auf einen Rucksack 1, 1a mit Schultergurten 2, einer Rückwand 3 mit darin integriertem Versteifungsrahmen 4, 4a und einem im Bereich der Rückwand angeordneten Netz 5, 5a zur Schaffung einer hinterlüfteten Klimazone 6 zwischen der Rucksackrückwand und dem Rücken eines Rucksackträgers, wobei der Versteifungsrahmen - bei aufrecht stehendem Rucksack betrachtet - zwei im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtete, in Seitenrandnähe der Rückwand angeordnete, in vertikaler Richtung verlaufende Längsabschnitte aufweist, die an ihrem einen Ende, dem hüftseitigen Ende, aus der Rückwand hervortreten und in schlaufenartig nach vor gebogene, von der Rückwand weg weisende Eckabschnitte 7, 7a übergehen, an denen Polsterelemente 8, 8a befestigt sind.

  

[0010]    Dabei ist das Netz mit seinem schulterseitigen Ende unmittelbar an der Rückwand 3 des Rucksacks 1 und/oder an im Kopfbereich des Rucksacks horizontal verlaufenden Abschnitten des Versteifungsrahmens 4 befestigt und mit seinem hüftseitigen Ende an den besagten Polsterelementen 8 und/oder an im Fussbereich des Rucksacks in horizontaler Richtung verlaufenden Abschnitten des Versteifungsrahmens 4 befestigt. Die Schultergurte 2 sind mit ihrem schulterseitigen Ende in einem vorgewählten Abstand zum schulterseitigen Ende des Netzes 5 an diesem befestigt und mit ihrem hüftseitigen Ende an der Rucksackrückwand 3, an dem Versteifungsrahmen 4 und/oder an dem Netz 5 im Bereich dessen hüftseitigen Endes fixiert.

  

[0011]    In einer weiteren Ausführungsform kann der Versteifungsrahmen 4 an seinem schulterseitigen Ende nach vorne, von der Rucksackrückwand weg, gebogene Eckabschnitte 9 und/oder Querabschnitte aufweisen, auf denen 1 das Netz im Bereich seines schulterseitigen Endes aufliegt, wodurch es von der Rucksackrückwand unter Spannung weggedrückt wird und die Rucksackrückwand dadurch über ihre gesamte Länge vom Rücken des Trägers ferngehalten wird.

  

[0012]    Bei bestimmungsgemässer Benutzung des Rucksacks wird auf diese Weise eine zwischen Netz und Rucksackrückwand verlaufende Klimazone 6 gebildet, die eine Luftzirkulation sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung ermöglicht und einem unerwünschten Wärmestau effektiv vorbeugt.

  

[0013]    In der Rucksackvariante ohne schulterseitig vorspringende Eckabschnitte des Versteifungsrahmens hängt das Netz im unbenutzten Zustand des Rucksacks entspannt bzw. schlaff an der Rucksackrückwand herab. Um den erfindungsgemässen Effekt der Vertikaldurchlüftung zu erzielen, ist das Netz - bei aufrecht stehendem Rucksack betrachtet - einige Zentimeter, typischerweise 3-10 cm, bevorzugt 5-8 cm, unterhalb seines schulterseitigen, unmittelbar am Rucksack fixierten Endes zusätzlich mit den schulterseitigen Enden der Schultergurten fest verbunden, die am Netz verankert sind. Dies bewirkt, dass die Rucksackrückwand bei bestimmungsgemässer Benützung des Rucksacks durch das Gewicht des Rucksacks vom Netz weggezogen und das Netz durch die daran fixierten Schultergurte gleichzeitig gespannt wird.

   Im Zusammenwirken mit den vorspringenden Eckabschnitten des hüftseitigen Endes des Versteifungsrahmens bildet sich daher auch bei dieser Ausführungsform eine zwischen Netz und Rückwand verlaufende, in allen Richtungen offene, horizontal wie vertikal belüftete Klimazone, typischerweise annähernd konstanter Schichtdicke. Der schulterseitig entstehende Abstand zwischen Netz und Rucksackrückwand entspricht dabei im Wesentlichen dem Abstand zwischen der schulterseitigen Fixierung des Netzes an der Rückwand und der Fixierung der schulterseitigen Enden der Schultergurte am Netz.

  

[0014]    Die Längsabschnitte des Versteifungsrahmens sind zu diesem Zweck vorteilhafterweise ergonomisch geformt und der Form der Wirbelsäule folgend leicht s-förmig gekrümmt, wodurch der Abstand zwischen Netz und Rucksackrückwand über seinen gesamten Verlauf annähernd gleich bleibt und eine Klimazone annähernd konstanter Schichtdicke oder Tiefe geschaffen wird.

  

[0015]    Der Versteifungsrahmen selbst ist typischerweise aus Metall, beispielsweise aus Metalldraht oder Metallrohr, oder aus einem vergleichbar stabilen Rahmenmaterial aus Kunststoff gefertigt und vorzugsweise ein einstückiges, gegebenenfalls rundum geschlossenes, Teil.

  

[0016]    In einer variablen Ausführungsform umfasst der Rucksack einen Versteifungsrahmen ohne schulterseitig vorspringende Eckelemente, wobei jeder Schultergurt 2 im Bereich seines schulterseitigen Endes mit einem verstellbaren Abstandhalter ausgestattet ist, welcher einen Spannriemen 10 mit Schnalle 11 sowie zusätzlich einen länglichen, im Wesentlichen formstabilen und gegebenenfalls leicht gekrümmten und/oder biegeelastischen Abstandhalterbügel 12 umfasst, der in einer am Schultergurt angeordneten Tasche in Längsrichtung verschiebbar verankert ist. Dabei sind sowohl Spannriemen 10 als auch Abstandhalterbügel 12 mit ihrem einen Ende jeweils im Kopfbereich der Rucksackrückwand unmittelbar an der Kante des schulterseitigen Netzendes oder oberhalb davon fixiert und mit ihrem anderen Ende jeweils am Schultergurt befestigt.

  

[0017]    Mit Hilfe der Spannriemen 10 lässt sich der Abstandhalterbügel 12 in den Führungstaschen der Schultergurten versenken und so der Rucksack enger an den Körper des Trägers heranziehen und über die Schnallen 11 in dieser Position fixieren, wobei der Abstandhalterbügel innerhalb der Führungstasche gegebenenfalls bis zu seinem Endpunkt gleitet. Dadurch wird der Schwerpunkt des Rucksacks näher an den Körper des Trägers herangebracht und gleichzeitig verhindert, dass der Rucksack am Rücken des Trägers hin- und herpendeln und den Träger beispielsweise in einer gefährlichen Situation in unerwünschte Schwierigkeiten bringen kann.

   Dieser Mechanismus kann aber auch dazu verwendet werden, absichtlich die Hinterlüftung und Wärmeabfuhr im Rückenbereich zu reduzieren, um beispielsweise bei kalter Witterung, am Anfang einer Wandertour oder nach einer längeren Rast den Rücken des Rucksackträgers warm zu halten. Durch Lösen der Spannriemen kann der vorherige Zustand wieder hergestellt und der Rücken wieder optimal hinterlüftet werden.

  

[0018]    Die oben erwähnten, hüftseitig am Versteifungsrahmen angebrachten Polsterelemente 8 sind im Regelfall Teil eines Beckengurtsystems 13, welches einen linken und rechten Spannriemen, einen Spannriemenverschluss sowie seitlich an der Rucksackrückwand oder den hüftseitigen Eckabschnitten des Versteifungsrahmens und/oder im Bereich des hüftseitigen Endes des Netzes befestigte und mit den Spannriemen fest verbundene Polsterelemente umfasst.

  

[0019]    Eine weitere Ausführungsform des Rucksacks zeichnet sich dadurch aus, dass die hüftseitig vorspringenden Eckabschnitte des Versteifungsrahmens in dafür vorgesehene Taschen an den Polsterelementen des Beckengurtsystems eingreifen, darin - gegebenenfalls verschiebbar - gelagert sind und diese formstabil unterstützen. Das Netz ist vorzugsweise so mit den Polsterelementen verbunden, dass es den freien Bereich zwischen den am Versteifungsrahmen fixierten, der Rucksackrückwand zugekehrten Enden der Polsterelemente überspannt und diese solcherart miteinander verbindet und bei Verwendung des Rucksacks eine ausreichend grosse, gegebenenfalls elastische, Spannung zwischen diesen Polsterelementen und dem Netz aufgebaut wird, die die Rucksackrückwand auch im hüftseitigen Bereich vom Körper des Trägers fernhält.

  

[0020]    Der Versteifungsrahmen ist ausserdem im Bereich seiner schulterseitig vorspringenden Eckabschnitte typischerweise durch Polsterelemente 14 abgedeckt, wobei diese Polsterelemente 14 im Normalfall durch die schulterseitigen Enden der meist dick gepolsterten Schultergurten 2 bereitgestellt werden.

  

[0021]    Die erfindungsgemässen Ausführungsformen des Versteifungsrahmens haben gegenüber den meisten im Stand der Technik bekannten Rucksackmodellen, insbesondere jenen mit nur konkav gekrümmten Versteifungsrahmen, den Vorteil, dass neben dem horizontalen Luftaustausch auch ein vertikaler Luftaustausch ermöglicht wird, weil auch der Kopfteil des Rucksacks vom Rücken des Trägers ferngehalten und über den dadurch erzeugten Luftspalt die feucht-warme Luft vom Rücken des Trägers ungehindert nach oben abziehen kann.

   Ist dabei der Versteifungsrahmen ausserdem noch dem Verlauf der Wirbelsäule folgend S-förmig gekrümmt, wird über den gesamten Rückwandbereich des Rucksacks eine leicht s-förmig gekrümmte, im Wesentlichen konstant dicke Belüftungszone erzeugt, weil sich das vorgespannte Netz durch den Auflagedruck des beladenen Rucksacks der Form des Rückens anpasst und die gegenüberliegende Rückwand des Rucksacks parallel dazu auf die gleiche Art und Weise gekrümmt ist.

  

[0022]    Eine rein konkave Vorspannung der Rucksackrückwand erzeugt hingegen eine ungleichmässige, unnötig dicke und dabei lediglich horizontal hinterlüftete Zone zwischen Netz und Rucksack. Ausserdem lassen sich derartig konkav vorgespannte Rucksacktypen nur schlecht beladen und rücken den Rucksackschwerpunkt ungünstig weit vom Körper des Trägers weg.

Bezugszeichenliste

  

[0023]    
<tb>1, 1a<sep>Rucksack


  <tb>2<sep>Schultergurte


  <tb>3<sep>Rucksackrückwand


  <tb>4, 4a<sep>Versteifungsrahmen


  <tb>5, 5a<sep>Netz


  <tb>6<sep>Klimazone


  <tb>7, 7a<sep>hüftseitig vorspringender Eckabschnitt des Versteifungsrahmens


  <tb>8, 8a<sep>hüftseitige Polsterelemente, gegebenenfalls als Teil eines Beckengurtsystems


  <tb>9<sep>schulterseitig vorspringender Eckabschnitt des Versteifungsrahmens


  <tb>10<sep>Spannriemen


  <tb>11<sep>Schnalle


  <tb>12<sep>Abstandhalterbügel


  <tb>13<sep>Beckengurtsystem


  <tb>14, 14a<sep>schulterseitige Polsterelemente, z.B. Gurtenden

Claims (8)

1. Rucksack (1) mit Schultergurten (2), einer Rückwand (3) mit darin integriertem Versteifungsrahmen (4) und einem im Bereich der Rückwand angeordneten Netz (5) zur Schaffung einer hinterlüfteten Klimazone (6) zwischen der Rucksackrückwand und dem Rücken eines Rucksackträgers, wobei der Versteifungsrahmen - bei aufrecht stehendem Rucksack betrachtet - zwei im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtete, in Seitenrandnähe der Rückwand angeordnete, in vertikaler Richtung verlaufende Längsabschnitte aufweist, die an ihrem einen Ende, dem hüftseitigen Ende, aus der Rückwand hervortreten und in schlaufenartig nach vor gebogene, von der Rückwand weg weisende Eckabschnitte (7) übergehen, an denen Polsterelemente (8) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Netz (5) mit seinem schulterseitigen Ende unmittelbar an der Rückwand (3) des Rucksacks (1) und/oder an im Kopfbereich des Rucksacks horizontal verlaufenden Abschnitten des Versteifungsrahmens (4) befestigt ist und mit seinem hüftseitigen Ende an den besagten Polsterelementen (8) und/oder an im Fussbereich des Rucksacks horizontal verlaufenden Abschnitten des Versteifungsrahmens (4) befestigt ist;
b) die Schultergurte (2) mit ihrem schulterseitigen Ende in einem vorgewählten Abstand zum schulterseitigen Ende des Netzes (5) an diesem befestigt und mit ihrem hüftseitigen Ende an der Rucksackrückwand (3), dem Versteifungsrahmen (4) und/oder dem Netz (5) im Bereich dessen hüftseitigen Endes fixiert sind; und
c) optional der Versteifungsrahmen (4) an seinem schulterseitigen Ende nach vorne, von der Rucksackrückwand weg, gebogene Eckabschnitte (9) und/oder Querabschnitte aufweist, auf denen das Netz im Bereich seines schulterseitigen Endes aufliegt, wodurch es von der Rucksackrückwand weggespannt wird;
wobei bei bestimmungsgemässer Benutzung des Rucksacks eine zwischen Netz und Rucksackrückwand verlaufende, in horizontaler und vertikaler Richtung offene Klimazone (6) gebildet wird.
2. Rucksack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsabschnitte des Versteifungsrahmens ergonomisch geformt und der Form der Wirbelsäule folgend leicht s-förmig gekrümmt sind, wodurch der Abstand zwischen Netz und Rucksackrückwand über seinen gesamten Verlauf annähernd gleich bleibt und eine Klimazone annähernd konstanter Tiefe geschaffen wird.
3. Rucksack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Versteifungsrahmen aus Metalldraht, Metallrohr oder einem vergleichbaren Rahmenmaterial aus Kunststoff gefertigt und vorzugsweise ein einstückiges, gegebenenfalls rundum geschlossenes, Teil ist.
4. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Versteifungsrahmen ohne schulterseitig vorspringende Eckelemente, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schultergurt (2) im Bereich seines schulterseitigen Endes mit einem verstellbaren Abstandhalter ausgestattet ist, welcher einen Spannriemen (10) mit Schnalle (11) sowie zusätzlich einen länglichen, im Wesentlichen formstabilen und gegebenenfalls leicht gekrümmten und/oder biegeelastischen Abstandhalterbügel (12) umfasst, der in einer am Schultergurt angeordneten Tasche in Längsrichtung verschiebbar verankert ist, wobei sowohl Spannriemen (10) als auch Abstandhalterbügel (12) mit ihrem einen Ende jeweils im Kopfbereich der Rucksackrückwand unmittelbar an der Kante des schulterseitigen Netzendes oder oberhalb davon fixiert und mit ihrem anderen Ende jeweils am Schultergurt befestigt sind.
5. Rucksack nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass er an seinem schulterseitigen Ende über die Spannriemen (10) an den Rücken des Trägers herangezogen und über die Schnallen (11) in dieser Position fixiert werden kann.
6. Rucksack nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass besagte Polsterelemente (8) Teil eines Beckengurtsystems (13) sind, welches einen linken und rechten Spannriemen, einen Spannriemenverschluss und seitlich an der Rucksackrückwand oder den hüftseitigen Eckabschnitten des Versteifungsrahmens und/oder im Bereich des hüftseitigen Endes des Netzes befestigte und mit den Spannriemen fest verbundene Polsterelemente umfasst.
7. Rucksack nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die hüftseitig vorspringenden Eckabschnitte des Versteifungsrahmens in dafür vorgesehene Taschen an den Polsterelementen des Beckengurtsystems eingreifen und darin - gegebenenfalls verschiebbar - gelagert sind.
8. Rucksack nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Versteifungsrahmen im Bereich seiner schulterseitig vorspringenden Eckabschnitte durch Polsterelemente (14) abgedeckt ist, wobei diese Polsterelemente (14) typischerweise durch die schulterseitigen Enden gepolsterter Schultergurten (2) bereitgestellt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN112021765A (zh) * 2019-06-03 2020-12-04 格拉维芭公司 一种配有定形框架的背负肩带

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