CH701331A1 - Elektrisches Installationseinbaugerät. - Google Patents

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CH701331A1 CH00955/09A CH9552009A CH701331A1 CH 701331 A1 CH701331 A1 CH 701331A1 CH 00955/09 A CH00955/09 A CH 00955/09A CH 9552009 A CH9552009 A CH 9552009A CH 701331 A1 CH701331 A1 CH 701331A1
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Stefan Kienert
Alexander Heuri
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Amacher Ag
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein elektrisches Installationseinbaugerät (1), mit einem Trägerelement (2) zum Aufnehmen eines Gerätesockels und mit einer Abdeckung (3), wobei die Abdeckung (3) mindestens ein mit dieser verbundenes Haltemittel umfasst und wobei die Abdeckung (3) durch Kraftschluss unter Zug- und/oder Reibkraft mittels des Haltemittels wiederentfernbar mit dem Trägerelement (2) verbindbar ist.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft ein elektrisches Installationseinbaugerät gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs 1.
Beschreibung
[0002] Aus dem Stand der Technik sind elektrische Installationseinbaugeräte oder Apparate, insbesondere Schalter, Taster oder Steckdosen zur Unterputz- oder Aufputzmontage, bekannt. Schalter, Taster, Steckdosen etc. sind üblicherweise in einem Gerätesockel oder Apparatesockel angeordnet. Dieser wird mit einem Trägerelement verbunden, wobei das Trägerelement seinerseits mittels einer Montageplatte mit einer Unterputz- oder Aufputzdose verbunden wird. Der Apparat umfasst eine Abdeckung, welche zusätzlich zur Ästhetik auch zum Schutz vor Verschmutzung des Geräte- oder Apparatesockels dient. Im Stand der Technik wird diese Abdeckung üblicherweise mittels Schrauben mit dem Gerätesockel oder dem Trägerelement verschraubt. Ein Nachteil beim Anbringen der Abdeckung mittels Schrauben ist der grosse Zeitaufwand beim Ausrichten, Positionieren der Abdeckung und beim Anbringen der Schrauben.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind zudem elektrische Installationseinbaugeräte bekannt, bei welchen die Abdeckung mittels verzahnten Haltedornen oder Schnappelementen mit dem Trägerelement oder dem Gerätesockel verbunden wird. Einer der Nachteile verzahnter Haltedorne besteht darin, dass beim Montieren und Entfernen der Abdeckung zudem die Verzahnung beschädigt werden kann, was dazu führt, dass die Abdeckung nicht auf der Wand aufliegt. Schnappelemente haben den Nachteil, dass sie nur in einer Schnappstellung einschnappen können. Dazu braucht es eine genaue Tiefenpositionierung des Gerätesockels bzw. des Trägerelements, was bei den baulichen Toleranzen nicht immer möglich ist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zu Grunde, ein elektrisches Installationseinbaugerät vorzuschlagen, welche die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist und insbesondere eine schnelle und somit kostengünstige Montage der Abdeckung ermöglicht und dass diese mit festem Halt spaltfrei an der Wand befestigt ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung gemäss dem unabhängigen Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemässen elektrischen Installationseinbaugeräts gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor.
[0006] Insbesondere werden diese Ziele durch die Erfindung dadurch erreicht, dass das elektrische Installationseinbaugerät ein Trägerelement zum Aufnehmen eines Gerätesockels und eine Abdeckung umfasst, wobei die Abdeckung mindestens ein mit dieser verbundenes Haltemittel umfasst, wobei die Abdeckung durch Kraftschluss zwischen dem Haltemittel und dem Trägerelement wiederentfernbar mit dem Trägerelement verbindbar ist. Einer der Vorteile der Erfindung ist, dass die Abdeckung in kurzer Zeit ohne Montagemittel manuell aufsteckbar ist. Die Abdeckung lässt sich ohne grossen Zeitaufwand wieder vom Trägerelement bzw. vom Gerätesockel lösen. Das Haltemittel ist vorzugsweise mit der Abdeckung dauerhaft verbunden, etwa verschweisst, verpresst, verklebt oder dergleichen. Die Abdeckung lässt sich vorteilhafterweise auch bei grösseren baulichen Toleranzen stufenlos am Trägerelement anbringen, so dass die Abdeckung spaltfrei an die Montageebene, bspw. eine Wand, anliegt.
[0007] In einer Ausführungsvariante des elektrischen Installationseinbaugeräts ist zum Erreichen des Kraftschlusses das mindestens eine Haltemittel als gebogener Federschenkel ausgebildet, wobei das Trägerelement eine Ausnehmung zum gleitbaren Aufnehmen des Haltemittels aufweist und wobei das Haltemittel im verbundenen Zustand in der Ausnehmung mittels Federkraft des Haltemittels gehalten ist. Einer der Vorteile der Erfindung ist, dass das Haltemittel als Federelement ausgebildet ist, welches an der Abdeckung bspw. durch Verklebung angeformt ist. Die Abdeckung ist üblicherweise aus einem elektrisch isolierenden Material, bspw. Kunststoff gefertigt, während das Federmittel aus einem anderen Material, bspw. Federstahl, gefertigt ist.
[0008] In einer weiteren Ausführungsvariante des elektrischen Installationseinbaugeräts weist jeder Federschenkel die Schenkellänge L, und auf dieser Schenkellänge eine zu einem Federknie ausgeformte Biegung auf, welche im Bereich der Öffnungslänge zwischen einer Eintrittsöffnung und einer Austrittsöffnung der Ausnehmung unter Haftreibung in der Ausnehmung gehalten ist, wobei beim Austritt des Federknies aus der Austrittsöffnung der Ausnehmung die Abdeckung unter Zugkraft durch Federwirkung des Federschenkels gehalten ist. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass die Abdeckung stufenlos montierbar ist und so bspw. auch bei einem unebenen Verputz einer Wand die Abdeckung satt anliegend montiert werden kann. Die Zugwirkung der Federn sorgt dafür, dass zwischen Abdeckung und Wandverputz keine Lücke bzw. kein Spalt vorhanden ist. In einem ersten Schritt wird die Abdeckung angesetzt und die Haltemittel in die Ausnehmungen eingeführt. Die Haltemittel werden dadurch zusammengedrückt und es entsteht eine Haftreibung zwischen Haltemittel und Ausnehmung. Wird die Abdeckung weiter vorgeschoben und tritt das Federknie aus der Austrittsöffnung heraus, so wirkt die Zugkraft durch Federwirkung derart, dass die Abdeckung gegen die Montageebene, bspw. die Wand oder Decke gezogen wird, wobei die Zugkraft beim Austritt aus der Öffnung am grössten ist.
[0009] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung weist das mindestens eine Haltemittel der Abdeckung des elektrischen Installationseinbaugeräts eine Bogenhöhe B auf, wobei die bzw. jede Ausnehmung des Trägerelements eine Öffnungsdecke und einem Öffnungsboden aufweist, wobei diese um die Distanz H beabstandet sind und wobei die Distanz H kleiner als die Bogenhöhe B des Haltemittels ausgebildet ist. Einer der Vorteile der Erfindung ist, dass die als Öffnung ausgebildete Ausnehmung zur Verstärkung der Kraftwirkung des Federschenkels derart ausgebildet ist, dass der Federschenkel beim Durchführen durch die Öffnung zusammengedrückt wird. Durch Variation der Distanz H bzw. der Bogenhöhe B kann die die Kraftwirkung optimal auf die Bedürfnisse angepasst werden.
[0010] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung weist die Schenkellänge des mindestens einen Haltemittels der Abdeckung mindestens eine Abschnittslänge A auf, wobei die bzw. jede Ausnehmung des Trägerelements eine Öffnungslänge N aufweist, wobei diese kleiner als die Abschnittslänge des Abdeckelements ausgebildet ist, so dass beim Verbinden der Abdeckung mit dem Trägerelement das Haltemittel im Trägerelement unter Zug- und/oder Reibkraft gehalten ist. Einer der Vorteile der Erfindung ist, beim Austreten des Federknies des Federschenkels aus der Öffnung eine Kraftwirkung auf Zug auf die Abdeckung wirkt, wobei die Zugrichtung senkrecht zur Montageebene steht. Vor dem Austritt des Federknies aus der Öffnung wird dieses gegen die Innenfläche bzw. einen Bereich der Innenfläche der Öffnung des Trägerelements gedrückt, wodurch die Abdeckung unter Reibkraft des Haltemittels im Trägerelement in einer beliebigen Position gehalten ist.
[0011] In einer Ausführungsvariante der Erfindung weist das mindestens eine Haltemittel der Abdeckung eine Federzunge auf, wobei diese zum Gleiten und Führen des Federschenkels in der Ausnehmung des Trägerelements ausgebildet ist. Einer der Vorteile der Erfindung besteht darin, dass das freie Ende des Federschenkels als leicht gekröpft oder abgebogen ist, um während der Montage der Abdeckung ein reibungsarmes Gleiten des Federschenkels in der Ausnehmung bzw. Öffnung des Trägerelements zu gewährleisten. Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die Auflage der Federzunge in der Ausnehmung die Federkraft erhöht wird.
[0012] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung ist der bzw. jeder Federschenkel der Abdeckung aus Federstahl gebildet. Einer der Vorteile der Erfindung ist, dass aus einem in Federstahl ausgebildeten Haltemittel eine erhebliche Federkraft realisierbar ist. Zudem ist das Haltemittel dabei flächig realisierbar, so dass die Befestigung der Abdeckung insgesamt platzsparend realisierbar ist.
[0013] In einer weiteren Ausführungsvariante der Erfindung umfasst jedes Haltemittel der Abdeckung zwei Federschenkel, welche gemeinsam in die entsprechende Ausnehmung des Trägerelements einführbar sind. Einer der Vorteile der Erfindung ist, das die Federkraft je nach Bedarf bei der Herstellung des elektrischen Installationseinbaugeräts anpassbar ist. So kann etwa der Kraftschluss bei flächenmässig grösseren Abdeckungen durch Erhöhung der Federkraft mittels mehreren Federschenkeln realisiert werden.
[0014] In einer Ausführungsvariante der Erfindung ist die Abdeckung mehrteilig ausgeführt. So sind bspw. ein erstes Abdeckelement und ein zweites Abdeckelement vorhanden, wobei jedes Haltemittel wahlweise mit dem ersten oder dem zweiten Abdeckelement verbunden ist. Einer der Vorteile der Erfindung ist, dass die Abdeckung aus mehreren Abdeckelementen besteht, wie etwa einer Abdeckhaube für einen Bewegungssensor sowie einen diese Haube umgebenden Abdeckring, wobei die Haube über den Abdeckring gestülpt wird. Die Haltemittel zum Befestigen der Abdeckung sind dabei vorzugsweise an der Abdeckhaube angeordnet, wobei mittels der Haltemittel beide Abdeckelemente gleichsam am Trägerelement befestigt sind.
[0015] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere wesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor. <tb>Fig. 1<sep>zeigt eine schematische und vereinfachte Darstellung des elektrischen Installationseinbaugeräts, welches in einer Explosionszeichnung dargestellt ist; <tb>Fig. 2, 3 und 4<sep>zeigen jeweils eine Detailansicht des elektrischen Installationseinbaugeräts in einer geschnittenen Darstellung nach der in Fig. 1 gezeigten Schnittlinie II,III,IV, wobei Fig. 2die Abdeckung zeigt, bevor sie aufgesetzt ist, wobei Fig. 3 die Abdeckung in bereits montiertem Zustand zeigt, so dass die federnden Haltemittel in den Ausnehmungen des Trägerelements unter Reibkraft gehalten werden. Fig. 4zeigt die Abdeckung ebenfalls in montiertem Zustand, wobei die federnden Haltemittel die Abdeckung unter Zug im Trägerelement gehalten ist; <tb>Fig. 5<sep>zeigt eine Detailansicht von Fig. 2, wobei das Haltemittel sich ausserhalb der Eintrittsöffnung der Ausnehmung im Trägerelement befindet und die Abdeckung also vor der Montage zeigt; <tb>Fig. 6<sep>zeigt eine Detailansicht von Fig. 3, wobei die Abdeckung unter Haftreibung und unter Federwirkung des federnden Haltemittels am Trägerelement gehalten ist; <tb>Fig. 7<sep>zeigt eine Detailansicht von Fig. 4, bei welcher die federnden Haltemittel der Abdeckung in Zusammenwirkung mit der Ausnehmung am Trägerelement im Wesentlichen unter Zugkraft gehalten und gegen das Trägerelement gezogen wird; <tb>Fig. 8<sep>zeigt in einer Schnittdarstellung das erfindungsgemässe Elektroinstallationsgerät, wobei die federnden Haltemittel der Abdeckung einen gekürzten Federschenkel aufweisen; <tb>Fig. 9<sep>zeigt eine Detailansicht des gekürzten Federschenkels eines federnden Haltemittels; <tb>Fig. 10<sep>zeigt eine Detailansicht von Fig. 8und <tb>Fig. 11<sep>zeigt das erfindungsgemässe Elektroinstallationsgerät in einer Ausführungsvariante mit einem Gerätesockel, einem Trägerelement, einem Montagering oder einer Montageplatte und der zweiteiligen Abdeckung.
[0016] Fig. 1 illustriert ein erfindungsgemässes elektrisches Installationseinbaugerät 1, mit einem Trägerelement 2 zum Aufnehmen eines Gerätesockels oder Apparatesockels, bspw. einem Schalter oder einem Bewegungssensor, und mit einer Abdeckung 3. Der Apparatesockel wird auch als Einsatz oder Funktionseinheit bezeichnet. Die Abdeckung 3 umfasst mindestens zwei mit dieser verbundene federnde Haltemittel 310, wobei die Abdeckung 3 durch Kraftschluss zwischen den Haltemitteln 310 und dem Trägerelement 2 wiederentfernbar mit dem Trägerelement 2 verbindbar sind. Zum Erreichen des Kraftschlusses weist jedes Haltemittel 310 einen als Federschenkel 310 ausgebildeten freien Abschnitt und einen mit der Abdeckung 31 verbundenen Verbindungsabschnitt 311 auf. Das Haltemittel ist üblicherweise als mehrfach gebogenen Metallteil ausgebildet. Die einander gegenüber angeordneten Federschenkel 312 weisen eine gegeneinander gerichtete Federwirkung auf. Das Trägerelement 2 weist seinerseits Ausnehmungen 21 zum gleitenden Aufnehmen der Haltemittel 310 auf, wobei die Haltemittel 310 im verbundenen Zustand in der Ausnehmung 21 mittels der Federwirkung der Haltemittel 310 gehalten sind. Das Haltemittel weist üblicherweise zwei freistehende Federschenkel auf, welche über den Verbindungsabschnitt 311 miteinander verbunden sind. Die Befestigung der Abdeckplatte am Trägerelement funktioniert jedoch auch dann, wenn das Haltemittel nur einen Federschenkel aufweist. Der Verbindungsabschnitt 311 weist üblicherweise ein Langloch oder aber auch mehrere Rundlöcher auf, welche zum dauerhaften Verbinden des Haltemittels mit der Abdeckung, über Zapfen an der Abdeckung gestülpt oder gepresst ist. Das Haltemittel kann auch auf andere Weise, bspw. durch Verklebung mit der Abdeckung verbunden werden.
[0017] Fig. 2 bis 4 illustrieren in einer geschnittenen Darstellung die Abdeckung 3, die Haltemittel 310 sowie den Trägersockel 2 des erfindungsgemässen elektrischen Installationseinbaugeräts 1.
[0018] Fig. 2 illustriert insbesondere das federnde Haltemittel 310. Das Haltemittel weist auf dessen freiem, federnden Abschnitt einen Fuss oder Schuh 3121 und ein Knie 3122 auf, welche zueinander um die Distanz B, welche auch als Bogenhöhe bezeichnet wird, beabstandet sind. Das Abdeckelement 31 der Abdeckung 3 weist zwei Haltemittel 310 auf, welche hier links und rechts bzw. paarweise gegenüberliegend an einem Abdeckelement oder Abdeckrahmen 31 der Abdeckung 3 angeordnet sind. Ein Haltemittel 310 weist einen Verbindungsabschnitt 311 sowie einen Federschenkel 312 auf, wobei der Federschenkel 312 in die Abschnitte A und A ́ unterteilbar ist. Der Federschenkel 312 ragt um die Länge L von der Abdeckung ab. Die Distanz H zwischen einer mit Bezugszeichen 211 bezeichneten Öffnungsdecke und einem Öffnungsboden 212 der Ausnehmung oder Öffnung 21 wird bei der Herstellung des Trägerelements 2 entsprechend festgelegt. Öffnungsboden und Öffnungsdecke sind Bereiche des Innenmantels der Öffnung. Die Distanz H bzw. die Öffnung, in welche der Federschenkel beim Montieren oder Demontieren der Abdeckung durchgeführt wird, ist massgeblich für die Grösse des Kraftschlusses zwischen Federschenkel und Trägerelement.
[0019] Fig. 2, 3 und 4zeigen jeweils eine Detailansicht des elektrischen Installationseinbaugeräts in einer geschnittenen Darstellung nach der in Fig. 1gezeigten Schnittlinie II, III, IV, wobei Fig. 2 die Abdeckung zeigt, bevor sie aufgesetzt ist, wobei
[0020] Fig. 3 illustriert die Abdeckung 3, wobei die federnden Haltemittel 310 in den Ausnehmungen des Trägerelements 2 unter Reibkraft gehalten werden. Ist die Distanz H kleiner als die in Fig. 2 gezeigte Bogenhöhe B des federnden Abschnitts des Haltemittels 310, so wird der federnde Abschnitt im Bereich der Öffnungslänge N zusammengedrückt und es entsteht die Federkraft Fx bzw. Fx ́. Jeder Federschenkel 312 weist die Schenkellänge L und auf dieser Schenkellänge eine zu einem Federknie 3122 ausgeformte Biegung auf, welche im Bereich der Öffnungslänge N zwischen einer Eintrittsöffnung 214 und einer Austrittsöffnung 215 der Ausnehmung 21. Hier wird das Haltemittel unter Haftreibung in der Ausnehmung 21 gehalten. Die gebogene Feder ist in der Öffnung oder Ausnehmung zusammengedrückt, so Schenkellänge L ́ nun etwas länger als die ursprünglich Schenkellänge L der entspannten Feder ist. In Fig. 4 wird nun illustriert, wie beim Austritt des Federknies 3122 aus der Austrittsöffnung 215 der Ausnehmung 21 die Abdeckung 3 unter Zugkraft durch Federwirkung des Federschenkels gehalten ist. Es können also im Wesentlichen zwei Phasen unterschieden werden, wobei in einer ersten Phase die Abdeckung mittels der Haltemittel in den Ausnehmungen des Trägerelements unter Haftreibung einerseits und in einer zweiten Phase im Wesentlichen unter Zugwirkung, welche mit dem Kraftvektor Fy bzw. Fy ́dargestellt ist, der vorgespannten federnden Haltemittel gehalten ist.
[0021] Fig. 5 zeigt eine Detailansicht von Fig. 2, wobei das Haltemittel 310 sich ausserhalb der Eintrittsöffnung 214 der Ausnehmung 21 im Trägerelement 2 befindet und die Abdeckung 3 demnach vor der Montage zeigt.
[0022] Fig. 6 zeigt eine Detailansicht von Fig. 3, wobei die Abdeckung unter Haftreibung und unter Federwirkung des federnden Haltemittels am Trägerelement gehalten ist.
[0023] Fig. 7 zeigt eine Detailansicht von Fig. 4, bei welcher die federnde Haltemittel der Abdeckung 3 in Zusammenwirkung mit der Ausnehmung 21 am Trägerelement 2 im Wesentlichen unter Zugkraft gehalten und gegen das Trägerelement 2 gezogen wird.
[0024] Fig. 8 zeigt in einer Schnittdarstellung ein das erfindungsgemässe Elektroinstallationsgerät 1, wobei die federnden Haltemittel 310 der Abdeckung einen gekürzten Federschenkel 312 aufweisen.
[0025] Fig. 9 zeigt eine Detailansicht des gekürzten Federschenkels 312 eines federnden Haltemittels 310. Es ist nach wie vor ein Federknie 3122 vorhanden, wobei dessen Biegemittelpunkt um den Abstand A vom Verbindungsabschnitt 311 beabstandet ist. Die Schenkellänge L ist geringfügig länger als der Abstand bzw. die Abschnittslänge A. Durch eine gewünschte Vorspannung der Feder wird nun erreicht, dass diese gegen die Öffnungsdecke der Ausnehmung 21 im Trägerelement 2 wirkt, was aus Fig. 10 ersichtlich ist.
[0026] Fig. 11 zeigt das erfindungsgemässe Elektroinstallationsgerät 1 in einer Ausführungsvariante mit einem Gerätesockel 11, einem Trägerelement 2, einer Montageplatte 4 und der zweiteiligen Abdeckung 3 mit den Abdeckungselementen 31 und 32. Der Gerätesockel oder Apparat ist hier als Bewegungssensor ausgeführt, wobei das Abdeckelement 31 nebst einem Rahmenteil auch eine Blende für den Bewegungssensor umfasst. Zudem sind am Abdeckelement 31 die Haltemittel 310 angeordnet, welche zum Befestigen der Abdeckung 3 am Trägerelement oder Trägerring 2 vorgesehen sind.
Bezugszeichenlegende
[0027] <tb>1<sep>Elektrisches Installationseinbaugerät <tb>11<sep>Gerätesockel, Apparatesockel, Funktionseinheit <tb>2<sep>Trägerelement <tb>21<sep>Ausnehmung, Öffnung <tb>211<sep>Öffnungsdecke <tb>212<sep>Öffnungsboden <tb>214<sep>Eintrittsöffnung <tb>215<sep>Austrittsöffnung <tb>3<sep>Abdeckung <tb>31<sep>Abdeckelement, Abdeckrahmen <tb>310<sep>Haltemittel <tb>311<sep>Verbindungsabschnitt <tb>312<sep>Federschenkel <tb>3121<sep>Zunge, Federzunge <tb>3122<sep>Federknie <tb>32<sep>Abdeckelement, Abdeckrahmen <tb>4<sep>Rahmen, Montagemittel, Montageplatte <tb>41<sep>Befestigungsmittel, Schraube <tb>A, A ́<sep>Abschnitt, Länge, Abschnittslänge <tb>B<sep>Bogenhöhe, Distanz, Länge <tb>Fx, Fx ́<sep>Federkraft <tb>Fy, Fy ́<sep>Federkraft <tb>H<sep>Distanz, Weite, Licht, Höhe <tb>L, L ́<sep>Länge <tb>N, N ́<sep>Öffnungslänge, Ausnehmungslänge, Führungslänge

Claims (8)

1. Elektrisches Installationseinbaugerät (1), mit einem Trägerelement (2) zum Aufnehmen eines Gerätesockels (11) und mit einer Abdeckung (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) mindestens zwei mit dieser verbundene federnde Haltemittel (310) umfasst, wobei die Abdeckung (3) durch Kraftschluss zwischen den Haltemitteln (310) und dem Trägerelement (2) wiederentfernbar mit dem Trägerelement (2) verbindbar sind.
2. Elektrisches Installationseinbaugerät (1) gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erreichen des Kraftschlusses jedes Haltemittel (310) einen als Federschenkel (310) ausgebildeten freien Abschnitt und einen mit der Abdeckung (31) verbundenen Verbindungsabschnitt (311) aufweist, wobei die einander gegenüber angeordneten Federschenkel (312) eine gegeneinander gerichtete Federwirkung aufweisen, dass das Trägerelement (2) Ausnehmungen (21) zum gleitenden Aufnehmen der Haltemittel (310) aufweist, wobei die Haltemittel (310) im verbundenen Zustand in der Ausnehmung (21) mittels der Federwirkung der Haltemittel (310) gehalten sind.
3. Elektrisches Installationseinbaugerät (1) gemäss einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Federschenkel (312) die Schenkellänge (L) aufweist und auf dieser Schenkellänge eine zu einem Federknie (3122) ausgeformte Biegung aufweist, welche im Bereich der Öffnungslänge (N) zwischen einer Eintrittsöffnung (214) und einer Austrittsöffnung (215) der Ausnehmung (21) unter Haftreibung in der Ausnehmung (21) gehalten ist, dass beim Austritt des Federknies (3122) aus der Austrittsöffnung (215) der Ausnehmung (21) die Abdeckung (3) unter Zug-und/oder Reibkraft durch Federwirkung des Federschenkels gehalten ist.
4. Elektrisches Installationseinbaugerät (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Haltemittel (310) eine Bogenhöhe (B) aufweist, dass die bzw. jede Ausnehmung (21) des Trägerelements (2) eine Öffnungsdecke (211) und einem Öffnungsboden (212) aufweist, wobei diese um die Distanz (H) beabstandet sind und wobei die Distanz (H) kleiner als die Bogenhöhe (B) des Haltemittels (310) ausgebildet ist.
5. Elektrisches Installationseinbaugerät (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkellänge (L) des mindestens einen Haltemittels (310) der Abdeckung (3) mindestens eine Abschnittslänge (A) aufweist, dass die bzw. jede Ausnehmung (21) des Trägerelements (2) eine Öffnungslänge (N) aufweist, wobei diese kleiner als die Abschnittslänge (A) des Abdeckelements (31) ausgebildet ist, so dass beim Verbinden der Abdeckung (3) mit dem Trägerelement (2) das Haltemittel (310) im Trägerelement (2) unter Zug- und/oder Reibkraft gehalten ist.
6. Elektrisches Installationseinbaugerät (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Haltemittel (310) der Abdeckung (3) eine Federzunge (3121) aufweist, wobei diese zum Gleiten des Federschenkels (310) in der Ausnehmung (21) des Trägerelements (2) ausgebildet ist.
7. Elektrisches Installationseinbaugerät (1) gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der bzw. jeder Federschenkel (310) der Abdeckung (3) aus Federstahl gebildet ist.
8. Verwendung eines elektrischen Installationseinbaugeräts nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das elektrische Installationseinbaugerät zur Unterputzmontage oder Aufputzmontage verwendbar ist.
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