CH701674B1 - Holzpellet-Ofen mit Zufuhreinrichtung. - Google Patents

Holzpellet-Ofen mit Zufuhreinrichtung. Download PDF

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Abstract

Der Holzpelletofen weist eine Zufuhreinrichtung für die automatische Zudosierung von Holzpellets aus einem zum Ofen gehörigen Pelletbunker auf. Dieser Pelletbunker mit Zufuhreinrichtung und Rost ist in einem unteren, stationären Ofenteil (20) untergebracht, der im Betrieb kalt bleibt bzw. nicht heiss wird. Die Brennkammer mit Kaminanschluss ist in einem oberen Ofenteil (21) untergebracht. Der obere Ofenteil (21) ist über eine Drehscheibe auf dem unteren Ofenteil (20) gelagert, sodass er gegenüber dem unteren, stationären Ofenteil (20) verschwenkbar ist. Damit kann die Brennkammer und das Schaufenster je nach Bedarf in jene Richtung hin geschwenkt werden, in welcher man es sich gerade wünscht.

Description

[0001] Das Verbrennen von klein portioniertem und daher granulatförmigem Brenngut, etwa von Holzpellets, Holzschnitzeln, kleinen Holzstücken oder auch getrocknetem Mais erweist sich als energetisch günstig und praktisch in der Handhabung. Es müssen nicht grosse und unhandliche Holzstücke transportiert und zwischengelagert werden und auch keine grossen Holzscheite dem Feuer zugeführt werden. Das Dosieren der Feuerleistung nach unten zu einem tiefen Wert wird heute ermöglicht durch eine spezielle Brenngut-Zufuhreinrichtung für granulatförmiges Brenngut. Diese ermöglicht es, Leistungen bis hinunter zu weniger als 1kW sicherzustellen. Dabei wird mit einer in einem Rohr angeordneten Förderschnecke für die Zuförderung des granulatförmigen Brenngutes gearbeitet. Die zentrale Schneckenachse der Förderschnecke, an deren Aussenwand die Schneckenwindung angebracht ist und mit welcher zusammen die Förderschnecke im Rohr drehbar gelagert ist, füllt dabei mindestens einen Viertel des Rohrdurchmessers aus. Diese Schneckenachse läuft oben als Konus in eine Spitze aus. Oberhalb der Schnecke befindet sich ein kreisrunder Rost mit zentralem rundem Loch und Luftzufuhröffnungen im äusseren Bereich des Rostes. Das Loch ist etwas kleiner als der Durchmesser der Förderschnecke dimensioniert und von seinem Rand aus verläuft eine sich konisch erweiternde Wand als Gleitwand für das zu fördernde Brenngut nach abwärts, die annähernd oder genau parallel zum Konus des oberen Endes der Schneckenachse verläuft. Mit einer solchen oder einer ähnlichen Fördereinrichtung lässt sich ein Holzpelletofen weitgehend automatisch betreiben, auch bei sehr geringen Leistungen von weniger als 1kW ist sichergestellt, dass das Feuer nicht verlöscht. Auch der Aschenabtransport ist sichergestellt und es wird verhindert, dass sich das Feuer in den Zufuhrstrom des Brenngutes vorfrisst.
[0002] Ein solcher Holzpelletofen ist daher eine effiziente Heizung, und er wird vorzugsweise im Wohnraum aufgestellt. Hier aber soll er noch weitere technische Anforderungen erfüllen. Bisher bekannte Holzpellet-Öfen können nur an eine Wand anschliessend aufgestellt werden, wenn diese zum Beispiel eine Betonwand ist, also unbrennbar. Wenn die Wand oder deren Verkleidung aber brennbar ist, müssen sie aus feuerpolizeilichen Gründen freistehend aufgestellt werden. Es muss dann ein vorgeschriebener Abstand zur Rückwand eingehalten werden. Das ist eine technische Einschränkung, die oftmals unschön wirkt. Ausserdem möchte man bei einem Holzpelletofen nicht nur eine Wärmeabgabe erreichen, sondern er sollte auch Behaglichkeit verströmen und sich harmonisch in die Möbellandschaft eines Wohnzimmers einfügen. Dazu kommt, dass man in vielen Wohnzimmern neben dem Essbereich eine Sitzgruppe vorfindet. Wenn man hier wie dort sitzt, möchte man das Feuer sehen können. Das ist aber mit den bestehenden Holzpelletofenkonstruktionen nicht möglich. Das Feuer ist nur innerhalb eines beschränkten Sichtwinkels einsehbar. Die direkte Wärmeabstrahlung des Feuers kann ebenso wenig auf den aktuellen Aufenthaltsort der Bewohner ausgerichtet werden.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Holzpelletofen anzugeben, welcher eine Brennkammer aufweist, deren offene Seite in verschiedene Richtungen ausrichtbar ist, und dessen stationärer Unterteil spaltfrei geschlossen mit einer Rückwand verbindbar ist.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst von einem Holzpelletofen mit einer Zufuhreinrichtung für die automatische Zudosierung von Brenngut wie Holzpellets sowie Holzschnitzeln, kleinen Holzstücken oder getrocknetem Mais aus einem zum Ofen gehörigen Pelletbunker, der sich dadurch auszeichnet, dass der Pelletbunker, die Zufuhreinrichtung und ein Rost in einem stationären Unterteil untergebracht sind, der im Betrieb nicht heiss wird, und eine Brennkammer in einem oberen Ofenteil untergebracht ist, wobei der obere Ofenteil über eine Drehscheibe auf dem Unterteil gelagert ist, sodass er gegenüber dem unteren, stationären Unterteil schwenkbar ist.
[0005] Anhand der Zeichnungen wird dieser Holzpelletofen näher vorgestellt und nachfolgend beschrieben und sein Aufbau und seine Funktion wird erklärt. Es zeigt: <tb>Fig. 1 :<SEP>den Holzpelletofen bestehend aus Unterteil mit den Anschlüssen und darauf aufgesetztem Oberteil; <tb>Fig. 2 :<SEP>den Holzpelletofen bestehend aus Unterteil und dem darauf verschwenkbar gelagerten Oberteil, vor einer Rückwand aufgestellt; <tb>Fig. 3 :<SEP>den Holzpelletofen mit Unterteil und davon abgehobenem Oberteil mit der Drehscheibe für die schwenkbare Lagerung des Oberteils; <tb>Fig. 4 :<SEP>die Drehscheibe nach Fig. 3 in vergrösserter Darstellung gezeigt; <tb>Fig. 5 :<SEP>die Zufuhrvorrichtung mit dem am oberen Ende angeordneten Rost in einem Längsschnitt gesehen; <tb>Fig. 6 :<SEP>einen Querschnitt durch die Förderschnecke, von oben gesehen; <tb>Fig. 7 :<SEP>die gesamte Förderschnecke von der Seite her gesehen, in einem Längsschnitt dargestellt; <tb>Fig. 8 :<SEP>den Unter- und Oberteil des Ofens mit demontierten Verkleidungsteilen.
[0006] Die Fig. 1 zeigt den Holzpelletofen in einer Gesamtansicht. Er besteht aus einem Unterteil 20 und darauf verschwenkbar aufgesetztem Oberteil 21. Die Frontseite des Oberteils 21 ist in hitzebeständigem Glas ausgeführt und gibt den Blick frei in den Brennraum, der hier allerdings nicht eingezeichnet ist. Der Unterteil 20 enthält den Bunker für die Holzpellets und die Zufuhreinrichtung für das dosierte Zuführen von Holzpellets auf den Rost. Der Unterteil 20 bleibt im Betrieb kalt respektive wird nicht heiss und ist hier als orthorhombischer Körper ausgeführt. Sämtliche Anschlüsse 34–38 werden auf der Hinterseite des Unterteils 20 an den Ofen angeschlossen, nämlich das Rohr 36 für die Frischluftzufuhr, das Rohr für die Abfuhr der Rauchgase 37, die elektrischen Anschlüsse 38 für den Betrieb der Pelletförderung und den Ventilator für die Zuluftförderung und Rauchgasabfuhr, und allfällige Wasseranschlüsse 34, 35 für einen Kreislauf in der Ummantelung der Brennkammer in Form eines Blech-Hohlkörpers zur Aufnahme und Abfuhr von Wärme an eine Zentralheizung. In einem weiteren Ausbau kann auch ein zusätzliches, auf der Hinterseite einmündendes Rohr für die Pelletzufuhr mit zusätzlichem Rohr für die Abluft vorhanden sein, sodass dann diese Pellets von einem separaten Raum aus in den Vorratsbehälter im Innern des Unterteils 20 des Ofens nachgefüllt werden können, entweder von Hand oder pneumatisch durch Einblasen, was sonst von vorne geschieht, durch Entfernen der vorderen Abdeckung am Unterteil 20. Rund um den Unterteil 20 ist längs dessen hinteren Randes eine Blende 39 angeordnet, welche einen sauberen Abschluss zur Rückwand bildet, an welche der Ofen mit Abstand hingestellt wird. Diese Blende 39 bildet ein zu einer U-Form gebogenes Blechband, sodass die Blende 39 von oben auf die Rückseite des unteren, kalten bzw. nicht heiss werdenden Ofenteils 20 aufsteckbar ist. Bisher musste ein Aufstellofen aus feuerpolizeilichen Gründen stets mit einem vorgeschriebenen Abstand zur brennbaren Wand vor derselben montiert werden, weil er ja heiss ist. Bei diesem Ofen hier aber bleibt der Unterteil 20 kalt, bzw. er wird nicht heiss und kann daher ohne Weiteres mit einer Blende 39 einen sauberen Abschluss mit der Rückwand bilden, sodass ein störender Spalt zwischen Ofen und Rückwand unterbleibt, was ästhetisch viel aufgeräumter wirkt.
[0007] In Fig. 2 ist der Ofen montiert vor einer Rückwand 40 dargestellt. Der Oberteil 21 dieses Holzpelletofens ist als Besonderheit gegenüber dem unteren Teil 20 verschwenkbar und hier von oben gesehen um ca. 20° im Gegenuhrzeigersinn gegenüber dem Unterteil 20 verschwenkt. Mit der Rückwand 40 bildet der Unterteil 21 des Ofens über eine Blende 39, welche den Spalt zwischen Unterteil 20 und Rückwand 40 schliesst, einen sauberen Abschluss. Der Schwenkbereich des Oberteils 21 auf dem Unterteil 20 beträgt im gezeigten Beispiel ca. ±25°, also insgesamt ca. 50°, kann aber je nach Ausgestaltung der zwischenliegenden Drehscheibe auch volle 180° betragen, sodass also der Oberteil 21 mit seiner gläsernen Frontseite, die den Blick in die Brennkammer freigibt, ganz nach links oder ganz nach rechts gerichtet werden kann.
[0008] Die Fig. 3 zeigt diesen Holzpelletofen mit Unterteil 20 und davon abgehobenem Oberteil 21 mit Blick auf die Drehscheibe 22 für die schwenkbare Lagerung des Oberteils 21. Diese Drehscheibe 22 ist auf der Oberseite des Unterteils 20 aufgebaut und ihr Aufbau wird anhand der Fig. 4 näher beschrieben. Sie besteht aus einer Grundscheibe 23 mit zentralem Loch 24, einer Zwischenscheibe 25 mit ebenfalls einem zentralen Loch 24, die um dasselbe schwenkbar ist. Diese Zwischenscheibe 25 weist peripher angeordnete Löcher 26 auf, in welchen je eine Kugel 27 gefangen ist. Der Oberteil 21 des Ofens ruht dann mit einer Scheibe, die ringförmig das zentrale Loch 24 um einen grossen Teil des Umfanges umgreift und auf diesen Kugeln 27 aufliegt, sodass sie um das zentrale Loch 24 verschwenkbar ist, indem sie auf den Kugeln 27 abrollt. Die Kugeln 27 rollen im Innern der Löcher 26 der Zwischenscheibe 25, in denen sie gefangen sind, und rollen somit auf der Grundscheibe 23 ab. Die Zwischenscheibe 25 schwenkt mit den in ihren Löchern rollenden Kugeln 27 mit, und zwar stets um das halbe Mass der Schwenkung der Scheibe am Oberteil 21. Diese kugelgelagerte Verschwenkbarkeit des Oberteils 21 des Holzpelletofens auf seinem Unterteil 20 gewährleistet einen reibungsarmen Lauf und die Kugeln 27 tragen die Last des Ofen-Oberteils 21. Die Drehscheibe 22 lässt ein gekrümmtes Langloch 42 offen, durch welches die Rauchgase sowie allenfalls die Leitungen 34, 35 für den Wasserkreislauf durchgeführt werden, und das Loch 42 ist gross genug, dass es mit der Drehscheibe um diese stationären Leitungen geschwenkt werden kann. Ein weiteres solches Langloch 43 dient für die Zufuhr der Frischluft. Unten im Loch 24 befindet sich der eigentliche Rost 1, zu dem die Holzpellets automatisch zugeführt werden, wie das im Folgenden aufgezeigt wird.
[0009] Diese Zufuhrvorrichtung ist in Fig. 5 mit dem am oberen Ende angeordneten Rost 1 in einem Längsschnitt gesehen dargestellt, für granulatförmiges Brenngut für einen Ofen, der für Leistungen von bis hinunter auf weniger als 1 KW ausgelegt ist. Das Brenngut kann dabei aus Holzpellets bestehen, aber auch aus Holzschnitzeln, kleinen Holzstücken oder auch aus getrockneten Mais- oder anderen Körnern. Der Rost 1 des Ofens wirkt mit der Zufördereinrichtung zusammen, und diese ist mit einer Förderschnecke 2 ausgestattet. Die Förderschnecke 2 ist im gezeigten Beispiel senkrecht zur Rostoberfläche angeordnet und die zentrale Schneckenachse 3, an deren Aussenwand 4 die Schneckenwindung 5 angebracht ist und mit welcher zusammen die Förderschnecke 2 im Förderrohr 8 drehbar gelagert ist, füllt einen ansehnlichen Teil des Förderrohrs 8 aus, welches die ganze Förderschnecke 2 umschliesst. Das Förderrohr 8 mit der Förderschnecke 2 kann auch schiefwinklig zum Lot angeordnet sein. Es wird dann auf der Unterseite zusätzliche Reibung des Brenngutes mit dem Förderrohr 8 erzielt, was der Förderung dienlich ist. Im gezeigten Beispiel misst der Durchmesser der Schneckenachse 3 einen Drittel des Förderschneckendurchmessers oder des Förderrohr-Durchmessers, und dieser misst zum Beispiel 60 mm. Der Durchmesser der Schneckenachse 3 sollte wenigstens einen Viertel des Förderschneckendurchmessers betragen, denn damit kann auch ein hinreichendes Drehmoment auf die eigentliche Schnecke 2 bzw. auf die schraubenlinienförmig um die Schneckenachse 3 gewundene möglichst glatte Förderfläche 5 übertragen werden. Auf der Förderfläche 5 der Schnecke 2 ist hier ein einzelnes Holzpellet 18 eingezeichnet, um einen ungefähren Grössenvergleich zu geben. Diese Schneckenachse 3 läuft oben als Konus 10 in eine Spitze aus, wobei oberhalb der Schnecke 2 der Rost 1 mit einem zentralen runden Loch 6 horizontal angeordnet ist. Er passt genau auf das obere Ende des Förderschnecken-Achsenrohrs 8 und ist auf dieses aufgesetzt.
[0010] Der Rost 1 ist vorzugsweise wie gezeigt kreisrund ausgeführt und im äusseren Bereich mit Luftzufuhröffnungen 7 durchsetzt. Das kreisrunde Loch 6 im Rost 1 misst ungefähr die Hälfte des Förderrohr-Durchmessers. Von diesem kreisrunden Loch 6 schliesst ein nach unten auskragender, trichterförmiger Rand 9 an, wobei sich dieser als Trichter nach unten öffnet. Die Trichterwand verläuft nahezu oder genau parallel zum Konus 10 am Schneckenachsenrohr 3. Im gezeigten Beispiel schliesst der Konus 10 mit der Verlaufrichtung der Trichterinnenwand einen spitzen Winkel ein, wobei die Winkelspitze oben liegt. Dieser Winkel darf nur sehr klein sein, sonst wird ein Verklemmen des Brenngutes im Bereich zwischen dem Konus 10 und der Trichterinnenwand provoziert. Die eigentliche Schnecke 2 bzw. deren gewundene Förderfläche 5 schliesst mit einem etwa senkrecht zur Rostoberfläche verlaufenden Fortsatz 11 ab. Die in Bezug auf die Drehachse äussere Seite des Fortsatzes schliesst bündig an den Innenrand des Loches 6 an. Diese Förderschnecke 2 wie hier gezeigt dreht im Betrieb von oben gesehen im Uhrzeigersinn. Selbstverständlich könnte sie auch so konstruiert sein, dass sie im Gegenuhrzeigersinn fördert. Das zu fördernde Brenngut bleibt in Bezug auf seine Drehlage im Förderrohr 8 annähernd an der gleichen Stelle, und die Förderfläche 5 der Schnecke 2 gleitet unter dem Brenngut hindurch, wobei es im Förderrohr 8 nach oben gehoben wird, bis es schliesslich auf der Höhe des Loches 6 ankommt. Wichtig für eine zuverlässige Förderung des Brenngutes durch die Förderschnecke erweist sich auch, dass die Innenseite des Rohrs 8 mit mehreren vorzugsweise axial verlaufenden Plateaus oder Rillen 14 ausgerüstet ist, an denen die Schneckenwindung mit minimalem Abstand vorbeidreht und zwischen den Plateaus oder Rillen einen Abstand von der Höhe der Plateaus oder Rillen zur Innenwand des Rohrs 8 freilässt. Für den gleichen Zweck kann die Innenwand des Rohrs 8 auch mit einer rauen Oberfläche versehen sein.
[0011] Die Förderschnecke 2 dreht allerdings nur sehr langsam, mit einer Umdrehungsgeschwindigkeit von weniger als 1 U/min<–><1>. Oben angekommen wird das Brenngut vom Fortsatz 11 erfasst und von oben gesehen im Uhrzeigersinn herumgeschoben. Dort, wo der Fortsatz den Rand des Loches 6 quasi berührt, beträgt seine absolute Geschwindigkeit bloss ca. 1.5–2.0 mm/s. Durch diese langsame Drehung des Fortsatzes 11 wird aber sichergestellt, dass die vorangeschobenen Teile des Brenngutes aufgrund der wirkenden Kräfte radial nach aussen wandern und schliesslich auf den Bereich 12 der Rostfläche 1 geschoben werden. Dieser Bereich, ein konzentrischer Ring, der gleich an das Loch 6 im Rost 1 anschliesst, ist frei von Belüftungslöchern 7. Entsprechend brennen die Teile des Brenngutes dort schwer und müssen zunächst weiter radial nach aussen geschoben werden. Dieses erfolgt beim nächsten Durchgang des Fortsatzes 11, wenn von demselben wieder Teile von Brenngut ein kleines Stück weit auf die Rostfläche nachgeschoben werden. In dieser Weise werden die Brenngut-Teile minütlich, Umgang um Umgang des Fortsatzes 11, ganz langsam auf den Rost und schliesslich auf dessen Brandzone geschoben, welche durch jenen Bereich 13 gebildet ist, der mit Luftlöchern 7 ausgestattet ist. Der Durchmesser des ganzen Rostes 1 beträgt etwa das Doppelte des Durchmessers des Förderrohrs 8. Wenn dieses also 60 mm misst, so misst der Rost 1 im Durchmesser ca. 145 mm. Durch die sachte und kontinuierliche Zuführung von frischem Brenngut wird eine schönes, hohes und regelmässiges Flammenbild auf dem Rost 1 erzielt, und keine flackernden, technisch wirkenden Flammen.
[0012] In Fig. 6 sieht man die Förderschnecke und das Förderrohr 8 in einem Querschnitt dargestellt. Hier erkennt man die Rillen bzw. die Erhöhungen 14 auf der Innenseite des Förderrohrs 8 sowie ein Segment der eigentlichen Schnecke, 2 die mit ihrem Aussenrand knapp an diesen Erhöhungen 14 vorbeistreicht. 1. Die Brenngut-Teile finden an diesen Erhöhungen oder Rillen einen Rückhalt, was mithilft zu vermeiden, dass sie mit der Förderschnecke 2 mitdrehen. Die Drehung der Förderschnecke 2, welche unter dem Brenngut durchgleitet, verursacht ja eine Kraftkomponente, die radial nach aussen zeigt. Entsprechend wird das Brenngut an die Innenwand des Förderrohrs 8 gedrückt und findet an den Erhöhungen einen Halt. Wenn die äussersten Teile des Brenngutes dort gehalten werden, so halten sie die nach innen benachbarten Teile und diese die weiter innen benachbarten etc., so dass ein Mitdrehen der Brenngutstücke wirksam vermieden wird, egal ob nun das Brenngut aus Holzpellets, aus Holzschnitzeln, aus kleinen Holzstücken oder aus getrockneten Maiskörnern oder Ähnlichem besteht.
[0013] Die Fig. 7 zeigt die Förderschnecke 2 in ihrer gesamten Höhe. Sie misst zwischen 200 mm bis 800 mm in der Höhe und zwischen 55 mm und 85 mm im Durchmesser. Das Förderschnecken-Achsenrohr 3 misst im Durchmesser einen Viertel bis etwas mehr als einen Drittel des Durchmessers und die Steigung der Schneckenwindung pro Umlauf beträgt etwas mehr als einen halben Förderschneckendurchmesser. Unten kann das Förderrohr 8 komplett in einem Haufen von Brenngut-Teilen stehen bzw. in einem Kasten 15 stehen, der von oben oder über zum Beispiel eine Schrägfläche 16 als Zuschüttgosse mit Brenngut beschickt werden kann. Das Förderrohr 8 ist unten auf einer Seite geöffnet, und durch diese Öffnung 17 im Förderrohr 8 rieseln die Brenngut-Stücke, im gezeigten Beispiel zylinderförmige Holzpellets, auf die Schnecke 2 nach.
[0014] Die Brenngut-Zufuhreinrichtung für solche Holzöfen für Leistungen von weniger als 1kW wird mit einem Elektromotor bestückt, der die Schnecke 2 über ein Untersetzungsgetriebe antreibt. Je nach spannungsabhängiger Ansteuerung des Elektromotors kann die Umdrehungsgeschwindigkeit der Förderschnecke 2 von 0.5 bis 2 Umdrehungen pro Minute eingestellt werden und somit kann die Zufuhrmenge von Brenngut pro Zeit und somit die Heizleistung reguliert werden.
[0015] Die Fig. 8 zeigt den Unter- und Oberteil des Ofens mit demontierten Verkleidungsteilen 29–32. Der Ofen ist in einer solchen Weise konstruiert, dass er vor Ort ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen zusammenbaubar ist. Nur der innere Aufbau des Unterteils 20 und Oberteils 21 wird werksseitig fertig zusammenmontiert, wobei auch hier wo immer möglich Steck-, Einhäng- und Schiebeverbindungen realisiert werden, um möglichst ohne Schrauben auszukommen. Die Brennkammer 19 ist auf ihren Seiten und der Rückseite von Schamottsteinen oder von einem Blech-Hohlkörper 41 oder einem anderen feuerfesten Material umfasst. Damit kann die erzeugte Wärme über einen Wasserkreislauf an eine Zentralheizung geliefert werden. Die Seitenteile 31, 32 sind vorzugsweise in Blech ausgeführt, wobei aber anstelle von Blech auch andere Materialien zum Einsatz kommen können, vorzugsweise etwa Glas, aber auch Steinplatten für die Seitenteile des Oberteils 21, und Glasplatten, Steinplatten, Holz- oder Kunststoffplatten, Faserzementplatten oder Platten aus noch anderen Materialien für die Seitenteile des Unterteils 20. Diese sind dann auf einer Seite mit Haken 33 versehen, sodass sie an entsprechenden Ösen oder Schlitzen am Unterteil 20 des Ofens einhängbar sind. Die Frontscheibe 29 zur Brennkammer 19 ist aus temperaturfestem Glas ausgeführt und kann ebenso mittels Haken 33 am Oberteil 21 des Ofens eingehängt werden.

Claims (8)

1. Holzpelletofen mit einer Zufuhreinrichtung für die automatische Zudosierung von Brenngut wie Holzpellets sowie Holzschnitzeln, kleinen Holzstücken oder getrocknetem Mais aus einem zum Ofen gehörigen Pelletbunker, dadurch gekennzeichnet, dass der Pelletbunker, die Zufuhreinrichtung und ein Rost in einem stationären Unterteil (20) untergebracht sind, der im Betrieb nicht heiss wird, und eine Brennkammer (19) in einem oberen Ofenteil (21) untergebracht ist, wobei der obere Ofenteil (21) über eine Drehscheibe (22) auf dem Unterteil (20) gelagert ist, sodass er gegenüber dem unteren, stationären Unterteil (20) schwenkbar ist.
2. Holzpelletofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe (22) zwischen dem Unterteil (20) und oberen Ofenteil (21) ein zentrales Loch (24) zur Aufnahme des Rostes (1) aufweist und aus einer Grundscheibe (23) besteht, einer Zwischenscheibe (25) mit Löchern (26) und darin gefangenen Kugeln (27), die auf der Grundscheibe (23) ruhen, sowie einer Deckscheibe (28), die auf den Kugeln (27) ruht und den oberen Ofenteil (21) trägt.
3. Holzpelletofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehscheibe (22) zwei Langlöcher (42, 43) aufweist, die sich in der Drehscheibe mit je einem gleichbleibenden Radius um die Drehachse der Drehscheibe (22) erstrecken, wobei das eine Langloch (42) zur Durchführung des Rauchgases und der Wasserrohre von einem Blechkörper, der die Brennkammer im oberen Ofenteil (21) bildet, in den Unterteil (20) bestimmt ist, und das andere Langloch (43) für die Zufuhr der Frischluft vom Unterteil (20) in die Brennkammer bestimmt ist.
4. Holzpelletofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Verkleidung des Unterteils (20) und oberen Ofenteils (21) aus lauter steckbaren, einschiebbaren oder einhängbaren Teilen (29–32) besteht, sodass die Ofenverkleidung ohne Werkzeug montierbar und demontierbar ist oder auswechselbar ist.
5. Holzpelletofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die steckbaren, einschiebbaren oder einhängbaren Teile (29–32) Stahlplatten, Steinplatten, Holzplatten, Faserzementplatten oder Kunststoffplatten sind.
6. Holzpelletofen nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der stationäre, nicht heiss werdende Unterteil (20) auf seiner Rückseite eine Blende (39) einschliesst, zum spaltfreien Abschluss zwischen der Rückseite des unteren Ofenteils (20) und einer Wand (40), an welche der Holzpelletofen mit seiner Rückseite zu stellen bestimmt ist.
7. Holzpelletofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blende (39) ein zu einer U-Form gebogenes Blechband bildet, sodass die Blende (39) von oben auf die Rückseite des stationären, nicht heiss werdenden Unterteils (20) aufsteckbar ist.
8. Holzpelletofen nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der die Brennkammer bildende Blechkörper des oberen Ofenteils ein Blech-Hohlkörper (41) ist.
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