CH702094A2 - Vorrichtung zum Erstellen einer Teilabschalung eines Betonbauwerks. - Google Patents
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Abstract
Zum Abdichten zweier separat gegossener Teilbauwerke (3, 5) wird eine Abschalplatte aus zwei streifenförmigen Abschalplattenelementen (7a, 7b) eingesetzt, auf deren einander gegenüberliegende Kanten Trägerelemente (13a, 13b) aufgesteckt werden. Zwischen die Trägerelemente (13a, 13b) wird die Dichtfolie (19) eingelegt.
Description
[0001] Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Erstellen einer Teilabschalung eines Betonbauwerks gemäss Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Beim Erstellen grösserer zusammenhängender Betonelemente bzw. Teile wie Decken, Böden in Gebäuden oder Wänden von Tunnelröhren ist es oft nicht möglich, das gesamte Element- bzw. Betonbauteil oder -werkteil in einem Zug zu fertigen. Das Betonbauteil muss dann in mehreren Etappen gegossen werden, wobei jeweils nur einzelne Teilbereiche erstellt werden. In der Regel ist es erforderlich, dass die Bewehrungen benachbarter Teilbereiche sich mindestens teilweise überlappen oder weitergeführt werden, damit die Anforderungen an die Statik des gesamten Betonteils erfüllt bzw. erhalten werden können.
[0003] Aus dem Stand der Technik, z.B. aus der EP 1 947 256 ist eine Abschalplatte für Zwischenabschalungen bekannt, bei der Schwachstellen ausgebildet sind, die ein Hindurchstossen von Armierungseisen ermöglichen, jedoch das Hindurchfliessen der flüssigen Betonmasse genügend verhindern. Mit solchen speziellen Abschalplatten für das Betonieren von Teilbereichen ist eine sichere Verbindung zum nachträglich betonierten benachbarten Teilbereich möglich.
[0004] Bei der Erstellung von Betonbauwerken aus mehreren Teilbereichen, z.B. für Wasserbecken in Kläranlagen oder in Frischwasserbecken oder auch Tunnelröhren besteht die Gefahr, dass an den Stossstellen der nacheinander betonierten Teilbauwerke Wasser entlang der Zwischenabschalungen die Betonplatte durchdringen kann. Um dies zu vermeiden, ist es bekannt, Folien aus Gummi oder Kunststoff oder allenfalls aus Metall zwischen die Armierungen einzulegen, um den Durchtritt von Wasser zu verhindern. Das Einlegen gestaltet sich sehr aufwendig und, da die Folie vorerst ein nur hälftig in das erste Teilbauwerk eingegossen wird, muss bei Giessen der zweiten Teilbaute darauf geachtet werden, dass die Folie wiederum im Wesentlichen rechtwinklig zur Trennstelle liegt.
[0005] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, eine Vorrichtung zum Erstellen einer Teilabschalung eines Betonbauwerks zu schaffen, bei der das Einlegen einer Wasserbarriere oder -dichtung auf einfache und kostengünstige Weise erfolgen kann.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung gemäss den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den abhängigen Ansprüchen näher umschrieben.
[0007] Die erfindungsgemässe Vorrichtung erlaubt es, bereits beim Verlegen der Armierungen und Einlegen einer Teilabschalung eine Dichtungsfolie oder -platte präzise und gegen Verschiebung während des Giessens der beiden Teilbauwerke einzulegen und festzuhalten. Das Einlegen Dichtungsfolie kann auch durch ungeübte Personen ohne weiteres sicher erfolgen. Der kostenmässige Aufwand für die Vorrichtung ist sehr gering und wird durch die Einsparung an Zeit und durch die Sicherheit für die spätere Wasserdichtigkeit mehr als aufgehoben.
[0008] Anhand illustrierter Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigen
<tb>Fig. 1<sep>einen schematischen Querschnitt durch eine Decke im Bereich zweier Teilbauten,
<tb>Fig. 2<sep>einen schematischen Querschnitt durch eine Decke im Bereich einer Wand,
<tb>Fig. 3<sep>eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung nach dem Auflegen der Dichtfolie,
<tb>Fig. 4<sep>eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung nach dem Aufsetzen des zweiten Vorrichtungsteils,
<tb>Fig. 5<sep>eine weitere Ausgestaltung der Vorrichtung mit gekrümmter Dichtungsfolie.
[0009] In der schematischen Darstellung einer Betondecke 1 in Fig. 1 ist auf der rechten Seite das erste Teilbauwerk 3 und auf der linken Seite das zweite Teilbauwerk 5 ersichtlich. Dazwischen liegt eine Abschalplatte 7, umfassend ein unteres Plattenelement 7a und ein oberes Plattenelement 7b. Die beiden Plattenelemente 7a, 7b sind streifenförmig ausgebildet und weisen durchbrechbare Schwachstellen 9 zum Hindurchführen von Armierungseisen 11 auf. Zwischen den beiden Plattenelementen 7a, 7b sind Trägerelemente 13a und 13b angeordnet. Die Trägerelemente 13a, 13b sind, wie in den Fig. 3und 4 vergrössert dargestellt, in einer ersten Ausgestaltung der Erfindung Platten 15 aus Kunststoff, Zementbaustoff oder Metall, an denen in der Mitte und parallel zu den Längskanten verlaufend zwei Stege 17 als Halteelemente ausgebildet sind. Der Abstand D der beiden Stege 17 ist etwas grösser als die Dicke d der Abschalplatten 7a, 7b. Anstelle von Stegen könnten auch in einer Linie angeordnete Zapfen oder dergleichen vorgesehen sein. Ein Trägerelement 13a kann auf diese Weise auf die Oberkante der unteren Abschalplatte 7b, welche zuvor bei Verlegen der Armierung versetzt worden ist, aufgelegt werden. Das Trägerelement 13a bildet nun eine stabile Auflagefläche für eine streifenförmige Dichtfolie 19.
[0010] Nun kann das zweite Trägerelement 13b spiegelsymmetrisch auf die Dichtfolie 19 aufgelegt und, falls nötig, mit Eisenbindern 21 mit dem darunterliegenden Trägerelement 13 verbunden werden. Zum Hindurchführen der Eisenbinder 21 sind in den Platten 15 Löcher 21 ausgebildet. Zwischen die Stege 17 am oben liegenden Trägerelement 13b kann nun die obere Abschalplatte 7b eingesteckt werden und danach können durch die Schwachstellen 9 die oberen Armierungseisen 11 hindurchgeführt werden. Beim Giessen des ersten Teilbauwerks 3 wird die flüssige Betonmasse durch die beiden Abschalplatten 7a und 7b am Durchtritt zum zweiten Teilbauwerk 5 gehindert. Nach dem Giessen des zweiten Teilbauwerks 5 sind sowohl die Abschalplatten 7a und 7b als auch die Trägerelemente 13a und 13b sowie die dazwischen liegende Dichtfolie 19 vollständig in der Decke eingeschlossen und ein Durchtritt von Wasser, sei es von unten oder von oben, kann an der Stossstelle der zwei Teilbauwerke 3,5 nicht erfolgen.
[0011] Analog zu einer Decke 1 kann die Verbindung zweier übereinander liegender Wandabschnitte 23a und 23b, z.B. in einer Wasserfassung, einem Wasserreservoir oder einem Tunnel, abgedichtet werden (Fig. 2).
[0012] Alternativ zu einer ebenen Ausbildung der Platten 15 an den Trägerelementen 13a und 13b können diese auch V-förmig ausgebildet sein (siehe Fig. 5).
[0013] Die Trägerelemente 13a und 13b können sich über die gesamte Breite bzw. Länge der aneinanderstossenden Teilbauwerke 3, 5 erstrecken. Es ist aber auch denkbar, die Trägerelemente 13a, 13b als kurze Abschnitte auszubilden und diese beabstandet voneinander auf die Kanten der Abschalplatten 7a, 7b aufzusetzen. Selbstverständlich muss dabei die Dichtfolie 19 über die gesamte Länge der Stossstellen geführt werden.
[0014] Anstelle einer Ausbildung der Trägerelemente 13a, 13b aus Kunststoff- oder Metallplatten können auch entsprechend geformte Gitterelemente verwendet werden. Letztere dienen nur der Auflage der Dichtfolie 19 und haben selbst keine Dichtungsfunktion.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Erstellen einer Teilabschalung eines Betonbauwerks mit einer Abschalungsplatte zur temporären Begrenzung des ersten Teilbauwerks während des Giessens und Aushärtens des flüssigen Betons und einem Dichtungselement zur Sicherstellung der Wasserdichtigkeit im Bereich der aneinanderstossenden nacheinander gegossenen Teilbauwerke, gekennzeichnet durch zwei Trägerelemente (13a, 13b), an denen auf je einer der beiden Oberflächen Halteelemente (17) ausgebildet sind, welche dazu bestimmt sind, die Trägerelemente (13a, 13b) mit einer Längskante einer Abschalplatte (7) zu verbinden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Trägerelementen (13) eine bandförmige Dichtfolie (19) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Trägerelemente (13) mit Verbindungsmittel (21) miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Verbindungsmittel Eisenbinder (21) eingesetzt sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente (13) aus Kunststoff, Metall oder einem Zementbaustoff hergestellt sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente (13) als Gitterkörper ausgebildet sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerelemente (13) als kurze Abschnitte ausgebildet sind oder sich über die gesamte Breite des Betonbauwerks erstrecken.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement durch eine streifenförmige Dichtfolie (19) gebildet wird.
Priority Applications (3)
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| CH16492009A CH702094A2 (de) | 2009-10-27 | 2009-10-27 | Vorrichtung zum Erstellen einer Teilabschalung eines Betonbauwerks. |
| CH20042009A CH702113A2 (de) | 2009-10-27 | 2009-12-28 | Vorrichtung zum Erstellen einer Teilabschalung und/oder einer Dehnungsfugen-Abschalung an einem Betonbauwerk. |
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Applications Claiming Priority (1)
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| CH16492009A CH702094A2 (de) | 2009-10-27 | 2009-10-27 | Vorrichtung zum Erstellen einer Teilabschalung eines Betonbauwerks. |
Publications (1)
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Cited By (1)
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| CN105888247A (zh) * | 2016-04-26 | 2016-08-24 | 中国化学工程第三建设有限公司 | 一种工业水池伸缩缝的施工方法 |
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2009
- 2009-10-27 CH CH16492009A patent/CH702094A2/de not_active Application Discontinuation
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