CH702653A2 - Streckwerkseinheit für eine Spinnmaschine. - Google Patents

Streckwerkseinheit für eine Spinnmaschine. Download PDF

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CH702653A2
CH702653A2 CH00180/10A CH1802010A CH702653A2 CH 702653 A2 CH702653 A2 CH 702653A2 CH 00180/10 A CH00180/10 A CH 00180/10A CH 1802010 A CH1802010 A CH 1802010A CH 702653 A2 CH702653 A2 CH 702653A2
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drafting
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CH00180/10A
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Ludek Malina
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Rieter Ag Maschf
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Streckwerkseinheit für eine Spinnmaschine mit einem ersten Walzenpaar aus einer ersten Unterwalze (22) und einer ersten Oberwalze (21) welche in Betriebsposition einen Klemmbereich ausbilden, wobei die Streckwerkseinheit als Baugruppe ausgebildet ist, welche lösbar über eine Befestigungseinrichtung (11) an der Spinnmaschine anbringbar ist. Die Streckwerkseinheit ist jeweils für eine oder als Zwillingstreckwerkseinheit für zwei benachbarte Spinnstellen ausgelegt.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft eine Streckwerkseinheit für eine Spinnmaschine mit einer ersten Unterwalze. Ferner betrifft die Erfindung eine Spinnmaschine mit einer Streckwerkseinheit sowie einen Spinnmaschinen-Bausatz.
[0002] Ein Streckwerk hat die Aufgabe einen angelieferten Faserverband zu verstrecken bzw. zu verziehen, um auf diese Weise die Anzahl Fasern im Querschnitt zu reduzieren. Beim Verzug müssen die Fasern unter Überwindung der Haftreibung möglichst gleichmässig gegeneinander verschoben werden, damit ein möglichst gleichmässiger Faserverband und anschliessend ein möglichst ebenmässiges Garn resultiert.
[0003] Bei den Spinnmaschinen wird unterschieden zwischen Vorspinn- und Endspinnmaschinen, auch Feinspinnmaschinen genannt. Vorspinnmaschinen, worunter insbesondere die Flyer fallen, produzieren aus einem Faserband, insbesondere aus einem Streckenband, eine Lunte (Vorgarn), welche in der nächsten Prozessstufe mittels einer Endspinnmaschine zu einem Garn verarbeitet wird. Vorspinnmaschinen enthalten demzufolge ein Streckwerk, welche ein Faserband, insbesondere ein Streckenband, auf die Feinheit eines Vorgarns verstrecken. Endspinnmaschinen wiederum enthalten jeweils Streckwerke, welche das Vorgarn, also die Lunte, zur Feinheit eines Garnes verstrecken. Es sind auch Endspinnmaschinen bekannt, deren Streckwerke unter Auslassung der Vorspinnmaschine darauf ausgelegt sind, in einer Prozessstufe ein Streckenband bis zur Feinheit eines Garnes zu verziehen. Die dazugehörigen Streckwerke werden in der Literatur Hochverzugsstreckwerke genannt. Im Rahmen dieser Erfindung sollen sämtliche, oben genannten Streckwerkstypen alleine oder in Kombination mit einer der genannten Spinnmaschine unter den Schutzbereich vorliegender Erfindung fallen.
[0004] Ein Streckwerk umfasst in der Regel mehrere, hintereinander liegende und jeweils eine Klemmlinie bzw. Klemmbereich ausbildenden Walzenpaare. Die Walzenpaare bestehen jeweils aus einer, in der Regel angetriebenen Unterwalze und einer oberen Druckwalze, durch welche der Faserverband geklemmt wird. Der Faserverband wird dabei durch die Walzepaare hindurch zu einer Drehungserteilungseinrichtung transportiert. Der Verzug wird dadurch erzeugt, indem die Walzen derart angetrieben werden, dass in Faserlaufrichtung die Umfangsgeschwindigkeit von Walzenpaar zu Walzenpaar zunimmt. Der Verzug zwischen den in Faserlaufrichtung beiden letzten Walzenpaaren nennt man Hauptverzug, die Abschnitte davor Vorverzug. So gibt es Spinnmaschinen mit einem oder zwei Vorverzügen, während solche, die nur zwei Walzenpaare aufweisen, also nur den eigentlichen Hauptverzug bewirken, selten sind.
[0005] Das Auseinanderziehen der Fasern geschieht durch Mitnahme der Fasern an den Walzenoberflächen bzw. darüber geführten Riemchen, wozu die Fasern annähernd die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen annehmen müssen. Die Übertragung der Walzenbewegung auf die zu transportierenden Fasern geschieht durch Reibung.
[0006] Zu einer guten Faserführung trägt das Walzenpaar bei, ab dessen Klemmpunkt der Hauptverzug beginnt. Hierbei wird häufig jede der beiden Walzen durch mindestens ein weiteres Umlenkelement und ein um dieses und die Walzen laufendes Riemchen ergänzt. Diese Konstruktion ist als Doppelriemchenstreckwerk bekannt und gewährt eine verbesserte und verlängerte Faserführung.
[0007] Eine Alternative dazu ist das Kepa-Streckwerk, benannt nach seinen Erfindern Kern und Pauen, ein Streckwerk, das diesen bewährten Aufbau verändert hat: Unterwalze und Käfig des Walzenpaares, das den Hauptverzug einleitet, sind durch eine grosse Unterwalze ersetzt, während das Oberriemchen bzw. Käfig besonders lang gestaltet sind, damit das Oberriemchen und die grosse Unterwalze zur optimalen Faserführung möglichst lange in Kontakt sind. Das Kepa-Streckwerk ist wie ein gewöhnliches Streckwerk als ein Zwei-, Drei- oder Vierwalzenstreckwerk gestaltbar, d.h. die grosse Unterwalze kann den einzigen Verzug einleiten, oder trägt nur teilweise zum Gesamtverzug bei. Das Kepa-Streckwerk wird auch als Hochverzugsstreckwerk eingesetzt, wodurch die Anforderungen an eine exakte Faserführung noch steigen. Ein solches Streckwerk ist z.B. in der europäischen Patentschrift EP 0 350 797 B1 beschrieben.
[0008] Wie aus obigen Ausführungen unschwer abzuleiten ist, handelt es sich beim Streckwerk um das Herzstück einer Spinnmaschine, denn hier wird über die Qualität des produzierten Garnes entschieden. Dementsprechend sind Änderungen im Streckwerk und an dessen Geometrie sehr delikat. Dies ist wohl mitunter ein Grund, dass sich in den letzten Jahrzehnten im Bereich des Streckwerks von Spinnmaschinen keine grundlegenden Veränderungen abgespielt haben. So werden die einzelnen Streckwerke von Ringspinnmaschinen immer noch von gemeinsamen, sich über mehrere Spinnstellen bzw. eine ganze Maschinenlängsseite erstreckenden Walzen angetrieben. Demzufolge müssen alle Streckwerke einer Maschinenseite synchron betrieben werden. Ein individueller Spinnstellenbetrieb ist nicht möglich. Die immer länger werdenden Spinnmaschinen verursachen zusätzlich Torsionsprobleme bei den Streckwerkswalzen, so dass mit Zusatzantrieben gearbeitet werden muss. Die Flexibilität an den Streckwerken fehlt vollends. So können die Streckwerke weder individuell stillgelegt noch einzeln gewartet oder betrieben werden. Folglich ist es auch nicht möglich, an den einzelnen Spinnstellen individuelle Garne herzustellen.
[0009] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Spinnmaschine mit einer Mehrzahl von Spinnstellen und diesen zugeordneten Streckwerken vorzuschlagen, welche mehr Flexibilität beim Betreiben der Spinnstellen einräumt und den Unterhalt der Streckwerke vereinfacht, ohne dass z.B. der Betrieb an der Spinnmaschine eingestellt werden muss.
[0010] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Streckwerkseinheit als Baugruppe ausgebildet ist, wobei die erste Unterwalze über ihre Walzenachse an einem Grundträger der Streckwerkseinheit drehbar gelagert ist, und die Streckwerkseinheit über eine Befestigungseinrichtung lösbar an der Spinnmaschine anbringbar ist, wobei die Streckwerkseinheit jeweils für eine oder als Zwillingsstreckwerkseinheit für zwei benachbarte Spinnstellen ausgelegt ist.
[0011] Die Streckwerkseinheit umfasst ferner bevorzugt eine erste Oberwalze, wobei die erste Unterwalze mit der ersten Oberwalze ein erstes Walzenpaar ausbildet, welches in Betriebsposition einen Klemmbereich formt. Die erste Oberwalze ist bevorzugt über eine Belastungseinrichtung, insbesondere über einen schwenkbaren Führungsarm, am Grundträger befestigt.
[0012] Die Streckwerkseinheit enthält ferner gemäss einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung im Anschluss an die erste Oberwalze in Prozessrichtung eine zweite Oberwalze, welche zusammen mit einer zweiten, angetriebenen Unterwalze ein zweites Walzenpaar mit einem Klemmbereich ausbildet. Zwischen dem ersten und zweiten Walzenpaar wird bevorzugt eine Hauptverzugszone ausgebildet. Entsprechend ist das erste Walzenpaar das Hauptverzugs-Walzenpaar und das zweite Walzenpaar das Auslaufwalzenpaar.
[0013] Die Streckwerkseinheit kann ferner auch die zweite, angetriebene Unterwalze enthalten, wobei diese bevorzugt ebenfalls über ihre Walzenachse drehbar am Grundträger gelagert ist. In bevorzugter Ausführung der Erfindung ist jedoch die zweite, angetriebene Unterwalze an der Spinnmaschine angeordnet. In diesem Fall erstreckt sich die zweite Unterwalze bevorzugt über mehrere, insbesondere mehr als zwei Spinnstellen, insbesondere über eine oder mehrere Sektionen oder über sämtliche Spinnstellen in Maschinenlängsrichtung.
[0014] Die Unterwalzen der Streckwerkseinheiten sind entsprechend segmentiert und erstrecken sich vorzugsweise nur über den Streckwerksbereich einer Spinnstelle oder eines Spinnstellenpaares. Ebenso sind auch die Oberwalzen der Streckwerkseinheiten, wie dies bereits bei heutigen Spinnmaschinen bereits der Fall ist, segmentiert, d.h. sie erstrecken sich vorzugsweise auch nur über den Streckwerksbereich einer Spinnstelle oder eines Spinnstellenpaares.
[0015] Die Unterwalze(n) ist/sind bevorzugt über Lageraufnahmen mit dem Grundträger verbunden. Die Streckwerkseinheit ist zweckmässig über den Grundträger an der Spinnmaschine, insbesondere an einem Streckwerksträger, montier- und festlegbar. D.h. die Streckwerkseinheit liegt über den Grundträger dem Streckwerksträger auf. Der Grundträger kann hierzu erste Führungsmittel aufweisen, welche mit zweiten Führungsmitteln an der Spinnmaschine bzw. am Streckwerksträger zusammenwirken. Die Führungseinrichtung mit ersten und zweiten Führungsmitteln erlaubt die Positionierung und Ausrichtung der Streckwerkseinheit auf der Spinnmaschine. Die Führungseinrichtung kann sowohl für eine Positionierung der Streckwerkseinheit in Faserflussrichtung als auch quer dazu ausgelegt sein. Ferner kann die Führungseinrichtung auch zum Verstellen des Auslaufwinkels des Faserbandes, d.h. zur Verstellung der Streckwerksneigung, ausgelegt sein.
[0016] Am Grundträger können Verstellmittel vorgesehen sein, welche die Verschiebung der ersten Unterwalze und ggf. der Einlauf-Unterwalze und ggf. der zweiten Unterwalze gegenüber dem Grundträger quer zur Walzenachse in Faserflussrichtung erlauben. Auf diese Weise lässt sich die Grösse der Verzugsfelder, d.h. Walzenabstände, an der Streckwerkseinheit einstellen. Entsprechend sind jedoch auch Verstellmittel an der Belastungseinrichtung bzw. Führungsarm vorgesehen, welche die Verstellung der Oberwalze(n) quer zur Walzenachse in Faserflussrichtung, d.h. synchron zu der oder den Unterwalze(n) ermöglichen. Es ist auch möglich, dass die Verzugsdistanzen nur durch eine Verstellbarkeit der Oberwalzen veränderbar sind. Die Führungseinrichtung bzw. die Verstellmittel können eine Schienenführung, insbesondere eine Gleitschienenführung bzw. Schlittenführung beinhalten. Die Führungseinrichtung bzw. Verstellmittel können auch vorgegebene Raststellungen bzw. Lochungen aufweisen, über welche die Streckwerkseinheit bzw. die Unter- /Oberwalzen in bestimmte vorgegebene Positionen am Streckwerksträger bzw. an der Streckwerkseinheit (Grundträger bzw. Führungsarm) verschiebbar sind.
[0017] Ferner können Verstellmittel vorgesehen sein, welche die Verschiebung des Streckwerksträgers und/oder der Antriebswelle z.B. in Faserflussrichtung gegenüber der Spinnmaschine erlauben. So kann der Streckwerksträger bzw. die Antriebswelle über die Führungsmittel relativ zu Zylindersupporten an der Spinnmaschine verschiebbar angeordnet sein. Streckwerksträger und Antriebswelle können hierzu über ein gemeinsames oder getrenntes Verbindungsbauteil an die Zylindersupporte befestigt sein. Das oder die Verbindungsbauteile sind dann über die Verstellmittel (z. B. eine Langlochverbindung) gegenüber dem Zylindersupport verschiebbar.
[0018] Der Grundträger kann ein- oder mehrteilig, insbesondere zwei oder dreiteilig ausgebildet sein. Der Grundträger bzw. die einzelnen Grundträgerelemente können aus Walzprodukten (Blech, Platten), d.h. Flächenteilen, Gussteilen oder Pressteilen bestehen.
[0019] Der Grundträger kann ferner ein Gehäuse zur Aufnahme und/oder Halterung von Walzenlagern und/oder einer Getriebeanordnung beinhalten.
[0020] Mittels der Belastungseinrichtung ist die erste Oberwalze in Betriebsposition gegen die erste Unterwalze andrückbar. Enthält die Streckwerkseinheit eine zweite Oberwalze, so ist diese zweckmässig ebenfalls über die Belastungseinrichtung in Betriebsposition gegen die zweite Unterwalze anpressbar. Die Belastungseinrichtung enthält bevorzugt einen schwenkbaren Führungsarm, auch Belastungsarm genannt, an welchem die Oberwalze(n) über entsprechende Lageraufnahmen gelagert ist/sind. Der Führungsarm ist über eine Gelenkverbindung derart schwenkbar direkt oder indirekt an der Spinnmaschine und vorzugsweise an der Streckwerkseinheit gelagert, dass die Oberwalze(n) senkrecht zur Walzenachsenrichtung von der oder den Unterwalze(n) weg bzw. zu diesen hin geschwenkt werden kann/können. Der Führungsarm kann z. B. über ein weiteres Bauteil schwenkbar am Grundträger der Streckwerkseinheit befestigt sein.
[0021] Die Belastung des Führungsarms erfolgt vorzugsweise über eine Spanneinrichtung. Die Spanneinrichtung umfasst erste Spannmittel an der Belastungseinrichtung und zweite Spannmittel an der Streckwerkseinheit, insbesondere am Grundträger, und/oder an der Spinnmaschine, insbesondere am Streckwerksträger. Die Spanneinrichtung ist bevorzugt eine Schnellspannvorrichtung, wie z.B. weiter unten im Rahmen der Befestigungseinrichtung näher beschrieben wird. Dabei ist vorzugsweise die Spanneinrichtung Teil der Befestigungseinrichtung.
[0022] Die Befestigungseinrichtung enthält zweckmässig auf der Streckwerkseinheit angeordnete erste Befestigungsmittel, mittels welchen die Streckwerkseinheit im Zusammenwirken mit zweiten, an der Spinnmaschine und/oder ebenfalls an der Streckwerkseinheit angeordneten Befestigungsmitteln lösbar an der Spinnmaschine befestigbar bzw. arretierbar ist.
[0023] Die lösbare Befestigungseinrichtung ist bevorzugt ein Schnellverschluss, insbesondere eine Schnellspannvorrichtung. Schnellspannvorrichtungen, auch Schnellspanner genannt, sind Klemmvorrichtungen, die sich schnell und meist ohne Werkzeug von Hand lösen oder festsetzen (spannen) lassen. Die Schnellspannvorrichtung zeichnet sich durch eine Selbsthemmung in geschlossener Position aus. Zur Erzeugung der Selbsthemmung kann die Schnellspannvorrichtung mit einem Exzenter, welcher durch einen Hebel, dem so genannten Spannhebel, betätigt wird, zusammenarbeiten. Beim Spannvorgang wird der Exzenter etwas über einen Druckpunkt hinausgeschwenkt und mechanisch angeschlagen. Dadurch entsteht eine Selbsthemmung und der Schnellspanner kann sich nicht mehr von selbst öffnen. Die Schnellspannvorrichtung kann z.B. eine Hohlachse umfassen, durch welche eine Spannschraube hindurchreicht, die mittels eines Exzenterhebels fixiert wird.
[0024] Die Schnellspannvorrichtung kann auch an Stelle eines Exzenters ein Zusammenspiel von Nut und Nocken sein, bei welcher ein erstes, schwenkbares Befestigungsmittel (Spannhebel) bei Überschreiten eines Druckpunktes durch Einrasten eines Nockens in eine Nut in eine Selbsthemmposition fällt. Das erste Befestigungsmittel nimmt dabei die Nut oder den Nocken und das zweite Befestigungsmittel nimmt den Nocken oder die Nut auf.
[0025] Die Schnellspannvorrichtung kann auch nach dem Kniehebelprinzip arbeiten und entsprechend einem Kniehebel-Mechanismus umfassen, bei welchem ein über ein Gelenk (Knie) drehbar gelagerter Schliesshebel an einen Totpunkt führbar ist und bei Überschreiten des Totpunktes in eine selbsthemmende Verschlussposition fällt. Allen Schnellspannvorrichtungen ist gemeinsam, dass zur Einstellung der Selbsthemmung eine Hebelbewegung um eine Schwenkachse notwendig ist, welche zur Erreichung der Selbsthemmung über einen vorgegebenen Druckpunkt hinaus geführt werden muss.
[0026] Die Festlegekraft der Schnellspannvorrichtung in der Selbsthemmung, insbesondere wenn es sich um eine Spanneinrichtung für den Führungsarm handelt, ist bevorzugt einstellbar, insbesondere manuell, z. B. über eine Stellschraube, einstellbar. Festlegekraft bedeutet hier die von der Schnellspannvorrichtung auf die zu verbindenden Bauteile ausgeübte Spannung, d.h. Druck- bzw. Zugspannungskräfte, in der Selbsthemmposition. Die Festlegekraft der Schnellspannvorrichtung kann in Bezug auf die Belastung des Führungsarms in der Selbsthemmung so gewählt werden, dass die Oberwalzen zwar den Unterwalzen aufliegen bzw. an diese angedrückt werden, dass aber der Auflagedruck so gewählt ist, dass bei längerem Maschinenstillstand keine Deformation der Oberwalzen durch den Auflagedruck auftritt.
[0027] Zur Erzeugung einer zusätzlichen Betriebsbelastung auf den Führungsarm kann eine Druckerzeugungseinrichtung, z.B. an der Spinnmaschine, vorgesehen sein, welche über die zweiten Spannmittel einen zusätzlichen Druck auf den Führungsarm ausüben kann, welcher über den durch die Selbsthemmung erzeugten Auflagedruck hinausgeht.
[0028] Zur Ausführung der vorgenannten Weiterentwicklung können die zweiten Spannmittel einen schwenkbar am Grundträger der Streckwerkseinheit oder der Spinnmaschine befestigten Druckarm beinhalten, welcher in Betriebsposition in Wirkverbindung mit der Druckeinrichtung an der Spinnmaschine steht. Die Druckeinrichtung kann z.B. pneumatisch oder hydraulisch arbeiten. Hierzu sind Mittel vorgesehen, über welche von der Druckeinrichtung auf den Druckarm ein zusätzlicher Betriebsdruck ausgeübt werden kann, welcher vom Druckarm über dessen Schwenkachse umgeleitet und auf den Führungsarm übertragen wird. Die Druckeinrichtung kann individuell pro Spinnstelle bzw. Spinnstellenpaar, über mehrere Spinnstellen, z.B. über eine Sektion, oder über sämtliche Spinnstellen einer oder beider Maschinenseiten vorgesehen sein. In den letzteren Fällen kann von zentraler Stelle aus auf die Führungsarme mehrerer Spinnstellen ein zusätzlicher Betriebsdruck ausgeübt werden. Dies erlaubt eine gemeinsame Druckbeaufschlagung bzw. Druckentlastung für mehrere, z.B. sämtliche Spinnstellen, durch eine Druckeinrichtung. Die Druckeinrichtung kann z.B. im oder am Streckwerksträger angeordnet sein.
[0029] Der Streckwerksträger ist bevorzugt als offenes oder geschlossenes Längsprofil, z.B. Extrusions- oder Blechprofil, ausgebildet. Der Streckwerksträger kann z.B. ein T-, U-oder C-Profil sein. Ferner kann der Streckwerksträger auch ein Rohrprofil oder Mehrkantrohrprofil, insbesondere ein Viereck- oder Sechseckrohrprofil sein. Der Streckwerksträger erstreckt sich in Maschinenlängsrichtung über eine oder mehrere Spinnstellen einer Maschinenseite. Der Streckwerksträger kann ein- oder mehrteilig sein. Der Streckwerksträger ist bevorzugt an Zylindersupporten befestigt. Er kann jedoch auch an anderen Bauteilen des Maschinengestells befestigt sein.
[0030] Die Streckwerkseinheit ist antriebsmässig bevorzugt über eine Kupplungseinrichtung mit der Spinnmaschine verbunden, mittels welcher die erste Unterwalze an eine Antriebswelle der Spinnmaschine kuppelbar ist. Eine Kupplungseinrichtung ist hier ein Maschinenelement zur Übertragung von Drehmomenten bei Wellen. Dies kann ohne oder auch mit Verlagerung der Drehachsen geschehen. Die Kupplungseinrichtung ist dazu da, eine Verbindung zur Übertragung von Drehmoment von der Antriebswelle der Spinnmaschine auf die erste Unterwalze der Streckwerkseinheit herzustellen. Entsprechend enthält die Kupplungseinrichtung erste Kupplungsmittel an der Streckwerkseinheit und zweite Kupplungsmittel an der Spinnmaschine, welche miteinander z.B. Formkraft und/oder stoffschlüssig verbindbar sind. Die Antriebswelle an der Spinnmaschine erstreckt sich bevorzugt über mehrere, insbesondere mehr als zwei Spinnstellen, insbesondere über eine oder mehrere Sektionen oder über sämtliche Spinnstellen in Maschinenlängsrichtung und wird von der Spinnmaschine drehbar gelagert. Es können eine oder mehrere Antriebswellen in Maschinenlängsrichtung vorgesehen sein. Die Antriebswelle wird zweckmässig zentral über einen Antrieb oder über mehrere, entlang der Spinnmaschine verteilte Antriebe angetrieben.
[0031] Die erste Unterwalze nimmt also über die Kupplungseinrichtung Drehmoment von der Antriebswelle ab. Die Kupplungseinrichtung ist bevorzugt Teil einer Getriebeanordnung mit ersten Getriebemitteln an der Streckwerkseinheit und zweiten Getriebemitteln an der Spinnmaschine. Unter Getriebeanordnung sind hier bewegliche Verbindungen von Maschinenbauteilen zum Übertragen und/oder Umwandeln von Drehzahlen, Drehmomenten und/oder Drehrichtungen gemeint. Die Getriebeanordnung kann z. B. ein Zahnradgetriebe, ein Schneckenradgetriebe ein Reibradgetriebe sein. Ferner sind auch der Einsatz von Kettengetrieben oder Kurbelwellen denkbar. Zwischen Unterwalze und Antriebswelle ist bevorzugt ein Übersetzungsgetriebe vorgesehen.
[0032] Eine Kupplungseinrichtung kann z.B. Zahnräder an der Spinnmaschine und an der Streckwerkseinheit umfassen, welche im montierten Zustand der Streckwerkseinheit ineinander greifen. In den Ausführungsbeispielen sind besondere Ausführungsformen von Kupplungseinrichtungen sowie Getrieben dargestellt. Die einzelnen Kupplungseinrichtungen und Getriebe sind unabhängig vom verwendeten Streckwerkskonzept einsetzbar und daher nicht auf die jeweilige Streckwerksausführung beschränkt, mit welcher zusammen sie beschrieben werden.
[0033] Beinhaltet die Streckwerkseinheit auch die zweite Unterwalze, so ist diese bevorzugt in derselben Weise und mit denselben Mitteln wie oben beschrieben mit einer Antriebswelle an der Spinnmaschine verbunden. Die erste und zweite Unterwalze können ihr Drehmoment von derselben Antriebswelle an der Spinnmaschine beziehen. In diesem Fall ist wenigsten einer der Unterwalzen ein Übersetzungsgetriebe zugeordnet. Die erste und zweite Unterwalze können ihr Drehmoment auch von verschiedenen Antriebswellen an der Spinnmaschine beziehen. Beide Antriebswellen erstrecken sich bevorzugt über mehrere, insbesondere mehr als zwei Spinnstellen, insbesondere über eine oder mehrere Sektionen oder über sämtliche Spinnstellen in Maschinenlängsrichtung. Sie werden zweckmässig zentral über einen Antrieb oder über mehrere, entlang der Spinnmaschine verteilte Antriebe angetrieben.
[0034] Die Streckwerkseinheit kann jedoch auch mit einem oder mehreren elektromotorischen Einzelantrieb(en) zum Antreiben der ersten und/oder der zweiten Unterwalze ausgerüstet sein. Der Einzelantrieb treibt die Unterwalze direkt oder indirekt über ein Getriebe an. Ein allfälliges Getriebe ist ebenfalls Teil der Streckwerkseinheit. Pro Streckwerkseinheit ist folglich ein Einzelantrieb für die erste Unterwalze vorgesehen. An den Streckwerkseinheiten sind entsprechend Schnittstellen vorgesehen, über welche die Einzelantriebe an die Stromversorgung der Spinnmaschine angeschlossen werden können. Ferner sind Datenschnittstellen vorgesehen, über welche die Antriebe an die Maschinensteuerung oder an eine andere Steuerungen ausserhalb der Streckwerkseinheit angeschlossen werden können. Enthält die Streckwerkseinheit zwei Unterwalzen, so können beide über einen gemeinsamen oder zwei separate Einzelantriebe angetrieben werden oder eine der Unterwalzen kann wie oben beschrieben über eine Antriebswelle an der Spinnmaschine angetrieben werden.
[0035] Die Erfindung betrifft im Weiteren eine Spinnmaschine mit wenigstens einer und vorzugsweise einer Vielzahl von Streckwerkseinheiten gemäss Erfindung. Die Spinnmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass die Streckwerkseinheit als Baugruppe lösbar über eine Befestigungseinrichtung an der Spinnmaschine angebracht ist.
[0036] Die Streckwerkseinheit ist über den Grundträger an der Spinnmaschine, insbesondere am Streckwerksträger, angebracht. Der Grundträger kann erste Führungsmittel aufweisen, welche mit zweiten Führungsmitteln an einem Bauteil, insbesondere an einem Streckwerksträger, der Spinnmaschine zusammenwirken. Die Führungseinrichtung mit ersten und zweiten Führungsmitteln erlaubt die Positionierung und Ausrichtung der Streckwerkseinheit auf der Spinnmaschine. Die Führungseinrichtung kann eine Schienenführung, insbesondere eine Gleitschienenführung, umfassen, mittels welcher die Streckwerkseinheit auf den Streckwerksträger oder ein anderes Bauteil an der Spinnmaschine aufgeschoben, an die richtige Position geschoben und mittels Befestigungseinrichtung fixiert bzw. arretiert wird.
[0037] Die Spinnmaschine enthält bevorzugt eine sich über mehrere Spinnstellen, insbesondere über mehr als zwei Spinnstellen, vorteilhaft über eine oder mehrere Sektionen und besonders vorteilhaft über sämtlich Spinnstellen erstreckende, angetriebene Welle. Zweite Kupplungsmittel sind einerseits direkt oder indirekt mit der angetriebenen Welle und andererseits mit den ersten Kupplungsmitteln an der Streckwerkseinheit verbunden, so dass Drehmoment von der Welle abgenommen und der ersten Unterwalze der Streckwerkseinheit zum Antreiben derselbigen zugeführt werden kann. Pro Spinnstelle bzw. pro Spinnstellenpaar ist jeweils eine solche Kupplungseinrichtung vorgesehen.
[0038] Eine Spinnmaschine mit erfindungsgemässem Streckwerk enthält eine Mehrzahl von in Maschinenlängsrichtung nebeneinander angeordneten Spinnstellen mit Streckwerken. Die Spinnstellen können nur auf einer Maschinenseite oder spiegelverkehrt auf beiden Maschinenseiten angeordnet sein. Mehrere Spinnstellen können in Maschinenlängsrichtung in Sektionen unterteilt sein.
[0039] Bei zweiseitigen Spinnmaschinen kann für jede Maschinenseite zum Antreiben der ersten Unterwalze der Streckwerkseinheit eine separate Antriebswelle vorgesehen sein. Es ist jedoch auch möglich, dass eine gemeinsame Antriebswelle für beide Maschinenseiten vorgesehen ist. Entsprechend führen Kupplungseinrichtungen zu den Spinnstellen beider Maschinenseiten hin. In diesem Fall ist die Antriebswelle in Querschnittsansicht vorzugsweise zentral in der Maschinenmitte angeordnet.
[0040] Die Spinnmaschine enthält bevorzugt einen sich entlang mehrerer Spinnstellen, vorzugsweise über mehr als zwei Spinnstellen, insbesondere über eine oder mehrere Sektionen und besonders bevorzugt über sämtlich Spinnstellen einer Maschinenseite erstreckender Streckwerksträger. Am Streckwerksträger sind pro Spinnstelle oder Spinnstellenpaar bevorzugt zweite Befestigungsmittel zur Aufnahme einer Streckwerkseinheit angebracht. Ferner können am Streckwerksträger wie schon erwähnt auch zweite Führungsmittel angeordnet sein.
[0041] Über die Befestigungseinrichtung erfolgt vorzugsweise sowohl die Arretierung der Streckwerkseinheit an der Spinnmaschine als auch die Belastung des Führungsarms, d.h. der Andruck der Oberwalzen an die Unterwalzen. Die Betriebsbelastung des Führungsarmes kann wie bereits oben beschrieben in bekannter Weise pneumatisch oder hydraulisch erfolgen. Entsprechend kann eine pneumatische oder hydraulische Druckeinrichtung an der Spinnmaschine vorgesehen sein.
[0042] Dabei kann die Streckwerkseinheit der Spinnmaschine eine Belastungseinrichtung mit Führungsarm enthalten, und die Belastung des Führungsarms über eine Spanneinrichtung mit ersten Spannmitteln am Führungsarm und zweiten Spannmitteln an der Spinnmaschine und/oder an der Streckwerkseinheit erfolgen, wobei die Spanneinrichtung vorzugsweise Teil der Befestigungseinrichtung ist.
[0043] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass sowohl die Arretierung der Streckwerkseinheit an der Spinnmaschine als auch die Belastung des Führungsarms über die Befestigungseinrichtung erfolgt.
[0044] Vorteilhaft ist, wenn die Befestigungseinrichtung und/oder Spanneinrichtung ein Schnellverschluss, insbesondere eine Schnellspanneinrichtung ist.
[0045] Des Weiteren wird eine Ausführung an einer Spinnmaschine vorgeschlagen, wobei die zweiten Spannmittel einen schwenkbar am Grundträger der Streckwerkseinheit oder der Spinnmaschine befestigten Druckarm umfassen, welcher in Betriebsposition in Wirkverbindung mit einer Druckeinrichtung, vorzugsweise pneumatischen oder hydraulischen Druckeinrichtung, an der Spinnmaschine steht, und die ersten und zweiten Spannmittel in Betriebsposition derart in Wirkverbindung zueinander stehen, dass die Spannmittel unter Andruck bzw. Auflage der am Führungsarm befestigten Oberwalzen an ihre korrespondierenden Unterwalzen eine Selbsthemmung ausbilden, und der Führungsarm mittels Druckbeaufschlagung am Druckarm durch die Druckeinrichtung über die durch die Selbsthemmung bewirkte Belastung hinaus zusätzlich belastbar ist.
[0046] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn die Streckwerkseinheit über den Grundträger am Streckwerksträger anliegt und an der Spinnmaschine befestigt ist.
[0047] Die Streckwerkseinheit kann für eine oder zwei benachbarte Spinnstellen ausgelegt sein. In bevorzugter Ausführung der Erfindung ist die Streckwerkseinheit als Zwillingsstreckwerkseinheit für zwei benachbarte Spinnstellen ausgelegt. Die Unterwalze(n) der Streckwerkseinheit enthält bzw. enthalten für die beiden Spinnstellen jeweils je einen Unterwalzenabschnitt, welche über eine Verbindungsachse miteinander zu einem Zwillingswalzenpaar verbunden sind und durch einen gemeinsamen Antrieb angetrieben werden bzw. über eine gemeinsame Kupplungseinrichtung mit einer Antriebswelle an der Spinnmaschine verbunden sind. Der Führungsarm ist bevorzugt als Pendelträger ausgebildet, welcher die als Zwillingswalzenpaare ausgebildeten Oberwalze(n) aufnimmt.
[0048] Die Spinnmaschine kann ein, in Prozessrichtung betrachtet, dem ersten Walzenpaar vorgelagertes Einlaufwalzenpaar enthalten. Zwischen dem Einlaufwalzenpaar und dem ersten Walzenpaar wird eine Vorverzugszone ausgebildet. Die Unter- oder Oberwalze des Einlaufwalzenpaares sind angetrieben. Bevorzugt ist jedoch die Einlaufunterwalze angetrieben. In diesem Fall erstreckt sich die angetriebene Einlauf-Unterwalze bevorzugt über mehrere, insbesondere mehr als zwei Spinnstellen, insbesondere über eine oder mehrere Sektionen oder über sämtliche Spinnstellen in Maschinenlängsrichtung.
[0049] Grundsätzlich kann die Einlauf-Unterwalze und/oder Einlauf-Oberwalze auch an der Streckwerkseinheit angebracht sein. Die Einlauf-Oberwalze würde in diesem Fall ebenfalls über Lageraufnahmen von der Belastungseinrichtung bzw. vom Führungsarm getragen. Die Streckwerkseinheit kann ferner eine Kupplungseinrichtung aufweisen, mittels welcher die Einlauf-Unterwalze an eine Antriebswelle der Spinnmaschine kuppelbar ist. Die Antriebswelle der Einlaufwalze erstreckt sich bevorzugt über mehrere, insbesondere mehr als zwei Spinnstellen, insbesondere über eine oder mehrere Sektionen oder über sämtliche Spinnstellen in Maschinenlängsrichtung. Alternativ dazu kann die Streckwerkseinheit einen elektromotorischen Einzelantrieb zum Antreiben der Einlauf-Unterwalze enthalten. Zwischen der Einlaufunterwalze und dem Antrieb kann eine Getriebeanordnung vorgesehen sein. Allfällige Kupplungseinrichtungen können Teil von Getriebeanordnungen pro Spinnstelle oder Spinnstellenpaar sein. Bei zweiseitigen Spinnmaschinen kann für jede Maschinenseite zum Antreiben der Einlauf-Unterwalze eine Antriebswelle vorgesehen sein. Es ist jedoch auch möglich, dass eine gemeinsame Antriebswelle für beide Maschinenseiten vorgesehen ist. Entsprechend führen zweite Kupplungsmittel für die jeweiligen Spinnstellen oder Spinnstellenpaare zu beiden Maschinenseiten hin. In diesem Fall ist die Antriebswelle für die Einlaufwalze in Querschnittsansicht vorzugsweise zentral in der Maschinenmitte angeordnet. Für weitere Ausführungen zum Antriebskonzept der Einlauf-Unterwalze wird auf die Ausführungen zum Antrieb der ersten Unterwalze weiter oben Bezug genommen, welche auch für die Einlauf-Unterwalze Gültigkeit haben sollen. Es ist auch möglich, dass die Spinnmaschine kein Einlaufwalzenpaar und somit kein Vorverzugsfeld aufweist.
[0050] Ablaufseitig der Verstreckungszone des Streckwerks kann ferner eine pneumatische Verdichtungseinrichtung angeordnet sein, welche das verstreckte Faserband verdichtet. Gemäss dieser besonderen Weiterentwicklung entspricht die Auslauf-Unterwalze vorzugsweise einer angetriebene Saugwalze. Die Auslauf-Oberwalze liegt in Betriebsposition der Saugwalze auf und bildet mit dieser die Auslaufklemmlinie aus. Im Anschluss an die Auslauf-Oberwalze ist in Prozessrichtung eine Drehsperr-Oberwalze angeordnet, welche zusammen mit der Saugwalze einen Drehsperrspalt ausbildet. Zwischen Auslauf-Oberwalze und Drehsperr-Oberwalze liegt die Verdichtungszone auf der Saugwalze. Die Drehsperr-Oberwalze ist bevorzugt ebenfalls an der Belastungseinrichtung, insbesondere über eine Lageraufnahme am Führungsarm der Streckwerkseinheit angeordnet. Die Saugwalze und die dazugehörige Absaugeinrichtung hingegen sind zweckmässig an der Spinnmaschine angebracht und erstrecken sich über eine oder mehrere Spinnstellen in Maschinenlängsrichtung. Eine solche Verdichtungseinrichtung ist z.B. in der EP-A-1 304 403 oder DE-19 625 526 beschrieben.
[0051] Anstelle einer Saugwalze mit angetriebenen Aussenumfang kann auch im Anschluss an die Verdichtungszone, d.h. im Anschluss an das Auslaufwalzen paar ein Unterdruckkanal für Faserbündelungseinrichtungen aus einem rohrförmigen Grundträger vorgesehen sein, dessen Aussenkontur pro Spinnstelle für ein luftdurchlässiges Transportband eine erste Gleitfläche enthält, die einen im Wesentlichen in Umfangsrichtung des Grundträgers verlaufenden Saugschlitz aufweist. Der Drehsperrspalt wird hier durch den Grundträger und einer Drehsperr-Oberwalze ausgebildet, welche im Anschluss an die Verdichtungszone dem Grundträger anliegt. Die Drehsperrwalze kann z. B. angetrieben sein und auf diese Weise wiederum das Transportband antreiben. Die Drehsperr-Oberwalze ist auch hier vorzugsweise mit der Belastungseinrichtung, insbesondere über eine Lageraufnahme mit dem Führungsarm der Streckwerkseinheit verbunden. Der Unterdruckkanal und die dazugehörige Absaugeinrichtung hingegen sind zweckmässig an der Spinnmaschine angebracht und erstrecken sich über eine oder mehrere Spinnstellen in Maschinenlängsrichtung. Eine derartige Einrichtung ist z.B. in der DE-A-10 2004 062 796 beschrieben.
[0052] Die Spinnmaschine oder die Streckwerkseinheiten können ferner Aggregate zur Herstellung von Effektgarn und/oder Core-Garn enthalten. Bei Core-Garn können dies z.B. Umlenkführungen sein, welche das Core-Garn dem Faserverband an gewünschter Stelle zuführen.
[0053] Im Anschluss an die Streckwerkseinheit bzw. die Verdichtungseinrichtung folgt an jeder Spinnstelle eine Drehungserteilungs- und Aufwindevorrichtung für das Garn.
[0054] Die erfindungsgemässe Spinnmaschine mit Streckwerk ist bevorzugt eine Luftdüsenspinn-, Ringspinn-, Trichterspinn-, Schlaufenspinn, Topfspinnmaschine oder eine Vorgarnspinnmaschine, insbesondere ein Flyer.
[0055] Im nachfolgenden wird näher auf das Streckwerk eingegangen. Die Streckwerkseinheit bzw. das Streckwerk an der Spinnmaschine ist nicht auf einen bestimmten Streckwerkstyp beschränkt. Vielmehr lassen sich verschiedene Streckwerkskonzepte im Rahmen dieser Erfindung umsetzen. Es ist sogar ein besonderer Vorteil vorliegender Erfindung, dass an einer Spinnmaschine im Sinne des ebenfalls beanspruchten Bausatz-Konzeptes verschiedene Streckwerkstypen einsetzbar sind. Eine detaillierte Beschreibung der nachfolgend genannten, möglichen Streckwerkstypen findet sich z.B. in der PCT-Anmeldung PCT/CH2007/000 435.
[0056] Die Streckwerkseinheit ist gemäss einer ersten Streckwerksausführung Teil eines herkömmlichen Doppelriemchenstreckwerks. Die erste Unterwalze wird von einem über eine Umlenkeinrichtung, vorzugsweise Umlenkbrücke, geführtes Unterriemchen umschlungen. Die erste Oberwalze ihrerseits wird von einem in einem Käfig geführten Oberriemchen umschlungen. Unter- und Oberriemchen bilden auf diese Weise eine Riemchenführung aus, über welche der Faserverband in der Hauptverzugszone geführt wird. Die Streckwerkseinheit kann ferner eine Spanneinrichtung, z.B. mit Spannfeder, umfassen, welche das Unterriemchen spannt und auf diese Weise für einen gleichmässigen Riemchenlauf sorgt.
[0057] Die Streckwerkseinheit ist gemäss einer zweiten Streckwerksausführung Teil eines bereits in der Beschreibungseinleitung erörterten Kepa-Streckwerks. Das Kepa-Streckwerk enthält ein Kepa-Walzenpaar mit einer Ober- und Unterwalze, welche ein Hauptverzugsfeld ausbilden. Um die Oberwalze ist ein Oberriemchen geschlungen und über eine entsprechende Führung bzw. Riemchenkäfig derart gespannt, dass dieses die so genannte Kepa-Unterwalze über einen Teil ihres Umfangs umschlingt. Das heisst, das Oberriemchen läuft entlang eines Teilumfanges der Kepa-Unterwalze. Im Bereich der gemeinsamen Teilumschlingung wird das Faserband zwischen dem Oberriemchen und der Kepa-Unterwalze geführt. Die Kepa- Unterwalze zeichnet sich einerseits dadurch aus, dass diese nicht von einem Unterriemchen umschlungen ist und andererseits, dass diese wesentlich grösser ausgebildet als die dazugehörige Oberwalze bzw. als die Hauptverzugs-Unterwalze herkömmlicher Doppelriemchen-Streckwerke. Das Kepa-Walzenpaar entspricht in vorliegender Erfindung dem ersten Walzenpaar.
[0058] Die Streckwerkseinheit ist gemäss einer dritten Streckwerksausführung Teil eines Doppelriemchenstreckwerks mit grosser Unterwalze. Die Unterwalze ist hier ebenfalls von einem Unterriemchen umschlungen. Der Durchmesser der Unterwalze ist jedoch wesentlich grösser als jener der Oberwalze bzw. jener von herkömmlichen Doppel-Riemchenstreckwerken, und kann z.B. dem Durchmesser einer Kepa-Unterwalze entsprechen. Dementsprechend ist der Umschlingungswinkel zwischen Unterwalze und Unterriemchen wesentlich grösser als bei herkömmlichen Doppel-Riemchenstreckwerken. Die Unterwalze ist bevorzugt mit einem Werkstoff von hoher Reibung, z.B. mit einem Gummiwerkstoff, beschichtet. Auf diese Weise kann der Schlupf zwischen Riemchen und Unterwalzen verringert werden.
[0059] Das Unterriemchen wird über eine Umlenkeinrichtung, insbesondere eine Umlenkbrücke, geführt. Das Oberriemchen kann analog zum Kepa-Streckwerk die Hauptverzug-Unterwalze in einem Teilumfang, welcher zudem ebenfalls vom Unterriemchen umschlungen wird, umschlingen. Ober- und Unterriemchen können also gemäss dieser Weiterentwicklung der Erfindung gemeinsam einen Teilumfang der Unterwalze umschlingen. Umschlingen heisst, dem Aussenumfang der entsprechenden Walze folgen. Beim Unterriemchen bedeutet Umschlingung zudem, dass dieses über den Umschlingungsbereich mit der Unterwalze einen Reibschluss ausbildet. Im Bereich der gemeinsamen Teilumschlingung wird das Faserband zwischen Ober- und Unterriemchen geführt. Die Ausdehnung des genannten Teilumfanges kann den oben im Zusammenhang mit dem Kepa-Streckwerk genannten Grössenordnungen entsprechen.
[0060] Zusätzlich oder alternativ dazu kann ablaufseitig der Hauptverzugszone eine Umlenkführung für das Unterriemchen zum Ausgangswalzenpaar hin vorgesehen sein, welche bewirkt, dass das Unterriemchen in einem Winkel, z.B. tangential, in Faserflussrichtung von der Unterwalze wegläuft. Das Oberriemchen folgt dabei vorzugsweise dem Lauf des Unterriemchens, so dass zwischen Unter- und Oberriemchen ein geführter Bereich ausgebildet wird. D.h., es wird ein geführter Bereich für das Faserband zwischen der grossen Unterwalze und dem Auslaufwalzenpaar hergestellt.
[0061] In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Oberriemchen keine oder eine nur unbedeutende Teilumschlingung mit der Hauptverzug-Unterwalze eingeht. Bei dieser Ausführungsform wird das Unterriemchen in einem dem Oberriemchen zugewandten Abschnitt in etwa tangential von der Hauptverzug-Unterwalze weggeführt und über eine in Faserflussrichtung im Anschluss an die und im Abstand zur Hauptverzug-Unterwalze angeordnete Führung, insbesondere Umlenkbrücke, geführt. Das in einem Käfig geführte Oberriemchen bildet mit dem Unterriemchen zwischen dem Klemmbereich der ersten Ober- und Unterwalze und der Umlenkbrücke eine Führungszone für das Faserband aus.
[0062] Das besondere an der beschriebenen Unterwalze mit Riemchenführung ist, dass das Unterriemchen im Gegensatz zur herkömmlichen Unterriemchenführung über einen wesentlich grösseren Teilumfang der Hauptverzug-Unterwalze geführt wird. Damit wird der Schlupf zwischen Unterwalze und Unterriemchen erheblich reduziert.
[0063] Der Umschlingungswinkel a des Unterriemchens an der grossen Unterwalze beträgt zweckmässig 140° oder mehr, vorzugsweise 180° oder mehr. Der Umschlingungswinkel a beträgt ferner bevorzugt 270° oder weniger, und insbesondere 225° oder weniger. Der Umschlingungswinkel definiert jenen Umfangsbereich der Unterwalze, an welchem das Riemchen anliegt und entsprechend eine Antriebsübertragung erfährt.
[0064] Die grosse Unterwalze gemäss der zweiten und dritten Streckwerksausführung kann einen Durchmesser D von 30 mm oder grösser, vorzugsweise 35 mm oder grösser, insbesondere 40 mm oder grösser und besonders vorteilhaft 50 mm oder grösser aufweisen. Der Durchmesser D ist zweckmässig 100 mm oder kleiner, vorzugsweise 80 mm oder kleiner und insbesondere 70 mm oder kleiner. Ein besonders bevorzugter Durchmesserbereich liegt bei 45 bis 60 mm. Das, die grosse Unterwalze enthaltende Hauptverzug-Streckwerkswalzenpaar mit oder ohne Unterriemchenführung weist ein bevorzugtes Durchmesserverhältnis Unter- zu Oberwalze von 1.2 oder grösser, insbesondere 1.5 oder grösser, vorteilhaft 1.8 oder grösser auf. Das Durchmesserverhältnis ist bevorzugt 3 oder kleiner, insbesondere 2.5 oder kleiner und vorteilhaft 2.2 oder kleiner.
[0065] Der Oberriemchenkäfig, wie auch Riemchenführungen, z. B. Umlenkbrücken, Spanneinrichtungen oder Seitenführungselemente für das Unterriemchen sind bevorzugt am Grundträger befestigt.
[0066] Zur Vermeidung eines Schlupfes zwischen Walze und Führungsriemchen können formschlüssige Führungen, wie z. B. Verzahnungen zwischen den bewegten Bauteilen vorgesehen sein.
[0067] Zusammengefasst kann das erfindungsgemässe Streckwerk folgende formschlüssige Antriebsführungen, wie Verzahnungen, einzeln oder in beliebiger Kombination miteinander enthalten: <tb>a.<sep>das Unterriemchen der ersten Unterwalze weist eine Innenverzahnung auf, die mit der Aussenverzahnung der ersten Unterwalze kämmt, bzw. in Eingriff steht; <tb>b.<sep>das Unterriemchen der ersten Unterwalze weist eine Aussenverzahnung auf, welche mit einer Aussenverzahnung des Oberriemchens der ersten Oberwalze kämmt, bzw. in Eingriff steht; <tb>c.<sep>das Oberriemchen der ersten Oberwalze weist eine Aussenverzahnung auf, welche mit einer Aussenverzahnung an der ersten Unterwalze kämmt, bzw. in Eingriff steht; <tb>d.<sep>die erste Oberwalze weist eine Aussenverzahnung auf, welche mit der Aussenverzahnung ersten Unterwalze kämmt, bzw. in Eingriff steht. Die Aussenverzahnung der beiden ersten Walzen kann der Aussenverzahnung gemäss Punkt a. bzw. d. entsprechen. <tb>e.<sep>das Unterriemchen der ersten Unterwalze weist eine Aussenverzahnung auf, welche mit einer Aussenverzahnung der ersten Oberwalze kämmt, bzw. in Eingriff steht;
[0068] Der Begriff Verzahnung bedeutet im Rahmen dieser Patentanmeldung eine beliebige Anordnung von Erhöhungen und/oder Vertiefungen bzw. Durchbrüchen in der Oberfläche des entsprechenden Maschinenteils, wobei am gegenüberliegenden Maschinenteil gegengleich ausgebildete Vertiefungen und/oder Erhöhungen zu finden sind, so dass die beiden erwähnten Teile im formschlüssigen Eingriff miteinander stehen, d.h. kämmen. Eine detaillierte Beschreibung solcher Formschlussverbindungen finden sich ebenfalls in der PCT-Anmeldung PCT/CH2007/000 435.
[0069] Die Streckwerkseinheiten desselben Streckwerkstyps oder unterschiedlichen Streckwerkstyps zeichnen sich im Weiteren bevorzugt dadurch aus, dass ihre Verbindungsschnittstellen zur Spinnmaschine in Bezug auf die Befestigungseinrichtung und ggf. Führungseinrichtung und/oder der Spanneinrichtung kompatibel zueinander sind.
[0070] Ferner sollen im Hinblick auf die gewünschte Austauschbarkeit von Streckwerkseinheiten an der Spinnmaschine die im Rahmen eines Antriebskonzepts erarbeiteten Antriebsschnittstellen (Kupplungseinrichtung) zwischen der ersten und gegebenenfalls weiteren Unterwalzen und der oder den Antriebswellen der Spinnmaschine unabhängig von dem auf der Streckwerkseinheit realisierten Streckwerkstyp kompatibel zueinander sein.
[0071] Auf diese Weise lassen sich Streckwerkseinheiten einfach und mit geringem Aufwand und unabhängig vom Streckwerkstyp gegen andere Streckwerkseinheiten auswechseln. So lassen sich an den einzelnen Spinnstellen bzw. Spinnstellenpaaren durch gezielten Einsatz von bestimmten Streckwerkstypen und spezifischen Streckwerkseinstellungen unterschiedliche Garne herstellen. Durch die Segmentierung der Unterwalze(n) auf die einzelnen Streckwerke oder Zwillingsstreckwerke lassen sich auch die Walzenabstände und somit die Verzugsfelder oder andere Geometrien im Streckwerk individuell einstellen. Die Streckwerke bzw. Zwillingsstreckwerke lassen sich ferner unabhängig von den anderen (Zwillings-) Streckwerken betreiben oder ausser Betrieb setzen.
[0072] Werden die einzelnen Streckwerke bzw. Zwillingsstreckwerke von den anderen Streckwerken unabhängig angetrieben und angesteuert, so lassen sich auf einer Spinnmaschine unterschiedliche Garnnummern verarbeiten. Ferner können auf derselben Spinnmaschine auch unterschiedliche Rohstoffe bzw. Rohstoffzusammensetzungen verarbeitet und somit an verschiedenen Spinnstellen Garne aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Die Streckwerke tragen die dem herzustellenden Garn entsprechenden Streckwerkseinheiten und weisen entsprechende Einstellungen, wie Walzenabstände auf. Im Weiteren lässt sich auf einer Spinnmaschine neben normalem Garn gleichzeitig auch Effektgarn und/oder Core-Garn herstellen. Dies setzt jedoch bevorzugt einen Einzelantrieb zumindest für die erste Unterwalze voraus. Die Streckwerke können individuell angesteuert werden. D.h. je nach herzustellendem Garn, läuft an den einzelnen Streckwerken ein unterschiedliches Spinnprogramm ab.
[0073] Im Weiteren kann an der Spinnmaschine ein Fadenbruchüberwachungssystem mit Fadenbruchsensoren installiert sein. Über eine entsprechende Steuerung und Aktorik kann nun bei Meldung eines Fadenbruchs an einer Spinnstelle die betreffende Spinnstelle oder das Spinnstellenpaar bzw. das dazugehörige Streckwerk stillgelegt werden, wobei die verbleibenden Spinnstellen weiterhin in Betrieb bleiben. Dies kann geschehen, indem z.B. der Einzelantrieb der Unterwalze(n) abgeschaltet oder eine Kupplungsverbindung zwischen Unterwalze(n) und Antriebswelle(n) der Spinnmaschine gelöst wird.
[0074] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert, wobei die Beschreibung nicht als abschliessend verstanden werden soll, sondern lediglich der Anschaulichkeit dient. Es zeigen: <tb>Fig. 1:<sep>eine schematische Querschnittsansicht einer Aufnahmeeinrichtung einer Spinnmaschine für die Streckwerkseinheiten; <tb>Fig. 2a:<sep>eine erste Ausführungsform einer Streckwerkseinheit; <tb>Fig. 2b:<sep>eine erste Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit; <tb>Fig. 2c:<sep>eine erste Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer ersten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 2d:<sep>eine erste Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer zweiten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 2e:<sep>eine erste Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer dritten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 3a:<sep>eine zweite Ausführungsform einer Streckwerkseinheit; <tb>Fig. 3b:<sep>eine zweite Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit; <tb>Fig. 3c:<sep>eine zweite Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer ersten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 3d:<sep>eine zweite Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer zweiten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 3e:<sep>eine zweite Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer dritten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 4a:<sep>eine dritte Ausführungsform einer Streckwerkseinheit; <tb>Fig. 4b:<sep>eine dritte Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit; <tb>Fig. 4c:<sep>eine dritte Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer ersten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 4d:<sep>eine dritte Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer zweiten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 4e:<sep>eine dritte Ausführungsform einer an der Spinnmaschine befestigten Streckwerkseinheit mit einer dritten Ausführung für den Walzenantrieb; <tb>Fig. 5a:<sep>eine vierte Ausführungsform einer Streckwerkseinheit; <tb>Fig. 5b:<sep>einen Detailausschnitt aus der Ausführungsform gemäss Fig. 5a.
[0075] Die Fig. 1 zeigt eine schematische Querschnittsansicht einer Aufnahmeeinrichtung 1 einer Spinnmaschine für Streckwerkseinheiten 35, 65, 95. Die Aufnahmeeinrichtung umfasst einen sich in Maschinenlängsrichtung erstreckenden Streckwerksträger 4, welcher z.B. ein Profil, insbesondere ein Extrusionsprofil oder Blechprofil sein kann. Am Streckwerksträger 4 sind zweite Befestigungsmittel bzw. zweite Spannmittel 3 zum arretieren der Streckwerkseinheit bzw. zum Belasten des Führungsarmes angeordnet. Die Spinnmaschine weist ferner eine entlang mehrerer Spinnstellen, vorzugsweise mehr als zwei Spinnstellen, verlaufende, angetriebene Auslaufunterwalze 2 auf. Bei einem Verdichtungsstreckwerk (nicht gezeigt in den Figuren) kann diese Auslaufunterwalze auch eine angetriebene Saugwalze sein. Die Aufnahmeeinrichtung bildet die Basis zur Aufnahme von Streckwerkseinheiten 35, 65, 95 von verschiedenen Streckwerkstypen gemäss den Fig. 2a, 3a und 4a.
[0076] Allen gezeigten Streckwerkseinheiten 35, 75, 95 ist gemeinsam, das diese eine erste Unterwalze 22, 42, 72 enthalten, welche über entsprechende Lageraufnahmen auf einem Grundträger 17, 47, 77 gehaltert sind. Ferner enthält die Streckwerkseinheit 35, 75, 95 eine erste Oberwalze 21, 41, 71 und im Anschluss an die erste Oberwalze 21, 41, 71 in Prozessrichtung eine zweite Oberwalze 19, 49, 79, welche der Auslaufoberwalze entspricht. Die Streckwerkseinheit 35, 75, 95 umfasst überdies eine Belastungseinrichtung 12, 42, 72, welche über ein Grundelement 14, 44, 74 mit dem Grundträger 17, 47, 77 verbunden ist. Die Belastungseinrichtung 12, 42, 72 enthält ferner einen Führungsarm 13, 43, 73, welcher über ein Drehgelenk 15, 45, 75 mit dem Grundelement 14, 44, 74 verbunden ist. Die erste und zweite Oberwalze 21, 41, 71; 19, 49, 79 sind über Lageraufnahmen 20, 40, 70; 18, 48, 78 am Führungsarm 13, 43, 73 angeordnet.
[0077] Im Weiteren enthalten die Streckwerkseinheiten 35, 75, 95 erste Befestigungs- bzw. Spannmittel, umfassend einen Spannhebel 16, 46, 76, mittels welchem im Zusammenwirken mit den zweiten Befestigungs- bzw. Spannmittel 3, umfassend eine Führungsstange, sowie Exzentermitteln (nicht gezeigt) die Streckwerkseinheit 35, 75, 95 am Streckwerksträger 4 der Spinnmaschine befestigt und der Führungsarm belastet wird.
[0078] Die Fig. 2a, 3a und 4azeigen drei Streckwerkseinheiten 35, 75, 95 mit jeweils einem unterschiedlichen Streckwerktyp, welche jedoch bezüglich ihrer Befestigung (mittels Befestigungseinrichtung) und ggf. Führung (mittels Führungseinrichtung) an der Spinnmaschine kompatibel zueinander sind. D.h. die Verbindungsschnittstellen zwischen Grundträger und Streckwerksträger sind trotz unterschiedlicher Streckwerksausführungen immer kompatibel zueinander. Gemäss den Fig. 2a, 3aund 4a sind die Streckwerkseinheiten 35, 75, 95 über den Grundträger 17, 47, 77 jeweils auf den Streckwerksträger 4 aufgesetzt. Die Führungsstange 3 der Befestigungs- bzw. Spanneinrichtung greift im montieren Zustand der Streckwerkseinheit 35, 75, 95 durch eine Bohrung in den ersten Spann- bzw. Befestigungsmitteln. Durch Umlegen des Spannhebels 16, 46, 76 wird die Befestigungs- bzw. Spanneinrichtung in eine selbsthemmende Position geführt, in welcher die Streckwerkseinheit 35, 75, 95 am Streckwerksträger 4 fixiert und der Führungsarm 13, 43, 73 mit den Oberwalzen 21, 41, 71; 19, 49, 79 belastet ist. Die erste Oberwalze 21, 41, 71 liegt im belasteten Zustand des Führungsarms 13, 43, 73 unter Ausbildung eines Klemmbereiches der ersten Unterwalze auf. Die zweite Oberwalze 19, 49, 79 liegt im belasteten Zustand des Führungsarms 13, 43, 73 unter Ausbildung einer Klemmlinie der zweiten Unterwalze 2 an der Spinnmaschine auf. Zwischen dem ersten und zweiten Walzenpaar wird jeweils ein Hauptverzugsfeld ausgebildet.
[0079] Die Fig. 2a zeigt eine erste Ausführungsform einer Streckwerkseinheit 35, welche als Doppelriemchenstreckwerk ausgebildet ist. Bei der ersten Unterwalze 22 handelt es sich um eine grosse Unterwalze 22. Die Unterwalze 22 wird von einem Unterriemchen 25 umschlungen, welches über eine Umlenkbrücke 27 geführt ist. Um die erste Oberwalze 20 ist ein Oberriemchen 26 geschlungen, welches in einem Käfig 28 geführt ist. Das Oberriemchen 26 und Unterriemchen 25 bilden in Betriebsposition eine Faserführung im Streckfeld aus. Im Gegensatz zu herkömmlichen Doppelriemchenstreckwerken (siehe Fig. 4a) enthält vorliegende Einrichtung keine Unterriemchenspannvorrichtung. Ferner weist das Unterriemchen an der ersten Unterwalze einen wesentlich grösseren Umschlingungswinkel auf. Die beschriebene Streckwerkseinheit gehört zur dritten Streckwerksausführung gemäss dem allgemeinen Beschreibungsteil. Für weitere Details wird auf entsprechende Ausführungen verwiesen.
[0080] Die Fig. 3a zeigt eine weitere Ausführungsform einer Streckwerkseinheit 65, welche als Kepa-Streckwerk ausgebildet ist. Bei der ersten Unterwalze 42 handelt es sich um eine grosse Kepa-Unterwalze 42 ohne Riemchenführung. Um die erste Oberwalze 41 ist ein Oberriemchen 56 geschlungen, welches in einem Käfig 58 geführt ist. Das Oberriemchen 56 ist derart im Käfig 58 geführt, dass dieses in Betriebsposition entlang eines Teilumfanges der Kepa-Unterwalze läuft und zusammen mit dem umschlungenen Teilumfang der Unterwalze eine Faserführung im Streckfeld ausbildet. Die beschriebene Streckwerkseinheit gehört zur zweiten Streckwerksausführung gemäss dem allgemeinen Beschreibungsteil. Für weitere Details wird auf entsprechende Ausführungen verwiesen.
[0081] Die Fig. 4a zeigt eine weitere Ausführungsform einer Streckwerkseinheit 35, welche als herkömmliches Doppelriemchenstreckwerk ausgebildet ist. Die erste Unterwalze 72 wird von einem über eine Umlenkbrücke 87 geführtes Unterriemchen 85 umschlungen. Die erste Oberwalze 71 ihrerseits wird von einem in einem Käfig geführten Oberriemchen 86 umschlungen. Unter- und Oberriemchen bilden auf diese Weise eine Führung aus, über welche der Faserverband in der Hauptverzugszone geführt wird. Die Streckwerkseinheit 35 umfasst ferner eine am Grundträger 77 angebrachte Spanneinrichtung 89, welche das Unterriemchen 85 spannt und auf diese Weise für eine gleichmässige Riemchenführung sorgt. Die beschriebene Streckwerkseinheit gehört zur ersten Streckwerksausführung gemäss dem allgemeinen Beschreibungsteil. Für weitere Details wird auf entsprechende Ausführungen verwiesen.
[0082] Die Fig. 2c, 3c, 4c, ferner 2d, 3d, 4d, sowie 2e, 3e, 4e zeigen jeweils unterschiedliche Antriebskonzepte für die erste Unterwalze der verschiedenen Streckwerkstypen.
[0083] Das Antriebskonzept gemäss den Fig. 2c, 3c, 4c sieht eine über mehrere Spinnstellen, insbesondere über mehr als zwei Spinnstellen reichende, zentrale Antriebswelle 24 vor. Über ein Zahnradübersetzungsgetriebe mit Zahnrädern 23, 53, 83 wird das Drehmoment von der Antriebswelle 24 abgenommen und der ersten Unterwalze 22, 42, 72 zugeführt. Die erste Unterwalze 22, 42, 72 ist entsprechend an eine Verzahnung gekoppelt, welche mit dem Übersetzungsgetriebe in Wirkverbindung steht bzw. Teil davon ist. Die Kupplungseinrichtung umfasst hier ineinander greifende Zahnräder. Die Drehachsen der Antriebswelle und der ersten Unterwalze verlaufen parallel zueinander.
[0084] Das Antriebskonzept gemäss den Fig. 2e, 3e, 4e sieht eine über mehrere Spinnstellen, insbesondere über mehr als zwei Spinnstellen reichende, zentrale Antriebswelle 32 vor. Über ein Schneckengetriebe wird das Drehmoment von der Antriebswelle 32 abgenommen und der ersten Unterwalze 22, 42, 72 zugeführt. Das Schneckengetriebe umfasst eine erste Schneckenradeinrichtung 33, über welche das Drehmoment von der Antriebswelle 32 auf eine quer zur Antriebswelle angeordnete Zwischenwelle übertragen wird. Mittels einer zweiten Schneckenradeinrichtung 35 wird das Drehmoment von der Zwischenwelle auf die erste Unterwalze 22, 42, 72 übertragen, deren Drehachse wiederum quer zur Zwischenwelle und insbesondere parallel zur Antriebswelle liegt. Die erste Unterwalze 22, 42, 72 ist entsprechend an eine Verzahnung gekoppelt, welche mit der zweiten Schneckenradeinrichtung in Wirkverbindung steht. Die Zwischenwelle ist durch eine Formschlusskupplung in zwei Teile unterbrochen. Jener Teil der Zwischenwelle, welcher mit der ersten Schneckenradeinrichtung 33, 63, 93 verbunden ist, ist an der Spinnmaschine befestigt. Jener Teil der Zwischenwelle Z, welche mit der zweiten Schneckenradeinrichtung verbunden ist, ist Teil der Streckwerkseinheit 39, 69, 99. Bei der Montage der Streckwerkseinheit 39, 69, 99 auf der Spinnmaschine werden die beiden Zwischenwellenteile Z1, Z2 der Zwischenwelle Z über die Kupplung 34, 64, 94 miteinander verbunden. Dabei besteht die Kupplung 34 (Fig. 2e) aus trennbaren Kupplungsmitteln 34a und 34b, wobei das Kupplungsmittel 34a mit dem Zwischenwellenteil Z1 und das Kupplungsmittel 34b mit dem Zwischenwellenteil Z2 fest verbunden ist. Entsprechend verhält es sich bei den weiteren Ausführungsbeispielen der Fig. 3eund Fig. 4emit den gewählten anderen Bezugszeichen der Kupplungen (64, 94).
[0085] Das Antriebskonzept gemäss den Fig. 2d, 3d, 4d sieht eine über mehrere Spinnstellen, insbesondere über mehr als zwei Spinnstellen reichende, zentrale Antriebswelle 30 vor. Über ein Zahnriemengetriebe 31, 61, 91 wird das Drehmoment von der Antriebswelle 30 abgenommen und der ersten Unterwalze 22, 42, 72 zugeführt. Die erste Unterwalze 22, 42, 72 ist entsprechend an eine Verzahnung gekoppelt, welche mit dem Zahnriemengetriebe 31, 61, 91 in Wirkverbindung steht oder Teil davon ist. Die Kupplungseinrichtung umfasst hier Zahnriemen und Zahnrad. Die Drehachsen der Antriebswelle und der ersten Unterwalze verlaufen parallel zueinander.
[0086] Die Streckwerkseinheiten 100 gemäss Fig. 5aenthält einen mehrteiligen Grundträger 101, welcher zwei in Abstand nebeneinander hochkant angeordnete und über ein Verbindungselement 101c miteinander verbundene Flächenelemente 101a, 101b, z.B. Stanzen, enthält (siehe auch Fig. 5b). Die Streckwerkseinheit 100 ist als Zwillingsstreckwerkseinheit für zwei nebeneinander liegende Arbeitsstellen ausgebildet. Zwei über eine Verbindungsachse miteinander verbundenen Unterwalzen 102, 103 sind über entsprechende Lageraufnahmen am Grundträger 101 gehaltert. Die Flächeelemente 101a, 101b weisen hierzu Durchbrüche auf. Die Unterwalzen 102, 103, welche als grosse Unterwalze gemäss einer der weiter oben beschriebenen Streckwerksausführungsformen ausgebildet sind, sind jeweils von einem über eine Umlenkbrücke 105 geführten Unterriemchen 104 umschlungen. Das Unterriemchen 104 wird über eine ebenfalls am Grundträger 101 befestigte seitliche Führung 111 auf der Unterwalze 103 gehalten und am seitlichen Abrutschen gehindert. Die ersten Oberwalzen 110 eines Oberwalzenpaares sind jeweils von einem, in einem Käfig 109 geführten Oberriemchen (nicht gezeigt) umschlungen. Das Faserband (nicht gezeigt) ist zwischen Ober- und Unterriemchen in einem Hauptverzugsfeld geführt.
[0087] Grundsätzlich kann die gezeigte Streckwerkseinheit 101 auch einen anderen Streckwerks-Typ umfassen, z. B. ein Kepa-Streckwerk oder ein herkömmliches Riemchenstreckwerk mit Riemchenspanneinrichtung.
[0088] Die Streckwerkseinheit 100 ist über eine Auflagefläche 106 am Grundträger 101 auf einen als Sechskant-Rohrprofil ausgebildeten, sich in Längsrichtung der Spinnmaschine erstreckenden Streckwerksträger 113 aufgesetzt. Die Spinnmaschine weist ferner eine sich über eine Mehrzahl von Spinnstellen erstreckende Ausgangsunterwalze 112 auf, welche auch eine Saugtrommel sein kann. Die Ausgangsunterwalze 112 bildet mit den Auslaufoberwalzen 107, 108 das Auslaufwalzenpaar.
[0089] Die Streckwerkseinheit 100 umfasst ferner eine Belastungseinrichtung 119 mit einem am oberen Endabschnitt der Flächenelemente 101a, 101b über eine Schwenkverbindung 125 drehbar gelagerten Führungsarm 126. Am Führungsarm 126 ist ein Schliesshebel 120 schwenkbar befestigt. Die Belastungseinrichtung 119 steht in Wirkverbindung mit einem ebenfalls am oberen Endabschnitt der Flächenelemente 101a, 101b drehbar befestigten Druckarm 118. Der Druckarm 118 kann jedoch ebenso gut an einem Bauteil der Spinnmaschine drehbar gelagert sein.
[0090] Die Spinnmaschine beinhaltet eine pneumatische Druckeinrichtung 114, welche einen im Hohlraum des Streckwerksträgers 113 geführten Pneumatikschlauch umfasst. Der Druckarm 118 steht über eine Zwischeneinrichtung 115 in Wirkverbindung mit der Druckeinrichtung. Die Wirkverbindung zwischen pneumatischer Druckeinrichtung 114, dem Druckarm 118 und dem Führungsarm 119 wird nun nachfolgend näher erläutert.
[0091] Zum Schliessen des Streckwerks wird der Führungsarm 126 durch eine Schwenkbewegung des Schliesshebels 120 um den Drehpunkt 124 nach unten abgesenkt. Dabei legen sich die beiden Oberwalzenpaare auf ihre korrespondierenden Unterwalzen 102, 103; 112. Beim Absenken des Schliesshebels 120 schnappt nach Überschreiten eines Druckpunktes bei Druckbeaufschlagung am Schliesshebel 120 ein Nocken 123 am Schliesshebel in eine Vertiefung am Druckarm 118 ein, so dass in geschlossener Stellung des Führungsarms 119 eine Selbsthemmung vorliegt. Die Oberwalzen 110; 107, 108 liegen nun den Unterwalzen 102, 103; 112 auf. Mittels der Druckeinrichtung 114 lässt sich nun über den Druckarm 118 die Belastung der Oberwalzen 110; 107, 108 auf den Unterwalzen 102, 103; 112 einstellen. Dazu wird der zur pneumatischen Druckeinrichtung 114 gehörige Druckschlauch expandiert. Durch die Querschnittsausdehnung des Schlauches wird ein Druck auf einen am Druckarm 118 angreifenden oder mit diesem verbundenen Pressionsdaumen ausgeübt (nicht gezeigt), wodurch der Druckarm 118 einen Druck bzw. sogar eine Auslenkung erfährt und über seine Gelenkverbindung am Grundträger 101 den Auslenkdruck auf den Nocken 123 überträgt. Dadurch werden der Führungsarm und somit die Oberwalzen 110; 107, 108 stärker auf die Unterwalzen 102, 103; 112 gedrückt. Während des Spinnbetriebs wird der Führungsarm 119 also über die Druckeinrichtung 114 zusätzlich belastet (Betriebsbelastung). Beim Stillstand der Maschine wird der Führungsarm 119 durch Druckentlastung im Druckschlauch entlastet, so dass dieser nur noch durch die Selbsthemmung belastet wird. Dadurch wird die Deformation der Oberwalzen 110; 107, 108 bei langen Stillstandzeiten vermieden. Da sich die zentral angesteuerte Druckeinrichtung 114 über eine Vielzahl von Spinnstellen erstreckt, können von einer einzigen, zentralen Stelle aus die an die Druckeinrichtung angeschlossenen Spinnstellen gemeinsam be- bzw. entlastet werden. Die Herstellung der Selbsthemmung erfolgt hingegen individuell pro Spinnstelle oder Spinnstellenpaar.
[0092] Die erste Unterwalze 103 wird durch eine sich über mehrere Spinnstellen erstreckende Welle 116 an der Spinnmaschine angetrieben. Die Welle 116 ist in einem Wellengehäuse 117 geschützt untergebracht. Das Drehmoment wird über eine Getriebeanordnung von der Welle 116 auf die Unterwalzen 102, 103 übertragen. Das Wellengehäuse 117 enthält dazu Öffnungen (nicht gezeigt), in welche Getriebeelemente zwecks Übertragung von Drehmoment auf die erste Unterwalze 103 greifen. Die Kupplungseinrichtung ist hier Teil der Getriebeanordnung. Das Verbindungselement 101c ist als Gehäuseteil ausgebildet, welches Getriebeelemente, wie Zahnräder, der Getriebeanordnung aufnimmt bzw. diese haltert.
[0093] Es versteht sich von selbst, dass die Ausführungsbeispiele gemäss den Fig. 1 bis 5 auch auf Einzelantriebe anwendbar sind. Insbesondere die beschriebenen Konstruktionen von Grundträger, Belastungseinrichtung, Streckwerkträger, Streckwerkswalzen mit ihren Riemchenanordnungen und Riemchenführungen etc. sind auch auf Einzelantriebe anwendbar.
[0094] Im Hinblick auf die gewünschte Austauschbarkeit von Streckwerkseinheiten an der Spinnmaschine sind die im Rahmen eines Antriebskonzepts erarbeiteten Antriebsschnittstellen unabhängig von dem auf der Streckwerkseinheit realisierten Streckwerkstyp vorzugsweise immer kompatibel zueinander. Die Antriebsschnittstelle umfasst unter anderem die Kupplungseinrichtung.

Claims (10)

1. Streckwerkseinheit (35, 65, 95) für eine Spinnmaschine mit einer ersten Unterwalze (22, 42, 72), dadurch gekennzeichnet, dass die Streckwerkseinheit (35, 65, 95) als Baugruppe ausgebildet ist, wobei die erste Unterwalze (22, 42, 72) über ihre Walzenachse an einem Grundträger (17, 47, 77) der Streckwerkseinheit (35, 65, 95) drehbar gelagert ist, und die Streckwerkseinheit (35, 65, 95) über eine Befestigungseinrichtung (11, 59, 89) lösbar an der Spinnmaschine anbringbar ist, wobei die Streckwerkseinheit (35, 65, 95) jeweils für eine oder als Zwillingsstreckwerkseinheit für zwei benachbarte Spinnstellen ausgelegt ist.
2. Streckwerkseinheit nach Anspruch 1, wobei die Streckwerkseinheit (35, 65, 95) eine erste Oberwalze (21, 41, 71) umfasst, und die erste Unterwalze (22, 42, 72) mit der ersten Oberwalze (21, 41, 71) ein erstes Walzenpaar ausbildet, welches in Betriebsposition einen Klemmbereich formt, und die erste Oberwalze (21, 41, 71) über eine Belastungseinrichtung (12, 42, 72), insbesondere über einen schwenkbaren Führungsarm, am Grundträger (17, 47, 77) befestigt ist.
3. Streckwerkseinheit nach Anspruch 2, wobei die Streckwerkseinheit (35, 65, 95) nach der ersten Oberwalze (21, 41, 71) in Prozessrichtung eine zweite Oberwalze (19, 49, 79) enthält, welche in Betriebsposition an der Spinnmaschine zusammen mit einer zweiten Unterwalze (2) ein Auslaufwalzenpaar mit einem Klemmbereich ausbildet.
4. Streckwerkseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Streckwerkseinheit eine zweite Unterwalze enthält, welche der ersten Unterwalze in Prozessrichtung folgt.
5. Streckwerkseinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 4, wobei die Streckwerkseinheit (35, 65, 95) eine am Grundträger (17, 47, 77) gehalterte Belastungseinrichtung (12, 42, 72) mit einem Führungsarm (13, 43, 73) umfasst, an welchem über entsprechende Lageraufnahmen (20,18; 40, 48; 70, 78) die erste und/oder zweite Oberwalze (21, 41, 71; 19, 49, 79) gehalten sind, und mittels welcher die Oberwalze(n) (21, 41, 71; 19, 49, 79) in Betriebsposition gegen ihre korrespondierenden Unterwalzen (22, 42, 72; 2) andrückbar sind.
6. Streckwerkseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die erste(n) Unterwalze(n) (22, 42, 72) über entsprechende Lageraufnahmen auf dem Grundträger (17, 47, 77) gelagert bzw. befestigt sind.
7. Streckwerkseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Streckwerkseinheit (39, 69, 99) erste Kupplungsmittel (34a, 64a, 94a) enthält, mittels welchen die erste Unterwalze (22, 42, 72) zwecks Drehmomententnahme im Zusammenwirken mit zweiten, an der Spinnmaschine angebrachten Kupplungsmitteln (34b, 64b, 94b) direkt oder indirekt an eine Antriebswelle (32) an der Spinnmaschine kuppelbar ist.
8. Streckwerkseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Streckwerkseinheit einen elektromotorischen Einzelantrieb zum Antreiben der ersten und/oder zweiten Unterwalze enthält.
9. Streckwerkseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Streckwerkseinheit (35, 37, 38, 39, 95, 96, 97, 98, 99) Teil eines Doppelriemchenstreckwerks ist und die erste Unterwalze (22, 72) von einem über eine Umlenkeinrichtung (27, 87) geführtes Unterriemchen (25, 85) und die erste Oberwalze (21, 71) von einem in einem Käfig (28, 88) geführten Oberriemchen (26, 86) umschlungen ist.
10. Streckwerkseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Befestigungseinrichtung (11, 59, 89) erste auf der Streckwerkseinheit (35, 65, 95) angeordnete Befestigungsmittel (16, 46, 76) enthält, mittels welchen die Streckwerkseinheit (35, 65, 95) im Zusammenwirken mit zweiten, an der Spinnmaschine und/oder Streckwerkseinheit (35, 65, 95) angeordneten Befestigungsmitteln (3) lösbar befestigbar ist.
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