CH702766A2 - Haltevorrichtung, insbesondere für einen Flächenbehang. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung, insbesondere für einen Flächenbehang wie Vorhang, zur Festlegung des Flächenbehangs an wenigstens einem vorgespannten Seil. Die Haltevorrichtung besitzt wenigstens eine Befestigungsschiene, an welcher eine Seite des Flächenbehangs befestigt ist und wenigstens ein Halteelement (13), durch welches das Seil hindurchgeführt ist. Das Halteelement (13) hält die Befestigungsschiene an dem Seil. Das Halteelement besitzt (13) eine Seildurchführung. Die Seildurchführung ist derart gestaltet, dass bei Aufnahme des zwischen zwei Punkten gespannten Seils in der Seildurchführung zwischen dem Halteelement und dem Seil mindestens ein Anlagepunkt (31b) mit erhöhtem Reibschluss gebildet ist.
Description
Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für einen Flächenbehang gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Flächenbehangshalterung gemäss Oberbegriff des Anspruchs 17.
Stand der Technik
[0002] Bei Flächenbehängen, beispielsweise Jalousien, besteht der Bedarf des Benutzers, diese entlang einer Wandhalterung vertikal zu verschieben. In der DE 10 2005 041 718 ist ein Raffrollo offenbart. An einem im Wesentlichen horizontal verlaufenden Querträger ist eine durch Raffung höhenverstellbare Gardine angeordnet. An der Gardine verlaufen Zugfadenpaare, welche an dem Querträger angeordnet sind und unterhalb der Unterkante der Gardine ein Stoppelement durchsetzen. Das Stoppelement ist in bekannter Weise aus einem Gehäuse und einem in dem Gehäuse verschieblichen Stopperteil gebildet. Eine Feder verschiebt das Stopperteil relativ zum Gehäuse und verklemmt das Zugfadenpaar zwischen dem Gehäuse und dem Stopperteil. Durch Verschieben und anschliessendem Verklemmen des Stoppelements an dem Zugfadenpaar ist die Gardine raffbar, indem der Abstand der Unterkante zum Querträger mit den Stopperteilen einstellbar ist. Der Raffvorgang ist allerdings relativ umständlich, da jedes Stoppelement einzeln verändert werden muss.
[0003] Am Markt befindet sich ein Plissee, welches als Sicht- oder Sonnenschutz vor Fenstern oder Türen angeordnet sind. In kurzem Abstand zu seinen vertikalen Seitenkanten ist das Plissee durch zwei Stäbe oder vorgespannte Seile durchsetzt. Das Plissee ist durch bereits oben beschriebene Stoppelemente verschieblich an den Seilen oder Stäben gehalten. Auch bei diesem System ist es zur Lageveränderung des Plissees relativ zu den Seilen oder Schnüren erforderlich, jedes Stoppelement einzeln zu verstellen.
Aufgabe der Erfindung
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Haltevorrichtung für einen Flächenbehang zu schaffen, welcher rasch und einfach an vorgespannten Seilen festlegbar ist. Ein weiteres Ziel ist es, dass der Flächenbehang möglichst rasch und einfach relativ zu den vorgespannten Seilen verschieblich ist.
Beschreibung
[0005] Erfindungsgemäss wird die Aufgabe bei einer Vorrichtung gemäss Oberbegriff des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass das Halteelement eine Seildurchführung besitzt, welche derart gestaltet ist, dass bei Aufnahme des zwischen zwei Punkten gespannten Seils in der Seildurchführung zwischen dem Halteelement und dem Seil mindestens ein Anlagepunkt mit erhöhtem Reibschluss gebildet ist. Die Haltevorrichtung besitzt den Vorteil, dass das Halteelement sehr einfach aufgebaut ist. Das Verschieben der Befestigungsschiene relativ zum Seil kann einhändig erfolgen, ohne dass der Benutzer mit seiner zweiten Hand eine Arretierung lösen müsste.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform besitzt das Halteelement die Form eines Blocks, in welchem die Seildurchführung als ein wenigstens eine Krümmung aufweisender Kanal ausgeführt ist, an welcher Krümmung das Seil mit erhöhtem Reibschluss in dem Block gehalten ist. Dieses Halteelement ist einfach herstellbar, indem lediglich zwei zueinander abgewinkelte Kanäle in den Block zu bohren sind. Auch ist der Block klein dimensioniert und überragt die Befestigungsschiene nicht. Der Block ist folglich von der Sichtseite des Flächenbehangs nicht einsehbar.
[0007] Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Block zur Erleichterung der Aufnahme des Seils zweiteilig mit einem ersten und zweiten Blockteil ausgeführt ist und das erste und das zweite Blockteil zusammenklippbar sind. Dadurch muss das Seil nicht mit einem freien Ende durch den Block hindurchgefädelt sein, sondern der Block ist an das vorgespannte Seil anklippbar.
[0008] Zweckmässigerweise sind das erste und zweite Teil des Blocks derart geformt, dass der Kanal entlang seiner Längsachse in zwei Halbkanäle zerfällt, wobei der erste Halbkanal an der Oberfläche des ersten Teils und der zweite Halbkanal an der Oberfläche des zweiten Teils vorgesehen ist und beim Zusammenfügen des ersten und zweiten Teils die beiden Halbkanäle den Kanal bilden. Das Anbringen des Blocks an dem vorgespannten Seil kann daher besonders einfach erfolgen.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besitzt der Block zusätzlich zu den ersten und zweiten ineinandergreifenden Teilen ein C-Profil zur Halterung der Blockteile. An den Blockteilen sind daher keinerlei Vorkehrungen zu treffen, welche das Zusammenhalten der Blockteile ermöglicht.
[0010] Das C-Profil besitzt an seinen offenen Enden jeweils klauenförmige einander zugewandte Fortsätze, durch welche der erste und zweite Blockteil in dem C-Profil einklippbar sind. Die Blockteile sind nicht nur rasch in dem C-Profil aufnehmbar, sondern diese sind auch zuverlässig aneinander gehalten und sind rasch und werkzeuglos aus dem C-Profil ausklippbar. Dies ist insbesondere für das rasche Abnehmen eines Flächenbehangs oder beim raschen Austausch eines Flächenbehangs gegen euren anderen von Bedeutung.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Halteelement eine Platte oder ein längliches Plättchen mit rückfedernden Eigenschaften, an dessen beiden Enden eine erste bzw. zweite Durchgangsöffnung zur Durchführung des Seils vorgesehen ist. Dieses Halteelement ist kostengünstig herzustellen, da es einfach aufgebaut ist.
[0012] Zweckmässigerweise ist bei Durchführung des vorgespannten Seils durch die Durchgangsöffnungen an den beiden Enden der Platte eine Rückstellkraft erzeugt, durch welche am Umfang der ersten und zweiten Durchgangsöffnung jeweils zwei Anlagepunkte mit erhöhtem Reibschluss zwischen dem Plättchen und dem Seil gebildet sind. Diese Konstruktionsmerkmale ermöglichen eine grosse Haltekraft des Halteelements an dem Seil, da pro Halteelement vier Anlagepunkte vorhanden sind.
[0013] Mit Vorteil weist das Halteelement an der der Befestigungsschiene zugewandter Seite einen Fortsatz auf, welcher zur Befestigung des Halteelements an der Befestigungsschiene in dieser aufnehmbar ist. Der Fortsatz bietet eine einfache und kostengünstige formschlüssige Haltemöglichkeit des Halteelements an der Befestigungsschiene.
[0014] Mit Vorteil ist der Fortsatz ein Steg, welcher in einer Öffnung der Befestigungsschiene aufnehmbar ist. Vorteilhaft erstreckt sich die Öffnung zwischen den beiden Enden der Befestigungsschiene. Das Halteelement ist stufenlos entlang der Befestigungsschiene verschieblich und ist genau an die Position des vorgespannten Seils anpassbar.
[0015] Zweckmässigerweise ist die die Öffnung von zwei Schenkeln eines U-Profil begrenzt. In dem U-Profil ist das Halteelement leichtgängig über die gesamte Länge der Befestigungsschiene verschieblich.
[0016] Es erweist sich vorteilhaft, wenn das U-Profil an einer Längsseite der Befestigungsschiene festgelegt ist, welche einem in der Befestigungsschiene aufgenommenen Flächenbehang abgewandt ist. Die Funktion der Befestigungsschiene ist durch das U-Profil daher nicht beeinträchtigt.
[0017] Mit Vorteil besitzt einer der Schenkel an seinem freien Ende eine erste hakenförmige Erhöhung, welche sich über die gesamte Länge der Befestigungsschiene erstreckt und die zwischen den Schenkeln gebildete Öffnung verkleinert. Der Steg ist dadurch an jeder Stelle der Befestigungsschiene aufnehmbar.
[0018] Dadurch, dass die beiden Schenkel des U-Profils mit Vorteil rückfedernd aufweitbar sind, ist der Steg aus dem U-Profil wieder entfernbar.
[0019] Zweckmässigerweise besitzt der Steg an seinem freien Ende eine zweite hakenförmige Erhebung, welche der ersten hakenförmigen Erhebung an einem der Schenkel zugewandt ist und mit dieser zusammenwirkt, sodass der Steg in dem U-Profil einklippbar ist. Die Verbindung zwischen dem Halteelement und der Befestigungsschiene ist daher rasch und werkzeuglos herstellbar. Zur raschen Abnahme des Flächenbehangs, beispielsweise um diesen zu waschen oder gegen einen anderen auszutauschen, ist es auch möglich, dass die Halteelemente an dem Seil verbleiben und die Befestigungsschiene von dem Halteelement abgeklippt wird.
[0020] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Flächenbehangshalterung zur Befestigung eines Flächenbehangs an einer Decke oder Wand, insbesondere vor einer Maueröffnung wie Fenster oder Tür, bestehend aus einer Haltevorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 16, wenigsten einem Seil, einem Seilspanner, beispielsweise einem Spannschloss und zwei Halterungen, welche an der Wand oder Decke festlegbar sind und zwischen welchen das Seil spannbar ist. Die erfindungsgemässe Flächenbehangshalterung hat den Vorteil, dass der Benutzer lediglich noch einen Flächenbehang benötigt um diesen ohne Aufwand zu befestigen. Sind die Seilhalterungen vorhanden, so lässt sich der Flächenbehang rasch und werkzeuglos abnehmen. Auch lässt sich der Flächenbehang einfach durch einen weiteren Flächenbehang austauschen.
[0021] Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung unter Bezugnahme auf die schematischen Darstellungen. Es zeigen in nicht massstabsgetreuer Darstellung:
<tb>Fig. 1:<sep>eine erfindungsgemässen Haltevorrichtung mit einem ersten und zweiten Halteelement in perspektivischer Darstellung;
<tb>Fig. 2:<sep>das erste Halteelement in einer perspektivischen Seitenansicht
<tb>Fig. 3:<sep>einen Schnitt durch das Halteelement aus Fig. 2;
<tb>Fig. 4:<sep>eine weitere Ausführungsform des ersten Halteelements in einer Explosionsdarstellung und
<tb>Fig. 5:<sep>eine Ausführungsform einer Befestigungsschiene in perspektivischer Ansicht.
[0022] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemässe Haltevorrichtung, welche gesamthaft mit der Bezugsziffer 11 bezeichnet ist, mit zwei verschiedenen Ausführungsbeispielen von Halteelementen 13, 15 gezeigt. Die Halteelemente 13, 15 sind an einer Befestigungsschiene 17 angeordnet. Die Befestigungsschiene 17 dient der Aufnahme einer Seite eines Flächenbehangs 19 und ist vorzugsweise horizontal ausgerichtet. In den Fig. 1und 5 ist die Befestigungsschiene 17 als eine Klemmschiene mit einem ersten und zweiten Klemmschenkel 21, 23 ausgeführt, es ist jedoch auch jede andere Art einer Befestigungsschiene, welche dafür geeignet ist, den Flächenbehang zu halten, denkbar.
[0023] Durch die beiden Ausführungsformen der Halteelemente 13, 15 ist jeweils ein zwischen zwei Haltepunkten gespanntes Seil 25 hindurchgeführt. An der Befestigungsschiene 17 sind jeweils zwei Halteelemente 13 oder 17, vorzugsweise an den beiden Enden der Halteschiene 17 oder einem Abstand dazu, angeordnet. Es wäre auch denkbar, dass bei langen Halteschienen und/oder einem schweren Flächenbehang mehr als zwei Halteelemente 13, 15 eingesetzt sind.
[0024] Das Halteelement 13 ist in den Fig. 2und 3detaillierter gezeigt. Es besteht aus einem vorzugsweise quaderförmigen Block 27, in welchem ein zweigeteilter Seilkanal 29 vorgesehen ist. In Fig. 3ist ein Schnitt durch den Seilkanal 29 dargestellt. Der Seilkanal 29 besteht aus einem ersten Kanalteil 29a und einem zweiten Kanalteil 29b. Durch die abgewinkelte Stellung der Kanalteile 29a, 29b zueinander und zu der oberen und unteren Seitenfläche des Blocks sind zwischen dem Block 27 und dem in dem Seilkanal 29 aufgenommenen Seil 25 drei Anlagepunkte 31a, 31b, 31c gebildet. An diesen Anlagepunkten ist das Seil abgewinkelt und folglich besteht zwischen dem Seil 25 und dem Block 27 erhöhter Reibschluss. Dadurch ist das Gewicht des Flächenbehangs 19 und der Befestigungsschiene 17 an dem Seil 25 gehalten. Wird zusätzlich Zugkraft auf die Haltevorrichtung gebracht, beispielsweise durch manuelles Anziehen, so wird der Reibschluss überwunden und das jeweilige Halteelement 13 ist zu in diesem geführten vorgespannten Seil 25 relativ verschieblich. Die Höhe des Reibschlusses hängt von der Krümmung des Seilkanals 29, der Steifigkeit des Seils 25 und von der Oberflächenrauigkeit des Seils 25 und des Seilkanals 29 ab. Der Reibschluss ist daher durch Einstellung dieser Parameter genau an das Gewicht des Flächenbehangs 19 anpassbar. Denkbar wäre es auch mehrere Krümmungen an dem Seilkanal vorzusehen, um den Reibschluss zu erhöhen. Möglich ist es auch, dass der Seilkanal 29 einteilig ist und das Seil 25 den quaderförmigen Block 27 zwischen den Anlagepunkten 31a und 31c nicht verlässt. Auch ist es nicht zwingend, dass der Seilkanal 29 in der Schnittebene des quaderförmigen Blocks 27 hegt. Der Seilkanal 29 kann auch in jeder anderen Position verdreht um eine Längsachse hegen, welche Längsachse durch die Anlagepunkte 31a und 31c verläuft. In der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Ausführungsform des Halteelements 13 muss das Seil 25 jedoch zuerst durch den Seilkanal 29 geführt sein und ist erst danach zu spannen.
[0025] Um eine Seildurchführung auch nach Vorspannung des Seils 25 in dem Block 27 zu ermöglichen, kann der Block 27 aus einem ersten und zweiten Blockteil 33a, 33b gebildet sein (Fig. 4). An den einander zugewandten Oberflächen der Blockteile 33a, 33b sind Halbkanäle 35a, 35b vorgesehen, welche im zusammengesetzten Zustand der Blockteile den Seilkanal 29 bilden. Ist das Seil 25 in den zusammengesetzten Blockteilen 33a, 33b aufgenommen, so sind an dem Seilkanal wieder die Anlagepunkte 33a, 33b, 33c gebildet, an welchen das Seil 25 gehalten ist. Damit das vorgespannte Seil 25 die Blockteile 33a, 33b nicht auseinander drückt, sind diese zusammenklippbar. In der Fig. 4 ist ein C-Profil 37 gezeigt. Das C-Profil 37 besitzt an seinen freien Enden Halteklauen 39a, 39b. Die Blockteile 33a, 33b sind in dem Freiraum 41 des C-Profils aufnehmbar und sind von den Halteklauen in dem Freiraum 41 gehalten. Zwischen den beiden Halteklauen 39a bzw. den Halteklauen 39b ist jeweils ein Freiraum vorgesehen. Der Freiraum ermöglicht es, dass das Seil 25 bei einer Verschiebung der Befestigungsschiene 17 zwischen den Halteklauen frei läuft. Das vorgespannte Seil ist in diesem Ausführungsbeispiel rasch an dem Halteelement 13 anklippbar und ebenfalls wieder rasch abklippbar.
[0026] Zur Festlegung des Halteelements 13 an der Befestigungsschiene 17 ist an der Seitenfläche, welche der Befestigungsschiene zugewandt ist, ein Haltesteg 43 vorgesehen. An dem freien Ende des Stegs ist eine hakenförmige Erhebung 45 vorgesehen. Der Haltesteg 43 ist in einem U-Profil 27, welches oberhalb der Klemmschenkel 21, 23 angeordnet ist, aufnehmbar. In Fig. 5 ist gezeigt, dass der erste Schenkel 49a des U-Profils die Verbindung zwischen den Klemmschenkeln 21, 23 darstellt. An dem freien Ende des Schenkels 49b ist ebenfalls eine hakenförmige Erhebung 51 angeordnet. Die Erhebungen 45 und 51 dienen zusammen der Auszugssicherung des Haltestegs 43 aus dem U-Profil. Zur Aufnahme des Haltestegs 43 ist der zweite Schenkel 49b gegenüber dem Schenkel 49a rückfedernd aufweitbar. Die Halteelemente 13 sind an jeder Stelle des U-Profils in die Befestigungsschiene einklippbar. Vorzugsweise sind diese jedoch an den Enden der Halteschiene vorgesehen. Von Bedeutung ist, dass der Haltesteg 43 auf einer Höhe des Halteelements festgelegt ist, sodass das Halteelement 13 von der Sichtseite des Flächenbehangs 19 unsichtbar ist.
[0027] Wie eingangs erwähnt, stellt das Halteelement 15 eine weitere Ausführungsform dar, wie die Befestigungsschiene 17 an dem Seil 15 gehalten sein kann. Das Halteelement 15 ist eine Platte (15) mit rückfedernden Eigenschaften. An deren Enden ist eine erste und zweite Durchgangsöffnung 53a, 53b zur Durchführung des Seils 25 vorgesehen. Das vorgespannte Seil verbiegt bei Aufnahme in den Durchgangsöffnungen 53a, 53b die Enden der Platte 15. Durch das Bestreben der Enden der Platte 15 in ihre Ausgangsstellung zurückzukehren, ist das Seil an Anlagepunkten 55a, 55b, 55c, 55d, welche sich am Umfang der Durchgangsöffnungen 53a, 53b befinden, an der Platte 15 gehalten. Die Grösse des Reibschlusses zwischen dem Seil 25 und der Platte 15 ist durch die Grösse der Rückstellkraft der Enden der Platte definiert. Das Seil 25 ist durch die Durchgangsöffnungen mit einem freien Ende zu führen. Es ist daher erst nach der Durchführung durch die Durchgangsöffnungen 53a, 53b verspannbar. Es ist jedoch denkbar, dass an den Enden der Platten seitliche Schlitze vorgesehen sind, welche sich bis zu den Durchgangsöffnungen erstrecken. Dadurch lässt sich das Halteelement auch in das vorgespannte Seil einhaken. An dem Halteelement 15 kann ebenfalls ein Haltesteg 43 vorgesehen sein, der wie oben beschrieben, der Festlegung des Halteelements 15 an der Befestigungsschiene 17 dient.
[0028] Vorzugsweise ist der Flächenbehang an zwei gegenüberliegenden Seiten in jeweils einer Befestigungsschiene 17 gehalten. Die beiden Befestigungsschienen sind ihrerseits wenigstens an ihren Enden von Halteelementen 13 oder 15 an zwei parallelen vorgespannten Seilen 25 gehalten.
[0029] Das Verschieben des Flächenbehangs 19 relativ zu den Seilen 25 gestaltet sich als sehr einfach, da die Befestigungsschienen 17 von dessen Benutzer mit einer Hand verschiebbar sind. Von dem Benutzer ist lediglich die Reibungskraft zwischen den Halteelementen und den Seilen zu überwinden.
[0030] Eine Verkaufseinheit zur verschieblichen Halterung eines Flächenbehangs umfasst vorzugsweise wenigstens vier Halteelemente 13 oder 15, zwei Befestigungsschiene 17, zwei Seile 25 und Befestigungsmaterial zum gespannten festlegen der Seile an einer Wand einer Decke, einem Türblatt, einem Fensterrahmen oder dergleichen.
Legende:
[0031]
<tb>11<sep>Haltevorrichtung
<tb>13<sep>Halteelement einer ersten Ausführungsform
<tb>15<sep>Halteelement einer zweiten Ausführungsform, rückfedernde Platte
<tb>17<sep>Befestigungsschiene
<tb>19<sep>Flächenbehang
<tb>21<sep>Erster Klemmschenkel
<tb>23<sep>Zweiter Klemmschenkel
<tb>25<sep>Seil
<tb>27<sep>Block
<tb>29<sep>Seilkanal
<tb>29a, 29b<sep>Kanalstücke
<tb>31a, 31b, 31c<sep>Anlagepunkte
<tb>33a, 33b<sep>Blockteile
<tb>35a, 35b<sep>Halbkanäle
<tb>37<sep>C-Profil
<tb>39a, 39b<sep>Halteklauen
<tb>41<sep>Freiraum des C-Profils
<tb>43<sep>Haltesteg
<tb>45<sep>Hakenförmige Erhebung am Haltesteg
<tb>47<sep>U-Profil
<tb>49a, 49b<sep>Schenkel des U-Profils
<tb>51<sep>Hakenförmige Erhebung
<tb>53a, 53b<sep>Durchgangsöffnungen
<tb>55a, 55b, 55c, 55d<sep>Anlagepunkte
Claims (18)
1. Haltevorrichtung (11), insbesondere für einen Flächenbehang (19) wie Vorhang, zur Festlegung des Flächenbehangs (19) an wenigstens einem vorgespannten Seil (25) mit wenigstens einer Befestigungsschiene (17), an welcher eine Seite des Flächenbehangs befestigt ist und wenigstens einem Halteelement (13, 15), durch welches das Seil (25) hindurchgeführt ist und welches die Befestigungsschiene (17) an dem Seil (25) hält, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (13, 15) eine Seildurchführung (29) besitzt, welche derart gestaltet ist, dass bei Aufnahme des zwischen zwei Punkten gespannten Seils (25) in der Seildurchführung (29) zwischen dem Halteelement und dem Seil (25) mindestens ein Anlagepunkt (31, 55) mit erhöhtem Reibschluss gebildet ist.
2. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (13) die Form eines Blocks (27) besitzt, in welchem die Seildurchführung (29) als ein wenigstens eine Krümmung aufweisender Kanal (29) ausgeführt ist, an welcher Krümmung das Seil (25) mit erhöhtem Reibschluss in dem Block (27) gehalten ist.
3. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Block (27) zur Erleichterung der Aufnahme des Seils (25) zweiteilig mit einem ersten und zweiten Blockteil (33a, 33b) ausgeführt ist und das erste und das zweite Blockteil (33a, 33b) vorzugsweise zusammenklippbar sind.
4. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und zweite Blockteil (33a, 33b) derart geformt sind, dass der Kanal (29) entlang seiner Längsachse in zwei Halbkanäle (35a, 35b) zerfällt, wobei der erste Halbkanal (35a) an der Oberfläche des ersten Blockteils (33a) und der zweite Halbkanal (35b) an der Oberfläche des zweiten Blockteils (33b)vorgesehen ist und beim Zusammenfügen des ersten und zweiten Blockteils (33a, 33b) die beiden Halbkanäle (35a, 35b) den Kanal (29) bilden.
5. Haltevorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 3 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Block (27) zusätzlich zu den ersten und zweiten ineinandergreifenden Teilen (33a, 33b) ein C-Profil (37) zur Halterung der Blockteile (33a, 33b) besitzt.
6. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das C-Profil (37) an seinen offenen Enden jeweils klauenförmige einander zugewandte Fortsätze (39a, 39b) besitzt, durch welche der erste und zweite Blockteil (33a, 33b) in dem C-Profil (37) einklippbar sind.
7. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement eine Platte (15) mit rückfedernden Eigenschaften ist, an dessen beiden Enden eine erste bzw. zweite Durchgangsöffnung (53a, 53b) zur Durchführung des Seils (25) vorgesehen ist.
8. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei Durchführung des vorgespannten Seils (25) durch die Durchgangsöffnungen (53a, 53b) an den beiden Enden der Platte (15) eine Rückstellkraft erzeugt ist, durch welche am Umfang der ersten und zweiten Durchgangsöffnung (53a, 53b) jeweils zwei Anlagepunkte (55a, 55b, 55c, 55d) mit erhöhtem Reibschluss zwischen der Platte (15) und dem Seil (25) gebildet sind.
9. Haltevorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (13, 15) an der der Befestigungsschiene (17) zugewandten Seite einen Fortsatz aufweist, welcher zur Befestigung des Halteelements (13, 15) an der Befestigungsschiene (17) in dieser aufnehmbar ist.
10. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Fortsatz ein Haltesteg (43) ist.
11. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Befestigungsschiene (17), eine Öffnung vorgesehen ist, welche sich zwischen den beiden Enden der Befestigungsschiene (17) erstreckt und in welcher der Haltesteg (43) aufnehmbar ist.
12. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung von zwei Schenkeln (49a, 49b) eines U-Profils (47) begrenzt ist.
13. Haltevorrichtung (11) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das U-Profil (47) an einer Längsseite der Befestigungsschiene (17) festgelegt ist, welche einem in der Befestigungsschiene (17) aufgenommenen Flächenbehang (19) abgewandt ist.
14. Haltevorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 12 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Schenkel (49a, 49b) an seinem freien Ende eine erste hakenförmige Erhebung (45) besitzt, welche sich über die gesamte Länge der Befestigungsschiene (17) erstreckt und die zwischen den Schenkeln (49a, 49b) gebildete Öffnung verkleinert.
15. Haltevorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schenkel (49a, 49b) des U-Profils (47) rückfedernd aufweitbar sind.
16. Haltevorrichtung (11) nach einem der Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltesteg (43) an seinem freien Ende eine zweite hakenförmige Erhebung (51) besitzt, welche der ersten hakenförmigen Erhebung (45) an einem der Schenkel zugewandt ist und mit dieser formschlüssig zusammenwirkt, sodass der Haltesteg (43) in dem U-Profil (47) einklippbar ist.
17. Flächenbehangshalterung zur Befestigung eines Flächenbehangs (19) an einer Decke, Wand, Fenster oder Tür, bestehend aus
- einer Haltevorrichtung (11) gemäss einem der Anspruch 1 bis 16,
- wenigsten einem Seil (25) und
- Seilbefestigungsmitteln.
18. Flächenbehangshalterung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Seilbefestigungsmitteln aus einem Seilspanner, beispielsweise einem Spannschloss, und zwei Halterungen, welche an einer Wand oder Decke oder direkt an einem Fenster oder einer Tür festlegbar sind und zwischen welchen das Seil (25) spannbar ist, gebildet sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| CH2462010A CH702766A2 (de) | 2010-02-26 | 2010-02-26 | Haltevorrichtung, insbesondere für einen Flächenbehang. |
Applications Claiming Priority (1)
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| CH2462010A CH702766A2 (de) | 2010-02-26 | 2010-02-26 | Haltevorrichtung, insbesondere für einen Flächenbehang. |
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| CH702766A2 true CH702766A2 (de) | 2011-08-31 |
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Family Applications (1)
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| CH2462010A CH702766A2 (de) | 2010-02-26 | 2010-02-26 | Haltevorrichtung, insbesondere für einen Flächenbehang. |
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| CH (1) | CH702766A2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102024118235A1 (de) * | 2024-06-27 | 2025-12-31 | Murrplastik Systemtechnik Gmbh | Befestigungsvorrichtung |
-
2010
- 2010-02-26 CH CH2462010A patent/CH702766A2/de not_active Application Discontinuation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102024118235A1 (de) * | 2024-06-27 | 2025-12-31 | Murrplastik Systemtechnik Gmbh | Befestigungsvorrichtung |
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| AZW | Rejection (application) |