CH703533A2 - Aufstiegshilfe für Kleintiere. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufstiegshilfe für Kleintiere zum Überwinden eines Höhenunterschieds, bestehend aus mehreren Plattenelementen. Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass die Plattenelemente (1) jeweils mindestens eine Öffnung (2) aufweisen und diese derart zu einer Aufstiegshilfe (A) ausgebildet sind, dass diese schräg oder parallel übereinander angeordnet sind und sich die jeweiligen Öffnungen (2) in Draufsicht mindestens teilweise überschneiden.
Description
Beschreibung
[0001 ] Die Erfindung bezieht sich auf eine Aufstiegshilfe für Kleintiere zum Überwinden eines Höhenunterschieds, bestehend aus mehreren Plattenelementen.
Stand der Technik
[0002] Die Erfindung ist dem Bereich des Haustierzubehörs zuzuordnen. Sie eignet sich dafür, Kleintieren, wie beispielsweise Katzen, die Möglichkeit zu geben, einen Höhenunterschied zu überwinden. Insbesondere eignet sie sich dafür, Katzen die überwiegend sich in Wohnungen aufhalten die Möglichkeit zu geben, aus einen höheren angeordneten Stockwerk, beispielsweise einem ersten Obergeschoss, über eine Aufstiegshilfe ins Freie zu gelangen.
[0003] Häufig leiden Tiere, wenn der Besitzer ganztägig, beispielsweise aus beruflichen Gründen, abwesend ist, zu Verhaltensauffälligkeiten, wie beispielsweise Zerstörungswut oder Unsauberkeit. Dies liegt darin begründet, dass sich die Tiere in den Räumlichkeiten eingesperrt fühlen.
[0004] Um den Höhenunterschied, beispielsweise vom Garten zu einem ersten Obergeschoss, zu bewältigen, sind aus dem Stand der Technik Katzenleitern bekannt, die meist individuelle Eigenbauten sind, deren Installation an einer Hausmauer provisorischer Art ist oder derart, dass diese sehr komplex und teuer sind. Eine nicht wieder lösbare Verankerung in der Hausmauer führt insbesondere bei Niedrigenergiehäusern zu einer Verletzung der Aussenhaut des Gebäudes, sodass bei modernen Bauten eine solche Variante nicht mehr in Frage kommt.
[0005] Zudem beeinträchtigt eine solche Anordnung das Gesamtbild des Gebäudes und stört den Bewohner unterhalb des Besitzers des Kleintiers, da solche Leitern eine entsprechende Schräge aufweisen und diese unweigerlich in den Fensterbereich des unteren Stockwerks gelangt. Deshalb wird von vielen Hausbesitzern und Nachbarn eine solche Lösung in der Regel nicht akzeptiert.
[0006] Leiterartige Ausgestaltungen, die beispielsweise Sprossen aufweisen, die an einem Seil angeordnet sind und die nach Bedarf aus den entsprechenden Stockwerken herabgelassen werden, sind aufgrund der mangelnden seitlichen Befestigungen und Abstützungen sehr wackelig und werden in der Regel von den Kleintieren gemieden.
[0007] Eine Aufstiegshilfe für Kleintiere ist aus der gattungsgemässen CH 693 553 A5 bekannt. Die hier modular aufgebaute Katzenleiter besteht aus mehreren Standrohrabschnitten, die dann aneinander steckbar und verdrehgesichert zusammenfügbar sind. Über die Standrohrabschnitte werden abwechslungsweise Titanhülsen und Trittbretter gesteckt. Die Trittbretter lassen sich gegen ein Verdrehen sichern. Es entsteht eine leiterartige Konstruktion, die dazu geeignet ist, insbesondere beliebige Höhen zu überwinden.
Aufgabe der Erfindung
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Aufstiegshilfe auszubilden, die zumindest einen der vorgenannten Nachteile beseitigt.
Lösung der Aufgabe
[0009] Die Lösung der Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 bereitgestellt.
Vorteile der Erfindung
[0010] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass sie sehr kostengünstig und einfach aufgebaut ist und insbesondere die Eigenschaft aufweist, für einen definierten Höhenbereich einsetzbar zu sein und trotzdem ohne eine Wand, die es zu überwinden gilt, entsprechende Befestigungen vorzusehen sind, eine Schwenkbeziehungsweise Seitenstabilität erreicht wird.
[0011 ] Eine der wesentlichen Vorteile der Erfindung ist es, dass die Aufstiegshilfe an sich in jeder Grössenordnung hergestellt werden kann, sich optisch entsprechend ausführen lässt, sodass diese je nach Grösse des Kleintiers entweder an einer Fassade eines Hauses oder aber auch in einem grösseren Käfig angeordnet werden kann.
[0012] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist es, dass diese an sich vorteilhafterweise nur aus im Wesentlichen zwei Bauelementen besteht, nämlich einem Plattenelement und einem Stabilisierungselement. Die Plattenelemente sind derart gestaltet, dass sie bezogen auf die Herstellung identisch sind. Die Öffnung, die Bestandteil des Plattenelements ist, ist vorteilhafterweise nicht zentrisch angeordnet und kann durch Wenden der Platte um 180 Grad (aus der Draufsicht gesehen) anders angeordnet sein. Die Plattenelemente sind so ausgestaltet, dass in Draufsicht gesehen, eine optische Sichtachse von unten nach oben (oder umgekehrt) für das Kleintier besteht, sodass dieses von unten nach oben durch die Öffnung durchschauen kann. Die Öffnungen sind nicht übereinander angeordnet, sondern derart versetzt, dass nur ein geringer Teil der Öffnung die darüberliegenden Öffnung optisch schneidet.
[0013] Alternativ zur Ausgestaltung, die zuvor beschrieben ist, ist es auch möglich, die Plattenelemente mit den Öffnungen anders anzuordnen. Es ist nicht unbedingt Voraussetzung, dass die Öffnungen im angeordneten Zustand der Plattenelemente eine entsprechende Sichtachse bilden. Die Sichtachse ist nur vorteilhaft, damit das Kleintier sicher ist, wohin der
2 Weg führt. Daher können auch die Plattenelemente mit den Öffnungen derart angeordnet sein, dass sich die Öffnungen in Draufsicht, nicht oder nur teilweise oder wahlweise die Öffnungen von einzelnen Plattenelementen der gesamten Vorrichtung schneiden.
[0014] Die Öffnungen der jeweiligen Plattenelemente sind derart ausgestaltet, dass sie geeignet sind, dass ein Kleintier, beispielsweise eine Katze hindurchpasst. Die Öffnung kann auf der gesamten Breite des Plattenelements angeordnet sein. Alternativ ist auch vorgesehen, dass eine Öffnung bereits am Rand eines Plattenelements angeordnet ist, sodass keine kreisrunde geschlossene Öffnung, sondern eine Öffnung an einem offenen Ende des Plattenelementes vorgesehen ist.
[0015] Die Stabilisierungselemente sind bei einem ersten Ausführungsbeispiel Stangenelemente, die in sich starr sind, sodass sie beispielsweise parallel zueinander angeordnete Plattenelemente auf nehmen kann. Für die Aufnahmen können Einhängepunkte, Einschiebevorrichtungen oder gleichwertige Ausführungen vorhanden sein.
[0016] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Stabilisierungselemente Drahtseile sind, die jeweils an den vier Ecken der Plattenelemente durch Durchgangsbohrungen hindurchgeführt werden, wobei zusätzliche Fixierungselemente vorgesehen sind, um die Plattenelemente lagegerecht an den Stabilisierungselementen zu befestigen. Die Plattenelemente selbst können parallel zueinander (wie zuvor beschrieben) angeordnet sein.
[0017] Eine Alternative besteht darin, diese ziehharmonikaartig anzuordnen, derart, dass eine Stirnseite des ersten Plattenelements von einer Stirnseite des zweiten Plattenelements zumindest derart beanstandet ist, dass ein Winkel zwischen den Plattenelementen entsteht.
[0018] Eine Weiterbildung sieht vor, dass die Stirnseiten der jeweilig sich nahezu berührenden Plattenelemente mit Scharnieren verbunden sind. Wird das Plattenelement aus Kunststoff hergestellt, so ist es auch vorstellbar, dass die jeweils sich kontaktierenden Plattenelemente mit Filmscharnieren verbunden sind.
[0019] Die Verankerung der Stabilisierungselemente wird sowohl an den einen Enden als auch an den anderen Enden der Aufstiegshilfe ausgeführt, sodass eine hohe Spannung in der ganzen Aufstiegshilfe besteht. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass die Aufstiegshilfe ein stabiles System ist, welches zum einen an den jeweiligen Enden fixiert ist, aber auch durch die Anlage der Seiten der Plattenelemente, beispielsweise an der Hauswand, ein Hin- und Herbewegen nahezu ausgeschlossen ist.
[0020] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass anstelle von Drahtseilen, die als Stabilisierungselemente vorgesehen sind, Seile verwendet werden, die grössere Biegeradien zulassen. Dadurch ist es möglich, die jeweiligen Plattenelemente durch eine spezielle Führung der Seile lagegerecht zu fixieren, sodass keine weiteren Fixierungsmittel mehr vorgesehen sein müssen.
[0021 ] Insbesondere dann, wenn an Stelle von Drahtseilen (beispielsweise mit einem Durchmesser von 8-10 mm) Seile als Stabilisierungsmittel verwendet werden, ist es möglich, dass an einem oberen Ende der Aufstiegshilfe durch Heraufziehen der einzelnen Stabilisierungselemente, die Aufstiegshilfen hochgefahren und ausser Funktion gebracht werden können. Aufgrund dessen, dass die Plattenelemente eben sind und derart angeordnet sind, dass sie ziehharmonikaartig ausgebildet sind, ist ein geringes Packmass möglich, das wiederum den Vorteil mit sich bringt, dass die Aufstiegshilfe für die Kleintiere einfach zu verstauen ist. Zudem bringt es den Vorteil mit sich, dass diese sehr kostengünstig versendet werden können, da sie entsprechende Abmasse aufweisen und keinen Sperrgutcharakter haben.
[0022] Um zu verhindern, dass das Kleintier auf dem flach ausgestalteten Plattenelementen rutscht, können Querstreben angeordnet sein, die einen entsprechenden Halt bieten. Die Querstreben können aufgebracht, aber auch einstückig mit dem Plattenelement verbunden sein. Um insbesondere bei Katzen ein Festkrallen zu ermöglichen, kann als oberste Schicht auf den Plattenelementen ein weicher Kunststoff vorhanden sein, der es ermöglicht, dass die Krallen zumindest zum Teil in den Kunststoff eindringen und so dem Kleintier den entsprechenden Halt bieten.
[0023] Für die Einstiegsmöglichkeiten auf die Aufstiegshilfe ist jeweils am Anfang und am Ende der Aufstiegshilfe ein Plattenelement derart ausgebildet, dass es vorzugsweise waagrecht ist. Insbesondere im oberen Bereich, der beispielsweise an einen Balkon stösst, ist es von Vorteil, wenn dieser waagrecht ist, sodass dieser beispielsweise mit Schnüren, Klemmen oder Seilzügen entsprechend befestigt werden kann.
[0024] Die Befestigung selbst kann auch darüber ausführt werden, dass die Stabilisierungselemente weitergeführt werden und mit Spannelementen an ihren freien Enden versehen sind, sodass durch ein Herumwickeln, beispielsweise um ein Balkongelände und durch Spannen der Spannelemente, eine Befestigung erfolgen kann. Aufgrund der Anlage der Plattenelemente an der Hauswand ist dann eine Stabilisierung der Aufstiegshilfe gewährleistet, sodass beim Einstieg eines Kleintiers in die Aufstiegshilfe diese nur geringfügig oder gar nicht wackelt.
[0025] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt somit darin, dass eine sehr einfache aufgebaute Aufstiegshilfe vorhanden ist, die, um eine Höhe zu überwinden, eine unterschiedliche Anzahl von Plattenelementen umfasst, die jeweils eine Öffnung aufweisen. Die Stabilisierungselemente können einfache Seile sein, die durch eine Spezialführung (zunächst durch die Plattenelemente hindurch dann wieder durch eine weitere Bohrung an die Ausgangsposition zurück und wieder durch eine dritte Bohrung dann in das zu verbindende Plattenelement hinein) ausgestaltet sind.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung, den Zeichnungen und den Ansprüchen hervor.
3 Zeichnungen [0027] Es zeigen:
Fig. 1 Eine perspektivische Ansicht auf ein erfindungsgemässes Plattenelement;
Fig. 2 eine schematische perspektivische Darstellung des Grundprinzips einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer Aufstiegshilfe;
Fig. 4 eine weitere schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels einer Aufstiegshilfe;
Fig. 5 eine Seitenansicht auf ein drittes Ausführungsbeispiel einer Aufstiegshilfe, insbesondere zur Darstellung der Ausführung der seilartig ausgestalteten Stabilisierungselemente;
Fig. 6 eine Seitenansicht auf ein viertes Ausführungsbeispiel einer Aufstiegshilfe, insbesondere zur Darstellung der Ausführung der seilartig ausgestalteten Stabilisierungselemente und deren Führung;
Fig. 7 eine vergrösserte Darstellung der Aufhängung der Plattenelemente zur Erläuterung der Seilführung für eine solche Aufstiegshilfe.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0028] In Fig. 1 ist das erfindungsgemässe Plattenelement 1 für die Aufstiegshilfe A (Fig. 3-5) dargestellt.
[0029] Das erfindungsgemässe Plattenelement 1 weist eine plattenartige Ausgestaltung auf und verfügt über eine nicht zentrisch angeordnete Öffnung 2. Die Öffnung 2 ist bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel rund ausgeführt. Es ist jedoch auch vorstellbar, dass diese eckig auszuführen ist. Zudem weist das Plattenelement 1 an den jeweiligen Seiten Bohrungen 3 auf, die je nach Ausführungsbeispiel dafür geeignet sind, das Stabilisierungselemente 4, wie sie beispielsweise in Fig. 2 schematisch dargestellt sind, aufzunehmen.
[0030] Bei einem Ausführungsbeispiel, das ein Grundprinzip der Erfindung darstellt, ist in Fig. 2 eine Anordnung gezeigt, die zwei Plattenelemente 1 zeigt, die identisch sind, jedoch das zweite Plattenelement unterhalb des ersten um 180 Grad verdreht angeordnet ist. Dadurch sind die zueinander korrespondierenden Öffnungen 2 nicht mehr übereinander, sondern versetzt zueinander angeordnet. Die Öffnungen 2 sind derart gewählt, dass bei dieser versetzten Anordnung trotzdem in Draufsicht gesehen eine Überschneidung dieser Öffnungen 2 stattfindet. Somit ist für das Kleintier die Möglichkeit gegeben, dass beim Hindurchsehen durch die Öffnungen beispielsweise von unten nach oben, eine Durchsicht entlang einer Sichtachse S möglich ist. Dies hilft dem Kleintier, sich zu orientieren und festzustellen, dass es sich um eine Aufstiegshilfe handelt, die es ermöglicht, einen bestimmten Höhenunterschied zu überwinden.
[0031 ] Die in Fig. 2 angeordneten Plattenelemente 1 sind zueinander in einem Winkel angeordnet. Der Winkel, bezeichnet mit a, ist frei wählbar und insbesondere von dem zu überwindenden Höhenunterschied abhängig. An den Stirnseiten der Plattenelemente 1 { Bereich des spitzen Winkels) kann ein Abstand vorgesehen sein, aber auch die Möglichkeit bestehen, dass sich die Stirnseiten der beiden korrespondierenden Plattenelemente 1 berühren. Es ist auch denkbar, dass die beiden Plattenelemente 1 mit Scharnieren oder sonstigen gleichwirkenden Mitteln verbunden sind. Die Anordnung, die in der Seitenansicht zickzackartig oder ziehharmonikaartig ausgebildet ist, verschafft die Möglichkeit, mit ein und derselben Aufstiegshilfe A, unterschiedliche Höhen zu überwinden. Ist die Höhe nicht sehr hoch, ist der Winkel zwischen den beiden Plattenelementen 1 flach. Ist der Höhenunterschied gross, so vergrössert sich der Winkel # zwischen den Plattenelementen 1
[0032] In Fig. 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel als Ausstiegshilfe A gezeigt. Die einzelnen Plattenelemente 1 sind parallel zueinander angeordnet, wobei die jeweils zueinander angeordneten Plattenelemente 1 um 180 Grad um die Längsachse verdreht angeordnet sind, sodass die jeweiligen Öffnungen 2 in Draufsicht gesehen, zueinander versetzt sind, aber dennoch korrespondieren.
[0033] An den Ecken sind Bohrungen 3 vorgesehen, die zur Aufnahme von Stabilisierungselementen 4 dienen.
[0034] Die zueinander parallel angeordneten Plattenelemente 1 sind vorzugsweise im gleichen Abstand angeordnet. Somit hat das Kleintier die Möglichkeit, die entsprechenden Höhenunterschiede abzuschätzen.
[0035] Die zuvor genannte Konstruktion ist insbesondere aufgrund der starr gestalteten Stabilisierungselemente 4 sehr steif. Aufgrund dessen, dass diese Plattenelemente 1 einschiebbar, anclipsbar oder in gleichwirkender Weise auflegbar sind, handelt es sich bei dieser Ausführungsform um eine einfache Möglichkeit, die regalartig, beispielsweise an einer Hauswand, aufgestellt werden kann.
[0036] Die in Fig. 4 dargestellte Weiterbildung stellt das Grundprinzip der Erfindung gemäss Fig. 2 dar. Die einzelnen Plattenelemente 1 , die ziehharmonikaartig zueinander angeordnet sind, sind an den jeweiligen Stirnseiten zusammenge-
4 führt und mit Scharnieren 5 versehen. Dadurch ist der Winkel a ebenfalls variabel gestaltbar und von der zu überwindenden Höhe abhängig.
[0037] Die einzelnen Plattenelemente 1 weisen Öffnungen 2 auf. Zudem sind an den Stirnseiten Stabilisierungselemente 4 vorgesehen, die in Bohrungen 3 geführt werden. Die Stabilisierungselemente 4, die hier verwendet werden, sind vorzugsweise Drahtseile, die unterhalb und oberhalb der Aufstiegshilfe A vorzugsweise zusammen fügbar sind, sodass die Aufstiegshilfe A jeweils 2 Fixierungspunkte (einen unten und einen oben) aufweist. Die Montage der Aufstiegshilfe A kann beispielsweise an einer Hauswand erfolgen, da die Stirnseiten der jeweiligen Plattenelemente 1 eben ausgebildet sind, sodass eine Anlage an der Hauswand erfolgen kann. Aufgrund der festen Ausgestaltung, insbesondere aufgrund der Stabilisierungselemente, ist es nicht möglich, dass die Aufstiegshilfe hin und her schwingt, wenn das Kleintier die Aufstiegshilfe besteigt.
[0038] Um zu verhindern, dass die einzelnen Plattenelemente 1 ihre vorgesehene Position verlassen, sind in den Zeichnungen nicht näher dargestellte Fixierungselemente vorgesehen, die die Funktion haben, die jeweiligen Plattenelemente an den Stabilisierungselementen orts- und lagegerecht zu fixieren. Durch Verlagern der Fixierungselemente (nach oben oder unten) ist vorgesehen, ein mit der gleichen Ausführungsform grösseren Höhenunterschied (umgekehrt auch einen geringen Höhenunterschied) zu überwinden.
[0039] Insbesondere das dem Boden zugewandte letzte Plattenelement 1 b weist keine Öffnung auf und dient dazu, den Einstieg in die Aufstiegshilfe A unabhängig von dem entsprechenden Höhenunterschied zum weiteren Plattenelement 1 zu verschaffen. Um ein Rutschen des Kleintiers auf dem Plattenelement 1 b zu verhindern, sind vorteilhafterweise entsprechende Querstreben auf dem Plattenelement 1 angeordnet.
[0040] In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einer Aufstiegshilfe A gezeigt. Sie unterscheidet sich zu der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform dadurch, dass auf Fixierungselemente vollständig verzichtet wird. Um dies zu realisieren, ist es notwendig, die Stabilisierungselemente 4 nicht mit einem Drahtseil, sondern mit einem flexiblem Seil wie es beispielsweise aus dem Segelbedarf erhältlich ist, zu versehen, das in entsprechende Biegeradien 6 zulässt. Denn die Seilführung des Stabilisierungselements 4 ist derart ausgestaltet, dass in dem Plattenelement 1 an den Ecken jeweils drei Bohrungen vorgesehen sind. Bei entsprechender Anordnung der Stirnelemente zueinander ist die Seilführung derart, dass von oben zunächst das Seil durch eine erste Bohrung 3a des ersten Plattenelements 1 und des zweiten Plattenelements 1 geführt wird, dann ein entsprechender Biegeradius 6 durchgeführt wird, wobei die Rückführung des Stabilisierungselements 4 durch eine weitere Bohrung 3b durch das zweite und dann durch das erste Plattenelement 1 erfolgt und die letzte Rückführung dann wiederum durch das erste beziehungsweise zweite Plattenelement 1 zurück zum dritten Plattenelement 1 über eine dritte Bohrung 3c erfolgt.
[0041 ] Dadurch ist eine läge- und ortsgerechte Anordnung der jeweiligen Plattenelemente 1 gewährleistet. Trotzdem ist es möglich, ein und dieselbe Aufstiegshilfe dafür einzusetzen, um unterschiedliche Höhen zu überwinden, da der Winkel zwischen den jeweiligen Plattenelementen 1 immer noch variabel gestaltet werden kann, da das Seil derart führbar ist, dass es schnürsenkelartig in den Bohrungen 3 geführt wird und passend für den jeweiligen Anwendungsbedarf adaptierbar ist.
[0042] Auch hier ist die Aufstiegshilfe A mittels eines einfachen Zuges vollständig zusammenklappbar, sodass es in diesem zusammengeklappten Zustand ein versandfertiges und verstaufähiges Paket bildet.
[0043] In der Regel besteht insbesondere im Hinblick auf Fig. 5, dem bevorzugten Ausführungsbeispiel, die Erfindung ausschliesslich aus zwei Bauelementen, nämlich dem Plattenelement 1 und dem Stabilisierungselement 4, wobei die Plattenelemente 1 in unterschiedlichen Ausgestaltungen und Anordnungen immer dieselbe Ausführungsform aufweisen.
[0044] Fig. 6 stellt eine Alternative zu der Ausführung in Fig. 5 dar. Die Ausführung in Fig. 6 unterscheidet sich dadurch, dass die Seilführung des Stabilisierungselements 4 noch einfacher ausgestaltet ist. Für die Führung sind in jeweiligen Plattenelementen an den Ecken zwei Bohrungen vorgesehen, nämlich eine erste Bohrung 3a und eine weitere Bohrung 3b. Die Plattenelemente 1 sind stirnseitig aneinander gelegt, so wie es in Fig. 6 dargestellt ist, wobei das Stabilisierungselement 4 zunächst durch die erste Bohrung 3a geführt dann über ein Biegeradius 6 zurück durch die weitere Bohrung 3b. Die Bohrung 3a und 3b sind deckungsgleich mit dem weiteren Plattenelement 1 , sodass das Stabilisierungselement 4 durch beide Bohrungen jeweils hindurchgeführt werden kann. Im Anschluss an die Durchführung durch die weitere Bohrung 3b wird das Stabilisierungselement 4 über ein Biegeradius 6 zurück in die erste Bohrung 3a geführt. Es entsteht ein Reibschluss zwischen den Stabilisierungselement 4, nämlich dem Teil, der zur einen Seite beziehungsweise zur anderen Seite des Plattenelements 1 wegführt. Dadurch tritt eine Selbsthemmung ein und es wird dadurch vermieden, dass die Plattenelemente 1 , die im Bereich des Stabilisierungselements 4 angeordnet sind, die vorgesehene Position verlassen.
[0045] Wird gewünscht, dass die Plattenelemente 1 entlang des Stabilisierungselements 4 verschoben werden, so ist die Selbsthemmung entsprechend leicht zu lösen und die Plattenelemente 1 können zusammen in der Höhe verschoben werden.
[0046] Zur Befestigung der Aufstiegshilfe wird eine Einrichtung, beispielsweise wie an Balkongeländer oder ähnliches in Ausbildung ein zusätzliches Spannmittel verwendet, wie sie beispielsweise aus dem Zeltbau zum Verspannen von Zeltwänden bekannt ist. Diese sind kostengünstig, zweckmässig und reichen für diesen Anwendungsbereich aus.
5
Claims (10)
- [0047] Zudem ist vorgesehen, auf alle Plattenelemente, insbesondere im Bereich der Öffnung, Querstreben anzuordnen. Dies gibt dem Kleintier, das die Aufstiegshilfe besteigt, noch mehr Sicherheit. Die Querstreben können sowohl aufgebracht als auch einteilig mit den Plattenelement ausgestaltet sein. [0048] Dadurch ist es möglich, eine Aufstiegshilfe A, die stabil und nicht hin und her wackelnd ausgestaltet ist, wenn es ein Kleintier betritt, an einer Hauswand anzuordnen, ohne die Fassade zu verletzen und zu verschandeln. BEZUGSZEICHENLISTE Aufstiegshilfe für Kleintiere [0049] 1 . Plattenelemente, 1 b Plattenelemente 2. Öffnungen 3. Bohrungen 4. Stabilisierungselement 5. Scharnier 6. Biegeradius A Aufstiegshilfe S Sichtachse # Winkel Patentansprüche 1 . Aufstiegshilfe für Kleintiere zum Überwinden eines Höhenunterschieds, bestehend aus mehreren Plattenelementen, dadurch gekennzeichnet, dass die Plattenelemente (1 ) mindestens eine Öffnung (2) aufweisen und die Plattenelemente (1 ) derart zu einer Aufstiegshilfe (A) ausgebildet sind, dass diese schräg oder parallel übereinander angeordnet sind.
- 2. Aufstiegshilfe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sich die jeweiligen Öffnungen (2) in Draufsicht mindestens teilweise überschneiden.
- 3. Aufstiegshilfe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im montierten Zustand die Öffnungen (2) in einer Sichtachse (5) des Kleintiers liegen.
- 4. Aufstiegshilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseite der jeweiligen Plattenelemente (1 ) sich berühren oder im Abstand zueinander angeordnet sind.
- 5. Aufstiegshilfe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnseiten der Plattenelemente (1 ) miteinander gekoppelt sind.
- 6. Aufstiegshilfe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei zueinander korrespondierenden Plattenelemente (1 ) scharnierartig miteinander verbunden sind.
- 7. Aufstiegshilfe nach mindestens einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stabilisierungselement (1 ) ein flexibles Seil ist.
- 8. Aufstiegshilfe nach mindestens einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Plattenelement (1 ) in seinen Eckbereichen Bohrungen (3) aufweist, die dazu geeignet sind, die das Stabilisierungselement (4) aufzunehmen.
- 9. Aufstiegshilfe nach mindestens einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen (3) derart ausgebildet sind, dass das Stabilisierungselement (4) schlaufenartig durch die Bohrungen (3) hindurchführbar ist und mittels Selbsthemmung das Plattenelement (1 ) lagegerecht am Stabilisierungselement (4) hält.
- 10. Aufstiegshilfe nach mindestens einer der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Plattenelement (1 ) zumindest im Bereich der Öffnung (2) Querstreben vorgesehen sind. 6
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