CH704412A1 - Garniturträger. - Google Patents

Garniturträger. Download PDF

Info

Publication number
CH704412A1
CH704412A1 CH00173/11A CH1732011A CH704412A1 CH 704412 A1 CH704412 A1 CH 704412A1 CH 00173/11 A CH00173/11 A CH 00173/11A CH 1732011 A CH1732011 A CH 1732011A CH 704412 A1 CH704412 A1 CH 704412A1
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
clothing
clothing carrier
carrier
fibers
fiber
Prior art date
Application number
CH00173/11A
Other languages
English (en)
Inventor
Guenter Steinbach
Dr Peter Artzt
Dr Volker Jehle
Original Assignee
Graf & Co Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Graf & Co Ag filed Critical Graf & Co Ag
Priority to CH00173/11A priority Critical patent/CH704412A1/de
Priority to PCT/CH2012/000022 priority patent/WO2012103658A1/de
Publication of CH704412A1 publication Critical patent/CH704412A1/de

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G15/00Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
    • D01G15/84Card clothing; Manufacture thereof not otherwise provided for
    • D01G15/86Card clothing; Manufacture thereof not otherwise provided for with flexible non-metallic backing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Nonwoven Fabrics (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft einen Garniturträger (1) für flexible oder halbstarre Garnituren. Der Garniturträger ist ein durch Vernadelung und thermische Behandlung verfestigtes Vlies. Das Vlies ist aus einer Mischung von mindestens zwei Fasertypen (10, 11) gebildet und weist dabei einen Anteil von 30 bis 70% einer Schrumpffaser auf.

Description

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Garniturträger für flexible oder halbstarre Garnituren.
[0002] Flexible und halbstarre Garnituren werden in verschiedenen Bereichen der Verarbeitung von textilen Fasern eingesetzt. Eine flexible oder halbstarre Garnitur besteht im Wesentlichen aus einem Garniturträger und den Garniturspitzen. Die Garniturspitzen werden durch Drahthäkchen gebildet, welche U-förmig ausgebildet sind. Die Drahthäkchen werden in einem sogenannten Setzvorgang in bestimmten Abständen und Anordnungen durch den Garniturträger hindurch gestochen, wobei deren Enden aus dem Garniturträger hervorstehen und die Garniturspitzen bilden. Die Anzahl Garniturspitzen pro Flächeneinheit wird als Spitzendichte bezeichnet. Die Drahthäkchen werden im Garniturträger gehalten und weisen abhängig von ihrer Form und Länge sowie der Beschaffenheit des Garniturträgers eine gewisse Flexibilität auf. Halbstarre Garnituren weisen die stärkeren Drahthäkchen auf als die flexiblen Garnituren. Ebenfalls ist der Garniturträger bei halbstarren Garnituren stärker im Sinne von weniger flexiblen als bei flexiblen Garnituren ausgeführt.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Ausführungen von Garniturträgern bekannt, wobei diese in der Regel mehrschichtig ausgeführt sind. Die DE 2006 016 832 offenbart einen Garniturträger aus mindestens zwei Schichten, einer Unterschicht und einer Deckschicht. In der Unterschicht werden die Drahthäkchen verankert. Die Deckschicht hingegen ermöglicht ein ungestörtes Schwingen der Drahthäkchen, was im Besonderen bei einer Anwendung in der Kardierung wichtig ist. Die Unterschicht wird aus einem Vliesstoff gebildet, wobei sich das Material des Vliesstoffes vom Material der Deckschicht unterscheidet.
[0004] Die CH 631 134 offenbart einen Garniturträger bestehend aus einem Grundkörper mit darin eingebetteten Verstärkungseinlagen. Der Grundkörper ist aus einem elastischen Kunststoff und die Verstärkungseinlagen aus Gewebe oder Gewebeschichten hergestellt.
[0005] In der DE 7 414 314 wird eine bekannte Ausführung von Garniturträgern, welche aus mehreren Gewebeschichten besteht, dahingehend verbessert, dass mindestens eine Schicht aus einem Vliesstoff eingefügt wird.
[0006] Alle aus dem Stand der Technik bekannten Garniturträger haben den Nachteil, dass sie aus mehreren Schichten aufgebaut werden, wobei die Schichten miteinander verbunden werden müssen. Die Notwendigkeit eines schichtweisen Aufbaus der Garniturträger erscheint dadurch zwingend, dass einerseits eine starke Verankerung der Drahthäkchen im Garniturträger und andrerseits eine gewisse Beweglichkeit der Garniturspitzen gewährleistet sein muss.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Garniturträger zu schaffen, welcher einen einfachen Aufbau aufweist und der eine für die Verankerung von Drahthäkchen notwendige Festigkeit aufweist und trotzdem die notwendige Beweglichkeit der Drahthäkchen zulässt.
[0008] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung eines Garniturträgers zu schaffen, welches eine Einstellung der Eigenschaften des Garniturträgers ermöglicht.
[0009] Die Aufgaben werden gelöst durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche.
[0010] Zur Lösung der Aufgabe wird ein Garniturträger für flexible oder halbstarre Garnituren vorgeschlagen, welcher ein durch Vernadelung und thermische Behandlung verfestigtes Vlies ist, wobei das Vlies aus einer Mischung von mindestens zwei Fasertypen gebildet ist und dabei einen Anteil von 30 bis 70% einer Schrumpffaser aufweist.
[0011] Unter einem Vlies ist ein flexibles Flächengebilde aus Textilfasern zu verstehen. Dabei werden entsprechend den gewünschten Eigenschaften des Endprodukts verschiedene Textilfasern homogen vermischt und als ein Flächengebilde abgelegt. Bedingt durch die nachfolgende Behandlung werden nur Fasern die mindestens teilweise thermoplastisch sind in einer Mischung zusammengeführt, beispielsweise Fasern aus Polyester (PE).
[0012] Dabei sind in der Mischung 30 bis 70% Schrumpffasern vorzusehen. Schrumpffasern sind Fasern, welche bei einer thermischen Behandlung um bis zu 20% ihrer ursprünglichen Länge schwinden. Vorzugsweise werden Mischungen mit einem 50-prozentigen Anteil an Schrumpffasern eingesetzt. Die Schrumpffasern bestehen vorteilhafterweise aus dem gleichen Polymer (Kunststoff) wie die anderen in der Mischung enthaltenen Fasern. Durch eine gezielte thermische Behandlung wird je nach Schrumpffaseranteil und Schrumpffasertype eine 5 bis 20-prozentige Schrumpfung ausgelöst. Bei der Ablage der Mischung zu einem Flächengebilde, der sogenannten Täfelung, kann zusätzlich auf die Hauptfaserrichtung geachtet werden, wodurch die späteren Eigenschaften des Garniturträgers beeinflusst werden können. Die Dicke eines getäfelten Vlieses beträgt beispielsweise 10 cm. Vorteilhafterweise ist die Hauptfaserrichtung quer zur Schwingungsrichtung der Garniturspitzen angelegt. Durch die Täfelung mehrerer Schichten von Flächengebilden wird ein getäfeltes Vlies gebildet. Anschliessend erfolgt eine Verfestigung dieses getäfelten Vlieses in zwei Stufen. In einer ersten Stufe wird das Vlies verfestigt durch Nadeln, wodurch ein Zusammenhalt der einzelnen Fasern bewirkt wird. Das Nadeln kann in einer oder auch mehreren Passagen durchgeführt werden. In einer zweiten Stufe wird das Vlies einer thermischen Behandlung unterzogen. Die thermische Behandlung bewirkt, dass die Oberflächenschichten der Schrumpffasern schmelzen und dadurch die einzelnen Schrumpffasern an den Kontaktstellen mit benachbarten Fasern dauerhaft verbunden werden.
[0013] Durch die Vernadelung wird eine Erhöhung der Dichte des Vlieses bewirkt, es werden ca. 0.2 g/cm<3> erreicht. Bei der thermischen Behandlung schrumpfen die Schrumpffasern in ihrer Länge und bewirken dadurch eine weitere Verdichtung des Vlieses. Durch den Anteil der Schrumpffasern an der Fasermischung kann die Dichte des Vlieses bis auf 0.3 g/cm<3>erhöht werden.
[0014] Bei der thermischen Behandlung durchläuft das Vlies einen beheizten Raum, in welchem die Fasern entsprechend ihrer Schmelztemperatur so hoch erhitzt werden, dass sie sich mit benachbarten Fasern an gegenseitigen Berührungspunkten verbinden. Die für die thermische Behandlung notwendigen Temperaturen sind abhängig von den in die Fasermischung eingebrachten Fasertypen und deren Mengen, dem verwendeten Material sowie der gewünschten Schrumpfung und zu erreichenden Elastizität. Nach der thermischen Behandlung wird das Vlies durch Kalanderwalzen geführt. Dadurch werden Dickenunterschiede ausgeglichen und eine definierte Dicke respektive Dichte eingestellt. Die heute gebräuchlichen Garniturträger weisen eine Dicke von 4 bis 6 mm auf. Es sind jedoch auch andere Dicken von Garniturträgern möglich.
[0015] In einer Weiterentwicklung der Erfindung können die Kalanderwalzen einzeln oder gemeinsam beheizt werden. Die Beheizung ermöglicht die Schaffung glatter Oberflächen, respektive eine Einstellung der Oberflächenbeschaffenheit des Garniturträgers.
[0016] Das Verfahren zur Herstellung eines Garniturträgers umfasst die folgenden Schritte: Mischung von mindestens zwei Fasertypen wovon mindestens eine Type eine Schrumpffaser ist, vorteilhafterweise sind die Fasern aus demselben Kunststoff gefertigt, beispielsweise PE Bildung eines getäfelten Vlieses aus der Fasermischung, beispielsweise durch ein entsprechendes Ablegen von Flächengebilden auf einem Tisch oder einer Trommel, vorteilhafterweise ist die Hauptfaserrichtung quer zur Schwingungsrichtung der Garniturspitzen angelegt. Mechanische Vernadelung des Vlieses in einer oder mehreren Passagen Thermische Behandlung des Vlieses Einstellung der Dicke des Vlieses durch Kalanderwalzen.
[0017] Eine wichtige Eigenschaft eines Garniturträgers ist die Dauerelastizität. Die später eingesetzten Garniturspitzen werden derart beansprucht, dass sich die Drahthäkchen hin und her bewegen. Damit die Drahthäkchen in ihrer Befestigung nicht ausleiern, muss der Garniturträger eine hohe Dauerelastizität aufweisen. Zur Erhöhung der Dauerelastizität kann der Garniturträger in einem weiteren Verfahrensschritt mit einem Polymer imprägniert werden.
[0018] Dabei wird das Polymer, beispielsweise Latex (Acrylnitril), in Form einer wässrigen Dispersion bereitgestellt. Das Vlies wird in dieser Dispersion getaucht, wodurch das Vlies in seinen Hohlräumen die Dispersion aufnimmt. Anschliessend wird das Vlies abgepresst zur Abführung überflüssiger Dispersion und in einem weiteren Schritt stabilisiert und getrocknet. Die Stabilisierung und Trocknung des Vlieses kann in einem beheizten Raum erfolgen durch den das Vlies transportiert wird. Dabei kann das Vlies auf Bändern, Walzen oder sonstigen geeigneten Mitteln durch den beheizten Raum geführt werden. In einer weiteren Ausführungsform können zur Stabilisierung und Trocknung des Vlieses auch beheizte Walzen verwendet werden.
[0019] Die Imprägnierung hat ebenfalls eine Erhöhung der Dichte zur Folge. Mit Hilfe der Veränderung des Polymeranteils in der wässrigen Dispersion kann die eingelagerte Polymermenge im Garniturträger bestimmt werden. Dies wirkt sich aus auf die Elastizität und die Dichte des Garniturträgers.
[0020] Um die Dichte weiter zu erhöhen, können der wässrigen Dispersion neben dem Polymer auch Füllstoffe beigegeben werden. Durch die Verwendung von Füllstoffen kann der Anteil des Polymers in der Dispersion reduziert werden, was einen wesentlichen Einfluss auf die Kosten des Garniturträgers hat. Die Füllstoffe bewirken jedoch auch eine Verringerung der Elastizität des Garniturträgers. Als Füllstoffe eignen sich inerte Stoffe welche eine hohe Alterungsbeständigkeit aufweisen. Solche Stoffe finden sich unter den Tonerden, beispielsweise Kaolin oder Bariumsulfat, sowie in anderen Gesteinsarten. Als besonders geeigneter Füllstoff hat sich die Verwendung von Kreide herausgestellt.
[0021] Durch die Mischung von Polymer und Füllstoffen bei der Imprägnierung wird es ermöglicht, die Elastizität in Zusammenhang mit der Dichte des Garniturträgers exakt auf die spätere Anwendung der mit dem Garniturträger ausgestatteten Garnitur abzustimmen.
[0022] Durch die Imprägnierung kann eine Erhöhung der Dichte gegenüber dem vernadelten und thermisch behandelten Vlies um mehr als das doppelte erreicht werden.
[0023] Durch die Kombination der verschiedenen Beeinflussungsfaktoren, wie Anteil Schrumpffasern, thermische Behandlung, Imprägnierung, Auswahl der Grundwerkstoffe, können die Dämpfungseigenschaften des Garniturträgers gegen mögliche Schwingungen der Garniturspitzen bestimmt werden.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform kann zur Verbesserung einer Dämpfung der Schwingungsbewegungen der Garniturspitzen eine zusätzliche Deckschicht, beispielsweise aus Kautschuk aufgebracht werden.
[0025] Um eine gut zu reinigende Oberflächenstruktur zu erreichen, ist es auch denkbar einen Überzug mit einem Lack auf dem Garniturträger anzubringen.
[0026] Das Aufbringen einer Deckschicht oder eines Überzuges kann auf bekannte Art erfolgen, beispielsweise streichen, spritzen oder transferbeschichten. Bei einer Transferbeschichtung wird eine vorbereitete Schicht, beispielsweise in Form einer Folie, auf den Garniturträger übertragen, respektive transferiert.
[0027] Der Garniturträger wird zur Herstellung einer flexiblen oder halbstarren Garnitur für die Bearbeitung von textilen Fasern verwendet. Bei der Herstellung der Garnitur werden in einem Setzvorgang Drahthäkchen durch den Garniturträger hindurch gestochen. Die Drahthäkchen bilden auf der Oberseite der Garnitur die Garniturspitzen. Beim Setzvorgang werden die Drahthäkchen in einem den späteren Anforderungen an die Garnitur entsprechenden Abstand voneinander angeordnet. Die Anzahl der dadurch vorhandenen Garniturspitzen pro Fläche wird als Spitzendichte bezeichnet. Aufgrund mechanischer Gegebenheiten der verwendeten Maschinen in der Herstellung der Garnituren ist die in einem Setzvorgang maximal zu erreichende Spitzendichte begrenzt. Ein minimaler Abstand zwischen den Drahthäkchen kann nicht unterschritten werden aufgrund der Konstruktion der Setzwerkzeuge.
[0028] Bei der Verwendung eines Garniturträgers nach der Erfindung in einer Garnitur kann durch eine thermische Behandlung der Garnitur eine durch den Setzvorgang bestimmte Spitzendichte erhöht werden. Die thermische Behandlung bewirkt, dass sich die im Garniturträger befindlichen Schrumpffasern in ihrer Länge verändern und dadurch der Garniturträger in seinen Dimensionen schrumpft. Die Abstände zwischen den einzelnen Drahthäkchen werden durch diesen Schrumpfungsprozess verkleinert und es ergibt sich eine erhöhte Spitzendichte.
[0029] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer beispielhaften Ausführungsform erklärt und durch Zeichnungen näher erläutert. <tb>Fig. 1<sep>Schematische Darstellung eines Garniturträgers mit eingesetzter flexibler Garnitur nach dem Stand der Technik <tb>Fig. 2<sep>Schematische Darstellung eines Garniturträgers nach der Erfindung <tb>Fig. 3<sep>Schematische Darstellung des Verfahrens zur Herstellung eines Garniturträgers nach der Erfindung <tb>Fig. 4<sep>Schematische Darstellung einer Ausführungsform einer Imprägnierung eines Garniturträgers
[0030] In Fig. 1 ist ein bekannter Garniturträger 1 mit eingesetzter flexibler Garnitur 2 dargestellt. Der Garniturträger 1 ist aus mehreren Textilschichten 3 zusammengesetzt, die durch Bindemittel oder durch Vulkanisieren mit Kautschuk oder synthetischem Kautschuk zusammengehalten werden. Zusätzlich zu den Textilschichten ist eine Kautschukschicht als Deckschicht 5 vorhanden. Die durch den Garniturträger 1 durchgestochenen Drahthäkchen 4 werden im mehrlagigen Gewebe 3 gehalten. Die Drahthäkchen 4 werden im Betrieb stark beansprucht und sind entsprechend im mehrlagigen Garniturträger 1 verankert. Flexible Garnituren 2, wie auch halbstarre Garnituren, werden meist in Streifen mit einer bestimmten Breite b und einer Dicke d gefertigt und anschliessend in so genannten Deckeln eingesetzt oder auf Walzen aufgezogen.
[0031] In Fig. 2 ist eine Ausführungsform des Garniturträgers nach der Erfindung schematisch dargestellt. Der Garniturträger 1 ist in der Darstellung einschichtig mit einem Überzug 14 gezeigt. Der Garniturträger 1 ist aufgebaut aus zwei Fasertypen 10, 11 eines Kunststoffes, beispielsweise PE. Dabei sind Schrumpffasern 11 mit nicht schrumpfenden Fasern 10 gemischt. Das getäfelte Vlies wurde durch Vernadeln, thermische Behandlung und Kalibrierung auf die Dicke d gebracht. Durch ein anschliessendes Imprägnieren des Garniturträgers 1 wurden zusätzlich Füllstoffe 13 sowie ein Polymer 12 in den Garniturträger 1 eingebracht. Auf der Oberseite des Garniturträgers 1 ist über die gesamte Breite b ein Überzug 14 aufgebracht. Die Oberseite entspricht der Seite, auf welcher später die Drahthäkchen herausstehen und die Garnitur bilden. Der aufgebrachte Überzug 14 dient einer Verbesserung der Oberflächenbeschaffenheit des Garniturträgers 1, sodass die Anhaftung von Staub und Schmutz vermindert werden kann.
[0032] Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des Verfahrens zur Herstellung eines Garniturträgers 1 nach der Erfindung.
[0033] In einem ersten Verfahrensschritt 20 wird eine Mischung von Fasern 10, 11, wovon zumindest ein Anteil an Schrumpffasern 11 vorgesehen ist, zu einem Flächengebilde in Form eines getäfelten Vlieses (20) abgelegt. In einem nächsten Verfahrensschritt wird das Flächengebilde durch mechanische Vernadelung 21 einer ersten Verdichtung unterworfen. In der anschliessenden thermischen Behandlung 22 wird das getäfelte Vlies 20 aufgeheizt. Die Temperatur wird dabei auf die verwendeten Materialien abgestimmt, sodass die Schrumpffasern 11 an ihrer Oberfläche schmelzen und sich mit benachbarten Fasern 10, 11 verbinden. Die im Vlies 20 enthaltenen Schrumpffasern 11 werden durch den Temperatureinfluss zusätzlich geschrumpft. Diese Schrumpfung eines bestimmten Faseranteils bewirkt eine weitere Verdichtung des Vlieses. Am Ende der Wärmebehandlung 22 durchläuft das Vlies ein Kalanderwalzenpaar 23. Durch die Kalanderwalzen 23 werden Dickenunterschiede des Vlieses ausgeglichen und eine nach dem Aussehen der Kalanderwalzen 23 vorgegebene Oberflächenstruktur des Garniturträgers 1 erreicht. Auch wird durch die Kalanderwalzen 23 die Dicke d des Garniturträgers 1 erreicht.
[0034] Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung eine Ausführungsform einer Imprägnierung eines Garniturträgers 1. Um eine zusätzliche Verdichtung im Garniturträger 1 zu erreichen, kann in einem weiteren Schritt eine Imprägnierung vorgesehen werden. Dabei wird der Garniturträger 1 in ein Bad 30 getaucht. Das Bad 30 enthält in wässriger Dispersion ein Polymer 12 und einen Füllstoff 13. Aufgrund der im Vlies bestehenden Hohlräume wird die wässrige Dispersion vom Vlies aufgenommen. Anschliessend an das Bad 30 wird die überschüssige Dispersion abgepresst, mit Hilfe von entsprechend angeordneten Presswalzen 31. Nach dem Abpressen erfolgt eine Stabilisierung und Trocknung des Vlieses indem es über mehrere Walzen 32 geführt wird. In Fig. 3 sind vier Walzen 32 dargestellt um die Funktionsweise einer möglichen Ausführungsform aufzuzeigen. Die Anzahl der Walzen 32 sowie deren Anordnung ist abhängig von der Materialwahl und den Mengenanteilen bei Fasern 10, 11, Polymer 12 und Füllstoffen 13. Die Walzen 32 können beheizt sein oder sich in einem beheizten Raum befinden.
Legende
[0035] <tb>1<sep>Garniturträger <tb>2<sep>Garniturspitzen <tb>3<sep>Textilschicht <tb>4<sep>Drahthäkchen <tb>5<sep>Deckschicht <tb>10<sep>Faser <tb>11<sep>Schrumpffaser <tb>12<sep>Polymer <tb>13<sep>Füllstoff <tb>14<sep>Überzug <tb>20<sep>getäfeltes Vlies <tb>21<sep>Vernadelung <tb>22<sep>Thermische Behandlung <tb>23<sep>Kalanderwalzen <tb>30<sep>Bad <tb>31<sep>Presswalzen <tb>32<sep>Walzen <tb>d<sep>Dicke des Garniturträgers <tb>b<sep>Breite des Garniturträgers

Claims (14)

1. Garniturträger (1) für flexible oder halbstarre Garnituren, dadurch gekennzeichnet, dass der Garniturträger (1) ein durch Vernadelung (21) und thermische Behandlung (22) verfestigtes Vlies ist, wobei das Vlies (20) aus einer Mischung von mindestens zwei Fasertypen (10, 11) gebildet ist und dabei einen Anteil von 30 bis 70% einer Schrumpffaser (11) aufweist.
2. Garniturträger (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies mit einem Polymer (12) imprägniert ist.
3. Garniturträger (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Polymer (12) Füllstoffe (13) beigemischt sind.
4. Garniturträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überzug (14) vorgesehen ist zur Bildung einer bestimmten Oberflächenstruktur.
5. Garniturträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einstellung der Oberflächenstruktur durch beheizte Kalanderwalzen (23) vorgesehen ist.
6. Garniturträger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Deckschicht vorgesehen ist.
7. Garniturträger (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schrumpffaser (11) in der thermischen Behandlung (22) eine 5- bis 20-prozentige Schrumpfung aufweist.
8. Verfahren zur Herstellung eines Garniturträgers (1) für flexible oder halbstarre Garnituren (2) wobei mindestens zwei Fasertypen (10, 11) gemischt werden, wovon mindestens eine Type eine Schrumpffaser (11) ist und der Anteil an Schrumpffasern (11) in der Fasermischung 30 bis 70% beträgt aus der Fasermischung ein getäfeltes Vlies (20) gebildet wird das getäfelte Vlies (20) einer mechanischen Vernadelung unterzogen (21) wird das vernadelte Vlies einer thermischen Behandlung (22) unterzogen wird und mit Kalanderwalzen (23) auf eine gleichmässige Dicke (d) gebracht wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Vlies mit einem Polymer (12) imprägniert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass dem Polymer (12) Füllstoffe (13) zur Erhöhung der Dichte beigegeben werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorgang des Imprägnierens die Schritte tauchen, abpressen, stabilisieren und trocknen umfasst.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Deckschicht oder ein Überzug (14) aufgebracht wird.
13. Garnitur für die Bearbeitung von textilen Fasern mit einem Garniturträger (1) und Garniturspitzen (2), wobei die Garniturspitzen (2) durch Drahthäkchen (4) gebildet sind, welche in einem Setzvorgang durch den Garniturträger (1) hindurch gestochenen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Garniturträger (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 ausgebildet ist.
14. Garnitur nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine thermische Behandlung des Garniturträgers (1) zur Erhöhung einer durch den Setzvorgang bestimmten Spitzendichte vorgesehen ist.
CH00173/11A 2011-01-31 2011-01-31 Garniturträger. CH704412A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH00173/11A CH704412A1 (de) 2011-01-31 2011-01-31 Garniturträger.
PCT/CH2012/000022 WO2012103658A1 (de) 2011-01-31 2012-01-30 Garniturträger

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH00173/11A CH704412A1 (de) 2011-01-31 2011-01-31 Garniturträger.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH704412A1 true CH704412A1 (de) 2012-07-31

Family

ID=45571279

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH00173/11A CH704412A1 (de) 2011-01-31 2011-01-31 Garniturträger.

Country Status (2)

Country Link
CH (1) CH704412A1 (de)
WO (1) WO2012103658A1 (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH708682A1 (de) * 2013-10-15 2015-04-15 Graf & Co Ag Garniturträger.
WO2016055841A1 (de) 2014-10-09 2016-04-14 Graf + Cie Ag Garnitur
CN115821434A (zh) * 2022-10-21 2023-03-21 光山白鲨针布有限公司 一种耐腐蚀可导电的弹性针布用底布及其制备方法

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2017120204A2 (en) 2016-01-05 2017-07-13 The United States Of America, As Represented By The Secretary, Department Of Health And Human Services Combination of histone deacetylase inhibitor and immunotherapy
WO2017136342A1 (en) 2016-02-02 2017-08-10 The United States Of America, As Represented By The Secretary, Department Of Health And Human Services Fulvestrant for inducing immune-mediated cytotoxic lysis of cancer cells

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE909187C (de) * 1951-10-13 1954-04-15 Volcrepe Ltd Kratzenstoff
DE2013912A1 (en) * 1969-03-24 1970-10-01 Monsanto Co., St. Louis, Mo. (V.St.A.) Compound fabric capable of compression to - double density
JPS59112034A (ja) * 1982-12-15 1984-06-28 Kanai Hiroyuki 針布用基布

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE7414314U (de) 1973-04-26 1975-04-03 The English Card Clothing Co Ltd Kratzenbelag für Kardenwalzen
CH631134A5 (en) 1978-09-04 1982-07-30 Ciba Geigy Ag Outflow fitting for a liquid container
DE102006016832B4 (de) 2006-04-07 2021-04-15 Trützschler GmbH & Co Kommanditgesellschaft Garniturträger für einen Kardendeckelbelag

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE909187C (de) * 1951-10-13 1954-04-15 Volcrepe Ltd Kratzenstoff
DE2013912A1 (en) * 1969-03-24 1970-10-01 Monsanto Co., St. Louis, Mo. (V.St.A.) Compound fabric capable of compression to - double density
JPS59112034A (ja) * 1982-12-15 1984-06-28 Kanai Hiroyuki 針布用基布

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CH708682A1 (de) * 2013-10-15 2015-04-15 Graf & Co Ag Garniturträger.
WO2015054798A1 (de) * 2013-10-15 2015-04-23 Graf + Cie Ag Garniturträger.
US10392735B2 (en) 2013-10-15 2019-08-27 Graf + Cie Ag Clothing carrier
WO2016055841A1 (de) 2014-10-09 2016-04-14 Graf + Cie Ag Garnitur
CH710221A1 (de) * 2014-10-09 2016-04-15 Graf + Cie Ag Garnitur für die Bearbeitung von textilen Fasern
CN115821434A (zh) * 2022-10-21 2023-03-21 光山白鲨针布有限公司 一种耐腐蚀可导电的弹性针布用底布及其制备方法

Also Published As

Publication number Publication date
WO2012103658A1 (de) 2012-08-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3003081C2 (de) Mehrschichtiges, genadeltes, filzartiges Polstermaterial und Verfahren zu dessen Herstellung
DE3786858T3 (de) Verbundwerkstoff zum Verstärken von Dachbelägen, und Verfahren zum Herstellen solcher Verbundwerkstoffe.
DE69925140T3 (de) Faservliess als unterlage und tufting-teppich
DE2200243A1 (de) Ungewebte textilfaserstoffe und verfahren zu ihrer herstellung
EP1916330A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Teppichs und nach dem Verfahren hergestellter Teppich
DE2201105A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines boucleartige Noppen,Rippen od.dgl. aufweisenden textilen Verbundstoffes
CH704412A1 (de) Garniturträger.
DE2536417A1 (de) Laminat aus zellulosewatte und darin eingebetteter verstaerkungslage aus textilen fasern, sowie verfahren zu dessen herstellung
DE2922257A1 (de) Verfahren zur herstellung eines gewirkten florstoffs
DE1635590A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Faserflaechenmaterialien
EP3058120B1 (de) Garniturträger
DE102004054299A1 (de) Akustisch wirksames Teppichformteil für Kraftfahrzeuge und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1940465A1 (de) Ungewobene Ware und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2632569A1 (de) Nichtgewebter fussbodenbelag, insbesondere teppich
EP0598876B1 (de) Flächengebilde, insbesondere fussbodenbelag und verfahren zu seiner herstellung
DE1635699C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines für die Kunstlederherstellung geeigneten Faserverbundstoffes
DE2011335A1 (de) Florgewebe
DE3525441C2 (de)
DE2050273B2 (de) Schlingenflorware sowie Verfahren und Vorrichtung zu ihrer Herstellung
DE1635584A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Faserbloecken
DE3425989C2 (de) Synthetisches Velour-Spaltleder und Verfahren zu seiner Herstellung
EP0400766B1 (de) Verfahren zum Herstellen von bindemittelhaltigen Fasermatten
EP0089018A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von faserverstärkten Bahnen
DE1168066B (de) Verfahren zur Herstellung von mit einer Faser-Zugflaeche versehenen Gummiriemen und nach diesem Verfahren hergestellter Riemen
DE19961240B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines thermisch verfestigten Faservliesstoffes

Legal Events

Date Code Title Description
AZW Rejection (application)