CH704936B1 - Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes. - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes, welches statische und individuelle Druckbildinhalte enthält, wobei das Druckprodukt aus mindestens zwei bedruckten Papierbahnen (14, 51) hergestellt wird, welche zusammengeführt und die einzelnen Druckprodukte danach durch Querschneiden der Papierbahnen vereinzelt werden, wobei mindestens eine der beiden Papierbahnen mit einer Druckmaschine mit bleibender Druckform (4) mit statischen Druckbildinhalten und mindestens eine weitere Papierbahn (51) gleichzeitig mittels einer Digitaldruckmaschine (52, 54) mit individuellen Druckbildinhalten bedruckt sind.

Description

[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes gemäss Patentanspruch 1.
[0002] Es ist allgemein bekannt, bei Rollenrotationsdruckmaschinen einen Bedruckstoff von einer oder mehreren Rollen abzuwickeln und Druckwerken zum beidseitigen Bedrucken zuzuführen. Zum Bedrucken werden dabei in der Regel die verschiedenen Seiten eines Druckproduktes über die Breite und den Umfang eines Druckzylinders auf einer Druckform verteilt angeordnet, welche bei jeder Umdrehung des Druckzylinders auf die Bedruckstoffbahn gedruckt werden. D.h., bei jeder Zylinderumdrehung entstehen die Seiten für ein mehrseitiges Druckprodukt, welche danach in einem sogenannten Oberbau und ggf. einem Falzwerk der Rollenrotationsdruckmaschine zum Druckprodukt zusammengeführt werden. Dazu wird die Bedruckstoffbahn zwischen den einzelnen Seiten des Druckproduktes längs aufgeschnitten und durch sogenannte Wendestangen entsprechend der Seitenzahlen übereinandergelegt, um danach ggf. zwischen einer Doppelseite einen Längsfalz anzubringen. Nachfolgend werden die Druckprodukte durch Querschneiden der längsgeschnittenen Bedruckstoffbahn vereinzelt und ggf. zusätzlich quergefalzt.
[0003] Sofern das Druckprodukt einen Seitenumfang aufweist, der die Fläche eines Druckzylinders übersteigt, müssen weitere Druckwerke vorgesehen werden, die eine oder mehrere weitere Bahnen bedrucken.
[0004] Bei mehrfarbigen Druckprodukten müssen entsprechende Druckwerke für jede erforderliche Farbe vorgesehen werden, d.h. in der Regel für jede mehrfarbige Bahn die Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black (CMYK).
[0005] Mit solchen Rollenrotationsdruckmaschinen werden beispielsweise im Zeitungs- und Illustrationsdruck Druckprodukte mit grossen Auflagen erzeugt.
[0006] Zeitungsdruckmaschinen produzieren meist aus mehreren Papierbahnen – meist mit dem Offset-Druckverfahren – über einen Falzaufbau ein fertiges Exemplar einer Zeitung.
[0007] Illustrationsdruckmaschinen produzieren meist aus einer Bahn ebenfalls im Offset-Druckverfahren über einen Falzaufbau fertige Druckerzeugnisse oder Teile eines Druckerzeugnisses.
[0008] Weiterhin sind auch das Tiefdruck- sowie das Flexodruckverfahren allgemein bekannt.
[0009] Das Offset-, Tiefdruck sowie das Flexodruckverfahren arbeiten mit festen, d.h. bleibenden oder statischen Druckformen, mit welchen sie bei jedem aufeinanderfolgenden Druckzyklus ein sich wiederholendes Druckbild auf den Bedruckstoff drucken.
[0010] Darüber hinaus sind auch Digitaldruckmaschinen allgemein bekannt, die ein sich von Druckzyklus zu Druckzyklus änderndes Druckbild auf einer Papierbahn erzeugen können. Als Digitaldruckmaschinen sind beispielsweise Inkjet, Toner- oder Flüssigtonerdruckverfahren allgemein bekannt. Solche digitalen Druckverfahren kommen entweder ganz ohne Druckform aus oder besitzen keine statische Druckform, sondern eine Druckform, welche von Druckzyklus zu Druckzyklus neu erzeugt wird.
[0011] Bekannt sind auch Kombinationen dieser Druckverfahren, mit welchen spezielle Druckerzeugnisse, wie so genannte Transaktionsdrucke/Transpromodrucke, oder aber auch Versicherungs-Policen, Rechnungen und dergleichen produziert werden. Der statische Anteil, d.h. der bei jedem Druckprodukt identische Inhalt, des Druckbildes wird mit einem statischen Druckverfahren (beispielsweise Offset) vorproduziert, z.B. indem eine Papierbahn von einer Rolle abgewickelt und bei hoher Druckgeschwindigkeit mit dem sich stets identisch wiederholenden Druckbildinhalt bedruckt und wieder auf eine Rolle aufgewickelt wird, welche danach dann bei meist langsamer Druckgeschwindigkeit in einem weiteren separaten Drucklauf mit einem digitalen Druckverfahren mit dem sich von Seite zu Seite unterscheidenden Anteil des Druckbildes individualisiert wird.
[0012] Allgemein bekannt sind auch Kombinationen von konventionellen Druckverfahren mit digitalen Druckverfahren, bei denen in einem Durchlauf der statische und der variable, d.h. von Druckseite zu Druckseite wechselnde, Anteil eines Druckbildes auf den Bedruckstoff aufgebracht werden. Ein Beispiel dafür ist die Integration eines Inkjet-Druckgerätes in eine Druckmaschine, die mit statischen Druckformen arbeitet wie beispielsweise eine Offsetdruckmaschine. Ein Nachteil solcher Kombinationen besteht darin, dass die Druckqualität des variablen/individuellen Druckbilds aufgrund der hohen Druckgeschwindigkeit des statischen Druckverfahrens niedrig ist.
[0013] Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein neuartiges Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes zu schaffen.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0015] Durch das erfindungsgemässe Verfahren ist es vorteilhaft möglich, eine oder mehrere Seiten eines Druckproduktes mit variablen Inhalten zu individualisieren. Es gibt dabei viele vorteilhafte Möglichkeiten, die Reihenfolge der statisch bedruckten Seiten mit den individuell/variabel bedruckten Seiten anzuordnen.
[0016] Durch das erfindungsgemässe Verfahren können die statischen und die individuellen Inhalte eines Druckerzeugnisses mit der optimalen Druckqualität für das jeweilige Druckverfahren gedruckt werden.
[0017] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren ist eine Kombination von Papierbahnen aus einer digitalen und einer konventionellen Rollendruckmaschine zur Produktionszeit möglich, wobei die Bahnen an einer geeigneten Stelle vor dem Falzaufbau oder im Bereich des Falzaufbaus zusammengeführt werden können. Da die digitale Bahn dabei zeitgleich mit dem Rest der Produktion erzeugt wird, ist eine optimale Anpassung bei Problemen in der Druckproduktion oder im Einrichtprozess möglich, so dass die Makulaturmenge vorteilhaft reduziert wird.
[0018] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus dem abhängigen Anspruch in Verbindung mit der Beschreibung.
[0019] Wenn im Zusammenhang mit der Erfindung von konventionellen Druckverfahren gesprochen wird, sind Druckverfahren gemeint, welche mit körperlich bleibenden, d.h. unveränderlichen Druckformen arbeiten und mit jedem aufeinanderfolgenden Druckzyklus – in der Regel bei jeder Umdrehung eines Druckzylinders – ein identisches, sich wiederholendes Druckbild, d.h. statische Druckbildinhalte, auf den Bedruckstoff drucken. Als Vertreter von konventionellen Druckverfahren werden beispielhaft das Offset-, Tiefdruck sowie das Flexodruckverfahren aufgezählt.
[0020] Einer konventionellen Rollendruckmaschine im Sinne der aktuellen Erfindung wird eine Papierbahn über einen Abwickler, vorzugsweise einen Rollenwechsler, der 1 oder 2 Vorratsrollen trägt und bei voller Produktionsgeschwindigkeit eine leerlaufende Rolle gegen eine volle Vorratsrolle austauschen kann (sogenannter fliegender Rollenwechsel), zugeführt und von Druckwerken mittels bleibenden, d.h. statischen Druckformen, vorzugsweise beidseitig bedruckt. Vorzugsweise sind 4 Druckwerke für den allgemein bekannten 4-Farben-Druck vorgesehen. Weiterhin ist an einer konventionellen Rollendruckmaschine sogenannter Falzaufbau vorgesehen, in welchem eine Papierbahn zu mehreren Teilbahnen längs geschnitten, über verschiebbare Wende- und/oder Versatzstangen seitlich verlagert und übereinandergelegt sowie über einen Falztrichter längsgefalzt werden können. Zum Vereinzeln der Druckprodukte ist eine Querschneideinrichtung vorgesehen, welche die Druckprodukte von der Papierbahn abtrennt. Vorzugsweise schliesst sich der Querschneideinrichtung ein Falzwerk an, durch welches die Druckprodukte zusätzlich quergefalzt und/oder längsgefalzt werden können.
[0021] Mit den im Zusammenhang mit der Erfindung genannten digitalen Druckverfahren sind Verfahren gemeint, welche ein sich von Druckzyklus zu Druckzyklus änderndes Druckbild auf einer Papierbahn erzeugen können. Diese sich ändernden Druckbilder werden im Zusammenhang mit der Erfindung auch als individuelle oder variable Druckbildinhalte bezeichnet. Es kann sich dabei z.B. um Adressen, Barcodes, auf bestimmte Adressaten bezogene Informationen, Spiele, sowie sonstige Informationen handeln, die sich von Druckprodukt zu Druckprodukt voneinander unterscheiden oder aber für eine vorbestimmte Anzahl von aufeinanderfolgenden Druckprodukten gleich bleiben und danach für eine weitere vorbestimmte Anzahl von Druckprodukten verändert werden.
[0022] Solche digitalen Druckverfahren kommen entweder ganz ohne Druckform aus oder besitzen keine statische Druckform, sondern eine Druckform, welche von Druckzyklus zu Druckzyklus neu erzeugt wird. Als Digitaldruckmaschinen sind beispielsweise – ohne darauf beschränkt zu sein – Inkjet, Toner- oder Flüssigtonerdruckverfahren gemeint.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der zugehörigen schematischen Zeichnungen näher erläutert. Die <tb>Fig. 1<sep>zeigt eine beispielhafte Digitaldruckmaschine in einer Kombination mit einer beispielhaften Illustrationsdruckmaschine, und <tb>Fig. 2<sep>stellt eine beispielhafte Digitaldruckmaschine in einer Kombination mit einer beispielhaften Zeitungsdruckmaschine dar.
[0024] In Fig. 1 ist eine Kombination einer digital bedruckten Papierbahn 51 mit einer von einer Illustrationsdruckmaschine konventionell bedruckten Papierbahn 14 dargestellt.
[0025] Die unbedruckte Papierbahn 14 wird hierzu als Rolle 10 in einem Rollenwechsler 2 der Illustrationsdruckmaschine aufgenommen und durch ein Einzugwerk 3 geführt, wo die erforderliche Bahnspannung aufgebaut wird. Nach dem Einzugwerk 3 wird die Papierbahn 14 durch Druckeinheiten 4 geführt, die vorzugsweise mit sogenannten Doppeldruckeinheiten ausgestattet sind, welche die Papierbahn 14 vorzugsweise beidseitig mit einem sich von Bahnabschnitt zu Bahnabschnitt wiederholenden Druckbild bedrucken. Die Druckeinheiten 4 bedrucken die Papierbahn 14 nacheinander mit den allgemein bekannten Prozessfarben des Vierfarbdrucks.
[0026] Die Druckeinheiten 4 sind vorzugsweise mit Druckzylindern ausgestattet, welche vorzugsweise im Offsetdruckverfahren arbeiten und deren Übertragungszylinder bzw. Gummizylinder aneinander angestellt sind, um jeweils als Gegendruckzylinder für das gegenüberliegende Druckwerk zu dienen. Auf die jeweils zugehörigen Platten-/Formzylinder sind Druckplatten aufgespannt, welche bleibende Druckformen mit statischen Druckbildern tragen. Diese bleibenden Druckbilder mit identischen Inhalten werden mit jeder Umdrehung der Druckzylinder auf die aufeinanderfolgenden Bahnabschnitte der Papierbahn 14 aufgedruckt.
[0027] Dabei können mit jeder Zylinderumdrehung eine Vielzahl von nebeneinander und hintereinander angeordneten Seiten eines Druckproduktes beidseitig auf die Papierbahn gedruckt werden. Auf der Mantelfläche des Druckzylinders bzw. auf der Druckform können beispielsweise 8, 16, 24, 32, 48, 64 oder 96 Seiten stehend, d.h. in Umfangsrichtung des Druckzylinders hochkant ausgerichtet, oder liegend, d.h. quer zur Umfangsrichtung ausgerichtet, angeordnet sein.
[0028] Neben dem Offsetdruck können die Druckeinheiten 4 alternativ auch nach dem Tiefdruck- oder Flexodruckprinzip bzw. jedem anderen mit bleibender Druckform wirkenden Druckverfahren arbeiten.
[0029] Nach den Druckeinheiten 4 kann die Papierbahn 14 durch einen Trockner 5 geführt werden, der dazu dient, die feuchte Druckfarbe zu trocknen. Der Trockner 5 kann als allgemein bekannter sogenannter Heatset-Trockner ausgeführt sein. Zum Abkühlen kann die Papierbahn 14 nach dem Trockner 5 über gekühlte Walzen eines Kühlwerks 6 geleitet werden.
[0030] Sofern die verwendeten Druckfarben auf der Papierbahn durch sogenanntes Wegschlagen trocknen, kann auf einen Trockner und ein Kühlwerk verzichtet werden.
[0031] Nach dem Kühlwerk 6 wird die Papierbahn 14 in einen sogenannten Falzaufbau 7 geführt, wo die Papierbahn 14 durch entsprechende Längsschneideinrichtungen in Teilbahnen geschnitten wird, um die verschiedenen (Doppel-)Seiten eines Produkts voneinander zu trennen. Um die Seiten eines Druckproduktes in der gewünschten Reihenfolge zusammenzuführen, sind im Falzaufbau 7 allgemein bekannte Wendestangen vorgesehen, mit welchen die Teilbahnen seitlich verlagert, gewendet und in der gewünschten Relativlage übereinandergelegt werden. Im Falzaufbau 7 können Zusatzeinrichtungen wie Einheiten zum Auftragen von Leim, Hefteinrichtungen, Perforier- und/oder Stanzeinrichtungen vorgesehen sein. Weiterhin können im Falzaufbau 7 auch Längsfalzeinrichtungen, wie beispielsweise ein Pflugfalz, vorgesehen werden, mit welchen die Teilbahnen längsgefalzt werden können.
[0032] Am Auslauf des Falzaufbaus 7 ist vorzugsweise ein Falztrichter 8 angeordnet, über den die übereinandergelegten – ggf. schon im Pflugfalz längsgefalzten – Teilbahnen geführt werden.
[0033] Der dabei entstehende längsgefalzte Bahnstrang wird danach in ein Falzwerk 9 geführt, wo die Druckprodukte 1 durch Querschneiden des Bahnstrangs vereinzelt werden. Im Falzwerk 9 können die Druckprodukte 1 zusätzlich noch mit Querfalzen versehen werden bevor sie beispielsweise über eine sogenannte Schaufelradauslage für eine Weiterverarbeitung ausgelegt werden können.
[0034] Parallel zu dem Bedrucken der ersten Papierbahn 14 wird eine weitere Papierbahn 51 von einer Digitaldruckmaschine bedruckt.
[0035] Der Digitaldruckmaschine wird vorzugsweise über einen Rollenwechsler 50 endlos eine Papierbahn 51 zugeführt, wozu am Rollenwechsler 50 eine Aufnahme für eine erste Papierrolle sowie eine weitere Aufnahme für eine weitere Papierrolle vorgesehen ist. Beim Leerlaufen der ersten Papierrolle kann der entsprechend vorbereitete Anfang der weiteren Rolle an die leerlaufende Bahn der ersten Rolle angeklebt werden. Derartige Rollenwechsler 50 mit zwei oder drei Aufnahmen für Papierrollen sind allgemein bekannt und sollen deshalb an dieser Stelle nicht näher beschrieben werden. Solche Rollenwechsler 50 sind geeignet, einen sogenannten fliegenden Rollenwechsel vorzunehmen, d.h. bei voller Produktionsgeschwindigkeit einen Bahnanfang einer weiteren Papierrolle an die bereits in der Druckmaschine verarbeitete und ggf. auslaufende Papierbahn anzukleben.
[0036] Ein solcher Rollenwechsler ist vorzugsweise auch an der eingangs beschriebenen Illustrationsdruckmaschine vorgesehen.
[0037] Die vom Rollenwechsler 50 abgewickelte Papierbahn 51 wird einer ersten Digitaldruckeinheit 52 zugeführt, welche die Papierbahn 51 auf der Oberseite bedruckt. Die Digitaldruckeinheit 52 umfasst vorzugsweise mehrere Druckwerke, um die Papierbahn mit einem entsprechenden Farbsystem, bspw. CYMK, mehrfarbig zu bedrucken.
[0038] Die Papierbahn 51 wird nach Verlassen der ersten Digitaldruckeinheit 52 in einer Wendeeinrichtung 53 vorzugsweise gewendet, um dann mit der bislang noch unbedruckten Unterseite nach oben gedreht einer weiteren Digitaldruckeinheit 54 zugeführt zu werden. Als Wendeeinrichtung kommen die aus dem Rollendruck bekannten Wendestangeneinrichtungen in Frage wie z.B. die Kreuzwendung. Die weitere Digitaldruckeinheit 54 ist vorzugsweise baugleich zur ersten Digitaldruckeinheit 52 und bedruckt die zweite Seite der Papierbahn 51.
[0039] Die beiden Digitaldruckeinheiten 52, 54 sind jeweils mit Steuer- und Regeleinrichtungen ausgestattet, durch welche die Druckeinheiten so angesteuert werden, dass die endlose Papierbahn 51 in beliebige Abschnittslängen eingeteilt werden kann und die aufeinanderfolgenden Abschnitte mit unterschiedlichen Druckbildern bedruckt werden können. Bei den von Abschnitt zu Abschnitt variierenden Druckbildern kann es sich beispielsweise um Adressen, Barcodes, auf bestimmte Adressaten bezogene Informationen, Losnummern oder sonstige Spiele handeln.
[0040] Die Digitaldruckeinheiten 52, 54 können neben den individuellen von Abschnitt zu Abschnitt voneinander abweichenden Druckbildinhalten auch sich stets von Abschnitt zu Abschnitt wiederholende Druckbilder auf die Papierbahn aufdrucken.
[0041] Die oben genannte Einteilung der Abschnittslängen wird vorzugsweise auf die Abschnittslänge oder endliche Drucklänge der konventionellen Druckmaschine, d.h. der Illustrationsdruckmaschine, abgestimmt.
[0042] Den Digitaldruckeinheiten 52, 54 können zum Trocknen der frisch bedruckten Papierbahn 51 bei Bedarf allgemein bekannte Trocknereinheiten zugeordnet werden.
[0043] Die Digitaldruckeinheiten 52, 54 können beispielsweise – ohne darauf beschränkt zu sein – nach dem Inkjet-, Toner- oder Flüssigtonerdruckverfahren arbeiten.
[0044] Die Papierbahn 51 wird, nachdem sie die weitere Digitaldruckeinheit 54 verlassen hat, dem Falzaufbau 7 der Illustrationsdruckmaschine zugeführt, wo diese mit der von der Illustrationsdruckmaschine bedruckten Papierbahn 14 zu einem gemeinsamen Papierbahnstrang zusammengeführt werden.
[0045] Die digital bedruckte Papierbahn 51 kann im Falzaufbau 7 der Illustrationsdruckmaschine durch Längsschneiden in Teilbahnen unterteilt werden und über die eingangs beschriebenen Wendestangenanordnungen seitlich versetzt und/oder gewendet werden, so dass die Teilbahnen der digital bedruckten Papierbahn 51 beliebig mit den Teilbahnen der konventionell bedruckten Papierbahn 14 gemischt bzw. zu einem Strang geformt werden können.
[0046] Die im Falzaufbau 7 vorgesehenen Zusatzeinrichtungen wie Einheiten zum Auftragen von Leim, Hefteinrichtungen, Perforier- und/oder Stanzeinrichtungen usw. können auch an den Teilbahnen der digital bedruckten Papierbahn 51 eingesetzt werden.
[0047] Der aus digital und konventionell bedruckten Teilbahnen bestehende Strang kann wie oben bereits beschrieben nach dem Längsfalzen in ein Falzwerk 9 geführt werden, wo die Druckprodukte 1 durch Querschneiden des Bahnstrangs vereinzelt und quergefalzt werden können.
[0048] In Fig. 2 ist eine Kombination aus einer Digitaldruckmaschine mit einer Zeitungsdruckmaschine dargestellt.
[0049] Die Zeitungsdruckmaschine ist wie allgemein bekannt aufgebaut und besteht aus mehreren Rollenwechslern 30, 31, 32, die vorzugsweise in einem Keller unterhalb der Druckeinheiten angeordnet sind. Die Rollenwechsler 30, 31, 32 wickeln Papierbahnen von Papierrollen 29, 33, 34 ab, welche darüber angeordneten Drucktürmen mit den Druckeinheiten 35 zugeführt werden. Die Papierbahnen werden von den Druckeinheiten 35 vorzugsweise beidseitig mit einem konventionellen Druckverfahren – vorzugsweise mit dem Offsetdruckverfahren – bedruckt und zu einem darüber angeordneten Falzaufbau 36 geleitet. Denkbar sind jedoch auch andere Druckverfahren mit bleibenden Druckformen, wie beispielsweise Tiefdruck, Flexodruck etc.
[0050] Im Falzaufbau 36 können die Papierbahnen längs aufgeschnitten werden, wodurch Teilbahnen entstehen, die über Wendestangen seitlich verlagert und/oder gewendet sowie übereinandergelegt zu einem oder mehreren Bahnsträngen vereinigt werden können. Der oder die Bahnstränge können über eine Falztrichteranordnung 37 geführt werden, wodurch ein Längsfalz entsteht. Der oder die längsgefalzten Stränge können danach jeweils in ein Falzwerk 38 geführt werden, wo die Druckprodukte 45 durch Querschneiden der Stränge vereinzelt werden. Die Bahnstränge können auch vor dem Vereinzeln der Produkte 45 zu einem Gesamtstrang vereinigt werden und danach gemeinsam quergeschnitten werden.
[0051] Im Falzwerk 38 können an den vereinzelten Druckprodukten 45 einer oder mehrere Querfalze angebracht werden, bevor die Produkte 45 für die Weiterverarbeitung ausgelegt werden. Bei den Druckprodukten 45 handelt es sich vorzugsweise um Zeitungen.
[0052] Parallel zu den von den Druckeinheiten 35 konventionell mit statischen Druckbildinhalten bedruckten Papierbahnen wird eine weitere Papierbahn 51 von einer Digitaldruckmaschine bedruckt. Da die einzelnen Funktionseinheiten dieser Digitaldruckmaschine im Wesentlichen der aus Fig. 1bekannten Digitaldruckmaschine entsprechen, wurden die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0053] Der Digitaldruckmaschine wird wie oben beschrieben vorzugsweise über einen Rollenwechsler 50, der für den fliegenden Rollenwechsel geeignet ist, endlos eine Papierbahn 51 zugeführt.
[0054] Solche Rollenwechsler sind vorzugsweise auch an der vorstehend beschriebenen Zeitungsdruckmaschine vorgesehen.
[0055] Die vom Rollenwechsler 50 abgewickelte Papierbahn 51 wird einer ersten Digitaldruckeinheit 52 zugeführt, welche die Papierbahn 51 auf der Oberseite bedruckt. Die Digitaldruckeinheit 52 umfasst vorzugsweise mehrere Druckwerke, um die Papierbahn mit einem entsprechenden Farbsystem, bspw. CYMK, mehrfarbig zu bedrucken.
[0056] Die Papierbahn 51 wird nach Verlassen der ersten Digitaldruckeinheit 52 in einer Wendeeinrichtung 53 vorzugsweise gewendet, um dann mit der bislang noch unbedruckten Unterseite nach oben gedreht einer weiteren Digitaldruckeinheit 54 zugeführt zu werden. Als Wendeeinrichtung kommen die aus dem Rollendruck bekannten Wendestangeneinrichtungen in Frage wie z.B. die Kreuzwendung. Die weitere Digitaldruckeinheit 54 ist vorzugsweise baugleich zur ersten Digitaldruckeinheit 52 und bedruckt die zweite Seite der Papierbahn 51.
[0057] Die beiden Digitaldruckeinheiten 52, 54 sind jeweils mit Steuer- und Regeleinrichtungen ausgestattet, durch welche die Druckeinheiten so angesteuert werden, dass die endlose Papierbahn 51 in beliebige Abschnittslängen eingeteilt werden kann und die aufeinanderfolgenden Abschnitte mit unterschiedlichen Druckbildern bedruckt werden können. Bei den von Abschnitt zu Abschnitt variierenden Druckbildern kann es sich beispielsweise um Adressen, Barcodes, auf bestimmte Adressaten bezogene Informationen, Losnummern oder sonstige Spiele handeln.
[0058] Die Digitaldruckeinheiten 52, 54 können neben den individuellen von Abschnitt zu Abschnitt voneinander abweichenden Druckbildinhalten auch sich stets von Abschnitt zu Abschnitt wiederholende Druckbilder auf die Papierbahn aufdrucken.
[0059] Die oben genannte Einteilung der Abschnittslängen wird vorzugsweise auf die Abschnittslänge oder endliche Drucklänge der konventionellen Druckmaschine, d.h. der Zeitungsdruckmaschine, abgestimmt.
[0060] Den Digitaldruckeinheiten 52, 54 können zum Trocknen der frisch bedruckten Papierbahn 51 bei Bedarf allgemein bekannte Trocknereinheiten zugeordnet werden.
[0061] Die Digitaldruckeinheiten 52, 54 können beispielsweise – ohne darauf beschränkt zu sein – nach dem Inkjet-, Toner- oder Flüssigtonerdruckverfahren arbeiten.
[0062] Die Papierbahn 51 wird, nachdem sie die weitere Digitaldruckeinheit 54 verlassen hat, über Umlenkwalzen o.a. dem Falzaufbau 36 der Zeitungsdruckmaschine zugeführt, wo diese mit den von der Zeitungsdruckmaschine bedruckten Papierbahnen zu einem gemeinsamen Papierbahnstrang zusammengeführt werden.
[0063] Die digital bedruckte Papierbahn 51 kann im Falzaufbau 36 der Zeitungsdruckmaschine durch Längsschneiden in Teilbahnen unterteilt werden und über allgemein bekannte Wendestangenanordnungen seitlich versetzt und/oder gewendet werden, so dass die Teilbahnen der digital bedruckten Papierbahn 51 beliebig mit den Teilbahnen der konventionell bedruckten Papierbahnen gemischt bzw. zu einem Strang oder mehreren Strängen geformt werden können.
[0064] Im Falzaufbau 36 können Zusatzeinrichtungen wie Einheiten zum Auftragen von Leim, Hefteinrichtungen, Perforier- und/oder Stanzeinrichtungen usw. vorgesehen sein, welche sowohl an den digital wie auch konventionell bedruckten Teilbahnen eingesetzt werden können.
[0065] Der oder die aus digital und konventionell bedruckten Teilbahnen bestehende Papierbahnstrang bzw. die Stränge können wie oben bereits beschrieben nach dem Längsfalzen in ein Falzwerk 38 geführt werden, wo die Druckprodukte 45 durch Querschneiden des Strangs bzw. der Bahnstränge vereinzelt und quergefalzt werden können.
[0066] Der Kern der vorliegenden Anmeldung ist darin zu sehen, dass ein Druckprodukt, welches statische und individuelle Druckbildinhalte enthält, aus mindestens zwei Papierbahnen hergestellt wird, welche zusammengeführt und die einzelnen Druckprodukte danach durch Querschneiden eines aus den einzelnen (Teil-)Bahnen geformten Papierbahnstranges vereinzelt werden, wobei mindestens eine der beiden Papierbahnen mit einer Druckmaschine, mit bleibender Druckform, mit statischen Druckbildinhalten und mindestens eine weitere Papierbahn parallel, d.h. gleichzeitig mittels einer Digitaldruckmaschine mit individuellen Druckbildinhalten bedruckt werden.
Bezugszeichenliste
[0067] <tb>1<sep>Druckprodukt <tb>2<sep>Rollenwechsler <tb>3<sep>Einzugwerk <tb>4<sep>Druckeinheit <tb>5<sep>Trockner <tb>6<sep>Kühlwerk <tb>7<sep>Falzaufbau <tb>8<sep>Falztrichter <tb>9<sep>Falzwerk <tb>10<sep>Papierrolle <tb>29<sep>Papierrolle <tb>30<sep>Rollenwechsler <tb>31<sep>Rollenwechsler <tb>32<sep>Rollenwechsler <tb>33<sep>Papierrolle <tb>34<sep>Papierrolle <tb>35<sep>Druckeinheit <tb>36<sep>Falzaufbau <tb>37<sep>Falztrichteranordnung <tb>38<sep>Falzwerk <tb>45<sep>Druckprodukt <tb>50<sep>Rollenwechsler <tb>51<sep>Papierbahn <tb>52<sep>Digitaldruckeinheit <tb>53<sep>Wendeeinrichtung <tb>54<sep>Digitaldruckeinheit

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes, welches statische und individuelle Druckbildinhalte enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckprodukt aus mindestens zwei bedruckten Papierbahnen (14, 51) hergestellt wird, welche zusammengeführt und die einzelnen Druckprodukte danach durch Querschneiden der Papierbahnen vereinzelt werden, wobei mindestens eine der beiden Papierbahnen mit einer Druckmaschine mit bleibender Druckform (4) mit statischen Druckbildinhalten und mindestens eine weitere Papierbahn (51) gleichzeitig mittels einer Digitaldruckmaschine mit individuellen Druckbildinhalten (52) bedruckt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmaschine mit bleibender Druckform (4) eine Rollenrotationsdruckmaschine ist und einen Falzaufbau (7) besitzt, in welchem die Papierbahnen zusammengeführt werden.
CH7602012A 2011-06-09 2012-06-01 Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes. CH704936B1 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
DE201110106095 DE102011106095A1 (de) 2011-06-09 2011-06-09 Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes

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Publication Number Publication Date
CH704936B1 true CH704936B1 (de) 2012-11-15

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ID=47143431

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Application Number Title Priority Date Filing Date
CH7602012A CH704936B1 (de) 2011-06-09 2012-06-01 Verfahren zur Herstellung eines Druckproduktes.

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CH (1) CH704936B1 (de)
DE (1) DE102011106095A1 (de)
FR (1) FR2976211A1 (de)

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