CH705009A2 - Klebefalle für Insekten. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Insektenfalle, die insbesondere für fliegende Insekten geeignet ist und die zumindest drei Seitenwände (1) aufweist, welche im gefalteten Zustand jeweils über Kanten (3) unter Ausbildung eines Hohlkörpers miteinander verbunden sind. Zumindest ein Teil der Seitenwände (1) weist zumindest teilweise eine Haftbeschichtung und einen quer zu den verbundenen Kanten (3) verlaufenden Falz (7) auf, der die jeweilige Seitenfläche (1) unterteilt, wovon der eine Teil (a) auf den anderen Teil (b) klappbar ausgebildet ist. Die Insektenfalle ist vor dem Falten im Wesentlichen planar, wobei die Seitenwände (1) unter Ausbildung endständiger Seitenflächen (1) über Kanten miteinander verbunden sind. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der Insektenfalle für die Bekämpfung und/oder Flugüberwachung von fliegenden Insekten im Garten- und Ackerbau, für den professionellen und Hobbyanbau.
Description
[0001] Die Erfindung betrifft eine Insektenfalle, insbesondere für fliegende Insekten, wie Fruchtfliegen, wobei die Kirschfruchtfliege hervorzuheben ist. Erfindungsgemäss verwendet werden kann diese Insektenfalle für die biologische Schädlingsbekämpfung und/oder Flugüberwachung im Kirschenanbau und Hausgarten, insbesondere zur Bekämpfung und/oder Überwachung von Fruchtfliegen, ganz besonders der Kirschfliege.
[0002] Klebefallen für Insekten, insbesondere für fliegende Insekten, wie z.B. Fruchtfliegen, können unterschiedlichen Zwecken dienen. Einer davon besteht in der Überwachung, insbesondere der Flugüberwachung, von Insekten, um danach den Einsatzzeitpunkt von Insektiziden möglichst optimal bestimmen zu können. Für diesen Zweck sind Klebefallen für Insekten in verschiedenfarbiger Gestaltung im professionellen wie im Hobby- oder Amateurgartenbau zu finden.
[0003] Ausserdem ist im Amateur-Gartenbau die Bereitschaft für den Einsatz sowie überhaupt die Möglichkeit des Einsatzes einer biologischen Schädlingsbekämpfung besonders gegeben. Diese wird dem Einsatz von Bioziden oft vorgezogen.
[0004] Ein Bereich, in dem beim Amateur-Gartenbau erhebliche Schäden verursacht werden, ist der Süsskirschanbau. Als Schädling ist dabei die Kirschfruchtfliege zu nennen, die bei für sie günstigen Witterungsbedingungen, d.h. in eher trockenen Jahren, mehr oder weniger die Kirschernte eines gesamten Baumes oder einer Anpflanzung zunichtemachen kann.
[0005] Diese Kirschfruchtfliege legt ihre Eier zu einer Zeit, wenn die Kirschfrüchte gerade beginnen, sich gelb zu färben, an den Kirschen ab. Die eigentlichen Schädlinge sind dann die Larven der Kirschfruchtfliege, welche sich als Maden in die Kirsche bohren, um sich dort von dem Fruchtfleisch um den Kirschstein herum zu ernähren. Die Maden fallen mit den Früchten zu Boden.
[0006] Die Kirschfruchtfliege überdauert daher den Winter selbst als Puppe geschützt im Boden und schlüpft ihrerseits etwa ab Mitte Mai. Für die Eiablage benötigt sie Temperaturen von über 16 °C. Daher werden vor allem Kirschsorten befallen, die als mittlere und späte Sorten reifen. Davor ist es für die Kirschfruchtfliege oft noch zu kalt.
[0007] Stand der Technik ist es, beleimte Tafeln in Kirschbäume zu hängen, die eine typische phosphorgelbe Färbung aufweisen. Damit sollen die Kirschfliegen von den Kirschen abgelenkt werden, damit sie sich stattdessen auf die leuchtendgelben Leimfallen setzen und an ihnen festkleben bleiben.
[0008] Problematisch bei dieser Art der biologischen Schädlingsbekämpfung ist es, dass eine einzige Kirschfruchtfliege bis zu 200 Eier legen und dadurch mehr als ein Kilogramm Kirschen befallen kann. Somit bestand schon im Stand der Technik und besteht weiterhin Bedarf, diese sogenannten Gelbfallen zu optimieren, um möglichst viele der Kirschfruchtfliegen anzulocken und festkleben zu lassen. Andererseits sollte auch eine Flugüberwachung möglichst zuverlässig sein, wenn es darum geht, über die Leimfallen den Einsatzzeitpunkt von Insektiziden möglichst genau zu bestimmen.
[0009] Eine einfache Methode zur Optimierung der Gelbfallen bestand im Stand der Technik darin, den Farbton mit einer geeigneten Transparenz der Leimtafeln zu kombinieren, um den Kirschfruchtfliegen in besonders natürlicher Weise die Oberfläche einer reifenden Kirschfrucht vorzugauckeln.
[0010] Eine andere Methode zur Optimierung der Gelbfallen bestand im Stand der Technik darin, die Leimfallen mit einem Pheromon zu kombinieren, d.h. einem Lockstoff, der geeignet war, die Kirschfruchtfliege besonders anzuziehen. Dadurch kann zwar die Anzahl der Kirschfruchtfliegen deutlich erhöht werden, die sich von den Gelbfallen anziehen und an dem Leim festkleben Hessen. Nachteilig dabei ist es aber, dass dabei auch andere Fliegenarten angezogen und entsprechend festgeklebt wurden.
[0011] Wieder eine andere Methode zur Optimierung der Gelbfallen bestand darin, die einfache Geometrie der Fallen zu ändern, teilweise auch in Kombination mit einem besonderen Geruchsstoff. So ist unter dem Produktnamen «Rebell amarillo» eine Kirschfliegenfalle in Form einer Kreuzfalle bekanntgeworden, die aus zwei rechteckigen, mit Leim beschichteten Fallenteilen besteht, welche mittig jeweils einen Einschnitt aufweisen. Diese Einschnitte dienen als Steckverbindung, um die beiden Fallenteile aufeinander zustecken und dadurch zu kreuzen. Mittels Draht oder Schnur werden die Fallen dann im Kirschbaum aufgehängt. Da die Fallenteile jeweils schon mit dem Leim beschichtet sind, ist die Handhabung beim Anbringen der Falle ungünstig. Es ist unvermeidbar, dass Leim auch an den Händen desjenigen hängenbleibt, der die Fallen zusammensteckt und aufhängt. Da regelmässig eine grössere Anzahl von Fallen bereitzustellen und aufzuhängen ist, beeinträchtigt dies bei dem Montieren und Aufhängen der Fallen beträchtlich.
[0012] Demgegenüber ist noch eine weitere Gelbfalle entwickelt worden, welche auch eine Veränderung der einfachen Geometrie der Falle vorsieht, indem sie aus einer planaren Grundstruktur zu einer Falle mit in etwa quadratischem Querschnitt gefaltet wird. Das Falten der Seitenteile wird jeweils über einen Falz erreicht und durch eine an den endständigen Seitenflächen vorgesehene Steckverbindung dann die räumliche, dreidimensionale Form gebildet. Die nach aussen weisenden Flächen werden jeweils vor Ort, bei der Anwendung, mit Leim bestrichen. Um die Falle aufhängen zu können, weisen zwei einander gegenüberliegende Seitenteile Verlängerungen auf, die sich an deren zueinander weisenden endständigen Begrenzungen mittels zwei Steckverbindungen lösbar verbinden lassen. Bei dieser Form der Gelbfalle ist zunächst nachteilig, dass sie vor Ort mit dem Leim bestrichen werden muss. Das bedeutet in Anbetracht der Menge an Fallen, die für einen ausreichenden Schutz der Kirschen aufgehängt werden muss, noch einmal einen erheblichen Aufwand.
[0013] Ausserdem ist die Art der Steckverbindung umständlich. Es sind an der Aufhängung zwei Steckverbindungen vorgesehen, die zwar grundsätzlich gleich ausgebildet sind, aber gegengleich gesteckt werden.
[0014] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine Insektenfalle, insbesondere für fliegende Insekten und ganz besonders für Fruchtfliegen, wie die Kirschfliege, bereitzustellen, die zur Flugüberwachung und zur Bekämpfung der fliegenden Insekten gleichermassen dienen kann, und die einfach herstellbar, leicht handhabbar und zur sofortigen Nutzung bereit ist, wobei sie gleichzeitig einen erheblichen Anreiz für die Insekten, wie die fliegenden Insekten bzw. die Kirschfliege bietet, an die Falle zu fliegen und dort festgehalten zu werden.
[0015] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch eine Insektenfalle, insbesondere für fliegende Insekten und ganz besonders für die Kirschfliege, die zumindest drei Seitenwände aufweist, welche im gefalteten Zustand jeweils über Kanten unter Ausbildung eines Hohlkörpers miteinander verbunden sind, wobei zumindest ein Teil der Seitenwände zumindest teilweise eine Haftbeschichtung und einen quer zu den verbundenen Kanten verlaufenden Falz aufweist, der die jeweilige Seitenfläche unterteilt, wovon der eine Teil auf den anderen Teil klappbar ausgebildet ist.
[0016] Dadurch, dass die erfindungsgemässe Insektenfalle drei, vorzugsweise vier Seitenwände aufweist, entsteht ein räumliches Gebilde, dessen zumindest teilweise Haftbeschichtung, die nach aussen weist, den fliegenden Insekten, insbesondere der Kirschfliege, Anreiz gibt, sich dort niederzulassen. Anders als bei der bekannten Kreuzfalle, bei welcher die Klebeflächen von aussen nach innen weisen, bietet die erfindungsgemässe Insektenfalle den anfliegenden Insekten nicht nur einen günstigen Landeplatz, sondern sie sammelt auch Insekten ein, die versehentlich zu nahe kommen.
[0017] Einen grossen Vorteil bietet die erfindungsgemässe Insektenfalle durch ihren einfachen Gebrauch. Die mit der Haftbeschichtung versehenen Seitenflächen können schon vorgefertigt sein, so dass der Benutzer nur noch die aufeinander geklappten Teile durch Abziehen voneinander entfernen muss. Die Falle ist somit schnell gebrauchsfertig, ohne dass die Haftbeschichtung an den Händen des Benutzers kleben bleibt.
[0018] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform kann die erfindungsgemässe Insektenfalle vor dem Falten im wesentlichen planar ausgebildet sein, wobei die Seitenwände unter Ausbildung endständiger Seitenflächen über Kanten miteinander verbunden sind.
[0019] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Insektenfalle ergibt sich gemäss dieser Ausführungsform durch ihre konstruktiv einfache Fertigung. Durch die planare Ausbildung kann die Falle am Stück ausgestanzt werden. Die Seitenwände sind dann wie ein Endlosstreifen aneinandergereiht. Wenn die Insektenfalle nur drei Seitenwände aufweist, werden entsprechend auch drei Seitenwände aneinandergereiht. Weist sie mehr Seitenwände auf, erhöht sich entsprechend die Anzahl der aneinandergereihten Seitenwände.
[0020] Dabei können die endständigen Seitenflächen Laschen zur Bildung einer Steckverbindung aufweisen. Auf diese Weise wird die erfindungsgemässe Insektenfalle schnell und unkompliziert von der planaren Grundform in ein drei- oder mehrdimensionales Gebilde umgeformt. Vorzugsweise ist die Steckverbindung in Form einer einrastenden Steckverbindung schnell und sicher ausgebildet, wobei die endständigen Seitenflächen Laschen zur Bildung dieser Steckverbindung aufweisen.
[0021] Gemäss einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil der Seitenflächen eine Verlängerung aufweist, welche in eine Aufhängevorrichtung für die Insektenfalle mündet. Dabei können der klappbare Seitenflächenteil in seinem aufgeklappten Zustand und diese Verlängerung jeweils eine Erstreckung in entgegengesetzter Richtung aufweisen. Auf diese Weise kann die Insektenfalle zum fertigen Gebrauch aufgeklappt werden, ohne dass die in die andere Richtung weisende Aufhängevorrichtung Gefahr läuft, mit der Haftbeschichtung, wie z.B. einem in solchen Anwendungen üblichen Insektenleim, beschmutzt zu werden.
[0022] Es kann ausserdem vorgesehen sein, dass zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen jeweils die Verlängerung aufweisen, und dass sich die jeweilige Verlängerung in Richtung auf ihre von den Seitenflächen wegweisenden Begrenzung verjüngt und in einer Einstecklasche mündet. Diese Ausführung ist bevorzugt, wenn die Insektenfalle vier Seitenflächen aufweist. Durch die Ausbildung einer Einstecklasche wird eine rasche Aufhängung und gleichzeitig eine problemlose Verbindung der beiden Verlängerungen erreicht.
[0023] Indem die Einstecklaschen der jeweiligen Verlängerungen gleich ausgebildet sind, werden die genannten Vorteile einer raschen Aufhängung und einer problemlosen Verbindung der beiden Verlängerungen noch einmal optimiert. Ausserdem wird dadurch auch eine einfache Fertigung ermöglicht.
[0024] Des Weiteren können die Verlängerungen jeweils zumindest eine längliche Aussparung aufweisen, die vorzugsweise an ihren beidseitigen Enden abgerundet ist. Zusätzlich zu dem konstruktiven Detail, dass sich die jeweilige Verlängerung in Richtung auf ihre von den Seitenflächen wegweisenden Begrenzung verjüngt, wird durch die zumindest eine längliche Aussparung erreicht, dass die Insektenfalle dem Wind eine geringere Angriffsfläche bietet und somit ruhiger und sicherer im Baum hängenbleibt.
[0025] Die Erfindung bezieht sich auch auf die Verwendung der Insektenfalle, wie sie weiter oben in verschiedenen Ausgestaltungen näher beschrieben worden ist, für die biologische Schädlingsbekämpfung und/oder Flugüberwachung im Gartenbau, d.h. im Hobby- oder Amateurgartenbau genauso wie im professionellen Anbau, insbesondere zur Bekämpfung und/oder Überwachung von Fruchtfliegen, ganz besonders der Kirschfliege. Grundsätzlich kann die Insektenfalle nicht nur für Fruchtfliegen, sondern auch für weitere Insekten, wie z.B. für den Rapsstengelrüssler als Insektenfalle verwendet werden.
[0026] Im Folgenden soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und der beigefügten Zeichnung näher erläutert werden.
[0027] Es zeigen:
<tb>Fig. 1<sep>eine perspektivische Ansicht auf eine Insektenfalle mit einer aufgeklappten Seitenfläche,
<tb>Fig. 2<sep>eine perspektivische Ansicht nach Fig. 1mit vollständig hochgeklappten Seitenflächen,
<tb>Fig. 3<sep>eine Draufsicht auf eine Insektenfalle mit vollständig hochgeklappten Seitenflächen, und
<tb>Fig. 4<sep>eine Ansicht einer Insektenfalle in einer planaren, nicht gefalteten Form.
[0028] In Fig. 1 ist eine erfindungsgemässe Insektenfalle dargestellt, wie sie insbesondere für die Kirschfliege als ein fliegendes Insekt geeignet ist. Diese Insektenfalle weist vier Seitenwände 1 auf, die im gefalteten Zustand alle jeweils über Kanten 3 miteinander verbunden sind. Dadurch bilden sie dann einen Hohlkörper 5, in diesem Ausführungsbeispiel mit einem quadratischen Querschnitt. Dieser Hohlkörper 5 ist nach oben und nach unten im Wesentlichen offen. Die Seitenwände 1 sind mit einer Haftbeschichtung in Form eines für diese Zwecke gängigen Insektenleims versehen, der als solcher nicht näher dargestellt ist.
[0029] Von diesem gefalteten Zustand ist noch der verkaufsfertige Zustand zu unterscheiden. Beide werden insbesondere in ihrer Unterscheidung zu dem gefalteten Zustand weiter unten noch näher erläutert.
[0030] Quer zu den Kanten 3, über welche die Seitenwände 1 miteinander verbunden sind, weisen die Seitenwände 1 im Ausführungsbeispiel alle einen Falz 7 in Form eines Einfachfalzes auf. Mit Hilfe dieses Falzes 7 ist die jeweilige Seitenfläche 1 in zwei Teile a und b unterteilt. Im Ausführungsbeispiel sind die Flächen dieser beiden Teile a, b im Wesentlichen gleich gross und der eine Teil a ist auf den anderen Teil b klappbar ausgebildet. Dadurch ist einer dieser beiden Teile b der jeweiligen Seitenfläche 1 über die bereits erwähnten Kanten 3 mit jeweils einer weiteren Seitenfläche 1 verbunden, während der andere Teil a im ausgeklappten Zustand herunterhängt. Ist dieser andere Teil auf den Teil der Seitenfläche 1 aufgeklappt, welche die Verbindung zu den weiteren Seitenflächen herstellt, kommen beide Teil im Wesentlichen deckungsgleich aufeinander zu liegen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass der Leim, welcher sich im fertigen Zustand auf den Seitenflächen 1 befindet, zunächst geschützt zwischen den aufeinander geklappten Teilen der Seitenflächen 1 verbleibt. Die Insektenfalle kann auf diese Weise angefasst und transportiert werden, ohne dass der Leim an den Fingern klebt oder die mit Leim versehene Fläche beschmutzt wird und so einen Teil ihrer Klebefähigkeit einbüsst. Der Leim der Insektenfalle verschmutzt auch selbst nicht die Umgebung.
[0031] Entgegengesetzt zu dem im ausgeklappten Zustand nach unten hängenden Teil a der jeweiligen Seitenfläche 1 weist ein Teil der Seitenflächen 1 noch eine Verlängerung 9 auf, die ihrerseits in eine Aufhängevorrichtung 11 für die Insektenfalle mündet. Dabei sind es die einander im gebrauchsfertigen Zustand gegenüberliegenden Seitenflächen 1, welche die Verlängerung 9 aufweisen.
[0032] Die jeweilige Verlängerung 9 ist dabei im Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass sie sich in Richtung auf ihre von den Seitenflächen 1 wegweisende Begrenzung verjüngt und in eine Einstecklasche 13 mündet. Die Einstecklaschen 13 sind jeweils gleich ausgebildet und sie sind bereits Teil der Aufhängevorrichtung 11. Zusätzlich weist die Aufhängevorrichtung 11 oberhalb der Einstecklasche 13 noch eine lochförmige Aussparung 15 auf, an welcher die Insektenfalle dann z.B. in einem Baum aufgehängt werden kann.
[0033] Als ein weiteres konstruktives Merkmal der Insektenfalle sind längliche Aussparungen in Form von breiteren Schlitzen 17 zu nennen, welche sich in der Aufhängevorrichtung 11 von der jeweiligen Seitenfläche 1 in Richtung auf die Einstecklasche 13 erstrecken. Diese Schlitze 17 sind nicht alle gleich lang ausgebildet, sondern weisen entsprechend der Verjüngung der Verlängerung 9 eine unterschiedliche Länge auf. Im Ausführungsbeispiel sind drei Schlitze 17 vorgesehen, die an ihrer oberen und unteren Begrenzung jeweils abgerundet sind. Durch die Verjüngung der Verlängerung 9 und zusätzlich durch die Ausbildung der genannten Schlitze 17 erhält die Insektenfalle eine Form, mit der sie dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche bietet. Dazu trägt auch noch der Umstand bei, dass bei der Insektenfalle die beiden Teile a, b der Seitenflächen vorgesehen sind, wobei der Teil a von dem anderen Teil b heruntergeklappt ist und herunterhängt. Dadurch ist nur der eine der beiden Teile b der jeweiligen Seitenfläche 1 über die Kanten 3 mit jeweils einer weiteren Seitenfläche 1 verbunden, während die jeweiligen anderen Teile a jeder der Seitenflächen 1 im ausgeklappten Zustand zueinander mit einem kleinen Schlitz beabstandet sind. Auch diese Schlitze tragen dazu bei, dass die erfindungsgemässe Insektenfalle günstig im Wind hängt.
[0034] Um bedienungsfreundlich zu sein, weist die Insektenfalle zusätzlich an der im herunterhängenden Zustand unteren Begrenzung des dazu geeigneten Teils a der Seitenfläche 1 eine kleine Lasche 19 auf. Diese Lasche 19 ist nicht mit dem Insektenleim versehen. Sie ragt dann, wenn die Teile a und b der Seitenflächen gefaltet aufeinanderliegen, über die jeweilige Seitenfläche 1 hinaus. An den Seitenflächen 1, an denen sich die Verlängerungen 9 befinden, ragt die Lasche 19 noch in den Bereich der Verlängerung 9 hinein. Lasche 19 und Verlängerung 9 stören sich nicht, insbesondere verhindert die Verlängerung 9 nicht ein Greifen der Lasche 19, um das Teil a von dem Teil b abzuziehen, da die einander gegenüberliegenden Verlängerungen 9 durch das gegenseitige Einstecken der Einstecklaschen 13 der 5 Aufhängevorrichtung 11 zueinander gekrümmt sind und somit einen Freiraum für das Greifen der Lasche 19 bieten.
[0035] Im gebrauchsfertigen Zustand ist die Insektenfalle fertig gefaltet, so dass alle Teile b der Seitenflächen 1 jeweils über Kanten 3 miteinander verbunden sind. Die Ein-10 stecklaschen 13 sind gegenseitig unter Ausbildung einer Einsteckverbindung eingesteckt. Teil a der Seitenflächen 1 ist entweder bereits von Teil b der Seitenflächen abgezogen oder wird es, um die im Ausführungsbeispiel vollflächige Beschichtung der Seitenflächen 1 mit dem Insektenleim aufzudecken.
[0036] 15 Von diesem gebrauchsfertigen Zustand zu unterscheiden ist der für den Transport bzw. den Verkauf vorgesehene Zustand, der im Folgenden noch erläutert wird. Aus Fig. 4 ist ersichtlich, dass die Insektenfalle im verkaufsfertigen Zustand zunächst planar ausgebildet ist. Die Seitenflächen 1 sind über die Kanten 3 miteinander verbunden, bzw. die Kanten 3 werden über einen Falz gebildet, so dass die 20 Seitenflächen 1 z.B. bei vier Seitenflächen 1 gegeneinander im rechten Winkel klappbar sind. Dann werden die Kanten 3 im Wesentlichen erst durch das Umklappen gebildet.
[0037] In diesem planaren Zustand sind alternierend an den Seitenflächen 1 die Verlängerungen 9 ausgebildet, welche die Schlitze 17, die Aufhängevorrichtung 11 mit den 25 Einstecklaschen 13 und die lochförmige Aussparung 15 aufweisen. In Fig. 4 wird besonders deutlich, dass die Einstecklaschen 13 in der Weise gebildet sind, dass die Aufhängevorrichtung 11 an ihrem Rand mit einem Quereinschnitt versehen ist, wobei sich die Quereinschnitte der beiden Aufhängevorrichtungen 11 im gebrauchsfertigen Zustand, d.h. nach dem Einstecken, unter Ausbildung einer einrastenden Steckverbindung verklammern.
[0038] In Richtung auf die Verlängerung 9 ragt noch die Lasche 19, welche an den Seitenflächen 1 ausgebildet ist, um den Teil a der jeweiligen Seitenfläche 1 von dem Teil b bequem abziehen zu können.
[0039] Weitere Einstecklaschen 21, 23 befinden sich an den jeweils endständigen Begrenzungen der Seitenflächen 1, die ebenfalls eine Steckvorrichtung darstellen, mit welcher die Seitenflächen 1 unter Ausbildung des inneren Hohlraums mit hier quadratischem Querschnitt auf konstruktiv und vom Handhaben her einfache Weise zusammengefügt werden.
[0040] Für die Zwecke des biologischen Insektenschutzes weist die erfindungsgemässe Insektenfalle zumindest nach aussen hin eine jeweils spezifische Färbung auf. Wenn sie z.B. für das Fangen der Kirschfruchtfliege eingesetzt werden soll, weist sie eine kräftig gelbe Farbe auf. Damit wird z.B. die Farbe der in der ersten Reifephase befindlichen Kirsche imitiert, welche sich zunächst gelb und erst dann rötlich bis rot färbt.
[0041] Die jeweilige Färbung der Insektenfalle ist jedoch nicht auf die gelbe Farbe beschränkt. Sie kann je nach Einsatzzweck ganz verschieden gewählt werden.
[0042] Als Material für die Insektenfalle kommt eine stabile Pappe oder ein Kunststoff in Frage. Als Kunststoff ist hier vorzugsweise Polpropylen (PP) zu nennen. Im Ausführungsbeispiel wurde Pappe verwendet. PP hat demgegenüber den Vorteil, wetterfester zu sein.
Claims (10)
1. Insektenfalle, insbesondere für fliegende Insekten, die zumindest drei Seitenwände (1) aufweist, welche im gefalteten Zustand jeweils über Kanten (3) unter Ausbildung eines Hohlkörpers (5) miteinander verbunden sind, wobei zumindest ein Teil der Seitenwände (1) zumindest teilweise eine Haftbeschichtung und einen quer zu den verbundenen Kanten (3) verlaufenden Falz (7) aufweist, der die jeweilige Seitenfläche (1) unterteilt, wovon der eine Teil (a) auf den anderen Teil (b) klappbar ausgebildet ist.
2. Insektenfalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie vor dem Falten im Wesentlichen planar ist, wobei die Seitenwände (I) unter Ausbildung endständiger Seitenflächen (1) über Kanten miteinander verbunden sind.
3. Insektenfalle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die endständigen Seitenflächen (1) Laschen (21, 23) zur Bildung einer Steckverbindung aufweisen.
4. Insektenfalle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die endständigen Seitenflächen (1) Laschen (21, 23) zur Bildung einer einrastenden Steckverbindung aufweisen.
5. Insektenfalle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Seitenflächen eine Verlängerung (9) aufweist, welche in eine Aufhängevorrichtung (11) für die Insektenfalle mündet.
6. Insektenfalle nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der klappbare Seitenflächenteil (a) in seinem aufgeklappten Zustand und die Verlängerung (9) jeweils eine Erstreckung in entgegengesetzter Richtung aufweisen.
7. Insektenfalle nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen (1) jeweils die Verlängerung (9) aufweisen, dass sich die jeweilige Verlängerung (9) in Richtung auf ihre von den Seitenflächen (1) wegweisenden Begrenzung verjüngt und in eine Einstecklasche (13) mündet.
8. Insektenfalle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstecklaschen (13) der jeweiligen Verlängerungen (9) gleich ausgebildet sind.
9. Insektenfalle nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerungen (9) jeweils zumindest eine längliche Aussparung (17) aufweisen, die vorzugsweise an ihren Enden abgerundet ist.
10. Verwendung der Insektenfalle nach einem der Ansprüche 1 bis 9 für die Bekämpfung und/oder Flugüberwachung von fliegenden Insekten im Garten- und Ackerbau, für den professionellen und Hobbyanbau.
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10548305B2 (en) * | 2013-08-19 | 2020-02-04 | Spidertek, Llc | Spider trap |
| WO2021004613A1 (en) * | 2019-07-05 | 2021-01-14 | Strauss John Laurence | Insect trap |
-
2011
- 2011-05-17 CH CH00903/11A patent/CH705009B1/de not_active Application Discontinuation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10548305B2 (en) * | 2013-08-19 | 2020-02-04 | Spidertek, Llc | Spider trap |
| WO2021004613A1 (en) * | 2019-07-05 | 2021-01-14 | Strauss John Laurence | Insect trap |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH705009B1 (de) | 2016-02-15 |
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