CH706750A2 - Verfahren zur intravenösen Injektion von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser zur Bekämpfung von systematischen Virosen und Bakteriosen mittels oxidativen Radikalen. - Google Patents

Verfahren zur intravenösen Injektion von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser zur Bekämpfung von systematischen Virosen und Bakteriosen mittels oxidativen Radikalen. Download PDF

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Abstract

Verfahren zur intravenösen Injektion von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser zur Bekämpfung von systemischen Virosen und Bakteriosen mittels oxidativen Radikalen, dadurch gekennzeichnet, dass die oxidativen Radikale wie Hypochlorid, Hypochlorid Säure, Ozon, Wasserstoffperoxid, mineralische Peroxide, Sauerstoff und Wasserstoff, auch bei multiresistenten Viren und Bakterien im Vergleich zu konventionellen Virostatika und Bakteriziden, eine gute Wirkung zeigen und auch wegen ihres hohen Oxidationspotentials keine Resistenzen bei Viren, Bakterien, Pilzen und Hefen in Zellen und im Blut erzeugen. Mit dem neuen Infusions-Verfahren wird aufgezeigt, dass mit Hilfe der neuartigen Wasser-Elektrolysetechnologie unter Verwendung von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser, das einen pH von 7.34 und eine maximale Salzkonzentration (NaCl, KCl) von 0.9%, eine Osmolarität von 308 mosmol/l und einen osmotischen Druck von 7,6 bar aufweist, resistente Viren und Bakterien intravenös eliminiert werden können.

Description

Stand der Technik
[0001] Bis anhin wurden zur Behandlung von systemischen Virosen, und Bakteriosen Virostatika, Antibiotika und andere Medikamente wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Para-Acetylamino-phenol etc. enthaltend, eingesetzt. Dabei wird festgestellt, dass die meisten Virostatika sehr grosse gesundheitsschädliche Nebeneffekte haben und auch zu Multi-Resistenzen und Transmutasen bei Viren führen, die sehr gefährliche Auswirkungen bezüglich Pandemien haben können und selbst mit Impfungen nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden können [vergl. HIV, Vogelgrippe (Virus H5N1-Virus), Schweinegrippe Virus (Influenza-A-Virus H1N1)) ]
[0002] Bei Bakteriosen wirken heute traditionelle Antibiotika oft nicht mehr, da durch die breitfächrige und intensive Anwendung von Antibiotika pathogene Bakterien-Keime ebenfalls eine Multiresistenz aufgebaut haben und nicht mehr wirksam sind. So zum Beispiel bei EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli), Listerien, Salmonellen und Streptokokken. Alleine in Deutschland kehren über 700 000 Patienten mit einer im Spital kontaminierten sekundären Infektion aus dem Spital nach Hause zurück und über 15 000 Patienten davon sterben daran! Wahrlich ein monströses Szenario! Multiresistente Keime, die mit keinen Antibiotika mehr geheilt werden können, stellen eine wahre globale Bedrohung für die Menschheit dar und sind eine «Medizinische Zeitbombe» auf die viele Wissenschaftler schon lange aufmerksam machen!
Technisches Gebiet
[0003] Mit der neuen Erfindung soll aufgezeigt werden, dass mit Hilfe der neuartigen Wasser-Elektrolysetechnologie unter Verwendung von elektrolysiertem neutralem Elektrolyse-Wasser (pH 7.34), hergestellt mit Bor dotierten Diamant- Elektroden oder anderen chemisch stabilen, metallischen Elektroden, mit einem elektrischen Überpotential von 2–4 Volt, und unter Zugabe von Salzen (NaCl, KCl etc.) ein neues Verfahren entwickelt wurde, das zur intravenösen Injektion von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser zur Bekämpfung von systemischen Virosen und Bakteriosen mittels oxidativer Radikale eingesetzt werden kann.
Darstellung der Erfindung
Einführung
Elektrolytisch hergestelltes, oxidatives Wasser (EOW)
[0004] Elektrolytisch oxidatives Wasser (EOW) oder chemisch aktives Wasser zerstört Mikroorganismen, wie Viren, Bakterien, Pilze, Hefen und Einzeller durch oxidative Radikale nicht chemisch, sondern physikalisch. Wegen seines hohen oxidativen Reduktionspotentials (ORP) beschädigt «Aktives Wasser» die Zellwand-Membranen von Pathogenen. Der Krankheitserreger ist kompromittiert, was zu einer osmotischen oder hydrogenen Überlastung im Zellinneren führt. Die beschädigten Zellmembranen erlauben einen erhöhten Wassertransfer zwischen den Zellmembranen, was zu einer hydrogenen Überflutung der Zellen führt, und diese schneller gefüllt werden, als die Zellen sich des Wassers entledigen können. Diese Tatsache führt zu einem Zerplatzen der Bakterien Zellen oder Hüllmembranen, respektive zum Zelltod durch Druckexplosion in wenigen Sekunden. Da es sich um ein physikalisches Zerstörungsprinzip handelt, ergeben sich nachweislich keine Resistenzen bei Pathogenen. Gleichzeitig werden die Wassermolekül-Cluster, aus denen Wasser besteht, von 14bisl8 in gewissen Fällen bis 60 Molekülen per Cluster auf 3 Moleküle elektrochemisch aufgespalten, was zu einer 3–4-fach verbesserten Zellmembran-Resorption führt.
[0005] Prinzip der Elektrolyse: Beispiel einer Elektrolyse mit einer Zinkiodid – Lösung (Elektrodenmaterial beliebig): Verbindet man zwei Metallplättchen (Elektroden) oder Bor dotierte Diamantelektroden mit jeweils einem Kabel und einer Vorrichtung die Gleichstrom erzeugt z.B. einer Batterie oder einem Gleichrichter – und überführt diese Plättchen in ein Becherglas mit wässriger Lösung (Beliebige Ionen) und legt nun eine Spannung an, so bildet sich an beiden Metallplättchen ein Stoff, dessen Ionen in der Lösung vorhanden sind. Die Spannungsquelle bewirkt einen Elektronenmangel in der mit dem Pluspol (Anode) verbundenen Elektrode und einen Elektronenüberschuss in der anderen, mit dem Minuspol (Kathode) verbundenen Elektrode. Die wässrige Lösung zwischen der Kathode und Anode enthält Elektrolyte, das sind positiv oder negativ geladene Ionen.
[0006] Die positiv geladenen Kationen in einer Elektrolysezelle wandern durch das Anlegen einer Spannung zur negativ geladenen Kathode (Anziehung entgegen gesetzter Ladungen). An der Kathode nehmen sie ein oder mehrere Elektronen auf und werden dadurch reduziert. An der Anode läuft der entgegengesetzte Prozess ab. Dort geben die negativ geladenen Anionen Elektronen ab, das heisst sie werden oxidiert. Die Zahl der durch die Reduktion an der Kathode verbrauchten Elektronen entspricht den von der Anode aufgenommenen Elektronen. Bei der Elektrolyse von wässriger Kochsalzlösung entsteht die gleiche Volumenmenge Wasserstoffgas wie Chlorgas. Bei der Elektrolyse von Wasser entsteht doppelt so viel Wasserstoffgas wie Sauerstoff gas, da die zwei positiv geladenen Protonen eines Wassermoleküls zur Kathode wandern und dort jeweils ein Elektron aufnehmen müssen damit sich Wasserstoff bildet, während das doppelt negativ geladene Sauerstoffanion an der Anode gleich zwei Elektronen abgeben muss, um sich zum Sauerstoffmolekül zu verbinden. Die Spannung, die zur Elektrolyse mindestens angelegt werden muss, bezeichnet man als Abscheidungspotential, bei der Elektrolyse von Wasser oder bei wässrigen Salzlösungen spricht man auch von der Zersetzungsspannung. Diese Spannung (oder eine höhere Spannung) muss angelegt werden, damit die Elektrolyse überhaupt abläuft. Für jeden Stoff, für jede Umwandlung von Ionen zu zwei oder mehratomigen Molekülen kann die Zersetzungsspannung, das Abscheidepotential anhand des Redox-Potentials ermittelt werden. Aus dem Redox-Potential erhält man noch viele andere wichtige Hinweise für die Elektrolyse, beispielsweise zur elektrolytischen Zersetzung von Metallelektroden in Säure oder zur Verminderung von Zersetzungsspannung durch Abänderung von pH-Werten. Beispielsweise lässt sich durch das Redox-Potential berechnen, dass die Bildung von Sauerstoff an der Anode bei der Elektrolyse von Wasser in basischer Lösung (Zersetzungsspannung: 0,401 V) unter geringerer Spannung abläuft als in saurer (Zersetzungsspannung: 1,23 V) oder neutraler (Zersetzungsspannung: 0,815 V) Lösung, an der Katode hingegen bildet sich leichter Wasserstoff unter sauren Bedingungen, als unter neutralen oder basischen Bedingungen). Sind in einer Elektrolytlösung mehrere reduzierbare Kationen vorhanden, so werden nach der Redox-Reihe zunächst die Kationen an der Kathode reduziert, die in der Redox-Reihe (Spannungsreihe) ein positiveres (schwächer negatives)Potential haben, die also dem 0 Potential der Proton-Wasserstoff Elektrodenspannung möglichst nahe kommen. Bei der Elektrolyse einer wässrigen Ionen enthaltenden Lösung bildet sich an der Kathode normalerweise Wasserstoff Auch beim Vorliegen von mehreren Anionenarten, die oxidiert werden können, kommen zunächst diejenigen zum Zuge, die in der Redox-Reihe möglichst nahe am Spannungsnullpunkt, also ein schwächeres positives Redox-Potential besitzen. Normalerweise entsteht bei der Elektrolyse von wässriger NaCl an der Anode also Sauerstoff und nicht Chlor. Nach Überschreiten der Zersetzungsspannung wächst mit Spannungszunahme proportional auch die Stromstärke. Nach Faraday ist die Gewichtsmenge eines elektrolytisch gebildeten Stoffs proportional zu der geflossenen Strommenge (Stromstärke multipliziert mit der Zeit). Für die Bildung von 1 g Wasserstoff (ca. 11,2 Liter, bei der Bildung eines Wasserstoffmoleküls werden zwei Elektronen benötigt) aus wässriger Lösung wird eine Strommenge von 96485 C (As)=1Faraday benötigt. Bei einer Stromstärke von 1 A zwischen den Elektroden dauert die Bildung von 11,2 Litern Wasserstoff also 26 Stunden und 48 Minuten. Neben dem Redox-Potential ist noch die Überspannung (das Überpotential) von Bedeutung. Auf Grund von kinetischen Hemmungen an Elektroden benötigt man häufig eine deutlich höhere Spannung als sich dies aus der Berechnung der Redox-Potentiale errechnet. Die Überspannungseffekte können je nach Materialbeschaffenheit der Elektroden – auch die Redox-Reihe ändern, so dass andere Ionen oxidiert oder reduziert werden als dies nach dem Redox-Potential zu erwarten gewesen wäre. Kurz nach Abschaltung einer Elektrolyse kann man mit einem Amperemeter einen Stromausschlag in die andere Richtung feststellen. In dieser kurzen Phase setzt der umgekehrte Prozess der Elektrolyse, die Bildung einer galvanischen Zelle ein. Hierbei wird nicht Strom für die Umsetzung verbraucht, sondern es wird kurzzeitig Strom erzeugt; dieses Prinzip wird bei Brennstoffzellen genutzt. Wenn man durch eine Elektrolyse eine Trennung einzelner Moleküle oder Bindungen erzwingt, wirkt gleichzeitig ein galvanisches Element, dessen Spannung der Elektrolyse entgegenwirkt. Diese Spannung wird auch als Polarisationsspannung bezeichnet.
[0007] Als Zusatz-Effekt im Wasser-Elektrolyse-Prozess werden durch die Produktion von OH-Hydroxyd-Ionen an der Oberfläche der Elektroden die Wassermolekül-Cluster von 14–18 Molekülen auf 2–3 Moleküle per Cluster elektrochemisch heruntergeschnitten, was zu einer 3–4-fachen Erhöhung der Lösungskraft des Wassers führt und das Resorptionspotential durch Zellmembrane um das 2- bis 3-fache erhöht. Zudem wird das Wasser beim Elektrolyse-Prozess leicht alkalisch. Dies ist verständlich, da bei der Elektrolyse Protonen (H+) zu H2 (Wasserstoff) umgesetzt werden und demnach OH-Ionen übrigbleiben, die den pH-Wert erhöhen. Aus diesem Grunde steigt auch die Säurekapazität bis pH 4,3 von 1,37 mmoI/L auf 3,42 mmol/L.
Elektroden
[0008] Es gibt nur wenige Anoden-Elektroden, die während der Elektrolyse innert bleiben – also überhaupt nicht in Lösung gehen. Bor dotierter Voll-Diamant ist das neuste Material, das sich während einer Elektrolyse überhaupt nicht auflöst. Hemmungserscheinungen an der Anode, die bei der Sauerstoffbildung zu einer Überspannung führen, beobachtet man vor allem bei Voll-Diamantanoden (Überspannung: 3–4 V) und Platin Elektroden (1.2 V. Bei diesen entsteht bei der Elektrolyse von wässriger Kochsalzlösung Chlor statt Sauerstoff. An Zink-, Blei-Überspannung: 0,78 V) und besonders Quecksilberkathoden (0,80 V) zeigen Wasserstoffprotonen eine erhebliche Überspannung und die Bildung von Wasserstoff erfolgt erst bei einer viel höheren Spannung. Die erhebliche Überspannung von Wasserstoff an der Quecksilberkathode, in der das Natrium als Amalgam gebunden wird und daher dem Gleichgewicht entzogen wird, nutzt man zur technischen Herstellung von Natronlauge. Durch die erhebliche Überspannung an dieser Elektrode bei der Wasserstoffbildung ändert sich die Redox-Reihe und statt Wasserstoffprotonen wandern nun Natrium-Kationen zur Quecksilberkathode.
Elektrolyse von Wasser
[0009] Die Elektrolyse von Wasser besteht aus zwei Teilreaktionen, die an den beiden Elektroden ablaufen. Die Elektroden tauchen in Wasser ein, welches durch vorhandene mineralische Ionen gering leitend gemacht wird, wobei dann Sauerstoff gewonnen wird. Positiv geladene Hydronium-Ionen (H3O+) wandern im elektrischen Feld zu der negativ geladenen Elektrode (Katode), wo sie jeweils ein Elektron aufnehmen. Dabei entstehen Wasserstoff-Atome, die sich mit einem weiteren, durch Reduktion entstandenen H-Atom zu einem Wasserstoff-Molekül vereinigen. Übrig bleiben Wasser-Moleküle in 2-und 3-molekularer Cluster-Form.
[0010] 2 H3O<+>+ 2 e<->→ H2+ 2 H2O
[0011] Der abgeschiedene, gasförmige Wasserstoff steigt an der Kathode auf. Zur positiv geladenen Elektrode (Anode) wandern die negativgeladenen Hydroxid-Ionen. Jedes Hydroxid-Ion gibt ein Elektron an den Plus-Pol ab, so dass Sauerstoff-Atome entstehen, die sich zu Sauerstoff-Molekülen vereinigen. Die übrig bleibenden H+-Ionen werden umgehend von Hydroxid-Ionen zu Wasser-Molekülen neutralisiert.
[0012] 4 OH<->→ O2+ 2 H2O + 4 e<->
[0013] Auch hier steigt der abgeschiedene Sauerstoff als farbloses Gas an der Anode auf. Die Gesamtreaktionsgleichung der Elektrolyse von Wasser lautet: 4 H3O<+>+ 4 OH<->→ 2 H2+ O2+ 6 H2O
[0014] Die auf der linken Seite stehenden Hydronium- und Hydroxid-Ionen entstammen der Autoprotolyse des Wassers: 8 H2O<>+ 4 H3O<+>+ 4 OH<->
[0015] Man kann die Elektrolysegleichung daher auch folgendermassen schreiben: 8 H2O → 2 H2+ O2+ 6 H2O bzw. nach Kürzen des Wassers: 2 H2O → 2 H2+ O2
Hydroxidion
[0016] Das Hydroxidion ist ein negativ geladenes Ion, das entsteht, wenn Basen mit Wasser reagieren. Seine chemische Formel lautet OH<->.
[0017] Eine allgemeine Base B reagiert nach folgendem Schema mit Wasser:
[0018] Anhand der Konzentration der Hydroxidionen kann man den pH-Wert der entstandenen Lösung ermitteln. Dazu berechnet man erst den so genannten pOH-Wert. pOH = - log c(OH<->)
[0019] Und daraus den pH-Wert: pH = k - pOH
[0020] Zu jeder Temperatur gibt es jeweils ein k.
[0021] Unter Normbedingungen ist k= -14.
[0022] Hydroxidionen sind auch in reinem Wasser bei 20 °C in einer Konzentration von 10<-7>mol • I<-1>enthalten. Das hängt mit der Autoprotolyse des Wassers nach folgender Reaktionsgleichung zusammen:
Zulassung
[0023] Frühe eigene Versuche und andere Versuchsergebnisse führten zur Einreichung von Bewilligungs-Gesuchen bei der FDA (Food and Drug Administration, USA), welche im Dezember 2002 eine generelle Bewilligung für Elektrolysewasser erteilte und mit dem Status «GRAS» (Generally Regarded as Safe) auszeichnete.
[0024] Elektrolysiertes oxidatives Wasser erhielt FDA (USA Food and Drug Administration), USDA (United Status Department of Agriculture) und EPA (USA Environmental Protection Agency) – Zulassung für allgemeine Applikationen im Nahrungsmittel-Bereich, für die Nahrungsmittel-Oberflächen Desinfektion, für Milch-, Fleisch- und Restaurant- technische Anwendungen.
[0025] Die entsprechenden Seiten der Bewilligungsnummern der FDA und USDA lauten 21 CFR 173, 178, 182,184 & 198.
[0026] Die EPA Bewilligungs- und Publikations-Seite lautet 40 CFR 180.940 und die des National Organic Programms ist 21 CFR 178.1010. In Japan ist Elektrolysewasser als Lebensmittelzusatzstoff bewilligt.
[0027] Der Erfinder hält mit dem Elektrolysewasser-Produkt HYDROSEPT die Rechte an einem Biozid-Eintrag beim Bundesamt für Gesundheit in Bern, Schweiz.
Isotonische Kochsalzlösung
Eine 500-ml-Infusionsflasche NaCl
[0028] Die isotonische Kochsalzlösung ist eine zum Blutplasma isoosmotische Lösung aus Kochsalz (Natriumchlorid) in Wasser. Sie enthält 9 g Kochsalz (Natriumchlorid) pro Liter (0,9% m/V) und weist eine Osmolarität von 308 mosmol/l auf. Die isotonische Kochsalzlösung ist preisgünstig und die weltweit am häufigsten verwendete Infusionslösung.
Zusammensetzung
[0029] Der Begriff «physiologische Kochsalzlösung» sollte nicht verwendet werden, da zwar die Osmolarität physiologisch ist, nicht jedoch die Konzentration an Natrium- und Chloridionen. Beide Ionen sind mit 154 mmol/1 deutlich höher konzentriert als im menschlichen Serum (Serumnatrium: 135–145 mmol/1; Serumchlorid: 98–109 mmol/1). Dieses Ungleichgewicht ist notwendig, da die osmotische Wirkung der im menschlichen Blut enthaltenen weiteren Bestandteile (wie andere Elektrolyte, so genannte «korpuskulare» Bestandteile wie Proteine) berücksichtigt werden muss.
[0030] Als Lösung für die medizinische Anwendung steht die sterile und pyrogenfreie isotonische Kochsalzlösung in Behältnissen (Kunststoff- oder Glasampullen oder Flaschen sowie Kunststoffbeuteln) von zwei bis 30 000 ml (Tiermedizin) zur Verfügung.
Anwendung
[0031] Die Isotonische Kochsalzlösung wird als Trägerlösung für Medikamente oder zum Offenhalten eines venösen Zugangs bei Patienten benutzt. Weiterhin dient die Lösung auch zum Spülen von Kathetern sowie Wunden, Nase oder Augen.
[0032] Bei Infusion dieser Elektrolyt-Lösung kommt es aufgrund der Osmolarität zu keinen wesentlichen Flüssigkeitsverschiebungen zwischen Intra- und Extrazellularraum. Die Überladung des Körpers mit Natrium- und Chlorid-Ionen führt zu einer Hemmung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems und zu einer Stimulation des ANFs. Das Fehlen der anderen Elektrolyte des Blutplasmas, insbesondere Hydrogencarbonat, kann zu einer Verdünnungs-Azidose führen. Es gibt aus diesen Gründen nur wenige Indikationen, isotonische Kochsalzlösungen zur Flüssigkeitstherapie einzusetzen, da mit Vollelektrolytlösungen bessere Alternativen zur Verfügung stehen.
Infusion
Verschiedene Infusionen und Infusionsbesteck
[0033] Als Infusion, Infusionstherapie (lateinisch infusio «Aufguss» und infundere «eingiessen», eindringen’) bezeichnet man die kontinuierliche, meist parenterale Verabreichung von Flüssigkeiten. Sie werden in aller Regel intravenös verabreicht.
[0034] Bestimmte Therapiemethoden implizieren in der Regel die Anwendung von Infusionen, z.B. Flüssigkeitsgabe, Volumenersatz oder -substitution, Volumen- und Osmotherapie. Die Verabreichung von Blutbestandteilen mittels Infusion wird als Transfusion bezeichnet.
[0035] Ausserhalb der reinen Flüssigkeitstherapie finden Infusionslösungen noch Verwendung in der parenteralen Ernährung und als Trägerlösungen, falls eine gewisse Verabreichungsdauer nicht unterschritten werden soll oder bestimmte maximale Wirkstoffkonzentrationen am Infusionsort nicht überschritten werden sollen (Elektrolyttherapie, Säure-Basen-Korrektur, Antibiotikagabe u. ä.).
Infusionslösungen und Indikationen
[0036] Zur Infusionstherapie stehen unterschiedliche Präparate zur Verfügung. Dabei kann man unspezifische Lösungen wie Elektrolytlösungen («Kristalloide») oder Glucoselösungen von solchen mit spezifischem therapeutischem Einsatzzweck unterscheiden, z.B. kolloidalen Lösungen zur Volumentherapie, hochkonzentrierte Glukoselösungen und andere Nährlösungen zur Ernährungstherapie oder Pufferlösungen zur Behandlung von Störungen des Säure-Basen-Haushaltes.
Elektrolytlösungen
[0037] Elektrolytlösungen («kristalloide Lösungen») werden zum Ausgleich (bei Dehydratation) oder Deckung des Flüssigkeitsbedarfes, als Teil der parenteralen Ernährung und zum Ausgleich von Elektrolytstörungen eingesetzt. Sie verbleiben (aufgrund des niedrigen onkotischen Druckes) nur kurzfristig in den Gefässen des Kreislaufes und verteilen sich im Extrazellularraum, weswegen sie sich nur sehr eingeschränkt zum Ausgleich grosser Blutverluste beim hypovolämischen Schock eignen. Durch die rasche Umverteilung drohen bei der Verabreichung grösserer Mengen Hirn- und Lungenödeme.
Isotonische Kochsalzlösung
[0038] Die einfachste Elektrolytlösung ist die isotonische Kochsalzlösung, die aufgrund ihrer unphysiologischen Zusammensetzung nur als Spül- und Verdünnungslösung eingesetzt wird. Eine besondere Indikation ist die hypotone Dehydratation.
Vollelektrolytlösungen
[0039] Vollelektrolytlösungen (VEL) oder balancierte Lösungen enthalten Elektrolyte (Natrium, Kalium, Calcium, teilweise Magnesium, Chlorid) in körperähnlicher Zusammensetzung. Da ihnen die negativ geladenen Proteine und das Hydrogencarbonat des Plasmas fehlen, sind als Ersatz organische Anionen wie Acetat, Malat oder Laktat zugesetzt, wodurch eine Isotonie erreicht wird. Nach neueren Forschungsergebnissen sollte Laktat wegen erheblicher Nachteile nicht mehr verwendet werden. Das Einsatzspektrum der Vollelektrolytlösungen ist breit, sie stellen den Standard der kristalloiden Lösungen dar.
[0040] Sonderformen sind Halb-, 2/3- oder 1/3-Elektrolytlösungen (Bezeichnung entsprechend dem Elektrolytgehalt der Vollelektrolytlösungen), deren Einsatz weitgehend verlassen ist. Es existieren auch Kombinationslösungen mit Kolloiden oder Glukose.
Kolloidale Lösungen
[0041] Kolloidale Infusionslösungen zur Anwendung als Volumenersatz (Plasmaersatz) oder in der Volumentherapie (Plasmaexpander, «Blutverdünnung» bzw. Hämodilution) sind durch ihren Gehalt an Makromolekülen (Kohlenhydrate wie Hydroxyethylstärke oder Dextrane; Proteine wie Gelatine oder Albumin) gekennzeichnet. Da diese die Gefässwand nicht überschreiten können, wird der durch sie erhöhte kolloidosmotische Druck so lange aufrechterhalten, bis die Moleküle über enzymatischen Abbau oder Aufnahme durch das mononukleäre Phagozytosesystem eliminiert sind. Neben einer gegenüber Elektrolyten verlängerten Verweildauer im Gefässsystem ergibt sich daraus auch ein ausgeprägter und länger anhaltender Effekt auf das Blutvolumen, weshalb sie zum Ausgleich grösserer Volumenverluste beim hypovolämischen Schock eingesetzt werden. Die Verbesserung der Mikrozirkulation, die die Kolloide bewirken, wirkt sich im Schock zusätzlich positiv aus.
[0042] Mögliche Nebenwirkungen sind Veränderungen in der Blutgerinnung (Blutungsneigung), anaphylaktische Reaktionen und akutes Nierenversagen.
Glukoselösungen
[0043] Glukoselösungen sind in verschiedenen Konzentrationen verfügbar. Sie dienen als Energielieferant im Rahmen einer Infusionstherapie. Da sie keine Elektrolyte enthalten und sich schnell in den Intrazellularraum ausbreiten («freies Wasser»), drohen bei der Verabreichung grösserer Mengen Hirn- und Lungenödeme. Glukoselösungen sind auch Bestandteil der totalen parenteralen Ernährung.
Osmotherapeutika
[0044] Osmotherapeutika sind hypertone Infusionslösungen, deren Wirkstoffe (Mannit, Glycerin) im Extrazellulärraum zu einer Erhöhung des osmotischen Druckes führen und dadurch dem umliegenden Gewebe Wasser entziehen. Anwendungsgebiete von Osmotherapeutika sind die Behandlung von Ödemen sowie die Förderung des Harnflusses zur Vorbeugung bzw. Behandlung einer akuten Nierenfunktionsstörung oder zur Förderung der Ausscheidung von giftigen, harngängigen Substanzen bei einer Vergiftung.
Verabreichung
Applikationsformen
[0045] Die intravenöse Standardanwendung von Infusionslösungen wird über einen Venenkatheter an einer peripheren Vene durchgeführt. Ist eine längerfristige Anwendung, eine parenterale Ernährung, die Verabreichung venenreizender Medikamente (Natriumbicarbonat, Kaliumlösung) beabsichtigt, ist ein zentraler Venenkatheter (ZVK) indiziert, dessen Spitze in einer zentralen Vene zu liegen kommt. Der Portkatheter, der zur Chemotherapie genutzt wird, ist eine Sonderform des ZVKs.
[0046] Die intraossäre Punktion und die Infusionstherapie über das Knochenmark ist Notfällen vorbehalten und kommt insbesondere bei Kindern zum Einsatz. In der Humanmedizin wird eine subkutane Infusion immer häufiger durchgeführt, insbesondere in der Geriatrie und der Palliativmedizin, allerdings sind nicht alle Medikamente für diese Applikationsform geeignet. In der Tiermedizin wird sehr häufig subkutan infundiert.
Dosierung
[0047] Die Dosierung der Tropfgeschwindigkeit erfolgt über eine einfache Rollklemme des Infusionssystems (Schwerkraftinfusion). Präzise Dosierungen sind nur über Infusionspumpen möglich. Eine Sonderform der Infusion stellen die so genannten Spritzenpumpen (Perfusoren) dar, die mit geringen Vortriebsgeschwindigkeiten hochwirksame Medikamente verabreichen. Des Weiteren kann man mit einer Druckinfusionsmanschette bzw. einem Druckinfusionsgerät sehr schnell grosse Mengen einer Infusion infundieren. Die Verbindung zwischen Infusionsgerät und Kanüle erfolgt mit einer Infusionsleitung, die gegebenenfalls mit einer Heidelberger Verlängerung verlängert werden kann.
Virostatikum
[0048] Ein Virostatikum (oder Virustatikum, vom lat. virus und griech.
«Stillstand») ist ein Stoff, der die Vermehrung von Viren hemmt. Virostatika werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von durch Viren verursachten Infektionskrankheiten verwendet.
[0049] Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel, was eine kausale Behandlung von viralen Infektionskrankheiten erschwert. Oft ist keine Behandlung notwendig, da Virusinfektionen häufig spontan ausheilen. Virostatika werden vor Allem für solche Infektionen eingesetzt, bei denen das Immunsystem des Patienten alleine nicht zur Eradikation des Virus in der Lage ist. Ein Einsatz in der Breite ist derzeit unter Berücksichtigung des Nebenwirkungspotentiales und des Bestrebens, Resistenzbildungen zu vermeiden, nicht vorgesehen. Die arzneilich eingesetzten Stoffe gegen Viren haben ausschliesslich virostatische Wirkung. Das bedeutet, dass sie lediglich die Vermehrung der Viren durch verschiedene Wirkmechanismen verhindern. Viruzide – also «Virus abtötende» Arzneimittel gibt es derzeit nicht, ausser isotonisches Elektrolysewasser.
Einteilung der antiviralen Mittel
[0050] Virostatika haben unterschiedliche Angriffspunkte in den Vermehrungsstadien eines Virus:
[0051] Verhinderung des Andockens der Viruspartikel an der Zellmembran des Wirtsorganismus.
[0052] Verhinderung des Eindringens in die Wirtszelle, Verhinderung des Uncoating (Freisetzung von Kapsiden und Genom aus der Virushülle).
[0053] Störung/Hemmung der Synthese viraler Nukleinsäuren und Proteine (z.B. Kapsidproteine).
[0054] Hemmung der Assemblierung (Zusammenfügung der synthetisierten Virusbestandteile zu neuen Viren).
[0055] Unterdrückung der Freisetzung der neu gebildeten Viren aus der Wirtszelle,
[0056] Oxidation durch Oxidative Radikale des durch Tropfen- Infusion injektierten Elektrolysewassers.
Bakteriostatikum
[0057] Als Bakteriostatikum wird eine Substanz bezeichnet, die das Wachstum von Bakterien hemmt. Werden Bakterien von einem Stoff getötet, spricht man hingegen von einem Bakterizid. Die Abgrenzung beider Begriffe ist dabei jedoch nicht sehr scharf, denn hohe Konzentrationen an Bakteriostatika wirken häufig bakterizid und sehr niedrige Bakterizid-Konzentrationen können bakteriostatische Effekte haben.
[0058] Zu den bekanntesten Bakteriostatika gehören einige Antibiotika. Sie wirken oft als Translationshemmer, indem sie beispielsweise an die Ribosomen binden und damit die Proteinsynthese der Bakterien hemmen. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem die Tetracycline (z.B. Doxycyclin), die Makrolide Erytromycin, Roxythrimycin, Clarithomycin und Acithromycin und die Lincosamide, wie Clindamycin. Andere Bakteriostatika hemmen die DNA-Synthese und damit die Replikation, weshalb sich die Bakterienzellen nicht weiter teilen können. Eine dritte Gruppe Bakteriostatika hemmt Faktoren der Stoffwechselwege, so dass ebenfalls ein weiteres Wachstum und Teilung der Zellen verhindert wird. Dazu zählen die (heute seltener eingesetzten) Sulfonamide und Trimethotrin, die beide mit dem Fohlsäurestoffwechsel interferieren.
[0059] In Kombination mit der bakterientötenden Wirkung der Immunabwehr des Körpers können mit Bakteriostatika bakterielle Infektionen wirksam bekämpft werden.
Bakterizid
[0060] Ein Bakterizid ist eine Substanz, die durch eine Schädigung der Zelle Bakterien abtötet.
[0061] Bakterizide findet man in der Gruppe der Antiinfektiva (zum Beispiel manche Antibiotika) und der Desinfektionsmittel wie Elektrolysewasser.
[0062] Das Adjektiv bakterizid beschreibt die abtötende Wirkung einer Substanz (z.B. eines Antibiotikums) auf Bakterien. Die Krankheitserreger müssen zu mindestens 99% innerhalb der ersten 4 Stunden nach ihrer Anwendung abgetötet werden. Im Vergleich dazu haben bakteriostatische Substanzen lediglich eine das Wachstum hemmende Wirkung.
[0063] Auch aus historischen Gründen wird das Adjektiv tuberkulozid für bakterizid auf Tuberkuloseerreger wirkende Substanzen verwendet.
Viruzid
[0064] Als Viruzide (»virustötend») werden Substanzen bezeichnet, die durch eine Schädigung der Virusnukleinsäure oder der Oberflächenproteine eines Virus die Infektiosität von Viren herabsetzen oder vollständig verhindern. Sie dienen der Virusinaktivierung ausserhalb von lebenden Organismen. Therapeutisch gegen Viren eingesetzte Stoffe bezeichnet man jedoch nicht als Viruzid, sondern als Virostatikum. Zertifizierte, viruzide Präparate sind in der, nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie geprüften, DGHM-Liste für Desinfektionsmittel zu finden (Richtlinien für die Prüfung chemischer Desinfektionsmittel).
[0065] Elektrolysewasser wurde im Labor Dr. MERK in Ochsenhausen, ein europäisch führendes, anerkanntes Labor getestet und als hervorragendes Viruzid mit praktisch keiner Zytotoxizität beurteilt.
[0066] Der Erfinder hält mit dem Elektrolysewasser-Produkt HYDROSEPT die Rechte an einem Biozid-Eintrag beim Bundesamt für Gesundheit in Bern, gegen Bakterien, Viren, Hefen, Pilze und Viren Schweiz.
[0067] Mit der neuen Erfindung soll aufgezeigt werden, dass mit Hilfe der neuartigen Wasser-Elektrolysetechnologie unter Verwendung von elektrolysiertem neutralem Elektrolyse-Wasser (pH 7.34), hergestellt mit Bor dotierten Diamant- Elektroden oder anderen chemisch stabilen, metallischen Elektroden, mit einem elektrischen Überpotential von 2-4 Volt, und unter Zugabe von Salzen (NaCl, KCl etc.) ein neues Verfahren entwickelt wurde, das zur intravenösen Injektion von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser zur Bekämpfung von systemischen Virosen und Bakteriosen mittels oxidativen Radikalen eingesetzt werden kann, ohne dass eine Zytotoxizität und Resistenzen auftreten können, da Pathogene kalt oxidiert werden und Pathogenen gegen Oxidation keine Abwehrmechanismen zur Verfügung stehen.
[0068] Zudem kann bei der Elektrolyse mittels elektrochemischer Trennung der Wassermolekül-Cluster von 14-18 Molekülen auf 2-3 Moleküle, das Hydratationspotential von Wasser zur perkutanen Penetration um das 3- bis 4-fache erhöht werden. Das hat zur Folge, dass desinfizierendes, biozides Elektrolysewasser viel besser und schneller durch Zellmembranen und Eukarionten-Membranen wie Ribosomen und Mitochondrien penetrieren kann, da die Wassermoleküle viel kleiner sind und Zell-Membranen rascher durch osmotische Kräfte passieren können.
[0069] Da sich dank dem elektrischen Überpotential der Bor dotierten Diamant-Elektroden im Elektrolysewasser freie Elektronen befinden, manifestiert sich bei Kontakt mit Membran-Gewebe eine sogenannte elektrische Mikrostimulation in den Membran- oder Wundzellen, was zu einem erhöhten Zellmetabolismus führt und somit die Regeneration und den Heilungsprozess von Geweben um das Doppelte beschleunigt. Zelluläre-Wunden heilen somit in der Praxis nahen Anwendung durchschnittlich um das Doppelte schneller!
[0070] Zudem weist mit Diamant Elektroden hergestelltes salzhaltiges neutrales Elektrolysewasser dank der elektrochemischen Aufspaltung der Wassermoleküle und der im Wasser gelösten Salze, oxidative Radikale wie Ozon (03), Wasserstoffsuperoxyd, Hypo-Chloride, Hypo-Chloride Säure und andere Peroxyde wie, Peroxydisulfate, Peroxydicarbonate, singlet Sauerstoff, und Hydroxyd Radikale etc. gebildet werden.
[0071] Diese Radikale haben im Mix eine ausgezeichnete biozide Wirkung gegen Bakterien, Viren, Pilze, Hefen, Bakteriophagen, und Monocygoten und können Gewebe und Zellmembranen leicht penetrieren. Gleichzeitig tragen die während der Elektrolyse elektrochemisch hergestellten Sauerstoff-Ionen ebenfalls zur Stimulation der intrazellulären metabolischen Prozesse bei, die zur Zellregeneration nach Viren oder Bakterien-Befall wesentlich beitragen. Die ebenfalls während der Elektrolyse gebildeten Wasserstoff Ionen neutralisieren und eliminieren zudem toxische Zytotoxine, die bei Virosen und Bakteriosen entstehen können.
[0072] Die Anwendung von Elektrolysewasser dieses Typs hinterlässt keine toxischen Rückstände sondern nur Salze, die vom Blut aufgenommen werden und durch die Nieren wieder ausgeschieden werden können.
[0073] Konventionell hergestelltes Elektrolysewasser in Generatoren mit Membrantechnologie (Diaphragma) ist nicht stabil und effizient für die angegebenen intravenösen Applikationen und enthält zudem nur Chlorverbindungen. (Hypochlorid OCI- und Hypochlorid-Säure HCIO).
[0074] Zudem ist die neue medizinische Technologie äusserst anwenderfreundlich, da die viruzide und bakterizide Elektrolysewasser- Lösung mit Hilfe einer intravenösen Nadel-Infusion durchgeführt werden kann. Es müssen auch keine Medikamente mit Nebenwirkungen mehr eingesetzt werden. Die Behandlung kann je nach Bedarf zahlreich und mehrmals täglich wiederholt werden. Zudem ist das physiologische (mit 0.9% Salzgehalt) Elektrolysewasser bis 1000 ppm freiem Chlor-Gehalt nicht zytotoxisch.
[0075] Die Anwendung von Elektrolysewasser in diesen Formen ist auch sehr Kosten günstig im Vergleich zu anderen medizinischen oder kosmetischen Produkten oder Antibiotika und generiert auch keine Resistenzen gegen Keime, da die Desinfektions-Wirkung auf kalter Oxidation beruht, gegen die sich Organismen wie Keime biologisch nicht schützen können!
[0076] Die Erfindung ist aus den obenerwähnten Gründen effizient, erfinderisch neu und innovativ. Dem Erfinder sind keine ähnlichen Technologien mittels Diamantelektroden hergestelltem Elektrolysewasser zur systemischen Eliminierung von Viren und Bakterien als Biozide per Infusion im Blutplasma bekannt.
[0077] Die neue Behandlungs- Technologie wurde im Labor und in praktischen Anwendungsversuchen zurzeit mit Tieren erfolgreich getestet und als sehr effizient, ökologisch und nachhaltig beurteilt. Die entsprechenden Humanversuche sind geplant.
Anlagekomponenten
Technische Hilfsmittel
[0078] Eine elektrische ELEKTROLYSEMASCHINE mit Vorratstank enthält folgende wesentlichen Teile: 1. Elektrolyse Generator mit vorzugsweise einer oder mehreren einkammrigen Elektrolyse-Zellen, parallel geschaltet, mit vorzugsweise Bor gedopten Diamant-Elektroden oder metallischen Mischelektroden mit elektrischem Überpotential, Pumpe aus korrosionsfreiem Material mit einer Schöpfleistung von vorzugsweise 100 bis 1000 Litern pro Stunde und 4 bar Druck, Filter mit vorzugsweise 50 mesh, Flussmeter bis 1000 Liter pro Stunde, Druckregulierung mit vorzugsweise 2 Hähnen und 2 Manometern, elektrischer Wasser- Flusssensor, Elektronische Steuereinheit mit Zeit gesteuerter automatischer Elektroden-Umkehrpolarisation, Redox-Meter, mSiemens/cm Konduktivitäts-Meter und Wasserthermometer-Sensor. 2. Wassertank aus korrosionsfestem Kunststoff vorzugsweise mit 1000 Liter Inhalt mit elektrischer Niveau Kontrolle und Tank-Entlüftungseinrichtung. 3. Salzlaugen Behälter mit Injektionspumpe oder Venturi, der mit der Elektrolysemaschine über eine Schlauchverbindung verbunden ist. 4. Abfüllstation für Infusionsbeutel. 5. Infusionsbeutel oder Infusionsgerät mit Handbedienung oder Batterie betriebener Pumpe mit Applikator und Nadel inklusive Fluss-Regulierung Mikrofiber Fasertuch zur Desinfektion der Infusion-Stelle.
Ausführung der Erfindung
[0079] Die Erfindung soll am Beispiel einer medizinischen Anwendung aufgezeigt werden.
[0080] Das isotonische Elektrolysewasser wird als isoosmotische Lösung aus Kochsalz (Natriumchlorid) und Wasser hergestellt. Sie enthält 9 g Kochsalz (Natriumchlorid) pro Liter (0,9% m/V) und weist eine Osmolarität von 308 mosmol/l auf. Die isotonische Kochsalzlösung ist preisgünstig und die weltweit am häufigsten verwendete Infusionslösung. Elektrolytisch oxidatives Wasser (EOW) oder chemisch aktives Wasser zerstört Mikroorganismen, wie Viren, Bakterien, Pilze, Hefen und Einzeller durch oxidative Radikale nicht chemisch, sondern physikalisch. Wegen seines hohen oxidativen Reduktionspotentials (ORP) beschädigt «AktivesWasser» die Zellwand-Membranen von Pathogenen. Der Krankheitserreger ist kompromittiert, was zu einer osmotischen oder hydrogenen Überlastung im Zellinneren führt. Da es sich um ein physikalisches Zerstörungsprinzip handelt, ergeben sich nachweislich keine Resistenzen bei Pathogenen. Gleichzeitig werden die Wassermolekül-Cluster, aus denen Wasser besteht, von 14bisl8 in gewissen Fällen bis 60 Molekülen per Cluster auf 3 Moleküle elektrochemisch aufgespalten, was zu einer 3–4-fach verbesserten Zellmembran-Resorption führt.
[0081] Zur Elektrolyse einer solchen Isotonischen Lösung sind folgende Elektrolysegeräte geeignet:
[0082] 1. Elektrolyse Generator mit vorzugsweise einer oder mehreren ein-kammrigen Elektrolyse-Zellen, parallel geschaltet, mit vorzugsweise Bor gedopten Diamant-Elektroden oder metallischen Mischelektroden mit elektrischem Überpotential, Pumpe aus korrosionsfreiem Material mit einer Schöpfleistung von vorzugsweise 100 bis 1000 Litern pro Stunde und 4 bar Druck, Filter mit vorzugsweise 50 mesh, Flussmeter bis 1000 Liter pro Stunde, Druckregulierung mit vorzugsweise 2 Hähnen und 2 Manometern, elektrischer Wasser-Flusssensor, Elektronische Steuereinheit mit Zeit gesteuerter automatischer Elektroden-Umkehrpolarisation, Redox-Meter, m Siemens/cm Konduktivitäts-Meter und Wasserthermometer-Sensor.
[0083] 2.Wassertank aus korrosionsfestem Kunststoff vorzugsweise mit 1000 Liter Inhalt mit elektrischer Niveau Kontrolle und Tank-Entlüftungseinrichtung.
[0084] 3. SaIzlaugen Behälter mit Injektionspumpe oder Venturi, der mit der Elektrolysemaschine über eine Schlauchverbindung verbunden ist.
[0085] 4. Abfüllstation für Infusionsbeutel.
[0086] 5. InfusionsbeuteI oder Infusionsgerät mit Handbedienung oder Batterie betriebener Pumpe mit Applikator und Nadel inklusive Fluss-Regulierung Mikrofiber Fasertuch zur Desinfektion der Infusion-Stelle.
[0087] Das mit 9 g versehene mineralische Wasser wird durch den Elektrolyse Generator gepumpt mit einem Energieaufwand von 48 V und 12.8 A. Das gewonnene Elektrolysewasser enthält dann folgende Oxidative Radikale und einen pH von 7.34, eine Osmolarität von 308 mosmol/l und einem osmotischen Druck von 7,6 bar. Das Elektrolysewasser enthält danach ebenfalls folgende oxidative Radikale: 1000 ppm freies Chlor Hypochlorid und Hypochlorid Säure 1 ppm Ozon 0.7 ppm H2O2 (Wasserstoffperoxid), Peroxydisulfate, Peroxydicarbonate, singlet Sauerstoff, und Hydroxyd Radikale. Diese Lösung wird anschliessend aseptisch im Lichteinfall geschützten PET Beutel verpackt. Die Elektrolysewasser-Infusionslösung ist bereit zur Infusion! Die Elektrolysewasser-Lösung ist ein Jahr ohne Beeinträchtigung gekühlt 4C° und vor Licht geschützt haltbar.
Verabreichung
Applikationsformen
[0088] Die intravenöse Standardanwendung von Elektrolysewasser als Infusionslösung wird über einen Venenkatheter an einer peripheren Vene durchgeführt. Ist eine längerfristige Anwendung von oxidativem isotonischem Elektrolysewasser nötig, welche die Venen reizt, ist ein zentraler Venenkatheter (ZVK) als Portkatheter indiziert, dessen Spitze in einer zentralen Vene zu liegen kommt.

Claims (8)

1. Verfahren zur intravenösen Injektion von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser zur Bekämpfung von systemischen Virosen und Bakteriosen mittels oxidativen Radikalen.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das isotonisch-physiologische Elektrolysewasser einen pH von 7.34 und eine maximale Salzkonzentration (NaCl, KCl) von 0.9%, eine Osmolarität von 308 mosmol/l und einen osmotischen Druck von 7,6 bar aufweist.
3. Verfahren gemäss Ansprüchen 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass das beschriebene Elektrolysewasser in einem Elektrolysegenerator mit einer oder mehreren ein-kammrigen Elektrolyse-Zellen, parallel geschaltet, mit Bor gedopten Diamant-Elektroden oder metallischen Mischelektroden mit elektrischem Überpotential, Pumpe aus korrosionsfreiem Material mit einer Schöpfleistung von 100 bis 1000 Litern pro Stunde und 4 bar Druck, Filter mit vorzugsweise 50 mesh, Flussmeter bis 1000 Liter pro Stunde, Druckregulierung mit vorzugsweise 2 Hähnen und 2 Manometern, elektrischer Wasser- Flusssensor, Elektronische Steuereinheit mit Zeit gesteuerter automatischer Elektroden-Umkehrpolarisation, Redox-Meter, mSiemens/cm Konduktivitäts-Meter und Wasserthermometer-Sensor ausgerüstet ist.
4. Verfahren gemäss Ansprüchen 1, 2, und 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolyseanlage über einen Wassertank aus korrosionsfestem Kunststoff, mit elektrischer Niveau Kontrolle und Tank-Entlüftungseinrichtung, einem Salzlaugen Behälter mit Injektionspumpe oder Venturi verfügt, der mit der Elektrolysemaschine über eine Schlauchverbindung verbunden ist und eine aseptische Abfüllstation für Infusionslösungen im Beutel aufweist.
5. Verfahren gemäss Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das hydrierende, desinfizierende und mikroelektrisch stimulierende Elektrolysewasser als Infusionslösung mittels eines Venenkatheters an einer peripheren Vene injiziert wird. Ist eine längerfristige Anwendung von oxidativem isotonischem Elektrolysewasser nötig, welche die Venen reizt, ist ein zentraler Venenkatheter (ZVK) als Portkatheter indiziert, dessen Spitze in einer zentralen Vene zu liegen kommt.
6. Verfahren gemäss Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das hergestellte Elektrolysewasser Mikro-Cluster von 2–4 Wassermolekülen enthält, das eine verbesserte Zell-Membran-Permeabilität aufweist und über desinfizierende oxidative Radikale verfügt, wie Hypochlorid, Hypochlorid Säure, Ozon, Wasserstoffperoxid, mineralische Peroxide, Sauerstoff und Wasserstoff und ebenfalls über einen Elektronen-Überschuss in der wässrigen Lösung verfügt, die eine elektrische Mikrostimulation der Eukarionten in Gewebe-Zellen auslösen kann zur Stimulation metabolischer Prozesse in Zell-Geweben zur beschleunigten Zellregeneration.
7. Verfahren gemäss Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das hergestellte Elektrolysewasser über desinfizierende, biozide, oxidative Radikale verfügt, wie Hypochlorid, Hypochlorid Säure, Ozon, Wasserstoffperoxid und mineralische Peroxide, die durch Oxidation Viren, Bakterien, Pilze und Hefen im Blut und in Zellen vernichten, ohne eine Zytotoxizität zu verursachen und ohne toxische Rückstände und gesundheitsschädigende Nebenwirkungen zu verursachen.
8. Verfahren zur intravenösen Injektion von isotonisch-physiologischem Elektrolysewasser zur Bekämpfung von systemischen Virosen und Bakteriosen mittels oxidativen Radikalen, dadurch gekennzeichnet, dass die oxidativen Radikale wie Hypochlorid, Hypochlorid Säure, Ozon, Wasserstoffperoxid, mineralische Peroxide, Sauerstoff und Wasserstoff auch bei multiresistenten Viren und Bakterienkeime gegen Virostatika und Bakterizide eine gute Wirkung zeigen und auch wegen ihres hohen Oxidationspotentials keine Resistenzen bei Viren, Bakterien, Pilzen und Hefen in Zellen und im Blut erzeugen.
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