CH708011B1 - Tablar. - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Tablar für Küchenmöbel, insbesondere für Herde oder Arbeitstische. Es soll ein Tablar geschaffen werden, das einfach und sicher handhabbar und benutzbar ist und zudem den Hygiene- und/oder Arbeitsschutzforderungen in einer Küche oder anderen Arbeitsräumen genügt. Hierzu weist das Tablar (10) eine Arbeitsfläche (6) auf, die in Arbeitslage in derselben Ebene wie eine Arbeitsfläche des Küchenmöbels gelegen ist und ein vom Küchenmöbel separates Element ist und eine Arbeitsfläche (6) sowie eine Einrichtung zur lagesicheren und lösbaren Fixierung am Küchenmöbel umfasst.
Description
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tablar für Küchenmöbel, insbesondere für Herde oder Arbeitstische nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, insbesondere umfassend eine Arbeitsfläche, die in Arbeitslage in einer horizontalen Ebene an einem Küchenmöbel anbringbar ist.
[0002] Küchenmöbel und Arbeitstische oder Arbeitsplatten in Küchen werden zumeist als Einbaumöbel verbaut. In der WO 97/40 720 wird ein Einbaumöbel, umfassend Ober- und Unterschrankelemente sowie Schrankelemente vorgeschlagen, das den Anpassungsaufwand an gegebene Raumverhältnisse beschränken soll, wobei das Unterschrankelement eine Arbeitsplatte aufweist. Hierzu ist die Unterseite der Arbeitsplatte mit Längsnuten versehen, in denen Vertikalträger verschiebbar so festlegbar sind, dass sie Schrankelemente unterschiedlicher Breite aufnehmen können. Die Schrankelemente sind in den Längsnuten auf der Unterseite der Arbeitsplatte verschiebbar und an unterschiedlichen Positionen festlegbar.
[0003] In der DE 20 201 2007 919 U1 ist ein höhenverstellbarer Arbeitstisch offenbart. Der Arbeitstisch bildet den oberen Abschluss eines Schranks, der auf einer in Höhenrichtung teleskopischen Fussleiste aufsitzt.
Ein Herd gemäss EP 2 144 009 A1 kann an seinem Rand mit L-förmigen Befestigungselementen versehen sein, deren Endstücke rechts und links als verlängerter Schenkel ausgebildet sind. Letztere sind am Ende vom Herd abgewandt in Gegenrichtung schräg nach oben weisend gebogen. Ein Mittelteil des Befestigungselements weist eine vorspringende und nach oben offene Tasche auf. In das Befestigungselement kann ein weiteres Arbeitselement eingehängt werden.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Tablar für Küchenmöbel, insbesondere für Herdplatten oder Arbeitstische zu schaffen, das einfach und sicher handhabbar und benutzbar ist und zudem den Hygiene- und/oder Arbeitsschutzforderungen in einer Küche oder anderen Arbeitsräumen genügt.
Die Aufgabe ist mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Das Tablar ist ein vom Küchenmöbel separates Element und weist eine Arbeitsfläche sowie eine Einrichtung zur lagesicheren und lösbaren Fixierung am Küchenmöbel auf.
Das Tablar kann ein Stecktablar sein, das lösbar in einer Arbeitsplatte steckbar ist und sich in Arbeitslage in derselben Ebene wie eine Arbeitsfläche des Küchenmöbels befindet.
[0005] Weitergehende Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Tablars sind in den abhängigen Ansprüchen offenbart.
[0006] Die Arbeitsfläche des Tablars ist bevorzugt mit Seitenblenden an den Längsseiten sowie einer Frontblende an einer Schmalseite versehen, wobei die der Frontblende gegenüberliegende Schmalseite offen ist.
Die Einrichtung zur lagesicheren Anordnung am Küchenmöbel enthält zwei parallel und beabstandet zueinander angeordnete Bolzen, die parallel zu Längsseiten der Arbeitsfläche unter der Arbeitsfläche angeordnet sind und die bevorzugt aus der Arbeitsfläche hervorragen. Entsprechend weist der Herd eine Blende als Abschluss der Arbeitsfläche auf, die mit voneinander beabstandeten Öffnungen zum Beispiel von Schaftrohren versehen ist, wobei der Abstand zwischen zwei Öffnungen dem Abstand zwischen den Bolzen des Tablars entspricht.
Die Einrichtung enthält weiterhin mindestens ein Drehgelenk zur kippfähigen Anordnung einer Sperrklinke, die an einem bevorzugt unter der Arbeitsfläche des Tablars herausragenden Ende eine Klinke und am anderen Ende einen flächigen Druckpunkt umfasst.
Bevorzugt ist jeder Bolzen an einer Aufnahme fest bzw. unlösbar angeordnet, die wiederum an der Unterseite der Arbeitsfläche fixiert ist.
[0007] Vorbekannte Hänge- oder Klapptablare an Herdfronten stehen auch bei Nichtgebrauch mehrere Zentimeter von der Front ab und verdecken zudem Bedienelemente, so dass sie zumeist nur an schalterfreien Frontseiten installiert werden.
Die erfindungsgemässen Tablare hingegen werden als Stecktablare nur dann beispielsweise an einem Herd angebracht, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Die Herdtechnik resp. der Zugang zu dieser ist bei gesteckten Tablaren nicht beeinträchtigt.
[0008] Die erfindungsgemässen Tablare verursachen bei Nichtgebrauch keine vom Herd oder der Arbeitsfläche abstehenden Teile und somit keine diesbezüglichen Unfallgefahren.
[0009] Erfindungsgemäss sind die Tablare spülmaschinentauglich und genügen somit hohen Sanitationserfordernissen. Sie können in Neubauten von Küchen und Herden je nach Betriebs- und Serviceabläufen flexibel und nach individuellen Anforderungen integriert werden. Dies gilt auch für bestehende Küchen und Herde, da der Umbauaufwand gering ist und lediglich die Blenden der Herde resp. der Arbeitsplatten betrifft.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand von Zeichnungen näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigen die
<tb>Fig. 1 :<SEP>einen Ausschnitt eines Herdes für ein erfindungsgemässes Tablar
<tb>Fig. 2 :<SEP>ein erfindungsgemässes Tablar,
<tb>Fig. 3 :<SEP>das Tablar nach Fig. 2 in Ansicht von oben,
<tb>Fig. 4 :<SEP>das Tablar nach Fig. 2 in Ansicht von unten,
<tb>Fig. 5 :<SEP>eine erfindungsgemässe Sicherung des Tablars.
[0011] Ein nur ausschnittsweise dargestellter Herd mit Seitenwänden 3, einer Bedienfront 4 und einer Arbeitsfläche 1, die auch mit einer Herdplatte versehen sein kann (Fig. 1 ), weist eine Blende 2 als Abschluss der Arbeitsfläche 1 auf. Die Blende 2 weist voneinander beabstandete Öffnungen auf, die als Schaftrohre 5 ausgestaltet sind.
Ein erfindungsgemässes Tablar 10 (Fig. 2 und 3 ) umfasst eine Arbeitsfläche 6 von 500 x 300 mm sowie Seitenblenden 12 an den Längsseiten sowie eine Frontblende 13 an einer Schmalseite aus Edelstahl oder aus einem schlag- und schnittfesten Kunststoff und weist somit eine Grundform vergleichbar mit einem Backblech auf. Die Schmalseite kann mit der Frontblende 13 gerade ausgeführt sein oder gerundete Übergänge zu den Längsseiten aufweisen.
Die der Frontblende 13 gegenüberliegende Schmalseite ist offen. Aus ihr ragen ca. 60–70 mm weit zwei parallel und beabstandet zueinander angeordnete Bolzen 7 aus Edelstahl hervor, die einen Durchmesser von 12 mm aufweisen und parallel zu den Längsseiten unter der Arbeitsfläche 6 an einem Schenkel einer Aufnahme 11 angeschweisst sind (Fig. 4 ). Der Abstand zwischen den Bolzen 7 korrespondiert mit dem Abstand zwischen zwei Öffnungen von Schaftrohren 5 in der Blende 2 des Herds bzw. Arbeitstischs 1. Der Abstand zwischen benachbarten Öffnungen entspricht mindestens dem doppelten Wert des Abstandes zwischen Seitenblende 12 und nächstgelegenem Bolzen 7.
[0012] Jede Aufnahme 11 ist ein rechtwinkliger Blechwinkel, der an der Unterseite der Arbeitsfläche 6 angeschweisst ist.
Der andere Schenkel der Aufnahme 11 ist mit einem Drehgelenk 9 zur kippfähigen Anordnung einer Sperrklinke 8 versehen. Diese Sperrklinke 8 (Fig. 5 ) umfasst an einem, unter der Arbeitsfläche 6 des Tablars 10 herausragenden Ende eine Klinke 14 und am anderen Ende eine flächige Sicherung 15.
Werden die Bolzen 7 eines Tablars 10 in die korrespondierenden Öffnungen der Blende 2 gesteckt bzw. eingeschoben, wird die Sicherung 15 der Sperrklinke 8 zugleich mit mindestens einem Finger nach oben in Richtung Arbeitsfläche 6 gedrückt. Liegt das Tablar 10 bündig an der Blende 2 an, wird die Sicherung 15 losgelassen oder nach unten gedrückt und die Klinke 14 rastet hinter der unteren Kante der Blende 2 in einem Verriegelungspunkt 16 ein. Durch das Eigengewicht der Sicherung 15 bleibt diese Raststellung erhalten und das Tablar 10 ist am Herd lagesicher fixiert.
Die Arbeitsfläche 6 der erfindungsgemässen Tablare 10 schliesst im gesteckten Zustand bündig mit der Arbeitsfläche 1 des Herdes ab.
[0013] Zum Lösen des Tablars 10 werden die Sicherungen 15 wieder nach oben gedrückt und das Tablar 10 wird vom Herd abgezogen.
[0014] Bevorzugt ist jedem Bolzen 7 eine Sperrklinke 8 zugeordnet, doch sind auch Ausführungen mit nur einer Sperrklinke je Tablar 10 möglich.
[0015] Die erfindungsgemässen Tablare 10 können vollständig CNS- resp. spülmaschinentauglich ausgestaltet sein. Die Schaftrohre 5 können am unter der Arbeitsfläche 1 befindlichen Ende verschlossen sein und sind bei Bedarf einfach zum Beispiel mittels einer Flaschenbürste reinigbar.
Die Tablare 10 sind im Stapel oder auch in leicht zugänglichen Wandhalterungen platzsparend und sicher lagerfähig.
Bezugszeichenliste
[0016]
<tb>1<SEP>Arbeitsfläche
<tb>2<SEP>Blende
<tb>3<SEP>Seitenwand
<tb>4<SEP>Bedienfront
<tb>5<SEP>Schaftrohr
<tb>6<SEP>Arbeitsfläche
<tb>7<SEP>Bolzen
<tb>8<SEP>Sperrklinke
<tb>9<SEP>Gelenk
<tb>10<SEP>Tablar
<tb>11<SEP>Aufnahme
<tb>12<SEP>Seitenblende
<tb>13<SEP>Frontblende
<tb>14<SEP>Klinke
<tb>15<SEP>Sicherung
<tb>16<SEP>Verriegelungspunkt
Claims (8)
1. Tablar für Küchenmöbel, insbesondere für Herde oder Arbeitstische, umfassend eine Arbeitsfläche (6), die in Arbeitslage in derselben Ebene wie eine Arbeitsfläche des Küchenmöbels gelegen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Tablar (10) ein vom Küchenmöbel separates Element ist und eine Arbeitsfläche (6) sowie eine Einrichtung zur lagesicheren und lösbaren Fixierung am Küchenmöbel aufweist.
2. Tablar nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsfläche (6) mit Seitenblenden (12) an den Längsseiten sowie einer Frontblende (13) an einer Schmalseite versehen ist und dass die der Frontblende (13) gegenüberliegende Schmalseite offen ist.
3. Tablar nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur lagesicheren Fixierung am Küchenmöbel zwei parallel und beabstandet zueinander angeordnete Bolzen (7) enthält, die parallel zu den Längsseiten der Arbeitsfläche (6) unter der Arbeitsfläche (6) angeordnet sind.
4. Tablar nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bolzen (7) aus der Arbeitsfläche (6) hervorragen.
5. Tablar nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung ein Drehgelenk (9) mit einer daran kippfähig angeordneten Sperrklinke (8), die an einem, bevorzugt unter der Arbeitsfläche (6) des Tablars (10) herausragenden Ende eine Klinke (14) und am anderen Ende eine flächige Sicherung (15) umfasst, zur lagesicheren Fixierung an einem Küchenmöbel.
6. Tablar nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Bolzen (7) an einer Aufnahme (11) fest angeordnet ist, die wiederum an der Unterseite der Arbeitsfläche (6) fixiert ist.
7. Tablar nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bevorzugt jedem Bolzen (7) eine Sperrklinke (8) zugeordnet ist.
8. Küchenmöbel mit einem Tablar nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Küchenmöbel eine Arbeitsfläche (1) mit einer Blende (2) als Abschluss aufweist, wobei die Blende (2) mit voneinander beabstandeten, als Schaftrohre (5) ausgestaltete Öffnungen versehen ist, wobei der Abstand zwischen zwei Öffnungen dem Abstand zwischen den Bolzen (7) des Tablars (10) entspricht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH00880/13A CH708011B1 (de) | 2013-04-29 | 2013-04-29 | Tablar. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH00880/13A CH708011B1 (de) | 2013-04-29 | 2013-04-29 | Tablar. |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH708011A2 CH708011A2 (de) | 2014-10-31 |
| CH708011B1 true CH708011B1 (de) | 2017-02-28 |
Family
ID=51795153
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH00880/13A CH708011B1 (de) | 2013-04-29 | 2013-04-29 | Tablar. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH708011B1 (de) |
-
2013
- 2013-04-29 CH CH00880/13A patent/CH708011B1/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH708011A2 (de) | 2014-10-31 |
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